Weihnachtliche Erkenntnisse

Für eine ausführliche Weihnachtszusammenfassung fehlt mir leider die Zeit, denn übermorgen gaaaanz früh fliegen wir in den Winterurlaub und da gibt es doch noch einiges zu tun..

Meine diesjährigen Weihnachtserkenntnisse möchte ich aber noch mit euch teilen, bevor ich mich ins Winterwunderland verabschiede. Sie sagen auch genug über die Feiertage bei uns aus:

  • Mittelohrentzündung kurz vor Weihnachten ist doof, vor allem, wenn Mama und Tante beide eine haben.
  • Gleiches gilt für Magen-Darm kurz vor Weihnachten (hier war der kleine Kaaskop das Opfer).
  • Nächstes Jahr muss ich besser für Weihnachtszauber sorgen, damit Weihnachten für den kleinen Kaaskop später nicht nur Brathähnchen mit Apfelmus, Himbeer-Tiramisu, 3 Haselnüsse für Aschenbrödel und Geschenke bedeutet. Immerhin hatte ich ja mit der Mittelohrentzündung eine Entschuldigung für fehlenden Feiertagsvorbereitungselan.
  • In Deutschland bekommt man offenbar bei Mittelohrentzündung gleich Antibiotika, Ibuprofen und Magenschutzmittel verschrieben. Hier in Holland bekommt man (als Erwachsener) beim zweiten Arzttermin nach einer Woche leichte Antibiotika, wenn man betont, dass man in ein paar Tagen mit dem Flugzeug verreisen wird, und von der Apothekerin den Hinweis, dass man vermutlich als Nebenwirkung Magenbeschwerden bekommen wird.
  • Meine Schwester kann superleckere, fluffige Kokosmakronen backen, mjam!
  • Der kleine Kaaskop bevorzugt Milka-Schokolade, keine Lindt. O-Ton: „Mama, ik vind de chocola niet zo lekker!
  • Nächstes Jahr muss ich unbedingt einen Fotografie-Kurs belegen und vor der Bescherung absprechen, wer wovon Fotos macht. Außerdem wären Ersatzbatterien und mehr Platz um den Weihnachtsbaum nicht schlecht. Dann werde ich hoffentlich für das Familien-Fotojahrbuch mehr als drei (schlechte!) Fotos haben, auf denen ich drauf bin, und nicht nur schlecht belichtete Fotos von hinten vom Geschenkeauspacken.
  • Der kleine Kaaskop ist ein Geschenkemonster. Er wollte unbedingt ALLE Geschenke auspacken (er durfte helfen) und fragte am Ende, ob da noch mehr Geschenke für ihn lägen. Ts.
  • Der Untertitel-Übersetzer von „Schöne Bescherung“ (mit Chevy Chase) hat grottenschlecht übersetzt, das merkt man sogar, wenn man den Film nicht im Original sondern nachsynchronisiert guckt. Und offenbar ist es nicht selbstverständlich, dass die Übersetzung in den Untertiteln mit der übersetzten gesprochenen Fassung abgeglichen wird. So ein Murks! Trotzdem ein Muss an Weihnachten bei uns.
  • Schon nach nur einem Tag unter Deutschen spricht der kleine Kaaskop mehr Deutsch als nach einem „deutschen Sonntag“ zuhause. Nur doof, dass wir Deutschen manchmal gar nicht mitkriegten, dass er Deutsch sprach… Auf meine Frage, ob er noch mehr Apfel wolle, antwortete der kleine Kaaskop: „Gerne!“ und ich verstand: „Nee, jij!“ (Nein, du (sollst ihn essen)). Und Onkel S. verstand sein: „Mag ik nog meer Milch bitte?“ auch nicht. Ups.
  • Die niederländische Post ist nicht besonders zuverlässig. Schon wieder kamen die Weihnachtskarten an völlig unterschiedlichen Tagen an, obwohl ich sie alle am gleichen Tag in den gleichen Briefkasten eingeworfen hatte.
  • Auch am 1. Feiertag zur Festessenszeit steht hier in Holland Stau. 141 km um genau zu sein. (Zum Glück nicht auf unserer Strecke.)
  • Im Dunkeln im Regen Autobahnfahren ist hier in Holland angenehmer als in good old Germany: weil Rijkswaterstaat (die Straßenbaubehörde) gerne besonders großporigen, wasserdurchlässigen Asphalt verwendet, bleibt das hemelwater (=alles Wasser, das von oben kommt) nicht auf der Fahrbahn stehen wie auf deutschen Autobahnen.
  • Der 2. Feiertag ist hier in Holland wirklich nur ein kollektiver freier Tag. Der Nachbar war irgendwas am Bohren und Hämmern, der Supermarkt hatte geöffnet, Ikea und Konsorten auch.. Wir haben schön mitgemacht und nach dem Einkaufen das Auto von innen geputzt. Traurig aber wahr! Da der große Kaaskop werktags im Auto frühstückt und der kleine Kaaskop dort Brötchen und Ähnliches mümmeln darf, fanden sich im Fußraum und in allen Ritzen, Ecken und offenen Fächern mehr Krümel als in einem Kindergarten nach dem gemeinsamen Knäckebrotessen.
  • Wenn man am 2. Weihnachtsfeiertag einem fast Dreijährigen seinen neuen Playmobil-Krankenwagen für den Rest des Tages wegnimmt, weil er das Ding trotz wiederholter Warnung mit vollem Karacho gegen die Wand hat sausen lassen, sodass die Anhängerkupplung abbricht, ist er für den Rest des Tages ziemlich maulig.

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Das war unser Weihnachten 2014. Silvester werden wir in Lappland feiern. Kein Feuerwerk, juchu! Stattdessen wohl Schneemannbauen (der kleine Kaaskop nennt sie „Schneepüppe“, ein Mix aus Schneemann und sneeuwpop), Spieleabend, um Mitternacht ein Glas Champagner und dann lekker schlafen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch!

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