Wunschliste für den Herbst

Der Herbst, der Herbst, der Herbst ist da! Er bringt uns Wind, heihussa…aaahhh! „Mama, warum fährst du denn so langsam?“, fragte der kleine Kaaskop am Donnerstag, als ich mit ihm im Kindersitz von der BSO nach Hause radelte. Pfff.

Trotzdem mag ich den Herbst. Gut, nicht unbedingt Regen und Windstärke 6, wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin. Aber den Geruch in der feuchten Luft, die bunten Blätter, die Eicheln und Nüsse auf den Wegen, gemütliches Kuscheln unter einer Wolldecke…. Einerseits finde ich es schade, dass unser kleiner Kirschbaum, die Himbeer- und Johannisbeersträucher und alle anderen Pflanzen bald kahl sein werden, aber die leuchtend gelbe Farbe ihrer Herbstblätter finde ich total schön, nicht nur, wenn die Sonne scheint!

Jede Jahreszeit hat ihre schönen Seiten, und weil immer alle so auf dem Herbst rumhacken, musste nach der SummerToDoListe für mich als Herbstfan auch eine Herbstliste her. Diese Dinge will ich diesen Herbst machen, weil sie ihn so schön machen:

  • Mindestens ein neues Apfelkuchenrezept ausprobieren (Apfelkuchen geht immer, oder?!)
  • Das jährliche Herbstdinner mit Freunden wieder aufleben lassen (Dieses  Jahr mit 8 Erwachsenen, 6 Kindern und 1 Baby)
  • Eine Laterne basteln (Ja wirklich! Bisher hat der kleine Kaaskop in der Kita ganz simple Laternen gebastelt, dieses Jahr will ich mit ihm eine „richtige“ basteln)
  • Mal wieder in die Sauna gehen
  • Ein langes Vollbad nehmen (und zwar IN RUHE und OHNE GESTÖRT ZU WERDEN)
  • Abends öfter den Fernseher auslassen und ein Buch lesen (mit Kerzen an)
  • Mit dem kleinen Kaaskop Herbstkekse backen (Habe ich, wie ihr auf Instagram seht, schon erledigt)
  • Apfelchips machen (Und dazu vielleicht sogar diese leckere Kürbissuppe)
  • Im Wald spazieren gehen
  • Einen Drachen steigen lassen

Eine Sache, die ich im Herbst immer wieder gerne mache, ist Äpfel pflücken. Dieses Jahr hatten wir etwas weniger Glück mit dem Wetter, aber trotzdem hat uns das Pflücken Spaß gemacht. Und ich finde es wichtig, dass der kleine Kaaskop selber Obst pflücken kann. Deshalb habe ich ja auch einen Minikirschbaum, Erdbeeren, 1 Himbeerstrauch, 2 Johannisbeersträucher und einen Blaubeerstrauch in unseren kleinen Reihenhausgarten gequetscht. Zufall oder nicht, der kleine Kaaskop meinte jedenfalls, dass die selbstgepflückten Äpfel leckerer schmecken, hihi!

 

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Herbstliche Gnocchi

Brrr, heute ist ja wohl nix mit „goldenem Oktober“ und so! Es ist Grau in Grau, kalt und es regnet. Zum Glück musste ich nicht in der Mittagspause einkaufen radeln, denn ich habe für heute abend schon alles im Haus: es gibt Gnocchi. Keine selbstgemachten wie die Kürbis-Gnocchi von Mama Mia (die ich übrigens unbedingt mal ausprobieren muss!), sondern fertige. Perfekt, wenn es schnell gehen muss. Außerdem mag der kleine Kaaskop Gnocchi gerne. Und weil Pilze so schön zum Herbst passen, gibt es zu den Gnocchi eine feine Sahnesoße mit Pilzen. Lekker!

Man nehme (für 2,5 Personen):

  • 1 Pck. Gnocchi
  • 1 Hühnchenfilet, in Würfel geschnitten
  • 1-2 Handvoll Cherrytomaten
  • 1 kleiner Salatkopf
  • ca. 200 g Pilze
  •  etwas frischer Schnittlauch
  • 2 Handvoll gemischte Nüsse
  • 3 EL Olivenöl
  • ca. 1/2 Flasche Kochsahne (Creme Fina oder so; je nachdem, wie viel Soße man haben möchte)
  1. Die Salatblätter ablösen und waschen. Pilze putzen, Tomaten halbieren und die Nüsse grob hacken. Schnittlauch kleinschneiden.
  2. In einer großen tiefen Pfanne 2 EL Öl erhitzen und die Hühnchenwürfel braten. Die Pilze ca. 5 Minuten mitbraten, bis sie die gewünschte Farbe erreicht haben.
  3. In der Zwischenzeit die Gnocchi nach Angaben auf der Verpackung zubereiten und abgießen. Die Salatblätter auf die Teller verteilen.
  4. Die Kochsahne zu dem Fleisch und den Pilzen geben und kurz aufkochen lassen. Die Cherrytomaten kurz darin erwärmen und mit Salz und Pfeffer würzen. Die gehackten Nüsse unterrühren.
  5. Die Gnocchi kurz unterrühren und das Ganze auf die Salatblätter geben und mit Schnittlauch bestreuen.

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Eet smakelijk!

PS: Um ehrlich zu sein, ist der kleine Kaaskop kein Fan von Pilzen oder warmem Gemüse generell. Er kriegt daher alles einzeln, ohne Soße. Dann isst er zumindest die Gnocchi, die Nüsse, den Salat (ja echt!) und neuerdings auch die Cherrytomaten. Choose your battles, sag ich mal so!

#KleineGenießer im Oktober: Kürbis-Möhrensuppe mit Apfel

Kürbis! Mamma Mia, warum musste Mama Mias Oktoberthema für #KleineGenießer ausgerechnet Kürbis sein, fragte ich mich. Denn so hübsch ich die dicken orangen Dinger finde, ich habe nicht viele Kürbisrezepte in petto, und der kleine Kaaskop hat sich bisher immer geweigert, Kürbis zu probieren. Nun habe ich neulich bei Chefkoch ein leckeres Rezept und einfaches Rezept für Flammkuchen mit Kürbis entdeckt, das ich ein wenig abgewandelt habe und von dem der große Kaaskop und ich begeistert waren. Aber da schon zwei ähnliche Rezepte bei Mama Mias Linksammlung standen, wollte ich es dort nicht reinstellen.

Letzten Montag war aber Suppenwetter. Und da lag noch dieser 3/4 Kürbis im Kühlschrank.. Ich habe zwei meiner Lieblingssuppenrezepte kombiniert et voilá:

Kürbis-Möhrensuppe mit Apfel

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Man nehme (für 2,5 Personen):

  • 3/4 Hokkaido-Kürbis, entkernt und gewürfelt
  • 3-4 mittelgroße Möhren, geschält und in Scheiben
  • 1 Zwiebel, gepellt und gewürfelt
  • 1 Apfel
  • 3 EL Olivenöl
  • ca. 1/2 Liter Gemüsebrühe
  • 1/2 TL Zimt
  • 1/2TL gemahlener Ingwer
  • Crème fraiche

Den Ofen auf 100 Grad vorheizen. Den Apfel vierteln, entkernen und in dünne Scheiben schneiden. Auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech ca. 90 Minuten zu Apfelchips trocknen lassen. (Man kann sie aber auch schon eher rausnehmen; ich habe sie nur 30 Minuten dringelassen, dann sind sie schön weich.)

In einem großen Topf das Olivenöl erhitzen und die Zwiebel andünsten. Nach ca. 2 Minuten den Kürbis, die Möhren, Zimt und Ingwer dazugeben und ca. 5 Minuten dünsten. Die Gemüsebrühe dazugeben, aufkochen lassen und ca. 20 Minuten köcheln lassen. Die Suppe mit einem Stabmixer pürieren, bei Bedarf etwas Wasser dazugeben. Ab in die Suppenteller und mit Crème fraiche und den Apfelchips (oder Apfelscheiben) garnieren. Dazu Stangenbrot servieren (bei uns gibt’s die Mehrkornversion).

Eet smakelijk!

Das Schöne an dieser Suppe ist, dass man so leicht variieren kann. Ich zum Beispiel mag sie lieber etwas dicker. Das verringert nicht nur die Wahrscheinlichkeit einer Sauerei rund um das mitessende Kind, sondern man kann die Suppe auch besser mit dem Brot aufstippen. Der kleine Kaaskop liebt Stippen! Man kann auch statt der Crème fraiche Kochsahne nehmen, die man dann halt vor dem Servieren schon unterrührt. Oder man malt mit Sahne ein Gesicht oder Herz in die Suppe. Man kann knackige Apfelchips darauflegen oder weichere. Man kann den Apfel würfeln und nach dem Pürieren der restlichen Suppe ein paar Minuten mitkochen. Oder aus den Apfelscheiben Figuren ausstechen, bevor man sie im Ofen trocknet. Man kann Stangenbrot, Bauernbrot, Schwarzbrot oder Grissini dazu servieren. Eventuell etwas Brühe durch Apfelsaft ersetzen…oder….oder…

Eines weiß ich jedenfalls sicher: diese spontan entstandene Suppe werde ich noch öfter kochen!

* Falls euch das Flammkuchenrezept interessiert, es war das hier. Ich habe allerdings Fertigteig genommen und den Blauschimmelkäse durch Ziegenkäse ersetzt. Nomnomnom!

7 Tage – 7 Bilder

Nach längerer Zeit habe ich heute mal wieder einen Wochenrückblick in 7 Bildern (nach einer Idee von Frische Brise, bei der es aber auch schon länger keinen mehr gegeben hat).

Am Montag haben der kleine Kaaskop und ich mal wieder einen relativ ereignislosen Mamamontag verbracht. Während ich einen Kuchen für meine Kollegen backte, durfte der kleine Kaaskop einen Film gucken, wir spielten viel und nach dem Mittagessen ging es noch zum Supermarkt. Auf dem Rückweg genoss ich einen Entschleunigungsmoment in der Herbstsonne, während der kleine Kaaskop (mal wieder eigenwillig gekleidet) Eicheln aufsammelte, sie geduldig aufpulte und sie dann mir zum Verwahren gab. Zuhause wollte ich eigentlich endlich ein bisschen basteln, aber er wollte nicht. ich glaube, ich muss die Herbstblätter aus Kaffeefiltern selbst machen, wenn ich welche am Fenster haben will, bevor es Zeit für die Weihnachtsdeko ist…

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Am Dienstag blieb die Küche kalt und wir gingen zum Wienerwald..äh, nein, natürlich nicht! Aber der große Kaaskop holte was Leckeres beim Chinesen. Der kleine Kaaskop war ganz begeistert von den spannenden Tüten und konfsizierte gleich die Mini-Loemipa’s (Minifrühlingsrollen). Einen Saté-Spieß wollte er auch, aber am Ende aß er nur Reis und Krupuck. Und er probierte ein winziges Stück meines Lieblingsgerichts in niederländischen Chinarestaurants: Babi Pangang. Ja, hier werden die Gerichte auf der Karte beim Namen genannt! Nix „Knusprig gebratenes Schweinefleisch in süß-sauer-scharfer Soße“, nein: Babi Pangang.

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Am Mittwoch freute ich mich sehr, als ich abends eine Whatsapp-Nachricht von der Mutter eines Kita-Freundes des kleinen Kaaskop bekam. Der kleine T., mit dem der kleine Kaaskop gerne spielte, ist nämlich letzte Woche 4 geworden. Das heißt: er geht jetzt in die Vorschule. Und ich hatte es noch nicht auf die Reihe gekriegt, seine Mutter anzusprechen, um ein Playdate zu verabreden. Aaah! Zum Glück hat T. eine kleine Schwester, die noch in die Kita geht, also ließ ich die Erzieherin eine Karte mit meiner Nummer ins schwesterliche Fach legen. Das erste Playdate ist bereits verabredet!

Am Donnerstag brachten wir den kleinen Kaaskop nach dem Mittagessen zu Freunden in Amsterdam, denn wir mussten zur Beerdigung der Oma des großen Kaaskop nach Bergen. 90 Jahre ist sie geworden. Auf dem Rückweg bewunderte ich die schönen Wolken über den flachen Feldern und war dankbar, dass unsere Freundin nicht nur den kleinen Kaaskop bepaßt hatte, sondern auch lecker für alle gekocht hatte. Als wir den kleinen Kaaskop abholen kamen, durften wir uns sofort an den gedeckten Tisch setzen.

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Am Freitag bekam ich auf der Arbeit eine knappe Nachricht vom großen Kaaskop: „H. ist krank. Nierenversagen.“ Der Mann einer guten Freundin ist unerwartet ins Krankenhaus eingewiesen worden, weil seine einzige Niere (er hat seit seiner Geburt nur eine funktionsfähige Niere) plötzlich nur noch zu 4% funktioniert. Während die Ärzte jetzt versuchen, den Grund für das Nierenversagen herauszufinden, muss H. nun 3-4 mal pro Woche zur Dialyse. Wahrscheinlich braucht er eine Spenderniere. Wartezeit: 2-4 Jahre…

Am Samstag kamen meine Schwester, Schwager und Mutter zu Besuch. Der kleine Kaaskop half mir vormittags ganz toll beim Kuchenbacken: er durfte die Butter kleinschneiden, den Teig mixen und zum ersten Mal Eier aufschlagen. Er hatte nämlich am Abend vorher im Buch „Jan und Julia haben Geburtstag“ gesehen, dass die von ihrer Mama die Eier aufschlagen dürfen, und wollte natürlich auch! Und ich muss sagen, er hat ganz brav erst zugehört und zugeguckt, wie ich das mache, bevor er es selber versuchen durfte. Hat ganz gut geklappt!

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Am Sonntag machten wir vormittags einen kurzen Waldspaziergang. Kalt war’s! Aber schön: wir sammelten bunte Blätter und Eicheln und entdeckten sogar ein paar Fliegenpilze. Die frische Luft tut ja sowieso gut, und von der Sonne bekamen wir alle gute Laune.

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Zum Abendessen gab es – ganz passend zum Herbst – einen Flammkuchen mit Kürbis, Birne, Speck und Ziegenkäse, den ich aber nicht zu Mama Mias Oktoberausgabe von KleineGenießer beitragen werde, weil da schon 2 ähnliche Gerichte stehen und der kleine Kaaskop es gar nicht essen wollte.

Wenn der kleine Kaaskop am Mamamontag morgen Lust zu backen hat, probiere ich lieber Kürbisbrötchen aus. Ansonsten lassen wir unseren gemeinsamen Montag einfach auf uns zukommen, mal sehen, was der Tag so bringt…

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart!

Von Äpfeln, Aubergine und der Überwindung eines Traumas

Gestern haben wir mal wieder Bilderbuchfamilie gespielt. Ich hatte irgendwo gelesen, dass am 26. September landesweiter Äpfelpflücktag ist und man dann bei verschiedenen Apfelplantagen gratis Äpfel pflücken kann. Und weil ich ganz im Sinne von „Collect memories, not things“ immer darauf aus bin, dem kleinen Kaaskop schöne Kindheitserinnerungen zu besorgen, mussten wir dort natürlich mitmachen.

Das Wetter war traumhaft spätsommerlich und der kleine Kaaskop hatte durchaus Lust, Äpfel zu pflücken. Er fragte bei jeder Kurve: „Wo sind denn die Äpfel?!“ Zum Glück dauerte die Fahrt nicht lange. Bei dem Hof, den wir uns aus der Liste der teilnehmenden Obstplantagen ausgesucht hatten, war viel los, aber da alles super organisiert war, machte das nichts. Gleich beim Eingang stand neben einer großen Kiste Äpfel eine Art Info-Stand, wo man erfahren konnte, was es alles zu tun gab. Außer Äpfelpflücken konnte man für 1 Euro Cupcakes verzieren, man konnte gratis Blumen pflücken, der Hofladen hatte natürlich geöffnet, für die Kinder gab es einen Streichelzoo, Sandkasten und Minirutsche und Wippe, ein Imker erklärte an seinem Honig-Stand sein Fach…. kurz gesagt: für jeden was dabei!

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Wir wollten aber erst einmal Äpfel pflücken! Für 1 Euro pro Person konnte man sich mit dem (das musste ich jetzt erst im Wörterbuch nachschlagen) Planwagen zu den Apfelbäumen bringen lassen, anstatt 10 Minuten zu Fuß zu gehen. Weil der richtige Planwagen aber schon voll war, fuhren wir im Viehtransporter mit. Bequem mit Heuballen zum Sitzen ausgestattet, gezellig!

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Bei der Apfelplantage wurde uns kurz gezeigt, wie man den Apfel pflückt (mit der Hand umschließen und nach oben wegdrehen, bis der Stiel vom Zweig abbricht) und dann durften wir losziehen und uns die schönsten Exemplare aussuchen. Es gab u.a. Elstar, Cox, Goudreinette und auch Conference-Birnen. Die neue Sorte rote (!) Golden Delicious hätte ich gerne mal probiert, aber die waren leider noch nicht reif. Der große Kaaskop ist Goudereinette-Fan (obwohl diese Sorte eher zum Backen und Musen geeignet ist) und ich mag Elstar gerne, also konzentrierten wir uns auf diese beiden. Und auf das Genießen der tollen Farben, der Herbstsonne, der Familienzeit und des Apfeldufts in der Luft!

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Und ja, ich war auch dabei, diesmal hab ich sogar Beweise! (Steh ja sonst nie auf den Fotos..)

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Wir pflückten auch ein paar Blumen auf dem Feld, aber da war fast nur noch Unkraut übrig. Der kleine Kaaskop fand es trotzdem toll, zwischen den hohen Blumen durchzulaufen!

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Mit ein paar Blümelein und 1,5 kg Äpfeln warteten wir auf den Wagen, und dieses Mal hatten wir mehr Glück und erwischten sogar den richtigen Planwagen. Mit Logenplatz für den kleinen Kaaskop, der übrigens einen der selbst gepflückten Äpfel gleich verputzte, wie ihr seht.

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Danach gab es noch eine riesige Waffel für ihn, einen HotDog für mich und einen Blaarkop-Burger (so heißt die Schafrasse des Hofs) für den großen Kaaskop. Während der kleine Kaaskop noch ein bisschen in der Herbstsonne spielte, tat ich im Hofladen mein Bestes, nicht zu viele der tollen aber teuren Dinge dort zu kaufen. Am Ende entschied ich mir für Brombeermarmelade, Apfel-Flieder-Saft und einen Kürbis, der Montag zu Suppe verarbeitet wird. Und dann ging es schnell zurück nach Hause, denn Opa kam zum Babysitten. Der große Kaaskop und ich gingen endlich, endlich mal wieder zu zweit auswärts essen! Und es war perfekt: der Bus hielt quasi vor der Tür, die Atmosphäre war schön, das Essen sehr lecker (falls es jemanden interessiert: ich hatte ein Blätterteig-Tartelette mit Ziegenkäse, Feigen, Rukola, Walnüssen und Honig, gefolgt von Melanzane Parmigiana (=Aubergine) und als Nachtisch Cheesecake mit frischen Erdbeeren. Uff!), das Personal sehr freundlich und die Unterhaltung sehr entspannt. Und Opa hat auch genossen: der kleine Kaaskop war superlieb, wollte beim Nachtisch auf seinem Schoß sitzen und hat beim Einschlafen halt Opas Hand gehalten anstatt Mamas. Awww!

Am Sonntag fuhren wir relativ spontan zu Ikea. Bei einem unerlaubten Kissenwurf war Anfang der Woche eine kleine Tischlampe zu Bruch gegangen und wir brauchten eine neue. Außerdem wollte ich noch nach ein paar anderen Dingen schauen. Als ich am Vortag vorgeschlagen hatte, am Sonntag zu Ikea zu fahren, hatte der kleine Kaaskopgerufen: „Jaaaa! Ikea!!….Aber ich will nicht ins Kinderland!!“ Er hatte nämlich offenbar immer noch ein kleines Trauma von seinem ersten Mal dort. Der Arme! Wir versicherten ihm, dass er da nicht hin müsse und stellten uns darauf ein, dass er mit uns mitgehen würde. Doch als ich im Auto fragte, ob er da nicht vielleicht doch hinwolle, sagte er zwar erst „nein“, aber 2 Minuten später wollte er plötzlich doch hin. Er wurde zusehends begeisterter vor Vorfreude und erklärte, er werde auch nicht weinen, wenn er abgeholt werden will. Und siehe da: er wollte immer noch ins Smaland-Kinderland, als wir dort vor der Tür standen! Damit hatte ich total nicht gerechnet! Ich versicherte ihm ungefragt, dass wir ihn sofort holen kommen, wenn er nicht mehr da bleiben will und sagte, er solle einfach am Tisch etwas malen gehen, wenn ihm die anderen Kinder zu wild sind, und wenn er zu uns will, solle er einfach zu der netten Frau dort sagen, dass sie uns anrufen soll. Und so kam es, dass der große Kaaskop und ich in aller Ruhe durch Ikea schlendern konnten. Erst 2 Minuten, bevor wir den kleinen Kaaskop sowieso hätten abholen müssen (länger als 45 Minuten dürfen die Kinder da nicht bleiben), wurden wir angerufen, dass er abgeholt werden will. Ich war echt superstolz auf den kleinen Kaaskop! Und das hab ich ihm natürlich auch gesagt. Er war selber auch ganz stolz und will demnächst wieder ins Smaland-Kinderland. Aber gerne doch, mein Schatz! Hihi!

Ackerfest: Trecker gucken und Kartoffeln ernten

Was war ich froh, dass ich den Newsletter vom niederländischen Naturschutzbund natuurmonumenten nicht ungelesen gelöscht habe: sonst hätten wir das Ackerfest am Sonntag verpasst und das wäre wirklich schade gewesen! Zumal das Wetter nicht wie ursprünglich vorhergesagt kühl und regnerisch war, sondern wunderschön frühherbstlich. Oder spätsommerlich, je nachdem.

Am Begrüßungsstand bekam der kleine Kaaskop für 2 Euro einen Stempel auf die Hand, damit er bei den Aktivitäten mitmachen durfte, und nachdem wir uns einen kleinen Überblick verschafft hatten, fingen wir erstmal mit „Samenbomben“ an. Das war ein bisschen wie Kneten: man nimmt 1-2 EL Erde und knetet dann viele verschiedene Blumensamen hinein und formt einen Ball. Man steckt die Samenbombe in die Erde und im Frühling bekommt man dort einen bunten Blumenteppich! Bin gespannt…

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Danach entschied sich der kleine Kaaskop für den Maltisch.

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Als das Kunstwerk fertig war,  schauten wir eine Weile den fleißigen Bienchen des Imkers nebenan zu, probierten die zwei Honigsorten und kauften ein Glas Sommerhonig, weil der noch leckerer war als der aus den Pollen der Frühlingsblümchen. Der Imker erzählte, dass Bienenvölker sich auch im Charakter voneinander unterscheiden, die sind so verschieden wie Menschen. Da gibt es besonders fleißige oder faule, zurückhaltende und freche…. Fand ich sehr interessant! Der Imker erzählte auch, dass sein Sommerhonig hauptsächlich aus Brombeerblütenpollen gemacht ist. Weil es für die Bienen hier in Holland eher viele verschiedene Blumen in kleinen Mengen gibt anstatt große Flächen von ein und derselben Pflanze (wie zum Beispiel in der Provence mit ihren Lavendelfeldern), enthält der Honig halt viele verschiedene Sorten Pollen. Aber ich kann euch sagen: Brombeerhonig ist verdammt lecker!

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Der große Kaaskop kaufte danach noch ein Bienen- und Insektenhotel und ein Vogelhäuschen zum Selberzusammebauen, und dann ließen wir uns erst mal fritierte Kartoffelstückchen (mit Schale, hmmm!) und Maiskolben schmecken. Grillfleisch und Kübissuppe gab es auch, aber dazu war es uns zu warm.

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Zur Verdauung turnte der kleine Kaaskop kurz auf dem Heuturm rum und dann machten wir uns endlich an das, wozu wir eigentlich hingefahren waren: Kartoffeln ernten!

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Anschließend durfte der kleine Kaaskop noch eine Runde Ponyreiten und dann ging es mit Zwischenstopp beim Wettbewerb „Wer zieht mit seinem Olditmer-Pflug die schönsten Furchen?“ zurück zum Auto und nach Hause, wo wir die selbstgeernteten Kartoffeln natürlich gleich beim Abendessen verputzten!

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Ein schöner Ausflug war es, danke, natuurmonumenten!

Die Sauerkraut-Saison ist eröffnet!

Tra-ri-ra, der Herbst ist da! Zum Glück mag ich den Herbst. Mit einiger Erleichterung habe ich festgestellt, dass bei einigen Familien auch schon die Herbsdeko rausgekramt wurde, ich „darf“ also auch, hurra! Da werde ich wohl am Wochenende mal mit dem kleinen Kaaskop was Herbstliches basteln. Heute morgen habe ich jedenfalls gleich zwei Teelichter auf den Frühstückstisch gestellt, weil es draußen so trübe war. Der kleine Kaaskop hat sich gefreut, denn die flackernden Flämmchen fand er toll. (Ich habe tierische Angst großen Respekt vor Feuer, daher bleiben die Kerzen bei uns meistens aus, wenn der kleine Kaaskop wach ist.)

Worüber ich mich auch immer freue, wenn es draußen kälter wird: es darf wieder deftiges Winteressen gekocht werden! Zum Beispiel Sauerkraut. Früher, bei meiner Mutter, gab es dazu immer Kartoffelpüree und Eisbein oder Kassler und ich habe das dann nur mit gaaanz viel Püree gegessen, aber mittlerweile esse ich gerne Sauerkraut und in unterschiedlichen Gerichten. Gestern gab es angesichts des herbstlichen Wetters das erste Sauerkraut-Rezept der diesjährigen Saison, und zwar eins meiner Lieblingsrezepte:

Curry-Birne-Sauerkraut mit Würstchen

Man nehme (für 4 Personen):

  • 1 kg Kartoffeln
  • 50 g Butter
  • 4 Birnen (geschält, entkernt und gewürfelt)
  • 2 EL Currypulver
  • 1 Beutel Sauerkraut (500 g)
  • 400 g Rinderbratwürstchen
  • 50 ml Milch
  • 2 TL Muskatnuss

Zubereitung:

Die Kartoffeln schälen, vierteln und in einem Topf Wasser mit etwas Salz zum Kochen bringen. In ca, 15-20 Minuten garkochen. In einer tiefen Pfanne 15 g Butter erhitzen und die Birnenstücke und das Currypulver 2 Minuten braten. Das Sauerkraut hinzugeben und mit etwas Wasser (oder Apfel- oder Birnensaft) ca. 25 Minuten köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. In der Zwischenzeit 15 g Butter in einer anderen Pfanne erhitzen und darin die Würstchen braten. Die Kartoffeln abgießen und mit der restlichen Butter und der Milch stampfen. Mit Muskatnuss und Salz und Pfeffer abschmecken. Das Sauerkraut auf vier Teller verteilen und mit dem Püree und den Würstchen servieren.

Eet smakelijk!

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