Unser #Familienmoment Nr. 24 – Lesestunde mit der Lieblingstante

Heute gibt es wieder einen Familienmoment nach der Idee von Küstenkidsunterwegs.

Er hat dieses Mal mit der familie zu tun, nicht mit unserer dreiköpfigen gezin (Erläuterung siehe hier).20bac-logo2bfamilienmoment

Wer mir auf Instagram folgt, hat wahrscheinlich mitgekriegt, dass wir vorletztes Wochenende in Deutschland waren. Freunde von uns hatten uns zu ihrer hölzernen Hochzeit eingeladen (10 Jahre verheiratet). Mit einer AlbertHeijn-Tüte voller holländischer Leckereien machten wir uns am Freitag auf den langen Weg. Auf etwa halber Strecke trafen wir uns an der Raststätte Dammer Berge mit meiner Schwester und ihrem Freund, die das gleiche Reiseziel hatten. Wir hatten uns zusammen eine Ferienwohnung in dem Dorf gemietet, in dem unsere Freunde wohnen. Dort bekam der kleine Kaaskop sein eigenes Zimmer (mit Doppelbett!).

Mitten in der Nacht kam er natürlich mal wieder zu uns ins Bett, aber damit hatten wir gerechnet. Dafür konnten wir morgens etwas länger im Bett liegen bleiben, denn wenn wir mit meiner Schwester und meinem Schwager im gleichen Haus übernachten, weiß der kleine Kaaskop, dass er morgens ertsmal von Tante A. bespaßt wird. Herrlich! Unser „Netzwerk“ ist klein und eingeschränkt (Entfernung, viele anderweitige Verpflichtungen, chronische Krankheit usw.) und deshalb können der große Kaaskop und ich uns selten mal Zeit zu zweit erlauben. Umso mehr genießen wir es, wenn wir dank Tante A. oder Onkel S. mal ein bisschen ausschlafen dürfen.

Und was genauso toll war: Tante A. hatte einen Stapel Kinderbücher aus der Bücherei ausgeliehen! Der kleine Kaaskop liebt Bücher und obwohl ich meistens ein paar neue kaufe, wenn wir in Deutschland sind, reicht ihm seine eigene „Bibliothek“ nicht aus. Begeistert kletterte er ins „sein“ Bett und kuschelte sich mit seiner Lieblingstante in die Decke, um sich ein Buch vorlesen zu lassen, das er noch nicht kannte. Das war so süß!

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Ein Hoch auf die Lieblingstante also! (Und den Lieblingsonkel, der morgens mit dem kleinen Kaaskop Brötchen holen geht, ihm Nutellacroissants schmiert und Panini-Bildchen ins Sammelheft einklebt.)

 

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Unser #Familienmoment Nr.23 – Schneckenjagd

Heute gibt es wieder einen Familienmoment nach der Idee von Küstenkidsunterwegs.

Unser #Familienmoment Nr.22 – Kleiner Ausreißer

Schon wieder zwei Wochen rum, Zeit für einen Familienmoment nach der Idee von Küstenkidsunterwegs. Bisher war das bei uns immer etwas Positives, aber diesmal nicht. Der kleine Kaaskop ist nämlich weggelaufen.

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Also, er ist natürlich wieder da, aber er war fast eine Stunde spurlos verschwunden! Das Ganze passierte letzten Mittwoch: die Schwimmstunde nachmittags fiel aus, weil die Reparaturarbeiten im Schwimmbecken länger dauerten als geplant. Der kleine und der große Kaaskop mussten den Nachmittag also anders verbringen und das klappte auch ganz gut, die beiden sind ja ein eingespieltes Team. Bis der kleine Kaaskop mit den Nachbarskindern spielen wollte, die aber gerade mit dem Auto wegfuhren. „Dann geh ich eben zu Casper und Levi!“ rief er wütend und lief aus dem Garten, um zu seinem Klassenkamerad und dessen Bruder zu gehen. (Nicht dass er weiß, wo genau die wohnen!) Der große Kaaskop ging nicht sofort hinterher, denn aus den anderen Gärten waren auch Kinderstimmen zu hören und er nahm an, dass der kleine Kaaskopder leicht abzulenken ist, bei anderen Nachbarskindern spielen gehen würde. Tat er aber nicht!

Als der große Kaaskop eine ganze Weile später feststellte, dass der kleine Kaaskop nicht bei den Nachbarn war, ging er ihn suchen. Da er aber wegen seines Knieschadens nicht schnell laufen kann, kehrte er bald um und holte das Fahrrad. In der Nähe unserer Häuserreihe war der kleine Kaaskop nicht. Auf dem nahen Spielplatz nicht. Und beim Supermarkt, wo er früher am Nachmittag hingewollt hatte, fand der große Kaaskop ihn auch nicht. Schluck! Ich saß nichtsahnend im Büro und wollte gerade Feierabend machen, als der große Kaaskop anrief und mich bat, in der Nachbar-WhatsApp-Gruppe zu fragen, ob irgendjemand den kleinen Kaaskop gesehen hatte. Und ob ich mit suchen helfen konnte.

Wah! Als ich hörte, dass unser vierjähriger Sohn, der noch nicht schwimmen kann und gerne mal ohne zu gucken über die Straße geht, unfindbar war, und das schon eine ganze Weile, bekam ich leichte Panik. Mir fielen sofort ein paar kleine Wassergräben und Kanäle ein, in die er unterwegs gefallen sein könnte. Und keiner der Nachbarn hatte ihn gesehen… Auf halber Strecke nach Hause bekam ich die erlösende SMS vom großen Kaaskop:“Gefunden!“ Puh! Nachdem er alle Spielplätze in der Gegend abgeradelt hatte, hatte er den kleinen Kaaskop in einer der verwinkelten Seitenstraßen entdeckt, wo er heulend vor einem Hochhaus stand und gerade von zwei fremden Müttern getröstet wurde. Wo der kleine Kaaskop genau unterwegs gewesen war, wissen wir immer noch nicht, aber er hat irgendwo die „große“ Straße überquert und befand sich ein ganz schönes Stück von zu Hause entfernt.

Leider scheint der Ernst seines „Vergehens“ ihm nicht ganz klar zu sein, denn als der große Kaaskop ihm auf dem Nachhauseweg die Leviten las und meinte, er sei noch zu klein, um alleine irgendwo hin zu gehen, wurde der kleine Kaaskop stinksauer. Und als er vor dem Abendessen noch mit den Nachbarskindern draußen spielen durfte, hielt er sich auch nicht an die Absprache, auf dem Platz hinter den Gärten zu bleiben. Auf mein Rufen reagierte der kleine DracheKaaskop mit Lachen und Zungerausstrecken… Ich fing ihn also ein, trug den protestierenden Ausreißer ins Haus und schloss die Tür. Irgendwo ist Schluss. Und außerdem war das Essen fertig.

Immerhin weiß der kleine Kaaskop unsere Adresse. Er hätte seinen „Finderinnen“ also sagen können, wo er wohnt und die hätten ihn wohl nach Hause gebracht. Manchmal zieht er alleine los zum Spielplatz, den man vom Haus aus sehen kann. Den kleinen Kaaskop kann ich dort von zuhause aber nicht gut sehen. Wir arbeiten jetzt daran, dass er erst Bescheid sagt, wo er hinwill, und dann auch nur dorthin geht, wenn wir es erlauben oder mitkommen. Ich muss ihm nicht überall hin folgen wie ein menschlicher Helikopter, solange er in der Nähe des Hauses bleibt, aber es wird noch eine Weile dauern, bis ich darauf vertrauen kann, dass er sich an unsere Absprachen hält, füchte ich. Der kleine Streuner.

Unser #Familienmoment Nr. 21 – Grünzeug pflanzen

Diese Woche gibt es wieder einen Familienmoment nach der Idee von Küstenkidsunterwegs.

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Wie ich letzten Sonntag schon erzählt hatte, waren wir mal  wieder im Gartencenter. Da fahren wir immer total gerne hin, am liebsten zum intratuin. Dort gibt es ein kostenloses Karussell, damit die Kinder beschäftigt sind, eine riesige Auswahl an Pflanzen, ein Café mit leckeren Dingen, schön präsentierten Dekokram undundund. Der kleine Kaaskop schaut gerne den Fischen zu, fragt den Mitarbeitern Löcher in den Bauch, fährt Karussell und Einkaufswagen und darf, während der große Kaaskop und ich im Café Kaffee schlürfen, auf dem interaktiven Spielbildschirm in der Kinderecke spielen.

Für den Pflanzenstreifen zwischen unserem Minirasen und der hinteren Terrasse wollte ich jedenfalls noch Johannisbeersträucher kaufen. Eigentlich mag ich Johannisbeeren ja gar nicht so gerne, aber Himbeeren und Brombeeren wuchern zu stark (außerdem haben wir schon einen Himbeerstrauch), die Sträucher sehen hübsch aus und die sauren Beeren kann ich ja immer noch in süßen Kuchenteig stecken. Wir wurden fündig, und nachdem die beiden Kaasköppe wie berichtet den Salat gleich in unser Hochbeet gepflanzt hatten, kamen auch die Johannisbeersträucher in die Erde.

Das Einpflanzen war eine richtige Familienangelegenheit: Der kleine Kaaskop half beim Lochbuddeln, holte Wasser und schaute kritisch zu, der große Kaaskop übernahm die Buddelfeinarbeit und das eigentliche Einpflanzen und ich befreite die Sträucher aus ihren Töpfen und las (etwas zu spät) vom Schild vor, dass der Pflanzabstand 1,5-2 m betragen sollte. Ähem. Ist jetzt ca. ein halber Meter geworden….

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Ich mag unseren Garten ja sehr! Demnächst zeige ich euch ein paar mehr Bilder.

Unser #Familienmoment Nr.20 -Abschied von Opas&Omas Haus

Wegen des Nationalfeiertags hatte ich den Familienmoment von Küstenkidsunterwegs am Mittwoch verpasst, aber ausgerechnet an diesem Tag hatten wir einen.

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Wir haben den koningsdag nämlich wie berichtet bei meinen Schwiegereltern verbracht, um beim Umzug zu helfen, bzw. beim Räumen des verkauften Hauses. Das Haus haben die beiden, kurz nachdem ich den großen Kaaskop kennenlernte, als Altersvorsorge gebaut. Leider ist  dann ja der Immobilienmarkt eingebrochen und das Haus hat lange zum Verkauf gestanden. Woran die äh eigenwillige Farbwahl meiner Schwiegermutter für das Badezimmer (rosa Bodenfliesen, rosa Wandfliesen bis ca. 1m Höhe, darüber ein Dekostreifen in Rosa, Grün und Weiß und darüber noch ein Stück hellgrüne Fliesen) und die riesigen aber wenigen Zimmer nicht unschuldig waren..aber das nebenbei.

Jedenfalls ist das Haus jetzt endlich verkauft, meine Schwiegereltern inzwischen geschieden und nun brauchten sie Hilfe beim Abmontieren der Lampen, Leerräumen des begehbaren Kleiderschranks und der Garage usw. Der kleine Kaaskop wollte total gerne helfen und hat einen ganzen Müllsack mit leeren Bügeln gefüllt und einen Teil der ca. 50 Schuhkartons ins Auto getragen. Das ist nicht übertrieben: auch die ausgemisteten Kleider füllten tatsächlich ganze 6 Müllsäcke. Also, große, nä! Naja, wenn man nur gute Qualität kauft und zu zweit auf 120 qm oder so lebt, braucht man ja auch nichts auszusortieren…

Zum Kaffee (am Vormittag) ga es eine orangefarbene tompouce, schließlich war ja Nationalfeiertag, da isst man sowas. Eigentlich bin ich nicht so ein Fan dieser mit Sahne-Vanillepuddingcreme gefüllten Blätterteigschnitten, die man nur umständlich essen kann, aber diese hier, von einem echten banketbakker (Konditor), war die erste, die ich lecker fand und nicht nur so naja. Zum Mittag gab es frietjes (Pommes) und dann kam sogar noch die Sonne raus. Ein wenig wehmütig, weil meine Schwiegereltern wirklich schön gewohnt hatten, sah ich noch ein letztes Mal aus dem alten Schlafzimmerfenster auf den Kanal, zusammen mit dem kleinen Kaaskop.

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Schon schade, dass Opa und Oma diesen schönen Ort verlassen müssen.

Unser #Familienmoment Nr. 19 – Fahrrad fahren

Nach zweiwöchiger Pause aus traurigem Anlass gibt es diesen Mittwoch wieder einen #Familienmoment von Küstenkidsunterwegs. Und hier auch.

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Unseren Familienmoment der Woche habt ihr vielleicht am Sonntag schon auf Instagram gesehen. Ich war nämlich richtig stolz auf den kleinen Kaaskop: er ist zum ersten Mal ohne Stützräder Fahrrad gefahren!

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Mit 4 Jahren und knapp 3 Monaten ist er damit zwar nicht superfrüh dran (ich kenne Kinder, die schon mit 3 Jahren radeln konnten), aber unter unseren Nachbarskindern gibt es einige, die das erst später konnten. Das Mädchen links zum Beispiel hat zum 5. Geburtstag ein „richtiges“ Fahrrad gekriegt und kurz danach fahren gelernt. Ihre Eltern meinten, sie seien spät dran, aber das läge daran, dass sie selber fast nie mit dem Fahrrad unterwegs sind.  Dabei sind es doch Holländer! Das Mädchen rechts hat bis kurz vor ihrem 6. Geburtstag in Amerika gewohnt und kann jetzt mit 7 immer noch nicht gut Rad fahren. Das ist hier in Holland wirklich sehr ungewöhnlich, wie ihr euch vielleicht vorstellen könnt. Und ein anderes Nachbarsmädchen (in unserer Straße gibt es kaum Jungs) ist auch schon eine Weile 5 und kann noch nicht Fahrrad fahren. Ihr fehlt die nötige Balance.

Der kleine Kaaskop ist aber im Gegensatz zu diesem Nachbarsmädchen ganz lange Laufrad gefahren und hat da gerne und lange die Füße hochgehoben. An Gleichgewichtsgefühl fehlt es ihm jedenfalls nicht. Bisher aber wohl an Mut. Schon als er damals Laufen gelernt hat, hat er sich auch sehr lange noch festgehalten und traute sich nicht, die Hand oder Wand loszulassen. Wir hatten es schon einmal ohne Stützräder versucht, aber da haben wir die nach 5 Minuten wieder dranmachen müssen. Nun war der kleine Kaaskop aber wohl soweit. Er bestand darauf, dass ich ihn festhalte (weil in „Conni lernt Radfahren“ der Papa heimlich loslässt und Conni hinfällt) und dann fuhr er los. Ich spürte gar nicht, dass ich den Sattel festhielt und ließ nach 6 Metern wie so eine Rabenmutter doch los. Und der kleine Kaaskop fuhr weiter. Bis zum Ende der Straße. Stolz wie Hulle war er! Und ich auch. Dass er seine Angst überwunden hat und dass das Fahrradfahren auf Anhieb klappte.

Okay, zum Anfahren muss ich ihn noch festhalten. Und ja, ich weiß, dass das Anfahren das Schwierigste an der ganzen Sache ist. Das werden wir an den freien Tagen auch in der nächsten Zeit ordentlich üben. Aber große Kurven kriegt er schon hin. Zum Bremsen benutzt er noch die Füße (bzw. den Rücktritt), aber der Anfang ist gemacht. Ich freue mich jedenfalls über diesen kleinen Meilenstein!

Unser #Familienmoment Nr. 18 – Kaffee kochen

Mit einem Tag Verspätung kommt heute doch noch unser Familienmoment der Woche nach der Idee von Küstenkidsunterwegs. Der kleine Kaaskop ist nämlich schon seit Sonntag krank und diesmal ganz untypisch für ihn so richtig, deshalb komme ich zurzeit zu nix. Am Samstag aber war er noch nicht krank!

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Samstagmorgen also. Der kleine Kaaskop will natürlich viel zu früh aufstehen. Nachdem er zum zweiten Mal gefragt hat, ob es schon Zeit ist aufzustehen, sagt der große Kaaskop, er solle sich doch schonmal anziehen. Wieder ein paar Minuten extra im Bett herausgeschummelt. Wir hören schlaftrunken, wie die Schubladen der Klamottenkommode im Kinderzimmer auf und zu rummsen, der Deckel des Windeleimers klappert, hin und her tapsende Füße…dann geht die Schlafzimmertür wieder auf, aber der kleine Kaaskop geht wieder ohne was zu sagen. Dabei wollte ich ihm vorschlagen, er könne ja schonmal den Tisch decken. Das wären wieder ein paar Minuten extra im Bett für mich gewesen.

Er geht nach unten, ab und zu hören wir Geschirr klappern und andere Küchengeräusche. Was macht der da unten?! Dann hören wir die Kaffeemaschine röcheln (wir haben so eine altmodische äh wieder total angesagte Filterkaffeemaschine) und der kleine Kaaskop ruft von der Treppe: „Frühstück is fertig!“ Der große Kaaskop und ich springen aus dem Bett und gehen ungläubig nach unten.

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Unser vierjähriger Sohn hat unaufgefordert die Spülmaschine ausgeräumt, den Tisch gedeckt und Kaffee gemacht!!! Der Wahnsinn! Wir waren so stolz auf ihn! Das Geschirr, das zu hoch oben im Schrank seinen Platz hat, hat er einfach auf der Arbeitsplatte aufgereiht, sehr vernünftig. Diskret werfe ich einen Blick in den Kaffeefilter – randvoll. Auf betont beiläufiges Nachbohren meinerseits erklärt der kleine Kaaskop, dass er nur bis zur 4 Wasser in das Reservoir gefüllt hat. Naja, besser so als umgekehrt. Zu starken Kaffee kann man ja einfach mit heißem Wasser verdünnen…das machen wir nach dem ersten Probierschluck dann auch.

Der kleine Kaaskop war stolz wie Hulle und wir haben ihn natürlich ordentlich gelobt. Ich werde ihm mal eine Dosieranleitung für die Kaffeemachine malen (Zahlen bis 10 erkennt er ja mittlerweile) und dann hoffen wir, dass er das ab sofort öfter machen wird!