Überlebensschwimmen für Kleinkinder

Ein Facebook-Pinnwandeintrag einer Freundin mit diesem Video erinnerte mich wieder daran: ich wollte ja mit dem kleinen Kaaskop einen Kleinkinderschwimmkurs machen! Naja, was heißt „schwimmen“, eigentlich ist es mehr „Treiben“…

Ich selbst bin nicht so eine Wasserratte. Ein bisschen Planschen finde ich zwar ganz nett, aber richtiges Schwimmen (Bahnen ziehen) macht mir keinen großen Spaß. Ich bin eigentlich heilfroh, dass der große Kaaskop nicht mehr als Trainer seiner alten Wasserball-Mannschaft aushilft (auf Niederländisch „waterpolo„, und ja, das ist ein richtiger Sport, ein ziemlich harter sogar!) Die feuchtwarme Luft da in der Schwimmhalle, fürchterlich! Wenn der kleine Kaaskop 4 ist, das Alter, mit dem die Kinder hier in Holland zum Schwimmunterricht geschickt werden, darf sein Papa ihn von mir aus GERNE jeden Samstag um 9 Uhr in die Schwimmhalle begleiten…

Der kleine Kaaskop, Sternzeichen Wassermann, ist eine echte Wasserratte, dashatte ich ja schon mal erwähnt. Schon als Baby fand er nichts entspannender als Baden. Sein Papa ist auch ein paar Mal mit ihm zum Babyschwimmen gegangen (ich war nur zum Assistieren beim Aus- und Ankleiden und zum Fotosmachen mit), aber wegen der vielen Mittelohrentzündungen haben wir das schleifenlassen, sodass ich mich gar nicht mehr erinnern kann, wann wir das letzte Mal mit ihm Schwimmen gegangen sind. Ist jedenfalls schon eine ganze Weile her.

Und deshalb habe ich mir fest vorgenommen, bald (dieses Wochenende?) mal wieder mit meinen Kaasköppen ins Schwimmbad zu gehen. Und diesmal sogar mit ins Wasser! In „unserem“ Schwimmbad werden nämlich auch „peuteroverlevingszwemlessen“ angeboten, „Kleinkindüberlebensschwimmkurse“. Da lernen die Kleinen sowas wie oben in dem Video. Und da es bekanntermaßen hier in Holland sehr viel Wasser gibt (die Gracht in der Einkaufsstraße, den Teich im Park, den Fluss hinter Opas und Omas Haus, jede Menge Wassergräben und und und), will ich den kleinen Kaaskop bei so einem Kurs anmelden. Man weiß ja nie! Er kennt keine Gefahr, und ich bin mitunter nicht die aufmerksamste Mutter. Neulich ist es dem kleinen Mann an ein und demselben Abend gelungen, mit einem Küchenmesser und danach mit einer Schere zu spielen, ts, ts! (Zu meiner Entschuldigung: ich kochte gerade Essen – soviel zum Thema Multitasking…)

Da wir aber so lange nicht mehr im Schwimmbad gewesen sind, will ich erstmal gucken, ob der kleineMann da überhaupt noch hin will. Die Vorlieben von kleinen Kindern sind recht veränderlich, ist meine Erfahrung. Es gab mal eine Zeit, in der B. gerne duschte, auch Haarewaschen war kein Problem. Aber irgendwann hatte er eine Phase, in der er gar nicht mehr unter die Dusche mochte, und auch jetzt noch macht er jedes Mal Theater beim Haarewaschen. Bevor ich ihn also zu einem Kurs anmelde, in dem er garantiert mit dem Kopf unter Wasser (kopjeonder) muss, werde ich also lieber austesten, ob er das okay findet. Wenn nicht, werde ich wohl doch lieber warten, bis er alt genug ist für einen „richtigen“ Schwimmkurs. Und in der Zwischenzeit aufpassen wie ein Schießhund und ihn in Opas Garten und am Baggersee nur mit Schwimmweste rumlaufen lassen. Überbesorgnis lässt grüßen. Ach, naja, besser als Leichtfertigkeit…

 

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