Familienurlaub in Lappland – Teil 2

So, das hat jetzt leider etwas länger gedauert, aber da wir im neuen Haus noch gaaaanz viel streichen müssen und der Umzug Ende des Monats vorbereitet werden muss, habe ich nicht eher Zeit gefunden. Irgendwann muss man ja auch mal den Abwasch machen, Haare waschen und schlafen! Jetzt aber:

Am Mittwoch haben wir eigentlich nichts besonderes gemacht, schließlich wollten wir ja auch faulenzen und einfach das Zusammensein genießen. Nach dem Frühstück zogen wir mit dem kleinen Kaaskop zur Rentierfarm, wo wir uns die Rentiere anguckten, ein bisschen rodelten (der kleine Kaaskop ist bisher kein Fan davon!) und einen ersten Schneemann-Versuch unternahmen. Leider pappte der zauberhafte Pulverschnee kein Stück!

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Zurück im Ferienhaus machten der große und der kleine Kaaskop erstmal ein schönes Feuerchen im Kamin. So hoch im Norden wird es ja schon früh dunkel, so ab 14 Uhr dämmert es schon. Oft dachten wir: „Sollen wir schon mal anfangen mit Abendessen vorbereiten? Oh, es ist ja gerade mal 4 Uhr!“

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Abends war natürlich Aufbleiben bis Mitternacht angesagt, war ja schließlich Silvester, ächz. Wir knabberten Chips, tranken ein bisschen Baileys bzw. Whiskey und spielten unser Lieblingsspiel: 6nimmt (das Hornochsen-Spiel). Ich liebe Spiele, bei denen man nicht unbedingt eine Strategie braucht, sondern einfach auch auf gut Glück mitspielen kann. Abends bin ich nämlich meistens eh zu müde, um mich wirklich zu konzentrieren. Und ich gewann sogar ab und zu mal, ha!

Über YouTube guckten wir dann noch „Der Silvesterpunsch“ mit Ekel Alfred (gegen „Dinner for one“ wurde vom großen Kaaskop Veto eingelegt, denn diesen in Holland eher unbekannten Klassiker findet er total doof). Und um Mitternacht gab’s Champagner und gingen wir kurz raus, um uns das Feuerwerk der anderen Gäste anzugucken, die ein paar Raketen im Supermarkt gekauft hatten. Eine nahm einen (windbedingten?) unerwarteten Abstecher durch einen Baum, knallte gegen das Fenster eines anderen Ferienhauses und explodierte dann in einem Schneehaufen, huch! Zum Glück nix passiert… So lob ich mir Silvester: ein paar hübsche Raketen, keine Böller und um halb eins ist alles wieder ruhig. Herrlich!

Auch am Neujahrstag bummelten wir nur ein wenig rum. Ein Spaziergang im Wald musste aber natürlich sein, denn an den verschneiten Bäumen konnten wir uns kaum sattsehen.

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Außerdem bauten wir einen zweiten Schneemann, diesmal mit Möhre!

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Immerhin, die beiden Kinder vom Nachbarhaus fanden ihn toll.

Am 2. Januar, Freitag also, stand die Rentierschlittenfahrt auf dem Programm. Bin ich froh, dass wir alle unsere Thermoanzüge angezogen hatten, obwohl es“nur“ noch -5 Grad war! Jeder bekam seinen eigenen Schlitten mit Rentier, sodass wir eine recht lange Karawane waren und oft anhalten mussten, weil eins der Rentiere ab durch die Mitte oder nicht mehr weiterlaufen wollte. Der kleine Kaaskop saß zwischen meinen Beinen, wo ich versuchte, ihn möglichst warm zu halten, was nicht gerade leicht ist, wenn das Kind seine Handschuhe nicht anziehen will und man die Leine des Rentiers in der Hand behalten muss. Beim durch den Wald zuckeln nickte der kleine Kaaskop kurz ein, was für ein Glückmoment war das, mit einem schlafenden Kind auf dem Schoß in einem Rentierschlitten durchs Winterwonderland zu fahren! Hach…

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Die Rentiere liefen übrigens gar nicht so schnell, etwas schneller als Schritttempo. Zum Glück! Ein paar Mal legten sie einen Zahn zu und dann spritzten Einem die Schneeklumpen nur so ins Gesicht, brr! Zwischendurch machten wir ein paar Pausen, zum Rentiere füttern, Fotos machen und natürlich Kaffee trinken und Würstchen essen (und Füße auftauen).

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Am letzten Ferientag machte der große Kaaskop noch eine Husky-Schlittenfahrt, aber davon habe ich leider keine Fotos, weil ich ja nicht mit war und es schon dunkelte, als sie um 16 Uhr losfuhren. Dafür habe ich noch ein paar Fotos vom Langlaufen anzubieten, damit hatten meine Schwester und ich nämlich den Vormittag verbracht, während Onkel S. Ski lief und der große Kaaskop und die Oma den kleinen Kaaskop bespaßten. Es machte mir mal wieder viel Spaß (war erst das vierte Mal für mich), aber danach tat mit tagelang alles weh! (Guter Vorsatz fürs neue Jahr: an der Kondition arbeiten!)

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Und dann mussten wir auch schon wieder den Koffer packen für die Rückreise! Die verlief etwas relaxter als die Hinreise, weil wir nicht mitten in der Nacht zum Flughafen mussten und alle etwas ausgeschlafener und somit geduldiger waren.

Ja, und jetzt hat der Alltag uns wieder.. Naja, nicht ganz, denn es ist zurzeit etwas rummelig bei uns, weil wir ja Ende des Monats umziehen. Am Montag haben wir zum Beispiel geguckt, wie weit die Handwerker sind, am Mittwoch haben wir uns eine Grundschule für den kleinen Kaaskop angeguckt (weil die oft Wartelisten haben und er in einem Jahr schon 4 wird und dann in die Schule kommt), dieses Wochenende haben wir ganz viel geschliffen, gestrichen und gestresst… naja, es wird schon alles gut gehen. Demnächst kommen auch ein paar Fotos vom neuen Haus, versprochen!

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