Geburtstag!

Zwei ist er jetzt. Zwei! Mein großer kleiner Junge…

Die Abende vor dem Geburtstag waren zwar arbeitsreich, aber mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden, und das Geburtstagskind selbst hat sich auch gefreut. Da B. am Wochentag seines eigentlichen Geburtstags nicht in die Kita geht, hat er am Tag davor seine Käseschneemänner ausgegeben. Ja richtig, er hat vor seinem Geburtstag gefeiert – unerhört, wie ich früher auch fand. Aber hier in Holland sieht man das nicht so eng, es wird gefeiert, wann es am besten in den Terminkalender passt. Ich weigere mich weiterhin, meinen oder B.s Geburtstag vor dem echten zu feiern, aber beim trakteren in der Kita mache ich schon mal eine Ausnahme. Jedenfalls hat er von den Erzieherinnen wieder eine schöne Geburtstagskrone bekommen, ein Geschenk (Bauhelm und Werkzeug) und er durfte über den Tisch krabbeln, um die käsigen Snacks unter den Kitakumpels zu verteilen, süß, oder?

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Am eigentlichen Geburtstag hatte ich mir freigenommen, um zu backen. Brownies mit Erdnüssen und Macadamia, einen Apfel-Abrikosenkuchen und einen Mandarinen-Quark-Kuchen. Zwischendurch gingen wir (A. war auch zu Hause, denn es war Papa-Freitag) zum Spielzeugladen, um das Laufrad zu kaufen, dass B. zum Geburtstag kriegen sollte. Ein Puky, gute deutsche Qualität, haha! Die Puky-Laufräder sind hier gerade auch voll beliebt, wir haben nur positives darüber gehört. Aber bol.com hatte Lieferprobleme, daher wurde es ein last minute-Einkauf. Zum Glück stellte sich heraus, dass der Laden hier in der Nähe auch Puky-Räder verkauft. Nur weigerte sich das Geburtstagskind, das Rad probezusitzen! Er fand den Plastiktraktor vieeel toller. Zuhause war er dann aber sehr interessiert:

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Es wird wohl noch ein Weilchen dauern, bis er damit fahren kann, er „geht“ eher als dass er sitzt und läuft. Wird schon noch! Wir werden jedenfalls mal fleißig üben, sofern das Wetter und mein Rücken es zulassen.

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Nachmittags kam eine Freundin mit ihren 2 Töchtern (5 und 3) und brachte eine Schneidepizza aus Plastik mit. Die kam gut an! Wie ich ja schon erzählt hatte, hat der kleine Schlingel den Heiligabend auch größtenteils mit „snije! snije!“ (sneide, sneide!) verbracht.

Diese Freundin erzählte übrigens, dass sie und ihr Mann auch aus der Stadt wegziehen wollen. Ja, ziehen denn jetzt alle weg?! Drei unsere Nachbarn, zwei Freundinnen aus dem alten Hechelclub, diese Freundin jetzt also auch… da müssen wir ja unsere eigenen Umzugspläne wirklich durchziehen, wenn wir nicht alleine in U. zurückbleiben möchten! In 2 Wochen kommt der Fotograf vom Makler – und wir wissen immer noch nicht, wo wir denn hinwollen. Dazu aber demnächst mehr.

Abends gab es zur Feier des Tages (und weil ich nach einem ganzen Tag backen keinen Bock hatte, zu kochen) Brathähnchen mit Minikartoffeln und Salat. Dank Apfelmus hat B. sogar ein paar Kartoffeln gegessen. Ich werde aber der Versuchung widerstehen, deshalb alles mit Apfelmus zu servieren…

Am Samstag war dann die große Feier! Das Prinzip  „So viele Gäste wie Kerzen auf dem Kuchen“ kennt man hier nicht – die Familie und besten Freunde werden auch zu Kindergeburtstagen eingeladen. Da B. ein richtiger kleiner Partylöwe ist, habe ich nichts dagegen. Wir haben wie letztes Jahr den Pavillon im Park gemietet und dort gefeiert, das ging super. Meine Dikkie-Dik-Torte war trotz einiger kleiner Missgeschicke (Tortendeckel zu dünn und gebrochen, Fondant zu knapp bemessen) ein voller Erfolg! Ich bin wirklich stolz auf das Ergebnis:

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(Vorne am Rand steht noch in orangefarbenen Buchstaben der Name.) Der kleine Katzenfreund war auch ganz hin und weg, hat Dikkie Dik sofort erkannt und wollte immer mit dem Finger reinpieksen, haha! Gegessen hat er dann aber lieber Rosinen. Er war wohl von der Kuchenauswahl genauso überwältigt wie von den Geschenken. Am Anfang war er total neugierig und wollte alles sofort auspacken, aber nach einer Weile hatte er dazu gar keinen Bock mehr. Er bekam viele Klamotten, Duplo, zwei Puzzels, zwei Spiele (u.a. die Kleinkindversion des Obstgartens von Haba), ein Nijntje-Teeservice (das beste Geschenk überhaupt – jetzt müssen A.und ich auch nicht mehr aus der Kanne der Spielzeugkaffemaschine „trinken“!), ein paar Bücher…

Von 14 bis 17 Uhr dauerte der Spuk (wobei B. erst um 14.40Uhr auf seiner eigenen Feier auftauchte – ein bisschen ausgeschlafen sollte er ja schon sein!), dann hieß es: schnell grob aufräumen und ab nach Hause, Geschenke sortieren und Pizza bestellen. Meine Mutter, meine Schwester und Schwager und meine Schwiegereltern blieben wegen des weiten Anfahrtwegs zum Essen. Normalerweise bestellen wir dann Chinesisch, aber diesmal gab’s halt Pizza. (Falls ihr mal in Holland Pizza bestellt: die von Domino’s Pizza sind sehr lekker! Hat sogar dem kleinen Geburtstagskind geschmeckt, im Gegensatz zur selbstgemachten Pizza neulich. Das hört sich jetzt fast so an, als würden wir öfters Pizza essen – das stimmt aber nicht.)

Nach dem Essen wurde noch ein bisschen gespielt und dann musste der kleine Mann völlig gegen seinen Willen ins Bett, so eine Gemeinheit. Der Papa war dran mit Insbettbringen und durfte sich beim Warten auf den Sandmann etwas ausruhen, während ich Kaffee servierte und meiner Schwiegermutter dankbar war, dass sie ungefragt anfing zu spülen. Sie hat so ihre Macken, aber untätig herumsitzen, während die Schwiegertochter „hetzt und wetzt“, wie es in einem der Astrid-Lindgren-Bücher so schön heißt, gehört nicht dazu.

Als alle weg waren, fielen A. und ich total erschöpft auf’s Sofa. Ganz schön schlauchig, so ein Kindergeburtstag! Aber schön war’s!

Unser 3. Adventswochenende

Ha, dieses Wochenende habe ich endlich mal dran gedacht, dass am Sonntag die Kerzen von meinem jämmerlichen Adventsgesteckdings angezündet werden müssen! Und der Weihnachtsbaum steht auch ja, ja.

„Der Weihnachtsbaum?! Jetzt schon?“ hör ich euch aufschreien. Aber hier in Holland ist der Baum eher eine Art Adventszeitdeko. Adventskränze gibt es hier dagegen nicht, nur Weihnachtsgestecke, aber die haben selten vier Kerzen, sondern eine, zwei oder, wenn es dünne sind und es zum Stil passt, drei. Das sieht dann zum Beispiel so aus:

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Jedenfalls steht hier bei vielen Familien schon ab dem 6. Dezember (also quasi 5 Minuten nach der Abreise des niederländischen Nikolaus Sinterklaas) der geschmückte Baum im Wohnzimmer. Und weil wir Weihnachten dieses Jahr bei meiner Schwester feiern, auf den Baum aber nicht verzichten wollten, haben wir den halt schon mal gekauft, ins Wohnzimmer gestellt und geschmückt:

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Ausschließlich kinderfreundlicher (sprich: unkaputtbarer) Baumschmuck. Und ja, ich mag es, wenn man das Grün noch sieht! Ah, wie das duftet!

Außerdem waren wir bei einem Weihnachtsbabykonzert.Wir waren schon öfter bei einem der babyconcertjes, die von einem fellow importkaaskop organsisiert werden. Anna ist Engländerin, hat Bratsche studiert und nach der Geburt ihres eigenen Halbholländers in between jobs diese Minikonzerte ins Leben gerufen. Offenbar kommen die gut an, denn mittlerweile werden sie nicht nur in Utrecht, sondern auch in Amsterdam, Haarlem, Gouda und Den Haag angeboten. Professionelle Musiker spielen im kleinen Kreis kurze Stücke für Eltern, die ihr Baby (einschließlich Babygeräusche) mitbringen dürfen. Wir gehen da immer gerne hin, und B.scheint die Musik auch zu gefallen. Obwohl er sich heute eher auf seine Mandarine konzentriert hat… Da ich die Kamera vergessen hatte, hier ein Foto vom Weihnachtskonzert 2012:

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Ansonsten haben wir nicht viel gemacht. Also, jedenfalls nichts besonderes. Ich hab Stollenmuffins gebacken (nach einem Rezept von What Ina loves) und A. hat ein paar Sachen , die schon länger im Weg rumlagen, in unseren Lagerraum gebracht. (Einen Keller oder Dachboden haben wir nicht, und auf unseren ca. 84 qm ist halt kein Platz für all unsere Sachen).

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Meine aktuellen Wochenenderkenntnisse:

  • Früher waren die Wochenenden am tollsten, an denen man nicht zu Hause rumhing, heute sind die unverplanten Wochenenden die besten. Weil am entspanntesten.
  • Wenn irgendwie Appelstroop (Brotaufstrich ähnlich wie Zuckerrübensirup) an die Elektroden auf der Unterseite des Babyphones geraten ist, funktioniert das Aufladen nicht mehr. Zum Glück ließ sich das Problem durch Sauberwischen beheben.
  • Mein Sohn ist ein Bär. Jedenfalls mag er andere Bären (auf Socken, in Büchern) und versucht er, Winterschlaf zu halten. Neuerdings schläft er morgens recht lang und geht er abends freiwillig ins Bett. Er legt sich sogar im Wohnzimmer schlafen. Notfalls unter dem Teppich oder unter den Sofakissen.
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  • Weihnachtsbäume im Topf sind sauschwer. Zum Glück hatten wir den Kinderwagen dabei. B. lässt sich einfacher tragen, als so ein Baum.
  • Gewokter Blumenkohl mit Mandeln ist ziemlich lecker.
  • Harfenmusik klingt ein bisschen wie Gitarre. Aber vieeeel schöner! Und Harfen haben Pedale – wusstet ihr das?!
  • In unserer Stadt wird öfter als im Landesdurchschnitt eingebrochen. A. hat gleich doch mal ein neues Schloss gekauft, bei dem man den Zylinder nicht rausbohren kann. Aus Schaden wird man klug. (Nächste Woche bekommen wir übrigens endlich mitgeteilt, wieviel Geld die Versicherung für unsere geklauten Sachen zu zahlen bereit ist. Bin gespannt!)
  • Das Jahr ist schon fast zu Ende, und ich hab immer noch nicht mein Fotojahrbuch 2012 gemacht. Das Auswählen der Fotos ist da immer das Schlimmste. Dieses Mal ganz besonders. Denn in B.’s erstem Jahr habe ich wirklich sehr, sehr viele Fotos gemacht. Schlauer wäre es gewesen, gleich beim Auf-den-Computer-ziehen die schlechten zu löschen. Stattdessen muss ich jetzt alle durchgucken und chronisch ordnen. Argh!

Ich wünsche euch einen schönen Start in die Woche! Groetjes, K.

Käse-Schinken-Muffins

Für unser Freundeswochenende auf der Veluwe im November hatte ich ja Käse-Schinken-Muffins zum Büffet beigesteuert. Ein voller Erfolg! Sie waren blitzschnell und einfach zu backen und auch nach dem Einfrieren und Wieder-Aufbacken noch sehr lecker. Das Rezept stammt aus dem Backbuch „Muffins, Scones and breads“ aus der Reihe „The Australian Women’s Weekly Essentials“.

Man nehme für ca. 12 Muffins:

300 g Mehl mit Backpulver (self-rising flour – gibt es das in Deutschland überhaupt?), 1/2 TL Hühnerbrühenpulver, 1/2 TL Paprikapulver (scharf), 80 g Butter, 130 g Schinken in Würfeln,185 g geriebenen (Cheddar-)Käse, 1 Ei (leicht geschlagen), 250 ml Milch

Zubereitung:

Die Muffinmulden einfetten. Die trockenen Zutaten vermischen, Butter unterkneten, Schinken und Käse, danach Ei und Milch untermischen.In die Mulden geben, mit zusätzlichem Paprikapulver bestreuen und 20 min bei 200-210 Grad backen. Mjam!

Vielleicht auch ein gutes Rezept für das Silvester-Büffet?! B. fand sie jedenfalls lecker!

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B.’s erstes Mal

Ja, nee, ich meine natürlich das erste Mal Weihnachtskekse backen! Ich hinke zwar etwas hinterher mit den Adventsvorbereitungen (so hat B.’s Adventskalender zum Beispiel nur 23 Beutelchen, weil er der erst am 2. Dezember fertig war), aber das Keksebacken mit Tante A. hatten wir ja schon vor Wochen geplant.

B.’s von Oma G. selbstgenähte Schürze (im Partnerlook mit meiner!) hatte Premiere, und auch wenn er erst maulte: „Jas uit!“ (Jacke aus!), behielt er sie doch brav an. Es sind ein paar hübsche, kindheitsidyllische Fotos entstanden (bitte mein ungepflegtes Äußeres entschuldigen, ich war etwas unpässlich):

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Die Wirklichkeit sah natürlich etwas anders aus, haha!

Wir hatten den Teig wohlweislich schon vorbereitet, bevor wir B. dazu holten. Er fand zwar alles superinteressant, aber wie das Ausstechen funktioniert, schnallte er noch nicht so, und er pulte den Teig nur wieder auseinander und machte Klumpen draus. Genascht hat er ihn nicht. Nach wenigen Minuten war es schon wieder vorbei mit dem Helfen und ging er lieber mit seinen „Buhkoos“ (Duplos) spielen. Und A. und ich mussten den Teig neu ausrollen, denn den hatte er komplett zerrissen… Aber genossen habe ich es trotzdem, das erste Mal Backen mit meinem kleinen Schlingel!

Meine aktuellen Wochenenderkenntnisse:

  • Mit Fastzweijährigen kann man noch nicht wirklich backen.
  • Meine Schwester und ich schaffen es auch mal, einander zu besuchen, ohne dass wir uns anzicken oder einer rumbockt.
  • Andere Eltern haben gerne mal Vorurteile über andere Eltern und deren Familienmanagement. (Ich glaube nicht, dass B. neuerdings abends nicht alleine einschlafen will, nur weil er uns tagsüber so wenig sieht, weil er 3 Tage die Woche in die Kita geht. Sonst hätte er das ja nicht erst jetzt, oder? Und an den vier aufeinanderfolgenden Tagen, an denen er mit einem von uns zuhause ist, macht er ja auch Theater.)
  • Plätzchenbacken ist tricky. Kuchen und Torten kann ich besser. Jedenfalls sehen meine Plätzchen gut aus, sind aber backtechnisch wieder nicht der Hit:
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  • Neuen Schmuck kaufen, wenn man keinen anderen hat, zu dem der neue passen sollte (oder gerade nicht), ist wirklich doof. Vor allem an verkaufsoffenen Sonntagen kurz vor Sinterklaas und Weihnachten.
  • Die Jungs von der Fahrradtiefgarage unterm Platz Vredenburg sind Engel: ich hatte vergessen, mein Rad abzuschließen, aber es war noch da UND sie hatten meinen Schlüssel sicher in einem abgeschlossenen Kasten verwahrt. *freu*
  • Chili con carne schmeckt ja doch.
  • Ich bin wirklich vergesslich. (Ich hatte noch mehr Wochenenderkenntnisse….futsch! Vielleicht fallen sie mir später wieder ein.)

Buh! Idiotensichere Cupcakes

Gähn! Gestern abend ist es ganz schön spät geworden für meine Verhältnisse. Schuld war Halloween! Ich hatte mir nämlich fest vorgenommen, für meine Kollegen Halloween-Cupcakes zu backen. Blöderweise war ja aber Mittwoch, und dann kommt immer eine doppelte Folge von Once upon a time, und das musste ich ja gucken. Hatte keinen Bock, die später über’s Internet nachzugucken, aber wenn man da auch nur eine Viertelstunde verpasst, schnallt man gar nichts mehr. Zwei verschiedene Welten mit jeweils mehreren Vorgeschichten in verschiedenen Zeitspannen…da verliert man schnell den Überblick, kann ich euch sagen! Jedenfalls musste ich das Backen bzw. das Verzieren auf die Werbepausen verlegen und dann dauert das halt länger.

Das eigentliche Backen ging ratzfatz, denn ich habe ein Gelingt-immer-Grundrezept für Cupcakes! Es stammt aus dem Buch „Taart om blij van te worden“ (=Torten, die fröhlich machen) von Petra Achtien.

Man nehme für ca. 12 Cupcakes:

125 g weiche Butter, 125 g Zucker, 1/2 TL Vanilleextrakt, 2 große Eier (auf Zimmertemperatur), 125 g Mehl mit Backpulver (gesiebt), 2-3 EL Milch

1) Den Ofen auf 175 Grad (Umluft) bzw. 200 Grad (Ober- und Unterhitze) vorheizen. Papierförmchen in die Mulden eines Muffinblechs setzen. Die Butter in der Mikrowelle weich machen, aber nicht schmelzen lassen.

2) Die weiche Butter und den Zucker mit dem Mixer luftig mixen (bis sich der Zucker auflöst).

3) Den Vanilleextrakt unterrühren und anschließend die Eier einzeln unterrühren.

4) Nach und nach das Mehl dazugeben, bis ein glatter Teig entsteht. Nun noch die Milch untermischen.

5) Den Teig in die Förmchen geben (zu ca. 3/4 voll) und 15-20 Minuten backen. Nach 15 Minuten kurz mit einer Stricknadel o.Ä. prüfen, ob die Cupcakes gar sind. Falls noch Teig an der Nadel klebt, noch einige weitere Minuten backen.

6) Die Cakes in den Förmchen auf einem Gitter abkühlen lassen.

Noch ein paar Tipps für unerfahrene Bäcker: Die Eier sollten wirklich auf Zimmertemperatur sein – ich leg sie immer ein paar Minuten in warmes Wasser. Die Butter sollte wirklich schön weich sein und nicht zu kurz mit dem Zucker gemixt werden, lieber etwas länger. Statt Vanilleextrakt kann man natürlich auch Zitronenschale, Kakaopulver oder, wie ich gestern gemacht habe, Zimt nehmen.

Weil ich wie gesagt Halloween-Cupcakes machen wollte, habe ich ein bisschen Inspiration gesammelt und am Ende drei Sorten gemacht: Mumien-Cupcakes, Spinnen-Cupcakes und Augapfel-Cupcakes. Sind die nicht schön schaurig geworden?!

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Für die Mumien habe ich etwas Ganache auf die Cupcakes geschmiert und Streifen aus weißem Fondant kreuz und quer darüber gelegt. Mini-Smarties als Augen, fertig. Bei den Augäpfeln liegt ein Smartie als Iris in der Mitte und habe ich mit einem Schreibstift von Dr.Oetker blutige Adern auf den Zuckerguss gemalt. Die Spinnen aus Schokolade (mit Hilfe eines Zahnstochers hab ich die flüssige Schoki in Form gezogen) haben Augen aus Zuckerperlen und liegen auf orange gefärbtem Zuckerguss. Mir persönlich gefallen die Mumien am besten. Lecker waren sie aber alle!

Sinterklaas, der Nikolaus und das Problem mit „black Pete“(oh, und ein Kuchen)

Obwohl ja erst am 5. Dezember Sinterklaas-Abend (Nikolaus) ist, wird gerade in den Medien wieder heiß darüber diskutiert. In den letzten Jahren ist die Diskussion um „Zwarte Piet“ (in den ausländischen Medien offenbar „black Pete“ genannt) immer heftiger geworden. Ich hab gerade mal gegoogelt, und entdeckte einige interessante (englischsprachige) Artikel dazu, zum Beispiel hier, hier und hier. Einige sind schon älter, und offenbar widmen sogar die USA der Sache Aufmerksamkeit. Obwohl die ja gerade andere Probleme haben.

Heute morgen stand in der Volkskrant auf Seite 4 ein Artikel darüber, dass 21 Menschen gegen die feierliche Ankunft von Sinterklaas in Amsterdam am 17. November mit seinen 700 (!) Zwarte Pieten geklagt haben. Afroamerikanische Amsterdamer finden sich durch Zwarte Piet bedroht und diskriminiert, weil er Schwarze mit albernen, schlecht Niederländisch sprechenden, untertänigen Dienern eines heiligen weißen Mannes in Verbindung bringt. Ich weiß nicht ganz, was ich von alledem halten soll. Klar, ich verstehe, dass dunkelhäutige Menschen (nicht nur Afroamerikaner, sondern auch niederländische Staatsbürger aus den ehemaligen Kolonien Suriname usw.) sich diskriminiert und lächerlich gemacht fühlen. Um jetzt aber eine jahrhundertelange Tradition für Kinder abzuschaffen? Offenbar ist daran im Laufe der Zeit schon so einiges abgeschwächt und angepasst worden, wenn ich den ausführlicheren englischen Wikipedia-Artikel so lese. Und ist 2006 schon mal ein Versuch, Zwarte Piet zu „buntem Piet“zu machen, in die Hose gegangen. Was meine Meinungsbildung aber insbesondere erschwert (man traut sich ja heutzutage aus Angst vor einem digitalen Shitstorm kaum noch, was Falsches zu sagen), ist die Tatsache, dass nicht wirklich geklärt ist, wo Zwarte Piet nun herkommt. Viele Niederländer behaupten ja, er sei schwarz, weil er durch den Schornstein kommt. Das passt dann aber nicht zu den dicken roten Lippen, der Afrokrause und den goldenen Ohrringen! Die neueste Theorie, die ich gelesen habe (in einem Leserbrief der Gratiszeitung Metro), ist die, dass Zwarte Piet nichts mit Sklaven zu tun hat, sondern irgendwann im 19. Jahrhundert schwarz geworden ist, weil damals im Herbst viele Gastarbeiter aus Italien und Spanien (wo Sinterklaas auf seinem Dampfschiff herkommt!) nach Holland zogen, um bei der Ernte zu helfen. Der gute Leser hofft, dass dank seiner Erklärung der „unsinnigen Debatte ein Ende bereitet wird“. Bisschen naiv. Ob es nun „Mohren“ aus Spanien sind oder von sonstwo: es bleibt ein schwarzer Mann, der Knecht eines Weißen ist.

Premierminister Rutte (hey, das ähnelt ja „Rute“, wie passend beim Thema Nikolaus!) meinte heute abend in den Nachrichten ganz lapidar: „Der Name sagt es ja schon: Zwarte Piet ist schwarz. Daran kann ich nichts ändern.“ Generell habe ich den Eindruck, die Niederländer bagatellisieren das Ganze, weil sie keinen Bock auf Ärger haben und sich ihre Tradition nicht von einer Minderheit nehmen lassen wollen. In den Nachrichten wurden zum Beispiel auch einige Twitter-Berichte von mehr oder weniger bekannten Niederländern gezeigt. Zum Beispiel diese: „Bin gespannt, wann die ersten Zuckerkranken gegen das Zuckerfest klagen!“ Hm. Hmpf. Meine Kollegen finden diese Aufruhr auch eher unnötig. Sie meinen, Sinterklaas sei ja ein Fest für Kinder und die würden Zwarte Piet gar nicht mit ‚echten‘ Schwarzen assoziieren. Haben sie selber jedenfalls als Kind nie getan.  (A. bestätigt dies.)  Zwarte Piet kam sozusagen von einem anderen Planeten und hatte nichts mit dem schwarzen Nachbarn zu tun.

Wie dem auch sei, ich habe Mitleid mit dem Amsterdamer Bürgermeister Eberhard van der Laan . (Seine Frau schreibt übrigens ganz tolle Kolumnen in der „Mama – for all fabulous moms„.) Der muss vor dem 5. November entscheiden, ob der feierliche Sinterklaas-Zug wie gewohnt stattfinden darf oder nicht. Außerdem hab ich ein ganz anderes Problem mit Sinterklaas: feiern wir das mit B.? Und wenn ja, wie? Zum Stiefelrausstellen ist er zum Glück noch zu klein und die Feier in der Kita ist an einem seiner „freien“ Tage. Wenn’s nach mir geht, kriegt er nur am 6. Dezember, also am echten Nikolaus, was in den Schuh. Das Stiefelrausstellen ist hier sowieso doof geregelt: im Prinzip dürfen die Kinder das ab dem Tag, an dem Sinterklaas aus Spanien in Holland ankommt (Mitte November also). Die meisten Eltern beschränken das zwar auf ein- bis zweimal die Woche, aber es gibt halt jedes Mal ein kleines Geschenk, nicht unbedingt nur Schoki oder so. Die Stiefelaktionen in den Supermärkten, Schulen usw. gibt es ja in Deutschland auch, aber das kommt auch noch hinzu. Und am 5. 12. gibt es dann die echten Geschenke, was es in Deutschland an Heiligabend gibt. Dafür ist Weihnachten hier zum Ess- und Fressfamilienfest degradiert. Blöd. (Erspart mir aber die ewige Frage, mit wessen Eltern wir Weihnachten feiern, haha!)

Wie wir dieses Sinterklaas-Nikolaus-Weihnachtsmann-Kuddelmuddel lösen, ist mir noch nicht klar, aber wie gesagt, dieses Jahr kommen wir wegen B.’s Alter wohl noch drumrum. Puh! Daher jetzt erstmal etwas gaaanz anderes, total unkompliziertes: das Rezept für den

Spekulatiuskuchen mit Birne

Man nehme:

5 kleine Birnen, 1 EL Zitronensaft, 150 g weiche Butter, 150 g Marzipanrohmasse, 4 Eier, 150 g Mehl, 1 EL Speculaaskruiden (Spekulatiusgewürz; es enthält Zimt, Koriander, Muskatnuss, Gewürznelke, Ingwer, Kardamom und Apfelsinenschale) und 4 EL Abrikosenmarmelade.

Zubereitung:

Den Ofen auf 160 Grad vorheizen. Die Birnen halbieren, schälen und entkernen. Mit Zitronensaft einreiben. Die Butter mit der Marzipanrohmasse cremig mixen, dann einzeln erst die Eier unterrühren und anschließen unter Rühren das Mehl, das Spekulatiusgewürz, eine Prise Salz und die Marmelade zugeben. Mixen, bis ein glatter Teig entsteht. Den Teig in eine eingefettete Springform (26 cm) geben und die Birnen mit der runden Seite nach oben und der Spitze zur Mitte kreisförmig auf den Teig legen. In der Ofenmitte in ca. 50 Minuten goldbraun und gar backen. In der Form abkühlen lassen.

Eventuell mit (Zimt-)Sahne oder Vanille-Eis servieren.

Ich hab die mal gemacht, war sehr lecker! Hier ein Foto (ich hatte normalegroße Birnen genommen und die geviertelt):

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Superleckere Brombeer-Quark-Torte

Letztes Wochenende habe ich also zum zweiten Mal meinen Geburtstag nachgefeiert. Weil meine ebenfalls eingeladene und ebenfalls Geburtstag habende Schwester den Schokokuchen auf sich nahm, brauchte ich nur einen Kuchen backen. Einen ohne Schokolade, denn, setzt euch schnell hin: mein Schwiegerpapi mag keine Schokolade! Unglaublich aber wahr! Er sagt immer: „Ich esse alles, außer Schokolade und Endivie.“ Letzteres ist wohl auf ein Kindheitstrauma zurückzuführen, weil er seine Mutter auch mal gekochte Endivie aufgetischt hat. Bah! Die ist nur roh im Salat oder im stamppot (Eintopf auf Kartoffelbreibasis) lecker, finde ich.

Wie dem auch sei, es sollte also ein Kuchen ohne Schoki sein. Und nicht zu aufwändig, weil ich den am Vorabend noch schnell backen wollte. Das Rezept aus meinem neuen Backbuch (5 Euro, in der Buchecke des Gartencenters gefunden) erwies sich als sehr brauchbar!

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Es ist mal wieder von einer deutschen Autorin (Holländer backen ja nicht so fleißig), nämlich von Christiane Kührt. Die Originalausgabe heißt Backen für Kinder und ist von GU. In der niederländischen Ausgabe steht die Himbeer-Joghurtquarktorte auf Seite 36; ich habe aber andere Früchte genommen.

Die Torte entsteht in drei Schritten: den Boden backen, die Quarkmasse anmischen und drauf verteilen, und zum Schluss eine Schicht Gelee oben drauf verteilen. Der Boden (aus 60 gr Butter, 100 gr Zucker, 4 großen Eiern und 100 gr Mehl) war zwar schnell gemacht, schmeckte mir aber nicht so gut. Etwas zu fade und schwammig. „Das riecht wie Omelett!“, sagte A., als ich den Boden aus dem Ofen holte. Jedenfalls werde ich nächstes Mal (zu A.’s Geburtstag – er liebt Quarktorten) den Boden aus dem Baileys Cheesecake-Rezept machen, habe ich beschlossen.

Bei der Quarkmasse hatte ich das Problem, dass im Rezept Gelatinepulver benutzt wird, die es hier in Holland aber nicht gibt. Zum Glück gibt es ja Internet. Statt mit 20 g Gelatinepulver habe ich die 200 gr Sommerfrüchte, 250 gr Brombeeren, 150 gr Zucker, 500 gr Magerjoghurt und 200 gr steifgeschlagene Sahne halt mit Gelatineblättern verfestigt. (Hab allerdings schon wieder vergessen, wieviele ich genommen hatte, sorry!)

Für den Guss habe ich dann wie im Rezept steht 1 Pck. Tortengeleepulver (Taartina heißt das hier, vom guten alten Dr. Oetker) mit 2 El Zucker und 250 ml rotem Johannisbeernektar aufgekocht und nach kurzem Abkühlen auf der mindestens 4 Stunden gekühlten Quarkmasse verteilt. Und dann mit ein paar frischen Brombeeren dekoriert, weil der mitdenkende A. ein paar extra gekauft hatte! Sah toll aus, schmeckte toll (sogar meiner kritischen anspruchsvollen Schwiegermutter)… und lässt sich toll variieren. Zu A.’s Geburtstag gibt es eine Variante mit Mango. Über die Geschmacksrichtung des Gelees zweifle ich noch. Vorschläge sind willkommen. Hier aber erstmal ein Foto von der Brombeer-Variante:

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Mjam!

Herbstzeit = Backzeit

Im Herbst sind immer viele Geburtstage in meinem Familien- und Freundeskreis. Und obwohl ich nicht für alle backen muss, kommt da doch so einiges an Kuchen zusammen!

Gut, dass ich einer Freundin/Bekannten (bin mir nicht sicher, in welche Kategorie sie fällt) einen Marmorkuchen gebacken habe, war ja mein eigener Vorschlag. Und niemand hat mich gezwungen, meinen Geburtstag gleich zweimal zu feiern. Aber auf der Arbeit gibt man hier halt Kuchen aus, wenn man Geburtstag hat und wenn demnächst mein Schatzispatzi „verjährt“ (jarig is, wie das auf Holländisch heißt), bleibt das Backen natürlich auch an mir hängen.

Jedenfalls, ich habe wieder gebacken! Am Sonntag habe ich gemeinsam mit einer Freundin bei ihr zuhause in Haarlem gefeiert, weil wir kurz hintereinander Geburtstag haben und sie selbst mit Laufstall viel mehr Platz im Wohnzimmer hat. Ich habe für die Großen einen Baileys Cheesecake gebacken und er ist super gelungen! Die meiste Arbeit war das Auspacken der 9 (!) Päckchen Frischkäse – da ist kein Aufziehstreifen dran, bäh. Weil ich weiß, dass es eine Sauarbeit ist, Frischkäse mit Zucker cremig zu rühren, hab ich es diesmal schlauer angestellt: ich hab erst mit dem Knethaken gemixt und danach mit dem Rührbesen, das ging klasse! Seht hier:
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Weil ich normalen Baileys genommen hab, habe ich für den Kaffee-Effekt halt ein paar Schokomokkabohnen oben drauf gelegt…Danach hab ich für die lieben Kleinen auch noch schnell meine idiotensicheren Cupcakes gebacken. In die Hälfte des Teigs hab ich Schokostreusel gemischt, die anderen haben einen sehr zitronigen Zuckergussüberzug gekriegt. Und weil es in holländischen Supermärkten keine geriebene Zitronenschale gibt, hatte ich mir extra eine Bio-Zitrone besorgt!

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Vor allem die Zitronenvariante war sehrrr lecker, kann ich euch sagen! Und vom Baileys-Cheesecake hab ich mir trotz der Tatsache, dass der eigentlich pures Fett ist, am Montag noch ein übrig gebliebenes Stückchen gegönnt. Das arme letzte Stück kann man ja nicht so einsam rumstehen lassen…

Für meine Kollegen habe ich dann gestern abend ein etwas gesünderes Rezept ausgesucht. Den Apfelkuchen meiner Kindheit: Hefe-Apfelstreuselkuchen. Na gut, aus Zeitgründen (und weil meine Mutter mir das falsche Rezept gemailt hatte) wurde es statt Hefeteig am Ende ein Quark-Öl-Teig. Und ich muss sagen, das ist ein supereinfacher und leckerer Teig!

Man nehme:

150 g Quark mit 6 EL Öl (falls irgendjemand denkt: „Olivenöl ist ja gesünder, also nehme ich das“ – tu’s nicht! man schmeckt es nämlich)  und 6 EL Milch verrühren. 75 g Zucker, 1Pck. Vanillezucker und 1 Prise Salz zugeben. 300 g Mehl mit 1 Pck. Backpulver mischen und zur Quarkmischung geben. Rühren (mit einem Löffel), bis es nicht mehr geht und danach mit den Händen weiterkneten, bis ein glatter Teig entstanden ist. Den Teig auf ein eingefettetes Blech geben und ausrollen. Wenn er zu klebrig ist, die Rolle etwas einmehlen.

Obendrauf kommt Apfelmus (hab ich selbstgemacht: 6 mittelgroße Äpfel reichen gerade eben – einfach mit etwas Wasser und Zucker köcheln, bis es die gewünschte Struktur hat). Meine Mutter tut immer nur Streusel auf die Apfelmusschicht, aber ich wollte diesmal mehr und hab noch Brombeeren (aus dem Tiefkühl, gut abgetropft) darauf verteilt UND zwei Handvoll gehackte Mandeln unter die Streusel gemischt:

150 g Mehl, 150 g Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 1 Prise Salz und 100 g Butter zu Streuseln verkneten und die Streusel über der Apfelschicht verteilen. Bei 200 Grad ca. 45 Minuten backen. Yum!

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Ein heiteres Wochenende – nicht nur vom Wetter her

Der Vorteil daran, dass kleine Kinder auch am Wochenende früh aufwachen, ist ja, dass man viel vom Tag hat. Letztes Wochenende haben wir denn auch wieder viel gemacht, fnde ich.

B. hat uns an beiden Tagen bis kurz vor acht schlafen lassen – ein schöner Start ins Wochenende! Das Wetter war auch super, richtig Altweibersommer! Am Samstag fuhren A. und B. einkaufen, damit ich in Ruhe Marmorkuchen backen konnte. Wir waren nämlich zum Geburtstag einer Freundin/Bekannten aus meinem Schwangerschaftskurs eingeladen und sie hatte sich einen richtigen deutschen Kuchen gewünscht. Sie ist halb Deutsche, halb Italinerin, wohnt aber schon 10 Jahre in Holland und vermisst den deutschen Kuchen. Ich folgte das Rezept aus dem Klassiker der Küche, und obwohl der Teig so zäh war, dass mein alter Handmixer fast den Geist aufgab, gelang der Kuchen gut. Der dunkle Teil war etwas trocken, aber das ist ja oft so bei Marmorkuchen…oder?

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Nach B.’s Mittagsschläfchen radelten wir durch den strahlenden Sonnenschein zu S., wo wir uns gut unterhielten, erstaunlicherweise nicht ständig B. hinterherrennen mussten, da er sich mit dem Spielzeug der kleinen E. und den anderen Kindern gut selbst beschäftigte. Ein paar andere Mädels aus dem Hechelklub waren auch da, und A. und ich waren wieder mal baff, weil mehrere Leute meinten, B. sei ja so ein ruhiger kleiner Junge. Huh?! Naja, eigentlich ist er das manchmal ja auch, muss ich zugeben. In fremden Umgebungen oder wenn viele andere Kinder da sind, ist er zurückhaltender als zuhause. Der Süße.

Wann wir jetzt genau was gemacht haben, weiß ich schon gar nicht mehr, aber am Sonntagmorgen habe ich jedenfalls spontan den Laufstall abgebaut. Von der strahlenden Sonne kriegte ich voll Energie und das stand sowieso schon für demnächst geplant. Was für einen Platz haben wir auf einmal im Wohnzimmer!

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Ich sortierte gleich noch etwas Spielzeug aus, räumte einen meiner zu grotesken Höhen gewachsenen Zeitschriftenstapel weg (na ja, okay, er liegt jetzt sortiert auf dem Esstisch bereit zum Weitergeben an eine Freundin…), mistete ein wenig in meinem Kleiderschrank aus, sortierte B.’s Bücher neu (das Utensilo am Laufstall entfiel ja nun), bestellte ein paar Klamotten für mich und..

bestellte zum ersten Mal etwas bei Tausendkind. Dafür hatte ich schon öfter Gutscheine gekriegt (in der „Eltern“, die ich mir manchmal aus Deutschland mitbringen lasse), aber ich dachte erst, da bestell ich ja sowieso nix, die Zalando-Gutscheine schmeiß ich auch immer unbenutzt weg. Aber dann hab ich mir die Website mal angeguckt und holla! Die macht ja richtig süchtig! Und die Auswahl ist riesig. Auch sehr praktisch: die Website verfügt über einen Geschenkefinder (Startseite oben rechts). Damit man sich nicht mehr den Kopf zerbrechen muss, was man den vielen Kindern im Bekanntenkreis (oder dem eigenen natürlich) denn bloß schenken könnte. Das finden Mamis toll 🙂

Weil ich aber neulich erst eine teure aber tolle Regenjacke für B. gekauft hab, habe ich mich diesmal etwas zurückgehalten. Bauklötze, ein paar Bücher und einen süßen Pulli. Die Regenjacke der Marke Hatley hatte ich übrigens nach dem Lesen eines Blogartikels auf Baby, Kind und Meer gekauft. Normalerweise kaufe ich ja keine Kindermarkenklamotten, aber diese hier hatte es mir wirklich angetan.

Als ich heute nach einem passenden Schal zu B.s neuer grüner Winterjacke und neuen Gummistiefeln guckte, fiel mir mal wieder auf, dass es für Mädchen irgendwie doch eine größere und tollere Auswahl gibt. Maul. Wir Jungsmamas haben mal wieder das Nachsehen! Für Mädchen kann man auch mal was aus der Jungskollektion kaufen, umgekehrt geht das eher nicht. Und immer nur Dinos und Autos und blau ist doof… Die ständige Beschränkung der Wahlmöglichkeit zwischen rosa mit Hello Kitty oder blau mit Cars nervt mich ja sowieso… Aber heute wurde ich fündig! Für 2,99 Euro einen Schal, der zur grünen Jacke und dem dunkelblauen Handschuhe-Mützen-Set passt und neue Gummiestiefel mit Fiep-Westerdorp-Motiv (die Zeichnerin der Kinderbücher von Annie M.G. Schmidt, der niederländischen Astrid Lindgren sozusagen) für 8 Euro.

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Die alten Gummistiefel hat B. dann nachmittags im Park nochmal so richtig ausgenutzt: es gibt da einen Wasserpilz, an dem er gerne spielt. Vor allem bei warmem, sonnigem Wetter ist er wie viele andere Kinder kaum da weg zu bekommen. Die kleine Wasserratte! Weil ich ihm bei dem tollen Wetter keine Regenjacke anziehen wollte, war er am Ende vorne klatschnass (zum Glück nur von außen, das Shirt unter der Jacke war trocken).  Zum Abschluss des heiteren Tages ging es dann abends noch ins Bad! Der kleine, heute mal ganz brave Glückspilz…

Mein Wochenende mit me, myself and I (Teil 2)

Nach einer hektischen Woche hier endlich Teil 2 zu meinem „freien“ Wochenende vor 2 Wochen!

Nachdem ich doch tatsächlich bis halb neun (!) ausgeschlafen hatte, genoss ich ein ruhiges, entspanntes Frühstück mit Musik, selbstgemachter Erdbeer-Stachelbeer-Marmelade (na gut, von meiner Mutter selbstgemacht) und einer Mama-Zeitschrift.

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Danach ging´s an die Arbeit: Donauwellen backen! Das Rezept stammt aus dem tollen Kochbuch „Die Klassiker der Küche„, in dem viele Zubereitungsfotos stehen. Ein paar Dinge waren mir im Vorfeld trotzdem nicht ganz klar, aber darüber hatte ich schon nachgedacht. Spannend fand ich es trotzdem. Aber alles ging soweit gut! Der Teig erschien mir schön luftig und passte auch auf mein neues tiefes Backblech. Blöderweise war im Rezept nämlich nicht angegeben, wie groß die Form oder das Blech sein sollte. Fetter Minuspunkt! Auf dem hellen Teig verteilte ich die Kirschen (noch ein Minuspunkt: im Rezept stand nur „1 Glas Sauerkirschen“ …ts! Ich hab ein großes Glas genommen, das kam super hin.) und dann folgte die erste Hürde: den dunklen Teig gleichmäßig drauf verteilen, ohne dass er sich mit dem hellen vermischt oder die Kirschen mitzieht. Mit ein bisschen Fingerspitzengefühl und meinem tollen Palettenmesser klappte das aber recht gut!

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Ab in den Ofen und nach dem Abwasch

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erstmal schön eine Tasse Tee genießen. Schade, dass ich dazu noch keinen Kuchen hatte, haha!

Während der Kuchen abkühlte, machte ich schonmal die Vanillepuddingbuttercrème. Dann kam Hürde Nr. 2: wann genau muss die Butter untergerührt werden und wann genau kann man die Crème auf den erkalteten Kuchen streichen, ohne dass alles runterläuft ODER die Crème klumpt? Dazu stand im Rezept wieder nichts Genaueres, bäh. Aber auch das klappte ganz gut. Circa 5 Minuten nachdem ich den Topf vom Herd genommen hatte (bzw. das Gas ausgedreht hatte – ich liebe unseren Gasherd!), rührte ich portionsweise die Butter hinein, und anschließend rührte ich die Mischung alle paar Minuten kurz durch, um das Ganze haut- und klumpenfrei zu halten. Nach ca. 20 Minuten wagte ich mich ans Draufstreichen. Auch das klappte gut! Ganz glatt wurde die Buttercrèmepuddingschicht zwar nicht, aber was soll´s. Nach einstündiger Kühlzeit noch schnell die Schokolade im Wasserbad schmelzen..

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über den Kuchen verteilen und mit einer Gabel das Wellenmuster reinziehen. Et voilà! Meine ersten Donauwellen:

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Am liebsten hätte ich ja gleich ein Stück probiert, aber der Kuchen sollte ja für A.´s Kollegen in Leeuwarden sein (ja, versucht mal, das auszusprechen: Leh-ühw-wahrden). Da ich zwischenzeitlich auch noch was einkaufen musste und ein paar andere Dinge erledigen wollte, habe ich an meinem „freien“ Tag letztendlich nicht viel gefaulenzt. Ich hab nämlich auch noch schnell ein paar Cupcakes (ohne Deko) gebacken, Wäsche zusammengelegt, aufgeräumt UND huschhusch den gröbsten Dreck weggestaubsaugt, bevor A. und B. abends wieder nach Hause kamen. Vermisst hatte ich meine beiden Spatzis ja doch irgendwie, und so war ich froh, dass B. im Auto nicht geschlafen hatte und ich ihn ins Bett bringen konnte. Knuddelalarm!

Später gönnten A. und ich uns aber doch noch ein klitzekleines Stück von meinen Donauwellen (die etwas misslungene Ecke, haha!). Von innen sahen sie auch ganz gut gelungen aus:

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Wirklich besonders fand ich den Geschmack jetzt nicht gerade, aber lecker waren sie. Und als A. den Kuchen drei Tage später im Büro ausgab, hagelte es Komplimente! *freu* Da fällt mir ein, ich muss ja noch das Rezept übersetzen. Ein paar Kolleginnen hatten danach gefragt, so lecker fanden sie die Wellen! Wenn mal mal bedenkt, dass ich die zum ersten Mal gebacken und auch zum ersten Mal gegessen hab…. Dieser deutsche Klassiker ist in meiner Kindheit irgendwie an mir vorbeigegangen!