Unser Besuch im Nijntje-Museum

Okay, okay, eigentlich heißt das Museum offiziell „dick bruna huis“, nach Nijntjes (Miffys) Erfinder. Aber alle nennen es Nijntje-Museum, denn fast alles dreht sich darin um Nijntje. Komischerweise befindet sich das Museum nicht in dem Hochhaus mit den Nijntje-Ohren auf dem Dach am Platz De Neude. Und auch nicht am kleinen Platz Nijntjepleintje („plein“= kleiner Platz) mit der Nijntje-Statue.. Nein, das Nijntje-Museum befindet sich schräg gegenüber des Centraal Museums, mitten im Museumskwartier, das allein schon wegen der schönen alten Gebäude sehenswert ist. Nicht umsonst haben wir damals dort einen Teil unserer Hochzeitsfotos machen lassen!

Zufällig stand ein paar Tage vor unserem Museumsbesuch in der Zeitung, dass der mittlerweile 86-jährige Dick Bruna nach 60 Jahren jetzt wirklich keine neuen Bücher mehr schreiben wird. Ich weiß gar nicht, ob es in Deutschland auch andere Bücher von Bruna gibt als Miffy, aber auf Niederländisch gibt es jedenfalls noch viele andere, die man aber an ihrem Format, den Farben und Brunas Zeichenstil sofort erkennt.

Anyway, wir waren um 11 Uhr mit unseren Freunden und ihren zwei Töchtern (3,5 und 2) beim Nijntje-Museum verabredet. Die Eintrittskarten kauft man im Centraal-Museum und man erhält damit Eintritt zu beiden Museen.

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Besonders groß ist das Nijntje-Museum nicht, aber das ist ja gerade gut, wenn man mit kleinen Kindern unterwegs ist. Im ersten Raum steht eine große goldene Nijntje-Statue und im zweiten sind die Wände mit Nijntje-Büchern aus aller Welt tapeziert. Über die bereitliegenden Kopfhörer kann man sich ein paar Geschichten anhören.

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Im dritten Saal erfährt man mehr über Dick Bruna selbst und über Nijntje. Zum Beispiel, dass Bruna seinem Sohn im Urlaub Geschichten über ein Kaninchen im Garten ihres Ferienhauses erzählte und so Nijntje entstanden ist. Im übrigen nenne ich das weiße Kaninchen nie „Miffy“, denn das finde ich einen doofen Namen. Unlogisch auch, schließlich ist „nijntje“nichts anderes als das letzte Stück von „konijntje“ (Kaninchen). Da hätte man sie ja schön „Ninchen“ oder so nennen können, oder?

Wir hatten leider keine Zeit, alles genauer anzuschauen, denn wir mussten die wuselnden Kinder im Auge und mehr oder weniger zusammen halten! Das ging im „richtigen“ Nijntje-Saal besser, denn da gab es noch mehr für sie zu tun. Ein Spielhaus, einen Geschichtentunnel, riesige Bauklötze, noch mehr Knöpfe zum Drücken und Kopfhörer zum Aufsetzen etc. Da ich keine Fotos mit fremden Kindern drauf posten möchte, kann ich euch leider nicht alles zeigen, also nur ein kleiner Einblick.

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Im ersten Stock war noch mehr Gelegenheit für die Kinder, sich zu amüsieren: es gibt dort einen Zeichentisch mit Bastelvorlagen, ein Magnent-Wandpuzzel und ein paar Spielgeräte, an denen sich vor allem der kleine Kaaskop viel aufhielt, während die Mädchen malten. Boys will be boys

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Zum Abschluss machten wir natürlich noch ein Familienfoto mit Nijntje, und als Entschuldigung für die schlechte Qualität der übrigen Fotos (meine Batterien waren leer und die Handykamera ist drinnen nicht so super), gibt es ausnahmsweise mal ein Bild von uns von vorne:

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Während die beiden Jungs Männer mit den Kindern noch den richtigen Turnsaal über der Garderobenecke untersuchten, machten Freundin L. und ich eine Runde durch den Museumsshop, das musste sein! So viele schöne Nijntje-Sachen! Ich kaufte am Ende aber nur ein Zähl-Buch, ein T-Shirt für den kleinen Kaaskop und eine Metalldose (weiß noch nicht, was ich da rein tun werde).

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Im Museumsshop kann man sogar eine Kinderversion des berühmten Rietveld-Stuhls kaufen – das war das erste Mal, dass ich eine über 50-Jährige angesichts eines Möbelstücks voller Entzückung „Der ist aber süß! Ach, wie niedlich!“ habe rufen hören..

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Nach dem Museumbesuch gingen wir noch zusammen Mittagessen, bevor die vier Amsterdamer wieder nach Hause fuhren. In der Twijnstraat um die Ecke liegt Sector 3, ein sehr empfehlenswertes Café. Von außen wie viele Etblissements in der Altstadt etwas unscheinbar, aber drinnen unerwartet groß, schick und lecker. Wir saßen im gemütlichen werfkelder (Keller an der Gracht) mit Lounge-Sofas, wo die Tür zum Wasser offenstand. Die Kinder benahmen sich ganz gut und das Essen (wir essen mittags ja eine Brotmahlzeit) war sehr gut. Ich hatte ein Club Sandwich mit Huhn auf Sauerteigbrot. Manchmal kriegt man sogar hier in Holland gutes Brot!

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Sector 3 verkauft übrigens auch Brot und andere Backwaren. Eine Kollegin von mir hat da mal Cheesecake mit Himbeertopping gekauft, einfach zum Niederknien!

So, das war’s. Ich gehe jetzt schnell ins Bett, wir sind alle gerade etwas am kränkeln.. Das Herbstwetter draußen ist bestimmt schuld (auch wenn ich mir von einer befreundeten Ärztin habe sagen lassen, dass man vom zu dünn angezogen sein nicht krank wird, dazu braucht es immer Viren).

Diese Woche gibt es übrigens kein 7 Tage – 7 Bilder, ich komme einfach zu nix, und außerdem waren wir den ganzen Sonntag weg und erst abends spät wieder zuhause. Aber davon erzähle ich noch, versprochen!

 

 

 

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