Mein kleiner Helfer

Nein, kein Staubsaugerroboter, Kärcher oder anderes Gadget moderner Hausfrauen. Der kleine Kaaskop ist mein kleiner Helfer! Warum? Darum:

Wenn ich den kleinen Kaaskop von der Kita abgeholt habe und Essen kochen will, möchte der kleine Kaaskop meistens ein „Filmchen“ gucken. Obwohl ich das selber mal eingeführt hatte, weil ich abends selten den Nerv habe, mit einem müde-mauligen Kind zwischen den Beinen in der Küche zu stehen, nervt es mich mittlerweile oft, wenn der kleine Kaaskop nach einem Film auf dem Laptop verlangt, noch bevor wir unsere Schuhe und Jacken ausgezogen haben. Deshalb freue ich mich, dass er neuerdings so gerne in der Küche hilft!

Dass er gerne Zwiebeln für mich pellt, hatte ich ja schon einmal erzählt (mit Beweisfoto). Neuerdings ruft er oft, dass er mir helfen will und danach einen Film gucken will. Und dann steht er begeistert neben mir auf seinem Küchenhocker und hilft mir beim Kochen. Herrlich! Es dauert dann zwar insgesamt etwas länger, aber dafür wächst sein Selbstbewusstsein, arbeitet er an seiner Feinmotorik und wird er selbstständiger. Irgendwo habe ich neulich einen Blog-Artikel von einer Mutter gelesen, die früher nie so eine „faule“ Mutter werden wollte, jetzt aber mächtig stolz auf ihre selbstständigen Kinder ist und sich über ans Bett servierten Kaffee und weniger Arbeit freut. Ich hoffe, dass das bei uns irgendwann auch so geht. Wie man Kaffee kocht, weiß der kleine Kaaskop ja schon, aber weil er weder zählen noch lesen kann, muss ich halt schon daneben stehen und mitzählen, wieviele Löffel Kaffeepulver er in den Filter schaufelt.

Überhaupt kann man kleine Kinder ja schon viel machen lassen. Staubsaugen mag der kleine Kaaskop zum Beispiel gerne, seit er seine Angst vor dem brummenden Ding überwunden hat. Manchmal wird er wirklich sauer, weil ich das selber mache.

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Das Treppeputzen (mit Reiniger in der Sprühflasche und einem feuchten Tuch) hat er vor Kurzem für sich entdeckt: so oft ist unsere Treppe noch nie geputzt worden! Zurzeit ist das eine seiner Lieblingsbeschäftigungen.

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Beim Backen kann er ganz toll Mehl, Zucker und andere Zutaten in die Schüssel löffeln und wie ich neulich berichtete, übt er zurzeit das Aufschlagen von Eiern. Außerdem hilft er beim Obstschneiden für unseren vormittäglichen Obstsalat. Ich schneide dann z.B. einen Apfel in Schnitze und er schneidet die in kleinere Stücke. Oder er pellt eine Mandarine. Angefangen haben wir damals (als er 2 Jahre alt war, glaub ich) mit einer Banane, denn die kriegt man ja auch mit so einem Plastikkindermesser von Ikea durch. Mittlerweile gebe ich ihm richtige Küchenmesser. Also, so kleine. Und ja, ich finde es unheimlich. Ich erinnere ihn alle 10 Sekunden daran, dass er auf seine Finger aufpassen soll. Puh, Nervenkitzel! Aber wertvoll. Seine neueste Fertigkeit ist Möhrenschälen. Mit einem Sparschäler. Das wollte er unbedingt, ich zweifelte, aber er hatte sich selbst eine gute Methode überlegt: Er legt sie auf das Schneidebrett, hält sie mit einer Hand fest und schiebt dann den Sparschäler von sich weg darüber. Das klappt wirklich gut!

Letzte Woche habe ich zusammen mit dem kleinen Kaaskop das Badezimmer geputzt. Er war ganz heiß darauf, den Toilettenreiniger in die Schüssel zu spritzen. Aber das hab ich lieber übernommen. Er hat stattdessen mit Hingabe das Waschbecken und die Badewanne geschrubbt. So macht mir das Putzen auch Spaß! Jedenfalls fast…

Und wie ist das bei euch? Dürfen oder müssen die Kinder im Haushalt helfen?

 

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