Mein letzter ganzer Mamamontag

Also, normalerweise bin ich ja bei uns diejenige, die wichtige Daten im Kalender notiert und auch im Kopf behält. Trotzdem habe ich letzten Montag total verpennt, dass es mein vorläufig letzter ganzer Mamamontag mit dem kleinen Kaaskop war! Schluck!

Kurz vor Weihnachten bekam der kleine Kaaskop nämlich sein Willkommenspaket von der Schule, in die er ab seinem 4. Geburtstag Ende Januar gehen wird. In die Vorschulklasse, wie das hier in Holland ab dem 4. Geburstag halt üblich ist. Mit 5 werden die Kinder dann ganz schulpflichtig, etwas gewöhnungsbedürftig für Mütter deutschen Ursprungs… In der Vorschulklasse wird zwar noch viel gespielt und im Stuhlkreis vorgelesen und gesungen und so, aber die Buchstaben und Zahlen lernen die Kinder dort auch schon ernsthaft. Ein ganz anderes Kaliber als die Kita! Von der neuen Umgebung, den neuen Kindern und juffen („Fräuleins“) mal ganz abgesehen.

Jedenfalls fängt morgen schon die Eingewöhnung an. 5 Vormittage darf der kleine Kaaskop in seiner künftigen Klasse „schnuppern“, bevor es richtig losgeht. Weil ja in den Weihnachtsferien niemand zu erreichen war, bin ich also letzten Montag, als die Ferien vorbei waren, gleich mit dem kleinen Kaaskop zur Schule geradelt, um zu vereinbaren, wann genau die „Schnuppertage“ sein werden. Der Einfachheit für uns Eltern halber wollten wir sie auf unsere freien Tage legen, also montags und freitags. Das war kein Problem, aber ich hatte halt nicht daran gedacht, dass dadurch der letzte Montag auch schon mein letzter Montag war, den der kleine Kaaskop ganz mit mir verbringt! Ahhhh! Eigentlich wollte ich an unserem letzten gemeinsamen Mamamontag etwas Besonderes mit ihm unternehmen, aber dazu ist es jetzt ja zu spät, Mist.

Morgen also wird der kleine Kaaskop um 8.35 Uhr in sein künftiges Klassenzimmer marschieren, dort noch bis 8.50 Uhr mit Papa spielen, rumgucken oder sonstwas tun, einer seiner beiden juffen zum ersten Mal die Hand schütteln, und dann wird der große Kaaskop wie alle Eltern gehen und der kleine Kaaskop wird bis 12.15 Uhr das (Vor-)Schulkinddasein üben! Mein großer kleiner Junge….

Ich bin ja gespannt, wie es dem kleinen Kaaskop in der Schule gefällt. Er freut sich jedenfalls schon sehr darauf. Kein Wunder, denn in der Kita kennt er mittlerweile alles Spielzeug und in der letzten Zeit sind immer mehr von den „großen“ Kindern, mit denen er am liebsten spielt, 4 geworden und weggegangen. Weil es in seiner Gruppe Kinder von 2 bis 4 Jahre gibt, sind die Aktivitäten außerdem halt auf Kinder unter 4 abgestimmt. Der kleine Kaaskop ist aber reif für neue Herausforderungen! Na, die wird er in der Vorschule sicher kriegen. Und ein paar Kinder, die er aus der Kita kennt, gehen auch in diese Schule, 2 davon in seine Klasse. Das beruhigt mich schon mal sehr, denn ich hoffe, dass dem kleinen Kaaskop die Eingewöhnung und der Abschied dadurch etwas leichter fallen werden.

Selbst freut sich der kleine Kaaskop ja offenbar am meisten aufs Spielen und die „Comtjuters“. In dem kleinen Willkommensbüchlein stand nämlich, dass es in seiner Schule eine Bauecke, eine Puppenecke, etc. und Computer gibt. Das ist natürlich spannend! Als wir am Montag dort waren, fragte er auch gleich seiner juf das Hemd vom Leib mit gaaanz wichtigen Fragen: „Wo ist das Spielzeug?“, „Wo sind die anderen Kinder?“ (schon zuhause), „Warum bist du dann noch hier?“ Hihi!

Ach ja. Eine neue Ära beginnt. Das stimmt mich ein bisschen melancholisch. Aber ich freue mich auch auf 3 Stunden Me-time jede Woche! Vielleicht schaffe ich es dann endlich mal, die Fotos aus 2013, 2014 und 2015 zu Fotoalben zu verarbeiten. Erstmal aber werde ich mich der Geburtstagsfeierplanung widmen. 4 werden und ein Schulkind werden ist ja nicht Nichts! Der kleine Kaaskop will eine brennende Torte und eine Feuerwehrtorte, oha! Den Schultüteninhalt habe ich auch noch nicht komplett. Genug zu tun also. Ich werde berichten!

Outfit of the day – styled by kleiner Kaaskop

Heute war wieder Mamamontag, und weil der große Kaaskop einen Arzttermin hatte, konnte er mit mir und dem kleinen Kaaskop frühstücken. Er lachte sich schlapp, als ich dem kleinen Kaaskop vorschlug, nach dem Frühstück zusammen in die Wanne zu gehen und der promt antwortete: „Aber du darfst mich nicht pieksen mit deinen Beinen! Deine Beine pieksen, Mama..“ Hab mir dann brav die Stoppeln abrasiert, bevor ich zu ihm ins Schaumbad stieg, haha! (Glatt rasiert sind die übrigens eine klasse Mini-Rutsche, wenn man sie etwas anzieht!)

Weil ich nicht wusste, was ich anziehen sollte, fragte ich den kleinen Kaaskop, ob er wieder was für mich zum Anziehen raussuchen wolle, wie wir schon einmal gemacht hatten. Er wollte. Begeistert zog er den Ikea-Hocker vor den offenen Kleiderschrank. Ich zeigte ihm die Hosen und Röcke und na klar, es sollte ein Rock sein. Ein beige-farbener Cordrock. Dann fragte er: „Wo sind die T-Shirts?“ Ich zeigte ihm die T-Shirts, die Langarmshirts und die Pullis, denn das fällt bei ihm alles unter diesen Begriff. Er hatte sich schnell entschieden: das Tiger-T-Shirt oben auf dem Stapel sollte es sein. Und noch bevor ich ihm alle Strickjacken gezeigt hatte, wählte er mein neuestes Exemplar mit dem recht auffälligen Muster aus. Weil es recht kalt war (leider kein Schnee hier), meinte ich, er solle noch eine Strumpfhose dazu aussuchen. Er verstand zwar erst nicht, warum, entschied sich aber schnell für eine lilafarbene. Schuhe habe ich ihn dieses Mal nicht wählen lassen. Das Ganze sah dann so aus:

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(Äh, ja, ich habe recht große Füße.. Aber nicht so riesig wie die hier aussehen!)

Der kleine Kaaskop hatte übrigens für sich selbst eine grau-schwarz geringelte Strumpfhose und ein rosa-lila geringeltes Langarmshirt mit Affen-Aufnäher rausgesucht. Da passten wir ja farblich zueinander!

Was ich morgen anziehen werde, weiß ich übrigens auch schon: meinen Regenanzug 😦

 

Previously unposted: Ein Mamamontag im Mai

Heute gibt´s was aus der Mottenkiste! Diesen Blogpost hatte ich letztes Jahr geschrieben und dann aus irgendeinem Grund nicht veröffentlicht. Aber zum Löschen ist er zu schön, finde ich. Also gibt es ihn jetzt, ist ja schließlich wieder Mai:

„Das fängt ja gut an!“, dachte ich am Montagmorgen um ca. 6:15 Uhr, als ich hörte, wie der kleine Kaaskop aus seinem Zimmer getrippelt kam und die Badezimmertür aufzog, hinter der der große Kaaskop gerade duschte. Normalerweise, also jedenfalls in den letzten Wochen, schlief er montags immer schön bis halb acht oder so. Diesmal nicht.

Der große Kaaskop nahm ihn mit nach unten, brachte ihn mitsamt Müsli wieder nach oben und fuhr zur Arbeit. Die nächste halbe Stunde ist mir nur vage in Erinnerung geblieben, weil ich versuchte, das Richtigwachwerden noch abzuwehren. Da mein Sohn allerdings anfing, sein (trockenes) Müsli mit der Hand in die Teelichtmulde der Ikea-Laterne auf meinem Nachttisch umzufüllen (und dann wieder zurück in die Schüssel), fühlte ich mich genötigt, einzugreifen. Ich murmelte, er solle damit aufhören. Da stellt er die Schüssel auf meine Bettdecke und fing an, das Müsli aus der Laterne zu essen. Weil ich nicht wollte, dass er die Wachsreste mitisst und weil auch so einiges auf den Boden fiel, setzte ich mich auf, um dem Ganzen ein Ende zu bereiten.

Das hätte ich besser nicht tun können: die Müslischüssel, die auf meiner Bettdecke gestanden hatte, kippte durch meine Bewegung um und gefühlte 500 g Müsli ergossen sich über das Bett, den Fußboden und meine neben dem Bett liegenden Klamotten. Na. Toll.

Außer müde und unwillig war ich nun auch noch sauer, aber weil der kleine Kaaskop ob der motzenden Mama anfing zu heulen, beruhigte ich mich schnellmit einiger Mühe wieder. Das mit der Schüssel war ja gar nicht seine Schuld gewesen.

„Das wird heute nix mehr!“, dachte ich, als ich in der Küche stand und Frühstück für uns beide machte, während der kleine Kaaskop brüllend im Flur stand. Warum er brüllte, weiß ich gar nicht mehr so genau, ich hatte ja noch keine Kaffee gehabt. Ich glaube, er wollte Himbeeren aus dem Tiefkühl zum Frühstück und ich hatte nein gesagt (weil die alle waren). Pffff.

Aber! Ich hatte unrecht…

Nach dem Frühstück ging eigentlich alles ziemlich entspannt. Wir gingen zusammen ohne Kinderwagen, sondern mit dem Laufrad einkaufen und das klappte wider Erwarten ganz toll. Er blieb mehr oder weniger in meiner Nähe und blieb am Straßenrand stehen. Nur an der Kasse hatten wir eine kleine Meinungsverschiedenheit, aber nicht weiter dramatisch.

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Danach guckten wir eine Weile Bauarbeitern zu…

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… und verbrachten einige Zeit auf dem kleinen Spielplatz um die Ecke. Nachmittags blieben wir gaaanz lange im Park und auf dem Spielplatz dort und abends räumten wir zusammen den Garten/Hof auf.

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Und als ich den kleinen Kaaskop nach der Vorlese-Kuschel-Stunde ins Bett gebracht hatte, dachte ich zufrieden: „Das war ein schöner Tag! Bitte mehr davon!“

Besuch von Oma

Wie ich beim letzten Wochenrückblick erzählt hatte, war die Oma aus Deutschland letztes Wochenende da. Vom Wochenende hatte ich ja berichtet, aber vom Oma-Mamamontag noch nicht. Wir haben unter anderem gebacken: es sollte ein schicker Kirsch-Quark-Schneckenkuchen werden. Geworden ist es leider eher…ein Unfall in einem Tunnel. Das kommt davon, wenn man sich nicht an die Anweisungen hält und auf das Tuch zum Ausrollen verzichtet! Eigentlich hätte ich es besser wissen sollen, aber tja, man hat so seine dummen Momente. Das Rezept war im Grunde ein einfacher Quark-Öl-Teig, mit Vanillepudding und Kirschen bestrichen, aufgerollt und in Scheiben in einer Fettpfanne zum Kuchen zusammengebacken. War recht lecker, aber auch keine geschmackliche Sensation.

Wie dem auch sei: wir der kleine Kaaskop hatte Spaß. Er durfte den Mixer halten, das Mehl in die Schüssel löffeln, Quark naschen und die Kirschen auf den Pudding plumpsen lassen. Fand er toll!

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Leider klappte dann das Aufrollen total nicht, die Füllung brach durch den Teig, der an der Arbeitsplatte festklebte und am Ende habe ich die Missgeburt frustriert energisch in einem Stück in die Form gepfeffert.

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Wie peinlich für eine recht erfahrene Hobbybäckerin wie mich…

Ansonsten haben wir viel mit der neuen Eisenbahn gespielt, bei der die Brücke nicht so schnell einstürzt, ein neues Duplo-Haus gebaut und gemalt. Und zwar am Adventskalender.

Ich hatte nämlich auf Pinterest eine Bastelidee mit einem Weihnachtsbaum aus Klopapierrollen gesehen, die ich ganz toll fand. Nur hab ich nicht geguckt, ob da eigentlich eine Anleitung dabeistand, ich dachte, die brauche ich nicht. Klopapierrollen anmalen, zusammenkleben, füllen, fertig. Aber so einfach war das natürlich nicht! Das Anmalen (gemeinsam mit dem kleinen Kaaskop) machte ja noch Spaß, aber dann wusste ich nicht, wie ich die Enden zukleben konnte. Nachdem ich in mühsamer Kleinarbeit (meine Mutter und der große Kaaskop haben geholfen) 24 Kreise mit Laschen ausgeschnitten und aufgeklebt hatte, stellte ich fest, dass das Scheiße aussieht. Aufgeben wolte ich aber auch nicht, und so riss ich die Papierkreise wieder ab und klebte die Rollenenden mit Malerkrepp zu. Das ich dann noch anmalen musste.Seufz. Ich und meine tollen Ideen immer…

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Nächstes Jahr gibt es einen gekauften mit Schokolade!

 

 

Haferkekse mit Cranberries

Zufälligerweise ganz passend zum vorigen Blogpost: Der kleine Kaaskop und ich haben am letzten Mamamontag mal wieder gebacken! Nach dem Nervenkrieg beim letzten Mal habe ich mir ein ziemlich einfaches noch einfacheres Rezept ausgesucht, das mir neulich in die Hände fiel. Diese Kekse fallen wohl eindeutig in die Kategorie „gesund“: kein raffinierter Zucker, kein Ei, kein Weizenmehl… und trotzdem sind sie wirklich lecker! Außerdem fand ich das Rezept sehr kleinkinderfreundlich. Die Zutatenliste ist kurz, es fliegt weder Zucker noch Mehl durch die Küche und die kleinen Helfer können recht viel machen. Diesmal habe ich auch darauf geachtet, die Schüssel rechts neben dem kleinen Kaaskop zu platzieren, sodass seine Linkshändigkeit ihn nicht beim Helfen behindert. Er hat den Kokos in die Schüssel gegeben und mit den Haferflocken verrührt, er hat den Honig vom Löffel in den Teig fließen lassen, die Cranberries dazugegeben (und ordentlich davon genascht), den Mixer gehalten und gezeigt, wo ich das nächste Teigklümpchen hinlegen soll. Ich hab die Kekse aus Zeitgründen ohne Schokolade gemacht, aber lecker waren sie trotzdem, kann ich euch sagen! Der kleine Kaaskop wollte immer noch einen und noch einen, und den Rest der Kekse hat der große Kaaskop am nächsten Tag beim Home Office verputzt. Überhaupt war es ein sehr schöner, harmonischer Tag, weil der kleine Kaaskop und ich wenig Streit hatten. Er war so lieb und fröhlich, dass es eine Freude war. Und obwohl er die Kekse wohl lieber alle selbst aufgegessen hätte, hat er die Schüssel brav unserem Besuch angeboten und dabei sogar gesagt, was ich ihm vorgesagt hatte („Willst du auch einen Keks?“ auf Niederländisch). Süß! Hier das Rezept für diese tollen gesunden Kekse: Haferkokoskekse mit Cranberries (ca. 24 Stück)

Zutaten:

  • 200 g Haferflocken
  • 25 g Butter, geschmolzen
  • 4 EL Honig
  • 55 g Kokosraspel
  • 1 TL Backpulver
  • 3 EL getrocknete Cranberries
  • 50 g Schokolade (72 % Kakaoanteil)

Und so geht’s:

1. Den Ofen auf 190 °C vorheizen. Haferflocken, Butter, Honig, Kokos, Backpulver und 1 Prise Salz in einer Schüssel vermischen. 125 ml heißes Wasser dazugeben und zu einem Teig verkneten. Die Cranberries untermischen. 2. Ca. 24 walnussgroße Kügelchen rollen bzw. in den Händen formen (rollen geht nicht wirklich, dazu zerfällt der Teig zu leicht). Plattdrücken und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. In ca. 25 min goldbraun backen. 1 Stunde abkühlen lassen (weil sonst der Schokoüberzug nicht fest wird). 3. Die Schokolade im Wasserbad schmelzen. Die Kekse mit Hilfe eines Löffels im Zickzackmuster mit der Schokolade verzieren. 2 Stunden festwerden lassen. Eet smakelijk!

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„Schnell“ Kuchen backen – ein Protokoll

Am gestrigen Mamamontag hatte ich keinen Bock auf Spielplatz. Es war recht windig, und der kleine Kaaskop mag keinen Wind. Außerdem hatten wir am Tag davor schon gaaaanz viel Zeit draußen verbracht UND waren wir beide etwas verschnupft (was wahrscheinlich auch der Grund dafür war, dass der kleine Kaaskop von 7:20 Uhr bis kurz vor zehn (!) bei mir im großen Bett weitergepennt hatte). Nachdem wir nach dem Mittagessen eine gefühlte Stunde ca. 20 Minuten ein Bild für Papa gemalt und geklebt hatten (Memo an mich: billigeres Masking Tape kaufen, zwecks Schonung meiner Geizkragennerven!), dachte ich mir: backen wir doch schnell einen kleinen Kuchen für den Nachmittagskaffee! Hinterher dachte ich: warum tu ich mir das eigentlich an? Dazwischen gestaltete sich unsere „schnelle“ Backaktion folgendermaßen:

14.30 Uhr: Ich suche schnell die wenigen benötigten Zutaten zusammen, bevor der kleine Kaaskop von seinem Hocker aus irgendwelchen Scheiß mit den bereitliegenden Backutensilien anstellen kann.

14:32 Uhr: Ich stelle die Backschüssel zum Abwiegen des Zuckers auf die digitale Küchenwaage. Der kleine Kaaskop füllt währenddessen die zweite Schüssel für das abzuwiegende Mehl mit Wasser, grr!

14:35 Uhr: Hilfsbereit wie er ist, hat der kleine Kaaskop zwei Hände voll Zucker aus der Schüssel rausgenommen und auf der Arbeitsfläche verteilt, als er versuchte, ihn wieder in die Tupperdose mit Schiebeöffnung zurückzufüllen. Merke: auf die Folgen vorbereit sein, wenn man zu einem Zweijährigen sagt: „Oh, das ist zuviel Zucker, wir müssen etwas wieder rausnehmen.“ Das könnte er wörtlich nehmen!

14:40 Uhr: Der kleine Kaaskop darf die in der Mikrowelle weichgemachte Butter zum Zucker und Ei geben. Der bereitgestellte Löffel wird ignoriert, mit den Händen geht das bestimmt auch. Der kleine Kaaskop denkt: „Oh, das ist aber schön weich und flutschig! Hey, das quillt ja lustig zwischen den Fingern hervor!“ Mama denkt: „Sch….!“ Merke: VOR dem Überreichen der Butter konkrete Anweisungen geben, und nicht sagen: „Tu die Butter mal da rein.“ Merke auch: Butter vom Wasserhahn und den Händen zu entfernen, macht keinen Spaß.

14:45 Uhr: Der kleine Kaaskop will den Mixer unbedingt alleine festhalten. Na gut. Nachdem ich ihn davor bewahrt habe, seine rechte Hand mitzumixen, wird ihm wohl das Vibrieren des Mixers zu viel und überlässt er mir den Mixer, yes! Schnell die Zucker-Butter-Ei-Masse am Rand der Schüssel auch untermischen…

14:47 Uhr: Der kleine Kaaskop darf das Mehl löffelweise in die Schüssel geben. Zum Glück hatte ich sowieso ein wenig zuviel abgewogen. Die Arbeitsfläche weist nun neben Zucker und Butter auch Mehl auf. Hmpf. Merke: wenn dein Kind linkshändig ist, sollte es bei einer solchen Löffelaktion nicht rechts neben der Schüssel stehen. Merke auch: „Gib mal einen Löffel hier in die Schüssel“ ist nicht konkret genug: der kleine Kaaskop führte mit fragendem Blick den leeren (!) Löffel Richtung Schüssel, hihi!

14:52 Uhr: Ach, ein bisschen mehr Kokosraspel als geplant schadet ja nicht….

14:55 Uhr: Die beiden Bärchenformen werden gefüllt. Der Teig ist zäher als gedacht, aber mittlerweile herrscht in der Küche eh so ein Chaos, dass es mir diesmal nichts ausmacht, dass der kleine Kaaskop weder mit dem Löffel noch mit den Händen im Befüllen seines Bärchens reüssiert und stattdessen den Teig überall hinschmiert.

15:00 – 15:30 Uhr: Die Küchlein backen, der kleine Kaaskop malträtiert mit einem Duplo-Auto die Wohnzimmerwand und Mama putzt die Küche.

15:45 Uhr: Zumindest hat sich der Aufwand gelohnt: der Kuchen ist oberlecker!

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(Ja, er hat hier ein rosa Kleidchen an. Er wollte unbedingt eins an, und dieses hatte ich als ehemalige Nähvorlage in der Schublade liegen.)

18:00 Uhr: Der kleine Kaaskop hat keinen Appetit auf Abendessen.

19:00 Uhr: Mama findet heraus, dass IRGENDJEMAND hinter dem Vorhang in der Zimmerecke einen geheimen Kokoskuchen-Essplatz eingerichtet hat. *Seufz*. *Grins*.

Update große kleine Katastrophe

Wie ich ja erzählt hatte, hat meine Schwiegermutter das Schmusepüppchen (ja wie heißen solche Dinger eigentlich offiziell??) des kleinen Kaaskop verloren. Große Panik, vor allem bei mir. Aber zum Glück scheint das Ganze glimpflich auszugehen: nachdem ich mit dem kleinen Kaaskop die ganze Strecke des Grauens noch einmal abgegangen bin, schien er zu kapieren, dass sein treuer kleiner Freund, dessen „Füße“ er sich beim Einschlafen so gerne unter der Nase entlang reibt, wirklich weg ist.

Weil weder „neuer Berend“ noch Findus

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besonders aaibaar (zum kuscheln geeignet, von aaien=streicheln) sind,  haben der große Kaaskop und ich Hui-Buh aus dem Schrank geholt. Der ähnelt von der Form und dem Material her unserem geliebten Berend und wir besitzen ihn schon genauso lange, aber irgendwie war Berend immer toller. Aber der ist ja jetzt weg. Und siehe da: der kleine Kaaskop akzeptiert Hui-Buh offenbar als Ersatz-Berend und schläft auch in der Kita problemlos mit ihm ein. Puh!

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Nach dem verhängnisvollen Freitag und dem doofen Samstag waren zum Glück der Sonntag und Montag ganz schön. Es war Bombenwetter, der Papa war wieder da und wir haben alle Pläne für den Sonntag abgesagt (bis aufs Wäschewaschen, das muss halt sein) und schön die Seele baumeln lassen.

Am Mamamontag wurde ich zwar schon früh aus dem Bett geschmissen, aber da sich meine PMS für diesen Monat verabschiedet hat, war ich den ganzen Tag total entspannt. (Naja, fast den ganzen Tag. Bleibt anstrengend, die TrotzAutonomiephase!) Nach dem Frühstück gingen wir schnell einkaufen, wobei ich mit der Ausrede, der kleine Kaaskop habe nicht genug Kurzarm-Bodies, noch schnell zum Hema ging. Neues Outfit für meinen Schatz: check!

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(Die Hose stammt übrigens aus der Mädchen-Ecke, aber Blau, Grün und Braun hat er schon genug…)

Den Rest des Vormittags hingen wir ein bisschen im Haus und „Garten“ rum, spielten zusammen, pflanzten ein paar Blümchen ein, und später stellte ich meiner kleinen Wasserratte zwei Schüsseln Wasser hin, mit denen er sich eine ganze Weile alleine vergnügte. Kurz nach 15 Uhr zogen wir los in den Park. Unterwegs schlürfte ich meinen Kaffee, während der kleine Kaaskop ein paar Bauarbeitern zuguckte. Mit dem ganzen Sand und der Sonne fühlte es sich auf dem Spielplatz fast an wie am Strand. Wasser war auch da…. Und diesmal war ich so schlau gewesen, Ersatzkleidung für B. einzupacken, ha!

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Gestört wurde das Urlaubsfeeling nur von einer keifenden Oma. Ein größeres Mädchen, eindeutig geistig behindert (manchmal kann man das ja am Gesicht schon sehen) war richtig doll am schaukeln und offenbar schaukelte sie ein ca. 1-jähriges Kind um, das hinter der Schaukel entlangkrabbelte. Vielleicht hat sie es auch nicht getroffen, ich habs nicht gesehen, aber geheult hat das kleine Kind jedenfalls nicht. Aber Oma kam von der Bank im Schatten 10 Meter weiter weg angestürmt, schnappte sich ihr Enkelkind und keifte irgendwas, das wie „…völlig bescheuert…verpisst euch doch…ihr Irren!“ anhörte. Ts. Ich fand ja, sie hätte halt besser aufpassen sollen, wo ihr Augapfel hinkrabbelt, anstatt so weit weg zu sitzen. Das schaukelnde Mädchen hat schließlich keine Augen im Hinterkopf. Aber gut. Offenbar zum Glück nix passiert.

Abends drehten der kleine und der große Kaaskop nach dem Essen noch eine Runde auf dem Laufrad, und auf dem Rückweg lernte B. ein neues Wort: „Barbie!“ Und damit meinte er….“Barbecue“, hihihi! Auf Niederländisch heißt der Grill, den die Nachbarn von gegenüber vorm Haus angeschmissen hatten, nämlich wie auf Englisch „barbecue“.

Ansonsten geht es mit dem Einschlafen zurzeit eher mühsam, aber das liegt nicht am verschwundenen Berend, sondern daran, dass er gerade eine Phase hat, in der er den Tag nicht loslassen will. Alles in allem: die große kleine Katastrophe ist weniger schlimm als erwartet und ICH vermisse Berend wohl mehr als der kleine Kaaskop….