Mein Blog und ich – eine Bestandsaufnahme

Als PHB (planlose Hobby-Bloggerin) finde ich es immer sehr interessant, bei anderen Bloggern übers Bloggen zu lesen. Das geht offenbar auch anderen Bloggern so, zum Beispiel Marsha von Mutter & Söhnchen, die auch oft über das Bloggen an sich grübelt und deshalb bei dieser Blogparade von feiersun.de mitgemacht hat. Sie fragt:

Wie seid ihr zum Bloggen gekommen? Welchen Stellenwert hat euer Blog heute in eurem Leben? Welche Ziele/Wünsche habt ihr für die Zukunft?

So begann es

Aaaalso, vor diesem Blog hier hatte ich schon einen anderen, privaten. Den habe ich im Januar 2010 ins Leben gerufen, weil der große Kaaskop und ich von Anfang an wussten, dass unser Kinderwunsch vielleicht unerfüllt bleibt. Ich habe damals viel über IVF & Co. gelesen und dabei auch ein paar Blogs gefunden, und da ich selber gerne schreibe, erschien mir ein eigener Blog eine gute Möglichkeit, um Freunde und Familie über unser Babyprojekt auf dem Laufenden zu halten. Meinen ersten Blogartikel für Importkaaskop habe ich im Juni 2013 geschrieben, da war der kleine Kaaskop eineinhalb Jahre alt. Das Thema des alten Blogs war ja mehr oder weniger hinfällig geworden und ich wollte mehr schreiben können.

Ursprünglich war Importkaaskop auch kein „Mama-Blog“, sondern ein Blog über mein Leben in Holland. Ich habe zwar Kinderthemen nicht ausgeschlossen, aber in erster Linie sollte es ums Leben in Holland als Deutsche gehen. Ich hatte kein klares Konzept, ich habe mir einfach ein kostenloses Blog-Layout ausgesucht und angefangen. Anfangs habe ich noch oft rumexperimentiert, mit Headerfotos, anderen WordPress-Themes und so. Da ich immer mehr Mamablogs gelesen habe, und das Mamasein nunmal die Hauptrolle in meinem Leben spielt, ist Importkaaskop immer mehr zu einem „echten“ Mamablog gworden.

Geschrieben habe ich schon immer gerne. In der Grundschule wollte ich Schriftstellerin werden, ich habe im Urlaub und auf Klassenfahrten immer ein Reisetagebuch geführt und ein „Märchen“ mit meinen Klassenkameraden als Darsteller ist auch auf meinem Mist (und dem meiner Schwester) gewachsen.

Welchem Stellenwert hat der Blog in meinem Leben?

Wie oben bereits gesagt, es ist ein Hobby, mehr nicht. Bevor ich Mutter wurde, habe ich abends gerne Bücher gelesen, gerne auch dicke, aber dazu bin ich jetzt meistens zu müde. Ein bisschen (ähem, okay, viel) Stöbern in anderen Blogs und ein bisschen Bloggen geht aber immer. Ich schreibe ja keine Posts, für die ich viel recherchieren muss, ich blogge frei von der Leber weg über das, wozu ich gerade etwas schreiben möchte. Ich habe keinen Plan und selbst wenn ich mir mal im Geiste eine Deadline gesetzt habe, veröffentliche ich den Artikel oft erst viel später. Oder gar nicht. Mein Entwurf-Ordner platzt aus allen Nähten! Weil die Artikel nicht mehr aktuell sind. Ich zweifleauch oft, ob mein Artikel vollständig, gut strukturiert und gut geschrieben ist, drücke aber meistens trotzdem einfach auf den „Publish“-Button. Ich bin perfektionistisch veranlagt und wenn ich an meinen Blogartikeln so lange herumfeilen würde, bis ich 100%ig damit zufrieden bin, wäre es auf meinem Blog wohl ziemlich leer. In meinem Job als Übersetzerin sitze ich außerdem schon den ganzen Tag vor dem Computer (interessant: im Niederländischen sitzt man hinter dem Computer!) und dann habe ich abends häufig einfach keinen Bock mehr auf Bildschirm! Mein Mann fühlt sich trotzdem hin und wieder etwas vernachlässigt, bzw. es nervt ihn ein bisschen, wenn ich den ganzen Abend am Laptop hänge. Aber das scheint ja vielen so zu gehen, wie ich bei Mit Kinderaugen gelesen habe!

Wo soll es hingehen?

Eine Sache, die schon lange auf der To-do-Liste für meinen Blog steht, ist ein Fotografiekurs. Viele meiner Fotos habe ich mit dem Smartphone gemacht, und das merkt man. Aber auch die Fotos, die ich mit der „echten“ Kamera mache, sind selten so schön, wie ich sie gerne hätte. Das wurmt mich insgeheim und vielleicht kostet es mich auch feste Leser.. Davon hätte ich aber eigentlich gerne ein paar mehr (wer nicht?!). Am Look des Blogs möchte ich sowieso noch etwas rumfeilen, und die Tags/Kategorien gefallen mir auch noch nicht 100%ig .

Neben dem Fotografiekurs (oder Bildbearbeitungskurs, haha!) werde ich außerdem versuchen, meine Artikel doch etwas besser zu durchdenken. Ein bisschen weg vom Tagebuchbloggen, etwas mehr in Richtung Blogartikel mit einer Kernaussage. Damit meine ich nicht, dass ich nicht mehr von meinem Alltag erzählen werde oder keine Rezepte mehr posten möchte. Sondern dass ich mir vor dem Schreiben einfach kurz ein paar Gedanken dazu machen möchte, ob ich etwas Bestimmtes ausdrücken möchte, und wenn ja, was und wie.

Und ich möchte versuchen, wieder mehr Holland in den Blog zu bringen! Back to the roots, sozusagen. Vielleicht mit einem festen Holland-Tag im Monat, mal schauen.

Soviel zu meinen eigenen Gedanken über meinen Blog. Über Kommentare und Anregungen von euch würde ich mich diesmal ganz besonders freuen!

 

PS. Auf meiner persönlichen Bucketlist steht übrigens auch „ein Buch schreiben“, aber ich bezweifle, dass ich dafür überhaupt genug Ausdauer, Ehrgeiz, Schreibtalent oder Ideen habe. Ich wüsste auch gar nicht, wie man sowas angeht.

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3 Gedanken zu “Mein Blog und ich – eine Bestandsaufnahme

  1. Hallo,
    Ich bin vor kurzem zufällig auf den Blog gestoßen und gerade beim Nachlesen vom 1. Post an hier angekommen. 🙂 Die Art zu schreiben, die Geschichten, gefällt mir echt sehr gut, und ich würde mich riesig über paar „back to the roots“ Holland-Beiträge freuen! Natürlich lese ich auch die anderen Geschichten von dem kleinen und großen Kaaskopp sehr sehr gerne…
    LG Jü (<– der Spitzname wurde mir übrigens von einem Holländer verliehen, ich fühle mich dem Land also aus verschiedenen Gründen verbunden, hihi)

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