Mein Muttertag 2013

Nein, das ist kein Tippfehler. Ich will kurz erzählen, warum ich dieses Jahr etwas zurückhaltend mit meinen Erwartungen an Muttertag war. Der war letztes Jahr nämlich etwas…enttäuschend. Eigentlich wollte ich ja den Mantel des Schweigens darüber breiten, aber mittlerweile kann ich darüber lachen. Zum allerersten Muttertag vor 2 Jahren hatten wir nichts geplant oder erwartet, da wir noch mitten in den ersten hektischen Monaten als Ersteltern steckten. 2013 wollte ich dann aber einen „richtigen“ Muttertag. Aber das lief anders, nämlich so:

Der kleine Kaaskop war wie immer früh wach, wie immer zu früh für mich (so gegen kurz nach sechs, wenn ich mich recht erinnere). „Heute darf ich liegenbleiben, schließlich ist Muttertag“, fand ich. Der große Kaaskop fand das aber nicht, weil ich am Tag davor schon im Bett geblieben war, während er mit B. nach unten ging, um den Tag zu beginnen. Das hatte sich aber einfach so ergeben, war nicht geplant gewesen und außerdem freiwillig, also zählte es meiner Meinung nach nicht. Grummelnd ging meine bessere Hälfte erstmal Frühstück machen, kam mich aber zusammen mit dem kleinen Kaaskop holen, als alles fertig war. Na toll, ich wollte doch weiterschlafen!

Als ich nach unten kam, stellte ich dann fest, dass der große Kaaskop am Abend vorher offenbar auf den 3 Metern zwischen Auto und Haustür in Hundekacke getreten war und sowohl im Flur als auch im Wohnzimmer, wo er seine Schuhe ausgezogen hatte, Sch…. auf dem Boden klebte! Sowas kann ich ja ab vor dem ersten Kaffee…not! Weil der kleine Kaaskop noch nicht wirklich lief sondern meistens krabbelte, wollte ich das sofort weggeputzt haben. Der große Kaaskop, der auch dringend Kaffee und was zu essen brauchte, weigerte sich und fand, das könnten wir nach dem Frühstück machen. Ich wiederum wollte nicht in einem Zimmer mit Kacke auf dem Boden frühstücken. Am Ende putzte ich stinksauer noch vor dem Frühstück alles, was ich entdecken konnte, weg und feudelte A. den ganzen Boden nach dem Frühstück, während ich in miesester Laune mit dem kleinen Kaaskop bei Bagels&Beans in der Nähe einen Cappuccino trank. An ein kleines Geschenk hatte A. natürlich auch nicht gedacht.* Ja, das war ein toller Muttertag!

Dieses Jahr machen wir es besser. Wir haben gemeinsam beschlossen, dass wir zusammen frühstücken, denn ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass ich es ongezellig (Übersetzung in diesem Fall: doof) finde, alleine zu frühstücken, wenn meine Männer den vollgekrümelten und mit dreckigen Tellern gedeckten Tisch schon längst verlassen haben. Außerdem haben die beiden am Papafreitag zusammen ein Geschenk für mich gekauft, spannend! Eigentlich sollte das eine Überraschung sein, aber der kleine Kaaskop sagte am Freitagabend völlig out of the blue zu mir: „Mama, kadootje! Pakken!“ (Mama, Geschenk! Holen!) und rannte zum Schrank im Flur. Hihi! Der Papa hat dann aber verhindert, dass er es wirklich holt. Trotzdem, ich bin gespannt. In der Küche hing jedenfalls eine leere Tüte von einem Laden, der hauptsächlich elektronische Sachen verkauft. Ich hoffe ja auf einen neuen Wecker! Seit der kleine Kaaskop werktags (und auch nur dann) nicht mehr spätestens um 6:15 Uhr aufwacht, brauche ich tatsächlich wieder einen Wecker. Und da ich meinen jetzigen Wecker von ganzem Herzen verabscheue (zum Warum bitte hier entlang), habe ich dem großen Kaaskop letzte Woche sogar wortwörtlich gesagt: „Einen neuen Wecker kannst du, äh, B. mir zum Muttertag mal schenken!“

Drückt mir also die Daumen, dass es tatsächlich ein neuer Wecker ist, ja? Oh, und bevor ich jetzt ins Bett gehe, werde ich natürlich sicherheitshalber nochmal den Boden kontrollieren..

 

* (Ja, ja, ich weiß. Ich mag den kommerziellen Trubel um Muttertag auch nicht wirklich, Aber ein Blumenstrauß oder Pralinen wären doch nett gewesen. Ich hätte die ja auch mit meinen Männern geteilt!)

 

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2 Gedanken zu “Mein Muttertag 2013

  1. Oh na ich hoffe Dein Muttertag war diesmal besser und Du hast den ersehnten Wecker bekommen!
    Bei uns wird der Muttertag fein ignoriert. Ich freue mich dann lieber auf die Blumensträuße ZWISCHEN diesen Pflichttagen (Muttertag, Frauentag, Geburtstag). Das wirkt irgendwie ehrlicher. Und ich sehe, dass meine Liebster auch mal so an mich denkt, nicht nur wenn die ganze Welt da draußen ihn mit riesigen Zaunpfählen zuwinkt.
    Also lieben Gruß, Wiebke

    • Das kann man ja zum Glück machen, wie man will. Ich finde den ganzen Rummel auch schwer übertrieben, aber jeder Tag, an dem ich einen Ausschlafmorgen verlangen kann, wird halt gerne von mir genutzt 😉 Und über den Wecker ärgere ich mich schon seit Monaten, da hatte ich halt halb im Scherz gesagt, über den würde ich mich zum Muttertag freuen. Der große Kaaskop bringt mir ja auch so mal unaufgefordert Blumen oder Gummibärchen mit. Ich werde mich am Vatertag natürlich gebührend revanchieren.
      Lieben Gruß, Kristine

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