7 Tage – 7 Bilder

Heute gibt es wieder einen kurzen Wochenrückblick in 7 Bildern.

Am Montag hatte der kleine Kaaskop unerwartet Lust zu basteln, juchu! Schnell holte ich die Acrylfarben und die vorgeschnittenen Blätter, und los ging’s. Der kleine Kaaskop war mit so einem Feuereifer dabei, dass ich sogar noch Blätter nachschneiden musste. Und das Ergebnis sah toll aus!

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Am Dienstag wollte der kleine Kaaskop beim Frühstück mit der am Montag gebauten Duplo-Schule spielen. Durfte er. Die Duplo-Kinder hatten gerade Biologie-Unterricht; Thema: Der Eisbär. Weil es draußen noch dunkel war, machten wir uns gemütlich eine Kerze an. Gezellig!

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Am Mittwoch nix Besonderes: Kita, Schule, Abendessen, Bad, Bett.

Am Donnerstag half mir der kleine Kaaskop abends in der Küche. Ohne seine Hilfe wäre es vermutlich schneller gegangen, aber er liebt es, Zwiebeln zu pellen. Er tut das immer sehr konzentriert und sorgfältig: deutsche Gründlichkeit, haha! Dass das Abendessen deshalb etwas später auf dem Tisch stand, fand ich nicht weiter schlimm.

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Am Freitag war Papatag, ich musste arbeiten. Weil ich einer Kollegin Schwangerschaftskleidung ausleihen wollte, brachten meine beiden Kaasköppe die Tüten mit dem Auto im Büro vorbei. Sie brachten auch Kekse für meine Kollegen mit, die der kleine Kaaskop großzügig verteilte. Meine Naschschublade wusste er auch wieder zu finden, der Schlingel…

Am Samstag fuhr der große Kaaskop nachmittags zu Freunden nach Haarlem, sie hatten einen Männerabend geplant. Ich bespaßte währenddessen den kleinen Kaaskop und die beiden Nachbarskinder. Das siebenjährige Mädchen malte ein paar Tiere aus unserem tollen Buch „Für kleine Zeichner“ und schenkte mir das Bild. Total niedlich: sie hatte drauf geschrieben: „Von K. für Fünfzehn“ (=unsere Hausnummer).

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Eigentlich wollte der große Kaaskop auch in Haarlem übernachten, aber er kam um 1 Uhr unerwartet doch nach Hause. Als der kleine Kaaskop später zu uns ins Bett kam und merkte, dass Papa doch da war, strahlte er zuerst und kuschelte sich zufrieden zwischen uns. Aber plötzlich setzte er sich wieder auf und piepte: „Aber ICH wollte auf Papas Seite schlafen! Das hast du gesagt! Du musst weg, Papa!“ Er trat und schubste und maulte, bis der große Kaaskop genervt aus dem Bett stieg und sich dem geänderten Wunsch des kleinen Kaaskop gemäß in die Mitte legte; der kleine Kaaskop legte sich auf meine Seite und ich mich auf die Seite des großen Kaaskop. Seufz. Ich weiß, dass wir ihm bei so einer lächerlichen Aktion nicht seinen Willen lassen sollten, aber wir waren alle etwas kränklich und es war wie gesagt mitten in der Nacht. Wer ohne Schuld ist, werfe den ersten Stein!

Am Sonntag standen wir wegen der nächtlichen Eskapade etwas später auf und bummelten etwas rum. Jedenfalls ich und der kleine Kaaskop (wir spielten u.a. Supermarkt und mit Duplo); der große Kaaskop bohrte fleißig Löcher und hängte unsere neuen Schlafzimmervorhänge und die 3 Aquarelle auf, die er mir zum Gbeurtstag geschenkt hatte. Hachz! Ich liebe unser Schlafzimmer!

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Am Nachmittag fuhren wir zu Ikea. Vorher ging es aber noch kurz (in der Regenpause) auf den Spielplatz in der Nähe. Der kleine Kaaskop freute sich, dass das Wasser des Wasserspielbereichs noch nicht abgeschaltet war. Leider war auch der Rest des Spielplatzes recht nass und matschig. An das Smaland Kinderland war nicht zu denken, die Schlange vor dem Eingang dort war riesig, aber der kleine Kaaskop war eh müde und wollte im Wagen sitzen. Wir holten die paar Dinge, wegen denen wir gekommen waren und gönnten uns dann im Restaurant Kaffee und Kuchen. Ein Softeis gab es am Ende auch noch, Junge, Junge… Der Weihnachtsshop war zu meiner Freude schon geöffnet, aber ich hielt mich zurück. Unsere Ausbeute:

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Sehr bescheiden, was? Ich versuche nämlich, mich ein wenig in Minimalismus zu üben, was Deko-Kram und so angeht. Man sammelt immer viel zu schnell jede Menge Zeug, das man im Grunde gar nicht braucht oder nur sehr selten benutzt. Und ich habe gemerkt, dass zuviel Zeug mich unruhig macht. Kennt ihr vielleicht auch?

Jetzt geht es aber erstmal ins Bett. Morgen ist Mamamontag, da muss ich fit sein. Vor allem, weil der kleine Kaaskop erkältet und deshalb nicht der Pflegeleichteste ist. Hoffentlich schlägt ihm die Erkältung nicht auf die Ohren, die Paukenröhrchen sind leider schon wieder rausgefallen, wie der Schwimmohrstöpselverkäufer neulich feststellte. Zum Glück hat der kleine Kaaskop nichts gegen Nasenspray, er verlangte heute morgen sogar selbst danach! Hoffentlich hilft’s…

Einen schönen Wochenstart wünsche ich euch!

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Von Äpfeln, Aubergine und der Überwindung eines Traumas

Gestern haben wir mal wieder Bilderbuchfamilie gespielt. Ich hatte irgendwo gelesen, dass am 26. September landesweiter Äpfelpflücktag ist und man dann bei verschiedenen Apfelplantagen gratis Äpfel pflücken kann. Und weil ich ganz im Sinne von „Collect memories, not things“ immer darauf aus bin, dem kleinen Kaaskop schöne Kindheitserinnerungen zu besorgen, mussten wir dort natürlich mitmachen.

Das Wetter war traumhaft spätsommerlich und der kleine Kaaskop hatte durchaus Lust, Äpfel zu pflücken. Er fragte bei jeder Kurve: „Wo sind denn die Äpfel?!“ Zum Glück dauerte die Fahrt nicht lange. Bei dem Hof, den wir uns aus der Liste der teilnehmenden Obstplantagen ausgesucht hatten, war viel los, aber da alles super organisiert war, machte das nichts. Gleich beim Eingang stand neben einer großen Kiste Äpfel eine Art Info-Stand, wo man erfahren konnte, was es alles zu tun gab. Außer Äpfelpflücken konnte man für 1 Euro Cupcakes verzieren, man konnte gratis Blumen pflücken, der Hofladen hatte natürlich geöffnet, für die Kinder gab es einen Streichelzoo, Sandkasten und Minirutsche und Wippe, ein Imker erklärte an seinem Honig-Stand sein Fach…. kurz gesagt: für jeden was dabei!

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Wir wollten aber erst einmal Äpfel pflücken! Für 1 Euro pro Person konnte man sich mit dem (das musste ich jetzt erst im Wörterbuch nachschlagen) Planwagen zu den Apfelbäumen bringen lassen, anstatt 10 Minuten zu Fuß zu gehen. Weil der richtige Planwagen aber schon voll war, fuhren wir im Viehtransporter mit. Bequem mit Heuballen zum Sitzen ausgestattet, gezellig!

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Bei der Apfelplantage wurde uns kurz gezeigt, wie man den Apfel pflückt (mit der Hand umschließen und nach oben wegdrehen, bis der Stiel vom Zweig abbricht) und dann durften wir losziehen und uns die schönsten Exemplare aussuchen. Es gab u.a. Elstar, Cox, Goudreinette und auch Conference-Birnen. Die neue Sorte rote (!) Golden Delicious hätte ich gerne mal probiert, aber die waren leider noch nicht reif. Der große Kaaskop ist Goudereinette-Fan (obwohl diese Sorte eher zum Backen und Musen geeignet ist) und ich mag Elstar gerne, also konzentrierten wir uns auf diese beiden. Und auf das Genießen der tollen Farben, der Herbstsonne, der Familienzeit und des Apfeldufts in der Luft!

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Und ja, ich war auch dabei, diesmal hab ich sogar Beweise! (Steh ja sonst nie auf den Fotos..)

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Wir pflückten auch ein paar Blumen auf dem Feld, aber da war fast nur noch Unkraut übrig. Der kleine Kaaskop fand es trotzdem toll, zwischen den hohen Blumen durchzulaufen!

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Mit ein paar Blümelein und 1,5 kg Äpfeln warteten wir auf den Wagen, und dieses Mal hatten wir mehr Glück und erwischten sogar den richtigen Planwagen. Mit Logenplatz für den kleinen Kaaskop, der übrigens einen der selbst gepflückten Äpfel gleich verputzte, wie ihr seht.

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Danach gab es noch eine riesige Waffel für ihn, einen HotDog für mich und einen Blaarkop-Burger (so heißt die Schafrasse des Hofs) für den großen Kaaskop. Während der kleine Kaaskop noch ein bisschen in der Herbstsonne spielte, tat ich im Hofladen mein Bestes, nicht zu viele der tollen aber teuren Dinge dort zu kaufen. Am Ende entschied ich mir für Brombeermarmelade, Apfel-Flieder-Saft und einen Kürbis, der Montag zu Suppe verarbeitet wird. Und dann ging es schnell zurück nach Hause, denn Opa kam zum Babysitten. Der große Kaaskop und ich gingen endlich, endlich mal wieder zu zweit auswärts essen! Und es war perfekt: der Bus hielt quasi vor der Tür, die Atmosphäre war schön, das Essen sehr lecker (falls es jemanden interessiert: ich hatte ein Blätterteig-Tartelette mit Ziegenkäse, Feigen, Rukola, Walnüssen und Honig, gefolgt von Melanzane Parmigiana (=Aubergine) und als Nachtisch Cheesecake mit frischen Erdbeeren. Uff!), das Personal sehr freundlich und die Unterhaltung sehr entspannt. Und Opa hat auch genossen: der kleine Kaaskop war superlieb, wollte beim Nachtisch auf seinem Schoß sitzen und hat beim Einschlafen halt Opas Hand gehalten anstatt Mamas. Awww!

Am Sonntag fuhren wir relativ spontan zu Ikea. Bei einem unerlaubten Kissenwurf war Anfang der Woche eine kleine Tischlampe zu Bruch gegangen und wir brauchten eine neue. Außerdem wollte ich noch nach ein paar anderen Dingen schauen. Als ich am Vortag vorgeschlagen hatte, am Sonntag zu Ikea zu fahren, hatte der kleine Kaaskopgerufen: „Jaaaa! Ikea!!….Aber ich will nicht ins Kinderland!!“ Er hatte nämlich offenbar immer noch ein kleines Trauma von seinem ersten Mal dort. Der Arme! Wir versicherten ihm, dass er da nicht hin müsse und stellten uns darauf ein, dass er mit uns mitgehen würde. Doch als ich im Auto fragte, ob er da nicht vielleicht doch hinwolle, sagte er zwar erst „nein“, aber 2 Minuten später wollte er plötzlich doch hin. Er wurde zusehends begeisterter vor Vorfreude und erklärte, er werde auch nicht weinen, wenn er abgeholt werden will. Und siehe da: er wollte immer noch ins Smaland-Kinderland, als wir dort vor der Tür standen! Damit hatte ich total nicht gerechnet! Ich versicherte ihm ungefragt, dass wir ihn sofort holen kommen, wenn er nicht mehr da bleiben will und sagte, er solle einfach am Tisch etwas malen gehen, wenn ihm die anderen Kinder zu wild sind, und wenn er zu uns will, solle er einfach zu der netten Frau dort sagen, dass sie uns anrufen soll. Und so kam es, dass der große Kaaskop und ich in aller Ruhe durch Ikea schlendern konnten. Erst 2 Minuten, bevor wir den kleinen Kaaskop sowieso hätten abholen müssen (länger als 45 Minuten dürfen die Kinder da nicht bleiben), wurden wir angerufen, dass er abgeholt werden will. Ich war echt superstolz auf den kleinen Kaaskop! Und das hab ich ihm natürlich auch gesagt. Er war selber auch ganz stolz und will demnächst wieder ins Smaland-Kinderland. Aber gerne doch, mein Schatz! Hihi!

Zum ersten Mal im Ikea-Smaland

So schnell werden manchmal Pläne umgeworfen. Weil wir gestern auf einem Geburtstag waren und Hausarbeit erledigt haben, wollten wir heute alles ruhig angehen und nichts unternehmen. Aber dann war so schönes sonniges Wetter und wir wollten raus. Und zwar nicht nur auf den Spielplatz um die Ecke, sondern zum kinderboerderij (eine Art Streichelzoo mit Spielplatz, gibt es hier in Holland in jedem anständigen Park). Der kleine Kaaskop war am Papafreitag dort gewesen und freute sich. Sicherheitshalber checkten wir noch schnell online, ob der sonntags überhaupt auf hat. Hatte er nicht, jedenfalls nicht in den Wintermonaten. Was nun? Da einer der vielen, vielen Punkte auf meiner To-do-Liste „neue Handtücher kaufen“ war, beschlossen wir, zu Ikea zu fahren. Und vorher zum kinderboerderij im dortigen Park zu gehen. Der hatte geöffnet, hurra!

Wir guckten uns die Ziegenbabys und Esel draußen an und gingen dann noch drinnen im Stall bei den Schweinen, Kaninchen und der Ziegenmama mit den allerjüngsten Zicklein gucken.

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Danach noch auf den Spielplatz, ein bisschen wippen,klettern und Sand rutschen lassen.

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„Hau-ruck!“ – „Nog meer, papa!“

Und dann zu Ikea. Während der große Kaaskop bei der Umtauschkasse anstand, um unnötigerweise gekaufte Scharniere zurückzubringen, ging ich mit dem kleinen Kaaskop zum Smaland. Er war mittlerweile ganz heiß auf das Kinderland, denn wir hatten ihm während der Fahrt ordentlich vorgeschwärmt. Dummerweise war das Kinderland voll. Ups! Wir mussten anstehen, kein Vergnügen mit einem ungeduldigen Dreijährigen, der nicht versteht, warum die Kinder vor uns endlich reindurften und er nicht. Aber es galt: ein Kind raus, ein neues Kind rein. Nach einer Viertelstunde durfte er dann endlich auch seine Schuhe und Jacke in eine Box legen, einen Aufkleber auf den Rücken geklebt bekommen und durch die gut bewachte grüne Pforte gehen. Hurra! Er würdigte uns keines Blickes, sondern stürmte nach einem flüchtigen Kuss sofort los, Smaland zu erkunden.

Froh, dass das so gut geklappt hatte, bummelten der große Kaaskop und ich durch die Möbelausstellung. Im Schritttempo! In Ruhe! War das herrlich! Aber nach nicht mal 5 Minuten klingelte mein Handy, eine unbekannte Nummer. Und ja, es war eine Smaland-Mitarbeiterin. Der kleine Kaaskop wollte wieder abgeholt werden…

Und so war Familie 044 schon bald wieder vereint. Wir nahmen es locker, denn wir hatten schon damit gerechnet, dass es nicht lange dauern würde. War ja sein erstes Mal dort und als gerade mal drei Jahre alter Dreikäsehoch war er wirklich der kleinste da. Er wollte auch sofort auf den Arm und erzählte ein paar Mal, dass er nicht im Kinderland bleiben wollte. Also schnappten wir uns einen Wagen, setzten ihn hinein und brausten durch das Selbstbedienungslager. Handtücher, hopp, neue Seifenpumpe, hopp, zwei grüne Laternen für unser Waldschlafzimmer, hopp, hopp. Schnell in den Wagen und weiter. Nach dem Bezahlen erstmal ein Eis und Kaffee auf den Schrecken. Alle wieder entspannt und fröhlich, was will man mehr!

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(Der Nummernstempel soll sicherstellen, dass niemand ein Kind klaut. Die Farbe ging zum Glück wieder ab. Schade, ich dachte schon, ich könnte so tun, als sei ich auf einem Konzert oder so gewesen..)

Den restlichen Nachmittag verbrachten wir zuhause mit Malen (guck mal einer an: Fingerfarbe geht mit einem warmen Waschlappen wieder von frisch gestrichenen weißen Wänden ab) und Duplo/Playmobil. Morgen ist Mamamontag, dafür habe ich mir etwas Besonderes ausgedacht. Bin selber schon ganz gespannt! Gute Nacht und einen guten Wochenstart!

Kleiner Nachtrag: Das Besondere war der erste Tag meines Styling-Experiments. Könnt ihr hier nachlesen!