Worüber ich in den letzten Wochen nicht gebloggt habe

Wochen? Ach, es waren wohl eher Monate. Irgendwie war die Luft raus. Ich habe zwar fleißig Blogs gelesen, Blogartikel angefangen und mir mehrmals vorgenommen, an diesem Tag endlich einen davon weiterzuschreiben, aber nö. Nach 7-8 Stunden hinterm PC im Büro konnte ich mich abends einfach nicht aufraffen, zuhause auch noch auf den Bildschirm zu starren (Instagram und FB auf dem Smartphone nicht mitgerechnet). Dazu kam, dass an den Wochenenden neben Haushalt und Garten natürlich auch Familienzeit auf dem Programm stand und mir wegen Schulferien und zusätzlichen freien Tagen wegen Himmelfahrt, Pfingsten und Fortbildung der Lehrer die Me-Time am Freitagvormittag fehlte.
Ein wenig leid tat mir das aber schon. Schließlich hatte ich eigentlich vorgehabt, etwas regelmäßiger zu bloggen! Stattdessen habe ich es nicht mal auf die Reihe gekriegt, meine Nicht-Tweets regelmäßig um den 15. herum zu veröffentlichen. Möp.
Um euch ein wenig aufs Laufende zu bringen, hier also eine kurze Übersicht der Dinge, die mich in der letzten Zeit beschäftigt haben.
Was ich (noch) nicht verbloggt habe:
  • unseren Besuch der Playmobil-Ausstellung in Venlo
  • unseren Tag am Strand in Noordwijk
  • was sich bei uns im Garten tut
  • meinen Beitrag zur Blogparade von Verflixter Alltag
  • das Rezept für ein leckeres Garnelenrisotto
  • ein Rezept für einen leckeren Schokokuchen
  • ein Blitzrezept für leckere Kekse
  • die Unterscheide zwischen holländischen und deutschen Reihenhausgartenzäunen
  • meine Gedanken zu einem Artikel der Welt über Teilzeit
  • was Kinder hier in Holland so essen (das erfahrt ihr aber in meinem Beitrag zur Reihe „Was essen Kinder in anderen Ländern?“ auf dem Blog Myhealthykid.de)
Was ich stattdessen getan habe:
  • das sonnige Wetter genossen (als es da war)
  • Unkraut (Schachtelhalm!!) gejätet
  • endlich mal wieder Bücher (Mehrzahl!) gelesen
  • in Gartenzeitschriften geblättert (ich bin süchtig)
  • Kindergeburtstage mitgefeiert
  • mit meiner Schwester geshoppt
  • Downton Abbey geguckt
  • Einschlafbegleitung betrieben (dann überlege ich mir, was ich bloggen werde, und wenn der kleine Kaaskop schläft, habe ich keine Energie mehr dafür)
  • geputzt
  • gepuzzelt (großes Familienhobby!)
Und dann nehme ich mir hiermit erneut vor, wieder etwas regelmäßiger zu bloggen! Schönes Wochenende euch allen!
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Was mich an Bucket Lists stört

Generell mag ich ja Listen. Einkaufslisten, To-do-Listen, Gästelisten, Wunschlisten, meinetwegen auch Listen mit guten Vorsätzen. Letztere scheinen allerdings etwas aus der Mode gekommen sein, weil man sich ja eh nicht dran hält. Kenn ich! Sehr beliebt sind hingegen seit einiger Zeit die Bucket Lists. Bucket Lists für den Sommer, Bucket Lists für die Weihnachtsferien, Bucket Lists fürs Neue Jahr…

Der Sinn der Bucket List

Eigentlich sollten da ja Dinge draufstehen, die man in seinem Leben unbedingt noch erreichen oder machen will, damit man mit einem zufriedenen Gefühl auf sein Leben zurückblicken kann, when you kick the bucket. Große Träume, kleine Wünsche, die einen schon lange begleiten und von denen man später nicht sagen müssen möchte: “ Ach, hätte ich das doch gemacht!“ So verstehe ich diese Liste jedenfalls.

Der Unsinn der Bucket List

Wie viele Wünsche, Ziele oder Träume auf so einer Liste stehen, mag ja jeder für sich entscheiden. Trotzdem finde ich Listen mit mehr als – sagen wir mal – 30 Dingen ziemlich unsinnig. Wenn einem so viele Dinge einfallen, die man unbedingt vor seinem Tod erreicht oder gemacht haben möchte, dann führt man doch zurzeit ein arg unerfülltes Leben, oder? Ich kann mir vorstellen, dass einem viele, viele Dinge einfallen, die man irgendwann mal machen möchte, aber ob jemand mit 72 Punkten auf seiner Bucket List es wirklich an seinem Lebensende bereut, wenn er nur 25 davon verwirklicht hat? Sind ihm wirklich alle diese Punkte richtig wichtig?

Dinge wie „immer frische Blumen auf dem Tisch“, „bei Harrods shoppen“, „einen Monat vegan leben“ oder Ähnliches sind zwar schöne Vorsätze, Wünsche oder Pläne, gehören aber meiner Meinung nach nicht auf eine Bucket List. Sind das wirklich Dinge, von denen man auf seinem Sterbebett denkt „Ach, hätte ich das doch gemacht!“? Ganz ehrlich?

Wenn es ernst wird mit der Bucket List

Meine beiden Omas  leben nicht mehr. Sie hatten keine Bucket List. Ich weiß aber, was sie kurz vor dem Tod bereut haben oder endlich doch noch gemacht haben. Oma R. hat bereut, dass sie nie in Schottland gewesen ist. Sie wollte dort immer Urlaub machen, aber es ist nie etwas daraus geworden und dann war sie zu alt und traute sich eine solche Reise nicht mehr zu. Oma I. hat sich in den letzten Wochen ihres Lebens mit ihrer Tochter (meiner Mutter) ausgesprochen. Die beiden hatten kein gutes Verhältnis zueinander, aber als meine Oma im Sterben lag, haben sie sich endlich versöhnen können. Ihren anderen großen Wunsch – Urgroßmutter werden – habe ich ihr zwei Wochen vor ihrem Tod zum Glück noch erfüllen können. Ich wünschte nur, sie hätte mehr davon gehabt, aber das lag nicht in meiner Macht…

Ob meine ehemalige Kommilitonin J. eine Bucket List hatte, weiß ich nicht. Ich war auf Facebook noch mit ihr befreundet, hatte aber nicht wirklich mehr Kontakt zu ihr. An ihrem Profilbild und den von ihr mit „gefällt mir“ markierten Beiträgen konnte ich aber sehen, dass sie (Brust)Krebs hatte. Sie war nicht sehr aktiv auf FB und als sie irgendwann Fotos von einer Reise nach New York mit ihren Freundinnen postete, dachte ich, es ginge ihr wieder besser. Bis ihre Kusine ein paar Wochen später die Todesanzeige auf J.s Facebook-Seite teilte…

Bitte, schreibt weiter eure Wunschlisten fürs Leben, eure To-so-Listen für den Sommer, eure Liste mit lang- oder kurzfristigen gutenVorsätzen. Ich lese solche Listen immer gerne. Aber nennt sie bitte nicht Bucket List, wenn ihr auch Dinge draufschreibt, die – Hand aufs Herz – am Ende eures Lebens wahrscheinlich doch nicht so wichtig gewesen sein werden.

 

Mein Blog und ich – eine Bestandsaufnahme

Als PHB (planlose Hobby-Bloggerin) finde ich es immer sehr interessant, bei anderen Bloggern übers Bloggen zu lesen. Das geht offenbar auch anderen Bloggern so, zum Beispiel Marsha von Mutter & Söhnchen, die auch oft über das Bloggen an sich grübelt und deshalb bei dieser Blogparade von feiersun.de mitgemacht hat. Sie fragt:

Wie seid ihr zum Bloggen gekommen? Welchen Stellenwert hat euer Blog heute in eurem Leben? Welche Ziele/Wünsche habt ihr für die Zukunft?

So begann es

Aaaalso, vor diesem Blog hier hatte ich schon einen anderen, privaten. Den habe ich im Januar 2010 ins Leben gerufen, weil der große Kaaskop und ich von Anfang an wussten, dass unser Kinderwunsch vielleicht unerfüllt bleibt. Ich habe damals viel über IVF & Co. gelesen und dabei auch ein paar Blogs gefunden, und da ich selber gerne schreibe, erschien mir ein eigener Blog eine gute Möglichkeit, um Freunde und Familie über unser Babyprojekt auf dem Laufenden zu halten. Meinen ersten Blogartikel für Importkaaskop habe ich im Juni 2013 geschrieben, da war der kleine Kaaskop eineinhalb Jahre alt. Das Thema des alten Blogs war ja mehr oder weniger hinfällig geworden und ich wollte mehr schreiben können.

Ursprünglich war Importkaaskop auch kein „Mama-Blog“, sondern ein Blog über mein Leben in Holland. Ich habe zwar Kinderthemen nicht ausgeschlossen, aber in erster Linie sollte es ums Leben in Holland als Deutsche gehen. Ich hatte kein klares Konzept, ich habe mir einfach ein kostenloses Blog-Layout ausgesucht und angefangen. Anfangs habe ich noch oft rumexperimentiert, mit Headerfotos, anderen WordPress-Themes und so. Da ich immer mehr Mamablogs gelesen habe, und das Mamasein nunmal die Hauptrolle in meinem Leben spielt, ist Importkaaskop immer mehr zu einem „echten“ Mamablog gworden.

Geschrieben habe ich schon immer gerne. In der Grundschule wollte ich Schriftstellerin werden, ich habe im Urlaub und auf Klassenfahrten immer ein Reisetagebuch geführt und ein „Märchen“ mit meinen Klassenkameraden als Darsteller ist auch auf meinem Mist (und dem meiner Schwester) gewachsen.

Welchem Stellenwert hat der Blog in meinem Leben?

Wie oben bereits gesagt, es ist ein Hobby, mehr nicht. Bevor ich Mutter wurde, habe ich abends gerne Bücher gelesen, gerne auch dicke, aber dazu bin ich jetzt meistens zu müde. Ein bisschen (ähem, okay, viel) Stöbern in anderen Blogs und ein bisschen Bloggen geht aber immer. Ich schreibe ja keine Posts, für die ich viel recherchieren muss, ich blogge frei von der Leber weg über das, wozu ich gerade etwas schreiben möchte. Ich habe keinen Plan und selbst wenn ich mir mal im Geiste eine Deadline gesetzt habe, veröffentliche ich den Artikel oft erst viel später. Oder gar nicht. Mein Entwurf-Ordner platzt aus allen Nähten! Weil die Artikel nicht mehr aktuell sind. Ich zweifleauch oft, ob mein Artikel vollständig, gut strukturiert und gut geschrieben ist, drücke aber meistens trotzdem einfach auf den „Publish“-Button. Ich bin perfektionistisch veranlagt und wenn ich an meinen Blogartikeln so lange herumfeilen würde, bis ich 100%ig damit zufrieden bin, wäre es auf meinem Blog wohl ziemlich leer. In meinem Job als Übersetzerin sitze ich außerdem schon den ganzen Tag vor dem Computer (interessant: im Niederländischen sitzt man hinter dem Computer!) und dann habe ich abends häufig einfach keinen Bock mehr auf Bildschirm! Mein Mann fühlt sich trotzdem hin und wieder etwas vernachlässigt, bzw. es nervt ihn ein bisschen, wenn ich den ganzen Abend am Laptop hänge. Aber das scheint ja vielen so zu gehen, wie ich bei Mit Kinderaugen gelesen habe!

Wo soll es hingehen?

Eine Sache, die schon lange auf der To-do-Liste für meinen Blog steht, ist ein Fotografiekurs. Viele meiner Fotos habe ich mit dem Smartphone gemacht, und das merkt man. Aber auch die Fotos, die ich mit der „echten“ Kamera mache, sind selten so schön, wie ich sie gerne hätte. Das wurmt mich insgeheim und vielleicht kostet es mich auch feste Leser.. Davon hätte ich aber eigentlich gerne ein paar mehr (wer nicht?!). Am Look des Blogs möchte ich sowieso noch etwas rumfeilen, und die Tags/Kategorien gefallen mir auch noch nicht 100%ig .

Neben dem Fotografiekurs (oder Bildbearbeitungskurs, haha!) werde ich außerdem versuchen, meine Artikel doch etwas besser zu durchdenken. Ein bisschen weg vom Tagebuchbloggen, etwas mehr in Richtung Blogartikel mit einer Kernaussage. Damit meine ich nicht, dass ich nicht mehr von meinem Alltag erzählen werde oder keine Rezepte mehr posten möchte. Sondern dass ich mir vor dem Schreiben einfach kurz ein paar Gedanken dazu machen möchte, ob ich etwas Bestimmtes ausdrücken möchte, und wenn ja, was und wie.

Und ich möchte versuchen, wieder mehr Holland in den Blog zu bringen! Back to the roots, sozusagen. Vielleicht mit einem festen Holland-Tag im Monat, mal schauen.

Soviel zu meinen eigenen Gedanken über meinen Blog. Über Kommentare und Anregungen von euch würde ich mich diesmal ganz besonders freuen!

 

PS. Auf meiner persönlichen Bucketlist steht übrigens auch „ein Buch schreiben“, aber ich bezweifle, dass ich dafür überhaupt genug Ausdauer, Ehrgeiz, Schreibtalent oder Ideen habe. Ich wüsste auch gar nicht, wie man sowas angeht.

Silvester 2015 und meine „reversed Bucket List“

Noch* ein frohes Neues Jahr, ihr alle! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Rutsch. Wir haben bei meiner Schwester und meinem Schwager gefeiert, wo wir gegrillt, übers Internet die Top2000 im niederländischen Radio gehört und später das Hornochsenspiel gespielt (6nimmt) haben.

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Kurz nach Mitternacht feierte nach anfänglicher Feuerwerks-und-Böller-Panik auch der aufgewachte kleine Kaaskop mit. Wie sich herausstellte, steht er auf Schlagershows, krrihihi! Er war echt begeistert von der Show auf ARD, die nach dem Feuerwerk kam.

 

Es war allerdings so gezellig, dass ich glatt vergessen habe, meinen Silvester-Blogpost zu veröffentlichen! Naja, war im Grunde eh nur eine Ergänzung meines Anti-Feuerwerkskörper-Rants von vor zwei Jahren.

Meinen Neujahrsblogpost habe ich aber nicht vergessen! Bei mir gibt es auch dieses Jahr weder gute Vorsätze oder einen Jahresrückblick. Letztes Jahr habe ich meine Segen gezählt. Dieses Jahr gibt es eine umgekehrte Bucket List.

Ich nämlich mal darüber nachgedacht, was für schöne, tolle, besondere Dinge ich eigentlich in meinem Leben alles schon getan habe. Gar nicht mal so wenig! Ta-da! Hier meine Liste der Dinge, die ich schon abgehakt habe, bevor sie auf die „Bucket List“ kommen konnten:

  • Das Nordlicht sehen (Lapland-Urlaub 2011)
  • Unter freiem Himmel schlafen (mit einer ehemaligen Freundin als wir 18 waren; zwar nur im Garten ihrer Eltern, aber immerhin)
  • Durch Kanada reisen (Wohnmobil-Urlaub 2008)
  • Würstchen überm Lagerfeuer grillen (irgendwann als Kind in Schweden)
  • Island sehen (Autorundreise 2006)
  • Über einen Gletscher laufen (siehe Island)
  • Mama werden (2012)
  • Sex haben (kein Kommentar; oh, außer: das hätte vor dem Punkt oben kommen müssen, haha!)
  • Ein Haus komplett einrichten (2007; zwar nicht mit lauter neuen Sachen, aber immerhin; 2015, einschließlich Sanitär und Küche)
  • Fremdsprachen zum Beruf machen (seit 2007)
  • Die norwegischen Fjorde sehen (Januar 2013)
  • Ski-Langlaufen ausprobieren (siehe Lapland und Norwegen).
  • Yoga lernen (mein Yogalates bzw. Bodybalance-Kurs deckt das wohl ab)
  • Selber Klamotten nähen (nach zwei Nähkursen sind zwar nur ein seeeehr einfacher Rock und ein ungefüttertes Kleid, das meine Mutter mit Saum und Reißverschluss versehen hat, rausgekommen, aber immerhin; da Nähen auch offensichtlich nicht zu meinen Talenten gehört, bleibt es wohl dabei – schade eigentlich)
  • Eine Interrail-Tour durch Skandinavien machen (2000 nach dem Abi; zwar nicht mit Rucksack + Zelt sondern Koffer + JHB, aber immerhin)
  • Eine Zeit im Ausland studieren (Ende 2003 in Irland)

Hach, da hebt sich gleich meine Laune, wenn ich daran zurückdenke! Vielleicht kommt 2016 ja noch was dazu, mal sehen. Happy new yeah!**

 

* Merkte gerade, dass ich diesen Post aus Versehen mit 2.Januar 2014 als Datum veröffentlicht hatte, upsi! Zum Glück kann man das noch ändern…

**Spruch gesehen auf Mama Mias Instagram-Accountund gleich mal geklaut!

Unsere Mitbewohner

Ich weiß ja nicht, wie  es bei euch so ist, aber bei uns haben die Duplo-Figuren Namen gekriegt… Darf ich vorstellen?

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hinten (vlnr): Onkel Wim, Vera, ihre Cousine Melody, Veras Zwillingsschwester Meera, Bob (auch „großer Bobby“ genannt)

vorne (vlnr): Oma, Papa Jim (der kleine Kaaskop sagt lustigerweise immer „Papa Dim“), Mama Penny, Madelief (engl. Äquivalent: Daisy) und ihr Bruder Bobby

Die meisten dieser Namen kennt sogar der kleine Kaaskop. „Papa Dim nou?!“ ((Wo ist) Papa Jim denn?) ruft er zum Beispiel, wenn er den Duplo-Herren im blauen Hemd sucht, weil er ihn ins Bett stecken will. „Madelief is weg!“, ruft er besorgt, wenn er das kleine Mädchen nicht finden kann, obwohl er sie als Baggerfahrerin braucht. Ja, beim kleinen Kaaskop sitzt meistens das Duplo-Kind mit den blonden Zöpfen am Steuer des Baggers – vielleicht findet er die Farbkombi rosa-gelb ja besonders schön, wer weiß!

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Beim Zusammensuchen der Duplo-Familie stieß ich übrigens noch auf diese beiden Tierärzte, die wir noch nicht so lange haben und die noch keinen Namen bekommen hatten:

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Weil es ja unfair wäre, wenn diese beiden namenlos bleiben würden, haben der große Kaaskop und ich mal nachgedacht und uns nach kurzer Beratung für „Aisha“ und „Doktor Rick“ entschieden.

Ansonsten sind wir aber geistig in Ordnung, keine Sorge..!

Gesegnetes altes Jahr

Count your blessings, heißt es. Das habe ich zu diesem Jahreswechsel mal getan – anstatt gute Vorsätze zu machen, die doch nie wahr werden. Ich bin froh und dankbar, dass:

  • wir alle gesund sind.
  • es uns nicht an Geld mangelt.
  • ich mich noch so oft beim Betreten des Hauses spontan freue, dass es bei uns so knus ist (gemütlich, unter Umständen und besonders in unserem Fall auch: klein aber gemütlich).
  • ich ein paar Dinge von meiner Oma geerbt habe, die mich an schöne Zeiten zusammen erinnern (die Backform für ihren Schüttelkuchen (und das Rezept), die traditionelle Nikolausschale, in der ich meine Weihnachtskekse präsentiere, die Herbstblättergirlande, die immer bei ihr im Wohnzimmer hing…).
  • meine Oma meinen kleinen Schlingel doch noch kurz „live“ gesehen hat, bevor sie gestorben ist (Eierstockkrebs mit über 80 – hat man dafür Worte?).
  • mir mein Job Spaß macht.
  • wir außer zu Silvester keine Angst vor Raketen zu haben brauchen.
  • es B. gibt und er ist, wie er ist. Wir mussten lange warten und die ersten Monate waren die Hölle nicht leicht, aber er ist außer einem kleinen Energiefresser auch „apselut“ unser Sonnenschein.
  • ich immer wieder mal feststellen kann, dass A.und ich, auch wenn wir keine natural born parents sind, unseren „Job“ doch gut zu machen scheinen (und überhaupt: alle Eltern tun ihr Bestes!).
  • mein Göttergatte soviel im Haushalt macht (eigentlich mehr als ich, glaub ich…) und wir uns auch die Kindererziehung wirklich teilen. Wir sind ein gutes Team, in jeder Hinsicht.
  • wir zwar nicht viele aber dafür ein paar richtig gute Freunde haben, mit denen es immer gezellig ist.
  • es B. in der Kita so gut gefällt und er sich so gut entwickelt.
  • wir seit B.’s Kita-Grupenwechsel und dem Einbruch guten Kontakt zu unseren Nachbarn von gegenüber haben (ihre Tochter ist nur 1 Jahr älter als B.).
  • unsere Familie nach dem mühsamen ersten Jahr im vergangenen Jahr in ruhigere Fahrwasser gekommen ist. Wir haben unsere Balance gefunden und können das Leben wieder genießen.

In diesem Sinne: frohes Neues Jahr!

 

 

Meine Bucket list

Nachdem ich neulich mal wieder in einer Kolumne eine sogenannte „Bucket list“ gelesen habe, hab ich mir auch mal Gedanken darüber gemacht, was ich in meinem Leben gern noch tun möchte, „before I kick the bucket“. Hier meine aktuelle (ungeordnete) „ins-Gras-beiß-Liste“:

  • Klavier spielen lernen (Das steht komischerweise auf der Liste viele Leute!)
  • In einem Haus mit Apfelbaum im Garten wohnen
  • Urlaub in New England (Boston usw., – hatten wir im Herbst 2012 vor, wegen der Schwangerschaft aber annuliert)
  • Mit A. noch einmal nach Galway fahren/fliegen, wo wir uns vor 10 Jahren kennengelernt haben
  • In einem Holzhaus mit offenem Kamin in Skandinavien streit- und stressfrei Weihnachten feiern mit der ganzen Familie
  • Ein Buch schreiben
  • Mit B. im Winter abends unterm Sternenhimmel Würstchen oder Brot am Stock über einem Lagerfeuer grillen
  • Einmal Paragliding wagen (aber nicht ZU hoch!)
  • Ski fahren lernen
  • Die Hurtigruten fahren
  • Noch einmal ins Bällebad (wie im Ikea-Småland)
  • Eine Tagesdecke aus alten Lieblingskleidungsstücken nähen
  • In einen großen riesigen Haufen (trockener) bunter Herbstblätter springen, dass es kracht und knistert
  • Urlaub auf Barbados
  • In einem richtigen Kostüm (einschließlich Frisur) auf einen Ball im Stil der Bücher von Jane Austen gehen (und dann auch so tanzen können)
  • (Wieder) fließend Schwedisch sprechen und schreiben können (und in Schweden wohnen)
  • Mit B. Äpfel und Kirschen pflücken gehen und auf dem Baum sitzend welche essen
  • Doch noch in der Ice Bar in Oslo etwas trinken gehen (die war zu, als wir da waren, böh!)
  • Mit B. auf einem zugefrorenen See Schlittschuh fahren
  • Eine Nacht in einem Iglu schlafen
  • Eine Ausbildung zum Konditor machen
  • Gaaaaanz viele teure, bequeme Schuhe kaufen und die in meinem eigenen begehbaren Schuhschrank ausstellen
  • Elefanten „live“ sehen
  • Einmal von einem ganzen Team (Stylist/Frisör/Schminktante usw.) schick gemacht werden, einschließlich Foto-Session

Hm, vieles davon ist ja durchaus realisierbar! Wir werden sehen, was daraus wird…. Und dann werde ich demnächst erstmal eine „reversed bucket list“ machen mit Dingen, die ich auf diese Liste setzen würde, wenn ich sie nicht schon gemacht hätte!