Sonne, Freizeit, wenig Worte

Kinners, was war das Wetter schön an diesem langen Wochenende! Es gibt hier in Holland ja ein paar Feiertage weniger als in good old Germany, aber an Himmelfahrt haben wir hier auch frei. (Vatertag ist allerdings erst im Juni.) Ich habe bei dem schönen Wetter ja immer wenig Bock, am Laptop zu hängen, aber ein paar Bilder von unserem langen Wochenende möchte ich trotzdem zeigen.

Am Mittwochabend kamen meine Schwester und ihr Freund, damit wir am Donnerstag zusammen an den Strand fahren konnten. Diesmal ging es nach Ijmuiden, da waren wir noch nie. Leider war es anfangs sehr, sehr windig, sodass wir die Jacken anbehielten. Nach dem Mittagessen in einem strandtent nahm der Wind zum Glück etwas ab und konnten wir wenigstens das nachmittägliche Eis essen, ohne dass Sand zwischen den Zähnen knirschte. Erst am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause. Hach, ich liebe Tage am Strand!

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IMG_0077IMG_0049Am Freitag war es noch wärmer und wir verbrachten den Tag mit Faulenzen, einem Picknick auf der kinderboerderij und einem Besuch im Gartencenter. Der intratuin ist wirklich ein Paradies für Hobbygärtner! Leider ist ja sowohl mein Budget, die Geduld meines Sohnes und, auch nicht unwichtig, die Aufnahmekapazität meines Reihenhausgartens begrenzt. Zwei Johannisbeersträucher, Salat und ein paar einjährige Pflanzen durften aber mit. Der Salat wurde zuhause sofort eingepflanzt: das ist Männerarbeit, schon klar,nä!

IMG_0097Am Samstag war es NOCH wärmer. Meine Schwester und Schwager fuhren wegen anderweitiger Verpflichtungen wieder nach Hause (das war’s dann mit Ausschlafen!) und wir fuhren nachmittags zu einem Kindergeburtstag bei Freunden in Amsterdam. Dort lautete das Motto: Frozen.

IMG_0108Die Kinder vergnügten sich im Planschbecken und auf dem Spielplatz vorm Haus, wir Erwachsenen schlürften alkoholfreies Radler (das ist hier in Holland zurzeit total in) und unterhielten uns. Abends gab es köstliches nasi, zubereitet von der hindustanischen Mama und Oma des Geburtstagskindes.

Am Sonntag durfte ich kurz ausschlafen. Zwar nur bis 8 Uhr, aber immerhin. Man nimmt, was man kriegen kann! Zum Frühstück gab es ein Nutellaherzbrot und selbstgebastelte Geschenke. Hachz!

IMG_0116IMG_0119Und ansonsten machten wir an diesem Sonntag nichts Besonderes: ein bisschen Lümmeln, einkaufen, ein bisschen im Garten werkeln (Unkraut mag Sonne ja auch) und einfach genießen, dass wir keine Pläne oder Pflichten hatten und es kaum Streit gab. Als die beiden Kaasköppe auf dem Spielplatz waren, kam ich sogar dazu, zu lesen! In einem richtigen Buch! Bliss! Nur auf das kleine Loch am Knie, das mir die Gartenschere verpasste, als der kleine Kaaskop sie beim Heidekrautstutzen etwas zu eifrig schwang, hätte ich verzichten können.

Ab morgen sind die Maiferien vorbei und der kleine Kaaskop geht wieder montags bis freitags zur Schule anstatt mittwochs und freitags zuhause rumzulümmeln. Und für mich heißt das wieder: abends Schulbrote schmieren. Die Pflicht ruft, also kommt gut in die Woche und bis bald!

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7 Tage – 7 Bilder

Auch diese Woche gibt es wieder einen Wochenrückblick à la Frische Brise:

Am Mamamontag waren der kleine Kaaskop und sein Lastwagen unzertrennlich.

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Am Dienstag freute ich mich über die vermutlich letzten Tulpen dieser Saison, die der große Kaaskop spontan vom Einkaufen mitgebracht hatte.

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Am Mittwoch freute ich mich über die prächtigen Blüten unseres Rhododendrons, die endlich ganz aufgegangen sind.

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(Das niederländische Pendant zum Wort „prächtig“ („prachtig„) wird übrigens im Gegensatz zum deutschen häufig benutzt und ihc hab das wohl übernommen. Es wird mit einem harten ch-Laut am Ende ausgesprochen, den ihr mit diesem Satz üben könnt, falls ihr euch mal langweilt und eine Herausforderung sucht: achtentachtig allemachtig prachtige grachten (=88 mächtig prächtige Grachten). Und dann schön alle ch’s und g’s wie das ch in „Bach“ aussprechen, nur etwas härter. Viel Spaß!

Am Donnerstag war der große Kaaskop zum Essen nicht zuhause. Weil ich wegen Stress auf der Arbeit keinen Bock zum Kochen hatte, gab’s ausnahmsweise mal Fertigpizza. Salami. Dem kleinen Kaaskop hat’s geschmeckt!

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Am Freitag nutzte der kleine Kaaskop die Zeit zwischen Essen und Bett zum Malen. Naja, eigentlich malte vor allem der große Kaaskop, denn B. fand es wichtiger, die Straßenkreiden ordentlich aufzureihen.

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Am Samstag hatten wir volles Programm: während ich zum wöchentlichen Bodybalance-Kurs ging, vergnügten sich der kleine und der große Kaaskop auf dem Gartenfest der Kita. Das war trotz Regenwetter ein voller Erfolg, denn der Schwager einer der Erzieherinnen hatte von seinem Bauernhof ein Minipony, ein Schwein und Hühner „ausgeliehen“! Leider war der große Kaaskop als Mitglied des Elternbeirats zu beschäftigt, um Fotos zu machen, böh.

Am Nachmittag waren wir zum 1. Geburtstag der Tochter von Freunden eingeladen. Sie hatten, haltet euch fest, einschließlich Kindern gut 80 Leute eingeladen! Aber die Mama ist Hindustanin und da gehört es sich wohl, dass bestimmte Geburtstage groß gefeiert wird, unter anderem der 1. (und der 5., der 10., der 13., der 14., der 16., 18., 21., ….) Sie hatten einen Saal bei sich um die Ecke gemietet und dort alles mit unserer Hilfe von uns rosa dekorieren lassen (im Planen sind sie nicht die besten). Es war ein bunter Haufen an Gästen, die Kinder amüsierten sich prächtig, es gab leckere Torte und später, wie es sich für Feiern von Hinsdustanen ebenfalls gehört, ein selbstgemachtes warmes Büffet. Der Opa und die Stiefoma hatten sich ordentlich uitgesloofd (Mühe gemacht) und herrliches Nasi, Bami, Minifrühlingsrollen (die heißen hier loempia’s), Saté-Spieße und ein paar andere Dinge für uns Gäste zubereitet. Lekker, sag ich euch!

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Am Sonntag war ja Muttertag. Der verlief dieses Jahr viiiieeeel besser als letztes (siehe Blogpost von gestern). Der kleine Kaaskop kam fröhlich zu uns ins Bett gehopst (erste gegen acht Uhr, yeah!) und kuschelte kurz mit uns. Als der große Kaaskop ihn daran erinnerte, dass Muttertag ist, rief er: „Kadootje pakken! Is koud!“ (Geschenk holen. Ist kalt!) Huh, ein kaltes Geschenk?! Jetzt war ich aber neugierig! Und ja tatsächlich, die beiden holten unten in der Küche irgendwas aus dem Tiefkühlschrank…! Mein Muttertagsgeschenk war: ein Beutel Zimtschnecken von Ikea. Und wirklich wahr, ich hab mich sehr darüber gefreut, denn ich liebe diese Teile und als wir neulich das „große“ neue Bett für den kleinen Kaaskop gekauft haben, hatten wir keine Gelegenheit, welche zu kaufen. Einen Wecker bekam ich leider nicht. Aber der große Kaaskop hatte mir noch einen elektrischen Milchaufschäumer gekauft! Damit ich, wenn der Kombi-Ofen mal mit Aufbackbrötchen oder so besetzt ist, nicht mehr auf meinen Milchkaffee mit aufgeschäumter Milch verzichten muss. Ich sag euch, damit hat er mich mehr als entschädigt für das Fiasko vom letzten Jahr!

Ach ja, am Nachmittag waren wir in einem Einkaufszentrum, das verkaufsoffenen Sonntag hatte. Es regnete nämlich wie aus Kübeln und dort war jede Menge trockener Platz zum Laufradfahren.. Toll, so ein Einkaufszentrum! Hat uns vor dem mistwetterbedingten Budenkoller gerettet.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart!

Mein Muttertag 2013

Nein, das ist kein Tippfehler. Ich will kurz erzählen, warum ich dieses Jahr etwas zurückhaltend mit meinen Erwartungen an Muttertag war. Der war letztes Jahr nämlich etwas…enttäuschend. Eigentlich wollte ich ja den Mantel des Schweigens darüber breiten, aber mittlerweile kann ich darüber lachen. Zum allerersten Muttertag vor 2 Jahren hatten wir nichts geplant oder erwartet, da wir noch mitten in den ersten hektischen Monaten als Ersteltern steckten. 2013 wollte ich dann aber einen „richtigen“ Muttertag. Aber das lief anders, nämlich so:

Der kleine Kaaskop war wie immer früh wach, wie immer zu früh für mich (so gegen kurz nach sechs, wenn ich mich recht erinnere). „Heute darf ich liegenbleiben, schließlich ist Muttertag“, fand ich. Der große Kaaskop fand das aber nicht, weil ich am Tag davor schon im Bett geblieben war, während er mit B. nach unten ging, um den Tag zu beginnen. Das hatte sich aber einfach so ergeben, war nicht geplant gewesen und außerdem freiwillig, also zählte es meiner Meinung nach nicht. Grummelnd ging meine bessere Hälfte erstmal Frühstück machen, kam mich aber zusammen mit dem kleinen Kaaskop holen, als alles fertig war. Na toll, ich wollte doch weiterschlafen!

Als ich nach unten kam, stellte ich dann fest, dass der große Kaaskop am Abend vorher offenbar auf den 3 Metern zwischen Auto und Haustür in Hundekacke getreten war und sowohl im Flur als auch im Wohnzimmer, wo er seine Schuhe ausgezogen hatte, Sch…. auf dem Boden klebte! Sowas kann ich ja ab vor dem ersten Kaffee…not! Weil der kleine Kaaskop noch nicht wirklich lief sondern meistens krabbelte, wollte ich das sofort weggeputzt haben. Der große Kaaskop, der auch dringend Kaffee und was zu essen brauchte, weigerte sich und fand, das könnten wir nach dem Frühstück machen. Ich wiederum wollte nicht in einem Zimmer mit Kacke auf dem Boden frühstücken. Am Ende putzte ich stinksauer noch vor dem Frühstück alles, was ich entdecken konnte, weg und feudelte A. den ganzen Boden nach dem Frühstück, während ich in miesester Laune mit dem kleinen Kaaskop bei Bagels&Beans in der Nähe einen Cappuccino trank. An ein kleines Geschenk hatte A. natürlich auch nicht gedacht.* Ja, das war ein toller Muttertag!

Dieses Jahr machen wir es besser. Wir haben gemeinsam beschlossen, dass wir zusammen frühstücken, denn ich habe im Laufe der Zeit gemerkt, dass ich es ongezellig (Übersetzung in diesem Fall: doof) finde, alleine zu frühstücken, wenn meine Männer den vollgekrümelten und mit dreckigen Tellern gedeckten Tisch schon längst verlassen haben. Außerdem haben die beiden am Papafreitag zusammen ein Geschenk für mich gekauft, spannend! Eigentlich sollte das eine Überraschung sein, aber der kleine Kaaskop sagte am Freitagabend völlig out of the blue zu mir: „Mama, kadootje! Pakken!“ (Mama, Geschenk! Holen!) und rannte zum Schrank im Flur. Hihi! Der Papa hat dann aber verhindert, dass er es wirklich holt. Trotzdem, ich bin gespannt. In der Küche hing jedenfalls eine leere Tüte von einem Laden, der hauptsächlich elektronische Sachen verkauft. Ich hoffe ja auf einen neuen Wecker! Seit der kleine Kaaskop werktags (und auch nur dann) nicht mehr spätestens um 6:15 Uhr aufwacht, brauche ich tatsächlich wieder einen Wecker. Und da ich meinen jetzigen Wecker von ganzem Herzen verabscheue (zum Warum bitte hier entlang), habe ich dem großen Kaaskop letzte Woche sogar wortwörtlich gesagt: „Einen neuen Wecker kannst du, äh, B. mir zum Muttertag mal schenken!“

Drückt mir also die Daumen, dass es tatsächlich ein neuer Wecker ist, ja? Oh, und bevor ich jetzt ins Bett gehe, werde ich natürlich sicherheitshalber nochmal den Boden kontrollieren..

 

* (Ja, ja, ich weiß. Ich mag den kommerziellen Trubel um Muttertag auch nicht wirklich, Aber ein Blumenstrauß oder Pralinen wären doch nett gewesen. Ich hätte die ja auch mit meinen Männern geteilt!)