Sinterklaas 2015

Ein wenig leid tat es mir ja schon um den Nikolaus, als ich gestern Abend und heute die vielen Fotos von kleinen ungefüllten und gefüllten Stiefeln auf Facebook und Instagram sah. Ich hätte ja gerne mitgemacht. Aber dafür kam ja gestern wie letztes Jahr Sinterklaas zu uns! Mittags kam aber erstmal Oma. Die wollte abends mitfeiern und hatte vorgeschlagen, der große Kaaskop und ich könnten ja nachmittags noch kurz alleine was unternehmen. Die Gelegenheit mussten wir natürlich ausnutzen, obwohl sowohl ich als der kleine Kaaskop etwas am kränkeln waren. Ich hatte mir aber vor Kurzem noch überlegt, dass ich dem kleinen Kaaskop doch seinen Herzenswunsch, ein ferngesteuertes Auto, erfüllen wollte. Nachdem ich von meiner Leserin Nadine erfahren hatte, dass es auch schon für Dreijährige ein tolles gibt. Leider war dieses Auto in den Online-Shops ausverkauft und deshalb musste ich nochmal losziehen. Ich hatte Glück: im zweiten Spielzeugladen war sogar eins im Angebot, leider nicht das von FisherPrice sondern von Chicco, aber das erschien mir auch okay. Wir ließen die Geschenke erstmal bei denen von Oma im Auto liegen, von wo aus der große Kaaskop sie später in einem unbewachten Augenblick ins Haus schleppen wollte.

Der kleine Kaaskop war eindeutig müde und nicht so fit und hatte nicht mal mit Oma spielen wollen.. Stattdessen hatte er heimlich (unbeabsichtigt) die 112 angerufen und Oma in Verlegenheit gebracht, die plötzlich Stimmen aus dem Telefon hörte und unerwarteterweise einen Polizisten an der Strippe hatte! Beide waren froh, als Mama und Papa wieder da waren und es Kaffee und heiße Schokolade und pepernoten und banketstaaf (eine mit marzipanartigem Zeug gefüllte Blätterteigstange) gab. Der kleine Kaaskop hing auf meinem Schoß rum und fragte ständig, wann denn nun Sinterklaas käme, ich fühlte mich besch…eiden und wollte Ruhe, wir hatten noch nicht genau besprochen, wie wir das denn genau machen wollten mit den Geschenken… Alles etwas möp. Das Ganze eskalierte fast, als ich nach dem Abendessen sah, dass es schon halb 7 war und auch noch entdeckte, dass die Plastiktüte mit einem Teil der Geschenke noch im Kleiderschrank lag (stimmte gar nicht: nur die leere Tüte lag da noch). Kurze Zeit später klopfte der mittlerweile (von meiner Unfähigkeit, mich am Riemen zu reißen) auch leicht genervte große Kaaskop gerade in dem Moment laut ans Wohnzimmerfenster, in dem der kleine Kaaskop und ich in der oberen Etage im kleinen Kämmerchen saßen… (Nächstes Jahr müssen wir das unbedingt vorher detaillierter durchsprechen!) Erst beim zweiten polternden Klopfen kamen wir nach unten und da kam Papa gerade aus dem Flur und fragte aufgeregt, ob wir das auch gehört hätten und wem denn der große Sack gehöre, der da im Flur stand…

Von Kranksein und Müdigkeit keine Spur mehr, der kleine Kaaskop war happy und aufgeregt, denn endlich ging es ans Geschenkeauspacken!

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Oma wollte ja ordentlich reihum die Geschenke verteilen, aber das haben wir gleich aufgegeben. Schon bald war das meiste ausgepackt und der Boden mit Papier bedeckt.

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Was mich nur ein wenig nervte, war dass Oma offenbar vergessen hat, dass kleine Ohren am besten hören. Sie sagte mehrmals Dinge wie „Ich habe die Weihnachtsgeschenke gleich dazugetan“ oder „Das habe ich bei Geschäft X gesehen und fand es so passend“ und andere Bemerkungen, aus denen man schließen kann, dass Sinterklaas nicht selbst die Geschenke besorgt hat. Pff. Aber ihre Geschenke kamen gut an: der kleine Kaaskop freute sich über den Rucksack, die Zuckerstangen, die kleine Schneekugel, den Hund, der ein bisschen aussieht wie Marshall von der PawPatrol,

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das kleine rote Auto  und den gebrauchten Spielcomputer, den wir wohl für Autofahrten reservieren werden. Da steckt man Karten mit Abbildungen rein und oben steht dann eine Frage (z.B.: Welche Tiere sind kleiner als du?) oder ein Auftrag (z.B.: Suche die Dreiecke). Wenn man die richtigen Abbildungen mit dem elektronischen Stift antippt, erklingt Gejubel.

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Das HalliGalli-Spiel hatte ich neulich spontan gekauft. Außerdem bekam der kleine Kaaskop von uns noch einen Motorradsanitäter von Playmobil (der große Kaaskop hat nämlich wieder bei einer Insolvenzversteigerung sehr günstig Restposten ersteigert), einen Schokoladenbuchstaben (das gehört sich so zu Sinterklaas) und natürlich das Highlight des Abends: das ferngesteuerte Auto.

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Dummerweise hatte ich vergessen, Batterien zu kaufen (jaja, lacht nur!), daher konnte er erst am nächsten Tag damit spielen. Aber nach dem Auspacken war es eh Schlafenszeit! Der kleine Kaaskop lag etwas später im Bett als sonst, aber, hurra, er schlief dann auch ausnahmsweise bis kurz vor 8!!

Nach dem Mittagessen fuhren wir kurz zum Baumarkt, Batterien und einen Weihnachtsbaum kaufen. Der steht jetzt auf der Terrasse, denn zum Schmücken war es mir noch zu früh. Bin gespannt, ob das Auto bis Weihnachten hält! Der kleine Kaaskop hat entweder den Bogen noch nicht so ganz raus (dabei ist das Ding ab 2 Jahre) oder er fährt es absichtlich ständig gegen die Wände, Türen, Möbel, Füße… Als eins der Nachbarsmädchen kurz zum Spielen da war, haben sie das Auto das Duplo-Haus abreißen und die Zimmertür zuschieben lassen..ts. Aber naja, der kleine Kaaskop ist jedenfalls happy! Und darauf kam es mir an. Ziel erreicht.

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