Freundeswochenende auf der Veluwe

Man sollte meinen, ich würde unser weekendje-weg (Kurzurlaub am (langen) Wochenende) bereuen, denn wären wir zuhause geblieben, wäre nicht eingebrochen worden. Aber nö. Ich bereue es nicht, denn schön war’s!

Wir hatten vier Zimmer bei Bed&Breakfast Mollenvlied in Vaassen (in der Nähe von Apeldoorn) gebucht, denn wir fuhren mit 3 anderen Familien weg. (Eigentlich wollte ich „Pärchen und ihren Kindern“ schreiben, aber warum eigentlich nicht „Familien“?! Hab mich wohl noch nicht ganz an unseren neuen Status gewöhnt, haha!) Die vier schön eingerichteten und gut ausgestatteten Zimmer lagen alle im selben Haus:

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Das Frühstück gab es in einem anderen Gebäude, ca. 15 Meter davon entfernt. Da konnte man auch tagsüber rumhängen.

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Die letzten Kilometer zum B&B waren für uns Städter übrigens etwas abenteuerlich, denn es ging über einen schmalen unasphaltierten Waldweg voller Kuhlen. Die Parksensoren spielten verrückt, weil die Bäume rechts und links dem Auto so nahe kamen und ich fragte mich ernsthaft, ob man da wirklich mit dem Auto fahren durfte. Durfte man aber! Es war schon etwas dämmrig und diesig, aber das machte die schöne Umgebung nicht weniger idyllisch.

Außer dem gemeinsamen Abendessenbüffet aus mitgebrachten kleineren Gerichten (meine Käse-Schinken-Muffins kamen sehr gut an – ich werde das Rezept demnächst mal posten), taten wir am Freitagabend nicht mehr viel. Die Kinder mussten in der fremden Umgebung zur Ruhe gebracht werden, was nicht leichtfiel (B. steckte leider mitten in einer Lass-mich-nicht-alleine-Phase), und wir mussten feststellen, dass die Reichweite unserer Babyphones in der Praxis weniger gut war als vom Hersteller angegeben (aber die Werte beziehen sich ja auch immer auf das freie Feld, und hier waren Mauern dazwischen). Dafür fand A. aber eine kreative Lösung:

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(Ein vom B&B geliehener Uralt-Sender, der draußen auf dem Gartentisch, wo noch Signale empfangen werden konnten, die Geräusche aus den Empfängern unserer Babyphones an den Uralt-Empfänger drinnen bei uns im Gemeinschaftsraum weiterleitet.)

Ausschlafen war zwar leider nicht drin, aber ich konnte zumindest liegenbleiben, während A. und unser kleiner Schlingel um kurz nach 7 schon mal zum Frühstücken ins andere Haus rüber gingen. Aber ich wollte ja nicht allzu viel verpassen, daher stand ich um halb 9 dann auch auf. Die Kinder hatten schon voll aufgedreht und B. wollte wohl raus an die frische Luft, jedenfalls war er etwas am rumnerven (ja entschuldigt, ich hatte noch nicht mal meinen Kaffee in Ruhe trinken können!). Als die letzte Familie gegen halb elf ankam, gab es erstmal Kaffee und Kuchen (weil A. ja schon fast Geburtstag hatte). Ja, das macht man in Holland vormittags! Ganz schön gewöhnungsbedürftig, morgens um 10 Uhr Torte essen zu müssen, weil ein Kollege Geburtstag hat! Danach machten wir uns auf zu einem Waldspaziergang. Trotz bewölktem Himmel sah der Wald wunderschön aus! Den vermisse ich zuhause in U. manchmal. Zwar gibt es in der Nähe auch etwas wie einen Wald, aber da ist bei schönem Spaziergangswetter regelrecht Polonaise angesagt, weil da dann so viele Leute rumwandern. Doof. Hier in Vaassen begegneten wir kaum anderen Leuten.

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Am Nachmittag fuhren wir kurz zu einem Eselpark (De koperen ezel) in Epe, aber da es arschziemlich kalt war, offenbar viel geregnet hatte und es schon anfing zu dämmern, blieben wir nicht lange. Die anderen Eltern fanden es da sowieso ziemlich armselig und verlottert, aber wenn man die oben genannten Faktoren abzieht und bedenkt, dass dort kein Eintritt berechnet wird, fanden A. und ich es eigentlich ein ganz gutes Ausflugsziel. Kindern ist es sowieso egal, ob die Spielgeräte durch die Sonne fahl geworden sind und es allgemein etwas heruntergekommen aussieht!

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Danach gingen wir bei La Casa in Epe Pizza essen. Klinkt gut, war aber, was mich betrifft, nicht so ein großer Erfolg. Es gab keine Wickelgelegenheit (und ratet mal, wer eine vollgekackte Windel hatte!?), die Kinder waren überdreht und die Paprika auf meiner Pizza KAM AUS DEM GLAS! Igitt! Ich hab drumherum gegessen und den Großteil von B.’s Kinderpasta aufgegessen, weil er sowieso nichts essen wollte.

Abends saßen wir Erwachsenen dann noch ca. eine Stunde ohne Kinder zusammen (bis auf L., die beim Insbettbringen ihrer beiden Mädels glatt mit eingepennt war), bevor um halb zehn auch wir in die Heia gingen. Ja, ja, so geht das, wenn man kleine Kinder hat….(siehe auch Punkt 5 hier)

Nach dem frühen Frühstück (meine Spätstückzeiten sind vorbei!) und Autopacken fuhren wir noch alle zusammen in den Zoo in Epe (Dierenpark Wissel). Beim Bezahlen mussten wir zwar kurz schlucken, aber es war ein sehr schöner kleiner Zoo. Keine superexotischen Tiere, aber auch keine 0-8-15-Tiere, die man überall sieht. Schwarze Schwäne, weiße Füchse (die fand B. ganz toll, er wollte immer wieder zurück zum „Fuss!“), irgendein chinesischer rotbrauner Panda…

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Wir aßen in der Cafeteria des Zoos zu Mittag (Brot, Suppe, Poffertjes, Hamburger…) und gingen dann doch noch kurz auf den Spielplatz. Der war toll! Leider war es für ein paar der lieben Kleinen mittlerweile wirklich Zeit für den Mittagsschlaf, und so machten wir uns nach einem Gruppenfoto wieder auf den Heimweg!

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