Wenn ich twittern würde (14)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • „Da vorne sind endlich die Berge! Das erkennt man daran, dass Berge oben spitz sind und Wolken nicht.“ Niederländisches Kind (5) sieht zum ersten Mal Berge.
  • Die Wiese war gestern grün und jetzt ist sie weiß, also hat es geschneit.“ Wie war das mit „Kinder kriegen ihre Intelligenz von der Mutter“??
  • „Pommes! Pommes!! …Und jetzt Pizza! Pizza! Pizza!!!“ Bin verwirrt. Sind wir jetzt auf der Skipiste oder im Bistro?
  • Jo mei, wenns hier in Bayern ka Krupuck geben tut, nimma hoalt normale Chips. Oder so.
  • Nach einem Vormittag auf der Piste ist es übrigens eine gaaanz dumme Idee, zum Mittagessen Kaiserschmarrn zu machen. Jedenfalls ohne Elektromixer.
  • Kind im Auto zu mir: „Mama, wenn ich ein Rosinenbrötchen darf, musst du nie wieder einen Pups einhalten!“ Deal.
  • Die Nachmittagsbetreuung ruft tatsächlich sofort die Eltern an, wenn das Kind unabgemeldet nicht erscheint. Für Sie getestet.
  • Deutschland: Der Skiverleih akzeptiert nur Bargeld. Holland: Das erste Eis des Jahres (eine Kugel) mit EC-Karte bezahlt. Mein persönlicher Culture Clash.
  • Der Fünfjährige hat schonmal Kaffee gekocht. Eigentlich wollte er ja den Tisch decken, aber das war ihm dann doch, „zu anstrengend“. Aber vor 7 Uhr aufstehen wollen, oder wie?!
  • Habe im Auto eine CD mit Deutschrock eingelegt. Hm. Klingt irgendwie…putzig.
  • Das Kind bevorzugt seit einer Woche den Papa als Vorleser und Einschlafbegleitung. Soll ich mich jetzt heimlich freuen oder eine Runde weinen gehen?
  • Herrlich, die Frühlingssonne! Ach übrigens: Wann kommt eigentlich wieder der Fensterputzer?
  • Niederländische kleine Kinder, die ihre Eltern siezen und sie „Mutter“ und „Vater“ nennen. Es gibt sie noch! #kinnladewiederhochklapp
  • Wenn der technische Zustand deines Autos deinem inneren Schweinehund ein Schnippchen schlägt..
  • Autopilot: Wenn man nach dem Winter zum ersten Mal wieder das Rad nimmt und bei Ankunft beim Büro nach einem Parkpatz Ausschau hält.
  • Am Abend vor einer katholischen Beerdigung ein Curry mit Lauch essen. What was I thinking?!
  • „Was für Batterien müssen da rein? AA? BB? Oder CC?“ Hachz!
  • Mein Arbeitsweg ist eine olfaktorische Herausforderung: frischgebackenes Brot (morgens), Abgase, frischgemähtes Gras, Benzin, Pommes (abends), Kuhscheiße…alles dabei!
  • Der Fünfjährige hat einer Mitschülerin völlig aus eigenem Antrieb 10 Cent abgegeben, damit sie auch einen bunten Papierstreifen für den Regenbogen der Spendenaktion kaufen kann. Irgendetwas mache ich also doch richtig!
  • Ich habe ein paar Stunden kinderfrei und jetzt weiß ich nicht. Frisör? Küchenboden wischen? Magneten für den Familienplaner basteln? Bloggen? Buch lesen? Shoppen? Hilfeeeee!
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Wenn ich twittern würde (13)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • Ich schicke den Vierjährigen eine leere Klopapierrolle wegschmeißen. „Nein, Mama, damit können wir noch was basteln!“Oh Gott, was hab ich getaaaaaan?!
  • Radfahren im Dunkeln ohne Licht sollte verboten werden. Oh!
  • Habe aus Versehen „raamspinazie“ auf den Einkaufzettel geschrieben. Und jetzt weiß der Mann nicht, wo er im Supermarkt den Fensterspinat finden kann. Blöde false friends
  • Das Kind hat Bügelperlen geschenkt bekommen. „Die kann man bügeln und dann schmelzen die zusammen!“, erklärt es mir begeistert. „Können wir ja mal machen“, antworte ich. „Womit denn?!“- „Na, mit dem Bügeleisen.“ – „Haben wir eins? Wo denn?!“ Gute Frage…sehr gute Frage…
  • Wie meine Schwiegermutter mal mit einem Kaffeegutschein Zug fahren wollte… Erzähl ich, wenn ich fertiggelacht habe.
  • 5 Minuten nach Anfang des Kindergeburtstages und ich bin jetzt schon reif für einen Schnapps!
  • Es ist soweit. Ich kann einen Stegosaurus mühelos von einem Brachiosaurus unterscheiden.
  • Das vom Kind sorgfälig gesteckte Bügelperlenbild gaaanz vorsichtig nach oben tragen, gaaanz vorsichtig auf dem Tisch abstellen, um das Bügeleisen zu suchen und… den Drehstuhl so tollpatschig an den Tisch schubsen, dass es Perlen regnet. Kann ich. Gezeichnet, Rabenmutter des Jahres.
  • Habe dem Sohn eine neue Zahnbürste gekauft, damit er eine seiner ausgefransten wegschmeißt. „Ich will die aber behalten!“, ruf er empört und küsst sie liebevoll alle vier auf die Borsten.
  • Meine Küchenwaage freut sich übrigens immer, wenn das Kind beim Backen „hilft“. Wird sie hinterher endlich mal wieder gründlich saubergemacht.
  • Habe auf Facebook eine Gruppe namens „Metal Kutten“ entdeckt und eventuell kann ich, weil ich an die Mehrzahl von „kut“ dachte, nie wieder aufhören zu lachen.
  • Das Kuscheltier des Sohns frühstückt mit. „Hui-Buh ist fertig mit seinem Müsli!“, meldet der Sohn fröhlich. Der Mann antwortet anerkennend: „High-five, Buh!“ und schlägt mit dem Sohn ein. Ich liebe diese beiden.
  • Der Fünfjährige fragt, warum wir eigentlich keinen „Wohnanhänger für den Urlaub“ kaufen. Oh Gott. Mein kleiner Halbholländer hat das Wohnwagengen!
  • An dem Tag, an dem mein kleiner großer Junge nicht mehr in Strumpfhosen durchs Haus hopsen mag, werde ich weinen.
  • Der Mann räumt kopfschüttelnd den Geschirrspüler neu ein und murmelt irgendwas von „Frauen“und „Kurs für räumliches Denken“. Ansonsten ist er aber ein ganz Lieber, ehrlich.
  • Der Vierjährige ruft empört: „Papa, du hast so leise gepupst, dass ich es bis hier riechen kann!“ Er hat das Prinzip verstanden.

Wenn ich twittern würde (12)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • Aus der Reihe „Probleme, mit denen man sich als Importkaaskop rumschlagen muss“: Wie erklär ich dem Vierjährigen denn jetzt, dass es laut TV und Lehrerin noch 3 Tage sind bis Weihnachten, laut Adventskalender und Mama aber nur noch 2?!
  • Die Weihnachtsmannaufklärung kann man ja getrost der Oma überlassen. Einfach vergessen, sie anzuweisen, dass sie die Geschenke nicht im offenen Stoffbeutel sondern im Koffer mitbringen soll et voilà!
  • Der Mann flüstert dem Kind zu: „Guten Affentitt‘.“ Das Kind freut sich, etwas Unanständiges gelernt zu haben und ruft über den Tisch: „Guten Affenappetit!“ Phew.
  • Der Vierjährige mag sein Weihnachtshemd mit Krawatte so gerne, dass er es zwei Tage hintereinander anzieht. Dass ich das noch erleben darf!
  • Dieser Moment der Erleichterung, wenn man von der stockfinsteren deutschen Autobahn nach Holland reinfährt und plötzlich wieder mehr sieht als nur die eigenen Scheinwerfer!
  • Ich so am Esstisch: „Meine Schwester war heute in Düsseldorf shoppen.“ Das Kind so: „Ich find Küsschen eklig!“ Hm. Aufkommende Mittelohrentzündung oder mein vererbtes Talent für Smalltalk?
  • Facebook schlägt mir die Seite „Irrenhaus 24“ vor. Und jetzt weiß ich nicht.
  • Du weißt, dass Schulferien sind, wenn du abends um acht im Dunkeln Händchen haltend auf das Ende deiner 12-Stundenschicht wartest.
  • Ich am Tag vor Silvester so zu Google: aloholfreie Cocktails?
  • Der Vierjährige ruft seiner Tante fröhlich zu: „Hallo Elefant!“ Wenn er so weitermacht, kommt uns bald niemand mehr freiwilllig besuchen.
  • Der Mann erklärt dem silvesterpartycrashenden Vierjährigen, dass er sich „low profile“ halten muss, wenn er nicht doch ins Bett geschickt werden will. Seine parenting skills sind einfach amazing.
  • Das Kind mag die Karamell-Meersalz-Schoki nicht. Schreib ich gleich mal auf den Einkaufszettel!
  • Die Nichte (8) ist zum Spielen und Übernachten da und fragt schon nach einer halben Stunde, ob der kleine Kaaskop auch einen Leise-Knopf hat. LOL
  • Tempolimit 50 auf der Autobahn wegen Glätte. Wir fahren 70 und werden links und rechts überholt. Welcome to Holland.
  • Im Auto. Kind: „Ich sehe was, was ihr nicht seht und das ist…kahl!“ – „Papas Kopf?“ – „Jaaa!“ Kein DNA-Test nötig.
  • Mein Sohn hat heute zum Einschlafen anstatt eines Kuscheltiers zwei Filzstifte mit ins Bett genommen. Und jetzt weiß ich nicht.
  • Zwei Minuten, nachdem der Mann fertig war mit Bodenwischen, krümelt das Kind trotz Warnung auf den Boden. Mann genervt: „Ich hab dir doch gerade gesagt, du sollst aufpassen und nicht krümeln!“ – Kind verteidigt sich: „Das war nicht oft genug! Du musst das hundertmal sagen!“ Wisstabescheid.

 

Wenn ich twittern würde (11)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • Kann ich irgendwo eine Petition unterschreiben zugunsten einer hollandweit geltenden Regelung der Schuh-rausstell-Tage?! #sinterklaasnervtjetztschon
  • Nach 2 Monaten Berufsverkehr in Holland wird mir immer klarer, warum so viele Holländer lieber radfahren. #gelbekennzeichenundso
  • Dass einem morgens um 7 ein Plüschhund dankbar das Bein leckt, weil er gleich den Wasserkocher einschalten darf, sagt einem vorher auch keiner!
  • Wenn das Kind denkt, dass der Papa (Schoko-)Soße im Ohr hat, sollte der Papa deutlicher sprechen (suizen/saus = ein Sausen/Soße).
  • Entwarnung: die braunen Krümel rund ums Klo sind keine Exkremente sondern Kekskrümel. Fragt nicht.
  • Wollte Ende November im Spielwarengeschäft einen Lego-Katalog holen. Ich bin ja auch so naiv!
  • Wenn Vierjährige englische Weihnachtslieder singen: Jingle bell, jingle bell, oh my way! Disconight, weh oh weh, op een slee!
  • Das Schwierige an den Weihnachtseinkäufen ist ja, dem vielen tollen Spielzeug zu widerstehen, das man selber gerne hätte. #allejahrewieder
  • Wenn das Kind morgens unter deiner Decke aufwacht und anstatt „Ich hab Hunger! Steh auf, Mama!“ ruft: „Mama lieb!“ und sich wieder an dich kuschelt – unbezahlbar.
  • Tagesausflug in den Efteling. Das Abendessen des Kindes bestand aus einem giftgrünen Lolli in Form eines Drachenkopfes. Verklagt mich doch!
  • Noch eine halbe Stunde Autobahn und das Kind will nur noch „In der Weihnachtsbäckerei“ hören. Ich bin zwar kein Star, aber: Holt mich hier rauuuuus!!
  • Der Sohn erzählt seiner Tante, dass Mamas Auto total dreckig ist. „So dreckig wie unser Haus.“ Kind zu verkaufen!
  • Am 3. Adventssamstag, wenn Köln ein Heimspiel gegen Dortmund hat, mit der U-Bahn vom Dom/Hbf zum Weihnachtsmarkt auf dem Neumarkt fahren wollen. Ich immer mit meinen blöden Ideen!
  • Habe mir am Sonntagvormittag ein Bad eingelassen, weil das Kind ja grad so schön mit Papa spielt. Ich bin ja auch so naiv!
  • Wie es sich für gute Deutsche gehört, waschen das Kind und ich am Samstag das Auto. Frische Luft und körperliche Betätigung – wieso bin ich nicht eher auf diese Idee gekommen?!
  • Adventsbacken mit dem Vierjährigen. Ich nenne es auch: die große Mehlschlacht.

 

Wenn ich twittern würde (10)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • Dienstagmorgen beim viel zu späten Schuheanziehen ist offenbar ein guter Moment, wichtige Fragen zu stellen: „Mama, wat is oorlog?“ („Was ist Krieg?“) Hoffentlich habe ich mich verhört und er fragte in Wirklichkeit: „Was ist ein Ohrloch?“…
  • Das Kind ist mit verschränkten Armen und zusammengepressten Lippen eingeschlafen. Und jetzt habe ich irgendwie Angst vor morgen.
  • Der Mann so beim Frühstück zum Kind: „Da hast du deinen Knochen!“ #ichkanndaserklären
  • Dass man beim Einkaufen auch ohne Kind zum Verpackungsopfer werden kann, sagt einem vorher auch keiner! Was gucken Marshall und Chase mich auch so niedlich von der Hagelslag-Verpackung an…
  • Kleiner Tipp: nicht am Tag nach dem Badezimmerputzen das Kind auf dem Erdhaufen neben der Baustelle spielen lassen. #ausderkategorieichlernsauchnie
  • Der Preis für die genialste Idee des Jahres geht übrigens an das Kundenbindungsteam von Gartencenter intratuin in Utrecht für den kleinen Zug, in dem die Kinder ihre Runden um einen Weihnachtsbaum drehen, während Mama und Papa einkaufen einkauft.
  • Der Mann zerrt sich beim Aufstehen vom Sofa einen Muskel, ich verdreh mir beim Insbettsteigen das Knie. Läuft bei uns. Nur wir nicht.
  • Sonntagmorgen, gerade mal 7 Uhr und ich muss erklären, warum ich keine Zauberfee werden kann, um das Kind wie gewünscht in einen Marienkäfer zu verwandeln. Ich mag nicht!
  • Schwägerin per Whatsapp um Geschenktipps zum 7. Geburtstag von Nichte 3 gebeten. Antwort: „Sie wünscht sich das Buch xy, Playboy oder Lego geht aber auch immer.“ Damn you, Autokorrektur!
  • Gibt es Schaukeln in der Herbstsonne eigentlich schon auf Rezept oder in Pillenform? Nur so ne Idee.
  • Kind kommt mit Taschenlampe und einem Zettel in der Hand ins dunkle Schlafzimmer getappst, leuchtet den Wecker an und linst auf seinen Zettel. Ich murmel:“Komm noch kurz ins Bett, es ist noch nicht sieben drei null…oh fuck!“ – „Was ist ‚oh fuck‘, Mama?“ Läuft bei uns. Und es ist tatsächlich schon 7.38.
  • Mit veganen Schuhen in Hundekacke latschen – mich vom Schicksal verarschen lassen kann ich!
  • Neuer Playmobil-Katalog fürs Kind = halbe Stunde Pause für Mama. Es könnte ruhig öfter einen neuen geben.
  • Der Vierjährige wünscht sich die Lego-Polizeiwache von Sinterklaas. Ich: „Die ist aber erst ab 6!“ Kind: „Das macht nix, Sinterklaas kann nicht mehr so gut lesen.“
  • Der Mann so beim Frühstück zum Sohn: „Du klingst wie Adolf Hitler!“ Ich bezweifle allerdings, dass der „Ich! Will! Milch!“ geschnarrt hat.
  • Da bastelt man mit dem Kind zum ersten Mal eine Laterne und dann sind alle Fotos verwackelt oder zu dunkel. So war das nicht abgemacht!
  • Wenn ich nochmal auf die Idee komme, ein Essen für 8 Erwachsene und 7 Kinder auszurichten, sperrt mich bitte ohne WLAN im Keller ein, bis ich zur Besinnung gekommen bin.

Was die niederländische Mutter von der deutschen unterscheidet

Im Juli hatte ich mal verbloggt, was das niederländische Kind vom deutschen unterscheidet. Weil einer meiner Follower auf Instagram sich einen Vergleich zwischen der niederländischen und der deutschen wünschte, gibt es heute quasi eine kleine Fortsetzung:

  • Die niederländische Mutter greift nicht zu homöopathischen Mittelchen, wenn der Nachwuchs kränkelt. Paracetamol ist hier in Holland das Allerheilmittelchen. und ansonsten gilt die Devise „Zähne zusammenbeißen und durch, der Schmerz hört bald wieder auf“. Hatte ich schon mal erwähnt, dass hierzulande ein Dammschnitt/-riss manchmal noch unbetäubt genäht wird und bei IVF die Follikelpunktion nicht unter Narkose gemacht wird wie in Deutschland? Just saying!
  • Die niederländische berufstätige Mutter muss in der Regel abends nach der Arbeit und dem Kinderabholen noch schnell kochen, deshalb freut sie sich über das vielseitige Angebot von vorgeschnittenem oder vorgegartem Gemüse im Supermarkt. Die Umwelt? Naja, aber es ist sooo praktisch!
  • Die niederländische Mutter findet, dass sie eine bessere Mutter ist, weil sie berufstätig ist, und eine bessere Mitarbeiterin, weil sie Mutter ist. Sie wird nicht schief angeschaut, weil sie ihr Kind schon im Alter weniger Monate 2-4 Tage die Woche in die Kita oder zur Oma gibt. Nicht zu lange damit warten (also spätestens so mit 10 Monaten), wird einem hier von anderen Müttern geraten, sonst fällt dem Kind die Eingewöhnung so schwer.
  • Die niederländische Mutter hat kein Problem damit, ihrem Kind am Sonntagmorgen um 6 das Tablet zu geben, damit sie noch ein bisschen weiterschlafen kann. If mom ain’t happy, ain’t nobody happy!
  • Die niederländische Mutter ist keine Raben- sondern eine Läusemutter. Manche jedenfalls, denn „luizenmoeder“ ist eins der Ehrenämter an niederländischen Grundschulen: in der Läusehochsaison kommen die Läusemütter ein- oder zweimal in die Schule, um allen Kindern die Haare mit einem Läusekamm auf die kleinen Biester zu kontrollieren.
  • Die niederländische Mutter hat keinen Kärcher; sie hat einen Fensterputzer, der regelmäßig die Fenster von außen putzt. Denn holländische Häuser haben viele und gerne auch große Fenster…
  • Die niederländische Mutter findet Ferbern nicht grausam, wieso denn auch? Mit der „kiekeboe-methode“ (Guck-guck-Methode) lernt das Baby doch gerade, dass Mama immer zurückkommt und es keine Angst zu haben braucht! Und das consultatiebureau empfiehlt das doch auch…
  • Die niederländische Mutter braucht keinen Adventskalender zu basteln. Kaufen auch nicht. Advent? Das ist nur was für Strenggläubige. So Leute, die am Sonntag nicht bügeln, weil dann ja Ruhetag ist und nichts gearbeitet werden darf. Gibt es hier, hauptsächlich im bijbelbelt (Biebelgürtel).
  • Die niederländische Mutter hat starke Waden, schließlich radelt sie bei Wind und Wetter mit durchschnittlich zwei Kindern im Fahrradsitz oder dem Lastenrad zu Kita, Schule und Arbeit. Deshalb trägt die niederländische Mutter genauso regelmäßig eine Matsch- oder besser gesagt Regenhose wie das typisch deutsche Kind.
  • Das bevorzugte Schuhwerk der niederländischen Mutter ist der Stiefel/die Stiefelette. Kann man fast das ganze Jahr über tragen (außer im Sommer), sieht modisch aus (sehr wichtig!!) und der Absatz ist nicht zu hoch oder schmal zum Hinter-dem-Kind-herrennen. Win-win.

Was die beiden Spezien gemein haben: sie achten auf gesunde Ernährung und wollen nur das Beste für ihre Kinder, die bei ihnen immer an erster Stelle kommen.

 

Wenn ich twittern würde (9)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • „Think like a bikini“ steht in dem Text, den ich übersetzen soll. Ich glaube, ich brauche erstmal Kaffee. Viel Kaffee!
  • Murphy’s Law für Eltern lässt grüßen: da will man sich EINMAL einen ruhigen Abend auf dem Sofa machen, wenn der Mann außer Haus ist….wacht das Kind mit Wachstumsschmerzen auf und will nur bei Mama im Bett weiterschlafen. MIT Mama natürlich.
  • Du weißt, dass dein Sternzeichen Waage ist, wenn du dich nicht entscheiden kannst, ob du zu deinem Geburtstag für deine Kollegen einen süßen oder herzhaften Kuchen backen sollst.
  • Note to self: in Holland keine deutschen Kuchenrezepte mehr benutzen wollen. Steh ich mal wieder ratlos vor dem mageren Angebot an Backzutaten. #pff
  • Reality Check auf der Baustelle. Kind ruft begeistert: „Ich werde später auch mal Bauarbeiter!“ Bauarbeiter antwortet ächzend: „Wenn ich du wäre, würde ich lieber was Anständiges studieren.“
  • Stell dir vor, es ist Verkehrsinfarkt und du steckst mittendrin. #möp
  • Ist eine Flasche Motoröl zum Geburtstag eigentlich schon ein Scheidungsgrund?
  • Der Vierjährige lässt den Playmobil-Feuerwehrmann an einem „Alligator“ hängend über den Duplo-Zoo fliegen. Ach, Alligator, Generator, pupsegal, mit beidem kann man fliegen, oder? #hachz
  • Heute kommt der Schulfotograf und nun frage ich mich: haben die Eltern des Jungen in der Jogginghose das vergessen oder ist das einfach die lässige Art der Holländer?
  • Kleiner Tipp: es ist ’ne ganz dumme Idee, einem neugierigen Vierjährigen die Geschichte von den Kölner Heinzelmännchen zu erzählen, dabei Erbsen mit Leim zu verwechseln und sich am nächsten Tag eine Gutenachtgeschichte auszudenken, in der die Heinzelmännchen im elterlichen Haus wohnen. *verstecktvorsorglichdenLeim*
  • Warum Deutsche kein Scrabble spielen: PKW-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung
  • Merke: verwechselt das Kind Mittwoch mit Samstag am Morgen, bleibt die gute Stimmung den restlichen Tag für alle verborgen. #reimdichoderichfressdich #yougetmydrift
  • Ach übrigens: es ist nicht so, dass in Holland nie Stau ist, weil alle mit dem Fahrrad fahren. Die Holländer fahren mit dem Fahrrad, DAMIT sie nicht im Stau stehen!