Weihnachtsgeschenk vom Chef

Gestern gab es auf der Arbeit gemeinsamen Nachmittagskaffee mit selbstgebackenem Bûche de Noël. Anlass war die Verteilung der kerstpakketten. Hier in Holland ist es nämlich üblich, dass Arbeitnehmer zu Weihnachten ein kerstpakket (Weihnachtspäckchen) von ihrem Arbeitgeber kriegen. Diese Tradition scheint daher zu stammen, dass die Knechte auf den Bauernhöfen, wenn sie über die Feiertage nach Hause fahren durften, als Dankeschön für die harte Arbeit im vergangenen Jahr einen Korb mit Lebensmitteln für ihre Familie mitbekamen. Die Handwerker übernahmen diesen Brauch und so ist das Phänomen kerstpakket entstanden.

Wie jedes Jahr wird auch ordentlich darüber gejammert. Denn im Grunde ist da Zeug drin, was eigentlich niemand haben will. Dieses Jahr enthielt A.’s kerstpakket für Consultants und andere „Externe“:

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Honigkuchen, grünen Tee, Maiswaffeln mit Meersalz, biologischen Apfelsaft, Bio-Müsliriegel, einen Topf Grow your own Dille von Jamie Oliver, Schokolade, ein Glas Oliven, eine Flasche Prosecco, salzige Snacks (Brezeln usw.), Bio-Gummibärchen, essbare Körbchen aus Weizencrackern und – einen „Kiwi Guard“ (damit der Kiwi nicht kaputt geht, wenn man ihn in der Aktentasche mitnimmt – die festangestellten Mitarbeiter bekamen stattdessen einen Blender).

Na, darüber freut man sich doch, oder?! Ich hab wirklich keine Ahnung, wer sich diese Pakete ausdenkt. Wir hatten schon mal ein Tapas-Thema (mit Tapas-Zutaten, braunen Tapas-Schälchen und einem dazupassenden Krug, der seitdem im Schuppen verstaubt), ein Afrika-Thema (mit entsprechenden Snacks und zwei wirklich wunderschönen *hust* afrikanischen Holzstatuen), ein Schokoladen-Thema (diverse Schokoprodukte, Marshmallows und ein kleiner elektrischer Schokoladenbrunnen, der sehr viel Lärm machte), usw. usw. Und dieses Jahr ist das Thema offenbar „Bio“.

Zum Glück bekamen ich und meine Kollegen dieses Jahr etwas besseres! Nachdem wir vorletztes Jahr selbst etwas aus dem Katalog mit betrieblichen Weihnachtsgeschenken aussuchen durften (worüber auch gemosert wurde, weil so ein nutzloses-Zeugs-Paket ohne Überraschungseffekt ja noch blöder ist und man den Wein nur in zuschlagpflichtigen Holzkisten bestellen durfte), gab es letztes Jahr wieder ein traditionelles kerstpakket und dieses Jahr: eine Flasche Wein und Bargeld! Über den Betrag waren alle total baff. Es war nämlich ein ziemlich hoher. Das kann nur zwei Dinge bedeuten: entweder die Firma macht demnächst pleite und will noch mal eben auf die Kacke hauen… oder es war ein Missverständnis und es gibt nächstes Jahr nur den Wein, um das wieder auszugleichen!

Ich wünsche euch ein schönes Wochenende! Groetjes, K.

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