7 Tage – 7 Bilder

Auch an diesem sonnigen ersten März-Sonntag ein kurzer Wochenrückblick in 7 Bildern, nach einer Idee von Frische Brise. Es war wieder keine Standardwoche, denn das alljährliche Konzerntreffen in Frankreich stand an! Aber immer schön der Reihe nach:

Am Montag, Mamatag, fütterten wir im Park die Ziegen. Der kleine Kaaskop versuchte erst stur, den Tieren kleine Stöckchen zu füttern, bis ich ihn überreden konnte, es doch mal mit Grünzeug zu versuchen.

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Am Dienstag war der große Kaaskop mit der Kita-Runde dran, und zufällig kamen wir fast gleichzeitig an der Haustür an. Das war praktisch, denn der kleine Kaaskop wollte nicht rein, sondern noch „buiten lopeeeee!“ (draußen laufen also). Also machten wir zwei noch einen kurzen Spaziergang im Viertel, während Papa Essen kochte. Was hatten wir wieder für ein Glück: erst konnten wir (naja, B. – ich hab diskret weggeguckt) einer anderen Mutter beim zweifellos verschwitzten Einparken zugucken. Sie manövrierte so lange  hin und her, dass sie selber lachen musste. Dann stieg auch noch ein Mann aus einem großen orangefarbenen Lieferwagen aus UND wir begegneten doch noch einer Katze, und die gab’s sogar gleich im Doppelpack:

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Am Mittwoch ging’s dann für mich früh morgens mit dem Reisebus voll Kollegen los nach Frankreich – nach Lille, um genau zu sein. Nach einer unruhigen Nacht, in der B. mich 3-mal, ein Alptraum über Feuer im Wohnzimmer und das Klappern von der Briefkastenklappe (danke,lieber Zeitungsausträger) jeweils 1-mal geweckt hatten und ich um 6 Uhr aufstehen musste, hatte ich nicht wirklich Bock auf Teambuilding, Vorträge und Überraschungsaktivitäten mit reichlich Alkohol. Aber wider Erwarten war es dann doch noch ganz nett. Wir hatten Glück mit dem Wetter, sodass die 2-stündige Schnitzeljagd durch Lille keine Strafe war (außer für meine Füße), und Lille erwies sich als recht hübsch. Ich mag alte Häuser! Abend gab’s ein ausgezeichnetes Essen im Casino (außer für die echten Vegetarier , siehe unten), wo wir anschließend mit Gratis-Jetons im Wert von 15 Euro zocken durften. Lustigerweise verspielte ausgerechnet der „Oberchef“ alles und noch mehr – hoffentlich ist er mit dem Geld vom Unternehmen vorsichtiger! Eine Kollegin aus den USA gewann 562 Euro, als sie zum Spaß einen einarmigen Banditen ausprobierte; ich beschloss nach ein paar Runden Roulette, dass der Tag lang genug war, und ging um Mitternacht mit einem bescheidenen Gewinn von 15 Euro zurück ins Hotelzimmer.

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Am Donnerstag begann der Tag mit einem ausgezeichneten Frühstück (ich liebe Hoel-Frühstücke!) und … gemeinsamem Stretching! Das Thema des diesjährigen Gastvortrags lautete nämlich: The corporate athlete. Natürlich maulten alle, vor allem die männlichen Kollegen, die weniger als eine Stunde geschlafen hatten, aber danach waren wir wirklich wacher. Und der Vortrag war auch wirklich interessant. Vielleicht blogge ich demnächst noch mal ausführlicher dazu, mal schauen. Zum Mittagessen gab es, lekker französisch, ein 3-Gänge-Menü mit Wein. Das hier war das Vorgericht:

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Mal was anderes als das übliche Käsebrot! Um 15 Uhr ging’s im Bus wieder zurück nach Holland, wo ich von einem kleinen Drachen begrüßt wurde (in Kindergärten wird auch außerhalb von Brabant Karneval gefeiert), der unbedingt und sofort meinen Koffer auspacken wollte. In dieser Tüte steckten meine Stiefel.

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Am Freitag wurde endlich das „Te koop„-Schild an unser Haus gehängt. Bin gespannt!

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Am Samstag standen Bodybalance, Wocheneinkauf, Wäschewaschen, Parkbesuch und Reifenaufpumpen auf dem Programm.

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Am Sonntag genossen wir das herrliche Frühlingswetter in dem Park mit dem tollen Streichelzoo, den wir letzte Woche entdeckt hatten. Wir besuchten u.a. die Hühner, Kaninchen und die Schweine.

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Und auch in dieser Woche habe ich wieder einiges gelernt:

  • Ziegen fressen keine Stöckchen.
  • Bei Roulette gibt es verschiedene Arten, seine Jetons einzusetzen.
  • In Lille gibt es ein Haus mit einem Busen in der Fassade.
  • Der Gedanke hinter „the corporate athlete“ ist gar nicht mal so dumm. Guter Vorsatz: in der Mittagspause öfter mal an die frische Luft. Und mehr Kaffee trinken.
  • Frankreich ist kein schönes Land für Vegetarier: meine Sitznachbarin bekam, weil sie auch keinen Fisch isst (viele Vegetarier essen ja doch Fisch), anstatt des vom Chefkoch kredenzten Hauptgerichts…einen großen Teller Rührei. Fand sie gar nicht mal so schlimm, denn sie hat auch schon einmal hungrig eine Pizzeria verlassen, weil sich der Kellner (!) weigerte, für sie eine bestimmte Pizza ohne den Schinken beim Chefkoch zu bestellen.
  • Die Nachbarin von gegenüber geht im gleichen Fitnessstudio wie ich zum Bodybalance.
  • An einem sonnigen Märztag kann man auf dem Spielplatz sowohl Kindern im Schneeanzug als welchen in Stoffturnschuhen und ohne Jacke begegnen.

 

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