Mama muss basteln

Im Anlauf zum zweiten Geburtstag des Mini-Kaasköpfchens muss ich mal wieder Abstriche bei meiner Me-time machen. Aber das hab ich mir selbst eingebrockt, schließlich wollte ich ja unbedingt kreativ sein und eine Motivtorte machen. Ja genau, „machen“ – denn „backen“ kann man das ja nicht gerade nennen: Biskuitboden (mit Fertigmix wegen der Gelinggarantie)  zu füllen und dann ein Bild aus Marzipan und Fondant oben drauf zu kleben, fällt ja eher in die Kategorie „basteln“, oder?!

Jedenfalls hab ich am Samstag endlich den endgültigen Entwurf in 1:1-Größe gezeichnet und losgelegt! Am Samstagabend habe ich verschiedene Farben Fondant und Marzipan gemacht, wobei ich festgestellt hab: das geht viel besser mit Ausrollen, Falten, Asurollen anstatt mit Kneten! Am Sonntag während B.s Mittagsschlaf habe ich Dikkie Dik, den Stern, die Zahl und den Schneemann ausgeschnitten (der Schal war knifflig!), mein göttlicher Göttergatte hat auch mitgeholfen (zweifellos von meiner Begeisterung angesteckt, denn er findet meinen Tortenentwurf sehr klasse!). Er hat die Buchstaben ausgestochen und den Hut vom Schneemann ausgeschnitten.

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Oh, ich bin echt voll happy mit meinem Entwurf und freu mich riesig, dass es bisher so gut geklappt hat! Der Schneemann, den ich von einem Cupcake-Förmchen abgemalt hab, gefällt mir so viel besser als der olle Standardschneemann aus meinen ersten Entwürfen!

Mir fehlen nur noch ein paar Tannenbäume, aber die sind schnell ausgestochen. Werde ich an einem der nächsten Abende machen. Oder am Samstag, wenn ich die Torte zusammensetze. Jetzt muss ich nämlich erst mal die Schneemänner für B‘.s traktatie für die Kitagruppe ausschneiden und anmalen. Dafür ist mir übrigens auch etwas besseres als die bisherigen Kreationen eingefallen! Ich verrate schonmal soviel: es wird ein Schneemann mit Mini-Babybel im Bauch…

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Mama muss kreativ sein

In knapp zwei Wochen wird B. 2 Jahre alt. Und zu seinem Geburtstag gibt man in der Kita natürlich etwas aus, am liebsten besten etwas Gesundes. Letztes Jahr in der Babygruppe (0-2 Jahre) gab’s Äpfel für die Kinder, easy peasy. Da hab ich einfach einen Beutel kleine Äpfel gekauft und Partyfähnchen mit Blättern aus grünem Tonpapier oben hineingesteckt.

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Dieses Jahr, in der Kleinkindergruppe (2-4 Jahre), soll es etwas spektakulärer sein. Nicht die üblichen, langweiligen snack size Rosinenschachteln mit Foto, keine Seifenblasen (es sollte schon etwas essbares sein, finde ich!). Und weil Winter ist, möchte ich etwas Winterliches machen. Perfektionistisch wie ich bin, habe ich schon im Dezember angefangen, darüber zu grübeln. Schneemänner will ich machen! Aber aus was? Es soll ja nichts Süßes sein, also fällt Zuckerguss & Co. für die Deko aus. Bei Google und Pinterest fand ich nichts, das mir zusagte. Aber selbst ist die kreative Mama: ich habe mir einfach selbst etwas ausgedacht!

  • herzhafte Muffins mit einem Schneemann aus Papier oben drauf
  • eine in etwas weißes gewickelte Mandarine (alternativ: Käse und Weintrauben) mit einem Schneemann aus Papier oben drauf
  • ein mit Käse oder so gefüllter Blätterteigschneemann mit einem Hut aus Papier

Ich zweifle nur noch, welche Kreation es werden soll. Ich hab daher mal probegebastelt. Vor allem, um zu gucken, wie realisierbar meine Ideen in Wirklichkeit sind. Die Muffins brauch ich nicht auszuprobieren, ich hab da ja ein tolles Rezept für herzhafte Muffins. Mit der Mandarine klappte es jedenfalls ganz gut, so auf die Schnelle am Samstagabend:

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Mit Weintrauben sah es auch ganz gut aus. Ist aber mehr Arbeit und weniger rund.

Der Blätterteigschneemann gefiel mir weniger, denn das Ausstechen und Füllen war doch mehr Arbeit als gedacht – außerdem ist er von Außen nicht hell genug für einen Schneemann.

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Hm. Vielleicht ein Mini-Babybel und ein ungefüllter Blätterteigkreis mit Kokos drauf? Käse liebt mein kleiner Halb-Kaaskop ja. Mandarinen allerdings auch. Mandarine UND Babybel?! Das habe ich, als es mir einfiel, gleich mal ausprobiert, war aber leider auch nicht so der Hit.

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Die Größe vom Kopf kann ich ja leicht anpassen, aber im Vergleich zur Mandarine ist mir der Babybel etwas zu klein. Oder die Mandarine zu groß. (Wie bei der Gewicht-Größe-Tabelle *lach*)

Mist. Ich glaube, ich werde nochmal drüber schlafen, ich hab ja noch etwas Zeit. Wie ich mich kenne, wird es aber vermutlich am Ende die Mandarine oder ein herzhafter Muffin mit Papierschneemann. Meine kreativen Ideen sind nämlich meistens aufwändiger, als mir lieb ist. Und seit ich Mama bin, bin ich etwas wählerischer bei den Aktivitäten, mit denen ich meine kostbare Zeit verbringe, in der das Kind schläft und ich wach bin und weder spülen, noch aufräumen, Rechnungen bezahlen oder sonstwas machen MUSS. Vielleicht bin ich auch einfach zu faul, für 12 Kinder und 2 Erzieherinnen großartig zu basteln. Ich glaube außerdem, dass die anderen Eltern es mir vermutlich nicht in Dank abnehmen, wenn ich allzu aufwändige traktaties mache. Wenn alle es sich einfach machen, fühlt sich keiner unter Druck gesetzt, im Namen seines Kindes etwas mit Wow-Effekt für die Kita-Genossen zu basteln. Und die Kleinen freuen sich sowieso. Eine klassische win-win-Situation! Deal.

Ein lekker Wochenende

Also, ich weiß ja nicht,wie es bei euch aussah, aber mein Wochenende kriegt 8,5 von 10 Punkten! (Punktabzug für ein paar Momente der Ungeduld meinerseits bei Kooperationsverweigerung seitens B. und das frühe Gewecktwerden).

Was wir so alles gemacht haben? Nicht besonderes eigentlich. Am Samstag nach dem entspannten Frühstück fuhren wir einkaufen, danach gab’s fast sofort Mittagessen. Ausnahmsweise mal warm (hier in Holland isst man ja mittags Brot und abends warm), um zu testen, ob der kleine Schlingel dann besser isst. Hat aber, trotz superleckerem Herbstsalat mit Bio-Fleisch, leider nicht geklappt. B. übte lieber die Messerbenutzung, statt zu essen. Ach, er hat zumindest etwas Fleisch und die Birnenstücke gegessen.!

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Während der kleine Mann schlief und der große Mann spülte und die neue Stereo-Anlage anschloss, radelte ich „kurz“ zum Einkaufscenter, um meine neuen Stiefeletten abzuholen, die ich bestellen lassen musste.

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Und weil der Göttergatte mir Shoppingzeit gönnt, hab ich auch gleich noch nach einem neuen Schlafsack für B. geguckt (stattdessen aber nur einen süßen Pulli gekauft) und der Bücherei einen kurzen Besuch abgestattet. Als ich später als geplant wieder nach Hause kam, war dort grad das Kind aufgewacht und der Kaffee fertig. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Park.

Abends machte ich zwei Skizzen für B.’s diesjährige Geburtstagstorte und backte schonmal den Biskuitboden. Weil B. gerade Dikkie Dik toll findet, will ich den orangefarbenen Kater drauf machen. Ich denke, es wird das linke Motiv:

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(Und ja, ich schreibe inzwischen meistens auch privat automatisch Niederländisch.)

Am Sonntag bummelten wir ein wenig im Haus rum, kauften noch ein paar vergessene Dinge ein und gingen kurz auf den kleinen Spielplatz in der Nähe des Supermarktes. Nach dem Mittagsschlaf gab es Sahnetorte, denn ich hatte zuviel Teig und deshalb noch einen zweiten, kleinen Biskuitboden gebacken. Zum Glück hatte ich ja eh keine guten Vorsätze (Abnehmen?!) gemacht! Lekker!

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Und weil schönes Wetter war (lekker weer), verbrachten wir den Nachmittag wieder im Park, bis die Sonne unterging der Park um 17 Uhr geschlossen wurde.

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Abends gab es einen winterlichen Eintopf mit stoofpeertjes (in rotem Saft und Gewürzen gegarte Kochbirnen). Mit Rotwein, lekker!

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Und auch an diesem Wochenende wieder ein paar neue Erkenntnisse, denn man lernt ja nie aus:

  • Irgendwie schläft A. auf meiner Matratze besser. Und ich schlafe auf meiner Matratze doch nicht so lekker. (Jaha, lekker ist ein sehr vielseitiges Wort im niederländischen Sprachgebrauch. Kann man für alles mögliche benutzen!)
  • Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Leute ihre Kinder bei diesem Wetter ankleiden.
  • B. schläft mittags problemloser ein als abends.
  • Es gibt im Winter nur Winterkinderschlafsäcke zu kaufen.
  • Man kann in Holland doch Kniestrümpfe für Jungs kaufen. Allerdings nur in uni Schwarz und Dunkelblau.
  • Schnittblumen sind in Deutschland offenbar sauteuer: für die drei kleinen Sträuße, die A. beim Blumenstand um die Ecke für insgesamt 8 Euro kaufte, bezahlt man in good old Germany, wenn ich dem Preisaufkleber glauben darf,  8 Euro pro Bund! Wow.
  • Mein Sohn hat immer noch Angst vor dem lauten Staubsauger, Mist.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart! Groetjes, Kristine

Backe, backe Kuchen!

Mein Opa war Konditor und wenn ich auch nicht sein Talent geerbt habe, dann wohl doch zumindest die Leidenschaft! Ich backe gerne! Ist das etwas typisch Deutsches? Hier in Holland ist die Backabteilung im Supermarkt meiner Meinung nach jedenfalls recht mager ausgestattet, das ist mir schon kurz nach meinem Umzug zu den Kaasköppen aufgefallen. Die meisten Leute kaufen Kuchen und Torten im Laden, meist nicht mal vom „richtigen“ Bäcker/Konditor. Bäckereien gibt es hier auch lange nicht so viele wie in Deutschland, und die meisten Leute kaufen ihr Brot im Supermarkt. Schmeckt ja doch alles gleich! Deutsche Bäcker, hach, wie man sich über so etwas Alltägliches freuen kann, wenn man mal wieder in good old Germany ist! Krustenbrot, knackige Brötchen (nicht die schlappen Dinger, die man hier so kriegt), Laugenbrezel, leckeren frischen Kuchen… Seufz! Ich freu mich jetzt schon auf das paradisische Angebot hinter der Glasscheibe in der erstbesten Bäckerei, der ich bei unserem nächsten Deutschlandbesuch begegne! 🙂

Der einzige Kuchen, den Holländer gerne mal selberbacken, ist appeltaart (Apfelkuchen). Finde ich gar nicht mal so lecker, denn da kommen Rosinen rein und die mag ich nur im Rosinenbrötchen… In den letzten Jahre sind Cupcakes und neuerdings auch Motivtorten in die Mode gekommen, daher findet man diese Zutaten mittlerweile reichlich in den meisten Supermärkten hier. Aber gemahlene Mandeln, gehackte Nüsse, geriebene Zitronenschale usw.? Fehlanzeige. Wenn, dann in Winzportionen und superteuer. Daher lasse ich mir die Zutaten für die Weihnachtsbäckerei meistens von Besuch aus Deutschland mitbringen.

Ich freue mich schon total darauf, mit B. zum ersten Mal Weihnachtsplätzchen zu backen! Mit fast 2 wird er jawohl dieses Jahr alt genug sein, um wenigstens die Plätzchen auszustechen, oder? Bisher bäckt er nicht mal Sandkuchen in der Sandkiste… Ich werde ihm im Dänemarkurlaub wohl mal Nachhilfe darin geben 😉

Okay, es ist noch etwas früh im Jahr, um über Weihnachtskekse zu schreiben. Eigentlich wollte ich ja auch „nur kurz“ zeigen, was ich seit meinem Motivtorten-Workshop bei Taart Op Maat.nl vorletztes Jahr in meiner knappen freien Backzeit so fabriziert habe! Hier die Geburtstagstorte von meinem Winterkind:

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(Um den Rand steht in Weiß sein Name. Der Schlitten und Hut des Schneemanns sind aus Lakritz und das Grüne in der Mitte ist ein 1-Kerze. Die Hintergrundfarbe sollte eigentlich eisblau sein, aber das Selbermischen hat nicht so geklappt…)

Und hier die Torte zur Geburt der Tochter von Freunden:

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(Mit den Perlen am unteren Rand habe ich versucht zu vertuschen, dass ich das Marzipan zu knapp abgeschnitten habe… aber pssst!)

Cupcakes habe ich natürlich auch schon öfters gemacht, damit kann man sich auch so schön kreativ ausleben! Mittlerweile habe ich schon mehrere spezielle Backbücher im Schrank stehen. Und ständig neue Ideen. Jetzt muss ich nur noch die Zeit finden, mal wieder zu backen!