Unser allererster „Wintersport“-Urlaub

Obwohl es hier in Holland bekanntlich keine Berge gibt, sind die Holländer verrückt nach Bergen. Jedenfalls im Winter. Der alljährliche Skiurlaub ist für viele Holländer ein Muss und heißt hier wintersportvakantie. Die Schulen haben im Februar/März  ein oder zwei Wochen Ferien, und dann fahren viele Familien im vollgepackten Auto gen Süden, um sich in Österreich oder sonstwo von den verschneiten Bergen zu stürzen. Bei der niederländischen Königsfamilie hat der jährliche Skiurlaub in Lech auch nach Prinz Frisos tödlichem Lawinenunfall vor fünf Jahren Tradition, einschließlich Fotoshooting.

Dieses Jahr haben wir nun auch endlich mal Skiurlaub gemacht, mit meiner Schwester und meinem Schwager. Mein Schwager fährt schon seit seiner Kindheit Ski, meine Schwester hat das Skifahren vor zwei Jahren für sich entdeckt. Meine Skierfahrung beschränkte sich auf ein paar Stunden langlaufen auf eigene Faust und der große Kaaskop kann wegen seines Knies gar keinen Sport treiben (außer Schwimmen). Wir hatten den kleinen Kaaskop heiß gemacht mit „Conni fährt Ski“, „Jan und Julia in den Bergen“ und Videos von unserem Urlaubsort auf Youtube, und er erzählte in der Schule stolz, dass er nach Süddeutschland zum Skifahren fährt.

Nun ja, ein bisschen Ski ist er dann auch gelaufen, aber nicht wirklich viel. Anreisetag war Samstag, und wir hatten erstmal nur für den Sonntag 2 Stunden Skikurs am Vormittag gebucht. Das hieß natürlich relativ früh aus dem Haus, Skiausrüstung ausleihen (was für ein Chaos beim Skiverleih!), Skiausrüstung irgendwie anziehen, den Skilehrer suchen… Der kleine Kaaskop fand es offenbar viel zu rummelig, ich eigentlich auch, es war total warm da drinnen und es fehlte nicht viel und wir hätten alles hingeschmissen. Ich mühte mir einen ab, als wir erstmal mit einem Ski den flachsten Hügel runterrutschen und dann wieder hochstapfen sollten, bremsen übten usw. Es war in der Sonne auch viel zu warm, ca. 10 Grad, und da machte es allein schon wegen der Schwitzerei in der warmen Skijacke einfach keinen Spaß. Erst als wir am Ende der zwei Stunden „richtig“fahren durften (und mit dem Schleppseil nach oben anstatt mühsam hochzustapfen), beschloss ich, den Kurs durchzuziehen.

auf der Piste

Der kleine Kaaskop hatte wohl auch Spaß, vor allem als Hörni, das Maskottchen der Skischule, kam und Gummibärchen verteilte.

Kaaskop auf Skiern
Der kleine Kaaskop in Aktion

Am Nachmittag war er aber offenbar etwas überfordert mit der neuen Umgebung, dem unstrukturierten Tagesablauf und wohl auch müde von der langen Fahrt am Vortag und den Eindrücken des Skikurs. Da leider kaum Schnee lag (außer auf der Piste) und man im Dorf wenig anderes machen konnte (nix Schlittenfahren, Schneemann bauen usw., schnüff), waren wir etwas planlos und gingen uns gegenseitig auf die Nerven. Wir mussten wohl erst noch richtig „ankommen“. Aber zum Glück: Tante A. und Onkel S. to the rescue! Da der kleine Kaaskop eh einen Tag Skipause machen wollte, verzichteten die beiden am Montagmorgen auch aufs Skifahren und fuhren stattdessen mit dem kleinen Kaaskop ins Schwimmbad, während der große Kaaskop mich zum Skikurs fuhr und es sich dann auf der Terrasse am Fuße der Piste gemütlich machte.

Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder rosiger aus, zumal es – hurra! – den ganzen Dienstagvormittag schneite! Wir überredeten den kleinen Kaaskop mit etwas Zwang, zum Skikurs zu gehen, und mein Kurs übte auf dem Übungshang (mit Tellerlift) Kurven fahren. Und Anstehen, bäh. Für die blutigen Anfänger wie mich gab es nur einen Tellerlift und da mussten halt alle hoch. Unglaublich, wie dreist Kinder sich vordrängeln, mit Stimulierung durch ihre Skilehrer übrigens. Manchmal kam ich kaum vorwärts, weil vorne und hinten jemand mit seinen Skiern auf meinen stand!

Schneetag

verschneite PisteSkischlangeSki im Schnee

Hörnis Skiklasse
Der in der blauen Hose ist meiner!

Nachmittags fuhren wir ins Ski-Outlet und Eis essen. Es war so frühlingshaft! Ich kam mir in meiner sportlichen Skijacke richtig dämlich vor. Aber wir waren nicht die einzigen, die in ihrer Skiausrüstung vor dem Eisladen anstanden, wie man sieht:

lekker Eis

Weil ich ein so geduldiger Mensch binDa es mich nervte, dass ich den Skilehrer quasi fürs Schlangestehen und oben auf dem Hügel auf die anderen aus meinem Kurs Warten bezahlte, und der Skilehrer kaum Anweisungen oder echte Hilfestellung gab, beschloss ich, am nächsten Tag alleine mit meiner Schwester zu üben. Das ging ganz gut, auch wenn es etwas knifflig war, den richtigen Zeitpunkt fürs Losfahren zu wählen. Ständig kamen einem ordentlich in Schlangenlinien über die Piste cruisende Skischüler oder Schuss ins Tal fahrende Fünfjährige in die Quere!

Skiklasse

Rumalbern
Ein bisschen Rumalbern muss sein!

Wir mussten aber auch furchtbar lachen über eine Gruppe Erwachsene, die offenbar dem vierten Gruppenmitglied „mal schnell“ beibringen wollten, wie man Ski fährt. Der fiel natürlich erstmal aus dem Tellerlift und als er endlich wieder stand, sah man schon von Weitem, dass er zum ersten Mal auf Skiern stand. Natürlich fing er an zu rutschen, Skipisten sind ja selten eben, und „Fuck! Fuck! Fuck!“ rufend glitt er ein Stück hügelabwärts, ehe einer seiner Freunde, der seine Skier noch nicht untergeschnallt hatte, ihn abfing. Mann! Leute gibt’s! Wie kann man jemanden, der noch nicht mal bremsen kann, mit auf den Hügel hoch nehmen und glauben, dass man ihm dort zeigt, wie man skifährt?! Eigentlich war es eher gefährlich als lustig. Als ich später mitbekam, wie einer der Freunde sich zu dem naiven Tölpel umdrehte und rief: „Sonst fahr mir doch einfach hinterher!, packte ich mich trotzdem vor Lachen fast in den Schnee. Ja nee, ist klar: nicht bremsen können, aber jemandem hinterherfahren sollen! Tsss…

Pause auf der Piste
Die beiden Kaasköppe warteten unten auf Mama.

Am Nachmittag fuhren wir mit der Gondel rauf zu „Hörnis Nest“. Der kleine Kaaskop war trotz unserer Bemühungen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, fest davon überzeugt, dass Hörni dort wohnt. dabei ist das nur der Name von dem Lokal oben auf dem Berg. Und weil es dort im Januar gebrannt hatte, war es nur eingeschränkt verfügbar. Die Gondelfahrt war sehr schön, aber oben auf dem Berg war es so furchtbar windig, dass wir lieber wieder zur Mittelstation runterfuhren und dort etwas zu Mittag aßen. Man konnte oben eh nur mit den Skiern ins Tal fahren oder einen Winterwanderweg entlangmarschieren, aber der war uns viel zu lang, und es war echt ungemütlich mit dem Wind. Die Aussicht war aber klasse!

HörnerbahnGipfelrundblickBergein der BahnMittelstationMittelstation2Ausblick aus der Bahn

Am Donnerstgavormittag regnete es in Strömen und so fuhren wir, wie alle anderen Touristen in der Region, ins Spaßbad. Nachdem wir eine Weile draußen im Regen angestanden hatten und dann noch eine Weile drinnen, konnten wir endlich rein. Der kleine Kaaskop ist ja eine richtige Wasserratte, er hatte richtig viel Spaß, obwohl er für die meisten Rutschen noch nicht alt genug war. Es gab unter anderem eine Rutsche, bei der man auf einem Gummireifen runterrutschte, und eine richtig, richtig steile. Man konnte nach draußen schwimmen, beim Kinderland gab es eine Art Piratenschiff und im Nichtschwimmerbecken mit der kleinen Familienrutsche wurde alle halbe Stunde die Wellenmaschine angemacht. Nach zwei Stunden Reizüberflutung fuhren wir wieder ins Ferienhaus zurück. Nachmittags probierten meine Schwester und ich noch den kleinen Übungshügel im Dorf aus (der war gratis mit Allgäu-Karte), aber durch den Regen hatte der Schnee die Konsistenz von „Slush“ (dieses Zerstoßenes-Eis-Getränk) und es machte total keinen Spaß.

Ausblick aus der Fewo
Ausblick aus der Ferienwohnung

Am letzten Ferientag nahm ich mit meiner Schwester zum ersten Mal den Schlepplift ganz nach oben, aber das erste Stück war so steil, dass mir das Herz im Halse klopfte. „Kurze Kurven“ sollte ich machen, sagte meine etwas erfahrenere Schwester, aber wie sich herausstellte, war meine Technik dazu nicht gut genug. Ich fiel zum ersten Mal hin! Und zwar gleich dreimal auf einem Stück von ca. 20 Metern. Ab da wurde es etwas weniger steil und klappten die Kurven. Bei der zweiten Abfahrt fiel ich nur zweimal, verlor dafür aber meinen Ski. Pff. Immerhin lobte mich meine Schwester, dass ich nicht maulig wurde, sondern sofort wieder aufstand und es nochmal versuchte. Den Rest des Vormittags fuhren wir nur noch auf der linken, kürzeren Seite des Bergs, wo der Tellerlift war. Soll ja schließlich Spaß machen! Und nächstes Jahr buche ich erstmal zwei Stunden bei einem Privatlehrer. Jetzt habe ich Lust auf mehr bekommen! Und der kleine Kaaskop sagte gestern noch, er wolle nächsten Winter wieder zu Hörni. „Dann geh ich vier Tage Ski fahren und an den anderen zwei Tagen ins Schwimmbad! Gut, Mama?“

Familie Importkaaskop

Na, schaun ‚mer mal. Jetzt will ich erstmal Frühling!

Wie sieht es denn bei euch aus: Seid ihr auch Skifans oder eher nicht? Alpin oder Langlauf, was gefällt euch besser?

Wie wir Weihnachten und Silvester gefeiert haben – und ein kurzer Jahresrückblick (ja, ja, das auch noch!)

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Wie die Feiertage bei uns verlaufen sind, will ich euch heute auch noch schnell erzählen. Ist ja doch irgendwie Pflicht, oder?

Kurzfassung:

Schee war’s!

Langfassung:

Als ich im Oktober anfing, über die Weihnachtsplanung nachzudenken,…. Ha, nein, Scherz! So früh brauchte ich nicht anzufangen. Meine schlaue Schwester, bei der wir dieses Jahr gefeiert haben, hatte nämlich alle Tops & Flops vom letzten Jahr aufgeschrieben und ausgewertet und so verlief zumindest Weihnachten überwiegend harmonisch und gemäß Plan.

Der kleine Kaaskop war am 23. noch zu einem Kindergeburtstag eingeladen und das passte mir gut in den Kram, denn es musste noch 30 Jahre altes Lego Vintage-Lego gewaschen und die Geschenke ungesehen ins Auto geladen werden. Um viertel vor sechs holten wir das mit poffertjes vollgestopfte Kind ab und knapp zwei Stunden später kamen wir bei meiner Schwester an. So konnten wir ganz entspannt in den Heiligabend (bzw. -morgen) starten.

Heiligabend

Wir schmückten den Baum, der kleine Kaaskop baute mit seinem Onkel eine Murmelbahn zusammen, wir holten die Omi vom Bahnhof ab* und schmissen uns ins Schale. Natürlich gab es nachmittags noch Adventskaffee.

kaffee

Der kleine Kaaskop war recht aufgeregt und fragte zwischendurch mehrmals, wann denn jetzt der Weihnachtsmann käme. Als es anfing zu dämmern, schnappten wir uns den kleinen Mann und gingen auf den Spielplatz um die Ecke. Ich blieb unauffällig zurück und legte die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Nach einer Weile rief Onkel S. dem kleinen Kaaskop zu, er habe etwas Rotes im Garten gesehen. Na, das hättet ihr mal sehen sollen! Der kleine Kaaskop war völlig aus dem Häuschen und lief aufgeregt allen voran zurück zum Haus, um zu schauen, ob es tatsächlich der Weihnachtsmann gewesen war.

weihnachtsbaum

Onkel S. wollte eigentlich reihum würfeln, wer ein Geschenk auspacken darf, aber das war nicht drin. Der kleine Kaaskop sortierte erst alle Geschenke** und dann packten wir der Reihe nach jeweils eins aus. Der kleine Kaaskop, der in seinem weinroten Hemd mit Krawatte einfach zum Anbeißen niedlich und „groß“ zugleich aussah, machte natürlich als erstes das größte Päckchen auf. Meine alten Lego-Steine einschließlich Reihenhäuschen und Pkw mit Wohnwagen. Im zweiten war die Pirateninsel von Playmobil – DAS Geschenk des Jahres. Er sprang völlig begeistert auf, zeigte auf das halbausgepackte Geschenk und rief: „Piraten-Playmobil! Das habe ich mir gewünscht!!“ Vom Rest der Bescherung habe ich hauptsächlich unscharfe Fotos, es war einfach zu aufregend. Und die Kamera zickte rum, meh.*** Außerdem musste ich ja zwischendurch auch meine Geschenke auspacken. Mein persönliches Highlight unter den Geschenken war der knallrote Brotkasten von Wesco. Danke, lieber Weihnachtsmann!

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Während mit den Geschenken gespielt wurde, legten meine Schwester und der große Kaaskop letzte Hand ans Festessen: Brathähnchen mit Apfelmus, Kroketten und Buttermöhrchen. Nicht zu aufwändig, trotzdem lecker und etwas Besonderes. Nach dem Essen wurde weitergespielt und als der kleine Kaaskop im Bett lag, spielten wir Großen noch ein Paar Runden „6 nimmt“.

1.Weihnachtsfeiertag

Am ersten Feiertag durfte ich, weil ich beim Kartenspielen haushoch verloren hatte, ausschlafen. Dann gab es lecker Frühstück und danach lümmelten wir hauptsächlich rum. Abgesehen von meiner Schwester, die wieder mal der Lieblingsspielkamerad des kleinen Kaaskop war. Mittags gab es Lamm mit Kräutermarinade, Hasselback-Kartoffeln, stoofpeertjes und Böhnchen. Am Abend machten wir drei (Import)Kaasköppe uns wieder auf den Weg zurück nach Holland. Der kleine Kaaskop schlief unterwegs ein und wachte am nächsten Morgen erst gegen halb neun (!) auf.

dinner

2. Weihnachtsfeiertag

Am zweiten Feiertag waren wir ab mittags bei meiner Schwiegermutter zu Besuch. Das war wider Erwarten total entspannt und nett! Geschenke gab es keine, hier in Holland kommt (in der Regel) ja nicht der Weihnachtsmann sondern der Nikolaus/Sinterklaas (viel logischer, wenn man mal über die Entstehung der Geschenketradition nachdenkt). Dafür gab es Torte (gekaufte) zum Kaffee, und der kleine Kaaskop spielte mit Hingabe mit dem alten äh Retro-Spielzeug, das die Oma für ihre Enkel bereithält. Die Steckperlen hatten es ihm angetan, auch wenn er nicht wusste, was das Bild eigentlich darstellte. Es war ein Telefon. Also, so eins mit Hörer und Drehscheibe. Kennt er ja gar nicht, sowas. Da meine Schwiegermutter nicht gerne kocht, hatte sie aus den schicken Sonderprodukten von AlbertHeijn für die Feiertage ein Menü zusammengestellt. Es gab unter anderem Lachs in Blätterteig, sehr lecker!

steckperlen

Silvester

Nachdem wir letztes Jahr Silvester bei meiner Schwester gefeiert hatten, kamen sie dieses Jahr zu uns. Der alte Kaaskop, den wir an Weihnachten gar nicht gesehen hatten, kam ebenfalls. An Deko hatten wir irgendwie überhaupt nicht gedacht, und so „feierten“ wir recht schlicht. Es gab Fondue (mit Bouillon anstatt mit Fett).

fondue

Weil man dabei ja lange am Tisch sitzt, und der kleine Kaaskop nicht lange stillsitzen kann (und auch bald satt war), durfte er ein bisschen fernsehen. Eigentlich sollte er dann so gegen 20 Uhr ins Bett, aber in der Nachbarschaft wurde schon so viel geknallt, dass er nicht schlafen konnte. Jedes Mal, wenn ein paar Raketen/Böller hintereinander abgeschossen wurden, setzte er sich auf und fragte aufgeregt: „Geht es jetzt los?!“ Nach einer halben Stunde, in der ich mich sogar mit ihm in mein Bett gelegt hatte, weil ich dachte, an der Seite des Hauses wäre es ruhiger, gab ich auf. Der kleine Kaaskop konnte sein Glück kaum fassen – er durfte wirklich wieder mit nach unten ins Wohnzimmer und mitfeiern!

Unerwarteterweise verhielt er sich auch total ruhig. Nachdem er mit Opa den Lego-Katalog durchgeschaut hatte, saß er beim Kartenspielen (wieder „6 nimmt“) neben mir am Tisch, futterte Salzstangen, durfte für mich die Karten ablegen und rannte ab und zu zum Fenster, wenn es draußen mal wieder knallte. Zwischendurch futterten wir Berliner und oliebollen, Chips und Cocktails und um Mitternacht stießen wir natürlich mit Champagner an.

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Es war ziemlich neblig draußen und durch den Rauch der Böller und Raketen konnte man draußen bald gar nichts mehr sehen. Trotzdem wollte der kleine Kaaskop unbedingt mit Papa raus, um sich genauer anzugucken, was die Nachbarn da so alles in die Luft jagten. Wir selber hatten mit Blick aufs vorhergesagte Wetter und die Umweltverschmutzung kein Feuerwerk gekauft. Aber niedlich sah der Pyjamahosenmatz in seinen Schneestiefeln und der Tigermütze aus, wie er dort im Dunkeln über den Bürgersteig hüpfte!

Zum Abschluss guckten wir noch „Dinner for one“, wobei der kleine Kaaskop fast auf dem Sofa einduselte. Der große Kaaskop findet „Dinner for one“ ja dämlich, hier in Holland kennt man das gar nicht. Gegen eins lag der kleine Kaaskop dann im Bett, wo er leider nur bis 8 schlief. Zum Glück war ja Opa da, um ihn zu bespaßen, bis wir uns auch aus dem Bett gequält hatten.

Bye, bye, 2016

Von den vielen schlechten Entwicklungen in der Welt abgesehen war 2016 für mich eher so làlà. Das Leben plätschert halt weiter. Wirklich einschneidende Ereignisse gab es im Hause Importkaaskop in diesem Jahr nicht. Aber natürlich ein paar Höhepunkte: Der kleine Kaaskop kam in die Schule. Der kleine Kaaskop hat Radfahren gelernt. Ich fahre (nach mindestens 5 Jahren Abstinenz) wieder Auto; wenn auch eher unfreiwillig. Der Sommerurlaub war auch sehr gelungen.

Hallo 2017

Was 2017 uns bringen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Erstmal freue ich mich auf unseren Ski-Urlaub Ende Februar. Dann will ich im Sommer endlich mal wieder nach Schweden. Und wenn das auf der Arbeit so weitergeht, wird es dort wohl ein paar Veränderungen geben. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, oder so ähnlich… Und ansonsten: schau’n wir mal!

Ein frohes neues Jahr euch allen! Möge es Gutes bringen!

* Note to self: Nächstes Jahr klare Anweisungen zum Reisegepäckpacken geben. Geschenke unten in den Koffer, uninteressantes größeres Zeug (Schuhe, Waschbeutel oder so) in den Leinenbeutel, nicht andersrum!

** Note to self (2): Nächstes Jahr alle Schenkenden bitten, deutliche Namen auf alle Geschenke zu schreiben. Keine namenlosen Päckchen, keine Anfangsbuchstaben von Spitznamen oder Ähnliches.

*** Note to self (3): Fünf Minuten vor der Bescherung ist KEIN guter Zeitpunkt, an den Einstellungen der Kamera rumzuspielen.

Wunschliste für den Herbst

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da! Er bringt uns Wind, heihussa…aaahhh! „Mama, warum fährst du denn so langsam?“, fragte der kleine Kaaskop am Donnerstag, als ich mit ihm im Kindersitz von der BSO nach Hause radelte. Pfff.

Trotzdem mag ich den Herbst. Gut, nicht unbedingt Regen und Windstärke 6, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Aber den Geruch in der feuchten Luft, die bunten Blätter, die Eicheln und Nüsse auf den Wegen, gemütliches Kuscheln unter einer Wolldecke…. Einerseits finde ich es schade, dass unser kleiner Kirschbaum, die Himbeer- und Johannisbeersträucher und alle anderen Pflanzen bald kahl sein werden, aber die leuchtend gelbe Farbe ihrer Herbstblätter finde ich total schön, nicht nur, wenn die Sonne scheint!

Jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten, und weil immer alle so auf dem Herbst rumhacken, musste nach der SummerToDoListe für mich als Herbstfan auch eine Herbstliste her. Diese Dinge will ich diesen Herbst machen, weil sie ihn so schön machen:

  • Mindestens ein neues Apfelkuchenrezept ausprobieren (Apfelkuchen geht immer, oder?!)
  • Das jährliche Herbstdinner mit Freunden wieder aufleben lassen (Dieses  Jahr mit 8 Erwachsenen, 6 Kindern und 1 Baby)
  • Eine Laterne basteln (Ja wirklich! Bisher hat der kleine Kaaskop in der Kita ganz simple Laternen gebastelt, dieses Jahr will ich mit ihm eine „richtige“ basteln)
  • Mal wieder in die Sauna gehen
  • Ein langes Vollbad nehmen (und zwar IN RUHE und OHNE GESTÖRT ZU WERDEN)
  • Abends öfter den Fernseher auslassen und ein Buch lesen (mit Kerzen an)
  • Mit dem kleinen Kaaskop Herbstkekse backen (Habe ich, wie ihr auf Instagram seht, schon erledigt)
  • Apfelchips machen (Und dazu vielleicht sogar diese leckere Kürbissuppe)
  • Im Wald spazieren gehen
  • Einen Drachen steigen lassen

Eine Sache, die ich im Herbst immer wieder gerne mache, ist Äpfel pflücken. Dieses Jahr hatten wir etwas weniger Glück mit dem Wetter, aber trotzdem hat uns das Pflücken Spaß gemacht. Und ich finde es wichtig, dass der kleine Kaaskop selber Obst pflücken kann. Deshalb habe ich ja auch einen Minikirschbaum, Erdbeeren, 1 Himbeerstrauch, 2 Johannisbeersträucher und einen Blaubeerstrauch in unseren kleinen Reihenhausgarten gequetscht. Zufall oder nicht, der kleine Kaaskop meinte jedenfalls, dass die selbstgepflückten Äpfel leckerer schmecken, hihi!

 

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Käsegeheimnisse – Ausflug zur Kaasboerderij De Willigen

Vorletzten Sonntag war der alljährliche Familientag schwiegerväterlicherseits. Was wir genau mit allen Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen plus Kinder unternehmen würden, war geheim, aber es stellte sich als Ausflug zur Kaas- en Ijsboerderij De Willigen in Vreeland heraus. Was für ein malerisches Dorf ist das! Als alle da waren, gab es erstmal Kaffee und Kuchen. Die Kombination Kuchen um  12 Uhr, der erste Kaffee seit meinem Magen-Darm-Virus in der Nacht zu Donnerstag, der äh, INTENSIVE Geruch im Kuhstall und dann der Geruch in der Käsemacherei war zwar eher nicht so gelungen, aber was die Mutter des Bauern erzählte, fand ich dann doch zu interessant, um nach draußen zu flüchten. Wusstet ihr zum Beispiel, dass:

  • die Kühe auf mit Luft gefüllten Gummimatratzen schlafen? Mit Stroh darauf natürlich, aber das finden sie wohl angenehmer als Erde oder so.
  • Kühe 2 Monate“Mutterschutz“ bekommen?
  • die Futterstelle mit einem Computer verbunden ist und erkennt, welche Kuh da gerade fressen will? Und dass dieser Computer anhand der Milchanalyse von der letzten Melkrunde weiß, wieviel und welches Futter diese Kuh braucht?
  • die Milch 3 Minuten nach Verlassen des Euters schon in der Käsemacherei weiterverarbeitet wird? Jedenfalls bei echtem boerenkaas. Bei Fabrikskäse wird die Milch erst zwischengelagert, pasteurisiert und dann erst zu Käse weiterverarbeitet.
  • echter boerenkaas deshalb immer von Höfen stammt, die eigene Kühe haben?
  • auf echtem boerenkaas immer ein Siegel tragen, dessen Form einem Viereck ähnelt? (Also: rundes Siegel = kein echter handgemachter boerenkaas!)
  • die gelbe Farbe von Käse vom Gras stammt? (Was ich als Importkaaskop als einzige erraten hab, als die Bäuerin fragte, ob wir das wissen!) Das Gras enthält Lutein, und im Gegensatz zu anderen Milchgebern wie Ziegen setzen Kühe das Lutein nicht in Vitamin A um und kommt der Stoff in die Milch – und somit in den Käse. Deshalb ist Ziegenkäse nicht gelb.
  • Käse atmen können muss und man ihn deshalb zuhause sofort aus dem Papier (oder der Folie) holen sollte?
  • man Käse nicht im Kühlschrank, sondern an einer kühlen, trockenen Stelle afbewahren sollte (an die man auch das Brot legen würde)?
  • man den Käselaib nicht in der Mitte anschneiden sollte, sondern am Rand? Und ihn dann mit der Schnittstelle nach unten aufbewahren sollte?
  • der perfekte Käsehobel eine Klinge aus norwegischem Stahl hat? Hat was mit der Härte des Stahls zu tun.

Natürlich gab es nach der Führung zum Mittagessen jede Menge kaas zum Brot und der frischen Milch. Ich nahm von dem boerenkaas mit Boxhornklee (fenegriek) und dem mit Pesto. Sehr lecker! Boxhornklee schmeckt ein bisschen nach Walnuss, wirklich nomnomnom! Die anderen Sorten waren mir zu exotisch, mit Koriander, Ingwer und was weiß ich.

Nach dem Mittagessen war Socializing und Spielen angesagt. Und weil der Bauernhof nicht nur Milch und Käse verkauft, sondern auch selbstgemachtes Eis, gab es natürlich auch noch ein Eis für alle. Übrigens gehört auch ein Bed&Breakfast zu De Willigen. Der große Kaaskop überlegt schon, ob wir da nicht mal mit unseren Freunden ein Wochenende hinfahren sollen, weil es dort trotz der Nähe zur Randstad so schön ländlich ist. Hachz…

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Vielleicht mieten wir uns aber auch mal ein offenes Boot und legen zum Eisessen bei De Willigen an. Das Eis war nämlich auch sehr lecker!

Und jetzt Hände hoch: wer von euch hat schon mal „besonderen“ Käse gegessen, mit Kräutern oder besonderen Gewürzen drin? Oder esst ihr lieber normalen jungen, mittelalten oder alten Käse?

 

Ein Wochenende mit Bollo

„Wann fahren wir wieder mal zu Bollo?“, fragt mich der kleine Kaaskop zurzeit fast täglich. (Wer die Landal-Ferienparks nicht kennt: Bollo der Bär ist das Maskottchen/Gesicht von Landal.) Dass ihm unser Wochenende in Rabbit Hill gefallen hat, ist klar. Er hatte die Zeit seines Lebens: jeden Tag ins Schwimmbad, schon beim Frühstück andere (bekannte) Kinder zum Spielen, Nutella aufs Brötchen, obwohl nicht Sonntag war (!), nachmittags Indoor-Spielhölle äh -halle und zum krönenden Abschluss am Sonntagabend das Bollo-Kinderbüffet mit u.a Pommes und Eis zum Selberschöpfen.

Wir hatten mit zwei befreundeten Paaren (mit zwei 3- und 6-jährigen Jungs und einem 3-jährigen Mädchen) ein Supersonderangebot gebucht, und diesmal mehr Glück mit den Häusern. Die waren nämlich renoviert, viel schöner als das Ferienhaus in dem anderen Landal-Park, wo wir letzten Herbst waren.

Das Ferienhaus

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Die Einrichtung gefiel uns sehr gut, sie war modern und gemütlich und die Betten waren auch super (für immermüde Eltern ja nicht unwichtig).

Am Freitagnachmitag trudelten wir alle zu unterschiedlichen Zeiten ein und außer einer kleinen Ferienparkerkundung und dem gemeinsamen Abendessen (darußen im Garten!) haben wir nichts unternommen.

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Tag 1 – Sandskulpturenfestival

Am Samstag sollte das Wetter nachmittags regnerisch werden und so zogen wir nach dem Frühstück (mit frischen, deutsch anmutenden Brötchen!) los. Zum ’t Veluws Zandsculpturenfestijn in Garderen. Dort wurden das Leben des niederländischen Malers Rien Poortvliet und vierzig niederländische Sprichworte bzw. Ausdrücke in Sand dargestellt. Außerdem gab es eine Einschienenbahn mit Tretantrieb, von der man die Skulpturen draußen auch von oben bestaunen konnte. Von der konnten die Kinder ja nicht genug bekommen.

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Ich fand ja allein schon wegen der Blumen den Außenbereich wunderschön!

IMG_0105IMG_0117IMG_0130Eine Spielecke (=Sandkasten mit Zubehör) gab es auch und dort machten wir eine kleine Kaffee-und-Kuchen-Pause (die machen die Holländer ja vormittags). Danach schauten wir uns drinnen noch ein paar Gemälde von Rien Poortvliet an und natürlich die 40 Sprüche aus Sand! Man konnte beim Eingang einen Zettel mitnehmen, um sie alle zu erraten, aber das war mir zu mühsa. Mein Niederländsch ist zwar sehr gut, aber Sprichwörter und so kenne ich sicher keine 40. Diese beiden erkannte ich aber:

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Daar komt de aap uit de mouw. (Da kommt der Affe aus dem Ärmel = da wird die Katze aus dem Sack gelassen)
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Krokodillentranen huilen (Krokodilstränen weinen)

Nach dem Mittagessen im Bungalow ging es endlich ins Schwimmbad. Der kleine Kaaskop hatte schon seit Freitagnachmittag immer wieder gefragt, wann wir endlich schwimmen gehen. Ich ging auch mit, obwohl ich Schwimmbäder nicht so mag, vor allem nicht mit einem Kind, das noch nicht schwimmen kann. Die Kinder hatten jedenfalls ihren Spaß mit Rutsche, Wasserfall undsoweiter. Ich zog mich nach einer halben Stunde wieder zurück ins Trockene und las im Café auf der anderen Seite der Glaswand eine Zeitschrift. Eigenlich wollte ich zurück in den Bungalow, aber es regnete mittlerweile sehr und ich hatte keinen Schirm dabei. Also Tee trinken und abwarten, im wahrsten Sinne des Wortes.

Abends aßen wir wieder alle zusammen (diesmal drinnen), und als die Kinder und unsere Schwangere im Bett lagen, spielten die anderen vier noch eine Runde Poker, während ich gemütlich mit einem Glas Wein auf dem Sofa ein Buch las. Herrlich!

Tag 2 – Waldspaziergang

Am Sonntagvormittag machten wir einen kleinen Waldspaziergang. Blöderweise hatte ich meine Kamera nicht dabei! Deshalb nur ein Handyfoto vom Blaubeerpflücken.

IMG-20160702-WA0002Nach dem Mittagessen zog es die Kinder wieder ins Schwimmbad, ich packte währenddessen unsere Koffer, denn nach dem Abendessen ging es wieder nach Hause. Das Bollo-Familienbüffet war super: reichlich Auswahl, leckeres Essen, für die Kinder ein eigenes Büffet auf Kinderhöhe mit Pizza, Pommes & Co. Satt, müde und entspannt setzten wir uns gegen 19 Uhr ins Auto und fuhren heimwärts. Ja, und seitdem fragt der kleine Kaaskop fast täglich, wann wir wieder zu Bollo fahren. Wahrscheinlich im Herbst.

Kennt ihr Bollo bzw. die Landal-Parks?

Schwebebahnen, Tiere und Muskelkater – Wochenende bei Oma

Mir tun seit Sonntag bei jedem Schritt die Schienbeine weh, so ungewohnt ist für mich nach zehn Jahren hier in Holland das Laufen in bergigen Gegenden. Und Wuppertal, wo die Omi wohnt, ist ziemlich bergig! Dort waren wir am vergangenen Wochenende.

Wir fuhren schon Freitagabend hin, damit wir am Samstag früh in den Zoo aufbrechen konnten. Für nachmittags war nämlich Regen vorhergesagt. Der kleine Kaaskop schlief erst gegen 21 Uhr, war aber – Murphy’s Law für Eltern lässt grüßen – am nächsten Morgen besonders früh wach, nämlich schon um 6.02 Uhr. Ich kann es wissen, denn er fragte mich im 2-Minutentakt, ob es denn jetzt Zeit sei zum Aufstehen. Oargh! Zum Glück ging er dann erstmal die Omi wecken, die spielte noch bis halb acht mit ihm. Und frische deutsche Brötchen zum Frühstück entschädigen für vieles, mjam mjam!

Eine Fahrt mit der Schwebebahn

Nach dem Frühstück ging es mit Bus und Schwebebahn zum Zoo. Der kleine Kaaskop fand es aufregend, er wiederholte in der Bahn mehrmals, dass er ja noch NIE Schwebebahn gefahren ist. Mir war das Schaukeln ja eher unangenehm, aber gut. Hat schon was, so eine hängende Straßenbahn!

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Zum Zoo musste man dann noch einen Berg hinaufstapfen, uff! Ich verstehe wirklich nicht, warum es in Wuppertal so viele alte Leute gibt, wie kommen die denn die ganzen Berge hoch?! Naja, ist vielleicht Gewöhnungssache… Aber ich verstehe, warum das Fahrrad meiner Mutter im Keller verstaubt, obwohl sie eigentlich gerne Rad fährt.

Im Wuppertaler Zoo

Im Zoo angekommen liehen wir uns für 3,50 Euro einen Bollerwagen aus – kleiner Tipp: tut’s nicht! Für die Jacken und Handtaschen war der zwar ganz praktisch (es war viel wärmer als erwartet), aber sobald ein Kind drin sitzt, wird das Ziehen des Bollerwagens zum Kraftakt. Der Wuppertaler Zoo ist groß und genauso bergig wie die Stadt selbst…

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Was ich toll fand: die Pinguine hatten ein Becken mit mannshoher Glaswand, damit man ihnen besser beim Tauchen zugucken kann. Leider war das Wasser wegen einer technischen Störung bei unserem Besuch etwas trübe, sodass man sie nur am Rand gut sehen konnte.

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Das Highlight war ja das im April geborene Elefantenbaby Tuffi, das seinen Namen dem Zirkuselefanten verdankt, der 1950 bei einer Werbefahrt aus der Schwebebahn gestürzt ist.

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Ganz fleckenlos verlief unser Zoobesuch leider nicht, denn der kleine Kaaskop rannte ein paar Mal so weit voraus, dass wir ihn nicht mehr sehen konnten. Dabei hatte ich ihm klar gesagt, dass er bei uns bleiben soll, weil sich keiner von uns im Zoo auskennt und wir ihn nicht verlieren möchten. So ein Zoo ist ja recht unübersichtlich und wilde Tiere gibt es dort auch..brrr. Drama um ein Eis, das er um 11 Uhr vormittags haben wollte, gab es auch. Pff. Von den mitgebrachten Brötchen, Brezeln, Gemüseschnitzen wollte er nichts, tja, dann hat er Pech. Ich hatte ihm das Eis erst für nachmittags versprochen…

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Nach dem Zoobesuch gingen wir beim Vapiano essen, wo der kleine Kaaskop sehr fasziniert war von der Schauküche, wo die Desserts zubereitet wurden. Anschließend fuhren wir mit der Schwebebahn zwei Haltestellen zurück, weil wir dort (Pestalozzistraße) einen tollen Spielplatz gesehen hatten. Dort konnte sich der hyperaktive kleine Kaaskop noch weiter auspowern, bevor es zurück zu Omis Wohnung ging.

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Dann besuchten wir noch spontan meinen Großonkel im Pflegeheim. Während wir Kuchen aßen und Kaffee tranken, düste der kleine Kaaskop mit dem Rollator durch das heimeigene Café und erklärte den anderen Gästen gewichtig, dass das ein schnelleres Modell sei als die ihren. Das hatte ihm der große Kaaskop nämlich erklärt, weil der kleine auch die Rollators der anderen Gäste ausprobieren wollte. Hihi!

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Bitte nur leise spielen?

Nach dem Kaffee verlegten wir den Plausch auf den Spielplatz gegenüber, auf dem wohl selten Kinder spielen. Ich vermute mal, das hat mit der „Dame“ zu tun, die plötzlich aus einem Fenster der umstehenden Häuser hing und irgendwas rief, wovon ich nur den zweiten Teil verstand: „…..Das ist eine Rutsche!!“ Der kleine und der große Kaaskop schubsten nämlich einen Stock die geschlossene Metallrutsche hoch und runter und das machte natürlich etwas mehr Lärm als rutschen. Ich verkniff mir die Bemerkung „Der Stock rutscht doch!“ und ignorierte das unfreundliche Weib. Dei anderen hatten eh nichts mitgekriegt und kurz darauf verlor der kleine Kaaskop sowieso das Interesse an diesem Spiel. Aber echt, Leute gibt’s…

Der Garten meiner Mutter

Am Sonntag wachte der kleine Kaaskop zum Glück „erst“ um kurz nach 7 auf. Wir verbrachten den Vormittag im Schrebergarten meiner Mutter, herrlich ist es dort. So mitten im Grünen entspannt man sich doch am besten! Und ein Spielplatz liegt auch nebenan. Ohne keifende Anwohnerin.

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Tja, und nun hat uns der Alltag wieder. Ab morgen ist mein Weg ins Büro doppelt so lang (ca.40 Minuten mit dem Fahrrad), weil die Firma umzieht, möp. Macht die ganze Vereinbarkeit auch nicht einfacher!

 

 

 

Sonne, Freizeit, wenig Worte

Kinners, was war das Wetter schön an diesem langen Wochenende! Es gibt hier in Holland ja ein paar Feiertage weniger als in good old Germany, aber an Himmelfahrt haben wir hier auch frei. (Vatertag ist allerdings erst im Juni.) Ich habe bei dem schönen Wetter ja immer wenig Bock, am Laptop zu hängen, aber ein paar Bilder von unserem langen Wochenende möchte ich trotzdem zeigen.

Am Mittwochabend kamen meine Schwester und ihr Freund, damit wir am Donnerstag zusammen an den Strand fahren konnten. Diesmal ging es nach Ijmuiden, da waren wir noch nie. Leider war es anfangs sehr, sehr windig, sodass wir die Jacken anbehielten. Nach dem Mittagessen in einem strandtent nahm der Wind zum Glück etwas ab und konnten wir wenigstens das nachmittägliche Eis essen, ohne dass Sand zwischen den Zähnen knirschte. Erst am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause. Hach, ich liebe Tage am Strand!

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IMG_0077IMG_0049Am Freitag war es noch wärmer und wir verbrachten den Tag mit Faulenzen, einem Picknick auf der kinderboerderij und einem Besuch im Gartencenter. Der intratuin ist wirklich ein Paradies für Hobbygärtner! Leider ist ja sowohl mein Budget, die Geduld meines Sohnes und, auch nicht unwichtig, die Aufnahmekapazität meines Reihenhausgartens begrenzt. Zwei Johannisbeersträucher, Salat und ein paar einjährige Pflanzen durften aber mit. Der Salat wurde zuhause sofort eingepflanzt: das ist Männerarbeit, schon klar,nä!

IMG_0097Am Samstag war es NOCH wärmer. Meine Schwester und Schwager fuhren wegen anderweitiger Verpflichtungen wieder nach Hause (das war’s dann mit Ausschlafen!) und wir fuhren nachmittags zu einem Kindergeburtstag bei Freunden in Amsterdam. Dort lautete das Motto: Frozen.

IMG_0108Die Kinder vergnügten sich im Planschbecken und auf dem Spielplatz vorm Haus, wir Erwachsenen schlürften alkoholfreies Radler (das ist hier in Holland zurzeit total in) und unterhielten uns. Abends gab es köstliches nasi, zubereitet von der hindustanischen Mama und Oma des Geburtstagskindes.

Am Sonntag durfte ich kurz ausschlafen. Zwar nur bis 8 Uhr, aber immerhin. Man nimmt, was man kriegen kann! Zum Frühstück gab es ein Nutellaherzbrot und selbstgebastelte Geschenke. Hachz!

IMG_0116IMG_0119Und ansonsten machten wir an diesem Sonntag nichts Besonderes: ein bisschen Lümmeln, einkaufen, ein bisschen im Garten werkeln (Unkraut mag Sonne ja auch) und einfach genießen, dass wir keine Pläne oder Pflichten hatten und es kaum Streit gab. Als die beiden Kaasköppe auf dem Spielplatz waren, kam ich sogar dazu, zu lesen! In einem richtigen Buch! Bliss! Nur auf das kleine Loch am Knie, das mir die Gartenschere verpasste, als der kleine Kaaskop sie beim Heidekrautstutzen etwas zu eifrig schwang, hätte ich verzichten können.

Ab morgen sind die Maiferien vorbei und der kleine Kaaskop geht wieder montags bis freitags zur Schule anstatt mittwochs und freitags zuhause rumzulümmeln. Und für mich heißt das wieder: abends Schulbrote schmieren. Die Pflicht ruft, also kommt gut in die Woche und bis bald!