Früher nannte man das „Turnverein“

…heute heißt es ganz cool „Little Gym“. Na ja, ganz das Gleiche ist es nicht, das gebe ich zu. Aber geturnt wird da auch.

Im Wartezimmer meiner Physiotherapeutin, die meinen Baby-Tennisellenbogen behandelt hat, der mir auch nach einem Jahr leider ab und zu immer noch zu schaffen macht, habe ich mal eine Broschüre der Little Gym mitgenomen. Ich dachte mir, das findet B. bestimmt toll (er ist ja wie viele kleine Jungs sehr aktiv) und zuhause haben wir leider wenig Platz zum Rumtoben zum Üben der motorischen Fähigkeiten, und A. wollte sich ja sowieso eine Papa-Kind-Aktivität suchen. Und wenn B. die Motorik seiner Eltern geerbt hat (A.=Riesentollpatsch, ich=in der Grundschule Fördersport-Kundin und später im Sportunterricht meistens als eine der Letzten ins Team gewählt *schluchz*), dann ist es wohl keine schlechte Idee, ihn schon früh zu fördern. A. hat daher auch gleich einen Termin für eine kostenlose Probestunde gemacht.

Und es gefiel den beiden! Ich bin auch schon zweimal mitgegangen, wenn sie wegen anderer Termine nicht am Papafreitag sondern am Samstag hingegangen sind. Es ist wirklich toll da: alles hell und freundlich (auch kinderfreundlich) eingerichtet, mit einer schönen Spielecke im Foyer, einer schönen Warte-Ecke für andere Begleitpersonen (z.B. jüngere/ältere Geschwister, Opa/Oma), einer Kaffee-Ecke einem Coffee Corner (es muss ja hip bleiben), wo man gratis schwarzes Gold (oder wahlweise biologischen Grüntee) tanken kann… Die Mitarbeiter sind nett, die Gruppen nicht allzu groß, und der Turnsaal selber ist wirklich klasse! Überall liegen bunte Turnmatten und andere Turngeräte aus weichem oder kindgerechten Material, es gibt niedrige Balanzierbalken, Mini-Barren und sogar eine Mini-Kletterwand, an der schon die Kleinsten hochklettern können. Wieder was gelernt: Kleinkinder haben unglaublich viel Kraft in den Armen, verhältnismäßig zu ihrer Körpergröße viel mehr als Erwachsene! (Das hätte mir dank diverser Unannehmlichkeiten Herausforderungen am Wickeltisch eigentlich klar sein müssen!)

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Natürlich werden zwischendurch auch Gruppenübungen gemacht, zum Beispiel zusammen Glöckchen klingeln lassen (erst vor dem Bauch, dann über dem Kopf usw.), aber von den Kleinen (in B.´s aktueller Gruppe 12-18 Monate alt) kann man ja noch nicht wirklich verlangen, dass die da mitmachen. Wer stattdessen auf Entdeckungstour gehen will, darf das in der Regel auch.

Das einzig Doofe da sind einige der Eltern, die in B.´s Altersgruppe ja auch dabei sein müssen. Gut, ich bin mir ziemlich sicher, es gibt genug Leute, die an meinen (oder A.´s) Elternkompetenzen auch etwas auszusetzen haben, aber die Mutter vom kleinen Hugo (zurzeit ein populärer Modename hier in Holland) hat mich neulich doch etwas genervt. Zugegeben, ich finde den Kleinen auch nervig., aber angesichts dieser Mutter kann er wohl nichts dafür Oh. Ich wollte ja nicht über andere Mütter herfallen. Ich fand es aber ziemlich daneben, dass sie so verbissen versuchte, ihren Sohn zum Mitmachen zu bewegen. Mit so einem gehetzten Blick auf dem Gesicht. Ich meine: hallo! Das Kind ist noch nicht mal anderthalb! Wir jedenfalls gehen mit B. zur Little Gym, weil IHM das Spaß machen soll, nicht uns, oder weil er da was lernen soll. Jedenfalls nicht bewusst. Dazu ist er noch zu klein. Finde ich.

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