Umzugsvorbereitungs-Survivor

I’m back!

Puh, was für ein Stress, so ein Umzug in ein  neues Haus einschließlich Einzugsfertigmachen des Neubaus! Wieder einmal stellten der große Kaaskop und ich fest, dass es praktisch wäre, mehr Babysitter-Möglichkeiten zu haben, denn wenn der kleine Kaaskop rumwuselt und Aufmerksamkeit will (zurecht), schafft man einfach wenig. Nun ja, wir haben es überlebt und wohnen inzwischen schon eine ganze Woche im neuen, großen Haus!

Die Frage „Wohnst du noch oder lebst du schon?“ müsste ich im Moment aber mit „Ich wohne noch“ beantworten, denn eingelebt haben wir uns nach so kurzer Zeit natürlich noch nicht, dazu ist es noch viel zu rummelig. Im neuen Kleiderschrank zum Beispiel liegt zwar bereits der Großteil unserer Klamotten, aber völlig ungeordnet, und wir müssen da noch mal etwas umeinrichten (1-2 zusätzliche Regalböden, Stange etwas niedriger, usw.), bevor wir den endgültig einräumen können. Die Wände im Kinderzimmer sind noch ungemütlich kahl, der 2nd-hand-Kinderkleiderschrank steht noch bei meiner Schwägerin in Nordholland, fast überall hängen noch nackte Glühbirnen an der Decke, im Wohnzimmer hängt noch nichts an den Wänden und stehen noch ein paar unausgepackte Kartons mit Krimskrams rum … und überhaupt ist alles noch recht ungewohnt!

Weil ich eine kleine Dramaqueen bin, hier die ganze Geschichte von Anfang an:

Am 16.Dezember bekamen wir die Schlüssel zu unserem neuen Haus. Am ersten Tag schafften wir natürlich weniger als naiverweise geplant. Da unser Neubauhaus von innen noch kahl war, und zwar so wirklich kahl (weder Badezimmer noch Küche und alle Wände und Böden nackter Beton), sollte der Handwerker als erstes mindestens eine der beiden Toiletten einbauen. Leider fehlte in beiden Toiletten-Verpackungen ein wesentliches Bauteil, sodass er erstmal gar nix einbauen und anschließen konnte und der große Kaaskop hektisch versuchte rauszufinden, ob und wenn ja wo er die fehlenden Teile herbekommen konnte. Einer der großen Farbeimer, die wir per Post geliefert bekommen hatten, war kaputtgegangen, wie wir beim Öffnen des Kartons feststellten. Und mir fehlten ein Eimer und ein Tuch, um nach dem Anschleifen die zu grundierenden Wände sauberzuwischen. Pff.

Am nächsten Tag stellte sich heraus, dass die „tapezierfertigen“ Betonwände, die wir nicht alle tapezieren sondern streichen wollten, wie das hier in Holland üblich ist, leider doch arg uneben waren und sich das auch nicht so eins, zwei, drei durch uns beheben ließ. Also doch für viel Geld verputzen lassen. Toll. Ganz toll. In der Zwischenzeit unterdrückte ich meine Ohrentzündung mit Paracetamol, der große Kaaskop war schon genug gestresst durch alle Rückschläge in seiner zeitlichen und finanziellen Planung. Immerhin lag in Kinderzimmer schon das Laminat, hihi!

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Während wir in Lappland unseren Winterurlaub genossen, arbeitete unser Handwerker an Toilette, Bad und zusätzlicher Zwischenwand auf dem Dachboden, unser Stuckateur an den Wänden und ein Elektriker an den Steckdosen und Anschlüssen, die wir ändern wollten. Ich will euch jetzt nicht mit zuviel Einzelheiten langweilen, aber es ging noch so einiges schief und musste wieder zurechtgebogen werden: es waren noch mehr Produkte und Bauteile, die der große Kaaskop günstig auf Versteigerungen der Bestände insolventer Unternehmen gekauft hatte unvollständig oder fehlerhaft; mit dem Typen, der ausmessen sollte, wieviel qm Teppich er verlegen muss, mussten wir zweimal einen Termin ausmachen, weil er beim alten (!) Haus vor der verschlossenen Tür stand und einfach wieder ging; der Stuckateur arbeitete sich vom unwichtigsten Raum (Dachboden) zum wichtigsten (Wohnzimmer/Küche) vor anstatt umgekehrt UND war fast eine Woche später als vorgegeben fertig, weil er immer so früh Feierabend machte; der Handwerker hatte sowohl für Flur/Gäste-WC als auch fürs Badezimmer zu wenig Fliesen, weil der große Kaaskop den Verlust durch das mustertreue Legen unterschätzt hatte; der Handwerker wartete nicht, bis mein Schwiegervater die nachbestellten Fliesen fürs Bad gebracht hatte, sondern flieste das Badezimmer doch mit den Schneideresten fertig (zum Glück sind diese Stellen nicht sehr auffällig, aber trotzdem doof, denn ändern kann man das ja jetzt nicht mehr); für den Gasherd musste ein Monteur der Herdmarke kommen, weil der nicht funktionierte (der Küchenmonteur hatte nicht gesehen, dass er wegen der abweichenden Gassorte nicht die Standardanschlüsse benutzen konnte); mit dem Heizkessel hatten wir anfangs Streit; ….

Am Ende wurde aber alles gut und wir hatten sogar einmal richtig Glück im Unglück: der Teppich, den wir für den Dachboden ausgesucht hatten, und den wir schon vorm Verlegen wegen des hohen Preises bereuten, war plötzlich nicht mehr lieferbar. Die Dame im Geschäft fand das richtig unangenehm und entschuldigte sich dutzendmal, aber wir fanden es heimlich super: wir suchten einen preiswerteren Teppich aus, der uns sogar besser gefällt, und kriegten 900 Euro zurück, hihi!

Und jetzt lass ich mal ein paar Bilder sprechen:

Es kann losgehen!
Es kann losgehen!
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Hurra, wir können Pipi machen!
Im Badezimmer fehlt das Klo noch.
Im Badezimmer fehlt das Klo noch. Und ein paar ander Dinge.
Wie es im Kinderzimmer weiterging
Wie es im Kinderzimmer weiterging
Tadaa!
Tadaa!
Pax-Schrank, mussten wir noch auf 2 Wagen verteilen, weil alles zu schwer war.
Pax-Schrank, mussten wir noch auf 2 Wagen verteilen, weil alles zu schwer war. Die Drachen-Handpuppe musste neugekauft werden, weil die alte aus Versehen mit dem Papiermüll im Papiercontainer gelandet war..Was versteckt die sich auch unten im Altpapierkorb!
Tadaa!
Tadaa!
Blasen an den Händen vom Streichen
Blasen an den Händen vom Streichen
Dachboden fertig gestrichen!
Dachboden fertig gestrichen!
Der Teppich liegt!
Der Teppich liegt!
Wir schlafen dann mal im Wald..
Wir schlafen dann mal im Wald..
Im alten Haus nimmt der kleine Kaaskop schonmal die Schränke auseinander..
Im alten Haus nimmt der kleine Kaaskop schonmal die Schränke auseinander..
Im neuen spielt er Verstecken in der Küche!
Im neuen spielt er Verstecken in der Küche!

Ganz schön viel Arbeit, sag ich euch, dabei haben wir das meiste gar nicht selber gemacht… Anfang Januar war meine Mutter eine Woche bei uns und hat u.a. beim Kistenpacken und der Endreinigung des neuen Hauses geholfen. Da haben wir 3 Tage geputzt, weil ja wirklich alles (Böden, Wände, Fenster, Türrahmen, Lichtschalter usw.) voll Baustaub, Putzspritzern und so war, das war wirklich eine Schweinearbeit! Aber am Ende war alles gerade rechtzeitig zum Umzug fertig und sauber. Am Abend vor dem großen Tag zweifelte ich trotzdem ernsthaft, ob wir den Umzug schaffen würden, denn wir hatten nur 2 Freunde zum Helfen (ein paar andere fielen wegen gesundheitlicher Probleme leider weg) und die beiden „richtigen“ Umzugsmänner mit dem Lastwagen hatten erst ab 16 Uhr Zeit. Weil wir aber noch die Möbel auseinanderbauen mussten und der kleine Kaaskop am Umzugstag Geburtstag hatte, war geplant, um 9 Uhr mit Kaffee und Kuchen (ja, den Kuchen gibt’s hier in Holland vormittags!) anzufangen und dann erstmal Schränke zu demontieren und mit den beiden eigenen Autos soviele Kisten wie möglich zum neuen Haus zu fahren. Aber dann lief alles ganz anders! Das erzähl ich aber in einem zweiten Post.

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