Wie wir Weihnachten und Silvester gefeiert haben – und ein kurzer Jahresrückblick (ja, ja, das auch noch!)

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Wie die Feiertage bei uns verlaufen sind, will ich euch heute auch noch schnell erzählen. Ist ja doch irgendwie Pflicht, oder?

Kurzfassung:

Schee war’s!

Langfassung:

Als ich im Oktober anfing, über die Weihnachtsplanung nachzudenken,…. Ha, nein, Scherz! So früh brauchte ich nicht anzufangen. Meine schlaue Schwester, bei der wir dieses Jahr gefeiert haben, hatte nämlich alle Tops & Flops vom letzten Jahr aufgeschrieben und ausgewertet und so verlief zumindest Weihnachten überwiegend harmonisch und gemäß Plan.

Der kleine Kaaskop war am 23. noch zu einem Kindergeburtstag eingeladen und das passte mir gut in den Kram, denn es musste noch 30 Jahre altes Lego Vintage-Lego gewaschen und die Geschenke ungesehen ins Auto geladen werden. Um viertel vor sechs holten wir das mit poffertjes vollgestopfte Kind ab und knapp zwei Stunden später kamen wir bei meiner Schwester an. So konnten wir ganz entspannt in den Heiligabend (bzw. -morgen) starten.

Heiligabend

Wir schmückten den Baum, der kleine Kaaskop baute mit seinem Onkel eine Murmelbahn zusammen, wir holten die Omi vom Bahnhof ab* und schmissen uns ins Schale. Natürlich gab es nachmittags noch Adventskaffee.

kaffee

Der kleine Kaaskop war recht aufgeregt und fragte zwischendurch mehrmals, wann denn jetzt der Weihnachtsmann käme. Als es anfing zu dämmern, schnappten wir uns den kleinen Mann und gingen auf den Spielplatz um die Ecke. Ich blieb unauffällig zurück und legte die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Nach einer Weile rief Onkel S. dem kleinen Kaaskop zu, er habe etwas Rotes im Garten gesehen. Na, das hättet ihr mal sehen sollen! Der kleine Kaaskop war völlig aus dem Häuschen und lief aufgeregt allen voran zurück zum Haus, um zu schauen, ob es tatsächlich der Weihnachtsmann gewesen war.

weihnachtsbaum

Onkel S. wollte eigentlich reihum würfeln, wer ein Geschenk auspacken darf, aber das war nicht drin. Der kleine Kaaskop sortierte erst alle Geschenke** und dann packten wir der Reihe nach jeweils eins aus. Der kleine Kaaskop, der in seinem weinroten Hemd mit Krawatte einfach zum Anbeißen niedlich und „groß“ zugleich aussah, machte natürlich als erstes das größte Päckchen auf. Meine alten Lego-Steine einschließlich Reihenhäuschen und Pkw mit Wohnwagen. Im zweiten war die Pirateninsel von Playmobil – DAS Geschenk des Jahres. Er sprang völlig begeistert auf, zeigte auf das halbausgepackte Geschenk und rief: „Piraten-Playmobil! Das habe ich mir gewünscht!!“ Vom Rest der Bescherung habe ich hauptsächlich unscharfe Fotos, es war einfach zu aufregend. Und die Kamera zickte rum, meh.*** Außerdem musste ich ja zwischendurch auch meine Geschenke auspacken. Mein persönliches Highlight unter den Geschenken war der knallrote Brotkasten von Wesco. Danke, lieber Weihnachtsmann!

a-packt-aussimon-packt-ausb-packt-aus

Während mit den Geschenken gespielt wurde, legten meine Schwester und der große Kaaskop letzte Hand ans Festessen: Brathähnchen mit Apfelmus, Kroketten und Buttermöhrchen. Nicht zu aufwändig, trotzdem lecker und etwas Besonderes. Nach dem Essen wurde weitergespielt und als der kleine Kaaskop im Bett lag, spielten wir Großen noch ein Paar Runden „6 nimmt“.

1.Weihnachtsfeiertag

Am ersten Feiertag durfte ich, weil ich beim Kartenspielen haushoch verloren hatte, ausschlafen. Dann gab es lecker Frühstück und danach lümmelten wir hauptsächlich rum. Abgesehen von meiner Schwester, die wieder mal der Lieblingsspielkamerad des kleinen Kaaskop war. Mittags gab es Lamm mit Kräutermarinade, Hasselback-Kartoffeln, stoofpeertjes und Böhnchen. Am Abend machten wir drei (Import)Kaasköppe uns wieder auf den Weg zurück nach Holland. Der kleine Kaaskop schlief unterwegs ein und wachte am nächsten Morgen erst gegen halb neun (!) auf.

dinner

2. Weihnachtsfeiertag

Am zweiten Feiertag waren wir ab mittags bei meiner Schwiegermutter zu Besuch. Das war wider Erwarten total entspannt und nett! Geschenke gab es keine, hier in Holland kommt (in der Regel) ja nicht der Weihnachtsmann sondern der Nikolaus/Sinterklaas (viel logischer, wenn man mal über die Entstehung der Geschenketradition nachdenkt). Dafür gab es Torte (gekaufte) zum Kaffee, und der kleine Kaaskop spielte mit Hingabe mit dem alten äh Retro-Spielzeug, das die Oma für ihre Enkel bereithält. Die Steckperlen hatten es ihm angetan, auch wenn er nicht wusste, was das Bild eigentlich darstellte. Es war ein Telefon. Also, so eins mit Hörer und Drehscheibe. Kennt er ja gar nicht, sowas. Da meine Schwiegermutter nicht gerne kocht, hatte sie aus den schicken Sonderprodukten von AlbertHeijn für die Feiertage ein Menü zusammengestellt. Es gab unter anderem Lachs in Blätterteig, sehr lecker!

steckperlen

Silvester

Nachdem wir letztes Jahr Silvester bei meiner Schwester gefeiert hatten, kamen sie dieses Jahr zu uns. Der alte Kaaskop, den wir an Weihnachten gar nicht gesehen hatten, kam ebenfalls. An Deko hatten wir irgendwie überhaupt nicht gedacht, und so „feierten“ wir recht schlicht. Es gab Fondue (mit Bouillon anstatt mit Fett).

fondue

Weil man dabei ja lange am Tisch sitzt, und der kleine Kaaskop nicht lange stillsitzen kann (und auch bald satt war), durfte er ein bisschen fernsehen. Eigentlich sollte er dann so gegen 20 Uhr ins Bett, aber in der Nachbarschaft wurde schon so viel geknallt, dass er nicht schlafen konnte. Jedes Mal, wenn ein paar Raketen/Böller hintereinander abgeschossen wurden, setzte er sich auf und fragte aufgeregt: „Geht es jetzt los?!“ Nach einer halben Stunde, in der ich mich sogar mit ihm in mein Bett gelegt hatte, weil ich dachte, an der Seite des Hauses wäre es ruhiger, gab ich auf. Der kleine Kaaskop konnte sein Glück kaum fassen – er durfte wirklich wieder mit nach unten ins Wohnzimmer und mitfeiern!

Unerwarteterweise verhielt er sich auch total ruhig. Nachdem er mit Opa den Lego-Katalog durchgeschaut hatte, saß er beim Kartenspielen (wieder „6 nimmt“) neben mir am Tisch, futterte Salzstangen, durfte für mich die Karten ablegen und rannte ab und zu zum Fenster, wenn es draußen mal wieder knallte. Zwischendurch futterten wir Berliner und oliebollen, Chips und Cocktails und um Mitternacht stießen wir natürlich mit Champagner an.

6nimmtoliebol

Es war ziemlich neblig draußen und durch den Rauch der Böller und Raketen konnte man draußen bald gar nichts mehr sehen. Trotzdem wollte der kleine Kaaskop unbedingt mit Papa raus, um sich genauer anzugucken, was die Nachbarn da so alles in die Luft jagten. Wir selber hatten mit Blick aufs vorhergesagte Wetter und die Umweltverschmutzung kein Feuerwerk gekauft. Aber niedlich sah der Pyjamahosenmatz in seinen Schneestiefeln und der Tigermütze aus, wie er dort im Dunkeln über den Bürgersteig hüpfte!

Zum Abschluss guckten wir noch „Dinner for one“, wobei der kleine Kaaskop fast auf dem Sofa einduselte. Der große Kaaskop findet „Dinner for one“ ja dämlich, hier in Holland kennt man das gar nicht. Gegen eins lag der kleine Kaaskop dann im Bett, wo er leider nur bis 8 schlief. Zum Glück war ja Opa da, um ihn zu bespaßen, bis wir uns auch aus dem Bett gequält hatten.

Bye, bye, 2016

Von den vielen schlechten Entwicklungen in der Welt abgesehen war 2016 für mich eher so làlà. Das Leben plätschert halt weiter. Wirklich einschneidende Ereignisse gab es im Hause Importkaaskop in diesem Jahr nicht. Aber natürlich ein paar Höhepunkte: Der kleine Kaaskop kam in die Schule. Der kleine Kaaskop hat Radfahren gelernt. Ich fahre (nach mindestens 5 Jahren Abstinenz) wieder Auto; wenn auch eher unfreiwillig. Der Sommerurlaub war auch sehr gelungen.

Hallo 2017

Was 2017 uns bringen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Erstmal freue ich mich auf unseren Ski-Urlaub Ende Februar. Dann will ich im Sommer endlich mal wieder nach Schweden. Und wenn das auf der Arbeit so weitergeht, wird es dort wohl ein paar Veränderungen geben. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, oder so ähnlich… Und ansonsten: schau’n wir mal!

Ein frohes neues Jahr euch allen! Möge es Gutes bringen!

* Note to self: Nächstes Jahr klare Anweisungen zum Reisegepäckpacken geben. Geschenke unten in den Koffer, uninteressantes größeres Zeug (Schuhe, Waschbeutel oder so) in den Leinenbeutel, nicht andersrum!

** Note to self (2): Nächstes Jahr alle Schenkenden bitten, deutliche Namen auf alle Geschenke zu schreiben. Keine namenlosen Päckchen, keine Anfangsbuchstaben von Spitznamen oder Ähnliches.

*** Note to self (3): Fünf Minuten vor der Bescherung ist KEIN guter Zeitpunkt, an den Einstellungen der Kamera rumzuspielen.

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Ein Gedanke zu “Wie wir Weihnachten und Silvester gefeiert haben – und ein kurzer Jahresrückblick (ja, ja, das auch noch!)

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