Schwebebahnen, Tiere und Muskelkater – Wochenende bei Oma

Mir tun seit Sonntag bei jedem Schritt die Schienbeine weh, so ungewohnt ist für mich nach zehn Jahren hier in Holland das Laufen in bergigen Gegenden. Und Wuppertal, wo die Omi wohnt, ist ziemlich bergig! Dort waren wir am vergangenen Wochenende.

Wir fuhren schon Freitagabend hin, damit wir am Samstag früh in den Zoo aufbrechen konnten. Für nachmittags war nämlich Regen vorhergesagt. Der kleine Kaaskop schlief erst gegen 21 Uhr, war aber – Murphy’s Law für Eltern lässt grüßen – am nächsten Morgen besonders früh wach, nämlich schon um 6.02 Uhr. Ich kann es wissen, denn er fragte mich im 2-Minutentakt, ob es denn jetzt Zeit sei zum Aufstehen. Oargh! Zum Glück ging er dann erstmal die Omi wecken, die spielte noch bis halb acht mit ihm. Und frische deutsche Brötchen zum Frühstück entschädigen für vieles, mjam mjam!

Eine Fahrt mit der Schwebebahn

Nach dem Frühstück ging es mit Bus und Schwebebahn zum Zoo. Der kleine Kaaskop fand es aufregend, er wiederholte in der Bahn mehrmals, dass er ja noch NIE Schwebebahn gefahren ist. Mir war das Schaukeln ja eher unangenehm, aber gut. Hat schon was, so eine hängende Straßenbahn!

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Zum Zoo musste man dann noch einen Berg hinaufstapfen, uff! Ich verstehe wirklich nicht, warum es in Wuppertal so viele alte Leute gibt, wie kommen die denn die ganzen Berge hoch?! Naja, ist vielleicht Gewöhnungssache… Aber ich verstehe, warum das Fahrrad meiner Mutter im Keller verstaubt, obwohl sie eigentlich gerne Rad fährt.

Im Wuppertaler Zoo

Im Zoo angekommen liehen wir uns für 3,50 Euro einen Bollerwagen aus – kleiner Tipp: tut’s nicht! Für die Jacken und Handtaschen war der zwar ganz praktisch (es war viel wärmer als erwartet), aber sobald ein Kind drin sitzt, wird das Ziehen des Bollerwagens zum Kraftakt. Der Wuppertaler Zoo ist groß und genauso bergig wie die Stadt selbst…

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Was ich toll fand: die Pinguine hatten ein Becken mit mannshoher Glaswand, damit man ihnen besser beim Tauchen zugucken kann. Leider war das Wasser wegen einer technischen Störung bei unserem Besuch etwas trübe, sodass man sie nur am Rand gut sehen konnte.

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Das Highlight war ja das im April geborene Elefantenbaby Tuffi, das seinen Namen dem Zirkuselefanten verdankt, der 1950 bei einer Werbefahrt aus der Schwebebahn gestürzt ist.

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Ganz fleckenlos verlief unser Zoobesuch leider nicht, denn der kleine Kaaskop rannte ein paar Mal so weit voraus, dass wir ihn nicht mehr sehen konnten. Dabei hatte ich ihm klar gesagt, dass er bei uns bleiben soll, weil sich keiner von uns im Zoo auskennt und wir ihn nicht verlieren möchten. So ein Zoo ist ja recht unübersichtlich und wilde Tiere gibt es dort auch..brrr. Drama um ein Eis, das er um 11 Uhr vormittags haben wollte, gab es auch. Pff. Von den mitgebrachten Brötchen, Brezeln, Gemüseschnitzen wollte er nichts, tja, dann hat er Pech. Ich hatte ihm das Eis erst für nachmittags versprochen…

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Nach dem Zoobesuch gingen wir beim Vapiano essen, wo der kleine Kaaskop sehr fasziniert war von der Schauküche, wo die Desserts zubereitet wurden. Anschließend fuhren wir mit der Schwebebahn zwei Haltestellen zurück, weil wir dort (Pestalozzistraße) einen tollen Spielplatz gesehen hatten. Dort konnte sich der hyperaktive kleine Kaaskop noch weiter auspowern, bevor es zurück zu Omis Wohnung ging.

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Dann besuchten wir noch spontan meinen Großonkel im Pflegeheim. Während wir Kuchen aßen und Kaffee tranken, düste der kleine Kaaskop mit dem Rollator durch das heimeigene Café und erklärte den anderen Gästen gewichtig, dass das ein schnelleres Modell sei als die ihren. Das hatte ihm der große Kaaskop nämlich erklärt, weil der kleine auch die Rollators der anderen Gäste ausprobieren wollte. Hihi!

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Bitte nur leise spielen?

Nach dem Kaffee verlegten wir den Plausch auf den Spielplatz gegenüber, auf dem wohl selten Kinder spielen. Ich vermute mal, das hat mit der „Dame“ zu tun, die plötzlich aus einem Fenster der umstehenden Häuser hing und irgendwas rief, wovon ich nur den zweiten Teil verstand: „…..Das ist eine Rutsche!!“ Der kleine und der große Kaaskop schubsten nämlich einen Stock die geschlossene Metallrutsche hoch und runter und das machte natürlich etwas mehr Lärm als rutschen. Ich verkniff mir die Bemerkung „Der Stock rutscht doch!“ und ignorierte das unfreundliche Weib. Dei anderen hatten eh nichts mitgekriegt und kurz darauf verlor der kleine Kaaskop sowieso das Interesse an diesem Spiel. Aber echt, Leute gibt’s…

Der Garten meiner Mutter

Am Sonntag wachte der kleine Kaaskop zum Glück „erst“ um kurz nach 7 auf. Wir verbrachten den Vormittag im Schrebergarten meiner Mutter, herrlich ist es dort. So mitten im Grünen entspannt man sich doch am besten! Und ein Spielplatz liegt auch nebenan. Ohne keifende Anwohnerin.

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Tja, und nun hat uns der Alltag wieder. Ab morgen ist mein Weg ins Büro doppelt so lang (ca.40 Minuten mit dem Fahrrad), weil die Firma umzieht, möp. Macht die ganze Vereinbarkeit auch nicht einfacher!

 

 

 

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