Das poepie ins Töpfchen, das Pipi in…die Windel

Jetzt ist mir Dajana von dem schönen Blog „Mit Kinderaugen“ doch glatt zuvorgekommen und hat auch darüber gebloggt, wie das windelfreie Leben so läuft. Die Ähnlichkeiten mit der Situation bei uns sind bemerkenswert!

Denn was soll ich sagen? Es fing so gut an, aber dann…. In den ersten zwei Wochen klappte es wirklich super (außer in der Kita). Zuhause machte der kleine Kaaskop wirklich all sein Pipi auf dem Töpfchen oder WC, sein poepie sowieso, und als er einmal mit dem großen Kaaskop einkaufen war, hat er sogar im Supermarkt rechtzeitig angekündigt, dass er muss UND eingehalten, bis er auf der Mitarbeitertoilette saß! Ich war wirklich tief beeindruckt und habe mich sehr gefreut. Windeln gehen ja doch etwas ins Geld, vor allem, wenn man nur noch die teureren Windelhosen benutzt, weil der kleine Mann partout nicht mehr gewickelt werden will.

An meinem Mamamontag nahm ich das Töpfchen mit in den Park, aber obwohl ich den kleinen Kaaskop regelmäßig fragte, ob er wirklich noch nicht Pipi müsse, verneinte er immer und machte am Ende doch in die Hose. So eine Enttäuschung! Es war doch bisher so gut gegangen! Aber ich verstehe schon, dass er auf einem vollen Spielplatz Hemmungen hat, sich zwischen den anderen Kindern und Eltern aufs Töpfchen zu setzen. Immerhin kündigte er auf dem Heimweg an, dass er Pipi musste, und pinkelte dann mit meiner Hilfe gegen einen Baum. Gar nicht mal so einfach mit so einem kurzen „Pipilinchen“ (das Wort hat der große Kaaskop erfunden und leider hat sich der kleine das gemerkt…)

An dem ersten Kita-Tag nachdem wir mit dem Töpfchentraining angefangen hatten, blieb sogar da die Windel trocken, wow! Das stellte sich aber als Ausnahme heraus (siehe oben). Wahrscheinlich hatte er zuviel Ablenkung. Das geht vielen Kindern dort so: zuhause trocken, in der Kita nicht. Ich hatte aber auch nicht den Eindruck, dass die Erzieherinnen bereit waren, uns bzw. den kleinen Kaaskop beim Trockenwerden groß zu unterstützen. Die Kinder gehen zwar alle regelmäßig aufs Töpfchen, aber soweit ich weiß, fragen die Erzieherinnen nicht regelmäßig, ob er muss. Das machen wir zuhause nämlich, wenn wir glauben, dass der kleine Kaaskop vor lauter Spielen vergisst, dass er mal muss. Nach der ersten vollgepinkelten Hose am zweiten Tag hat eine der Erzieherinnen dem kleinen Kaaskop jedenfalls einfach wieder eine Windel angezogen. Schade. Keine Ahnung, was in dieser Hinsicht üblich ist in Kitas und was wir als Eltern an Unterstützung erwarten dürfen.

Jedenfalls war die ganze Töpfchensache wohl nach 2 Wochen nicht mehr so interessant für den kleinen Kaaskop. Vielleicht war er auch müde oder was weiß ich. Plötzlich ging das Pipi ständig in die Hose. An dem bewussten Samstag hatten wir um 12 Uhr schon drei nasse Hosen auf der Leine hängen, also haben wir ihm doch mal lieber wieder eine Windel angezogen.. Weil wir zurzeit wegen des Hausverkaufs, Geburtstagen usw. leider an freien Tagen viel auf Achse sind, trägt der kleine Kaaskop jetzt wieder meistens eine Windel. Zum Glück für mich macht er zumindest sein poepie ausschließlich ins Töpfchen und ab und zu kündigt er auch das Pipi rechtzeitig an. Manchmal fragt er: „Mama, heb ik een Windel aan?“ oder er hält kurz inne und sagt: „Ik heb al geplast..“ (Ich hab schon gepinkelt) Oft sind es dann aber nur ein paar Tropfen und kommt das Meiste erst, wenn ich ihn schnell aufs Töpfchen gesetzt hab.

Ach naja, das wird schon noch. Jungs sind ja oft später trocken, er wird erst im Januar 3, genug Zeit also, bevor er in die Schule kommt (mit 4!). Ich werd versuchen, den misslungenen Versuch locker zu nehmen und nicht mehr zu versuchen, den kleinen Kaaskop mit windelfreien Kita-Freunden als positivem Vorbild oder windeltragenden Babies als negativem Vorbild zum Abschiednehmen von der Windel zu motivieren. Ich hab nämlich vor Kurzem gelesen, dass das schlecht für sein Selbstbewusstsein ist, ups! Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr. Seufz.

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2 Gedanken zu “Das poepie ins Töpfchen, das Pipi in…die Windel

  1. Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr. Seufz

    Jupp, das unterschreibe ich. Ich habe Beruflich mit Kindern zu tun aber bei dem eigenen Kind ist es wieder etwas ganz anderes.

    Mach dir wegen des Trockenwerdens keinen Kopf. Ein Beispiel.

    Als der kleine laufen lernte wird er ja die erste Zeit immer mal hingefallen sein, oder ist er gleich sicher losgelaufen?

    Das selbe ist es mit dem Trockenwerden. Sie fallen hin und stehen wieder auf. Keine Entwicklung beim Kind verläuft geradlinig, alles ist mit Vor- und Rückschritten verbunden. Aber bei keinem Prozess fällt uns das so deutlich auf wie beim Trocken werden.

    Kinder lernen häufig etwas, können dann dieses recht gut, und wenden sich etwas neuem zu. Das anderer gerade erlernte, haben sie dann zwar im Kopf, aber es fällt dann für eine gewisse Zeit hinten über. Haben sie ihr neues Projekt bis zu einem gewissen Punkt verfolgt, wird dieses wieder hinten angestellt, und ein altes Thema z.B. das Trockenwerden wird wieder hervor geholt.

    Das ist eine normale gesunde Entwicklung und seit Jahrtausenden Bewährt. Aber ich weiß, es gibt dann immer die Beispiele in Familie und Freundeskreis und man fragt sich ist das wirklich alles so richtig.

    Meine Tochter ist jetzt 21 Monate und sagt quasi noch nichts, die versteht aber alles. Auch komplexe Aufforderungen sind kein Problem für sie.
    „Geh bitte in die Küche, und hole mir aus der Schublade einen Lappen!“

    Kein Problem und ich weiß aus meiner Ausbildung auch das dass so ok ist, und das der Passiver Wortschatz in dem Alter noch wichtiger als der Aktive ist.
    Aber dann sehe ich die ganzen gleichaltrigen, die schon drei Wortsätze Formulieren und ich frage mich doch, ob ich nicht mal bei meiner Kollegin die Logopädin ist anklopfe.

    Also Kopf hoch, das wird.

    Alles gute
    Kathi

    • Oh danke, das ist gut zu wissen! Dann werd ich mal versuchen, geduldig abzuwarten, bis der kleine Kaaskop wieder soweit ist.
      Auchgut zu wissen, dass der passive Wortschatz noch wichtiger ist als der aktive – dann brauch ich mir auch wegen der zweisprachigen Erziehung weniger Sorgen zu machen, ob die nicht schon jetzt misslungen ist. Der kleine Kaaskop versteht ja auf Deutsch alles, nur reden tut er halt hauptsächlich Niederländisch.
      Die Tochter einer Freundin ist übrigens sehr lange nicht richtig gelaufen, aber auch da ist es ohne Theraphie oder so gut geworden: kurz vor ihrem zweiten Geburtstag lief sie.Ich drück dir die daumen, dass der Sprech-Knoten bei deiner Tochter auch bald platzt!
      Herzliche Grüße,
      Kristine

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