Fast Weihnachten – wo bleibt der Stress?

Weihnachten kommt ja bekanntermaßen immer ganz plötzlich. Meistens bin ich auch so ein Weihnachtsopfer, das sich der eigenen hohen Ansprüche an das Fest der Liebe wegen alle Jahre wieder Stress macht. Aber dieses Jahr…. lese ich im Netz überall Tipps gegen Weihnachtsstress und Gejammer darüber, wie viel noch zu tun ist, und ich merkte plötzlich: Ich habe gar keinen Weihnachtsstress! Wie konnte denn das passieren?

Offenbar lerne ich manchmal doch aus meinen Fehlern. Und ich habe mich tatsächlich vom Perfektionismus verabschiedet – jedenfalls was Weihnachten betrifft.

Nur 2-3 Sorten Kekse gebacken? Macht nix, wir naschen ja wegen des vielen Zuckers eh nur ein paar pro Kaffeestunde, deshalb reichen die bis Weihnachten. Ich vermisse zwar ab und zu ein paar meiner anderen Lieblingsweihnachtsplätzchen, aber man kann ja nicht alles haben. Lieber entspannt mit dem kleinen Kaaskop 2 Sorten Kekse backen und Zeit für andere schöne Vorweihnachtstätigkeiten haben (und die Figur schonen) als das Backen zur Pflichtübung mit viel Stress und mieser Laune zu degradieren und im Januar über den noch dicker gewordenen Schwimmreifen zu jammern!

Auch der Geschenkekauf gab dieses Jahr wenig Stress. Ich habe früh angefangen. Und ich versuche, mich mit Geschenken etwas zurückzuhalten, schließlich gab es schon etwas zu Sinterklaas, hat der kleine Kaaskop im Januar schon wieder Geburtstag, und zählen Bücher und Hörspiele bei uns nicht zu Geschenken, weil ich die des Deutsch-Inputs wegen das ganze Jahr über einfach so mal hervorzaubere. Das große Geschenk für den kleinen Kaaskop hab ich neulich im Internet bestellt (bzw. bestellen lassen) und ansonsten kriegt er eins aus dem Geschenkevorrat im Kleiderschrank (hauptsächlich günstig ersteigertes Playmobil) und etwas von Tante, Onkel und Oma. Die Geschenke für die mitfeiernden Erwachsenen waren relativ schnell besorgt, denn das sind nur die oben genannten Personen plus der große Kaaskop und ich. Geschenke müssen auch nicht mehr romantisch sein, gut eingebürgert wie ich bin, freue ich mich auch über praktische Geschenke oder welche, die ich selbst ausgesucht habe… Verpackthabe ich die paar Geschenke jedenfalls abends ganz gemütlich vorm Fernseher, „Love actually“ (Tatsächlich Liebe) lief, da kann manja nebenbei etwas wickeln und kleben.

Das Schmücken haben wir dieses Jahr kleckerweise erledigt: am Tag nach Sinterklaas ein bisschen, an den Mamamontagen ein wenig und den Baum, der seit dem 3. Advent ungeschmückt im Wohnzimmer stand, am 4. Advent erst. Klar, am liebsten hätte ich natürlich gleich am 6. Dezember (eher geht nicht, will ja Sinterklaas nicht beleidigen) das ganze Haus weihnachtsfertig gemacht. Aber das Wochenende hat nur 2 Tage, man hat ja auch noch andere Dinge auf dem Programm stehen, die Abende von Eltern sind kurz und in Ruhe schmücken mit einem sehr aktiven fast Vierjährigen dabei…nee, lass mal. Irgendwo muss man der guten Laune wegen Abstriche machen. Let it go! (Irgendwann MUSS ich mir doch mal diesen Film angucken…) Niemand außer dir selber verlangt, dass alles frühzeitig anständig geschmückt ist.

Die Weihnachtskarten wurden wieder mit 5-Minuten-Fotoshoot-Foto versehen im Internet versandfertig bestellt, und 30 Adressen kann man ja auch abends vor dem Fernseher eben auf die Umschläge schreiben.

Den alljährlichen Weihnachtsmarktbesuch hatten wir, wie berichtet, bereits vor langer Zeit eingeplant, Weihnachtsfeier im Büro steht erst im Januar an und da keiner von Familie Importkaaskop einem Verein angehört, enthält unser Terminkalender keine solchen Pflichtveranstaltungen. Yeah!

Das Menü stand auch relativ schnell fest: an Heiligabend gibt es das Gleiche wie jedes Jahr, nämlich Brathähnchen mit Apfelmus, gebratenen Minikartoffeln und Salat, zum Nachtisch Eis mit einem Brownie, zur Feier des Tages in Sternform ausgestochen. Am 1. Feiertag, wenn die Schwiegermutter kommt, machen wir uns auch nicht furchtbar viel Arbeit. Es gibt Hirsch nach einem unkomplizierten Rezept, Herzoginkartoffeln und grüne Bohnen, zum Nachtisch das Spekulatius-Tiramisu, das wir schon seit zwei Jahren zu Weihnachten machen. Lecker. Einfach. Kein Stress.

Gut, wegen des Outfits bin ich nochmal extra losgezogen, aber habe auf die Schnelle nichts finden können, und deshalb wird es einfach der neue Glitzerpullover mit Jeans-oder Cordrock und schicken Schuhen. Ein zuckersüßes Weihnachtsoutfit für den kleinen Kaaskop habe ich seit seinem zweiten Weihnachtsfest gestrichen, das will er ja eh nicht anziehen, und so gibt es dieses Jahr nur eine weihnachtlich grüne Hose mit einem grauen Shirt mit Glitzerstern drauf. Das habe ich neulich spontan beim Hema mitgenommen. Festlich genug. Wir kandidieren schließlich nicht für die Wahl der weihnachtlichen Bilderbuchfamilie!

Ihr seht: das Ansprüche runterschrauben klappt ganz gut. Es muss nicht alles perfekt sein, schön wird Weihnachten eher dann, wenn alle entspannt bleiben, denke ich. Und, ultimativer Tipp für entspannte Weihnachten: macht nach den Feiertagen eine Liste der Dinge, die nicht gut gingen und wie man das besser machen könnte. Ich gebe zu, ich hatte vergessen, dass wir letztes Jahr so eine Liste gemacht hatten, aber meine Schwester hat dran gedacht und es standen ein paar nützliche Tipps darauf. Zum Beispiel, die Batterien der Kamera rechtzeitig aufzuladen. „Ruhe bewahren“ wird wohl PMS-bedingt nicht ganz leicht sein, aber ich werde mich bemühen, versprochen!

In diesem Sinne: Fröhliche, entspannte Weihnachten euch allen!

IMG_0166

Advertisements

Meine persönlichen Spielzeug-Tops und Flops

Nach fast vier Jahren Muttersein habe ich einige Erfahrung mit Spielzeug sammeln können. Unter anderem mit Blick auf Weihnachten und den danach anstehenden Geburtstag des kleinen Kaaskop möchte ich gerne etwas Spielzeug ausmisten, und deshalb habe ich mir den Inhalt der Spielzeugkisten und des Schranks meines Sohns mal etwas genauer angeschaut. Außerdem gab es beim Albert Heijn Supermarkt eine Spielzeugsammelaktion für Sinterklaas: in den Filialen konnte man altes aber gut erhaltenes Spielzeug abgeben, das anschließend an Bedürftige (Kinder aus armen Familien, Flüchtlinge usw.) weitergegeben wird. Schließlich können sich nicht alle Eltern Sinterklaas- oder Weihnachtsgeschenke leisten. Eine gute Sache also. Wir haben auch einen Sack mit abgelegtem Spielzeug abgegeben. Darin befand sich unter anderem einer meiner

persönlichen Spielzeugflops:

ein Sortierball. Den hat der kleine Kaaskop zu seinem 2. Geburtstag geschenkt bekommen, aber nie damit gespielt. Ich weiß auch warum. Das Ding hat 10 verschiedene Löcher! Und die ähneln sich zum Teil sehr. Da macht das Sortieren keinen Spaß, weil es zu frustrierend ist. Außerdem lässt er sich nur schwer zusammen- und auseinandernehmen. Ich hatte auch mal eine andere Sortierbox gekauft, mit nur 4 Öffnungen. Aber da lag der Deckel lose auf, sodass der kleine Kaaskop die Klötze nicht durch die Öffnungen steckte, sondern einfach den Deckel abnahm und die Klötze dann reinschmiss. Warum sich anstrengen, wenn es auch einfach geht… War also auch nicht so der Hit.

Ein weiterer Spielzeugklassiker, mit dem bei uns nicht viel gespielt wurde: Bauklötze. Ich hatte richtig schöne aus Holz gekauft, aber wirklich gebaut hat der kleine Kaaskop nie damit. Die fallen nämlich viel zu leicht runter. Sie sind auch recht klein, aber das scheint normal zu sein. Doof.

Auch mit der Kugelbahn hatte ich kein Glück. Sie war ein Spontankauf (weil Angebot in der Drogerie), von Eichhorn. Ich dachte: „Schön, aus Holz und mal was anderes als richtige (runde) Kugeln.“ Leider bleiben die Teile ziemlich leicht stecken, wenn sie durch den Schwung ein winziges bisschen ungerade auf der Schiene landen. Immerhin waren die rundesten der Teile zuverlässig genug, dass der kleine Kaaskop gerne mal damit gespielt hat. Trotzdem hätte ich besser eine mit richtigen Kugeln kaufen sollen.

IMG_0081

Noch so ein Klassiker: die Motorikschleife. Diese ist von Ikea, habe ich in einem 2nd-hand-Laden gekauft. Irgendwie hat sich der kleine Kaaskop aber nicht besonders dafür interessiert. Das Ding war bei uns eher Deko. Mit Seht-her-wir-haben-pädagogisch-wertvolles-Spielzeug-Gehalt.

Auch die Werkbank von Black&Decker, der wir im Baumarkt nicht widerstehen konnten, steht die meiste Zeit ungenutzt in der Ecke. An den ersten 2-3 Tagen hat der kleine Kaaskop zwar begeistert damit gespielt, doch seitdem spielt er eigentlich nur noch mit dem beiliegenden Werkzeug. Da hätten wir besser nur ein Werkzeugset (Zange, Hammer und Bohrmaschine) kaufen können. Spart auch Platz.

IMG_0088

In einem Online-Shop entdeckte ich diese Hammerbank mit Glockenspiel. EIne Superkombi, dachte ich. Wäre es auch gewesen, wenn man nicht sehr viel Kraft haben müsste, um die Kugeln durch die Löcher zu schlagen. Selbst als Erwachsener muss man da kräftig draufkloppen, für Kleinkinder also nicht wirklich geeignet. Und das Glockespiel ist auch nicht besonders gut gestimmt, sodass „Alle meine Entchen“ darauf ziemlich schief klingt. Schade.

IMG_0084

Noch ein Flop: das Parkhaus von Ecoiffier. War ein Geschenk von Freunden und ich mache seitdem einen großen Bogen um diese Marke. Das Bewegen des Aufzugs ist nämlich etwas tricky und erfordert feinmotorische Fähigkeiten, die Kinder ab 18 Monate noch nicht wirklich haben. Außerdem fällt das Parkhaus ziemlich leicht auseinander, wenn man ein eher wildes Kind hat.

DSCN4381

Da investiere ich lieber in eins meiner

persönlichen Spielzeugtops:

Duplo. Ich liebe Duplo, und der kleine Kaaskop spielt sehr viel und gerne damit. Wir haben unter anderem ein Haus, ein paar Tiere, den Zahlenzug, einen Radlader, verschiedene Bauplatten und natürlich ganz viele Steine.

DSCN7655

Auch die Spielküche war ein Hit; obwohl der kleine Kaaskop zurzeit kaum noch damit spielt. Jedenfalls benutzt er sie nun nicht als Küche. Er spielt lieber Supermarkt mit den Lebensmitteln, die er im Laufe der Zeit zu seiner Küche dazubekommen hat.

IMG_0082

Dieses Frühstücks-Schneideset von New Classic Toys war übrigens auch ein Volltreffer.

IMG_0075

 

Als er noch ein Baby war, hat der kleine Kaaskop auch gerne mit der FisherPrice-Spielkugel-Pyramide gespielt. Die haben wir auch wirklich immer mitgenommen, wenn wir irgendwohin gefahren sind. Weil sie so vielfältig ist: man kann Türme bauen, alle Schalen zu einem Ball zusammenbauen, mit der kleinsten Kugel zielwerfen….

DSCN3720

Was ich übrigens auch sehr empfehlen kann, sind solche Steckbausteine. Die besitzen wir zwar nicht, aber in der Kita spielt der kleine Kaaskop sehr gerne damit. Dort nennen sie die Dinger „noppers„, wegen der Noppen.

Wie ihr seht, gehöre ich weder dem Team „nur ästhetisches Holzspielzeug“ noch dem Team „Plastik ist praktischer“ an, ich mag beides. Die Mischung macht’s! Und in der Kategorie Plastik bin ich auch von den LittlePeople von FisherPrice angetan. Vor allem das Flugzeug, das der kleine Kaaskop letztes Jahr zu Sinterklaas bekommen hatte, wurde viel bespielt. Doof finde ich nur, dass man die Sound-Funktionen nicht ausschalten kann.

IMG_0083

Mittlerweile kann man mit dem kleinen Kaaskop ja auch endlich Brettspiele o.Ä. spielen. Beim Obstgarten von Haba spielt er selten nach den Regeln bzw. überhaupt zu Ende, weil er wohl nicht will, dass der Rabe was kriegt und deshalb schnell das restliche Obst erntet oder den Raben selbst wegstellt. Die kleine Regenbogenraupe und dieses Lotto-Spiel mit Tierfotos mag er aber gerne und die werden bei uns auch oft gespielt. Gerne mal am Frühstückstisch..

IMG_0080

Auch für Playmobil ist der kleine Kaaskop jetzt endlich alt genug. Einen Teil meiner (na gut, die Hälfte gehört meiner Schwester) alten Playmobilsammlung haben wir bereits in Gebrauch und weil es davon sooo viele tolle Sachen gibt, haben der große Kaaskop und ich (und Tante A., Onkel S. und Oma) auch ein paar neue Sets gekauft. Zu Weihnachten und Geburtstag wird es etwas aus der Feuerwehr-Kollektion und der WildLife-Serie geben. Ich liebe Playmobil! Anfang des Jahres habe ich mir sogar ein eigenes Set gekauft, eine Special Edition des Rijksmuseum: das melkmeisje von Vermeer. Damit wird aber nicht gespielt, die ist nur zur Deko.

IMG_0079

Insgesamt stelle ich fest, dass der kleine Kaaskop mit seinen fast 4 Jahren nach wie vor am liebsten mit Duplo spielt. Und mit Fahrzeugen aller Art. Puzzle liebt er auch gerade, 54 Teile kann er schon gut zusammensetzen. Und wie gesagt spielt er sehr gerne Supermarkt. Ich denke, es wird zu Weihnachten oder zum Geburtstag eine Spielzeugkasse geben. Einen ganzen Kaufladen möchte ich nicht, der nimmt mir zuviel Platz weg und bisher findet er es prima, wenn seine Kinderküche oder der zweistufige Küchenhocker als Theke fungiert. Außerdem will ich mehr Verkleidungszeug zusammensammeln. Rollenspiele sind in diesem Alter ja auch recht beliebt. Eine neue Murmelbahn soll er bekommen, und zwar eine von Hubelino, weil man die mit unseren geliebten Duplo-Steinen verbauen kann. Und ich liebäugle mit ein paar richtigen Musikinstrumenten (Ukulele, Xylophon oder so). Hat da einer von euch einen Tipp für mich?

Kleinkinder essen..

…zu fett, zu viel und zu süß. Stand in diesem Artikel von Eltern.de, den ich über ihre Facebook-Seite gefunden hab. Hab ich als Kleinkindmutti natürlich sofort angeklickt und gelesen, schließlich braucht man ja immer neues Futter (haha) für das Schuldgefühl. Aber was hab ich mich wieder geärgert, ich glaube,ich werde Eltern.de wirklich mal ent-gefälltmir-en. Die Reaktionen der FB-Fans waren natürlich wieder schön aggressiv und besserwisserisch, das reichte von Reaktionen à la „Die Scheiß-Nahrungsmittelindustrie ist schuld“ über „also, MEIN Kind isst aber gesund und liebt Gemüse“ und „Kinder können sehr gut ganz auf Zucker verzichten“ bis hin zu regelrechten Grundsatzdiskussionen über welche Kleidergröße ein Dreijähriger zu tragen hat, bzw. dass Kinderkleidergrößen gar nichts daüber aussagen, ob ein Kind zu dick oder zu dünn ist. Man kennt das ja. Wahrscheinlich haben sich die Online-Redakteure wieder voll ins Fäustchen gelacht, dass ihr provozierender Pinnwandeintrag zu so viel Aktivität auf ihrer Seite geführt hat.

Egal, ich fand den verlinkten Artikel jedenfalls unabhängig von den erwartungsgemäßen Reaktionen der FB-Fans irgendwie doof. Etwas zerstückelt, zu wenig Zusammenhang im Textverlauf. Und dadurch mitunter verwirrend. Mir fehlte außerdem der Mehrwert für Eltern. Den erhobenen Zeigefinger braucht doch wirklich kein Mensch! Regelmäßige Leser von Elternzeitschriften jedenfalls nicht.

Dass in Kinderprodukten heimlich doch zuviel Süßes (Apfelsaftkonzentrat, Traubensaftkonzentrat) und anderer irreführender Kram drin ist (biologischer Rohzucker z.B., der wirklich nicht gesünder ist als Kristallzucker), dürfte jawohl mittlerweile allen Müttern (Väter scheinen sich meiner Erfahrung nach nicht wirklich mit solchen Themen zu beschäftigen) bekannt sein. In dem Artikel wird einerseits darüber geklagt, dass Kinder zu sehr an Süßes gewöhnt werden, obwohl sie eigentlich ganz auf Zucker verzichten können. Andererseits wird erwähnt, dass kein direkter Zusammenhang zwischen Zuckerkonsum und Übergewicht nachgewiesen wurden konnte (warum also ganz verzichten?!), und werden als gesunde Rezepte Kekse mit getrockneten Aprikosen und Milchshakes mit Erdbeer und Banane empfohlen. Die sind doch auch hammersüß?! Soviel zur Gewöhnung an Süßes. Und wenn Zucker gar nicht zwangsweise zu chronischem Übergwicht führt, warum soll man dann ganz drauf verzichten? Geniet, maar met mate, heißt es hier in Holland. (Genieße, aber in Maßen.)

Unsinnig fand ich auch, dass u.a. Leber als Folsäure-Lieferant empfohlen wird. Leber! Die mögen ja nicht mal die meisten Erwachsenen. Auch merkwürdig im Zusammenhang mit Vitamin D: „mindestens 1 Stunde an der frischen Luft toben – ohne Lichtschutzfaktor, außer im Sommer„. Da frag ich mich doch, wer sein Kind außerhalb des Sommers mit Sonnenmilch eincremt?! (Außer beim Skiurlaub natürlich.) Außerdem hab ich neulich noch gelesen, dass im Sommer schon 10-15 Minuten Sonne ausreichen, um die nötige Portion Vitamin D zu produzieren. Hm. Dann bezieht sich die 1 Stunde wohl nur auf den Winter? Oder soll man im Sommer gar nicht ohne Lichtschutzfaktor rausgehen? Etwas verwirrend formuliert, finde ich.

Oh, diesen Übergang fand ich auch unlogisch: „Kinder, die bereits als Babys mehr Gemüsevielfalt erleben, essen auch als 7jährige mehr Gemüse. Mit anderen Worten: Schon in der Schwangerschaft Gemüse satt!“ Ja nee, der Zusammenhang is sofort klar…

Der einzige gute praktische (!) Rat in dem Artikel ist meiner Meinung nach dieser: „Kleinkinder an die ganze Gemüsepalette gewöhnen und nicht aufgeben, wenn es nicht gleich klappt“ und: „sie müssen ein Lebensmittel 10 bis 16mal angeboten bekommen, bevor sie es akzeptieren„- aber das wusste ich schon. Sogar das consultatiebureau weiß das. Steht hier in Holland in jeder Broschüre über Ernährung von Kleinkindern. Daher hab ich mich in der Babyzeit des kleinen Kaaskop über mein aus dem Deutschen übersetzte Babykochbuch aus der Bücherei gewundert, in dem empfohlen wurde, anfangs nicht zu viele Gemüse- und Obstsorten anzubieten. (Übrigens: dass das Buch von einer deutschen Autorin stammte, war mir gleich klar, als ich die vielen Rezepte mit Pastinaken in den ersten Kapiteln sah. Pastinaken im Babybrei sind hier in Holland wirklich nicht üblich. Und nachdem ich so ein Gläschen mal probiert hatte, weiß ich auch, warum nicht, bah!)

Und jetzt hör ich auch zu lästern. An sich stand ja schon das ein oder andere Wissenswerte in dem Artikel, wenn man sich selbst noch nicht intensiv mit Ernährungstipps für Kleinkinder beschäftigt hat. Aber schlecht geschrieben fand ich ihn trotzdem. Meine persönlichen Tipps und Feststellungen zum Thema „Kleinkinder essen“:

  • Die verschiedenen Gemüsesorten immer wieder anbieten und ab einem gewissen Alter verlangen, dass das Kind wenigstens ein kleines Löffelchen probiert (auch wenn das oft mit der Erziehungssünde „Erpressung“ einhergeht). Wir machen das so, seit der kleine Kaaskop 2 ist. Kein winziges Häppchen probiert = kein Nachtisch. Der Nachtisch ist übrigens fast immer fettarmer Naturjoghurt mit etwas Obst. So geht der kleine Essensverweigerer doch mit etwas Gesundem im Bauch zu Bett.
  • Ein Baby, das alles aufisst, was man ihm vorsetzt, kann als Kleinkind plötzlich zum Gemüseverweigerer werden. Hab ich auch erlebt. Also nichts drauf einbilden, wenn euer Baby ein Allesfresser ist und eventuell sogar Leber (siehe oben) mag..
  • Kleine Kinder finden rohes Gemüse oft leckerer als gekochtes. Hab ich selber festgestellt und neulich auch irgendwo gelesen. Statt des Kekses am Nachmittag nehm ich daher auch mal Paprikastreifen, Möhrchen oder Gurke mit in den Park bzw. auf den Spielplatz. Und zur Brotmahlzeit steht auch meistens ein Schälchen Rohkost auf dem Tisch.
  • Wenn der kleine Kaaskop „Limonade“ kriegt, ist das meistens Wasser mit gaaaaanz wenig Limonadensirup. Kalten Kräutertee mag er auch, er findet es immer voll toll, wenn er einen Teebeutel auspacken und in seinen Becher hängen darf. Der Tee zieht zwar in kaltem Wasser nur bedingt, aber das macht ihm nichts aus. Hauptsache, der Becherinhalt ist farbig.
  • Tricks, die bei uns ab und zu, leider nicht immer, helfen: lustige Namen für das Gemüse ausdenken, z.B. „grüne Pommes“ für Bohnen; so tun als wolltet ihr dem lieben Kleinen etwas von seinem Teller klauen (der kleine Kaaskop ruft dann meistens: „Nee! Ikke!“); ein Häppchen für xxx (der Hund von Tante Liesbeth hat schon so einiges an Gemüserisotto gegessen, kann ich euch sagen!); jedes Häppchen vom „guten“ Essen mit einem Häppchen vom „weniger gesunden Essen“ abwechseln (bei uns funktioniert das z.B. mit Wurst und Krupuk als „weniger gesundes Essen“).
  • Wenn man Gemüse essen will, das das Kind wirklich nicht mag, kann man ihm ein anderes Gemüse anbieten – aber kein komplett anderes Essen. Zum Beispiel Möhren zum Fisch anstatt Porree.
  • Sich keinen Kopf machen, wenn das Kind nur den verlangten Mindesthappen isst. Es ist noch nie ein Kind am gedeckten Tisch verhungert, heißt es. Und wie ich gelesen habe (ja, ich lese viel!), muss man nicht gucken, wieviel ein Kind pro Tag isst, sondern wieviel es pro Woche isst.
  • Der allgemein bekannte Trick mit der pürierten Gemüse im Gemüse bzw. in der Soße ist übrigens auch nicht schlecht. Allerdings habe ich schlechte Erfahrungen gemacht mit pürierten Champignons in Tomatensoße: das sieht aus wie Kotze…

Ich werde euch bald mal mein superleckeres Zucchinisuppenrezept verraten, wirklich zum Schüsselausschlecken lecker! Und kinderfreundlich.

 

 

Frustessen? Essensfrust!

Kennt ihr das? Ihr habt euch nach der Arbeit bemüht, für den Nachwuchs etwas Gesundes zu kochen, mit Gemüse, von dem ihr zu wissen glaubt, dass der/die Kleine es mag….und dann isst das Kind nichts!

Nun ist es zum Glück so, dass mein Mini-Kaaskop nicht zu dünn ist. Ich kenn da Eltern mit kleinen Essensverweigerern, die froh sind, wenn die beiden Kleinen zumindest einen doppelten Nachtisch essen – ganz nach dem Motto: jede Kalorie zählt! Aber ich finde es trotzdem sehr frustrierend, wenn B. das Essen nicht anrührt. Ist er einfach schon zu müde? Spielt er ein Machtspiel mit uns? Ist was mit seinen Zähnen nicht in Ordnung? (Das Zähneputzen ist schließlich auch so ein issue bei uns.)

Wie ich ja vor ein paar Tagen schon erzählt hatte, scheint es keinen Unterschied zu machen, ob wir mittags oder abends warm essen. Obwohl man ja nach einem Versuch nicht wirklich zuverlässige Schlüsse ziehen kann. Ich vermute, dass es eine Kombination aus Machtspiel und kein-Hunger ist. Jedenfalls ruft B. zurzeit sowieso bei allem und jedem fest entschlossen und kopfschüttelnd: „Wil niet!“ Und da er nicht nachts nach Essen brüllt, hat er vielleicht außerdem einfach nicht genug Hunger, pardon: Appetit – ein oft gehörter Ausruf von niederländischen Eltern ist: „Hunger haben nur die Kinder in Afrika!“

Wahrscheinlich sind wir selber nicht ganz unschuldig daran. Wir stopfen ihn zwar tagsüber nicht mit Butterkeksen Reiswaffeln und Co. voll, aber es kann schon sein, dass B. insgesamt einfach so viel tagsüber futtert, dass sein Bäuchlein abends nichts mehr will. In der Kita isst er oft 3 (!)  Scheiben Brot zum Mittag und kriegen die Kinder so gegen halb fünf/fünf noch 1-2 Reiswaffeln oder soepstengels (Grissini), und weil B. wie sein Papa sehr maulig wird, wenn er Hunger hat, kriegt er zuhause auch meistens beim Essenmachen ein Stück Gurke oder Paprika zum Knabbern. Dann hat er zumindest schonmal ein paar Vitamine intus! Obst isst er übrigens immer gerne, mein kleines Obstmonster! Am liebsten würde ich es mir daher leicht machen und ihm einfach mehr Obst geben als den abendlichen Gemüsekampf mitzuspielen. Aber zuviel Fruchtzucker soll ja auch nicht gut sein. Seufz. Man hat’s auch nicht leicht!

Vor ein paar Tagen habe ich dann etwas Neues ausgedacht: Weil ich vermute, dass mein Mini-Kaaskop seine eigene Art Trennkost praktiziert (Reis und Nudeln bevorzugt ohne Soße, Käse und Brot separat), habe ich statt des Ikea-Tellers (gibt es Eltern, die nicht die Kalas-Serie im Haus haben?) das Kindertablett mit den Fächern hervorgeholt und alles schön getrennt serviert.

DSCN7312

Eigentlich hatte ich ein fast mit dem Vorher-Foto identisches Nachher-Foto erwartet, aber das lief dank eines neu entdeckten Tricks etwas anders: Nachdem B. wild den Kopf geschüttelt und „wil niet!“ gerufen hatte, obwohl er voller Vorfreude sein Tablett zum Tisch getragen hatte, aß er doch ein paar kahle Nudeln. Als ich ihn aufforderte, doch die Gabel oder den Löffel zu benutzen, nahm er die Gabel und piekste das einsame Stück Zucchini auf, das unbeabsichtigt zwischen die Nudeln geraten war. Ich freute mich schon, aber leider zu früh. Er legte es nur ins „richtige“ Fach. *augenroll* Kurz danach freute ich mich zum zweiten Mal zu früh: B. entdeckte den Elefanten unter den Nudeln und rief freudig: „Fant! Törlö!“ (Das „r“ ist noch etwas schwierig.) Ich sag also zu ihm: „Ja, toll, was! Iss mal noch ein paar Nudeln, dann siehst du noch mehr Elefant.“ Aber da schüttelte er den Kopf und sagte ein wenig traurig: „Wil niet törlö…wil niet…“ Mist.

Aber dann hatte ich die zündende Idee! Ich piekste etwas von seinem Essen auf meine Gabel und fragte: „Soll Mama das dann essen?“ Als ich die Gabel schon fast im Mund hatte, rief er: „Mei Happ! Mei!“ Und ließ sich füttern. Und spuckte die Zucchini nicht wieder aus! Hurra! So habe ich noch ein paar weitere Häppchen Gemüse und Nudeln in den Kinderbauch bugsieren können und auch beim Nachtisch klappte es super, er übernahm den Löffel und aß das Schälchen leer. Dass er beim Nachtisch sein ewiges „wil niet“ nicht ernst meint, war mir sowieso klar, denn er liebt seinen Naturjoghurt mit Obst. Machtspielchen, also doch! Am nächsten Tag funktionierte der Trick wieder, haha! Dieser Punkt geht vorläufig an Mama.

DSCN7313

Mein doch nicht so ruhiges Wochenende

Eigentlich wollten wir ja nach dem vollgeplanten vorletzten Wochenende (Kindergeburtstag, Enkel-Fotoshoot) für letztes Wochenende nichts planen und einfach etwas rumbummeln. Aber. Ich wollte ja schon ewig mal wieder zu Ikea, um ein zweites Töpfchen, einen Kindertisch und und und (keine Kerzen, sondern einen Kerzenständer, den ich aber voll vergessen hab, so ein Mist..) kaufen. Und Wocheneinkauf mussten wir ja auch noch machen. Und Wäsche waschen. Und irgendwas ist ja auch immer!

Meine aktuellen Wochenenderkenntnisse:

  • Ein zweiter Erwachsener wird schon gebraucht, wenn man einen fast zweijährigen kleinen Jungen zu Ikea mitnimmt. Einer guckt sich in Ruhe alles an, der andere rennt hinter dem kleinen Wirbelwind her, der laut lachend alles erkundet. Ja, die Ikea-Liebe liegt in der Familie! Sogar A. ist mittlerweile Fan, ha!
  • Ich habe kein Problem damit, schon um 16 Uhr warmes Abendessen zu verputzen. Zwischen Ausstellungsbereich und Ladenbereich liegt bei unserem Ikea das Restaurant, und da wir alle Hunger hatten und eh da essen wollten, es aber blöd gewesen wäre, um viertel vor 4 noch Kuchen und ´ne Dreiviertelstunde später warm zu essen, holten wir uns gleich Köttbullar, ein Schwedenhackschnitzel und Saté-Spieße. Um 16.10 Uhr waren wir mit dem Essen fertig. 2013-11-09 16.09.37
  • Es ist um 16 Uhr schon überraschend voll im Ikea-Restaurant! Und zwar nicht nur mit Leuten, die Kuchen essen…
  • B. mag die Köttbullar nicht so. Pommes fand er aber offensichtlich sehr lekker.
  • In B.´s Alter (21 Monate) kriegen Kinder offenbar wieder eine Bitte-bleib-hier-Phase. Bei uns ist jedenfalls zurzeit jeden Abend Theater, wenn B. ins Bett soll.
  • Auch Papas finden mal Tricks: er sagte einfach zu B.: „Papa geht nicht weg. Papa holt nur kurz eine Decke und bleibt in der Nähe.“ Er wollte sich wirklich nur eine Decke holen! Er ließ die Tür zum Kinderzimmer ein Stückchen auf, aber als er merkte, dass B. still blieb, hat er nur kurz gelauscht und sich dann ins Wohnzimmer verkrümelt. Diesen Trick haben wir seitdem schon ein paar Mal erfolgreich angewandt.
  • Man sollte nicht fluchen, wenn das Kind in einer Ich-plapper-alles-und-jedem-nach-Phase steckt (alles ist eine Phase!). (B. kann jetzt „damn it“ sagen…)
  • Mein halbholländischer Sohn mag keine oliebollen (eine Art Ölkrapfen, ähnlich wie Berliner, aber ohne Marmelade)! Seit ein paar Wochen steht der oliebollenkraam (Krapfenstand, bzw. -wagen) wieder auf seinem Stammplatz bei uns um die Ecke, und am Sonntag konnten A. und ich nicht widerstehen und haben drei Stück (mit Korinthen) gekauft. Den Puderzucker, den es traditionell dazu gibt, fand B. sehr interessant, aber nachdem er ein Stück oliebol probiert hatte, mochte er den Rest nicht mehr. Mehr für Mama, hihi!
  • DSCN6447
  • Die Schinken-Käse-Muffins, die ich während seines Mittagsschlafs schnell für nächstes Wochenende vorgebacken hatte, fand er allerdings sehr lecker:
  • 2013-11-10 15.17.24
  • Mein Sohn findet, dass Mama UND Papa dabei sein müssen. Nicht nur, dass er nach Papa brüllt, wenn Mama ihn ins Bett bringen will, und nach Mama, wenn Papa das versucht, nein, noch ein bisschen im Bett liegen bleiben, wenn Papa am Sonntagmorgen mit dem kleinen Mann schonmal nach unten frühstücken geht, ist auch nicht mehr drin. Drängelnd stand er in der Schlafzimmertür: „Mama! Komm!“ Pff… Ja, ja, ich komm ja schon. Mpf.
  • Ich brauche mehr ZEIT! Von den Wandaufklebern mit den Urwaldtieren, die schon ewig im Schrank liegen, habe ich zwar endlich ein paar in B.’s Zimmer geklebt, aber weil die etwas verloren wirken, wollte ich eigentlich noch ein paar zusätzliche basteln/malen/farbkopieren, und weil die Palme so klein ist, will ich eine größere basteln (den passenden Karton hab ich mir schon zur Seite gelegt). Aber dazu bin ich auch dieses Wochenende nicht gekommen, bäh. Einen Adventskalender will ich auch noch machen, eine ordentliche Kamera kaufen (irgendwelche Tipps??) und einen Fotokurs belegen will ich auch schon seit Längerem, mit den Fotoalben bin ich schwer im Rückstand…. Hach ja.
  • Mein Mini-Kaaskop liebt Käse. Er isst sich den selber vom Brot (zich de kaas niet van het brood laten eten = sich nicht die Butter (bzw. den Käse) vom Brot nehmen lassen) und lässt das Brot dann liegen. Pff.
  • B. findet Katzen nach wie vor interessant. Als wir am letzten Mamamontag eine kleine Runde gelaufen sind, entdeckte er eine. Und der sind wir dann eine Weile hinterhergelaufen. Er fand das voll interessant, wie die sich putzte und so. Die Katze wusste wohl nicht so recht, wo sie hin wollte. Mal lief sie in die eine Richtung, dann wieder zurück…und wir immer hinterher! Als ich nach Hause wollte, sagte ich zu B.: „Sollen wir mal nach Hause gehen und gucken, ob die Katze mitgeht?“ Es war so süß, wie der kleine Schlingel immer der Katze zurief: „Katz! Meelopen (mitgehen)!?“
  • 2013-11-11 12.18.20 2013-11-11 12.21.08
  • Seine neue geringelte Mütze steht B. sehr gut. *schmelz*
  • 2013-11-11 12.09.34

Legosuppe

Und, was gab es bei euch heute so zum Essen?

100_36232013-06-13 19.27.08

Hm, lecker, Legosuppe 😉

Aber mal ohne Scheiß: wo andere Mütter ihr Kind vor dem Fernseher parken, wenn sie Essen kochen wollen, kann ich B. einfach mit einem Topf mit Deckel, Löffel und Lego irgendwo hinsetzen und er beschäftigt sich eine ganze Weile alleine, anstatt rumzuquaken und an meinem Bein zu ziehen, weil er am Herd mitgucken will. Zugegeben, mit so einem Topf aus Metall kann der kleine Mann ziemlich laute Geräusche fabrizieren, aber wenn ich die Dunstabzugshaube an hab, höre ich das kaum. *kicher*