Koningsdag 2015

Seit letztem Jahr ist der niederländische Nationalfeiertag nicht mehr am 30. April, sondern schon am 27. Weil der neue König, liebevoll „Wim-Lex“ genannt, halt am 27. Geburtstag hat. Da der Koningsdag dieses Jahr auf einen Montag fiel, brachte er mir zwar keinen zusätzlichen freien Tag ein (montags ist ja Mamamontag und hab ich eh frei), aber dass der große Kaaskop auch frei hatte, traf sich ganz gut. Ich war nämlich am Samstag alleine mit dem kleinen Kaaskop mit dem Zug zur Tante nach Deutschland gefahren, damit der große und der alte Kaaskop ungestört die Treppe renovieren konnten. 2,5 Stunden Zugfahrt mit einem Dreijährigen – es ging besser als befürchtet! Das Kleinkinderabteil im ICE war zwar einfach nur ein Abteil mit Eckbank und etwas Platz zum Bewegen, aber es waren noch andere Kinder da, es hatte eine Tür und niemand der dort sitzenden Passagiere störte sich an Kinderlärm. Einen kleinen ICE-Bus, ein Mini-Memory mit ICE-Motiven und ein Pixi-Buch übers Bahnfahren hat der kleine Kaaskop auch noch abgestaubt. Brav war er auch. Trotzdem war ich k.o, als wir am Sonntagabend wieder zuhause waren und deshalb war ich ziemlich froh, dass ich am nächsten Tag „Verstärkung“ zuhause hatte.

Am Nationalfeiertag gab es zum Frühstück ausnahmsweise orangefarbenen vruchtenhagel aufs Brot – hatte ganz vergessen, dass ich die bunten Zuckerstreusel ja gar nicht mag. Danach schalteten wir den Fernseher ein, um nebenbei die Feierlichkeiten anzuschauen, die dieses Jahr in Dordrecht stattfanden. Offenbar hatten die Erzieherinnen in der Kita den Kindern schon erzählt, dass der König kommt und sie dann ihre selbstgebastelten Kronen aufsetzen müssen. Der kleine Kaaskop war etwas enttäuscht, als wir ihm erzählten, dass der König nicht wirklich zu uns kommt, sondern nur im Fernsehen zu sehen ist. Tüchtig zurückgewunken hat er aber. Und er will jetzt auch Prinzessin werden…

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Amalia, Willem-Alexander, Alexia, Ariane und Maxima steigen aus dem Boot

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Nachdem ich vergeblich nach meinem orangefarbenen Fascinator vom letzten Jahr gesucht hatte, bastelte ich mir noch schnell eine last-minute-Krone, so ganz ohne orangefarbenen Schmuck wollte ich am Nationalfeiertag ja nun nicht rumlaufen. Der kleine Kaaskop ließ sich zu einem Selfie mit „Koningin Mama“ überreden.

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„Koningin Mama“ rief der kleine Kaaskop fröhlich.

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Dann backten wir noch schnell orangefarbene Mini-Amerikaner für nachmittags (aus Puderzuckermangel ohne Glasur)

..und ab in den Ofen!
..und ab in den Ofen!

und radelten ins Zentrum zum vrijmarkt. Nachdem der kleine Kaaskop auf der Hüpfburg gehüpft hatte, schauten wir uns einige Stände an. Der kleine Kaaskop wurde von einem abschäulichen rosa Barbie-Haus angezogen, das ein ca. 12-jähriges Mädchen verkaufen wollte. Beziehungsweise loswerden: es war mittlerweile gratis abzugeben. War auch schon ziemlich abgenutzt. Tja. Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul und Holländer sind ja als Schnäppchenjähger bekannt: Wir konnten nicht nein sagen… Der kleine Kaaskop hatte jedenfalls einen guten Tag, denn er durfte auch noch eine Runde im Karussel mitfahren, bekam ein Eis UND auch noch einen Peppa-Wutz-Luftballon.

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Zuhause gab es koffie und die orangefarbenen Amerikaner, dann wurde das „Barbü“-Haus schnell geputzt (5 Popotücher brauchte ich dazu) und der kleine Kaaskop spielte fast den ganzen Nachmittag damit. Und mit seinem Peppa-Ballon, den er immer absichtlich an die Decke fliegen ließ und sogar mit in die Badewanne nahm. Faszinierend, so ein Heliumballon! Wahrscheinlich habe ich ihm das 6 Euro teure Ding auch deshalb gekauft, weil ich als Kind nie so einen Ballon haben durfte und auch mal einen im Haus haben wollte…

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Jetzt fehlen uns nur noch ein paar Barbies, die Playmobilfiguren sind ja leider etwas zu klein. Obwohl das den kleinen Kaaskop überhaupt nicht störte. Ich werde mal meinen Vater fragen, ob bei ihm im Keller noch eine Kiste mit Puppen und Barbies rumsteht..

Mehr Einblicke in Koningsdag für Importkaasköppe findet ihr bei der Bitterballenbruid, die sich outfitmäßig besser vorbereitet hatte als ich.

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