Meine Moms-rock-Momente der Woche

Im Dezember habe ich meinen Beitrag zu Lucy Marshalls Blogparade #momsrock geschrieben. Und weil Komplimente an sich selber eigentlich immer eine gute Idee sind, vor allem, wenn man eine Mom mit wenig Mütterselbstbewusstsein ist, habe ich mal wieder ein paar Dinge aufgeschrieben, auf die ich ruhig stolz sein kann. Sollte ich wirklich öfter machen. Allein schon wegen der guten Vibes und so. Also:

Es war am Dienstagmorgen, der große Kaaskop und ich mussten also beide arbeiten. Weil der kleine Kaaskop am Mamamontag untröstlich war, weil Papa schon zur Arbeit gefahren war, als er aufwachte, bat ich den großen Kaaskop am Dienstag, als ich noch im Badezimmer stand und der kleine Kaaskop noch selig in unserem Bett schlief, ihn doch zu wecken, bevor er ging. (Der kleine Kaaskop schläft ab ca. 4 Uhr bei uns, weil er sich da nachts reinschleicht und ich Verständnis dafür habe, dass er so kurz nach dem Umzug nicht alleine im neuen großen Zimmer schlafen möchte.) Das machte der große Kaaskop, und so konnten der kleine und ich noch zugucken, wie der Papa das Fahrrad für uns vor die Haustür stellte und dann ins Auto stieg und winkend wegfuhr. Danach war der kleine Kaaskop aber trotzdem noch etwas grantig, also sagte ich: „Oh, wir haben ja unseren Guten-Morgen-Knuffel noch gar nicht gemacht!“ Er kam sofort strahlend angerannt und setzte sich auf mein linkes Bein und wir knuddelten (ich war gerade mit Anziehen beschäftigt: gutes Oberschenkeltraining, Schoßknuddeln in der Hocke!). Der kleine Kaaskop murmelte zufrieden: „Ich mag knuffeln!“ *schmelz* Das mache ich doch wirklich gut, dass wir uns jeden Morgen Zeit zum Knuffeln nehmen!

Am Mamamontag hatte ich ja auch schon ein paar „Eigentlich bin ich doch eine ganz gute Mutter“-Momente. Zum Beispiel als der kleine Kaaskop im Supermarkt einen Lolli wollte, weil er die an der Tanke mit DHL-Punkt, wo wir ein Paket zurückgeschickt hatten, gesehen hatte. Ich schlug vor, dass wir vielleicht aus dem Kuchen, den wir noch backen wollten, ja auch einen Lolli machen könnten. Einen Kuchenlolli! Fand er eine ganz tolle Idee und lief brav weiter mit durch den Supermarkt. Weil ich dann zuhause die CakePop-Stiele nicht finden konnte, piekste ich die Schokokuchenblume aus der Silikonbackform einfach auf eine Kuchengabel, bis man die Zinken nicht mehr sehen konnte. Fand er super, diesen Kuchenlolli! (Leider kein Foto gemacht.) Überhaupt war das Backen seine Idee gewesen. Er sagte spontan, dass er Kuchen backen will, also haben wir das gemacht! Obwohl ich ja nicht so Fan bin von Backen mit Kleinkindern.

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Als wir mittags nebeneinander am Tisch saßen und Müsli aßen, weil das Brot alle war, sagte er plötzlich enttäuscht: „Mijn rozijntjes zijn op.“ (Meine Rosinen sind alle) Weil ich die selber nicht so mag, löffelte ich ihm meine beiden letzten Rosinen ungefragt ins Schüsselchen. Er strahlte und sagte: „Dank je, mama!“ Und kurz darauf hielt er mir ein Löffelchen von seinem Müsli hin und meinte: „Ik krijg iets von dir, en jij iets von mir!“ (Ich krieg was von dir und du was von mir) Wow, wie lieb! Ist dieser wohlerzogene Junge wirklich meiner? Da sage mal noch einer, Kinder teilen nicht gerne…

Weitere Mutterfähigkeiten, die ich diese Woche an mir entdeckt habe: essen, vorlesen, Kind auf dem Schoß vor dem Runterfallen bewahren, Kind liebevoll zum Weiteressen ermuntern, sich nicht ärgern, weil das Essen nur noch lauwarm ist, überlegen, was ich noch alles für den Kindergeburtstag am Wochenende kaufen muss – und das alles gleichzeitig nach einem langen Tag im Büro!  Moms rock!

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