7 Tage – 7 Bilder

Heute gibt es wieder einen kurzen Wochenrückblick in 7 Bildern.

Am Montag hatte der kleine Kaaskop unerwartet Lust zu basteln, juchu! Schnell holte ich die Acrylfarben und die vorgeschnittenen Blätter, und los ging’s. Der kleine Kaaskop war mit so einem Feuereifer dabei, dass ich sogar noch Blätter nachschneiden musste. Und das Ergebnis sah toll aus!

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Am Dienstag wollte der kleine Kaaskop beim Frühstück mit der am Montag gebauten Duplo-Schule spielen. Durfte er. Die Duplo-Kinder hatten gerade Biologie-Unterricht; Thema: Der Eisbär. Weil es draußen noch dunkel war, machten wir uns gemütlich eine Kerze an. Gezellig!

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Am Mittwoch nix Besonderes: Kita, Schule, Abendessen, Bad, Bett.

Am Donnerstag half mir der kleine Kaaskop abends in der Küche. Ohne seine Hilfe wäre es vermutlich schneller gegangen, aber er liebt es, Zwiebeln zu pellen. Er tut das immer sehr konzentriert und sorgfältig: deutsche Gründlichkeit, haha! Dass das Abendessen deshalb etwas später auf dem Tisch stand, fand ich nicht weiter schlimm.

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Am Freitag war Papatag, ich musste arbeiten. Weil ich einer Kollegin Schwangerschaftskleidung ausleihen wollte, brachten meine beiden Kaasköppe die Tüten mit dem Auto im Büro vorbei. Sie brachten auch Kekse für meine Kollegen mit, die der kleine Kaaskop großzügig verteilte. Meine Naschschublade wusste er auch wieder zu finden, der Schlingel…

Am Samstag fuhr der große Kaaskop nachmittags zu Freunden nach Haarlem, sie hatten einen Männerabend geplant. Ich bespaßte währenddessen den kleinen Kaaskop und die beiden Nachbarskinder. Das siebenjährige Mädchen malte ein paar Tiere aus unserem tollen Buch „Für kleine Zeichner“ und schenkte mir das Bild. Total niedlich: sie hatte drauf geschrieben: „Von K. für Fünfzehn“ (=unsere Hausnummer).

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Eigentlich wollte der große Kaaskop auch in Haarlem übernachten, aber er kam um 1 Uhr unerwartet doch nach Hause. Als der kleine Kaaskop später zu uns ins Bett kam und merkte, dass Papa doch da war, strahlte er zuerst und kuschelte sich zufrieden zwischen uns. Aber plötzlich setzte er sich wieder auf und piepte: „Aber ICH wollte auf Papas Seite schlafen! Das hast du gesagt! Du musst weg, Papa!“ Er trat und schubste und maulte, bis der große Kaaskop genervt aus dem Bett stieg und sich dem geänderten Wunsch des kleinen Kaaskop gemäß in die Mitte legte; der kleine Kaaskop legte sich auf meine Seite und ich mich auf die Seite des großen Kaaskop. Seufz. Ich weiß, dass wir ihm bei so einer lächerlichen Aktion nicht seinen Willen lassen sollten, aber wir waren alle etwas kränklich und es war wie gesagt mitten in der Nacht. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!

Am Sonntag standen wir wegen der nächtlichen Eskapade etwas später auf und bummelten etwas rum. Jedenfalls ich und der kleine Kaaskop (wir spielten u.a. Supermarkt und mit Duplo); der große Kaaskop bohrte fleißig Löcher und hängte unsere neuen Schlafzimmervorhänge und die 3 Aquarelle auf, die er mir zum Gbeurtstag geschenkt hatte. Hachz! Ich liebe unser Schlafzimmer!

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Am Nachmittag fuhren wir zu Ikea. Vorher ging es aber noch kurz (in der Regenpause) auf den Spielplatz in der Nähe. Der kleine Kaaskop freute sich, dass das Wasser des Wasserspielbereichs noch nicht abgeschaltet war. Leider war auch der Rest des Spielplatzes recht nass und matschig. An das Smaland Kinderland war nicht zu denken, die Schlange vor dem Eingang dort war riesig, aber der kleine Kaaskop war eh müde und wollte im Wagen sitzen. Wir holten die paar Dinge, wegen denen wir gekommen waren und gönnten uns dann im Restaurant Kaffee und Kuchen. Ein Softeis gab es am Ende auch noch, Junge, Junge… Der Weihnachtsshop war zu meiner Freude schon geöffnet, aber ich hielt mich zurück. Unsere Ausbeute:

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Sehr bescheiden, was? Ich versuche nämlich, mich ein wenig in Minimalismus zu üben, was Deko-Kram und so angeht. Man sammelt immer viel zu schnell jede Menge Zeug, das man im Grunde gar nicht braucht oder nur sehr selten benutzt. Und ich habe gemerkt, dass zuviel Zeug mich unruhig macht. Kennt ihr vielleicht auch?

Jetzt geht es aber erstmal ins Bett. Morgen ist Mamamontag, da muss ich fit sein. Vor allem, weil der kleine Kaaskop erkältet und deshalb nicht der Pflegeleichteste ist. Hoffentlich schlägt ihm die Erkältung nicht auf die Ohren, die Paukenröhrchen sind leider schon wieder rausgefallen, wie der Schwimmohrstöpselverkäufer neulich feststellte. Zum Glück hat der kleine Kaaskop nichts gegen Nasenspray, er verlangte heute morgen sogar selbst danach! Hoffentlich hilft’s…

Einen schönen Wochenstart wünsche ich euch!

Meine Weihnachts-Pinterest-Fail-Parade

Als Kind habe ich immer gerne gebastelt, und der kleine Kaaskop macht das auch gerne. In der Kita sitzt er immer als erster am Tisch, wenn das Bastelzeugs rausgeholt wird, habe ich mir erzählen lassen. Und zuhause ist er auch immer begeistert, wenn er was malen oder kleben darf.

Nun sehe ich auf Pinterest (und Blogs) ständig neue schöne Bastelideen, und manchmal versuche ich tatsächlich, die nachzubasteln. Weil das selten klappt (warum auch immer) und Lachen ja gesund sein soll, habe ich meine Bastelergebnisse der diesjährigen Weihnachtszeit mal zusammengetragen:

 

Den tollen originellen Adventskalender, den ich nach einem Pinterest Pin nachgebastelt habe, habt ihr ja schon gesehen. Hier noch einmal in seiner ganzen, äh, Pracht:

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest
Mein Werk
Mein Werk

Nächstes Mal vielleicht doch besser die Anleitung lesen… Oder die Erzieherin in der Kita nach Tipps fragen: im Esszimmer der Kita des kleinen Kaaskop steht nämlich ein gelungener Nachbau dieser Pinterest-Idee! Der Trick: die Rollen nicht anmalen, sondern mit festem Tonpapier umwickeln und sie nicht aneinanderkleben, sondern aneinandertackern! Doh!

 

Hier ein gemeinsames Werk (im Verhältnis 5:95) vom kleinen Kaaskop und mir:

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest
Unser Werk
Unser Werk

Da die Finger ja nach unten zeigen müssen, habe ich den Karton auf den Kopf gedreht – schlau! Und dann leider nicht dran gedacht, dass das Ganze dann ja spiegelverkehrt drauf muss – dumm! Daher zieht der Schlitten nun die Rentiere…. Der Fuß ist übrigens meiner, der kleine Kaaskop wollte sich seinen Fuß nicht anmalen lassen – schlau von ihm! Die kalte Farbe kitzelt nämlich ganz furchtbar, kann ich euch sagen! Die Idee finde ich aber immer noch ganz süß, daher versuche ich es vielleicht im nächsten Jahr einfach nochmal. Und dann in schön.

 

Eine Weihnachtskugel mit Schneemänner-Fingerabdrücken, wie süß! Und einfach! Und die blaue Kugel lag sowieso unbenutzt herum, passt ja. Öh, ja genau…

Quelle: happyhomeblog.de
Quelle: happyhomeblog.de
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Unser Schneemann hat es offenbar eilig

Muss dem kleinen Kaaskop nochmal erklären, was „Finger nicht bewegen“ bedeutet…

 

Auch das Tannenbaumstempeln mit einem zurechtgeschnittenen Spülschwamm führte nicht zum erhofften Ergebnis;

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest
Unser Werk
Unser Werk

Die Form meines Baums war wohl einfach nicht einfach genug. Als ich bei meinem Vater klagte, dass das nicht geklappt hat, empfahl er Kartoffeldruck. Aber das hab ich auch schon mal versucht: ich hatte die Kartoffel nach dem (mühsamen) Schneiden nicht trocknen lassen, sodass sie beim Stempeln wegen der austretenden Kartoffelschmiere immer wegflutschte. Pff.

Eigentlich dachte ich immer, ich wäre ganz gut im Basteln. Aber die Beweise sprechen jawohl eindeutig dagegen… *schnüff* Positiv betrachet: Immerhin habe ich jetzt schon mal geübt, sodass es im nächsten Jahr hoffentlich besser klappt!

Wie ist das bei euch, kommt beim (Nach)Basteln das raus, was ihr euch vorgestellt hattet?

 

 

 

 

 

Besuch von Oma

Wie ich beim letzten Wochenrückblick erzählt hatte, war die Oma aus Deutschland letztes Wochenende da. Vom Wochenende hatte ich ja berichtet, aber vom Oma-Mamamontag noch nicht. Wir haben unter anderem gebacken: es sollte ein schicker Kirsch-Quark-Schneckenkuchen werden. Geworden ist es leider eher…ein Unfall in einem Tunnel. Das kommt davon, wenn man sich nicht an die Anweisungen hält und auf das Tuch zum Ausrollen verzichtet! Eigentlich hätte ich es besser wissen sollen, aber tja, man hat so seine dummen Momente. Das Rezept war im Grunde ein einfacher Quark-Öl-Teig, mit Vanillepudding und Kirschen bestrichen, aufgerollt und in Scheiben in einer Fettpfanne zum Kuchen zusammengebacken. War recht lecker, aber auch keine geschmackliche Sensation.

Wie dem auch sei: wir der kleine Kaaskop hatte Spaß. Er durfte den Mixer halten, das Mehl in die Schüssel löffeln, Quark naschen und die Kirschen auf den Pudding plumpsen lassen. Fand er toll!

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Leider klappte dann das Aufrollen total nicht, die Füllung brach durch den Teig, der an der Arbeitsplatte festklebte und am Ende habe ich die Missgeburt frustriert energisch in einem Stück in die Form gepfeffert.

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Wie peinlich für eine recht erfahrene Hobbybäckerin wie mich…

Ansonsten haben wir viel mit der neuen Eisenbahn gespielt, bei der die Brücke nicht so schnell einstürzt, ein neues Duplo-Haus gebaut und gemalt. Und zwar am Adventskalender.

Ich hatte nämlich auf Pinterest eine Bastelidee mit einem Weihnachtsbaum aus Klopapierrollen gesehen, die ich ganz toll fand. Nur hab ich nicht geguckt, ob da eigentlich eine Anleitung dabeistand, ich dachte, die brauche ich nicht. Klopapierrollen anmalen, zusammenkleben, füllen, fertig. Aber so einfach war das natürlich nicht! Das Anmalen (gemeinsam mit dem kleinen Kaaskop) machte ja noch Spaß, aber dann wusste ich nicht, wie ich die Enden zukleben konnte. Nachdem ich in mühsamer Kleinarbeit (meine Mutter und der große Kaaskop haben geholfen) 24 Kreise mit Laschen ausgeschnitten und aufgeklebt hatte, stellte ich fest, dass das Scheiße aussieht. Aufgeben wolte ich aber auch nicht, und so riss ich die Papierkreise wieder ab und klebte die Rollenenden mit Malerkrepp zu. Das ich dann noch anmalen musste.Seufz. Ich und meine tollen Ideen immer…

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Nächstes Jahr gibt es einen gekauften mit Schokolade!

 

 

Unser erstes „richtiges“ Ostern

„Wenn die Nonnen in den Klostern, dann ist Ostern.“ hat meine liebe Omi meinem Vater zufolge immer gerne gesagt. Die Uromi des kleinen Kaaskop ist leider nicht mehr unter uns, aber der Opi (mein Vater also) war über Ostern zu Besuch. Das war für den kleinen Mann etwas ganz besonderes, denn da dieser Opi in Deutschland wohnt (gute 7 Stunden Autofahrt entfernt), sieht er ihn nicht oft.

Letztes Jahr war B. zu Ostern noch nicht einmal 1,5 Jahre alt und das mit dem Eiersuchen hat er noch nicht so geschnallt. Das gut sichtbar versteckte Ei im Bücherregal fand er erst nach hartnäckigem Draufhinweisen meinerseits und dann hat er nur das hier damit gemacht:

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Dieses Jahr ist er ja aber endlich alt genug für ein richtiges Osterfest mit allem drum und dran, juchu! Zwar bin ich eigentlich gar nicht so ein Osterfan, aber was macht man nicht alles für seine Kinder, nä? (Wie der gute alte Rolf ja singt: „Ohne dich käm hier der Osterhase nie mehr vorbei..“) Irgendwie muss man die lieben Kleinen ja auch beschäftigen und wenn ich’s nicht tue,  kümmert sich hier sowieso keiner um die Osterdeko. Mama muss Ostern machen, sozusagen. Der kleine Kaaskop und ich fingen also frühzeitig mit dem Osterbasteln an:

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Am Ostersamstag schmückten wir (na gut: ich) noch schnell ein paar paastakken (Osterzweige):

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Wie ihr seht, hängen da nur ein paar billige unechte Eier drin. Zum Eierausblasen lasse ich mich nicht herab, denn erstens ist der kleine Kaaskop für so leicht zerbrechliche Basteluntergründe wirklich noch zu klein, zweitens habe ich voll keinen Bock auf solche Schweinereien und drittens scheint das hier in Holland sowieso unüblich zu sein. Wär mir gar nicht mal aufgefallen, wenn der große Kaaskop nicht beim x-ten Mal Gucken der DVD-Folge „Conni und der Osterhase“ an der Eierausblasstelle angemerkt hätte, dass er das lustig fände und er das gar nicht kenne. Da er allerdings als Kind auch nie mit seiner Mutter Kekse gebacken hat, konnte ich daraus noch keine kulturunterschiedbezogenen Schlüsse ziehen. Ich habe also eine kleine Privatumfrage gestartet und siehe da: weder meine beste Freundin hier noch meine Kollegen haben jemals ausgeblasene Eier bemalt, immer nur hartgekochte. Wie es scheint, ist es bei den Niederländern also wohl wirklich nicht üblich, Eier auszublasen.  Jippie! Diese Sitte übernehme ich dann mal nur zu gerne, haha!

Am Nachmittag gab es eine andere Art selbstgemachte Eier: leckere zitronige Ostereier.

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Außerdem gingen wir bei schönstem Wetter auf den Spielplatz:

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Am Ostersonntag war unsere „Tischwiese“ aus Kresse (eine aus der Conni-Osterfolge geklaute Idee) erfreulicherweise doch schon grün, sodass der kleine Kaaskop sie mit Filzblumensteckern verzieren konnte:

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Nach dem Frühstück wurden natürlich erstmal Eier gesucht:

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Der Opi-Osterhase hatte ein tolles Lego-Buch gebracht:

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Danach zog die Meute in den Park, zum Spazierengehen in der Sonne und auf den Spielplatz, damit ich in Ruhe meine Hummeltorte fertigmachen konnte. Das Ergebnis könnte ich glatt für Pinterest Fail nominieren, nur hatte ich die Idee nicht von Pinterest und soooo schlecht war sie eigentlich auch wieder nicht geworden – ich hatte NUR vergessen, gelbe Lebensmittelfarbe zu kaufen, es waren statt drei nur zwei Böden aus dem Teig rausgekommen, die Hummeln waren für meine leicht gestressten Zitterfinger zu frickelig und ich hatte keine Himbeeren oder Minze für oben drauf gekauft:

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Zum Glück war sie trotzdem sehr lecker, mit der Mango-Frischkäsecreme und dem Schokobiskuit! Die Schwiegermutti hat abends sogar freiwillig ein Stück mitgenommen (ab Kaffee+Kuchen-Zeit waren die anderen Großeltern auch hier).

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Spielen, Quatschen und Abendessenmachen. Der kleine Kaaskop hatte mal wieder keinen Mittagsschlaf gemacht und war nach so einem spannenden Tag entsprechend doppelt aufgedreht vor Müdigkeit. Als ich ihn ins Bett brachte, fielen ihm beim Vorlesen schon fast die Augen zu und in seinem Bettchen war er ratzfatz eingeschlafen. Jetzt noch den Abwasch erledigen, die Schokoeierflecken aus dem Sofa schrubben und dann kann der Osterhase mich mal. Morgen werden wir GAR NICHTS tun, so! Gute Nacht!

PS. Ich hab übrigens gestern herausgefunden, dass in Belgien nicht der Osterhase kommt, sondern dass Osterglocken (nicht die Blumen, sondern echte Glocken) über die Stadt fliegen und Schokoeier für die Kinder fallenlassen. Die Holländer haben wohl doch recht: die Belgier ticken nicht richtig…

 

 

 

Wie eine tolle Bastelidee den Bach runterging

Auf der Expat-Kindergeburtstagsparty neulich hatte ich im Wohnzimmer eine schöne Bastelidee entdeckt, ein simpel zu machendes und süßes Bild zum Verschenken an liebe Menschen. Da der kleine Kaaskop nach seiner Ohr-OP letzte Woche ein paar Tage drinnenbleiben musste, nutzte ich die Gelegenheit, das mal auszuprobieren. Schließlich hatte sein Onkel bald Geburtstag und ich alles Material im Haus: eine Hobby-Leinwand (z.B. 20×20), Farben (Finger-, Wasser- oder Acrylfarben) und etwas Malerkrepp oder Washi-Tape/Maskingtape.

Die Idee ist folgende: man klebt mit dem Tape den Namen des „Empfängers“ auf die Leinwand und das Kind lebt sich mit den Farben aus. Anschließend entfernt man das Tape et voilà: der Name leuchtet einem vor einem kunterbunten Hintergrund entgegen. Noas Papa hat sich bestimmt über sein „Dada“-Bild in zarten Rosa- und Lilatönen gefreut. Aber ob Onkel S. über sein Bild so happy sein wird?

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Nein, glaube ich auch nicht!

Aber da leicht zu erkennen war, wo der Fehler lag, haben wir es nochmal versucht. Diesmal habe ich dem kleinen Kaaskop nicht die ganzen Farbtöpfe hingestellt, sondern nur eine kleine Menge Fingerfarbe. Er hatte nämlich mit dem Finger bis auf den Boden der Tiegel gelangt und dann richtig dicke Klekse auf die Leinwand geschmiert. Bevor er dann auch noch alles mit der flachen Hand großflächig zu einer Farbe vermischte, sah das gar nicht mal so misslungen aus. („misslungen“ in Mamas Vorstellung, nä! B. machte das Ganze Spaß, er bastelt gerne.) Aber danach konnte ich nicht mehr mal sehen, wo das Tape war, deshalb hab ich mit einem Plastiklöffel etwas Farbe wieder weggekratzt. Dadurch entstanden auch hübsche Reliefs, durch die man hier und da eine andere Farbe durchschimmern sah.

Beim zweiten Versuch nahm ich Malerkrepp, aber da das etwas breiter war, passten nicht alle Buchstaben drauf, deshalb hab ich die Vokale weggelassen. Erhöht auch den „Kunst-Faktor“, haha! Auch diesmal ging es anfangs ganz so, wie ich es mir vorgestellt hatte.

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Doch als dann wieder großflächiger geschmiert wurde, habe ich mich im Interesse der Ästhetik des Ergebnisses eingemischt und mit anderen Farben mehr Vielfalt auf die Leinwand getupft. Am Ende kam das hier dabei heraus:

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Immer noch nicht ganz, was mir vorschwebte, aber gar nicht mal so schlecht, oder? Und ach, wer weiß, vielleicht hat bei Noas schönem Bild ja auch jemand anderes seine Hand im Spiel gehabt…

 

 

Adventskram

Mit einem Tag Verspätung hatte ich am 2.Dezember übrigens dann doch endlich B.’s ersten Adventskalender fertig! Einen kaufen wollte ich nicht, denn mit Schokolade warten wir lieber noch (und man findet in Holland auch nur schwer schöne Adventskalender, denn die Niederländer sind ja nicht so weihnachtsgesinnt wie die Deutschen). Eigentlich wollte ICH die Säckchen nähen, aber mangels Talent und Zeit haben das meine Mutter und Schwester übernommen, die Lieben! Gefüllt habe ich die Säckchen mit snack size-Schachteln Rosinen, Keksen, Aufklebern, einem Spielzeugauto, Stempeln, einem kleinen Malbuch, u.Ä.

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Am liebsten hätte ich die Säckchen (oder heißt es „Beutelchen“?) ja an einen richtigen Ast gehängt, aber den hatte ich nicht zur Hand. Daher habe ich einfach eine Metallstange aus dem Schuppen mit Alufolie umwickelt und die Säckchen daran gehängt. Eine Aufhängmöglichkeit im Haus konnte ich so schnell nicht finden, und deshalb liegt das Ding (wie lieblos von mir!)  vorläufig im Bücherregal und halten wir es B. abends hin, damit er sich ein Säckchen aussuchen kann. (Hatte keine Zeit, noch Nummern drauf zu schreiben..Und morgens muss es auch meistens schnell gehen, deshalb machen wir das halt abends.)

Ganz kapieren tut B. wohl nicht, wozu der Kalender dient. Aber egal. Mama wollte einen Adventskalender für ihren kleinen Jungen, Mama hat einen gekriegt. Und nächstes Jahr gibt es ihn dann in schön!

Ebenfalls nächstes Jahr in schön: das Adventsgesteck. Mein Schwesterherz hatte für mich bei Tchibo (wie ihr vielleicht wisst, bin ich großer Tchibo-Fan) so ein Gesteckdings gekauft, in das man selber Dekosachen reinlegen kann. Und das hab ich am 2. abends dann auch noch schnell gemacht. Ist nicht so toll geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber das hat man davon, wenn man sich nicht rechtzeitig um Grünzeug und dergleichen kümmert! A. fand es jedenfalls hübsch (sagte er zumindest…):

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Ach, besser als nichts!

Kreative Mama

Weil B. mittlerweile eines der ältesten Kinder in der Babygruppe seiner Kita ist und die Erzieherinnen fanden, dass er schon jetzt zur den „Großen“ (2-4 Jahre) befördert werden könnte, geht er seit dem 1. September in eine andere Gruppe. Zuerst musste ich ganz schön schlucken, dass mein kleiner Junge nicht mehr zu den Kleinen gehören sollte. Die Gruppe (einschließlich Erzieherinnen) war auch mir so vertraut geworden! Und ich fand die kleine Fenna aus seiner Gruppe so süß. Mit der verstand B. sich immer super, die beiden waren immer ganz begeistert, wenn sie einander sahen. Hoffentlich wird sie, wenn sie 2 wird, auch ein kleiner Papagei, dann sind sie ab Anfang nächsten Jahres wieder in derselben Gruppe. (Merkt ihr was? Mama K. übt sich als Kupplerin. Hihi!)

Jedenfalls musste B. von den anderen kleinen Giraffen (so heißt seine alte Babygruppe) Abschied nehmen. Und dann gibt man einen aus. In Deutschland ist das andersrum, oder irre ich mich da? Naja, wie dem auch sei, ich hab vor B.’s letztem Tag bei den Giraffen mal mein Gehirn zermartert und im Internet nach Ideen für möglichst gesunde Leckbissen gesucht. Das süße Zeug heben wir uns mal lieber für später auf. Und ich wurde fündig! Auf der Website party-kids.nl fand ich in der Rubrik gezonde traktaties (gesunde Leckerbissen zum Ausgeben) eine Giraffendruckvorlage, die man mit Miniwürstchen und Käsestücken (mithilfe eines Apfelbohrer schön rund gestochen) oder Frühstückskuchen (den essen die Holländer das ganze Jahr über, nicht nur in der Weihnachtszeit) und Ananas oder so an Holzspießen befestigt, sodass man essbare Giraffen erhält.

Weil die Kinder, mit denen B. in der Kita spielt, alle an unterschiedlichen Tagen da sind, und ich auch die Kindern bedenken wollte, die donnerstags (B.’s letzter Tag) nicht da sind, wollte ich aber etwas auf die Spieße stecken, das nicht gekühlt werden muss oder schnell austrocknet. Wieder das Gehirn zermartert… und mir fiel etwas ein! *freu* Datteln und getrocknete Abrikosen. Das Ergebnis seht ihr hier:

DSCN5820 Die gedruckten, (abends vorm Fernseher gemeinsam mit A.) ausgeschnittenen und auf der Rückseite mit einem Abschiedsgruß von B. beschriebenen Giraffenköpfe.

DSCN5821 Kurz trocknen lassen…. et voilà!

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Sieht doch gut aus, oder? B. machte große Augen, als er den Korb morgens in der Küche stehen sah. Und ich bekam nachmittags Komplimente von der Erzieherin („Alle fanden es superlecker!“) und vom Vater eines anderen Jungens aus B.’s Gruppe, der auch vorzeitig zum Papagei befördert wird. Er meinte: „Ich hab gerade gehört, dass Tiemen zum ersten Mal in seinem Leben Datteln gegessen hat – und sie tierisch lecker fand!“ Na, sowas hört frau doch gern!

PS. Nun muss ich dazu sagen, ich bastel gerne solche Leckerbissen. Ich habe schon ganz viele Ideen für B.’s zweiten Geburtstag gesammelt. Beim ersten gab’s einfach verzierte kleine rote Äpfel: als Stiel aus grünem Tonpapier geschnittene Blätter mit einer Botschaft drauf um Zahnstocher festtackern und die Stiele oben in die Äpfel stecken (neben dem echten Stiel). Apfel an zwei Seiten mit einem Smiley-Sticker bekleben – fertig. Sah auch süß aus. Damals war der Baby-Anteil in der Gruppe noch viel höher, und ich vermutete, dass bei den meisten Kindern die Eltern die traktatie essen würden… Und aus ’nem Apfel kann man dann ja auch Obstbrei machen, ha!