Mein Wochenende mit me, myself and I (Teil 2)

Nach einer hektischen Woche hier endlich Teil 2 zu meinem „freien“ Wochenende vor 2 Wochen!

Nachdem ich doch tatsächlich bis halb neun (!) ausgeschlafen hatte, genoss ich ein ruhiges, entspanntes Frühstück mit Musik, selbstgemachter Erdbeer-Stachelbeer-Marmelade (na gut, von meiner Mutter selbstgemacht) und einer Mama-Zeitschrift.

DSCN5949

Danach ging´s an die Arbeit: Donauwellen backen! Das Rezept stammt aus dem tollen Kochbuch „Die Klassiker der Küche„, in dem viele Zubereitungsfotos stehen. Ein paar Dinge waren mir im Vorfeld trotzdem nicht ganz klar, aber darüber hatte ich schon nachgedacht. Spannend fand ich es trotzdem. Aber alles ging soweit gut! Der Teig erschien mir schön luftig und passte auch auf mein neues tiefes Backblech. Blöderweise war im Rezept nämlich nicht angegeben, wie groß die Form oder das Blech sein sollte. Fetter Minuspunkt! Auf dem hellen Teig verteilte ich die Kirschen (noch ein Minuspunkt: im Rezept stand nur „1 Glas Sauerkirschen“ …ts! Ich hab ein großes Glas genommen, das kam super hin.) und dann folgte die erste Hürde: den dunklen Teig gleichmäßig drauf verteilen, ohne dass er sich mit dem hellen vermischt oder die Kirschen mitzieht. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und meinem tollen Palettenmesser klappte das aber recht gut!

DSCN5953

Ab in den Ofen und nach dem Abwasch

DSCN5956

erstmal schön eine Tasse Tee genießen. Schade, dass ich dazu noch keinen Kuchen hatte, haha!

Während der Kuchen abkühlte, machte ich schonmal die Vanillepuddingbuttercrème. Dann kam Hürde Nr. 2: wann genau muss die Butter untergerührt werden und wann genau kann man die Crème auf den erkalteten Kuchen streichen, ohne dass alles runterläuft ODER die Crème klumpt? Dazu stand im Rezept wieder nichts Genaueres, bäh. Aber auch das klappte ganz gut. Circa 5 Minuten nachdem ich den Topf vom Herd genommen hatte (bzw. das Gas ausgedreht hatte – ich liebe unseren Gasherd!), rührte ich portionsweise die Butter hinein, und anschließend rührte ich die Mischung alle paar Minuten kurz durch, um das Ganze haut- und klumpenfrei zu halten. Nach ca. 20 Minuten wagte ich mich ans Draufstreichen. Auch das klappte gut! Ganz glatt wurde die Buttercrèmepuddingschicht zwar nicht, aber was soll´s. Nach einstündiger Kühlzeit noch schnell die Schokolade im Wasserbad schmelzen..

DSCN5958

über den Kuchen verteilen und mit einer Gabel das Wellenmuster reinziehen. Et voilà! Meine ersten Donauwellen:

DSCN5968 DSCN5970

Am liebsten hätte ich ja gleich ein Stück probiert, aber der Kuchen sollte ja für A.´s Kollegen in Leeuwarden sein (ja, versucht mal, das auszusprechen: Leh-ühw-wahrden). Da ich zwischenzeitlich auch noch was einkaufen musste und ein paar andere Dinge erledigen wollte, habe ich an meinem „freien“ Tag letztendlich nicht viel gefaulenzt. Ich hab nämlich auch noch schnell ein paar Cupcakes (ohne Deko) gebacken, Wäsche zusammengelegt, aufgeräumt UND huschhusch den gröbsten Dreck weggestaubsaugt, bevor A. und B. abends wieder nach Hause kamen. Vermisst hatte ich meine beiden Spatzis ja doch irgendwie, und so war ich froh, dass B. im Auto nicht geschlafen hatte und ich ihn ins Bett bringen konnte. Knuddelalarm!

Später gönnten A. und ich uns aber doch noch ein klitzekleines Stück von meinen Donauwellen (die etwas misslungene Ecke, haha!). Von innen sahen sie auch ganz gut gelungen aus:

DSCN5974

Wirklich besonders fand ich den Geschmack jetzt nicht gerade, aber lecker waren sie. Und als A. den Kuchen drei Tage später im Büro ausgab, hagelte es Komplimente! *freu* Da fällt mir ein, ich muss ja noch das Rezept übersetzen. Ein paar Kolleginnen hatten danach gefragt, so lecker fanden sie die Wellen! Wenn mal mal bedenkt, dass ich die zum ersten Mal gebacken und auch zum ersten Mal gegessen hab…. Dieser deutsche Klassiker ist in meiner Kindheit irgendwie an mir vorbeigegangen!

Ladies‘ night und Me-time-Sonntag!

Naja, was heißt „night“…eigentlich eher „day“. Nachdem ich mich geärgert hab, dass A. in den letzten Monaten viel öfter alleine mit den Jungs unterwegs war (Filmmarathon, Kneipe etc.) als ich, freue ich mich sehr auf einen Nachmittag und Abend mit den Mädels! Eine musste zwar leider absagen, weil ihre 5 Monate alte Tochter plötzlich zur Fläschchenverweigerin mutiert ist und nur noch bei Mama trinken will. Und das Kind hungern lassen, weil man selber gerne ausgehen will, geht ja nun auch etwas zu weit.

Jedenfalls: Ladies Date! Sobald die Läden aufmachen, geh ich noch schnell mit meinen Jungs zu C&A, um eine Winterjacke für B. zu kaufen, bevor es demnächst wirklich kalt wird und es nirgendwo mehr schöne in seiner Größe gibt und er frieren muss. Die Jungenjackenmode ist ja übrigens gerade wirklich fürchterlich: lauter dick wattiertes glänzendes Bomberjackenzeugs, ieh bah. Oder langweilig braun, dunkelblau,.. (Diese hier soll es sein.)

Um 14.30 Uhr treff ich mich mit L. und M. bei Het Vlaamsch Broodhuys in der Haarlemmerstraat in Amsterdam. Da gibt’s erstmal Kaffee und Kuchen und Girls‘ Talk. Danach wollen wir ein bisschen shoppen, und dazu sind wir dann an der richtigen Stelle, denn Haarlemmerstraat und Haarlemmerdijk sind 2012 zur „tollsten Einkaufsstraße der Niederlande“ gewählt worden. Dort gibt es schöne, nichtstandard-Geschäfte.  Abends dann schnell Pizza essen und Kino. Una pistola en cada mano wollen wir uns anschauen. Auf Deutsch heißt der Film übrigens „Ein Freitag in Barcelona“ und laut kino.de „seziert die mit spanischer Prominenz besetzte Komödie um Männer in der (Midlife-)Identitätskrise maskuline Unsicherheiten“. Vielleicht nicht wirklich ein Girly Film, aber L. und M. stehen nicht so auf Mainstream (im Gegensatz zu mir, *räusper*), und die anderen Filme in den kleinen Kinos dort in der Nähe waren mir zu düster. Ich will lachen!

Am Sonntag kann ich dann ausnahmsweise mal wirklich ausschlafen! Oh, darauf freu ich mich! A. fährt mit B. am Samstagnachmittag nämlich zu seinen Eltern, weil da im Dorf dieses Wochenende Jahrmarkt ist und er außerdem die Gelegenheit nutzen will, um ein paar alte Freunde zu treffen. Erst hatten wir überlegt, ob ich dann Samstagabend nach dem Ladies Date auch nach Zuid-Scharwoude (ja, versucht das mal auszusprechen!) fahren soll, aber da ich vorhatte, am Sonntag endlich mal Donauwellen auszuprobieren und ich außerdem auch Cupcakes für den Tag der Erzieherinnen am kommenden Donnerstag backen will, passt es besser, wenn ich allein zuhause bin. A. und B. kommen vermutlich erst abends nach Essenszeit zurück. Me-time-Sonntag halt. Bin gespannt, wie mir das gefällt….

10 Jahre K. und A.! (Teil 2: Alkmaar)

Wie gesagt gönnten A. und ich uns ein weekendje-weg zu zweit, um unser 10-Jähriges zu feiern. Nach unserem Shopping-Tag in Haarlem überlegten wir am nächsten Tag beim Frühstück im Hotel, wie wir unseren Sonntag gestalten wollten. Die Geschäfte haben zwar auch in Haarlem sonntags auf, aber erst ab 12, und Frühstück gab’s nur bis 10. Zum Glück war die Dusche seeehr erfrischend und konnten wir es sowieso ruhig angehen lassen. Keine Fremdbestimmung an unserem Zeit-zu-zweit-Tag!

Am Frühstücksbuffet gab’s nichts zu meckern, außer vielleicht, dass man sein Rührei und den Speck selbst braten musste – aber das machte mein mir angetrauter Göttergatte für mich. *grins* Zwischen dem zweiten Brötchen und dem Joghurt mit Obst beschlossen wir, gleich nach dem Auschecken einfach schon mal nach Alkmaar zu fahren. Da mussten wir später auf der Fahrt zu A.’s Eltern sowieso vorbei und haben die Läden jetzt auch sonntags ab 12 auf. Außerdem bin ich da auch schon öfters gewesen und weiß ich, dass es a) eine schöne Stadt ist und b) man da auch ganz gut shoppen kann. Und da der Vortag ja recht erfolglos gewesen war…*schnüff*… schlugen wir damit mehrere Fliegen mit einer Klappe!

Und Wunder über Wunder: in der Käsestadt wurde ich am Ende sogar fündig! Zwar wurde unsere Bummelorgie davon überschattet, dass wir den Rollkoffer mitschleppen mussten (wir wollten kein Schließfach am Bahnhof benutzen, weil wir eigentlich mit dem Regionalbus von einer anderen Haltestelle aus ins Dorf von A.’s Eltern weiterfahren wollten – nur leider war Jahrmarkt und fuhr der Bus gar nicht von dieser anderen Haltestelle aus ab, dumm gelaufen!). Außerdem blieb meine Suche nach Sneakers usw. anfangs wie am Vortag erfolglos, und als ich dann endlich ein schönes Paar von Replay entdeckte, gab’s das Modell nur in der Kinderkollektion. Ich hätte heulen können. Stattdessen wurde ich nur maulig. Es war warm, der Koffer nervte, A. war genervt, dass ich mir vom nicht-fündig-werden so die Laune verderben ließ und drängelte außerdem, welchen Bus wir denn nehmen wollten, obwohl ich ja gerade ohne Deadline shoppen wollte… Seufz!

Nachdem ich sauer (diese blöden Hormone!) alleine ins Kaufhaus Vroom&Dreesman (V&D – sowas wie der gute alte Karstadt; aber nur fast) abgerauscht war, wo ich vor lauter Verzweiflung 1 T-Shirt kaufte (wofür ich zur Strafe gefühlte 10 Minuten anstehen musste), glätteten sich die Wogen. A. hatte währenddessen weislich doch mal was zu essen gekauft, was zumindest seine Laune erheblich besserte. Ich fand eine Regenjacke, einen Pullover von The Sting…und Sneaker (von Timberland, mit 50% Rabatt!), .. alles wieder gut! Die Sneaker sind wirklich super! Zwar nicht grau, aber ein unbestimmtes Braungrau, das zu Braun und Grau passt. Außerdem haben die einen versteckten Absatz, Von außen Sneaker, von innen Wedges, sozusagen:

DSCN5877

Leider gingen wir aus logistischen Gründen nicht wie geplant beim Lunchroom Echt Alkmaar essen. Das fand ich sehr schade, denn da sind wir irgendwann mal durch Zufall gelandet und es war da sehr hübsch, der Kaffee war lecker und der Kuchen erst! Und alles biologisch. Und es gab Zeitschriften und eine tolle Kinderspielecke. Aber es wäre ein ziemlicher Umweg gewesen,und darauf hatten wir beide keinen Bock. Ich hatte auch gar nicht soviel Hunger, wir hatten ja ausgiebig gefrühstückt. Am Ende plumpsten wir spontan in zwei Stühle auf der Terrasse von CoffeeUnited – eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellte! A. und ich teilten uns ein Stück Carrot Cake und ich nahm noch ein Stück Lemon Drizzle dazu, weil der so schön frisch schmeckt. Ooooh, war das lecker!

2013-08-25 14.46.35

Überhaupt hat sich De Laat in den letzten Jahren zu einer guten Einkaufsmeile entwickelt, wie A. überrascht feststellte. Früher war da wohl eher tote Hose. Die Straßen um den Käsemarkt sind aber auch sehrzu empfehlen!

So gegen 15 Uhr waren wir erledigt und sehnten uns nach unserem kleinen Schlingel. Was waren wir froh, dass A.’s Vater ihn mitgenommen hatte, als er uns am Bahnhof abholte! A. ließ mir, lieb wie er ist, beim Knuddeln den Vortritt. Und dann schlossen wir den Tag mit einem Grillabend im Garten von A.’s Eltern ab (es gab Satésaus, schleck!), bevor wir mit einem nicht-schlafenden B. auf dem Rücksitz nach Hause fuhren. Unsere kleine Familie!

10 Jahre K. und A. (Teil 1: Haarlem)

Wie? Was?! Wow… Es ist tatsächlich schon zehn (!) Jahre her, dass A. und ich uns kennengelernt haben!

Vor zehn Jahren, als ich während meines Studiums in Irland war, ist er mir in einem mixed dorm in einem Youth Hostel in Galway begegnet. Da habe ich offenbar so einen guten Eindruck auf ihn gemacht (*räusper*), dass er mich, nachdem er am nächsten Tag wieder nach Hause fliegen musste, in den darauf folgenden 3 Monaten noch zweimal besucht hat. Weil ich ja noch mein Studium abschließen musste, hatten wir danach 2 Jahre eine Fernbeziehung – das hatte auch was! Zum Glück war es ja von Köln nach Utrecht nur zwei Stunden im ICE und er beteiligte sich gerne an den liebesbedingten Zugfahrtkosten seiner arme Studentenfreundin.

Zehn Jahre ist das schon her, wow! Es kommt mir nicht so lange vor (auch wenn es sich manchmal fühlt, als kennen wir uns schon ewig), aber eigentlich ist ja schon viel passiert in diesen Jahren. Zusammenziehen, zusammen ein Haus kaufen, Jobwechsel, Hochzeit, Kinderwunschbehandlung, ein Burn-out, spontane Schwangerschaft, Fehlgeburt, noch eine spontane Schwangerschaft, die Geburt unseres kleinen Schlingels, ein „schwieriger Start“ als Familie…..und jetzt stecken wir gerade wieder in einer Phase, in der alles gut läuft. *strahl*

Zur Feier des Tages brachten wir B. ein Wochenende zu Opa und Oma, um etwas Zeit zu zweit zu haben. Der Plan war lecker zu Mittag essen, shoppen und abends Steak essen in Haarlem. Wir hatten ein Zimmer im Golden Tulip Lion d’or gebucht, direkt am Bahnhofsvorplatz. Sehr pingelige Menschen hätten da bestimmt was zu Meckern gehabt (lose Leiste an der Waschtafel, ein alter Fleck im Teppich), aber so sind wir nicht. Es war normal sauber, die Betten waren okay und das Badezimmer auch. Und es war trotz Bahnhofsnähe nachts auch wirklich nicht laut, sodass wir herrlich (aus)schlafen konnten.

Weil wir ja erst B. weggebracht hatten und dann mit dem Zug nach Haarlem gefahren waren, war es schon Zeit zum Mittagessen, als wir eingecheckt hatten. Wir schlenderten durch die Einkaufsstraße und hatten Glück: wir fanden hinten im laut Aushangschild „tollsten Laden Haarlem“ De wereld van Jansje einen netten Lunchroom, in dem wir superlecker gegessen haben,

IMG-20130826-WA0001 IMG-20130826-WA0002

Ich hatte ein Club Sandwich (mit Currymayonnaise – sehr zu empfehlen!), A. ein Bauernomelett. Weil so schönes Wetter war, saßen wir an einem der Tische im Hof, wo es sehr ruhig und gemütlich war. Die Kellner/innen hatten alle eine geistige Behinderung (meistens Down Syndrom) und waren sehr gewissenhaft und freundlich. Das Essen war ausschließlich biologisch und wie gesagt sehr lecker!

Nach dem Essen stöberte ich noch kurz im Laden selbst. Viele tolle ungewöhnliche Sachen, größtenteils handgearbeitet. Wie diese niedlichen Affen:

IMG-20130826-WA0000

Eigentlich wollte ich einen für B. kaufen, aber A. stimmte dagegen. Und da B. auch nicht wirklich mit Kuscheltieren spielt, habe ich das angesichts des Preises (Handarbeit halt) dann gelassen. Pöh!

Weil wir ja eigentlich nach anderen Sachen suchten, arbeiteten wir uns durch die restliche Einkaufsstraße. Zu meinem wachsenden Ärger fanden wir aber nirgendwo hübsche graue Sneaker oder eine nicht-regenjackige Regenjacke. Es passiert mir öfter, dass ich viele hübsche Sachen sehe, wenn ich gerade keine Zeit zum ausgiebigen Shoppen habe, und dass ich dann, wenn ich endlich Zeit habe, nichts von meiner bescheidenen Liste finde! So gemein! A. versuchte, mich so gut wie möglich bei Laune zu halten, aber das war eine anspruchsvolle Aufgabe (ich sag nur: monatliche Hormone…).

Bei einer Kaffeepause in einem Café an einem kleinen Platz fiel mir auf, dass man an den vorbeigehenden bzw. radelnden Leuten irgendwie doch sehen kann, dass Haarlem ein bisschen posh ist. Die teuren Fahrräder, die gewollt laid-back Outfits schicker Marken… In der „Kö“ von Haarlem, in der wir zufällig landeten, entdeckte ich einen niedlichen kleinen Laden mit lustigen Kindersachen. Das T-Shirt mit dem lustigen Aufdruck von der Ausverkauf-Stange (17Euro) hätte ich ja fast mitgenommen, aber die Brotdose, die ich im Schaufenster gesehen hatte, schreckte mich dann doch ab. 47 Euro für eine Kinderbrotdose! Ich glaub, es hackt! Schnell weg… Ich bin zwar bereit, mir ein teures Bett zu leisten, aber solche übertriebenen Preise sind auch nicht meins.

Nach der recht erfolglosen Shoppingtour ruhten wir uns kurz im Hotel aus (jaja, man wird ja auch nicht jünger!) und gingen abends Richtung Grote Markt, wo wir bei Wilma & Albert’s Steakhouse lecker Steak essen wollten. Die Einrichtung war ziemlich veraltet, aber das Steak war sehr gut! Zum Glück, denn der Rest war nicht so dolle: für das Brot vorweg, die (mittelmäßigen) Pommes und andere Beilagen musste man extra bezahlen, die Bedienung war auch nicht berauschend und die „frische“ Ananas in meinem Nachtisch war ziemlich hart/unreif. Naja. Außer dem Fleisch war zumindest der Maiskolben sehr lecker!

Nach einem kleinen Erfrischungsspaziergang beschlossen wir, noch ein Bierchen zu trinken. A. hat mal in Haarlem studiert und kannte sich da aus. Ich glaube, wir waren im Proeflokaal In den Uiver. Da war es ruhig genug, dass man sich unterhalten konnte. Normalerweise trinke ich lieber Wein, aber da es ein Bierlokal war und ich keine Lust auf Wein hatte, nahm ich ein Affligem. Das war recht schwer, daher blieb es bei dem einen. Im Wissen, dass kein Babysitter auf unsere Rückkehr wartete und wir am nächsten Tag länger als bis 6.30 Uhr schlafen konnten, nahmen wir uns endlich mal wieder die Zeit, uns wirklich zu unterhalten. Herrlich! (Worüber? Das erzähl ich ein anderes Mal.)

Weil wir aber keine langen Abende mehr gewohnt sind UND von der Shoppingtour erledigt waren, lagen wir am Ende doch schon gegen 23 Uhr im Hotelbett. Außerdem wollten wir die Gelegenheit ja nutzen und mal wieder schön lange schlafen! Gute Nacht, John-Boy!

Maßnahmen gegen Urlaubsstress

I´m back! Urlaub ohne Windpocken überstanden 🙂

Vor meiner knapp dreiwöchigen Auszeit vom Alltag habe ich ja ausgiebig über meinen Stress kurz vorm Urlaub gejammert. Eigentlich wollte ich ja auch erzählen, wie ich diesem Stress vorbeuge! Aber dann kam meine Schreibwut dazwischen und meine Blogartikel sollen ja nicht drei Seiten lang werden 😉

Da einige von euch vielleicht den Urlaub noch vor sich haben (im Gegensatz zu mir *schnüff*), hier nachträglich meine Tipps gegen Urlaubsstress:

  • rechtzeitig Listen machen. Ich habe eine Liste mit Dingen, die ich vorm Urlaub noch erledigen muss, zum Beispiel Kopien von unseren Pässen machen, Nachbarn mit Blumengießen beauftragen, Urlaubslektüre besorgen, Erste-Hilfe-Kasten zusammenstellen/aktualisieren, Strandkleidung für B. in der aktuellen Größe besorgen, usw. Und natürlich eine Packliste machen! Ich habe mir eine multifunktionale Packliste auf dem Computer gespeichert: eine Spalte für A. und mich, eine Spalte für B. und jeweils eine Spalte für Sommer und Winter. Die Spalten sind in Rubriken unterteilt: Allgemeines (z.B. Buchungsunterlagen, Pässe, das heißgeliebte Schnuffeltuch des Nachwuchses usw.), Proviant, Lebensmittel (Kaffee+Kaffeefilter für den ersten Morgen am Zielort z.B. – lebenswichtig!), Dinge für unterwegs, Schlafsachen, Kleidung, Badezimmerartikel, Medikamente, Freizeit und Sonstiges. In der Sommerspalte steht dann zum Beispiel unter „Kleidung“ Sonnenhut, Bikini usw. Also, ich finde meine Liste sehr toll!
  • den Tag vor der Abreise freinehmen. Wie ich schon erwähnte, hat A. bereits frei. Den Tag vor dem Abreisetag habe ich auch frei, unser kleiner B. ist dann aber wie gewohnt in der KITA, sodass wir in aller Ruhe packen können. Meistens fällt einem ja doch noch in letzter Minute was ein, was man noch besorgen oder waschen muss oder so. Auch zu zweit ist das mit Kind stressiger als nötig, also vorzugsweise ohne Kind im Haus erledigen! Das macht den eigentlichen Abreisetag viel entspannter.
  • den Tag nach der Rückreise freinehmen. Nach dem Urlaub muss man sich ja zuhause erst mal wieder akklimatisieren. Und auspacken, Wäsche waschen, Post durchgucken usw. Gönnt euch mindestens einen Zusatztag zuhause, bevor ihr wieder arbeiten geht. Es lohnt sich, echt wahr!
  • vom Urlaub nicht zu viel erwarten. Vor allem nicht, wenn man ein Kind hat. Kleine Kinder lassen dich auch im Urlaub nicht ausschlafen. Schade, aber wahr. Faul am Strand liegen oder ähnliche egoistische Aktionen sind auch nicht drin. Es sei denn, man beherzigt folgenden Tipp:
  • einen kostenlosen Babysitter mitnehmen. Und damit meine ich nicht den tragbaren DVD-Player oder das iPad. Letztes Jahr, bei unserem ersten Kleinfamilienurlaub, haben A. und ich festgestellt, dass man sich zwar mit dem Baby abwechseln kann, man dann aber voneinander nichts mehr mitkriegt. So ist das ja auch wieder nicht gedacht! Deshalb haben wir es dieses Jahr wie gesagt schlauer angepackt: wir sind mit kinderloser Familie in den Urlaub gefahren. Genauer gesagt: mit B.´s Tante und Onkel. Die beiden Lieben hatten sich sogar bereiterklärt, jeden zweiten Morgen die „Frühschicht“ zu übernehmen 🙂 In der Praxis wurde da zwar nichts draus, weil die beiden Ärmsten noch urlaubsreifer waren als A. und ich UND sie es anders als wir nicht gewohnt waren, an freien Tagen so früh geweckt zu werden. Denn merke: kleine Kinder wachen im Sommer(urlaub) noch früher auf als sonst.. (Vor allem, wenn der Vorhang nicht genug verdunkelt 😦 Daher mein Zusatztipp an dieser Stelle: Dadadark oder etwas Ähnliches mitnehmen, wenn euer Kind nur schläft, wenns dunkel ist.)
  • kein unnötiges Zeug mitschleppen. Schwimmwindeln und Dosengemüse gibt es auch am Urlaubsort. (Okay, Erdnussbutter wohl nicht unbedingt, das geb ik zu.) Spielzeug findet man garantiert auch im Ferienhaus (ich nehm jetzt einfach mal an, dass niemand so blöd ist, mit Kleinkind Urlaub im Hotel zu machen). Man denke an Töpfe und Pfannen, leere Plastikflaschen (=Bowlingkegel), Stöckchen/Tannenzapfen, und anderen Alltagskram, den man umfunktionieren kann. Klar nehme ich Spielzeug mit, aber nur das nötigste: ein paar Bücher, eine Schaufel, einen Ball, einen Beutel Luftballons (daraus kann man z.B. in Kombination mit einem Bettbezug ein Springkissen machen), Seifenblasen (immer voll der Hit in B.´s Alter), die Spielkugelpyramide von Fisher Price und 1-2 Spielzeugautos.
  • das richtige Urlaubsziel wählen. Lange Flugreisen oder gar welche mit unweigerlichem JetLag können gutgehen, sind aber meistens nicht den Stress wert, denke ich. Im Auto ist man zwar verhältnismäßig länger unterwegs, dafür muss man nicht Zeit am Flughafen totschlagen und kann Pause machen, wenn der Nachwuchs eine braucht (kurz aus dem Kindersitz raus und bewegen wirkt oft Wunder). Und wenn es sein muss (z.B. wegen Windpocken!), kann man selber zum gleichen Preis nach Hause fahren, anstatt für teures zusätzliches Geld gestresst einen früheren Rückfluch buchen zu müssen. Auf die Vorteile eines Ferienhauses gegenüber einem Hotelzimmer brauch ich jawohl nicht einzugehen, oder? Das Hotelbuffet wiegt jedenfalls nicht auf gegen andere Nachteile dieser Art der fremden Umgebung.
  • bei langen Autofahrten beim Kind auf der Rückbank sitzen. Hat sich in Ermangelung eines DVD-Players in unserem  Auto, der ja heutzutage in fast jeder Familienkutsche zu finden sind, als aus Gründen des entspannten Reisens notwendig erwiesen. Mit seinen 18 Monaten kann unser kleiner Mann sich ja noch nicht wirklich selbst beschäftigen, und rausgucken war ihm offenbar zu langweilig. Noch ein wichtiger Tipp für Autofahrten:
  • eventuelle Staus akzeptieren, ärgern ändert nichts dran. Schwer in die Tat umzusetzen, weiß ich ja, aber trotzdem probieren! Und Provianttasche in Reichweite stellen, nicht in den Kofferraum 😉

So, mehr fällt mir im Moment nicht ein. Dies waren zumindest die wichtigsten Tipps, die wir aus eigener Erfahrung beherzigen. Zu unserem Urlaub später mehr!