Maßnahmen gegen Urlaubsstress

I´m back! Urlaub ohne Windpocken überstanden 🙂

Vor meiner knapp dreiwöchigen Auszeit vom Alltag habe ich ja ausgiebig über meinen Stress kurz vorm Urlaub gejammert. Eigentlich wollte ich ja auch erzählen, wie ich diesem Stress vorbeuge! Aber dann kam meine Schreibwut dazwischen und meine Blogartikel sollen ja nicht drei Seiten lang werden 😉

Da einige von euch vielleicht den Urlaub noch vor sich haben (im Gegensatz zu mir *schnüff*), hier nachträglich meine Tipps gegen Urlaubsstress:

  • rechtzeitig Listen machen. Ich habe eine Liste mit Dingen, die ich vorm Urlaub noch erledigen muss, zum Beispiel Kopien von unseren Pässen machen, Nachbarn mit Blumengießen beauftragen, Urlaubslektüre besorgen, Erste-Hilfe-Kasten zusammenstellen/aktualisieren, Strandkleidung für B. in der aktuellen Größe besorgen, usw. Und natürlich eine Packliste machen! Ich habe mir eine multifunktionale Packliste auf dem Computer gespeichert: eine Spalte für A. und mich, eine Spalte für B. und jeweils eine Spalte für Sommer und Winter. Die Spalten sind in Rubriken unterteilt: Allgemeines (z.B. Buchungsunterlagen, Pässe, das heißgeliebte Schnuffeltuch des Nachwuchses usw.), Proviant, Lebensmittel (Kaffee+Kaffeefilter für den ersten Morgen am Zielort z.B. – lebenswichtig!), Dinge für unterwegs, Schlafsachen, Kleidung, Badezimmerartikel, Medikamente, Freizeit und Sonstiges. In der Sommerspalte steht dann zum Beispiel unter „Kleidung“ Sonnenhut, Bikini usw. Also, ich finde meine Liste sehr toll!
  • den Tag vor der Abreise freinehmen. Wie ich schon erwähnte, hat A. bereits frei. Den Tag vor dem Abreisetag habe ich auch frei, unser kleiner B. ist dann aber wie gewohnt in der KITA, sodass wir in aller Ruhe packen können. Meistens fällt einem ja doch noch in letzter Minute was ein, was man noch besorgen oder waschen muss oder so. Auch zu zweit ist das mit Kind stressiger als nötig, also vorzugsweise ohne Kind im Haus erledigen! Das macht den eigentlichen Abreisetag viel entspannter.
  • den Tag nach der Rückreise freinehmen. Nach dem Urlaub muss man sich ja zuhause erst mal wieder akklimatisieren. Und auspacken, Wäsche waschen, Post durchgucken usw. Gönnt euch mindestens einen Zusatztag zuhause, bevor ihr wieder arbeiten geht. Es lohnt sich, echt wahr!
  • vom Urlaub nicht zu viel erwarten. Vor allem nicht, wenn man ein Kind hat. Kleine Kinder lassen dich auch im Urlaub nicht ausschlafen. Schade, aber wahr. Faul am Strand liegen oder ähnliche egoistische Aktionen sind auch nicht drin. Es sei denn, man beherzigt folgenden Tipp:
  • einen kostenlosen Babysitter mitnehmen. Und damit meine ich nicht den tragbaren DVD-Player oder das iPad. Letztes Jahr, bei unserem ersten Kleinfamilienurlaub, haben A. und ich festgestellt, dass man sich zwar mit dem Baby abwechseln kann, man dann aber voneinander nichts mehr mitkriegt. So ist das ja auch wieder nicht gedacht! Deshalb haben wir es dieses Jahr wie gesagt schlauer angepackt: wir sind mit kinderloser Familie in den Urlaub gefahren. Genauer gesagt: mit B.´s Tante und Onkel. Die beiden Lieben hatten sich sogar bereiterklärt, jeden zweiten Morgen die „Frühschicht“ zu übernehmen 🙂 In der Praxis wurde da zwar nichts draus, weil die beiden Ärmsten noch urlaubsreifer waren als A. und ich UND sie es anders als wir nicht gewohnt waren, an freien Tagen so früh geweckt zu werden. Denn merke: kleine Kinder wachen im Sommer(urlaub) noch früher auf als sonst.. (Vor allem, wenn der Vorhang nicht genug verdunkelt 😦 Daher mein Zusatztipp an dieser Stelle: Dadadark oder etwas Ähnliches mitnehmen, wenn euer Kind nur schläft, wenns dunkel ist.)
  • kein unnötiges Zeug mitschleppen. Schwimmwindeln und Dosengemüse gibt es auch am Urlaubsort. (Okay, Erdnussbutter wohl nicht unbedingt, das geb ik zu.) Spielzeug findet man garantiert auch im Ferienhaus (ich nehm jetzt einfach mal an, dass niemand so blöd ist, mit Kleinkind Urlaub im Hotel zu machen). Man denke an Töpfe und Pfannen, leere Plastikflaschen (=Bowlingkegel), Stöckchen/Tannenzapfen, und anderen Alltagskram, den man umfunktionieren kann. Klar nehme ich Spielzeug mit, aber nur das nötigste: ein paar Bücher, eine Schaufel, einen Ball, einen Beutel Luftballons (daraus kann man z.B. in Kombination mit einem Bettbezug ein Springkissen machen), Seifenblasen (immer voll der Hit in B.´s Alter), die Spielkugelpyramide von Fisher Price und 1-2 Spielzeugautos.
  • das richtige Urlaubsziel wählen. Lange Flugreisen oder gar welche mit unweigerlichem JetLag können gutgehen, sind aber meistens nicht den Stress wert, denke ich. Im Auto ist man zwar verhältnismäßig länger unterwegs, dafür muss man nicht Zeit am Flughafen totschlagen und kann Pause machen, wenn der Nachwuchs eine braucht (kurz aus dem Kindersitz raus und bewegen wirkt oft Wunder). Und wenn es sein muss (z.B. wegen Windpocken!), kann man selber zum gleichen Preis nach Hause fahren, anstatt für teures zusätzliches Geld gestresst einen früheren Rückfluch buchen zu müssen. Auf die Vorteile eines Ferienhauses gegenüber einem Hotelzimmer brauch ich jawohl nicht einzugehen, oder? Das Hotelbuffet wiegt jedenfalls nicht auf gegen andere Nachteile dieser Art der fremden Umgebung.
  • bei langen Autofahrten beim Kind auf der Rückbank sitzen. Hat sich in Ermangelung eines DVD-Players in unserem  Auto, der ja heutzutage in fast jeder Familienkutsche zu finden sind, als aus Gründen des entspannten Reisens notwendig erwiesen. Mit seinen 18 Monaten kann unser kleiner Mann sich ja noch nicht wirklich selbst beschäftigen, und rausgucken war ihm offenbar zu langweilig. Noch ein wichtiger Tipp für Autofahrten:
  • eventuelle Staus akzeptieren, ärgern ändert nichts dran. Schwer in die Tat umzusetzen, weiß ich ja, aber trotzdem probieren! Und Provianttasche in Reichweite stellen, nicht in den Kofferraum 😉

So, mehr fällt mir im Moment nicht ein. Dies waren zumindest die wichtigsten Tipps, die wir aus eigener Erfahrung beherzigen. Zu unserem Urlaub später mehr!

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