Wie war das eigentlich mit der #SummerToDoList?

Heute morgen habe ich dann mal die Winterjacke vom Dachboden geholt.Magere 3 Grad waren es hier in Holland, brrr. Tja, jetzt ist der Sommer wirklich vorbei… Weil ich Listen mag, wollte ich am Anfang des Sommers eigentlich bei der Blogparade von feiersun mitmachen, aber dann kam ich wieder nicht zu Potte, der Sommer war plötzlich schon halb rum und meine Liste mit 10 Dingen, die ich diesen Sommer gerne machen würde, blieb unveröffentlicht. Schade. Aber ich habe trotzdem mal abgehakt, was ich im Sommer 2016 wirklich gemacht habe und das Ergebnis ist gar nicht mal so schlecht:

  • Eine Pfannkuchentorte backen wie bei Petterson & Findus √
  • Am Strand Pommes essen √
  • Mit Freunden im Garten grillen (√)
  • Nur mit dem großen Kaaskop zum Essen ausgehen
  • An den Baggersee fahren
  • Ein Familienfoto machen (lassen)
  • Einen Strandkorb mieten √
  • Mindestens ein Buch auslesen √
  • Ausgiebig shoppen gehen, ohne auf die Uhr gucken zu müssen √
  • Ausschlafen √

Hach ja, mein Sommer war schön – trotz allem Gemecker im Juni, als es so aussah, dass der Sommer dieses Jahr ausfällt! Richtig genossen habe ich das Lesen. Das war früher mein liebstes Hobby und erstaunlicherweise habe ich in diesem Sommer wirklich viel gelesen. Wie ihr schon auf Instagram gesehen habt, unter anderem den dicken Schinken „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs. Außerdem „Paris ist immer eine gute Idee“ von Nicolas Barreau, „Shopaholic to the rescue“ von Sophie Kinsella, „Das geheime Vermächtnis“ von Katherine Webb und „Kalter Grund“ und „Engelsgrube“ von Eva Almstädt (Band 3 und 4 liegen schon bereit!). „Altes Land“ von Dörte Hansen habe ich schon vor dem Sommer gelesen, aber falls ihr noch was zum Schmökern an kalten Herbstabenden sucht, kann ich das Buch auch sehr empfehlen!

Ich freue mich jedenfalls, dass ich endlich die im Sommerurlaub geshoppten Klamotten anziehen kann. Dafür war der herrliche Altweibersommer nämlich zu warm! Und wenn mir morgen auf dem Fahrrad wieder kalt sein sollte, mache ich mir einfach ein paar warme Gedanken und denke an den schönen Sommer zurück:

Werbeanzeigen

Ein Tag in Artis Amsterdam

Am Himmelfahrtstag waren wir mit Freunden aus Amsterdam verabredet, um gemeinsam in den Amsterdamer Zoo Artis zu fahren. Wie viele Amsterdamer Familien haben unsere Freunde S. und W. ein Jahresabo, sodass sie auch mal zwischendurch kurz mit den Kindern in diese grüne Oase fahren können. Bei 19,95 Euro Eintritt für Erwachsene rechnet sich so ein Abo (75,95 Euro p.P.) ja schon schnell. Weil die beiden gratis Eintrittskarten für uns hatten, mussten wir nur die 16,95 Euro für den kleinen Kaaskop bezahlen, ganz schön teuer für einen Dreijährigen, fand ich! Eine Viertelstunde anstehen mussten wir auch dafür. Naja, ist halt Amsterdam, es war schönes Wetter und Feiertag!

Kurz hinterm Eingang investierten wir 2 Euro Pfand in einen Leihbuggy, weil der kleine Kaaskop da unbedingt reinwollte und wir die Dinger so witzig fanden. Er rief die ganze Zeit „brummbrmm!“, haha! Er ist aber auch viel selbst gelaufen, weil alles so interessant war.

IMG_0011 IMG_0021

Wie ihr auf dem zweiten Foto seht, war es ziemlich voll. Besonders groß ist Artis auch nicht, ebenso wenig wie die Tiergehege. Vor allem das Elefantengehege fand ich arg klein. Aber es wird auch gerade Geld gesammelt, um den Parkplatz des Zoos zum Elefantengehege umzubauen. Insgesamt merkt man schon, dass Artis ein alter Stadtzoo ist. Die vielen Palmen und verschnörkelten Eisengitter weckten bei mir Assoziationen mit der Kolonialzeit. Schön grün war es auch, kein Wunder, dass im Sommer die Rasenflächen des Zoos mit picknickenden Pärchen und Familien übersäht sind, wie W. mir erzählte!

IMG_0046 IMG_0047

IMG_0013 IMG_0017 IMG_0041

An manchen Stellen war die Grenze zwischen Zoo und Amsterdamer Innenstadt verschwommen, irgendwie ziemlich cool!

IMG_0045 IMG_0054  IMG_0066 IMG_0067

Am schönsten fand ich übrigens das Schmetterlingshaus. Riesige Schmetterlinge, handgroß, wirklich toll! Dummerweise erwischte man sie nur schwer mit der Kamera beim Herumflattern, und wenn sie dann mal irgendwo saßen, klappten sie ihre Flügel zusammen.Ein paar schöne Fotos hab ich trotzdem machen können.

IMG_0032 IMG_0031  IMG_0034  IMG_0038

Zum Schluss gab es noch ein Eis und eine Kletterstunde auf dem zooeigenen Spielplatz. Und im Shop kam ich nicht an Zebra-Handpuppen-Socken für den kleinen Kaaskop und zwei sehr coolen Büchern vorbei: eins über Tiere (wusste gar nicht, dass es sooo viele verschiedene Arten Tiger und Krokodile gibt!) und eins über die Natur. Der kleine Kaaskop ist zwar noch etwas zu klein für diese Bücher, aber da der große Kaaskop keine Amsel von einer Elster unterscheiden kann, brauchten wir sie einfach schon jetzt, haha! Das Naturbuch ist übrigens aus dem Deutschen übersetzt, wie ich zuhause sah! Mal gucken, ob ich das irgendwo gebraucht auftreiben kann, damit wir alles in beiden Sprachen haben und ich nicht alle mir unbekannten Tier- und Pflanzennamen im Wörterbuch raussuchen muss.

Mein erster Naturführer (Angelika Lenz)
Mein erster Naturführer (Angelika Lenz)

Alles in allem fand ich Artis zwar interessant und sehenswert, aber es ist definitiv nicht mein Lieblingszoo. Von uns aus ist der Dierenpark Amersfoort zum Glück nicht weit, den finde ich persönlich angenehmer, weil er großzügiger angelegt ist, mehr auf Familien mit Kindern ausgerichtet und nicht so überlaufen. Billiger ist er allerdings nicht..

Kleine Memo an mich selbst: beim nächsten Zoo-Besuch besser auf die Hygiene achten! Ich vermute jedenfalls, dass der kleine Kaaskop sich mangels Händewaschen vorm (Eis-)Essen das fiese Spuck-Virus eingefangen hat, das ihn und uns die folgende Nacht um den Schlaf gebracht hat.. Zum Glück ging es ihm im Laufe des Freitags wieder besser! Hart im Nehmen, der kleine Kerl!

Wart ihr schon mal in Artis? Habt Ihr einen Lieblingszoo oder vielleicht sogar ein Zoo-Abo?

Was kann mein Kind schon können?

Diese Frage stelle ich mir öfter, wie ich ja schon hier erwähnte. Der Tipp mit dem Wellenschneider und Learning Tower à la Montessori, den ich nach diesem Post bekam, hat mich dazu inspiriert, mich doch noch mal genauer mit Montessori-Pädagogik zu befassen. Ich hab zwar meistens wenig Zeit bzw Lust, mich mit Erziehungstheorie zu befassen, und das GU-Buch „Kinder gezielt fördern“, das ich mir voller guter Vorsätze bereits in der Schwangerschaft gekauft hatte, steht immer noch ziemlich ungelesen im Bücherregal. Das liegt aber größtenteils schlicht daran, dass dort wenig konkrete Tipps für kleinere Kinder (unter 3) drinstehen.

Warum ich sage: „doch noch mal“? Vor einigen Wochen habe ich in der Bücherei per Zufall ein Buch gefunden, das mich allein schon vom Titel her so ansprach, dass ich es spontan ausgeliehen hab. Es ist von Maja Pitamic, der deutsche Titel heißt wohl (Google sei Dank): „Zeig mir mal, wie das geht!“ Da steht ausführlich drin, wie man seinem Kind beibringt, sich die Schuhe anzuziehen, mit der Schere zu schneiden usw. Spielerische Experimente sind auch drin. Das einzige, was mich als Control freak und Regelbeachter etwas irritiert, ist das Fehlen von Altersangaben. Das ist zwar dem Vorwort zufolge Absicht, aber ich neige offenbar eh schon dazu, vom kleinen Kaaskop zuviel zu erwarten, daher würde ich mich doch zumindest eine ungefähre Altersangabe wünschen. Aber gut. Nach diesem Buch werde ich jedenfalls mal gucken, wenn ich das nächste Mal in good old Germany bin.

Das einzige Problem, das ich hervorsage, ist Folgendes: Ausgangspunkt ist, wie der deutsche Titel von Pitamics Buch ja schon sagt, dass man seinem Kind vormacht, wie das geht. Schön, logisch, an mir soll’s nicht liegen. Aber! Der kleine Kaaskop hat für sowas scheinbar total keine Geduld! Ich hab schon öfter probiert, ihm etwas vorzumachen, und jedesmal, wenn ich sagte: „Soll ich dir mal zeigen, wie das geht? Guck mal…“, dann wurde der kleine Mann wütend, schmiss alles hin und stiefelte weg oder fing an rumzuplärren. Vielleicht sollte ich nicht mehr meine Hilfe anbieten, wenn er von sich aus etwas versucht und es nicht klappt, sondern versuchen, ihm etwas beizubringen, wenn er es nicht schon erfolglos selbst probiert? Ich hab nämlich den Eindruck, er will keine Hilfe brauchen müssen.

Neulich wollte er sich seine Schuhe und Socken selbst ausziehen, und das kann er eigentlich. Aber irgendwie klappte es nicht. „Mama, kan niet!“ rief er wütend und traurig zugleich. Als ich dann näherkam und ihm helfen wollte, fing er aber an rumzuzicken, also ging ich aus dem Zimmer, nachdem ich in beruhigenden Tom gesagt hatte: „Doch, du kannst das doch!“ Und siehe da: kurz darauf ein triumphierendes: „Mama, kan wel!“ (Mama, kann doch!)

Hätte ich mir eigentlich denken können: ich hasse es auch, wenn man mir bei etwas auf die Finger guckt! Also nicht in the heat of the moment helfen wollen, sondern einfach mal machen lassen. Wieder was gelernt. Jetzt nur noch in die Tat umsetzen!

 

Eins eurer neuen Lieblingsbücher, wetten?

Wer mich kennt, weiß, dass ich eine echte Leseratte bin! Ich lese beim Essen, beim Fernsehgucken, in Bus/Bahn, auf dem Beifahrersitz,… wann ich nur kann. Seit B. da ist, komme ich natürlich weniger zum Lesen, wenn er nicht gerade schläft. (Bitte, bitte, lass ihn noch eine ganze Weile sein Mittagsschläfchen machen!) Es kommt neuerdings leider öfters vor, dass ich Büchereibücher zu spät zurückbringe, ups! Richtig anspruchsvolle Bücher oder dicke Wälzer lese ich jetzt aus Zeitgründen weniger, aber auch in mommy-brain-freundlicher Belletristik kann man sich herrlich verlieren. Ausgezeichnete Me-time!

Da unser Stadt-Reihenhaus nicht allzu groß ist, ich aber nicht immer dem guten Geruch im Bücherladen widerstehen kann und doch hin und wieder mal neue Bücher kaufe, muss ich ab und zu im Bücherschrank ausmisten. Die Kinderbücher beanspruchen ja schließlich auch immer mehr Platz.

Eins der Bücher, die ich aber niemals wegtun werde, ist „Bet me“ von Jennifer Crusie!

Bet me

Die deutsche Übersetzung habe ich nicht gelesen, die sind ja oft nicht so schön wie das Original (ein wunderbares Anti-Beispiel ist da z.B. die niederländische Übersetzung von „Where are the children?“ von Mary Higgins Clark – aber das am Rande). Das amerikanische Original liest sich jedenfalls super. Es ist lustig, spannend, romantisch… Chick-Lit vom Feinsten! Meine Schwester hat sich gleich ein eigenes Exemplar gekauft, nachdem sie meins ausgeliehen und verschlungen hatte 🙂 Ich bekomme immer gute Laune von diesem Buch. Falls ihr also auch gerne mal ab und zu unrealistische aber toll geschriebene, leichte Frauenromane verschlingt, ist dieses Buch absolut empfehlenswert! Wetten, dass ihr es genauso toll findet wie ich?!