Urlaubssehnsucht

Heute morgen kostete es mich seeeeehr viel Mühe, aus dem Bett zu kommen. Zum Einen, weil A., der dinstags normalerweise vor mir aufsteht, weil er dann dran ist, B. für die KITA fertig zu machen, auch nicht aus dem Bett kam. Zum Anderen, weil ich zur Abwechslung mal wieder noch völlig groggy aufgewacht war. Keine Ahnung, ob mir nachts ungemerkt zu warm war, ob es doch Zeit für ein neues Bett ist oder ob ich einfach nur mal wieder richtig schön ausschlafen muss!

Ich fühl mich jedenfalls sehr urlaubsreif! Noch 6 Arbeitstage, dann ist es endlich so weit: Dänemark, wir kommen! Wenn ich den Vorhersagen im Internet glauben darf, kriegen wir sogar richtig schönes Sommerwetter 🙂 Nachdem ich schon von Kollegen ausgelacht wurde, weil wir ausgerechnet nach Dänemark fahren (die Holländer sind ja fast allesamt Südeuropa-Fans), müssen wir da einfach schönes Wetter haben, finde ich. Dieses ewige Vorurteil, dass man in Nordeuropa nicht Sommerurlaub machen kann, bah… Meine Kollegen fahren wie die meisten Holländer lieber nach Frankreich, Spanien oder Griechenland, Hauptsache, da scheint garantiert die Sonne und es ist mindestens 25 Grad. Ja klar, Sonne und Temperaturen über 20 Grad finde ich im Sommerurlaub auch toll! Aber heißer als 30 Grad finde ich auch nicht schön, und mit einem Kleinkind sollte man ja sowieso aufpassen mit Sonne, vor allem, wenn dieses Kleinkind so hellhäutig ist wie B.

Als Exildeutsche stehe ich ja sowieso vor dem ewigen Dilemma, dass ich meine Urlaubstage auch zum Teil in der „Heimat“ verbringen möchte, weil ich meine Familie und Freunde in Deutschland ab und zu mal wiedersehen möchte. Letztes Jahr haben wir unseren Sommerurlaub aus diesem Grund an der Ostsee verbracht. Da hatten wir zwar Pech mit dem Wetter (Fewo in Strandnähe, aber kein Strandwetter), aber es war ja auch erst Anfang Juni. Ausschlafen konnten wir in unserem allerersten Familienurlaub leider nicht, weil B. jeden Morgen um 6.15Uhr aufwachte. „Und das soll Urlaub sein?“, fragten wir uns damals, als wir nach der ersten Nacht im fremden Bett um halb sieben mit tiefen Ringen unter den Augen am Küchentisch saßen. Ja, ja, Urlaub mit Baby ist eigentlich kein Urlaub im Sinne des Dudens: „arbeitsfreie Zeit, die jmd. zum  Zwecke der Erholung erhält“. Dieses Jahr wollten wir eigentlich endlich mal nach England, genauer gesagt nach Brighton, Bath und Cornwall. Aber wegen obengenanntem Dilemma haben wir uns dann doch für das norddeutschlandnahe und kinderfreundliche Dänemark entschieden. Schweden, wo ich früher jedes Jahr mit meinen Eltern und meiner Schwester Ferien gemacht habe und wonach ich mich seit der letzten Schwedenreise sehne, war uns zu weit – die Bootsfahrt heben wir uns lieber für die Zeit auf, wenn B. etwas älter ist und wir uns trauen, unser kleines ungelenktes Projektil auf Deck raus zu lassen 😉

Dieses Mal haben wir es aber schlauer angepackt: meine Schwester und ihr Freund kommen mit nach Dänemark! S. (der Freund meiner Schwester) antwortete zwar auf meine Frage, ob wir uns mit dem B.-bedingten frühen Aufstehen abwechseln können, mit einem frechen: „Ja klar! Den einen Tag steht K. früh auf, am anderen Tag A.!“ Aber so lange sie keine Kackwindeln wechseln müssen, waren sie am Ende doch dazu bereit, zu unserer Erholung beizutragen, juchu! Dann kann ja nichts mehr schiefgehen:

Babysitter: check! Spülmaschine: check! Strand in der Nähe: check! Gute Wettervorhersage: check!  Schönes Ferienhaus gebucht: check! 🙂

PS. Das einzige, was mir jetzt noch Sorgen bereitet, ist die Tatsache, dass in B.s KITA gerade die Windpocken herrschen… Herr, lass diesen Kelch an mir vorübergehen! (Bin zwar nicht gläubig, aber manchmal ist ein Zitat aus der Bibel sehr passend!)

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