Unser #Familienmoment Nr. 18 – Kaffee kochen

Mit einem Tag Verspätung kommt heute doch noch unser Familienmoment der Woche nach der Idee von Küstenkidsunterwegs. Der kleine Kaaskop ist nämlich schon seit Sonntag krank und diesmal ganz untypisch für ihn so richtig, deshalb komme ich zurzeit zu nix. Am Samstag aber war er noch nicht krank!

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Samstagmorgen also. Der kleine Kaaskop will natürlich viel zu früh aufstehen. Nachdem er zum zweiten Mal gefragt hat, ob es schon Zeit ist aufzustehen, sagt der große Kaaskop, er solle sich doch schonmal anziehen. Wieder ein paar Minuten extra im Bett herausgeschummelt. Wir hören schlaftrunken, wie die Schubladen der Klamottenkommode im Kinderzimmer auf und zu rummsen, der Deckel des Windeleimers klappert, hin und her tapsende Füße…dann geht die Schlafzimmertür wieder auf, aber der kleine Kaaskop geht wieder ohne was zu sagen. Dabei wollte ich ihm vorschlagen, er könne ja schonmal den Tisch decken. Das wären wieder ein paar Minuten extra im Bett für mich gewesen.

Er geht nach unten, ab und zu hören wir Geschirr klappern und andere Küchengeräusche. Was macht der da unten?! Dann hören wir die Kaffeemaschine röcheln (wir haben so eine altmodische äh wieder total angesagte Filterkaffeemaschine) und der kleine Kaaskop ruft von der Treppe: „Frühstück is fertig!“ Der große Kaaskop und ich springen aus dem Bett und gehen ungläubig nach unten.

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Unser vierjähriger Sohn hat unaufgefordert die Spülmaschine ausgeräumt, den Tisch gedeckt und Kaffee gemacht!!! Der Wahnsinn! Wir waren so stolz auf ihn! Das Geschirr, das zu hoch oben im Schrank seinen Platz hat, hat er einfach auf der Arbeitsplatte aufgereiht, sehr vernünftig. Diskret werfe ich einen Blick in den Kaffeefilter – randvoll. Auf betont beiläufiges Nachbohren meinerseits erklärt der kleine Kaaskop, dass er nur bis zur 4 Wasser in das Reservoir gefüllt hat. Naja, besser so als umgekehrt. Zu starken Kaffee kann man ja einfach mit heißem Wasser verdünnen…das machen wir nach dem ersten Probierschluck dann auch.

Der kleine Kaaskop war stolz wie Hulle und wir haben ihn natürlich ordentlich gelobt. Ich werde ihm mal eine Dosieranleitung für die Kaffeemachine malen (Zahlen bis 10 erkennt er ja mittlerweile) und dann hoffen wir, dass er das ab sofort öfter machen wird!

 

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Lügenmärchen und andere Problemchen in der Vorweihnachtszeit

Zurzeit ist ja Sinterklaas im Lande. Wir haben uns am Tag seiner Ankunft aus Spanien das Spektakel im Fernsehen angeguckt und abends durfte der kleine Kaaskop zum ersten Mal seinen Schuh rausstellen. Da fing es schon an mit den Lügenmärchen! Denn wir haben keinen Kamin und weil ich mir nicht sicher war, wie der gute Mann (bzw. seine Helfer) eigentlich dann reinkommen, habe ich vorgeschlagen, den Schuh vor das auf Kipp gestellte Fenster auf dem Dachboden zu stellen, denn die kommen ja bekanntlich übers Dach. Er glaubte mir aber wohl nicht, denn er fragte misstrauisch, ob denn draußen am Fenster auch so ein Schloss wäre wie an der Innenseite. Öhm…Am Ende stellte er seinen Schuh mit den für Sinterklaas, sein Pferd und die Pieten gemalten Bildern neben sein Bett. Am nächsten Morgen hatte de Sint die Bilder abgeholt und eine Müsli-Schale von iittala mit einer Mandarine, Walnüssen, einem Spekulatius und ein bisschen Mäusespeck neben den Schuh gestellt.

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Es lag auch ein Zettel dabei, auf dem Sinterklaas erklärte, er werde wohl am Freitag wieder bei uns vorbeikommen. (Irgendwie muss ich das Schuhrausstellen ja beschränken – dafür gibt es leider keine festen Regeln.) Der kleine Kaaskop war begeistert! Ich musste den Zettel beim Frühstück mehrmals vorlesen, und fast täglich kommt die Frage, wann denn Sinterklaas wieder kommt oder wann denn Freitag ist. In der Kita wird auch fleißig gebastelt: Schuhe aus Karton, Sinterklaas-Hüte, Wunschzettel.. Im Flur steht schon ein selbstgebastelter Kamin mit fake Geschenken und einem Stuhl für Sinterklaas, wenn er am 4. 12. dort vorbeikommt.

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Worauf ich aber eigentlich hinauswill? Ich fühle mich einfach unwohl beim ständigen Belügen meines Kindes! Dabei will ich im Grunde, dass er an Sinterklaas (und den Weihnachtsman) glaubt, zumindest eine Weile. Das gehört irgendwie zur Kindheit dazu, oder? Also komme ich um ein bisschen Lügen nicht herum. Bei Sinterklaas brauche ich hoffentlich nicht allzu viel erzählen, das erledigen wohl die Erzieherinnen in der Kita, andere Kinder, die ganze Atmosphäre „draußen“ (Musik im Radio, Schaufenster usw.) und wenn der große Kaaskop zuhause ist, muss er halt ran. Aber mit Weihnachten ist das Ganze etwas komplizierter. Weihnachten wird zwar hier in Holland immer beliebter, sodass manche Familien sogar die Bescherung vom Sinterklaas-Abend am 5. Dezember auf Weihnachten verlegen, aber an Weihnachten in Deutschland kommt es nicht heran. Also muss ich für (Vor-)Weihnachtszauber sorgen. Aber wenn ich den kleinen Kaaskop für Weihnachten begeistern will, ohne dass die ganze Umgebung mitmacht, komme ich wohl um das Erzählen von „Lügenmärchen“ über den Weihnachtsmann nicht herum. Meh.

Dazu kommt dann noch, dass weder der große Kaaskop noch ich gläubig sind und ich deshalb zaudere, dem kleinen Kaaskop die Geschichte von Maria und Josef aufzutischen. Die ist zwar schön und sollte er kennen, aber irgendwie fühlt sich auch das wie ein Lügenmärchen an. Oh. Vielleicht sollte ich ihm die Weihnachtsgeschichte einfach als stinknormales Märchen präsentieren. Warte mal. Da war doch was. Ich erinnere mich plötzlich an diesen Blogartikel von Mama Notes von vor zwei Jahren! Sie hat das wirklich sehr treffend beschrieben. Das ist die Lösung! Auch wenn das vielleicht nicht ganz mit meinem Wunsch, der kleine Kaaskop möge doch ein Weilchen an Weihnachtsmann und Sinterklaas glauben, kompatibel ist…

Wofür ich aber noch keine Lösung habe: der kleine Kaaskop hat vor Kurzem mit Nägelbeißen angefangen. Einige sind so kurz, dass es weh tut. Ich vermute, dass das was mit Sinterklaas zu tun haben könnte. Diese Zeit ist so spannend für kleine Kinder! Und der Gedanke, dass nachts Zwarte Pieten und ein bärtiger alter Mann irgendwie heimlich ins Haus kommen, ist ja auch wirklich etwas unheimlich, oder? Auch wenn sie Geschenke und Naschkram bringen. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass der kleine Kaaskop Angst hat, morgens alleine nach unten oder abends alleine nach oben zu gehen (wo es dann dunkel ist). Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das nicht vor der Sinterklaas-Zeit auch schon so war, aber es könnte sehr gut damit zusammenhängen.

Soviel zu meinen Vorweihnachtsproblemen, die eher kultureller und erziehungstechnischer Art sind. Das andere Vorweihnachtsproblem ist eher ein Luxusproblem. Die Geschenke. Dass die Aufteilung der Geschenke auf pakjesavond am 5. Dezember,  Heiligabend knapp 3 Wochen danach und den Geburtstag des kleinen Kaaskop im Januar schwierig ist, hatte ich sicher schon mal erzählt. Ich will ihn schließlich nicht zu sehr materiell verwöhnen, auch wenn es mir schwerfällt, mich zurückzuhalten. Es gibt so viele tolle Spielsachen! Ich hatte mir jedenfalls ein paar Geschenke überlegt, über die sich der kleine Kaaskop ganz sicher freuen würde. Und dann sah ich seinen in der Kita gebastelten Wunschzettel für Sinterklaas.

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Hm. Ein Teeservice hat er schon. Für ein ferngesteuertes Auto finde ich ihn eigentlich noch zu wild. das wäre wohl noch am gleichen Abend kaputt. Von Playmobil kriegt er schon was anderes (also nicht die hier abgebildete Kita) und so einen Putztrolley werde ich ihm garantiert nicht kaufen, auch wenn er so lieb meinte:“Dann kann ich dir immer helfen, Mama!!“ Nur: wird er nicht enttäuscht sein, wenn er nichts von seinem Wunschzettel kriegt? Ich kann mich leider nicht mehr dran erinnern, wie das früher war, als ich Kind war. Ich habe aber ein wenig darüber gegrübelt und bin zu dem Schluss gekommen, dass er sich wohl trotzdem über die Geschenke freuen wird. Wahrscheinlich hat er am Sinterklaas-Abend sowieso längst vergessen, was er auf seinen Wunschzettel geklebt hat! Hoffe ich….

 

Brokkoli

Der kleine Kaaskop ist in einem Alter, in dem sein abendliches Verzögerungsprogramm immer professioneller wird. Wie bei wohl vielen Familien bin ich diejenige, die für das Insbettbringen zuständig ist. Nicht, weil der große Kaaskop keine Lust hat aufs Vorlesen und neben-dem-Bett-sitzen, sondern weil der kleine Kaaskop das so lieber hat. Wenn ich mal keinen Bock darauf habe, endet es doch immer damit, dass der große Kaaskop weggeschickt wird und ich neben dem Bett sitze, bis der kleine Schlingel schläft. Ich komme also fast jeden Abend in den Genuss seiner mehr oder weniger kreativen Ideen, das Schlafen noch ein wenig aufzuschieben. Den Klassiker „Ich hab noch Durst“ kenne ich natürlich, deshalb stelle ich vorausschauend einen Plastikbecher mit Wasser aufs Fensterbrett. Auch das „Ich will noch einen Kuss von Papa“ wird öfter eingesetzt. Gestern Abend aber hatte der kleine Kaaskop eine neue Strategie.

Er setzte sich wieder auf und sagte: „Mama,ich wollte noch was erzählen. Was wir im Kindergarten gemacht haben.“ Donnerstags ist nämlich immer peutermiddag (Ü3-Aktivitäten am Nachmittag), aber auf die Frage des großen Kaaskop, was sie da denn heute gemacht haben, hatte er beim Abendessen geantwortet: „Niks.“ Jetzt, wo er schlafen sollte, war offenbar ein geeigneterer Zeitpunkt dafür! Nach der eher kryptischen Schilderung der heutigen Ü3-Aktivitäten („Wir haben ein Boot gefüllt und die anderen mussten es suchen.“) wollte er „nog één spulletje“ (noch eine kleine Sache) erzählen. Na gut. Er fing allerdings an mit: „Even nadenken..hmm.“ (Mal kurz nachdenken…)! An seiner Glaubwürdigkeit beim Improvisieren muss er also eindeutig noch arbeiten, haha! Und dann wollte er NOCH etwas erzählen! Ich war schon etwas genervt, aber dann konnte ich mir das Lachen nicht verkneifen. Der kleine Kaaskop sagte nämlich: „Ich wollte noch etwas erzählen über Brokkoli!“ Er guckte etwas verdutzt, als ich anfing zu lachen, aber dann grinste er. Und fragte: „Essen Enten auch Brokkoli??“ Tja. Ich hab einfach gesagt, dass sie keinen Brokkoli mögen. Damit war der kleine Kaaskop aber offenbar nicht zufrieden. Er behauptete, dass manche Enten Brokkoli mögen und manche ihn nicht essen. Na von mir aus. Auch gut. Now go the f*ck to sleep! Machte er dann auch brav. Händchenhaltendmit mir, wie immer. Der kleine Schatz!

Müsst ihr abends auch solche wichtigen Fragen beantworten?!

Auf den letzten Drücker: mein Beitrag zur Blogparade #MeTime von MamaOTR

Mit Schrecken sehe ich, dass die Deadline für die Blogparade #MeTime von Mama on the rocks ja schon heute ist! Da wollte ich doch mitmachen…. Vor zwei Wochen hatte ich hastig ein paar Stichworte zum Thema Me-Time notiert, aber weiter bin ich seitdem noch nicht gekommen, weil – quelle ironie – zu wenig Me-Time!!!

Naja, so ganz stimmt das ja nicht, denn während unserer vier Tage in Drente letzte Woche hatte ich etwas Zeit für mich, als die anderen im Schwimmbad plantschten. Aber da hatte ich kein Internet und konnte nicht bloggen…

Also: Me-Time. Zeit für mich. Für meine Bedürfnisse. Zeit zum lesen, aus dem Fenster zu starren, in Ruhe zu backen, im Internet zu surfen, ins Kino zu gehen, mit einer Freundin Kaffee zu trinken, Fotos zu ordnen und zu schönen Fotobüchern zu verarbeiten, mit meiner Schwester zu telefonieren, usw. usw. Solche Zeit habe ich als working Mom selten und ich gehöre nicht zu den Müttern, die sie nicht vermissen. Eher im Gegenteil: ich finde oft, dass ich viel zu wenig Me-Time hab. Aber das ist nur ein Gefühl, denn Me-Time ist natürlich wie alle Zeit relativ. Einstein und so, wisst ihr ja.

Meinem Gefühl nach habe ich also viiiiiiiel zu wenig Me-Time. An meinem freien Montag Mamamontag habe ich keine Zeit für mich, denn der kleine Kaaskop will rund um die Uhr bespaßt werden und er hat bisher kein Verständnis dafür, dass ich wenigstens beim nachmittäglichen „kaffi“ trinken mal 5 Minuten ungestört in einer Zeitschrift blättern möchte, ohne seinen Milchschaum noch ein zweites Mal warm zu machen, ihm zum fünfzehnten Mal Moritz Moppelpo vorzulesen oder die Duplo-Katze im Auto hinter dem Huhn auf dem Motorrad herjagen zu lassen. Abends komme ich wegen lästiger aber unvermeidlicher Haushaltsdinge wie schmutziges Geschirr beseitigen, Brote für den nächsten Tag schmieren, Haare waschen, Wäsche räumen etc. kaum zu den Dingen, die mir viel mehr Spaß machen würden. Weil der große Kaaskop entspannt, indem er vor der Glotze hängt, hänge ich letztendlich auch oft auf dem Sofa und gucke mit halbem Auge zu. Hinterher ärgere ich mich dann, dass ich die kostbare Zeit zwischen Kinderbettzeit und meiner Bettzeit so schlecht genutzt habe. Am Wochenende stehen dann neben dem Kindbespaßungsprogramm Putzen, Einkaufen und Termine des kargen Soziallebens an. Nicht, dass ich Verabredungen mit Freunden oder Familie nicht genieße, aber richtige Me-Time ist das nicht.

Meine Eltern und Schwiegereltern wohnen bekanntermaßen nicht in der Nähe, mit den neuen Nachbarn habe ich (noch) kein so enges Verhältnis, dass ich den kleinen Kaaskop dort mal kurz „abgeben“ kann. Zum Glück habe ich ja aber den großen Kaaskop! Mein Fels in der Brandung! Superdad! Der hobbylose Ehemann! Er weiß, dass ich ein stärkeres Bedürfnis nach Zeit für mich habe als er, und weil er bei Me-Time-Mangel meinerseits auch zu leiden hat (nämlich unter meiner Gereiztbarkeit, meiner unzufriedenen Ausstrahlung und allgemeinem Gemaule), ach ja, und weil er mich liebt, gönnt er mir regelmäßig ein paar freie Stunden! Er hängt in den kostbaren Abendstunden die Wäsche auf, während ich blogge (oder Blogs lese anstatt zu bloggen). Er nimmt den kleinen Kaaskop mit zum Einkaufen, damit ich etwas Ruhe habe (auch wenn ich diese Zeit oft dazu nutze, um einfach mal ausgiebig zu duschen oder das Bad zu putzen). Er findet es kein Problem, wenn ich den halben Samstag weg bin, um mit einer Freundin shoppen zu gehen (was trotzdem viel zu selten passiert). Und wie ihr vielleicht gelesen habt, „durfte“ ich im Mai sogar eine ganze Woche alleine wegfahren! Jackpot!

Eigentlich darf ich mich also gar nicht über zu wenig Me-Time beschweren, oder? Trotzdem hätte ich gerne mehr davon. Aber ich fürchte, das ist in meinem Fall eher ein Problem der Einstellung! Meine Erwartungen bzw. Wünsche sind einfach nicht realistisch. Ich habe zuviel auf meiner mentalen To-do-Liste stehen, wozu ich trotz der abgeknapsten Stunden nicht komme. Und diese Liste schwirrt mir ständig im Hinterkopf herum und ärgert mich.

Ich habe daher beschlossen, meine Definition von „Me-Time“ etwas zu ändern. Die Hauptredakteurin einer niederländischen Mama-Zeitschrift, Mutter von 4 Kindern und Vollzeit berufstätig, hat sich mal in ihrem Editorial darüber gewundert, dass alle über zu wenig Me-Time jammern. Sie empfindet ihre Zeit im Büro als Me-Time: weil sie ihren Job liebt. Vielleicht sollte ich mir davon eine Scheibe abschneiden? Einen Versuch ist es wert. Ich werde also versuchen, bewusster zu genießen, dass ich einen Job habe, den ich mag und bei dem ich im wahrsten Sinne des Wortes Ruhe habe (Übersetzer reden nicht viel bei der Arbeit, daher ist es im Büro meistens ziemlich still). Und die 15-minütige Radfahrt von/zur Arbeit werde ich auch mal bewusster genießen. Frische Luft, auf Autopilot schalten, meinen Gedanken nachhängen… das kommt richtiger Me-Time doch schon ziemlich nahe, finde ich. Me-Time durch Mindfulness also!

Und ansonsten werde ich mich einfach mal wieder mit einer Freundin zum Shoppen oder Essen verabreden. Dass ich keine Zeit habe, ist eigentlich eine faule Ausrede, denn wie gesagt: der große Kaaskop findet es wirklich nicht schlimm, wenn ich mal Zeit für mich nehme.

„Us-Time“ ist übrigens ein größeres Problem bei uns: mangels Babysitter unternehmen der große Kaaskop und ich wirklich viiiiiel zu selten etwas zu zweit. Doof. Und schlecht für die Ehe, behaupte ich mal. Aber auch das ist relativ: wir könnten (!) ja auch endlich mal einen Babysitter suchen, anstatt uns das immer nur vorzunehmen…

Die 15 häufigsten Sätze in unserer Familie

Ich konnte nicht widerstehen und habe wie einige andere Familienblogger auch mal die Sätze gesammelt, die in unserer Familie am häufigsten zu hören sind. Da brauchte ich nicht lange nachzudenken! Hier sind sie:

  • Ik wou dat doen, ik!!! – Ich wollte das machen, ich!  (der kleine Kaaskop, gefühlte 20mal am Tag; wehe dem, der gedankenverloren z.B. selber den Wasserkocher einschaltet!)
  • Ik wil mijn ’sjongie‘! – Ich will meine Jogginghose an! (der kleine Kaaskop, Fan kuscheliger Hosen)
  • Kom spelen, mama! (der kleine Kaaskop)
  • Ik wil die andere! – Ich will die/den/das andere! (der kleine Kaaskop)
  • Mag ik een fimpje kijken?! – Darf ich einen Film gucken? (der kleine Kaaskop, sobald ich Topf und Pfanne aus der Schublade hole)
  • Wenn du Nachtisch willst, musst du erst noch mehr essen! (ich oder der große Kaaskop)
  • Setz dich bitte wieder an den Tisch! (ich oder der große Kaaskop)
  • Der Wäschekorb ist schon wieder voll, ich glaube, wir müssen nachher noch eine Maschine anschmeißen. (der große Kaaskop)
  • Wiju, wiju, wiju! (=Sirenengeräusch; der kleine Kaaskop)
  • Ik wil nog spelen! – Ich will noch spielen! (der kleine Kaaskop)
  • Na gut, noch 2 Minuten! (ich)
  • Komm jetzt bitte aus der Wanne, das Wasser wird ja schon ganz kalt! (ich)
  • Du kommst jetzt aus der Wanne! (ich)
  • Nog 2 minuten, mama! – Noch 2 Minuten, Mama! (der kleine Kaaskop)
  • Schlaf gut, boefje, träum was Schönes! (ich, jeden Abend)
  • Mist, wir wollten doch heute eigentlich mal früh ins Bett! (der große Kaaskop und ich)

Weitere häufigste Sätze u.a bei Mama notes, Mamamania, Kinderkichern, Familie Berlin, Das zweite Kind sind Zwillinge, Wurzeln und Flügel.

Elternkompetenzenvergleich mit den neuen Nachbarn und der erste Eindruck

Mit neuen Nachbarn ist das ja immer so ein Ding: man hofft, dass sie nett sind und will eigentlich gerne, dass sie einen auch nett finden. Lieber einen guten Nachbarn als einen Freund in der Ferne, heißt es hier in Holland.

Die meisten unserer neuen Nachbarn haben wir Ende Dezember auf einem nachmittäglichen burenborrel (Umtrunk bei den Nachbarn) unserer Häuserreihe kennengelernt. Da war ein junges Musiker-Paar, von dem der Mann auch im Wohnzimmer seinen kecken Hut nicht absetzte. Da war ein Paar, das seine zwei Kinder nicht in der eigenen Nachbarschaft zur Schule gingen lässt, sondern 15 Fahrradminuten entfernt in die „Elite-Schule“ (eine Grundschule, wohlgemerkt). Einer hatte blaue Schlangenlederschuhe an. Und zwei Paare wollten bei der Kommune klagen, falls auf dem noch zu bebauenden Feld vor unserer Häuserreihe tatsächlich Mietsreihenhäuser gebaut werden sollten anstatt der ursprünglich geplanten Eigentumswohnungen. Ansonsten waren sie aber alle ganz freundlich und nicht unsympathisch, ich bin mir nur nicht ganz sicher, ob es zwischen uns klicken wird…

Unsere Einweihungsparty geben wir erst im April, und wegen Arbeit und Wetter hat sich unser Kontakt mit den neuen Nachbarn in den letzten Wochen eher auf freundliches Zunicken durchs Fenster, Guten-Morgen-Rufen u,Ä. beschränkt. Aber dann kam letztes Wochenende das erste richtige Frühlingswetter! Und alle Kids waren draußen. Der kleine Kaaskop hat ja keinerlei Schwierigkeiten mit Bekanntschaftschließen. Er geht einfach hin und fragt: „Hoe heet jij?!“ (Wie heißt du?) Ich tue mich da schwerer. War schon immer so. Deshalb war ich etwas self-conscious an diesem Samstag und ärgerte mich, dass ich meine Haare nicht frisch gewaschen hatte und olle Schuhe anhatte, als ich dem kleinen Kaaskop nach draußen gefolgt war. Die Nachbarsfrauen sahen (in meinen Augen jedenfalls) viel gepflegter aus.

Wir machten ein bisschen Smalltalk, während die Kinder zusammen um die Wette Laufrad um den Block fuhren und so. Ein richtiges Gespräch kam schon aus dem Grund nicht auf, dass immer mal wieder einer von uns seinem um die Ecke zur „großen“ Straße verschwundenen Kind hinterhelikopterte. Aber dann entdeckte der kleine Kaaskop das Trampolin im Garten des Eckhauses und wollte auch springen. Mir ist das immer ein bisschen unangenehm, wenn er einfach so in einen fremden Garten läuft, vor allem, weil er nicht hört, wenn ich ihn zurückrufe. Und dann muss ich natürlich hinterher in den „fremden“ Garten. Zum Glück schien es die Nachbarn nicht zu stören, dass die anderen Kinder in ihrem Garten ein- und ausliefen. Der kleine Kaaskop war jedenfalls nicht der einzige. Aber er war der einzige, der Theater machte, weil er seine Jacke anbehalten sollte. Und ich war die einzige, der es nicht gelang, ihr Kind mit ruhiger Stimme auf eine freundliche Art dazu zu bringen, der mütterlichen Bitte nachzukommen.

Ich weiß, man soll sich nicht mit anderen vergleichen. Aber ich habe vor Kurzem beschlossen, dass ich mit weniger Motzen und Drohungen auskommen, Verbote u.Ä. positiver äußern und insgesamt etwas entspannter reagieren möchte. Das fällt mir noch oft schwer, vor allem, wenn ich schnell das gewünschte Ergebnis sehen möchte, weil andere dabei sind, die nicht denken sollten, dass ich als Mutter inkompetent bin. Außerdem hatte ich ein bisschen Hunger und brauchte meinen Nachmittagskaffee. Jedenfalls fiel mir auf, dass die anderen Mütter (Väter waren auch da, aber gerade mit anderen Kindern beschäftigt) sich wirklich „nach Vorschrift“ verhielten. Beispiel: Als eins der Mädchen hinfiel und zu weinen anfing, fragte seine Mutter ohne Schrecken oder Besorgnis in der Stimme ganz gelassen und fröhlich: „War das dein Arm? Oder die Hand?“ Prompt hörte das Mädchen auf zu heulen und beantwortete die simple Frage. Ich wäre da mit hoher Wahrscheinlichkeit sofort zum kleinen Kaaskop hingegangen, um ihn zu trösten und hätte ihn gefragt, ob er sich wehgetan hat, und wo genau. Und er hätte erstmal weitergeheult und mich nicht am Arm / an der Hand den Schaden begutachten lassen. Die Nachbarskinder gehorchten auch, als ihre Mütter sie freundlich darauf hinwiesen, dass sie die Schuhe ausziehen müssen, wenn sie Trampolin springen wollten. Und sie zogen sich die Schuhe selber aus. Ich musste den kleinen Kaaskop am Arm zurückhalten und ihm schnell die Schuhe ausziehen, bevor er sich aufs Trampolin stürzte. Menno.

Und dann war da noch der Moment, als ein mir unbekannte Nachbarsmädchen (ca. 8 Jahre) zu wild hüpfte und auf den Rand des Trampolins sprang. Sie fiel auf den Boden, hielt sich erst das Bein und dann den Fuß und weinte und jammerte. Ich stand am nächsten dran, wusste aber nicht, was ich tun sollte. Ich kannte sie ja nicht, und sie mich nicht, und überhaupt war die Situation neu für mich. Unschlüssig und mich deswegen blöd fühlend stand ich da, bis eine andere Mutter kam und sich der Verletzten annahm, die schnell aufhörte zu weinen (sie hatte eine kleine aber blutige Wunde auf dem Fuß).

Zwischendurch hatte ich wie gesagt erst noch Streit mit dem kleinen Kaaskop gehabt, weil er seine Jacke ausziehen wollte und dann, weil er nach dem Trampolinspringen seine Schuhe nicht wieder anziehen wollte. Da hatte ich ihn mir, weil er anfing zu brüllen und versuchte, wegzulaufen, unter den Arm geklemmt und ein Stück weggetragen, weil ich mich so beobachtet fühlte und er sich erstmal wieder beruhigen sollte. Mit 3 steckt er nun mal mitten in der Trotzphase. Später lief er einfach durch die offene Wohnzimmertür ins Haus der Nachbarn und wollte da spielen. Und obwohl ich freundlich blieb (zunächst jedenfalls) kam er nicht wieder raus. Also musste ich hinterher und ihn doch wieder mithilfe meiner körperlichen Überlegenheit nach draußen ziehen, bevor er sich das Spielzeug schnappen konnte. Puh.

Ja, ich weiß, es sind alles eher kleine Dinge, die Nachbarn haben mich und meine Mutterkompetenzen vermutlich gar nicht so genau unter die Lupe genommen und es sollte mir egal sein, was die Nachbarn überhaupt denken, aber ich fühlte mich trotzdem etwas inkompetent, als ich zum zweiten Mal mit einem brüllenden kleinen Kaaskop an der Hand nach Hause ging. Doof. Nachdem ich was gegessen, Kaffee getrunken und mich beim großen Kaaskop beklagt hatte, war ich immer noch etwas niedergeschlagen. Aber wie eine gute Freundin, der ich über Whatsapp auch mein Leid geklagt hatte, sagte: das war eine Momentaufnahme. Bei den Nachbarn läuft ganz sicher nicht immer alles wie am Schnürchen und da brüllen und trotzen die Kinder garantiert auch mal.

Ich bin eine gute Mutter, verdammt nochmal! (Obwohl ich hin und wieder fluche.) Am Montagmorgen hatte ich gerade dem kleinen Kaaskop eine Serviette unter den Milchbecher gelegt, anstatt zu schimpfen, er solle nicht in seinen Strohhalm blasen, als ich die Montessori-Mutter von nebenan ihre beiden Töchter anschnauzen hörte, sie sollten sich gefälligst mal beeilen, sie müssten los zur Schule. Hähä!

Blub,blub..
Blub,blub..

#Momsrock – Das habe ich wirklich gut gemacht

momsrock„Das habe ich in Bezug auf meine Kinder wirklich gut gemacht oder das hat eine Mutter in meinem Umfeld sensationell hingekriegt“ Das ist das Thema von Lucie Marshalls Blogparade #momsrock. Sie hat sich nach einem unerwarteten Kompliment von Ihrem Kinderarzt gefragt, warum man als Mutter eigentlich so selten Komplimente bekommt. Und will mit dieser Blogparade etwas daran ändern.

Tolle Sache! Schwierige Sache. Mir fallen ja als erstes Dinge ein, die ich meiner Meinung nach nicht gut mache. Allein schon deshalb rocken Mütter: weil sie sich nicht von den vielen unterschiedlichen (und oft völlig gegensätzlichen) Ratschlägen, der versteckten und offenen Kritik und von ihrem eigenen schlechten Gewissen, das ständig auf der Lauer liegt, verrückt machen lassen! Meine persönliche „Das habe ich wirklich gut gemacht“-Liste kommt hier:

  •  Ich bin die ersten 6 Babymonate mit dem kleinen Kaaskop zuhause gewesen, habe die karge, komplett unbezahlte Elternzeit hier in Holland also voll genommen, obwohl mir das Zuhausesitzen mit einem anspruchsvollen Baby sehr, sehr schwerfiel.
  • Ich ziehe das olle Zähneputzen jeden Abend durch, auch wenn das bis vor Kurzem fast jeden Abend Wettrennen, Wrestling und Stimmvolumenwettkampf bedeutete.
  • Ich tu mein Bestes, dem kleinen Kaaskop gewisse Manieren beizubringen. Er sagt unaufgefordert oft „Bitte“ und „Danke“und fragt „Darf ich..?“. (Auch wenn ich mir nicht ganz sicher bin, ob das mein Verdienst ist oder der seiner Erzieherinnen in der Kita..)
  • Ich achte wirklich darauf, Aufforderungen , Kritik, Absagen und dergleichen positiv zu formulieren. Ich sage dem kleinen Kaaskop auch ganz oft, wie lieb ich ihn hab. Und wenn ich dann sehe, wie selbstbewusst und fröhlich er ist, wie oft er mir einfach so Küsschen gibt und wie gerne er mit mir kuschelt, wenn die Hummeln in seinem Hintern es mal zulassen, freue ich mich tierisch, dass er sich bei mir (und seinem Papa) so geborgen fühlt.
  • Wegen besagter Hummeln achte ich darauf, dass der kleine Kaaskop sich austoben kann und an die frische Luft kommt. Einer der Gründe, weswegen wir im Januar umziehen. Im neuen Haus ist doppelt so viel Platz wie im jetzigen und der Garten ist für niederländische Verhältnisse groß. Dafür verzichte ich gerne auf Supermarkt, Drogerie, Geschäfte und Café in Gehweite.
  • Ich lasse den kleinen Kaaskop Sachen selbst ausprobieren, auch wenn es mich Nerven, viele Nerven kostet. Dicke Butterklumpen auf der einen Brothälfte, kaum Butter auf der anderen? Ach. Literweise Wasser verschwendet, weil der kleine Kaaskop beim Abwaschen geholfen hat (wir haben noch keinen Geschirrspüler). Ommmm, ordnungsliebende, umweltbewusste Mama, ommmm!
  • Ich überlade den kleinen Kaaskop nicht mit Aktivitäten und gebe ihm genug Zeit, einfach zu spielen. Am Wochenende und am Mamamontag machen wir selten was Besonderes. Nach 3 Tagen Kita darf er erstmal abschalten. Dann machen wir, was er will, gehen auf den Spielplatz, am Bahnhof Züge gucken (auch wenn ich das langweilig finde) oder fahren sogar ein, zwei Haltestellen mit, gehen zusammen einkaufen und nur ab und zu mal zu Freunden mit Kindern, die auch frei haben. Nach dem Umzug im nächsten Januar haben wir ja auch den Wald quasi um die Ecke, da werden wir dann auch öfter zu finden sein, denke ich.
  • Ich bastel und male viel mit dem kleinen Kaaskop, auch wenn nie das rauskommt, was ich mir ausgemalt hatte (pun intended). Er liebt es nämlich, mit Fingerfarben und Leim rumzusauen äh kreativ zu sein. Ich backe auch mit dem kleinen Kaaskop, obwohl mir das weniger Spaß und mehr Arbeit macht, als wenn ich alleine backe. Aber wohl alle kleinen Kinder lieben Backen und ich möchte dem kleinen Kaaskop auch beibringen, wie Kuchen und Brot entstehen und wie Essen zubereitet wird. Wenn er alt genug ist, um mit Messern zu hantieren, werde ich auch ganz bestimmt mit ihm kochen.
  • Eine ganz wichtige Sache in unserer Familie: Ich strenge mich an, dem kleinen Kaaskop Deutsch beizubringen, auch wenn mir oft das Niederländische leichter über die Lippen kommt. Mit Kindern hatte ich kaum zu tun, als ich noch in good old Germany wohnte, und da meine Freunde hier in Holland eher Nachwuchs bekommen haben als der große Kaaskop und ich, kenne ich niederländische Kinderreime und -lieder besser als deutsche. Im Babyjahr habe ich mich aufs Überleben konzentriert, aber mittlerweile spreche ich bewusst fast nur noch Deutsch mit dem kleinen Kaaskop. Ich bin im Alltag die einzige, die Deutsch mit ihm spricht und wenn die zweisprachige Erziehung klappen soll, muss ich da ständig mein Bestes geben. Aus dem gleichen Grund geht’s im „großen“Urlaub auch „nur“ nach Deutschland. Alles für den Deutsch-Input!
  • Und zu guter Letzt: ich achte darauf, dass ich auch mal Zeit für mich habe! Mit einer Freundin einen Shopping-Tag einlegen, zum Sport gehen oder meine beiden Kaasköppe alleine auf den Spielplatz schicken, damit ich Zeit zum Bloggen, Backen oder sonstwas alleine habe. Sonst werd ich nämlich zickig zum großen Kaaskop und ungeduldig mit dem kleinen, ja, ja.

Wir Mütter rocken ja sowieso! Wir kriegen Sachen hin, die andere nicht freiwillig probieren würden. Ich meine, hey, ich kann mit einem fast Dreijährigen auf einem Arm unsere steile Treppe (eine typische death trap) runtergehen, während ich in der anderen Hand sein Kuscheltier und meine Schuhe trage. Ich kann auch freihändig alle möglichen Treppen rückwärts runtergehen, damit mein Sohn einen menschlichen Airbag (mich also) hat, falls er fällt. Ich kann nach einem halben Teller Essen einen Kinderpopo abwischen, dem Kind zu der tollen Wurst gratulieren und dann ohne mit der Wimper zu zucken (bzw. mit dem Magen) die Bratwurst auf meinem Teller aufessen. Ich geh zigmal pro Tag in die Knie, um auf Augenhöhe mit meinem Kind zu sprechen, weil sich das so zu gehören scheint. Ich kann spontane Supersprints hinlegen (auch mit Einkaufstaschen an der Hand), wenn mein Sohn mit seinem Laufrad mit 30 km/h aus meinem Sichtfeld verschwindet. Ich kann den kreativen Sprachgebrauch meines Sohns entschlüsseln (wisst ihr, was eine „Schongi“ ist?) und kryptisch zusammengefasste Vorfälle aus der fernen Vergangenheit (so bis zu drei Monate) wiedererkennen („Morgen hatte ich..hm hm Papa äh Barbischuh“).

Vor meiner besten Freundin hier in Holland ziehe ich übrigens auch den Hut. Das Stillen durchziehen, weil sie hofft, dass ihre Tochter dadurch weniger allergieanfällig wird als der Rest der Familie, obwohl ihr dabei die Tränen über die Wangen laufen? Respekt. Beim zweiten Kind monatelang vor Übelkeit auf dem Zahnfleisch gehen und ihrer Tochter und ihrem Job trotzdem alles geben? Stark. Sich auch beim zweiten Kind nicht von der heftigen Beckeninstabilität unterkriegen lassen, obwohl sie sogar zuhause auf Krücken gehen musste und ihre Schwiegermutter ihr „hilfreiche“ Tipps gab wie „Also, ich bin damals einfach viel spazierengegangen, das hat geholfen“? Dicker Applaus. Sich beim zweiten Kind nicht von den Ärzten und ihren Standardwachstums- und Entwicklungskurven verrückt machen lassen? Cool. Als Hauptverdienerin einer vierköpfigen Familie und wenig Zeit zum Shoppen immer modisch gekleidet sein? Beneidenswert.

Und deshalb: Applaus für uns alle! We Moms rock!