Tschüss Kita – Ab Montag Schulkind

Wer mir auf Instagram folgt, hat es sicher schon gesehen: gestern war der kleine Kaaskop zum letzten Mal in der Kita. Weil ich die traktaties, die übrigens nicht ich sondern der große Kaaskop am Vorabend gebastelt hatte, nicht mit dem Fahrrad transportieren wollte, brachte der Papa den großen kleinen Jungen an seinem letzten Kita-Tag mit dem Auto dorthin. Ich holte den kleinen Kaaskop nachmittags ab und verabschiedete mich bei den Erzieherinnen. Sie hatten sich sehr über den Blumengutschein gefreut. Mal wieder war ich froh über meinen extra Gepäckträger vorne: außer den zwei übriggebliebenen traktaties musste ich die Reserveklamotten, sein Abschieds-/Geburtstagsgeschenk, seinen Rucksack mit den Kuscheltieren und eine große Mappe mit den schönsten Basteleien aus dem letzten Jahr mit nach Hause nehmen. Dort tranken wir beide erstmal einen „kaffi“und probierten das Reim-Memory aus, das der kleine Kaaskop von der Kita bekommen hatte. Er rafft das Prinzip noch nicht so ganz, aber das Spiel ist ja auch erst ab 5. Ich finde es jedenfalls toll.

 

(„Ein Vogel!“, rief der kleine Kaaskop, als er den Elefantenspieß begutachtete. Und ich so „Häh?!“, aber dann sah ich ihn auch… Seht ihr ihn? Das Luftloch im Kuchenteig.)

Und heute war dann auch gleich der letzte Eingewöhnungstag in der Schule. Um viertel nach Zwölf standen der große Kaaskop und ich also ausnahmsweise beide vor der Schule, um unser frischgebackenes Schulkind abzuholen. Mit Schultüte und Kamera. Leider hatte ich nicht bedacht, dass der kleine Kaaskop Hunger haben würde, und so ließ er sich nur zu einem schnellen Schultütenfoto vor der Schule überreden. In seiner schmutzigen Winterjacke. Zuhause war er trotz anfänglicher Zusage auch nur zu einem Foto mit Kuscheltieren (und neben der Schultüte) bereit. Ich ärgerte mich, denn ich hätte gerne ein paar schöne Fotos von diesem Tag gehabt. Ohne schmutzige Jacke, mit Schultüte in der Hand. Aber wie meine Schwester auf mein Gejammer antwortete: Create memories, not pictures. Ein paar hab ich aber doch gemacht:

Über den Inhalt der Schultüte hat sich der kleine Kaaskop natürlich sehr gefreut. Das Kinder-UNO haben wir gleich ausprobiert: genial! Ich kannte das gar nicht, hatte es aber vor ein paar Wochen im Buchladen gesehen und gleich mitgenommen. Wir spielen vorerst die Niveau1-Version für Kinder ab drei Jahre.

So, jetzt muss ich aber endlich etwas an den Fondant-Motiven für die Geburtstagstorte arbeiten, sonst gibt das morgen Abend unnötig Stress. Schönes Wochenende euch allen!

Eingewöhnung in der Vorschule und Geburtstagsvorbereitungen

In etwas mehr als einer Woche wird der kleine Kaaskop 4. Wie bereits berichtet, bedeutet das, dass er bald nicht mehr in die Kita sondern in die Vorschule gehen wird. Ab dem ersten Werktag nach seinem 4. Geburtstag, um genau zu sein. Vorher darf er 5 Vormittage „schnuppern“. Drei dieser Schnuppertage hat er bereits hinter sich, und was soll ich sagen: das klappt super! Er war vorher schon ganz heiß darauf, endlich auch in die Schule zu dürfen, nachdem sich in den letzten Wochen immer mal wieder Kita-Kollegen von der Kita-Zeit verabschiedet hatten. Der große Kaaskop hatte die Ehre, unseren Sohn zum ersten Mal zur Schule zu radeln. Wie er mit seinem neuen Schulrucksack am Lenker breit grinsend vor Stolz und Vorfreude auf Papas Fahrradsitz saß! Unbezahlbar! Dummerweise steckte mein Handy im Rucksack auf meinem Rücken (ich musste gleichzeitig los zur Arbeit) und deshalb konnte ich leider kein Foto machen, schnüff. In der Schule angekommen, begrüßte der kleine Kaaskop seine juf und holte sich dann ein Puzzle aus dem Schrank. In dieser Altersgruppe wird nämlich morgens um 8.35 Uhr mit einer Spielviertelstunde begonnen, zu der auch die Papas und Mamas bleiben dürfen. Um 8.50 Uhr erklingt das Aufräumlied und heißt es Abschied nehmen. Die Kids dürfen dann noch kurz am Fenster winken und das war’s. Und wie gesagt hat mein großer kleiner Junge bisher kein Problem daraus gemacht.

So weit, so gut. Abschied von der Kita heißt aber auch: Abschiedsgeschenke regeln. Der große Kaaskop hat auf einer seiner Insolvenzversteigerungen (quasi sein eBay; er ist etwas süchtig..) kleine Knete-Sets ersteigert. Da werde ich noch aus Frühstückskuchen ausgestochene Elefanten und ein paar Weintrauben draufstecken (der kleine Kaaskop ist in der Elefantengruppe) und ein Label mit der Aufschrift „Tschüß! Ich gehe in die Schule.“ (oder so) dranhängen. Für die Erzieherinnen werde ich wohl Blumengutscheine besorgen.

Was aber noch wichtiger ist: ich muss die Geburtstagsfeier vorbereiten! Der Feuerwehrkuchen vom letzten Jahr  hatte dem kleinen Kaaskop offenbar so gut gefallen, dass er diesmal wieder einen möchte. Da ich aber mit dem Aufwand-Ergebnis-Verhältnis nicht so zufrieden war, mache ich dieses Jahr keine dreidimensionale Torte, sondern eine runde mit 2D-Abbildungen. Natürlich mit Feuerwehrauto! Eine komplette Feuerwehrparty wie bei Dajana von Mit Kinderaugen, die ich übrigens ganz toll finde (also, die Mottoparty…obwohl, Dajana eigentlich auch, soweit ich sie über ihren Blog, FB und Instagram kenne), wird es aber nicht geben. Erstens, weil es bei uns keine richtige Kinderfeier wird, sondern einfach ein Geburtstagsbeisammensein mit der engeren Familie und unseren besten Freunden einschließlich derer Kinder (über 20 Mann!). Zweitens, weil der kleine Kaaskop gar nicht um eine Mottoparty gebeten hat (dieses Konzept stelle ich ihm in meinem eigenen Interesse noch nicht vor). Und drittens, weil all diese hübschen Themapappteller, -becher, -flaggen undsoweiter am Ende ja doch im Müll landen und mir unnötige Müllproduktion einfach gegen den Strich geht. Kann ja jeder machen, wie er will, ich finde solche Themadeko-Sets ja auch schön! Aber bei uns muss das nicht sein. Ich werde nur ein paar Papierflammen für auf dem Kuchen basteln, weil der kleine Kaaskop sich einen brennenden Kuchen gewünscht hat, und vielleicht rote Servietten besorgen.

Die nächsten Abende werde ich mich jedenfalls mit den Geburtstagsvorbereitungen befassen. Flammen ausschneiden, Schablonen für die Abbildungen auf dem Kuchen basteln, die Einkaufsliste fertigschreiben, Geschenke verpacken, die Motive aus Fondant/Marzipan für die Torte vorbereiten und und und.

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Nebenbei werde ich mir ein Glas Wein oder etwas Bailey´s gönnen, zur Bekämpfung der Sentimentalität, weil mein kleiner Junge plötzlich schon so groß ist…

Mein letzter ganzer Mamamontag

Also, normalerweise bin ich ja bei uns diejenige, die wichtige Daten im Kalender notiert und auch im Kopf behält. Trotzdem habe ich letzten Montag total verpennt, dass es mein vorläufig letzter ganzer Mamamontag mit dem kleinen Kaaskop war! Schluck!

Kurz vor Weihnachten bekam der kleine Kaaskop nämlich sein Willkommenspaket von der Schule, in die er ab seinem 4. Geburtstag Ende Januar gehen wird. In die Vorschulklasse, wie das hier in Holland ab dem 4. Geburstag halt üblich ist. Mit 5 werden die Kinder dann ganz schulpflichtig, etwas gewöhnungsbedürftig für Mütter deutschen Ursprungs… In der Vorschulklasse wird zwar noch viel gespielt und im Stuhlkreis vorgelesen und gesungen und so, aber die Buchstaben und Zahlen lernen die Kinder dort auch schon ernsthaft. Ein ganz anderes Kaliber als die Kita! Von der neuen Umgebung, den neuen Kindern und juffen („Fräuleins“) mal ganz abgesehen.

Jedenfalls fängt morgen schon die Eingewöhnung an. 5 Vormittage darf der kleine Kaaskop in seiner künftigen Klasse „schnuppern“, bevor es richtig losgeht. Weil ja in den Weihnachtsferien niemand zu erreichen war, bin ich also letzten Montag, als die Ferien vorbei waren, gleich mit dem kleinen Kaaskop zur Schule geradelt, um zu vereinbaren, wann genau die „Schnuppertage“ sein werden. Der Einfachheit für uns Eltern halber wollten wir sie auf unsere freien Tage legen, also montags und freitags. Das war kein Problem, aber ich hatte halt nicht daran gedacht, dass dadurch der letzte Montag auch schon mein letzter Montag war, den der kleine Kaaskop ganz mit mir verbringt! Ahhhh! Eigentlich wollte ich an unserem letzten gemeinsamen Mamamontag etwas Besonderes mit ihm unternehmen, aber dazu ist es jetzt ja zu spät, Mist.

Morgen also wird der kleine Kaaskop um 8.35 Uhr in sein künftiges Klassenzimmer marschieren, dort noch bis 8.50 Uhr mit Papa spielen, rumgucken oder sonstwas tun, einer seiner beiden juffen zum ersten Mal die Hand schütteln, und dann wird der große Kaaskop wie alle Eltern gehen und der kleine Kaaskop wird bis 12.15 Uhr das (Vor-)Schulkinddasein üben! Mein großer kleiner Junge….

Ich bin ja gespannt, wie es dem kleinen Kaaskop in der Schule gefällt. Er freut sich jedenfalls schon sehr darauf. Kein Wunder, denn in der Kita kennt er mittlerweile alles Spielzeug und in der letzten Zeit sind immer mehr von den „großen“ Kindern, mit denen er am liebsten spielt, 4 geworden und weggegangen. Weil es in seiner Gruppe Kinder von 2 bis 4 Jahre gibt, sind die Aktivitäten außerdem halt auf Kinder unter 4 abgestimmt. Der kleine Kaaskop ist aber reif für neue Herausforderungen! Na, die wird er in der Vorschule sicher kriegen. Und ein paar Kinder, die er aus der Kita kennt, gehen auch in diese Schule, 2 davon in seine Klasse. Das beruhigt mich schon mal sehr, denn ich hoffe, dass dem kleinen Kaaskop die Eingewöhnung und der Abschied dadurch etwas leichter fallen werden.

Selbst freut sich der kleine Kaaskop ja offenbar am meisten aufs Spielen und die „Comtjuters“. In dem kleinen Willkommensbüchlein stand nämlich, dass es in seiner Schule eine Bauecke, eine Puppenecke, etc. und Computer gibt. Das ist natürlich spannend! Als wir am Montag dort waren, fragte er auch gleich seiner juf das Hemd vom Leib mit gaaanz wichtigen Fragen: „Wo ist das Spielzeug?“, „Wo sind die anderen Kinder?“ (schon zuhause), „Warum bist du dann noch hier?“ Hihi!

Ach ja. Eine neue Ära beginnt. Das stimmt mich ein bisschen melancholisch. Aber ich freue mich auch auf 3 Stunden Me-time jede Woche! Vielleicht schaffe ich es dann endlich mal, die Fotos aus 2013, 2014 und 2015 zu Fotoalben zu verarbeiten. Erstmal aber werde ich mich der Geburtstagsfeierplanung widmen. 4 werden und ein Schulkind werden ist ja nicht Nichts! Der kleine Kaaskop will eine brennende Torte und eine Feuerwehrtorte, oha! Den Schultüteninhalt habe ich auch noch nicht komplett. Genug zu tun also. Ich werde berichten!

Ein paar Gedanken zum Thema „Einschulung“

Auch hier in Holland sind die Sommerferien vorbei (je nach Region). Auf Instagram und Facebook stolpere ich in letzter Zeit oft über Einträge mit dem Thema Einschulung, Schultüte undsoweiter. Die habe ich immer nur flüchtig angeschaut und gelesen, da der kleine Kaaskop erst nächstes Jahr in die Schule kommt und es hierzulande auch gar keine „richtige“ Einschulung gibt, wie ich hier schon mal bejammert habe.

Nun bin ich aber beim muttersprachenkompetenzerhaltenden Rumstöbern auf welt.de auf diesen Artikel hier gestoßen, und frage mich verwundert: Stimmt das?? Ist der Hype um die Einschulung heutzutage wirklich so groß? Dass man die Schultüte unbedingt selber basteln muss, was da alles reinkommt anno 2015, dass man eine Einschulungsparty schmeißt und mehr als nur Papi, Mami, Geschwister, und Opas und Omas in die Aula mitbringt? Echt jetzt?

So aus der Ferne betrachtet, kann ich darüber jedenfalls nur den Kopf schütteln. Ich steck ja nicht drin. Mit nur den Erinnerungen an meine eigene Einschulung im Jahre 198X als Ausgangspunkt finde ich das alles ziemlich übertrieben. Auf Instagram erzählte jemand, dass eins der Geschenke nicht in die Schultüte passte und deshalb separat überreicht werde. What the...?! Wenn es nicht reinpasst, gehört es doch auch nicht in (bzw. zur) Schültüte, oder bin ich jetzt arg engstirnig? Da gehören doch Kleinigkeiten rein?! Was zum Naschen, Stifte, lustige Radiergummis, meinetwegen ein cooler Trinkbecher oder etwas kleines von Playmobil…

Gut, wie gesagt, ich steck da ja nicht drin. Aktuelle deutsche Gebräuche rund um Themen wie „Einschulung“ kenne ich halt nur vom Hörensagen (bzw. Hörenlesen). Vermutlich haben sich die Zeiten einfach geändert. Ich könnte mir auch vorstellen, dass solche Trends (wie übrigens persönliche Motivtorten und durchgestylte Themenpartys zum Kindergeburtstag auch) etwas damit zu tun haben, dass viele Eltern heutzutage den Drang empfinden, die eigene Persönlichkeit ihres einzigartigen Kindes hervorzuheben, ihm unvergessliche schöne Kindheitserinnerungen zu bescheren und mit den Anstrengungen anderer Eltern mitzuhalten. Und ich gebe zu, ich lasse mich bei sowas auch gerne mitreißen (siehe Geburtstagstorten des kleinen Kaaskop)! Aber der große Kaaskop mit seiner eher nüchternen holländischen Einstellung gibt mir dann meistens einen Reality Check. Als ich zum Beispiel damals bei den Hochzeitsvorbereitungen, angestachelt durch Hochzeitszeitschriften aus aller Welt, ernsthaft über die Farbe der Servietten diskutieren wollte, hat er mich laut ausgelacht. Zurecht!

Deshalb wird es für den kleinen Kaaskop im Januar nicht nur weil wir nicht in Deutschland wohnen keinen großen Trubel um die Einschulung geben. Abschiedsgeschenke in der Kita: ja! (Wahrscheinlich werde ich, obwohl Schultüten hier in Holland unbekannt sind, kleine Schultüten für die Kinder basteln.) Schultüte: ja! (Wobei mir der richtige Zeitpunkt der Überreichung noch Kopfzerbrechen bereitet.) Besonderes Outfit: nein! (Das wird er eh verweigern und für die anderen Kinder ist es ein ganz normaler Schultag.) Einschulungstorte: nein! Familie zu diesem besonderen Tag einladen: nein! (Macht man hier nicht. Der große Kaaskop lacht wirklich jedes Mal in sich hinein, wenn ich dem kleinen Kaaskop „Conni kommt in die Schule“ vorlese und an der Stelle bin, an der Oma Marianne und Opa Willi vor der Tür stehen, weil sie Connis ersten Schultag miterleben wollen. Pöh!) Teurer, überstylter Schulranzen: nein! (Da die ersten zwei Jahre in der basisschool ja eher Vorschule sind und die Kinder noch keine Bücher, Hefte undsoweiter brauchen, gibt es für niederländische Schulanfänger traditionell nur eine schicke Brotdose plus matching Trinkbecher zum vierten Geburtstag (=Schulanfang). Und einen stinknormalen kleinen Rucksack. Ich kann das noch mal recherchieren, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der klassische Ranzen, wie wir Deutsche ihn kennen, hier in Holland nicht existiert. Niederländische Schüler tragen College-Rucksäcke, z.B. die bekannten von Eastpack oder Fjällraven.)

Der Hauptgrund dafür, dass die Einschulung des kleinen Kaaskop nicht zum Spektakel wird, ist natürlich der, dass wir nun mal nicht in Deutschland leben, aber insgeheim bin ich froh drum, da nicht mitmachen zu müssen, wenn das heutzutage solche Formen annimmt! Klar, so einen gemeinsamen Einschulungstag für alle Schulanfänger hätte ich hier auch gerne. Und dass Opa und Oma dabei sind, finde ich auch prima. Aber hallo: Einladungen verschicken und nachmittags eine Party schmeißen? Muss nicht sein… Und auf Schultüte basteln hätte ich auch keinen Bock. Weil der kleine Kaaskop aber trotzdem eine bekommen soll, schließlich ist er ja Halbdeutscher und gehört die Schultüte für deutsche Kinder nun mal zur Einschulung dazu, habe ich bei einem meiner letzten Deutschlandbesuche vorsorglich schon mal eine gekauft. Eine mittelgroße, in die nur ein paar Kleinigkeiten reinkommen werden: Pixi-Bücher, Stifte, was von Playmobil vermutlich, was Essbares, vielleicht ein Schleich-Tier oder so…. Mal schauen, was ich so alles finde (und was reinpasst).

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Und wie lief die Einschulung bei euren Kindern? Wird in dem Artikel der „Welt“ übertrieben?