Unser #Familienmoment Nr.22 – Kleiner Ausreißer

Schon wieder zwei Wochen rum, Zeit für einen Familienmoment nach der Idee von Küstenkidsunterwegs. Bisher war das bei uns immer etwas Positives, aber diesmal nicht. Der kleine Kaaskop ist nämlich weggelaufen.

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Also, er ist natürlich wieder da, aber er war fast eine Stunde spurlos verschwunden! Das Ganze passierte letzten Mittwoch: die Schwimmstunde nachmittags fiel aus, weil die Reparaturarbeiten im Schwimmbecken länger dauerten als geplant. Der kleine und der große Kaaskop mussten den Nachmittag also anders verbringen und das klappte auch ganz gut, die beiden sind ja ein eingespieltes Team. Bis der kleine Kaaskop mit den Nachbarskindern spielen wollte, die aber gerade mit dem Auto wegfuhren. „Dann geh ich eben zu Casper und Levi!“ rief er wütend und lief aus dem Garten, um zu seinem Klassenkamerad und dessen Bruder zu gehen. (Nicht dass er weiß, wo genau die wohnen!) Der große Kaaskop ging nicht sofort hinterher, denn aus den anderen Gärten waren auch Kinderstimmen zu hören und er nahm an, dass der kleine Kaaskopder leicht abzulenken ist, bei anderen Nachbarskindern spielen gehen würde. Tat er aber nicht!

Als der große Kaaskop eine ganze Weile später feststellte, dass der kleine Kaaskop nicht bei den Nachbarn war, ging er ihn suchen. Da er aber wegen seines Knieschadens nicht schnell laufen kann, kehrte er bald um und holte das Fahrrad. In der Nähe unserer Häuserreihe war der kleine Kaaskop nicht. Auf dem nahen Spielplatz nicht. Und beim Supermarkt, wo er früher am Nachmittag hingewollt hatte, fand der große Kaaskop ihn auch nicht. Schluck! Ich saß nichtsahnend im Büro und wollte gerade Feierabend machen, als der große Kaaskop anrief und mich bat, in der Nachbar-WhatsApp-Gruppe zu fragen, ob irgendjemand den kleinen Kaaskop gesehen hatte. Und ob ich mit suchen helfen konnte.

Wah! Als ich hörte, dass unser vierjähriger Sohn, der noch nicht schwimmen kann und gerne mal ohne zu gucken über die Straße geht, unfindbar war, und das schon eine ganze Weile, bekam ich leichte Panik. Mir fielen sofort ein paar kleine Wassergräben und Kanäle ein, in die er unterwegs gefallen sein könnte. Und keiner der Nachbarn hatte ihn gesehen… Auf halber Strecke nach Hause bekam ich die erlösende SMS vom großen Kaaskop:“Gefunden!“ Puh! Nachdem er alle Spielplätze in der Gegend abgeradelt hatte, hatte er den kleinen Kaaskop in einer der verwinkelten Seitenstraßen entdeckt, wo er heulend vor einem Hochhaus stand und gerade von zwei fremden Müttern getröstet wurde. Wo der kleine Kaaskop genau unterwegs gewesen war, wissen wir immer noch nicht, aber er hat irgendwo die „große“ Straße überquert und befand sich ein ganz schönes Stück von zu Hause entfernt.

Leider scheint der Ernst seines „Vergehens“ ihm nicht ganz klar zu sein, denn als der große Kaaskop ihm auf dem Nachhauseweg die Leviten las und meinte, er sei noch zu klein, um alleine irgendwo hin zu gehen, wurde der kleine Kaaskop stinksauer. Und als er vor dem Abendessen noch mit den Nachbarskindern draußen spielen durfte, hielt er sich auch nicht an die Absprache, auf dem Platz hinter den Gärten zu bleiben. Auf mein Rufen reagierte der kleine DracheKaaskop mit Lachen und Zungerausstrecken… Ich fing ihn also ein, trug den protestierenden Ausreißer ins Haus und schloss die Tür. Irgendwo ist Schluss. Und außerdem war das Essen fertig.

Immerhin weiß der kleine Kaaskop unsere Adresse. Er hätte seinen „Finderinnen“ also sagen können, wo er wohnt und die hätten ihn wohl nach Hause gebracht. Manchmal zieht er alleine los zum Spielplatz, den man vom Haus aus sehen kann. Den kleinen Kaaskop kann ich dort von zuhause aber nicht gut sehen. Wir arbeiten jetzt daran, dass er erst Bescheid sagt, wo er hinwill, und dann auch nur dorthin geht, wenn wir es erlauben oder mitkommen. Ich muss ihm nicht überall hin folgen wie ein menschlicher Helikopter, solange er in der Nähe des Hauses bleibt, aber es wird noch eine Weile dauern, bis ich darauf vertrauen kann, dass er sich an unsere Absprachen hält, füchte ich. Der kleine Streuner.

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Vorsicht ist die Mutter

…der Porzellankiste, na klar. Aber auch auf dem Spielplatz. Zuhause. Und sonstwo. Da hatte ich mir doch fest vorgenommen, dem Bewegungs- und Entdeckungsdrang meines Kindes möglichst freien Lauf zu lassen, und trotzdem merke ich immer wieder, dass ich (und zweifellos auch andere Mütter!) meistens vorsichtiger bin als Väter.

Seit der kleine Kaaskop einmal halb von seinem Hocker in der Küche gefallen ist, obwohl ich neben ihm stand, lasse ich ihn nicht mehr alleine, um kurz etwas aus dem Wohnzimmer zu holen – der große Kaaskop macht das öfter. Weil das Spielhaus mit der Rutsche von zwei Seiten zu beklettern ist (Sprossen, Balkenwand) und der kleine Kaaskop sich meistens nach dem Hocklettern nicht sofort zur Rutsche begibt, bin ich da monatelang immer nervös rumgehüpft, um immer an der richtigen Stelle zu stehen, falls er runterfällt – der große Kaaskop war da von Anfang an viel gelassener. Die Rutsche ist ja auch nicht wirklich hoch, 1,50 m oder so. Und sie steht in einer riesigen Sandkiste. Trotzdem. Ich rechne immer mit dem Schlimmsten.

Wie viele Mütter will ich doch am liebsten verhindern, dass mein Kind sich wehtut. Aber ich hab auch gelernt: das Kind tut sich trotzdem weh. Es rutscht in der einen Sekunde auf dem Küchenhocker aus, in der ich gerade die Bissfestigkeit einer Nudel prüfe. Es läuft völlig unerwartet in all seiner Achtlosigkeit gegen die Tür, als es seine Schuhe holen will. Undsoweiter. Mit anderen Worten: in den Momenten, in denen ich überbesorgt bin, geht alles gut. Gerade in den Momenten, in denen man keine Unfällchen erwartet, passiert was. Was ich auch gelernt hab: es geht fast immer glimpflich aus. Meistens ist das schreckbedingte Weinen ganz schnell wieder vorbei und außer einem neuen blauen Fleck (wenn überhaupt) nichts passiert.

Ich weiß mittlerweile, dass es gut für’s Selbstbewusstsein der kleinen Rabauken ist, wenn Mama nicht ständig einen halben Meter daneben steht. Damit signaliert man dem Kind ja unter anderem, dass man ihm nicht vertraut bzw. ihm nichts zutraut. Mittlerweile bin ich da auch etwas lockerer geworden, auch weil der kleine Kaaskop die Spielgeräte auf unseren Stammspielplätzen mittlerweile gut kennt. So musste ich neulich lachen, als der große Kaaskop mir erzählte, eine der anderen Mütter auf dem Spielplatz mit oben erwähnter Rutsche, die selbst die ganze Zeit 10 m neben ihrem Kind stand, habe aufgeregt zu ihm gesagt: „Pass auf, er klettert hoch!“ Der große Kaaskop blieb sitzen, wo er saß und sagte nur: „Ja, das sehe ich. Das kann er aber alleine.“

Letzte Woche ging dem großen Kaaskop aber auch kurz der Arsch auf Grundeis: Der kleine Kaaskop wuselte im Spielplatzbereich für die etwas älteren Kinder rum und wollte ins Krähennest. Da sein Papa dachte, er käme die wackelige Hängeleiter sowieso nicht hoch, hielt er ihn nicht davon ab. Er guckte gerade rechtzeitig wieder hin, um den kleinen Klettermaxe am Hosenbund festzuhalten, damit er nicht wirklich in den ca. 2,5 m hohen Korb reinklettern konnte! Und da drunter liegt kein Sand, sondern Kies. *Schluck*

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Und deshalb: man (frau!) sollte seinem Kind einfach mal was zutrauen, es kann wahrscheinlich mehr, als man denkt. Man sollte sich daher auch nicht darauf verlassen, dass es etwas noch nicht kann. Wackelige Hängeleitern hochkraxeln, zum Beispiel. Sich die Schuhe selbst anziehen. Oder die Wohnungstür öffnen. Die Gartentür von innen verschließen, wenn man selbst gerade draußen ist. *räusper* Undsoweiter.

PS. Ich habe übrigens gerade auch in einem Artikel einer Bewegungswissenschaftlerin gelesen, dass 2-4 jährige Kinder nichts tun, was sie noch nicht können. Kann man ja mal im Hinterkopf behalten…

 

 

Große kleine Katastrophe

Freitag war ein schlimmer Tag. Ich kann wohl zurecht behaupten: es war ein Scheißtag!

Nach einer zu kurzen Nacht, weil der kleine Kaaskop nicht schlafen wollte und der große Kaaskop und ich uns deswegen fürchterlich gezofft haben (es wurde u.a. mit Auszug gedroht und eine Schüssel Möhrenscheiben flog durch die Luft), hatte ich auf der Arbeit nur Scheißaufträge, mit Text-Layout-Problemen, falsch eingeschätztem Zeitbedarf (ich sag‘s euch noch einmal: von Niederländern geschrieben deutsche Texte zu korrigieren, ist selten spaßig!) und als Krönung einer Kundin, die höchstens 10 Minuten nach Erhalt des von einem Kollegen übersetzten und von mir nachgeguckten Text anrief und behauptete, die Übersetzung sei grottenschlecht und wir hätten das mit Google Translate übersetzt. What the f…?! Unter anderem bemängelte sie, der Ausdruck „waren mit von der Partie“ sei schlechtes Deutsch und es hieße nicht „Das Team ist“ sondern „Das Team sind“, weil es ja mehrere Leute sind. Das stand übrigens im niederländischen Text auch falsch und unserer Projektmanagerin gelang es nicht, die gute Dame davon zu überzeugen, dass es auch in ihrer eigenen Sprache Mehrzahl sein muss!

Mit Kopfweh vor Stress und Ärger hetzte ich um 5 Uhr zum Bahnhof, um meinen Zug noch zu erwischen. Der hatte aber dann 5 Minuten Verspätung, sodass ich, viel zu warm angezogen und unfähig, meine Jacke aufzumachen, weil sich mein dünner Schal im Reißverschluss eingeklemmt hatte und ich ihn einfach nicht aufbekam, in der heißen Sonne rumstand und mich noch mehr ärgerte. Zu wenig getrunken hatte ich auch… Zu Hause war der kleine Kaaskop mit Oma am spielen. Eigentlich ist freitags ja Papatag, aber Papa war mit Opa unterwegs nach Deutschland, um einen Gebrauchtwagen mit Automatik zu kaufen, weil die in der Heimat günstiger sind. Viel günstiger. Oma hatte den kleinen Kaaskop am frühen Nachmittag bei Freunden von uns abgeholt, weil wir nämlich ausgerechnet heute endlich wieder eine Besichtigung hatten und das Haus um die Mittagszeit rum aufgeräumt und unbemannt sein musste.

Und dann begann die Kacke erst so richtig zu dampfen! Wegen der kurzen Nacht und dem aufregenden Vormittag schlief der kleine Kaaskop nämlich im Kinderwagen ein, als Oma mit ihm nach Hause wanderte. Sie dachte noch: „Oh, seine Hand hängt herunter, er ist eingeschlafen.“ Leider fiel Oma erst ein ganzes Stück des Wegs später ein, dass er mit dieser Hand ja seinen kleinen besten Freund, sein Ein und Alles, sein Schnuffelpüppchen namens Berend festgehalten hatte, ohne den er nicht einschlafen kann! Sie ging den ganzen Weg zurück, fand ihn aber leider nicht, oh oh…

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Nach dem Essen ging auch ich noch einmal die Strecke ab, zusammen mit dem kleinen Kaaskop auf seinem Laufrad, um Berend zu suchen. Vergeblich. Wir fanden ihn nicht. Ich hätte am liebsten geheult! Der kleine Kaaskop hängt doch so an dem Ding! Wie soll er denn jetzt einschlafen?! Den „neuen Berend“, den Oma dem kleinen Kaaskop gekauft hatte, wollte er natürlich nicht. Zum Glück blieb er relativ fröhlich, er fragte zwar ein paar Mal nach „andere Berend“ und sagte „wil niet neue Berend!“, aber beim Vorlesen hatte er den neuen Berend (und Findus, den ich persönlich lieber als Ersatz-Berend sähe) unter dem Arm. Er nahm die beiden auch mit ins Bett und war sehr schnell eingeschlafen. Da war es ja aber auch schon weit nach 9…

Eigentlich wollte ich auch schnell ins Bett und den Tag vergessen, aber da meine bessere Hälfte erst am nächsten Abend wiederkam (ja, wir haben uns natürlich noch versöhnt nach unserem Streit, aber das Wunschauto stand irgendwo in einem Kaff bei München!), machte ich noch den Computer an. Um auf Facebook um Hilfe bei der Suche nach Berend zu bitten. Und um zu bloggen. Leider haben wir neuerdings abends Internetprobleme, sodass die Verbindung nach meinem digitalen Hilferuf sofort wieder zusammenbrach. Na toll. Außerdem hatte ich eine SMS vom großen Kaaskop gekriegt, in der stand, er habe sein Ladegerät vergessen und der Handy-Akku sei fast leer. Ich konnte ihn also nicht mal erreichen. Klasse. Oh ja, hatte ich schon erwähnt, dass am Abend davor (dem Streitabend) meine EC-Karte im Supermarkt ihren Dienst verweigert hatte? Obwohl wirklich genug Geld drauf war. Und das alles auch noch in der hormontechnisch schwierigsten Phase meines Zyklus!

Der Samstag war demensprechend ähnlich besch..eiden. Ich hatte eine Zündschnur mit einer Länge im Minusbereich, der kleine Kaaskop war natürlich viel zu früh wach und ganz super am TrotzenAutonomiephase ausleben.

Alles in allem: am Freitag hat der Teufel mal wieder auf einen Haufen geschissen, irgendwas stimmt mit meinen Hormonen nicht und ich hoffe, dass der kleine Kaaskop unseren dieswöchigen Samstag ganz schnell vergisst….

Oranje boven, Oranje boven…. (Unser erster Königstag)

Jaha, dieses oft gehörte Liedchen hat ausgedient! Das geht nämlich weiter: ..leve de koningin! Aber wir die Niederlande haben ja jetzt keine Königin mehr sondern einen König. Wim-Lex, wie Willem-Alexander liebevoll vom Volk genannt wird. Und weil der Nationalfeiertag traditionell am Geburtstag des Königs gefeiert wird, ist das seit diesem Jahr nicht mehr der 30. April, sondern der 27. April. Weil der aber dieses Jahr auf einen Sonntag fällt, und es im modernen Holland tatsächlich noch Gemeinden gibt, die so streng religiös sind, dass dort am Sonntag sogar Bügeln verpönt ist (echt wahr!), wurde dieses Jahr schon am Samstag gefeiert.

In der Zeit vor dem Nationalfeiertag sieht man schon überall ganz viel Orange. Orangefarbene T-Shirts, orangefarbene Party-Artikel, orangefarbener hagelslag, orangefarbene M&Ms, orangefarbenen Apfelsinen-vla, orange glasierte Miniwindbeutel, und und und. Ich hab noch irgendwo eine Dose orangefarbenen hagelslag vom Thronwechsel letztes Jahr… Da meine beiden orangenen T-Shirts, vor ca. 7 Jahren speziell für den Nationalfeiertag und WK/EK-Spiele angeschafft, mittlerweile ziemlich „oll“ geworden sind und mir diese Farbe sowieso nicht so gut steht, habe ich mir neulich spontan bei der Drogerie für unseren allerersten Königstag einen orangefarbenen Fascinator gekauft. Und so sahen wir an diesem besonderen Tag aus:

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(Das mit dem Selbstauslöser muss ich noch üben…)

Nach dem Frühstück schalteten wir erstmal, königstreu wie wir sind, den Fernseher ein, um nebenbei die offiziellen Feierlichkeiten mitzuverfolgen. Der kleine Kaaskop wollte zwar seine in der Kita gebastelte Krone nicht auf, guckte sich aber trotzdem gebannt an, wie Königin Maxima an einem 7 m langen sjoelbak eine Runde sjoelte. Sjoelen (sprich: schulen) ist ein altholländisches Spiel, das heute hauptsächlich an Silvester gespielt wird und bei dem man runde Holzscheiben in vier Fächer mit verschiedener Punktzahl schubsen muss. Simpel und macht sehr viel Spaß! (Gibt’s übrigens auch in kleiner als 7 m lang, im Spielzeugladen *zwinker*)

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Nach dem notwendigen Einkauf ging’s dann endlich in den Park. Eigentlich wollten wir nur auf den Spielplatz, aber wie kamen schon beim Eingang in den flohmarktbedingten Stau und saßen erstmal fest.

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Am niederländische Nationalfeiertag gibt es, wie ihr vielleicht wisst, überall Straßenflohmärkte, Musikstände undsoweiter. Es wird nicht nur gefeiert, sondern auch Geld verdient und da machen auch schon die Kinder mit. Die spielen zum Beispiel etwas auf der Blockflöte vor oder verkaufen selbstgemachte Sachen. In den Nachrichten wurde ein Junge (vielleicht 10 Jahre alt) gezeigt, der schlafend auf einer Decke lag und ein Schild davor aufgestellt hatte, auf dem stand: „Ich will schlafend reich werden.“ Hihi! Ja, die Holländer sind ein geschäftstüchtiges Völkchen!

Auf dem Spielplatz war auch viel los, und am Pavillon wurden ausnahmsweise u.a. Poffertjes verkauft, die mussten wir uns natürlich gönnen!

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Die Poffertjes hatten mir übrigens einen Riesenschreckmoment besorgt: Der kleine Kaaskop war auf einmal weg! Das kam so: während der große Kaaskop Schlange stand vorm Poffertjes-Stand, spielte ich mit dem kleinen im 15 m entfernten Sandkasten. Plötzlich wollte er zu Papa und lief los. Weil der ja nicht weit weg war und außerdem gerade ein anderes Kind mit B.’s Schaufel abhaute, schaute ich ihm kurz hinterher, wie er in die richtige Richtung lief, und drehte mich dann kurz um, um zu gucken, wo das Kind mit B.’s Sandspielzeug hinlief. Weil das noch in der Nähe war, checkte ich kurz wieder, ob ich B.noch sehen konnte. Konnte ich nicht, aber sein Papa guckte zu mir herüber und machte abwehrende Armbewegungen. Und so schnell geht das! Ich dachte nämlich, er meinte, ich solle mir keine Sorgen machen, er habe B. im Blick. Er hatte aber gar nicht mitgekriegt, dass unser Sohn zu ihm rübergelaufen war und wollte mir nur signalisieren, dass wir noch kurz beim Sandkasten  bleiben sollten. Als ich also kurz darauf nebem ihm stand und fragte: „Wo ist B.?“, antwortete er erschrocken: „Der ist doch bei dir??“ Aaaahhh! Zum Glück fanden wir ihn schnell wieder: nach 20 Sekunden suchen und ca. 40-mal „Shit! Shit!“ denken  tippte mir eine Frau auf die Schulter und fragte, ob ich einen  kleinen Junge suche. Der sei gerade hinter dem Tresen verschwunden. Und als ich eine halbe Nanosekunde später bei besagtem Tresen ankam, kam da gerade eine Frau mit B. auf dem Arm hervor, die sich suchend umguckte. Puh!

Nach den Poffertjes durfte der kleine Kaaskop noch in die Hüpfburg, lauschte er gebannt der Live-Musik…

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…und machte das hier:

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DummNaiv, wie Eltern manchmal sind, hatten wir keine Ersatzklamotten mitgenommen, obwohl wir eigentlich vorher wussten, dass das Wasser unseren kleinen Wassermann magisch anziehen würde. Doh! Aber schlau wie Mamas oft sind, habe ich einfach schnell auf dem Flohmarkt auf der Wiese für 50 Cent eine Hose von H+M und für 20 Cent ein T-Shirt gekauft. Ha! Und so war der kleine Kaaskop nicht lange gezwungen, nur in Papas Langarmshirt unter seiner eigenen Sweatshirtjacke rumzulaufen, sondern er konnte auf dem Nachhauseweg ordentliche Klamotten anziehen.

Soweit unser erster Königstag. Habt ihr schon einmal einen Königinnentag miterlebt? Ich finde ja, das ganze Orange macht richtig fröhlich, und die ausgelassene Stimmung sowieso. Wenn dann auch noch das Wetter stimmt… Oranje boven!!!

 

P.S. Mehr zum Thema Oranje gibt es zum Beispiel hier, hier und hier.