Previously unposted: Ein Mamamontag im Mai

Heute gibt´s was aus der Mottenkiste! Diesen Blogpost hatte ich letztes Jahr geschrieben und dann aus irgendeinem Grund nicht veröffentlicht. Aber zum Löschen ist er zu schön, finde ich. Also gibt es ihn jetzt, ist ja schließlich wieder Mai:

„Das fängt ja gut an!“, dachte ich am Montagmorgen um ca. 6:15 Uhr, als ich hörte, wie der kleine Kaaskop aus seinem Zimmer getrippelt kam und die Badezimmertür aufzog, hinter der der große Kaaskop gerade duschte. Normalerweise, also jedenfalls in den letzten Wochen, schlief er montags immer schön bis halb acht oder so. Diesmal nicht.

Der große Kaaskop nahm ihn mit nach unten, brachte ihn mitsamt Müsli wieder nach oben und fuhr zur Arbeit. Die nächste halbe Stunde ist mir nur vage in Erinnerung geblieben, weil ich versuchte, das Richtigwachwerden noch abzuwehren. Da mein Sohn allerdings anfing, sein (trockenes) Müsli mit der Hand in die Teelichtmulde der Ikea-Laterne auf meinem Nachttisch umzufüllen (und dann wieder zurück in die Schüssel), fühlte ich mich genötigt, einzugreifen. Ich murmelte, er solle damit aufhören. Da stellt er die Schüssel auf meine Bettdecke und fing an, das Müsli aus der Laterne zu essen. Weil ich nicht wollte, dass er die Wachsreste mitisst und weil auch so einiges auf den Boden fiel, setzte ich mich auf, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Das hätte ich besser nicht tun können: die Müslischüssel, die auf meiner Bettdecke gestanden hatte, kippte durch meine Bewegung um und gefühlte 500 g Müsli ergossen sich über das Bett, den Fußboden und meine neben dem Bett liegenden Klamotten. Na. Toll.

Außer müde und unwillig war ich nun auch noch sauer, aber weil der kleine Kaaskop ob der motzenden Mama anfing zu heulen, beruhigte ich mich schnellmit einiger Mühe wieder. Das mit der Schüssel war ja gar nicht seine Schuld gewesen.

„Das wird heute nix mehr!“, dachte ich, als ich in der Küche stand und Frühstück für uns beide machte, während der kleine Kaaskop brüllend im Flur stand. Warum er brüllte, weiß ich gar nicht mehr so genau, ich hatte ja noch keine Kaffee gehabt. Ich glaube, er wollte Himbeeren aus dem Tiefkühl zum Frühstück und ich hatte nein gesagt (weil die alle waren). Pffff.

Aber! Ich hatte unrecht…

Nach dem Frühstück ging eigentlich alles ziemlich entspannt. Wir gingen zusammen ohne Kinderwagen, sondern mit dem Laufrad einkaufen und das klappte wider Erwarten ganz toll. Er blieb mehr oder weniger in meiner Nähe und blieb am Straßenrand stehen. Nur an der Kasse hatten wir eine kleine Meinungsverschiedenheit, aber nicht weiter dramatisch.

2014-05-12 11.18.29

Danach guckten wir eine Weile Bauarbeitern zu…

2014-05-12 11.48.12

… und verbrachten einige Zeit auf dem kleinen Spielplatz um die Ecke. Nachmittags blieben wir gaaanz lange im Park und auf dem Spielplatz dort und abends räumten wir zusammen den Garten/Hof auf.

DSCN8651

Und als ich den kleinen Kaaskop nach der Vorlese-Kuschel-Stunde ins Bett gebracht hatte, dachte ich zufrieden: „Das war ein schöner Tag! Bitte mehr davon!“

Advertisements

2 Gedanken zu “Previously unposted: Ein Mamamontag im Mai

  1. Ach wie schon wenn die Kinder noch klein sind. Ich erinnere mich ganz gerne an diese Zeiten. Aber ja, man ist irgendwie froh das es auch vorbei ist, dann aber wieder doch nicht. Kinder werden immer die Kinder bleiben. Egal wie alt sie sind.
    Und so kann man nur hoffen, selbst immer noch genug „Kind“ zu sein.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s