Ode an die Ostsee

Nein, ich werde nicht unter die Dichter gehen. Aber unser Urlaub an der Ostsee war sooo schön! Wenn man bedenkt, dass ich vor Jahren mal gesagt habe, man müsse mich bezahlen, damit ich Urlaub an der Ostsee mache…! (Also, ganz unter uns: ich würd ja schon ganz gerne wieder nach Schweden, oder wenigstens Dänemark, da hat es uns letztes Jahr auch so gut gefallen! Aber erstens fällt Deutschland für uns ja unter „Auslandsurlaub“, zweitens müssen wir den Urlaub unbedingt dazu nutzen, den Deutsch-Input des kleinen Kaaskop zu steigern, drittens will ich wenigstens einmal im Jahr meine alten Freunde wiedersehen und bei meinem Vater vorbeischauen, und viertens ist es für Familien eigentlich ganz schön an der deutschen Ostseeküste!

Wir hatten wie gesagt viel Glück mit dem Wetter: während fast ganz Deutschland bei 14 Grad unter einer Regendecke steckte, schien im Norden bei 28 Grad die Sonne! Fast schon zu warm für meinen Geschmack, aber gut. Unsere Ferienwohnung in Mönkeberg war auch toll, unter anderem dank des Trampolins im Garten, dem lieben Hofhund Harry und dem Go-Cart, auf dem wir den kleinen Kaaskop entweder rumkutschieren oder schieben durften, weil seine Beinchen noch zu kurz sind.

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Am ersten Tag erkundeten wir nach dem Frühstück auf der Terrasse (frische deutsche Brötchen, juchu!) den kleinen Strand des Ortes. Der kleine Kaaskop freute sich, dass gerade zwei Kindergartengruppen am Strand waren. Und Sandkuchen von Tante A. zertreten, die mit uns urlaubte, machte ihm großen Spaß.

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Am Nachmittag fuhren wir nach Laboe, weil der Strand dort sehr kinderfreundlich ist. Der kleine Kaaskop schlief auf der kurzen Fahrt dorthin ein und am liebsten hätten wir ihn schlafen gelassen, aber das Auto stand in der prallen Sonne. Natürlich wollte er dann nicht laufen, also musste ich ihn das Stück vom Parkplatz zum Strand tragen. Die Strandsachen trugen Tante A. und der große Kaaskop. (Den Buggy hatten wir für die eine Woche nicht mitgenommen, wir hatten keine langen Spaziergänge geplant und meistens will der kleine Mann ja eh selber laufen – nur diesmal leider nicht.) Mir war etwas zu heiß, der Wind war etwas zu stark/nervig und weil an den ersten 2 m Algen im Wasser waren, wollte der kleine Kaaskop auch gar nicht ins Wasser. Im Sand spielen wollte er aber gerne! (Und dann verschweig ich jetzt einfach mal, dass der große Kaaskop und ich uns in der Zwischenzeit anmotzten, weil wir etwas überhitzt, hungrig und müde waren und unsere sonst so zuverlässige Strandmuschel ständig umwehte, weil wir, wie sich am nächsten Tag herausstellte, beim Aufbauen etwas falsch gemacht hatten…)

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Am zweiten Tag fuhren wir an unseren Lieblingsstrand Heidkate. Der Sand ist dort sehr fein und weil er etwas weiter von der Stadt entfernt ist, ist der breite Strand nicht so überlaufen. Abends grillten wir bei meinem Vater im Garten.

Am dritten Tag ging es noch einmal nach Heidkate.  Wir hatten uns dort mit einer alten Schulfreundin verabredet.

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Es wurden fleißig Steine gesammelt, aus denen die Männer dann ein Haus bauten. Ich musste eimervolll Wasser anschleppen, für den „Zement“. Der kleine Kaaskop baute auch selbst etwas und stand dann in seinem Lieblings-Badponcho (sowas von praktisch für Strand/Freibad!) am Ufer und staunte, dass seinem Papa, Tante A. und Freundin T. das Wasser nicht auch zu kalt war, um wirklich zu baden. Er selbst hatte sich nach dem ersten Fuß-Wasser-Kontakt lieber wieder auf’s Trockene tragen lassen.

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Am Nachmittag saßen wir bei Kaffee und Kuchen so faul man es mit einem quirligen Zweijährigen sein kann bei einer anderen Freundin im Garten. Das Trampolin und vor allem der Pool hatten es dem kleinen Kaaskop sehr angetan. Er wollte gar nicht mehr aus dem Wasser raus! Aber nach einer Weile zitterte er schon vor Kälte und hörte erst nach einer Viertelstunde in Handtuch und Decke gewickelt und einer Tasse-Prinzessin-Lilifee-Tee wieder damit auf. (Seine aktuelle Lieblingsfarbe ist Rosa, daher diese Teesorte…)

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Am vierten Tag faulenzten wir. Abends grillten wir bei einer Freundin und schauten uns dann mit ihr und ihrem Mann das WM-Finale an. Na gut, die erste Halbzeit, dann musste der kleine Kaaskop wirklich ins Bett. Aber er hat sich wacker geschlagen!

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Am fünften Tag war der kleine Kaaskop – nicht sehr überraschend – knatschig. Weil der Papa dann mehr Geduld mit ihm hat als die Mama, fuhr ich mit Tante A. zum kurzen Shoppen nach Kiel rein. Es ist immer interessant, wie sich die Innenstadtvon Jahr zu Jahr verändert! Wir beschränkten uns aber auf das Shoppingcenter Sophienhof, schließlich wollten wir den großen Kaaskop nicht allzu lange mit dem knatschigen kleinen Mann aufsatteln. Leider sagten wir ein paar Mal zu oft: „Komm, noch kurz hier rein und dann essen wir was!“ Als wir schwer bepackt aus der Buchhandlung herauskamen, die ich am liebsten halb leer gekauft hätte, weil ich dort so viele schöne deutsche Kinderbücher sah, war ich selbst auch knatschig vor Hunger. Und Shopping ist auch recht anstrengend, wenn man es nicht mehr gewohnt ist. Dass das richtige Reizüberflutung ist, war mir früher nie so bewusst.

An der Bushaltestelle trafen wir uns mit einer anderen Freundin, die mit uns zur Fewo zurückfuhr, wo wir zusammen Kuchen aßen und bis spät abends schnackten.

Am sechsten Tag fuhren wir nach Dahme, wo eine Freundin aus der Nähe von Hamburg gerade mit ihrer Familie urlaubte. Dort verbrachten wir einen sehr schönen Tag zusammen, natürlich auch wieder größtenteils am Strand!

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Auch wenn es auf den Fotos etwas bedeckt ist: die Sonne schien die meiste Zeit, und sowieso ließ es sich auch bei bedecktem Himmel super am Strand aushalten! Er ist wie Laboe sehr kinderfreundlich. Wir drei Mädels (ich, Tante A. und Freundin M.) nutzten ein längeres Bad in der Ostsee, um ungestört miteinander zu schnacken, wie in früheren Zeiten. Das war so schön! (Weniger schön: beim Abendessen hatten alle drei Kinder der Reihe nach einen Trotzanfall. Gemeinsame Mahlzeiten werden meiner Meinung nach ziemlich überschätzt…)

Am siebten und letzten Urlaubstag hatten wir „frei“ und fuhren noch einmal nach Kiel rein – diesmal aber mit dem Fördedampfer! Der kleine Kaaskop fand’s jedenfalls toll.

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Wir bummelten ein bisschen vom Alten Markt durch die Holstenstraße runter zum Schiffsanleger beim Bahnhof, mit Zwischenstopp bei einem Café mit Strandkörben und der großen Sandkiste mit Kletterboot, Mini-Rusche und Leih-Sandspielzeug beim Holstenplatz. Der kleine Kaaskop lief ganz viel selber, aber wir haben ihn auch oft ein Stück getragen, schließlich war es unsere Entscheidung, den Buggy nicht mitzunehmen und da soll er ja nicht drunter leiden.

Am nächsten Tag ging es schon wieder nach Hause! Dort hatten wir noch ein paar schöne hochsommerliche Tage frei, bevor wir wieder zur Arbeit mussten.

So, und falls ihr wirklich alles bis zum Ende gelesen habt: Respekt! Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!

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2 Gedanken zu “Ode an die Ostsee

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