Tüddelig, tüddeliger, ich – Mein Beitrag zu Beatrice Confuss‘ Blogparade #Alltagsfehler

Kurz vor dem Urlaub war ich merklich etwas tüddeliger als sonst. Ich legte (fast!) Dinge in den Kühlschrank, die da gar nicht hingehören. Ich packte zwar die Tüte für das Wechsel-T-Shirt in den Bürorucksack, aber ohne T-Shirt drin. Ich ging nach oben, um etwas zu holen und kam mit etwas anderem wieder nach unten, usw.  Aber da ich eine gewisse Grundtüddeligheit besitze, unterlaufen mir auch sonst im Alltag einige Schusseligheiten. Da kommt die Blogparade von Beatrice Confuss wie gerufen, mal aufzulisten, welche Fehler ich im Alltag immer wieder begehe.

  • Ich wasche mir abends die Haare, lasse das Handtuch auf der Heizung im Wohnzimmer liegen und muss dann bei der nächsten Haarwäsche erst nach unten gehen, um das Handtuch zu holen.
  • Ich merke oft erst nach dem Abschließen der Haustür, dass der kleine Kaaskop noch Frühstücksspuren im Gesicht hat. Angefeuchteter Mamafinger to the rescue! Mein Sohn geht auch (im Gegensatz zu mir) fast immer ungekämmt aus dem Haus, aber bei seinem Harry-Potter-Haar fällt das nicht auf, deshalb hab ich das aufgegeben.
  • Ich drücke gedankenverloren selbst auf den Knopf der Kaffeemaschine. Dabei weiß ich doch, dass das das Privileg des kleinen Kaaskop ist (oder seines Kuscheltiers – fragt nicht!).
  • Es regnet, ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und habe keine Regenhose/-jacke dabei. Oder ich habe die atmungsunaktive Regenjacke an, es regnet doch nicht und ich schwitz mir einen ab. Kommt genauso häufig vor.
  • Ich bringe Dinge vor dem kleinen Kaaskop in Sicherheit und vergesse dann, wo ich sie hingelegt habe. Dass wir den pakkenlikker (ein hier in Holland sehr beliebtes Utensil zum Ausschaben von Joghurt-/vla-Tetrapacks) nach wöchentlicher Unauffindlichkeit in der Playmobilkiste wiederfanden, war aber nicht meine Schuld. Echt nicht!
  • Ich erwähne etwas Konkretes, das wir heute vielleicht noch tun/unternehmen könnten (z.B. Kuchen backen, an den Baggersee fahren, zum Streichelzoo radeln), dann wird aus Gründen doch nichts mehr daraus und der kleine Kaaskop fragt um halb fünf, ob wir das nicht noch machen können. Öhm, nee, jetzt nicht mehr, tut mir leid…
  • Ich stecke den Fotoapparat ein und dann ist nach einem Foto der Akku leer. Deshalb gibt es oft nur Smartphone-Fotos von mir.
  • Ich lasse mich vom kleinen Kaaskop überreden, erst nach der Schule (also mit ihm) einkaufen zu gehen. Da wir dann aber beide Hunger haben (trotz Snack), läuft das Einkaufen dann aber in der Regel sehr unharmonisch ab. Und natürlich will der kleine Kaaskop ein Croissant zum Mittagessen.
  • Ich entdecke erst nach dem Badezimmerputzen, dass ich mal wieder dringend meine Nägel schneiden muss. Oder ich hole dann spontan die Fingerfarben raus. Argh!

Der große Kaaskop macht übrigens auch immer wieder dieselben Fehler. Jeden (!) Abend, wenn der kleine Kaaskop auf meinem Schoß sitzt und ich noch etwas vorlese, tritt er mir beim Gutenachtkuss für den kleinen Kaaskop auf den Fuß! Und den Fahrradhelm des kleinen Kaaskop (oder schlimmer: sein Kuscheltier) hat er auch schon ein paar Mal in der Kita bzw. der BSO vergessen. Dafür kontrolliert er immer brav alle Hosentaschen, bevor er die Schmutzwäsche in die Waschmaschine schmeißt. Das vergesse ich nämlich gerne mal.

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Vereinbarkeit adé? Wenn die Firma umzieht

Wie ich neulich schon erzählte, ist mein Arbeitgeber umgezogen und mein Weg zur Arbeit deshalb doppelt so lang geworden. Doof. Bisher bin ich ja – wie es sich für einen Importkaaskop gehört – mit dem Fahrrad zur Arbeit gefahren. Das war dank eines guten Regenanzugs auch bei schlechtem Wetter kein Problem. Für Notfälle habe ich eine Reservehose, Socken und Flipflops im Büro liegen.

Längerer Arbeitsweg, mehr Stress zuhause

Seit die Firma umgezogen ist, muss ich laut Routenplaner vom ANWB (das niederländische Pendant zum ADAC) aber ganze 44 Minuten in die Pedale treten, bevor ich im Büro bin. Da ich morgens den kleinen Kaaskop zur Schule bringen muss und die Schule hier in Holland erst um 8.45 Uhr anfängt, sitze ich nun immer  erst um 9.30 Uhr an meinem Schreibtisch. Bei zwei 8-Stundentagen und zwei 7-Stundentagen würde das bedeuten, dass ich zweimal die Woche bis 18 Uhr arbeiten müsste (Mittagspause dauert eine halbe Stunde) und dann erst um 18.45 Uhr zuhause wäre. Zwar hat die Nachmittagsbetreuung bis 18.15 Uhr geöffnet und könnte der große Kaaskop den kleinen abholen, aber dann wird es mit Abendessen zu spät. Der kleine Kaaskop ist schließlich auch müde und hungrig und soll abends eigentlich auch noch in die Badewanne. Stress!

Neue Routinen

Es musste also eine Lösung her. Ein Tag Homeoffice wäre wahrscheinlich möglich, aber da zum Jahresanfang einem meiner weiter weg wohnenden (kinderlosen) Kollegen die beiden Home-Office-Tage gestrichen wurden, wollte ich das nicht sofort fordern. Voorschoolse opvang (Betreuung vor Schulanfang) dann vielleicht? Fand ich auch doof. Dann wird es morgens und abends stressig und morgens brauchen der kleine Kaaskop und ich eh schon immer so lange, um in die Gänge zu kommen…

Vorläufig sieht unsere Lösung also so aus: Der große Kaaskop übernimmt, wie vorher auch, das Bringen/Holen am Mittwoch, weil das sein freier Tag ist. An den anderen Tagen ist er raus, weil er, um diesen freien Tag zu haben, vier 9-Stundentage leistet (mit 1 Stunde Fahrtzeit). Doch halt: donnerstags hat er nur 20 Minuten Fahrtzeit und kann den kleinen Kaaskop zumindest von der Nachmittagsbetreuung abholen. Yes! Mittwochs und donnerstags werde ich also die montags und dienstags verpasste Zeit einholen. Trotzdem kann ich den kleinen Kaaskop erst um 17.45 Uhr abholen statt um 17.15 Uhr. Möp.

Weil wir abends warm essen, werden wir montags und dienstags nun nur noch Blitzrezepte kochen (und damit meine ich keine 30 Minuten sondern eher 10). Oder sonntags vorkochen. Als ob ich am Sonntagabend nicht etwas Besseres vorhätte. Bloggen, Brote schmieren, Wäsche aufhängen, den Küchenfußboden endlich mal wieder feudeln, mich durch Instagram und FB scrollen oder so. Ihr kennt das.

Neues Arbeitswegerlebnis

Dann der neue Arbeitsweg. Noch so ein Ärgernis. Denn der zieht sich nicht nur, sondern ist teilweise auch recht gefährlich. Finde ich. Nach über 10 Jahren in Holland bin ich schöne breite Radwege gewohnt und dann ist es etwas unheimlich, wenn man plötzlich eine lange kurvige Straße entlangradeln muss, auf der es keinen Fahrradweg gibt, auf der es Gegenverkehr gibt, auf der rechts und links Bäume stehen und die obendrein unbeleuchtet und ziemlich schmal ist!

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Dank Elektrofahrrad konnte ich die 44 Minuten Fahrtzeit immerhin auf ca. 30 reduzieren, aber dann ging mir heute auf halber Strecke der Motor kaputt!! Und ich sach euch: ohne laufenden Motor fährt sich so ein Elektrofahrrad sehr mühselig. SEHR MÜHSELIG.

Neues Transportmittel?

Überhaupt hatte ich in den ersten zwei Wochen ein paar Unannehmlichkeiten. Am ersten Tag kam ich an einem Sanitäter auf dem Motorad vorbei, der eine verletzte Radfahrerin verarztete. (Tolles Omen!)  Am zweiten Tag war es heiß und furchtbar schwül, sodass ich klatschnass im Büro ankam, trotz Elektrofahrrad. Am dritten Tag kam mir auf der engen Straße ein Lastwagen entgegen. Am vierten wurde ich fast von einem Auto angefahren, das einen mir entgegenkommenden Radfahrer überholte. Und heute goss es in Strömen und aus Kübeln zugleich. Mein neuer Arbeitsweg ist auch sehr windig, habe ich festgestellt… Ist doch alles doof! Die öffentlichen Verkehrsmittel sind auch keine Lösung, denn es gibt keine direkte Verbindung und ich wäre noch länger unterwegs als mit dem Fahrrad. Ich denke, es wird Zeit für ein eigene Auto, blutendes Umweltschützerherz hin oder her…. Die Zeit, die man für den Weg zur Arbeit benötigt, spielt nunmal eine wichtige Rolle bei der Vereinbarkeit von Job und Familie. Und ich merke einfach, dass mir der lange Weg jetzt schon auf die Nerven geht.

Wie kommt ihr denn zur Arbeit?

Der kleine Kaaskop und das Schwimmbad: eine Hassliebe

Es war hier in letzter Zeit mal wieder etwas ruhiger auf dem Blog; unter anderem, weil wir ein paar Tage im Urlaub waren. Letztes Wochenende haben wir endlich mal wieder eine gute alte Freundin von mir besucht, die mit Mann und Kindern in der Nähe von Hamburg wohnt und die ich viiiiel zu selten sehe. 5 Stunden im Auto tut man sich halt nicht gerne „einfach so zwischendurch“ an. Also, ich jedenfalls nicht. Wegen der weiten Fahrt haben wir vor dem Besuch auch 2 Tage in Glückstadt drangehängt. Und dort waren wir endlich mal wieder mit dem kleinen Kaaskop schwimmen! Naja, nicht ganz: in Glückstadt hatte nur das Freibad auf und ca. 3 Minuten nachdem wir den großen Zeh ins Wasser gesteckt hatten, schlug das Wetter endgültig um und es fing an zu gießen und zu stürmen. Wir flüchteten unter ein Vordach und dann unter die warme Dusche. Danach gönnten wir uns ein Eis und eine Tasse schönen heißen Tee. Weil der kleine Kaaskop sich aber so auf das Schwimmen gefreut hatte und wir am nächsten Tag noch den Vormittag überbrücken mussten, fuhren wir tags darauf ins Hallenbad in Pinneberg. Dummerweise gab es dort nicht wirklich ein geeignetes Becken für uns: das Babybecken war dem kleinen Kaaskop zu langweilig (jedenfalls wenn dort gerade keine anderen Kinder waren) und im großen Becken gab es zwar einen Nichtschwimmerbereich, aber da war das Wasser für den kleinen Kaaskop zu tief zum Stehen. Und weil er sich trotz Schwimmflügeln nicht mal auf unserem Arm rein traute, hampelte er die meiste Zeit auf der breiten Treppe rum, die ins Wasser führte. Fand ich etwas nervig, aber immerhin hatte er Spaß. Im Gegensatz zu den anderen Kindern hatten wir leider kein Wasserspielzeug (Schwimmnudeln, Reifen u.Ä.) dabei. Wir sind es nämlich von den Schwimmbädern hier in Holland gewohnt, dass sowas für jedermann benutzbar im Wasser rumliegt.

Der große Kaaskop und ich ärgerten uns ein wenig, dass der kleine Kaaskop so einen Schiss vor dem tiefen Wasser hatte, während die anderen kleinen Kinder fröhlich mit ihren Schwimmflügeln herumplanschten, ohne dass ihre Eltern sie dabei festhalten mussten. Normalerweise ist der kleine Kaaskop nicht so ängstlich. Vertraute er uns nicht? Hatte er Angst, dass wir ihn nicht gut über Wasser halten würden? Wir blieben jedenfalls nicht lange auf der Treppe im Wasser, sondern vergnügten uns stattdessen bei Pommes und Apfelschorle (hmmm, die vermisse ich hier in Holland manchmal!) in der Spielecke des Bistros nebenan. Und wir beschlossen, dass wir wirklich, wirklich öfter mit dem kleinen Kaaskop ins Schwimmbad gehen müssen. Gesagt, getan. Und ich muss sagen, dass mir unser örtliches Schwimmbad wirklich gut gefällt! Im Babybecken gab es was zum Spielen, im „Freizeitbecken“ konnte der kleine Kaaskop in der ersten Beckenhälfte stehen, es standen Schwimmbretter zur Verfügung und wenn man am Ende im brusttiefen Wasser unter einer kleinen Brücke durchging oder -schwamm, kam man zu einem größeren Becken mit einer Art Wildwasserbahn, wo man von der Strömung durch einen ringförmigen Kanal getrieben wurde, hui, das machte Spaß! Außerdem gab es noch ein Schwimmerbecken und ein Lehrbecken, das von ca. 30 cm bis ca. 1,50 m sanft tiefer wurde. Dort gab es sogar eine kleine Rutsche, die fand der kleine Kaaskop natürlich super! Er sprang auch immer wieder vom Rand mit Karacho ins Wasser und hatte eine Riesenspaß. Nur das tiefe Wasser fand er nach wie vor unheimlich. Ob wir ihn zu oft vor Wasser gewarnt haben? Hier in Holland gibt es ja viele Gewässer und ich bin immer sehr vorsichtig bis leicht panisch, wenn wir mit dem kleinen Kaaskop irgendwo in der Nähe von Gräben, Kanälen oder sonstwas unterwegs sind. Dass der kleine Kaaskop seit seinen vielen Mittelohrentzündungen und dem Einsetzen der Paukenröhrchen absolut kein Wasser in den Ohren oder im Gesicht mag, hilft auch nicht gerade. Immerhin traute er sich am Ende auch einmal auf so einem Schwimmbrett durch die Wasserbahn, auf meinem Arm durchs „Tiefe“ und er musste auch nicht weinen, als er einmal beim Inswasserspringen mit dem Kopf untertauchte. Weil der große Kaaskop sich im Gegensatz zu mir gerne in Schwimmbädern aufhält, haben wir beschlossen, dass die beiden ab sofort öfter mal am Papafreitag ins Schwimmbad gehen, damit der kleine Kaaskop seine Scheu vor dem tiefen Wasser und Wasser im Gesicht verliert. Wir werden ihm auch neue maßgefertigte Ohrstöpsel anfertigen lassen, damit die Öhrchen trocken bleiben.

Wahrscheinlich sind auch die von unserem Schwimmbad angebotenen auf den „richtigen“ Schwimmkurs vorbereitenden Schwimmstunden für Kinder ab 4 eine gute Idee. Die sind zwar mittwochnachmittags, das heißt, wir müssten ab Januar unseren Mama- bzw. Papatag ändern, aber das ist es mir wert. Das erste niederländische Schwimmabzeichen ist nämlich im Vergleich zum deutschen Seepferdchen ziemlich hardcore und es ist keine Seltenheit, dass Kinder länger als 1 Jahr jeden Samstag zum Schwimmkurs gehen, bevor sie die Prüfung bestehen! Ich hab das mal gegoogelt: für das Seepferdchen (Frühschwimmer) muss man vom Beckenrand ins Wasser springen, 25 m schwimmen und in schultertiefem Wasser einen Gegenstand vom Boden holen. Für das erste niederländische Schwimmabzeichen, das A-Diplom (es gibt noch B und C) muss man hier in Holland Folgendes tun: bekleidet (in T-Shirt, knielanger Hose und Schuhen!) ins Wasser spingen, 15 Sekunden „Wassertreten“ (=sich ohne Hände nur durch Fußstrampeln über Wasser halten),12,5 m Brustschwimmen, unter einem Band durchtauchen, 12,5 m Rückenschwimmen UND danach in Badekleiding (am liebsten mit Kopfsprung) ins Wasser springen, ohne vorher aufzutauchen 3 m unter Wasser schwimmen und durch ein Loch hindurch, 50 m Brustschwimmen, 50 m Rückenschwimmen, 15 Sekunden auf der Brust im Wasser treiben, 15 Sekunden auf dem Rücken treiben, 50 m Brustschwimmen, 50 m Rückenschwimmen, 5 m Brustkraulschwimmen für Anfänger, 5 m Rückenkraulschwimmen, 60 Sekunden „Wassertreten“ und sich dabei 2-mal um die Längsachse drehen.

Im Ernst! Mit 5-6 Jahren! Bisschen übertrieben, wie mir scheint… Ich meine, in erster Linie geht es doch erstmal darum, dass das Kind sich eine Weile über Wasser halten und zum Rand schwimmen kann. Wozu müssen die Kinder mehrere Schwimmtechniken lernen, bevor sie einen schriftlichen Beweis bekommen, dass sie schwimmen können?! Auf der Website des Schwimmbads steht, dass es sehr wichtig ist, dass man Spaß am Schwimmen hat. Und dass die Kinder auf spielerische Weise lernen unterzutauschen, zu treiben, sich vom Rücken auf den Bauch zu drehen, beim Schwimmen richtig zu atmen, ins Wasser zu springen und wieder rauszuklettern. Klingt ja ganz gut, aber trotzdem. Diese Liste für die Schwimmprüfung oben finde ich recht beeindruckend. Für den Anfang reicht doch einfaches Brustschwimmen,oder? Wie seht ihr das? Ich hab da jedenfalls jetzt schon keinen Bock drauf. Aber muss ja sein… Ohne Das A-Diplom dürfte der kleine Kaaskop bei Schulausflügen ans Wasser nicht mit und müsste er, auch wenn er die Anforderungen des deutschen Seepferdchens schon längst erfüllte, im Schwimmbad ständig mit Schwimmflügeln rumlaufen. Doof.

Ich hoffe, dass der kleine Kaaskop durch die geplanten Schwimmfreitage mit Papa seine Aversion gegen Wasser im Gesicht schon mal verliert und gerne schwimmen lernen möchte. Wie Conni und Max. (Ja, ich hab bereits mit Pixi-Bücher-Propaganda angefangen!) Sonst wird der Schwimmkurs, wenn es soweit ist, wirklich zur Qual. Und so einfach wie Conni und Max wird der kleine Kaaskop es nicht haben…

7 Tage – 7 Bilder

Auch diese Woche wieder etwas verspätet mein Wochenrückblick in 7 Bildern.

Am Montag weihten wir die neue eigene Seife des kleinen Kaaskop ein. Weil er sich oft gegen das Händewaschen sträubt, durfte er sich eine eigene, etwas attraktivere Seife aussuchen. Und was soll ich sagen? Die „princessenzeep“ wirkt! (Das Dora-Schaumbad gab’s aus ähnlichem Grund dazu. Wirkt auch super.)

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Am Dienstag Arbeit und Kita, nix Besonderes.

Am Mittwoch hatten wir mal wieder ein klassisches ParentsFail. Der kleine Kaaskop durfte ein paar Duplo-Figuren mit ins Bad nehmen. Warum nicht?, dachten wir uns. Leider fing der kleine Rabauke Kaaskop irgendwann an, aufzustehen und sich dann wieder ins Wasser plumpsen zu lassen. Natürlich versuchten wir ihn zu überreden, das zu unterlassen, aber weil es gar nicht mal so sehr spritzte, taten wir das wohl nicht wirklich überzeugend genug und wurden wir ignoriert. Bis die unterm Schaum vergessene evil Schildkröte ihre Anwesenheit subtil bemerkbar machte dem Geplantsche gnadenlos ein Ende bereitete! Der kleine Kaaskop plumpste genau mit dem Popo drauf, autsch! Eine blutige Schramme und ein blauer Fleck waren das Ergebnis… Ab sofort keine Duplos mehr mit ins Bad!

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Am Donnerstag kam ein kleines Playmobil-Päckchen für mich an. Jawohl für mich! Ich hatte nämlich irgendwo gelesen, dass Playmobil in Zusammenarbeit mit dem Rijksmuseum „Het melkmeisje“ von Vermeer produziert hat, und die musste ich einfach haben. Gibt’s im Rijksmuseum Shop oder bei Playmobil.nl

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Am Freitag musste der große Kaaskop wieder einige Dinge für’s neue Haus abholen und damit der kleine Kaaskop nicht den ganzen Tag im Auto mit rumgeschleppt wird, arbeitete ich nachmittags von zuhause aus.

Am Samstag machten wir einen Ausflug nach Schiphol Amsterdam Airport. Damit der kleine Kaaskop nach Weihnachten, wenn wir nach Lappland fliegen (yay!) nicht komplett überrumpelt wird vom Flughafen, wollten wir ihm den schon mal zeigen. So ganz wie in „Connis erster Flug“ ist das ja schließlich nicht. Der kleine Kaaskop durfte auf einem Kofferkarren stehend bis zum Eincheck-Bereich fahren, die er leider nicht sehr interessant fand. Es gab dort auch nicht wirklich viel zu sehen. Also erstmal zum Restaurant an der Aussichtsterrasse und was essen, war ja schließlich schon Mittag. Da es dort auch einen schönen Spielbereich gibt, aß der kleine Kaaskop allerdings nicht viel, denn er war zu sehr damit beschäftigt, mit den anderen Kindern zu klettern und zu rutschen. Die beiden belegten Brötchen, eine Suppe und zwei Cappuccino für insgesamt Drei.Und.Zwanzig.Euro! konnten wir Eltern also alleine verputzen. Danach gingen wir raus auf die Panoramaterrasse, wo auch eine ausrangierte Fokker100 zu besichtigen war. Kinders, was wehte dort ein kalter Wind, brr! Und es roch nach Kerosin. Aber toll war es trotzdem, all die Flugzeuge, die Geschäftigkeit auf dem Rollfeld…

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Am Sonntag wurden natürlich Plätzchen gebacken und ich pfuschte noch schnell ein Adventsgesteck zusammen. Der kleine Kaaskop fand die Kerze sehr faszinierend, wir haben nämlich nie Kerzen an, wenn er wach ist. Zwischenden Sternen und Tannebäumen verstecken sich übrigens auch ein paar Autos auf dem Nikolausteller meiner lieben Omi…Boys will be boys!

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So, das war unsere Woche. Mal sehen, ob es morgen wirklich so a….kalt ist wie vorhergesagt! Der große Kaaskop meinte schon, als er nach Hause kam: „Vielleicht sollten wir doch noch schnell umbuchen und lieber in den Süden fliegen!“ Zum Glück meinte er das aber nicht ernst, denn ich freu mich schon sehr auf unseren Winterwunderlandurlaub!

 

 

 

 

 

Das poepie ins Töpfchen, das Pipi in…die Windel

Jetzt ist mir Dajana von dem schönen Blog „Mit Kinderaugen“ doch glatt zuvorgekommen und hat auch darüber gebloggt, wie das windelfreie Leben so läuft. Die Ähnlichkeiten mit der Situation bei uns sind bemerkenswert!

Denn was soll ich sagen? Es fing so gut an, aber dann…. In den ersten zwei Wochen klappte es wirklich super (außer in der Kita). Zuhause machte der kleine Kaaskop wirklich all sein Pipi auf dem Töpfchen oder WC, sein poepie sowieso, und als er einmal mit dem großen Kaaskop einkaufen war, hat er sogar im Supermarkt rechtzeitig angekündigt, dass er muss UND eingehalten, bis er auf der Mitarbeitertoilette saß! Ich war wirklich tief beeindruckt und habe mich sehr gefreut. Windeln gehen ja doch etwas ins Geld, vor allem, wenn man nur noch die teureren Windelhosen benutzt, weil der kleine Mann partout nicht mehr gewickelt werden will.

An meinem Mamamontag nahm ich das Töpfchen mit in den Park, aber obwohl ich den kleinen Kaaskop regelmäßig fragte, ob er wirklich noch nicht Pipi müsse, verneinte er immer und machte am Ende doch in die Hose. So eine Enttäuschung! Es war doch bisher so gut gegangen! Aber ich verstehe schon, dass er auf einem vollen Spielplatz Hemmungen hat, sich zwischen den anderen Kindern und Eltern aufs Töpfchen zu setzen. Immerhin kündigte er auf dem Heimweg an, dass er Pipi musste, und pinkelte dann mit meiner Hilfe gegen einen Baum. Gar nicht mal so einfach mit so einem kurzen „Pipilinchen“ (das Wort hat der große Kaaskop erfunden und leider hat sich der kleine das gemerkt…)

An dem ersten Kita-Tag nachdem wir mit dem Töpfchentraining angefangen hatten, blieb sogar da die Windel trocken, wow! Das stellte sich aber als Ausnahme heraus (siehe oben). Wahrscheinlich hatte er zuviel Ablenkung. Das geht vielen Kindern dort so: zuhause trocken, in der Kita nicht. Ich hatte aber auch nicht den Eindruck, dass die Erzieherinnen bereit waren, uns bzw. den kleinen Kaaskop beim Trockenwerden groß zu unterstützen. Die Kinder gehen zwar alle regelmäßig aufs Töpfchen, aber soweit ich weiß, fragen die Erzieherinnen nicht regelmäßig, ob er muss. Das machen wir zuhause nämlich, wenn wir glauben, dass der kleine Kaaskop vor lauter Spielen vergisst, dass er mal muss. Nach der ersten vollgepinkelten Hose am zweiten Tag hat eine der Erzieherinnen dem kleinen Kaaskop jedenfalls einfach wieder eine Windel angezogen. Schade. Keine Ahnung, was in dieser Hinsicht üblich ist in Kitas und was wir als Eltern an Unterstützung erwarten dürfen.

Jedenfalls war die ganze Töpfchensache wohl nach 2 Wochen nicht mehr so interessant für den kleinen Kaaskop. Vielleicht war er auch müde oder was weiß ich. Plötzlich ging das Pipi ständig in die Hose. An dem bewussten Samstag hatten wir um 12 Uhr schon drei nasse Hosen auf der Leine hängen, also haben wir ihm doch mal lieber wieder eine Windel angezogen.. Weil wir zurzeit wegen des Hausverkaufs, Geburtstagen usw. leider an freien Tagen viel auf Achse sind, trägt der kleine Kaaskop jetzt wieder meistens eine Windel. Zum Glück für mich macht er zumindest sein poepie ausschließlich ins Töpfchen und ab und zu kündigt er auch das Pipi rechtzeitig an. Manchmal fragt er: „Mama, heb ik een Windel aan?“ oder er hält kurz inne und sagt: „Ik heb al geplast..“ (Ich hab schon gepinkelt) Oft sind es dann aber nur ein paar Tropfen und kommt das Meiste erst, wenn ich ihn schnell aufs Töpfchen gesetzt hab.

Ach naja, das wird schon noch. Jungs sind ja oft später trocken, er wird erst im Januar 3, genug Zeit also, bevor er in die Schule kommt (mit 4!). Ich werd versuchen, den misslungenen Versuch locker zu nehmen und nicht mehr zu versuchen, den kleinen Kaaskop mit windelfreien Kita-Freunden als positivem Vorbild oder windeltragenden Babies als negativem Vorbild zum Abschiednehmen von der Windel zu motivieren. Ich hab nämlich vor Kurzem gelesen, dass das schlecht für sein Selbstbewusstsein ist, ups! Mutter werden ist nicht schwer, Mutter sein dagegen sehr. Seufz.

Pflegeurlaub, ich krieg die Krise!

Dem kleinen Kaaskop scheint es ja zum Glück besser zu gehen, die meisten Windpocken sind eingetrocknet und er verhält sich wieder normal. Auch wenn er heute abend doch wieder unter Juckreiz litt, der Arme! Hoffentlich ist es bald ganz überstanden. Und zwar hoffentlich vor Dienstag, sonst geht der Ärger mit dem Pflegeurlaub wieder los und darauf habe ich sowas von keinen Bock…

Eigentlich dachte ich ja, mein Arbeitgeber sei recht kooperativ. Das war jedenfalls meine Erfahrung mit Arztterminen u.Ä. Aber da wir vor 2 Jahren von einer Unternehmensgruppe übernommen worden sind und man offenbar fand, nun müssten wir auch einen schicken Personalkatalog mit allen offiziellen und inoffiziellen Vereinbarungen und Regeln haben, wurde Ende letzten Jahres so etwas zusammengeschustert.

Unser Betrieb ist eher klein, knapp 15 Mitarbeiter, von denen eine Kollegin für die Finanzbuchhaltung (also auch Gehalt und Urlaubstagkonto) zuständig ist. Eigentlich verstehe ich mich ganz gut mit ihr, wie mit all meinen Kollegen, aber sie fühlt sich offensichtlich gerufen, das Geld der Firma mit Argusaugen zu bewachen. Sie machte schon Schwierigkeiten, als ich zum ersten Mal Kurzzeitpflegeurlaub nehmen wollte, weil der kleine Kaaskop krank war und der große Kaaskop, der nicht wie ich immer Deadlines hat, mal nicht die Krankenpflege auf sich nehmen konnte. Erstens wusste besagte Kollegin (lassen wir sie Kollegin M. nennen) gar nicht, was für Regeln dafür gelten, denn ich bin die einzige Mutter bei uns, und außerdem schien sie der Meinung zu sein, ich solle halt Urlaub nehmen, wie sie das früher auch machen musste und wie ihre Tochter das scheinbar auch macht. Kann ja sein, dass ihre Tochter ihre Rechte nicht kennt oder bereit ist, freiwillig Urlaubstage zu opfern, obwohl sie Anspruch auf Kurzzeitpflegeurlaub hat, wenn ihr Kind krank ist und niemand anders es pflegen kann. Aber was hat das mit mir zutun?! Ich sehe nicht ein, warum ich meine kostbaren Urlaubstage, die schließlich zur Erholung gedacht sind, opfern soll, obwohl ich gesetzlich Anspruch auf zu 70% bezahlten Sonderurlaub habe, wenn mein Kind krank ist…

Dieses Mal erwartete ich keine großen Schwierigkeiten, u.a. weil ich dachte, es sei nun ein für allemal aufgeklärt, was die Regeln sind. Außerdem wollte ich nur einen halben (!)Tag, weil der große Kaaskop auch einen halben Tag Pflegeurlaub nehmen wollte. Ehrlich zwischen den Arbeitgebern aufgeteilt, dachten wir. Aber meine Vorgesetzte (lassen wir sie Kollegin J. nennen) guckte im „schlauen Buch“ nach und meinte, sie könne mir den Pflegeurlaub nicht genehmigen, weil da stehe, ich habe nur Anspruch darauf, wenn ich die einzige bin, die mein krankes Kind pflegen könne. Und ich habe ja schließlich gesagt, dass der Vater auch zuhause ist (Home Office), also sorry.

Mir ging sowas von die Hutschnur hoch! Da versucht man mit einem Tag Opa und Oma und einem halben Tag Partner, seinen Arbeitgeber möglichst zu verschonen, und dann ist das der Dank?! „Dann kann ich ja nie Pflegeurlaub nehmen! Denn das kann A.’s Arbeitgeber auch sagen, dass seine Partnerin ja auch freinehmen könne!“, hielt ich Kollegin J. entgegen. Da gab sie mir recht. Sie gab auch zu, dass sie mir den Pflegeurlaub an sich schon gönnen würde, schließlich weiß sie, dass der große Kaaskop bei früheren Krankheitsfällen meistens derjenige war, der mit dem kranken Sohn zuhause geblieben ist und dass ich außer meinen Schwiegereltern, die ja schon einen ganzen Tag und die Nacht übernommen hatten, niemanden habe, der einspringen kann. Aber dann würde sie Ärger mit Kollegin M. bekommen…

Kollegin J. schickte dann eine Mail an unseren Arbeitsrechtfritzen, der das tolle Personalhandbuch erstellt hat, aber leider gerade im Urlaub ist, und meinte, wenn sie nicht rechtzeitig eine Antwort bekäme, würde sie als Endverantwortliche entscheiden, dass mir der Pflegeurlaub genehmigt wird. Und so geschah es. Ich ging am Mittwoch nach einem halben Tag nach Hause, um den großen Kaaskop abzulösen, und in ca. 3 Wochen, wenn Kollegin M. das Excel-Tabellenblatt mit meinen Arbeits- und Fehlzeiten der letzten vier Wochen bekommt, werden wir ja sehen, was passiert. Und wenn der Arbeitsrechtfritze in der Zwischenzeit geantwortet hat und ich tatsächlich keinen Anspruch auf Pflegeurlaub hatte, dann werde ich auf jeden Fall offiziell Beschwerde einlegen, kann jawohl nicht angehen, sowas! Anstatt sich mit mir zu freuen, dass der kleine Kaaskop die Windpocken vom Timing her so bekommen hat, dass er vermutlich nur an 2 Kita-Tagen zuhause bleiben muss, wird wegen einem halben Tag so ein Theater gemacht! Klar, für mich wäre es auch nur ein halber Urlaubstag gewesen, den ich hätte opfern müssen, aber es geht mir ums Prinzip. Wird schließlich nicht das letzte Mal sein, dass der kleine Kaaskop krank ist. Und wenn mir Pflegeurlaub prinzipiell verweigert wird, weil mein Mann ja auch zuhause bleiben kann, dann werd ich halt nächstes Mal einfach sagen: Sorry, mein Mann kann nicht freinehmen. Einen ganzen (!) Tag Pflegeurlaub bitte, und wie ihr das mir der Deadline für den Auftrag, an dem ich gerade arbeite hinkriegt, tja, da müsst ihr halt mal gucken..

Boah, ich kann mich da echt so drüber aufregen! Dass ein halber Satz in einem blöden Handbuch, der den Arbeitgeber gegen Missbrauch des Pflegeurlaubs durch den Arbeitnehmer absichern soll, jetzt von meinem Arbeitgeber missbraucht wird, um etwas Geld zu sparen. Als wenn der Arbeitgeber des großen Kaaskop sich freuen würde, wenn er immer den Krankenpfleger spielen muss. Schicke offizielle Regeln schön und gut, aber dann müssen die undeutlichen Formulierungen den zuständigen Mitarbeitern auch bitte erläutert werden! Ich will Klarheit. Und den Kurzzeitpflegeurlaub, auf den ich meiner Ansicht nach absolut Anspruch hab….

Und jetzt werd ich versuchen, bis dahin einfach abzuwarten und Tee zu trinken (kalt genug ist es zurzeit ja leider).

Große kleine Katastrophe

Freitag war ein schlimmer Tag. Ich kann wohl zurecht behaupten: es war ein Scheißtag!

Nach einer zu kurzen Nacht, weil der kleine Kaaskop nicht schlafen wollte und der große Kaaskop und ich uns deswegen fürchterlich gezofft haben (es wurde u.a. mit Auszug gedroht und eine Schüssel Möhrenscheiben flog durch die Luft), hatte ich auf der Arbeit nur Scheißaufträge, mit Text-Layout-Problemen, falsch eingeschätztem Zeitbedarf (ich sag‘s euch noch einmal: von Niederländern geschrieben deutsche Texte zu korrigieren, ist selten spaßig!) und als Krönung einer Kundin, die höchstens 10 Minuten nach Erhalt des von einem Kollegen übersetzten und von mir nachgeguckten Text anrief und behauptete, die Übersetzung sei grottenschlecht und wir hätten das mit Google Translate übersetzt. What the f…?! Unter anderem bemängelte sie, der Ausdruck „waren mit von der Partie“ sei schlechtes Deutsch und es hieße nicht „Das Team ist“ sondern „Das Team sind“, weil es ja mehrere Leute sind. Das stand übrigens im niederländischen Text auch falsch und unserer Projektmanagerin gelang es nicht, die gute Dame davon zu überzeugen, dass es auch in ihrer eigenen Sprache Mehrzahl sein muss!

Mit Kopfweh vor Stress und Ärger hetzte ich um 5 Uhr zum Bahnhof, um meinen Zug noch zu erwischen. Der hatte aber dann 5 Minuten Verspätung, sodass ich, viel zu warm angezogen und unfähig, meine Jacke aufzumachen, weil sich mein dünner Schal im Reißverschluss eingeklemmt hatte und ich ihn einfach nicht aufbekam, in der heißen Sonne rumstand und mich noch mehr ärgerte. Zu wenig getrunken hatte ich auch… Zu Hause war der kleine Kaaskop mit Oma am spielen. Eigentlich ist freitags ja Papatag, aber Papa war mit Opa unterwegs nach Deutschland, um einen Gebrauchtwagen mit Automatik zu kaufen, weil die in der Heimat günstiger sind. Viel günstiger. Oma hatte den kleinen Kaaskop am frühen Nachmittag bei Freunden von uns abgeholt, weil wir nämlich ausgerechnet heute endlich wieder eine Besichtigung hatten und das Haus um die Mittagszeit rum aufgeräumt und unbemannt sein musste.

Und dann begann die Kacke erst so richtig zu dampfen! Wegen der kurzen Nacht und dem aufregenden Vormittag schlief der kleine Kaaskop nämlich im Kinderwagen ein, als Oma mit ihm nach Hause wanderte. Sie dachte noch: „Oh, seine Hand hängt herunter, er ist eingeschlafen.“ Leider fiel Oma erst ein ganzes Stück des Wegs später ein, dass er mit dieser Hand ja seinen kleinen besten Freund, sein Ein und Alles, sein Schnuffelpüppchen namens Berend festgehalten hatte, ohne den er nicht einschlafen kann! Sie ging den ganzen Weg zurück, fand ihn aber leider nicht, oh oh…

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Nach dem Essen ging auch ich noch einmal die Strecke ab, zusammen mit dem kleinen Kaaskop auf seinem Laufrad, um Berend zu suchen. Vergeblich. Wir fanden ihn nicht. Ich hätte am liebsten geheult! Der kleine Kaaskop hängt doch so an dem Ding! Wie soll er denn jetzt einschlafen?! Den „neuen Berend“, den Oma dem kleinen Kaaskop gekauft hatte, wollte er natürlich nicht. Zum Glück blieb er relativ fröhlich, er fragte zwar ein paar Mal nach „andere Berend“ und sagte „wil niet neue Berend!“, aber beim Vorlesen hatte er den neuen Berend (und Findus, den ich persönlich lieber als Ersatz-Berend sähe) unter dem Arm. Er nahm die beiden auch mit ins Bett und war sehr schnell eingeschlafen. Da war es ja aber auch schon weit nach 9…

Eigentlich wollte ich auch schnell ins Bett und den Tag vergessen, aber da meine bessere Hälfte erst am nächsten Abend wiederkam (ja, wir haben uns natürlich noch versöhnt nach unserem Streit, aber das Wunschauto stand irgendwo in einem Kaff bei München!), machte ich noch den Computer an. Um auf Facebook um Hilfe bei der Suche nach Berend zu bitten. Und um zu bloggen. Leider haben wir neuerdings abends Internetprobleme, sodass die Verbindung nach meinem digitalen Hilferuf sofort wieder zusammenbrach. Na toll. Außerdem hatte ich eine SMS vom großen Kaaskop gekriegt, in der stand, er habe sein Ladegerät vergessen und der Handy-Akku sei fast leer. Ich konnte ihn also nicht mal erreichen. Klasse. Oh ja, hatte ich schon erwähnt, dass am Abend davor (dem Streitabend) meine EC-Karte im Supermarkt ihren Dienst verweigert hatte? Obwohl wirklich genug Geld drauf war. Und das alles auch noch in der hormontechnisch schwierigsten Phase meines Zyklus!

Der Samstag war demensprechend ähnlich besch..eiden. Ich hatte eine Zündschnur mit einer Länge im Minusbereich, der kleine Kaaskop war natürlich viel zu früh wach und ganz super am TrotzenAutonomiephase ausleben.

Alles in allem: am Freitag hat der Teufel mal wieder auf einen Haufen geschissen, irgendwas stimmt mit meinen Hormonen nicht und ich hoffe, dass der kleine Kaaskop unseren dieswöchigen Samstag ganz schnell vergisst….