Ausflug auf den Kölner Weihnachtsmarkt

Vielleicht wusstet ihr es noch nicht, aber hier in Holland gibt es keine anständigen Weihnachtsmärkte. Es sei denn, man ist mit mit rotem Wachstuch verkleideten Marktständen, an denen ganz normale Produkte wie Salami, Töpfe, Billigparfüm etc. verkauft werden, zufrieden. Bin ich aber nicht! Ich liebe deutsche Weihnachtsmärkte!

Seit ich in Köln studiert und dort A. an das Phänomen Weihnachtsmarkt herangeführt habe, ist ein Besuch der Kölner Weihnachtsmärkte jedes Jahr ein Muss. Normalerweise gucken wir uns den am Dom, Neumarkt, Heumarkt und Alter Markt an, manchmal auch noch den am Schokoladenmuseum. Da gab es mal einen tollen Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, dieses Jahr „nur“ Hafenweihnachtsmarkt, das interessierte uns nicht so. Aber da wir diesmal nur einen Tag hatten, erst gegen Mittag in Köln waren und erst bei der Mayerschen (Buchhandlung) Großeinkauf machen und dann beim Maredo essen wollten, mussten wir dieses Jahr Abstriche machen. Wegen Misskommunikation konnten wir unseren kleinen Schlingel nämlich nicht zu meiner Mutter in Wuppertal bringen, sondern mussten wir ihn am Freitagabend zu Opa und Oma in Nordholland fahren, abends zurück nach Hause und am nächsten Morgen erst los Richtung Köln. Unterwegs gabelten wir noch mein Schwesterherz und ihren Freund auf und gegen 12 waren wir dann in Köln Waidmarkt an unserem Hotel, dem Motel One angekommen.

Seit unserem ersten Motel-One-Besuch in Hamburg letztes Jahr sind wir Fan von dieser Kette. Alles schick und neu eingerichtet, sauber, gute Betten und nicht so ein lächerlich teures Frühstück (nur 7,50 € und trotzdem super!).

Als erstes war wie gesagt Großeinkauf bei der Buchhandlung angesagt. Ich will die deutschen Kinderbücher für B. nämlich nicht im Internet bestellen, komme ja aber nicht so oft in deutsche Buchhandlungen. Während A. und mein Schwager im Café in Reiseführern schmökerten, war ich eine Etage tiefer im Paradies! Am liebsten hätte ich noch viel mehr gekauft, aber für viele der tollen Bücher ist B. ja noch zu klein, und überhaupt: nicht übertreiben! Doe maar gewoon, dan doe je al gek genoeg. Trotzdem musste ich an der Kasse 89 Euro blechen… Aber dafür hatte ich ja meine große Tüte voller toller Bücher!

Danach schlugen wir noch beim DM zu (Drogerieprodukte sind in Holland teurer als in good old Germany), wo wir u.a. einen Strickpulli für B. mit Rentiermotiv fanden. Kurz die „Beute“ im Hotel droppen, beim Maredo lecker Steak essen (auch das ist Tradition bei uns) und dann endlich zum Weihnachtsmarkt!

Erst kurz zu dem am Dom, weil da der Bernsteinschmuckstand stand:

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Dann zu A.’s Freude endlich den ersten Glühwein!

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Leider schmeckte dieser nicht so klasse. Aber dieses Schild brachte mich wieder zum Lachen:

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Den Rest von diesem Weihnachtsmarkt schenkten wir uns, denn der Heinzelmännchenmarkt auf dem Alter Markt (nein, der in Köln wird nicht konjugiert) ist viel toller. Da gibt auch leckere Bratäpfel, ebenfalls ein persönliches Muss!

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Über den Heumarkt ging es danach endlich zu meinem Lieblingsweihnachtsmarkt: den Engelchenmarkt auf dem Neumarkt! Er ist recht klein, aber wegen der Bäume und der Atmosphäre wirklich der schönste:

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Außerdem gibt’s da einen meiner Lieblingsstände:

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Alle Ausstechförmchen, die man sich nur wünschen kann. Dieses Jahr nahm ich ein kleines Auto, einen cupcake-freundlichen Tannenbaum und ein Rentier. Zwischendurch gab es eine Bratwurst,

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eine belgische Waffel mit heißen Kirschen und Sahne, und noch mehr Glühwein. Diesmal leckeren! Nachdem Schwester- und Schwagerherz sich um 19Uhr auf den Weg zum Bahnhof gemacht und A. und ich noch einen weiteren Glühwein getrunken hatten, fing es gegen halb neun an zu regnen und machten auch wir uns völlig k.o. auf den Weg ins Hotel, wo wir erschöpft ins Bett fielen.

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Schön war’s! Und es hat sich gelohnt:

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Nächstes Jahr gehen wir wieder hin!

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Mein doch nicht so ruhiges Wochenende

Eigentlich wollten wir ja nach dem vollgeplanten vorletzten Wochenende (Kindergeburtstag, Enkel-Fotoshoot) für letztes Wochenende nichts planen und einfach etwas rumbummeln. Aber. Ich wollte ja schon ewig mal wieder zu Ikea, um ein zweites Töpfchen, einen Kindertisch und und und (keine Kerzen, sondern einen Kerzenständer, den ich aber voll vergessen hab, so ein Mist..) kaufen. Und Wocheneinkauf mussten wir ja auch noch machen. Und Wäsche waschen. Und irgendwas ist ja auch immer!

Meine aktuellen Wochenenderkenntnisse:

  • Ein zweiter Erwachsener wird schon gebraucht, wenn man einen fast zweijährigen kleinen Jungen zu Ikea mitnimmt. Einer guckt sich in Ruhe alles an, der andere rennt hinter dem kleinen Wirbelwind her, der laut lachend alles erkundet. Ja, die Ikea-Liebe liegt in der Familie! Sogar A. ist mittlerweile Fan, ha!
  • Ich habe kein Problem damit, schon um 16 Uhr warmes Abendessen zu verputzen. Zwischen Ausstellungsbereich und Ladenbereich liegt bei unserem Ikea das Restaurant, und da wir alle Hunger hatten und eh da essen wollten, es aber blöd gewesen wäre, um viertel vor 4 noch Kuchen und ´ne Dreiviertelstunde später warm zu essen, holten wir uns gleich Köttbullar, ein Schwedenhackschnitzel und Saté-Spieße. Um 16.10 Uhr waren wir mit dem Essen fertig. 2013-11-09 16.09.37
  • Es ist um 16 Uhr schon überraschend voll im Ikea-Restaurant! Und zwar nicht nur mit Leuten, die Kuchen essen…
  • B. mag die Köttbullar nicht so. Pommes fand er aber offensichtlich sehr lekker.
  • In B.´s Alter (21 Monate) kriegen Kinder offenbar wieder eine Bitte-bleib-hier-Phase. Bei uns ist jedenfalls zurzeit jeden Abend Theater, wenn B. ins Bett soll.
  • Auch Papas finden mal Tricks: er sagte einfach zu B.: „Papa geht nicht weg. Papa holt nur kurz eine Decke und bleibt in der Nähe.“ Er wollte sich wirklich nur eine Decke holen! Er ließ die Tür zum Kinderzimmer ein Stückchen auf, aber als er merkte, dass B. still blieb, hat er nur kurz gelauscht und sich dann ins Wohnzimmer verkrümelt. Diesen Trick haben wir seitdem schon ein paar Mal erfolgreich angewandt.
  • Man sollte nicht fluchen, wenn das Kind in einer Ich-plapper-alles-und-jedem-nach-Phase steckt (alles ist eine Phase!). (B. kann jetzt „damn it“ sagen…)
  • Mein halbholländischer Sohn mag keine oliebollen (eine Art Ölkrapfen, ähnlich wie Berliner, aber ohne Marmelade)! Seit ein paar Wochen steht der oliebollenkraam (Krapfenstand, bzw. -wagen) wieder auf seinem Stammplatz bei uns um die Ecke, und am Sonntag konnten A. und ich nicht widerstehen und haben drei Stück (mit Korinthen) gekauft. Den Puderzucker, den es traditionell dazu gibt, fand B. sehr interessant, aber nachdem er ein Stück oliebol probiert hatte, mochte er den Rest nicht mehr. Mehr für Mama, hihi!
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  • Die Schinken-Käse-Muffins, die ich während seines Mittagsschlafs schnell für nächstes Wochenende vorgebacken hatte, fand er allerdings sehr lecker:
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  • Mein Sohn findet, dass Mama UND Papa dabei sein müssen. Nicht nur, dass er nach Papa brüllt, wenn Mama ihn ins Bett bringen will, und nach Mama, wenn Papa das versucht, nein, noch ein bisschen im Bett liegen bleiben, wenn Papa am Sonntagmorgen mit dem kleinen Mann schonmal nach unten frühstücken geht, ist auch nicht mehr drin. Drängelnd stand er in der Schlafzimmertür: „Mama! Komm!“ Pff… Ja, ja, ich komm ja schon. Mpf.
  • Ich brauche mehr ZEIT! Von den Wandaufklebern mit den Urwaldtieren, die schon ewig im Schrank liegen, habe ich zwar endlich ein paar in B.’s Zimmer geklebt, aber weil die etwas verloren wirken, wollte ich eigentlich noch ein paar zusätzliche basteln/malen/farbkopieren, und weil die Palme so klein ist, will ich eine größere basteln (den passenden Karton hab ich mir schon zur Seite gelegt). Aber dazu bin ich auch dieses Wochenende nicht gekommen, bäh. Einen Adventskalender will ich auch noch machen, eine ordentliche Kamera kaufen (irgendwelche Tipps??) und einen Fotokurs belegen will ich auch schon seit Längerem, mit den Fotoalben bin ich schwer im Rückstand…. Hach ja.
  • Mein Mini-Kaaskop liebt Käse. Er isst sich den selber vom Brot (zich de kaas niet van het brood laten eten = sich nicht die Butter (bzw. den Käse) vom Brot nehmen lassen) und lässt das Brot dann liegen. Pff.
  • B. findet Katzen nach wie vor interessant. Als wir am letzten Mamamontag eine kleine Runde gelaufen sind, entdeckte er eine. Und der sind wir dann eine Weile hinterhergelaufen. Er fand das voll interessant, wie die sich putzte und so. Die Katze wusste wohl nicht so recht, wo sie hin wollte. Mal lief sie in die eine Richtung, dann wieder zurück…und wir immer hinterher! Als ich nach Hause wollte, sagte ich zu B.: „Sollen wir mal nach Hause gehen und gucken, ob die Katze mitgeht?“ Es war so süß, wie der kleine Schlingel immer der Katze zurief: „Katz! Meelopen (mitgehen)!?“
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  • Seine neue geringelte Mütze steht B. sehr gut. *schmelz*
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Wirtschaftsboost

Juchu! Nach einem baaldag (ein Tag, an dem alles doof ist) auf der Arbeit, wurde ich beim Nachhausekommen nicht nur freudestrahlend von B. begrüßt, sondern warteten auch drei Päckchen auf mich! Ja, ja, ich habe in der letzten Zeit einen guten Beitrag zum Ankurbeln der niederländischen Wirtschaft geleistet. Und auch der deutschen, denn das größte Paket kam von Jako-o.

Den Webshop von Jako-o hatte ich neulich zum ersten Mal besucht, nachdem ich wieder einmal Werbung in einer „meiner“ Zeitschriften gesehen hatte. Und er gefällt mir sehr gut, muss ich sagen! Zwar muss ich bei den Preisen manchmal schlucken, aber es sind halt alles hochwertige Markensachen. Und sie haben auch einen Themen-Shop, mit unter anderem den Rubriken Kindergarten, Kinderfeste und Besonder Kinder. Ich werde jedenfalls trotz der Preise vom Surfen auf der Website so richtig hebberig (kaufgierig), wie auch beim Tausendkind-Webshop. Und da ich noch nicht genug Wintersachen in der richtigen Größe habe und schon seit längerem eine Softshell-Jacke für B. kaufen wollte, habe ich zugeschlagen! Die liefern nämlich auch nach Holland, jippieh! Weil ich im Oktober beim 10-Minuten-Gespräch in der Kita erfahren habe, dass mein kleiner Schlingel voll gerne bastelt und malt, habe ich außerdem ein Bastelbuch gekauft, zwei CDs, ein supertolles Badecape (so etwas ähnliches hatte ich mal in einem Blogartikel von Baby, Kind und Meer gesehen), zwei Mützen (eine davon speziell für unter dem Fahrradhelm) und einen coolen Zahnbürstenhalter. Das Cape ist leider doch noch viel zu groß, aber ich hab mir schon überlegt, dass ich meine nähbegabte Mutter frage werde, ob sie für B. noch so eins in kleiner nähen kann. Allzu kompliziert sieht es nämlich nicht aus, wenn ich mir die Nähte so angucke.

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Die Spiel- und Bewegungslieder-CDs sind ja offenbar gerade voll der Hit in Deutschland, aber ich finde die auch klasse. Sehr catchy und fröhlich, die Lieder! Und da ich ja für genügend Deutsch-Input für B. sorgen muss, aber die traditionellen Kinderlieder aus meiner Kindheit doch etwas zu altmodisch finde, sind diese CDs eine prima Lösung.

Neulich hatte ich übrigens auch schon neue Klamotten für B. gekauft:

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Vor allem das orangefarbene Shirt find ich toll – da steht nämlich was von Galway drauf, und da hab ich ja B.s Papa kennengelernt…

Diese drei neuen Sets (auf dem dritten Foto eigentlich nur die Latzhose, von Oma spendiert) finde ich auch richtig schick! Das zweite Foto hab ich auf dem Musikworkshop geschossen; B. hat sich sehr für die Gitarre interessiert. Die Trommeln begeisterten ihn zum Glück nicht so, hihi!

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Die anderen beiden Päckchen waren übrigens von bol.com, wo ich zwei Geburtstagsgeschenke für A. und ein Weihnachtsgeschenk für B. bestellt hatte. Bei letzterem handelt es sich um das Duplo-Haus aus dem Blogartikel von vor ein paar Tagen. Das, bei dem stand, dass es exklusiv für Mädchen entwickelt wurde. Pff. Ich bin mir ziemlich sicher, dass B. das auch toll finden wird. Hoffentlich schaffe ich es überhaupt, es ihm erst zu Weihnachten (oder Sinterklaas zu geben). Muss man denn eigentlich mit allem großen Spielzeug auf besondere Gelegenheiten warten??

Ein heiteres Wochenende – nicht nur vom Wetter her

Der Vorteil daran, dass kleine Kinder auch am Wochenende früh aufwachen, ist ja, dass man viel vom Tag hat. Letztes Wochenende haben wir denn auch wieder viel gemacht, fnde ich.

B. hat uns an beiden Tagen bis kurz vor acht schlafen lassen – ein schöner Start ins Wochenende! Das Wetter war auch super, richtig Altweibersommer! Am Samstag fuhren A. und B. einkaufen, damit ich in Ruhe Marmorkuchen backen konnte. Wir waren nämlich zum Geburtstag einer Freundin/Bekannten aus meinem Schwangerschaftskurs eingeladen und sie hatte sich einen richtigen deutschen Kuchen gewünscht. Sie ist halb Deutsche, halb Italinerin, wohnt aber schon 10 Jahre in Holland und vermisst den deutschen Kuchen. Ich folgte das Rezept aus dem Klassiker der Küche, und obwohl der Teig so zäh war, dass mein alter Handmixer fast den Geist aufgab, gelang der Kuchen gut. Der dunkle Teil war etwas trocken, aber das ist ja oft so bei Marmorkuchen…oder?

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Nach B.’s Mittagsschläfchen radelten wir durch den strahlenden Sonnenschein zu S., wo wir uns gut unterhielten, erstaunlicherweise nicht ständig B. hinterherrennen mussten, da er sich mit dem Spielzeug der kleinen E. und den anderen Kindern gut selbst beschäftigte. Ein paar andere Mädels aus dem Hechelklub waren auch da, und A. und ich waren wieder mal baff, weil mehrere Leute meinten, B. sei ja so ein ruhiger kleiner Junge. Huh?! Naja, eigentlich ist er das manchmal ja auch, muss ich zugeben. In fremden Umgebungen oder wenn viele andere Kinder da sind, ist er zurückhaltender als zuhause. Der Süße.

Wann wir jetzt genau was gemacht haben, weiß ich schon gar nicht mehr, aber am Sonntagmorgen habe ich jedenfalls spontan den Laufstall abgebaut. Von der strahlenden Sonne kriegte ich voll Energie und das stand sowieso schon für demnächst geplant. Was für einen Platz haben wir auf einmal im Wohnzimmer!

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Ich sortierte gleich noch etwas Spielzeug aus, räumte einen meiner zu grotesken Höhen gewachsenen Zeitschriftenstapel weg (na ja, okay, er liegt jetzt sortiert auf dem Esstisch bereit zum Weitergeben an eine Freundin…), mistete ein wenig in meinem Kleiderschrank aus, sortierte B.’s Bücher neu (das Utensilo am Laufstall entfiel ja nun), bestellte ein paar Klamotten für mich und..

bestellte zum ersten Mal etwas bei Tausendkind. Dafür hatte ich schon öfter Gutscheine gekriegt (in der „Eltern“, die ich mir manchmal aus Deutschland mitbringen lasse), aber ich dachte erst, da bestell ich ja sowieso nix, die Zalando-Gutscheine schmeiß ich auch immer unbenutzt weg. Aber dann hab ich mir die Website mal angeguckt und holla! Die macht ja richtig süchtig! Und die Auswahl ist riesig. Auch sehr praktisch: die Website verfügt über einen Geschenkefinder (Startseite oben rechts). Damit man sich nicht mehr den Kopf zerbrechen muss, was man den vielen Kindern im Bekanntenkreis (oder dem eigenen natürlich) denn bloß schenken könnte. Das finden Mamis toll 🙂

Weil ich aber neulich erst eine teure aber tolle Regenjacke für B. gekauft hab, habe ich mich diesmal etwas zurückgehalten. Bauklötze, ein paar Bücher und einen süßen Pulli. Die Regenjacke der Marke Hatley hatte ich übrigens nach dem Lesen eines Blogartikels auf Baby, Kind und Meer gekauft. Normalerweise kaufe ich ja keine Kindermarkenklamotten, aber diese hier hatte es mir wirklich angetan.

Als ich heute nach einem passenden Schal zu B.s neuer grüner Winterjacke und neuen Gummistiefeln guckte, fiel mir mal wieder auf, dass es für Mädchen irgendwie doch eine größere und tollere Auswahl gibt. Maul. Wir Jungsmamas haben mal wieder das Nachsehen! Für Mädchen kann man auch mal was aus der Jungskollektion kaufen, umgekehrt geht das eher nicht. Und immer nur Dinos und Autos und blau ist doof… Die ständige Beschränkung der Wahlmöglichkeit zwischen rosa mit Hello Kitty oder blau mit Cars nervt mich ja sowieso… Aber heute wurde ich fündig! Für 2,99 Euro einen Schal, der zur grünen Jacke und dem dunkelblauen Handschuhe-Mützen-Set passt und neue Gummiestiefel mit Fiep-Westerdorp-Motiv (die Zeichnerin der Kinderbücher von Annie M.G. Schmidt, der niederländischen Astrid Lindgren sozusagen) für 8 Euro.

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Die alten Gummistiefel hat B. dann nachmittags im Park nochmal so richtig ausgenutzt: es gibt da einen Wasserpilz, an dem er gerne spielt. Vor allem bei warmem, sonnigem Wetter ist er wie viele andere Kinder kaum da weg zu bekommen. Die kleine Wasserratte! Weil ich ihm bei dem tollen Wetter keine Regenjacke anziehen wollte, war er am Ende vorne klatschnass (zum Glück nur von außen, das Shirt unter der Jacke war trocken).  Zum Abschluss des heiteren Tages ging es dann abends noch ins Bad! Der kleine, heute mal ganz brave Glückspilz…

Mein Wochenende mit me, myself and I (Teil 1)

Was man nicht so alles schafft, wenn man alleine zuhause ist! Aber erstmal kurz den Samstagnachmittag und -abend mit L. und M.  zusammenfassen:

Ich hatte mich mit M. am Amsterdamer Hauptbahnhof verabredet, weil sie den Weg besser kennt als ich und sie sowieso auch mit dem Zug in die Stadt kam. Durch den strömenden Regen bahnten wir uns einen Weg durch die anderen Menschen und entlang der schmalen Gehwege zum Vlaamsch Broodhuys. Da hatte L. gerade trotz Hochbetrieb einen Tisch ergattert. Als die Kellnerin kam, um unsere Bestellung aufzunehmen, hatten wir vo lauter Gequatsche noch gar nicht auf die Karte geguckt, haha! Bei Kaffee, Tee und Kuchen (für mich einen sehr leckeren Rhabarbercrumble) unterhielten wir uns über dies und das (Kinder, Job, Urlaub..) und die Zeit verging wie im Flug. Irgendwann zogen wir dann aber doch weiter, denn wir wollten ja auch shoppen! In der Haarlemmerstraat/Haarlemmerdijk gibt es wie gesagt einige außergewöhnliche Läden, die man nicht überall findet.

So waren wir unter anderem bei der Tea Bar, einem (ja richtig!) Teeladen, in dem man sich seinen Tee selbst anfüllen kann und auch Kuchen essen kann. Vor zwei Jahren habe ich mir da mal grünen Darjeeling und schwarzen Tee mit Walnüssen gekauft – sehr lecker! Letzterer scheint allerdings eher ein Frauentee zu sein: sowohl A. als auch L.’s Freund fanden den eklig. Naja. Dieses Mal kaufte ich „Flower Power“-Tee: eine Mischung aus grünem und schwarzem Tee mit Jasmin, Erdbeer und Rhabarber. Und er schmeckt so gut wie das klingt!

Beim berühmten Kinderladen Teuntje verbrachten wir auch viel Zeit, denn die haben schöne Sachen. Leider auch etwas teuer für meinen Geschmack. Aber wirklich tolle außergewöhnliche Kinderklamotten, vor allem die für Mädchen fand ich toll. Naja, Pech. M. und ich waren uns darüber einig, dass es für Jungs irgendwie doch weniger tolle Mode gibt. Wir gucken als Jungsmamas jedenfalls gerne mal (ein bisschen neidisch) in der Mädchenecke. Das Lustige ist, dass L. mit ihren zwei Töchtern auch gerne mal in der Jungskollektion stöbert, haha! Vielleicht sollten wir ab und zu mal gegenseitig für unsere Kinder Klamotten kaufen.

Um halb sechs gingen wir Pizza essen (der Film fing nämlich schon um 19Uhr an). In der sehr zu empfehlenden Pizzeria Toscana. Weil ich seit B.’s Geburt komischerweise neuerdings auch mal gerne Salami esse, gönnte ich mir diese salzige Sünde auf der Pizza Della Casa (Paprika und Salami). *mjam,mjam* Um 19Uhr dann der Film Una pistola en cada mano (Ein Freitag in Barcelona).

War ganz unterhaltsam, aber irgendwie plotlos. Lauter einzelne kurze Geschichten und ja, am Ende stellt sich heraus, dass die Männer sich alle irgendwie kennen, aber eine wirklich „Auflösung“, ein großes Finale oder so gibt es nicht. Schade.

Weil die anderen beiden ja nicht wie ich ausschlafen konnten, verabschiedeten wir uns danach recht schnell voneinander. Es war ja schließlich schon 21 Uhr, Mamibettzeit, hihi! Ich erwischte gerade noch einen Intercity nach Utrecht, wo ich mir erstmal beim BurgerKing eine Cola kaufte (ich sag ja: salzige Sünde) und dann den Weg zum Fahrradparkplatz suchte. In Utrecht wird nämlich seit ein paar Jahren das ganze Gebiet um den Hauptbahnhof rum renoviert. Da wird abgerissen, Vorübergehendes eingerichtet, neugebaut, umgelegt, umgeleitet,…. Alle paar Wochen ändert sich da etwas, und ich bin schon eine Weile nicht mehr da gewesen. Zum Glück wusste ich dann zumindest noch, wo ich mein Fahrrad abgestellt hatte. Viele Möglichkeiten gibt es da trotz riesiger Anzahl Stellplätze nicht für mich. Der einzige Vorteil an meinem Rad, das wegen seines hohen Lenkers nicht in die doppelstöckigen Ständer passt!

Zum Back-Sonntag demnächst mehr!

Ladies‘ night und Me-time-Sonntag!

Naja, was heißt „night“…eigentlich eher „day“. Nachdem ich mich geärgert hab, dass A. in den letzten Monaten viel öfter alleine mit den Jungs unterwegs war (Filmmarathon, Kneipe etc.) als ich, freue ich mich sehr auf einen Nachmittag und Abend mit den Mädels! Eine musste zwar leider absagen, weil ihre 5 Monate alte Tochter plötzlich zur Fläschchenverweigerin mutiert ist und nur noch bei Mama trinken will. Und das Kind hungern lassen, weil man selber gerne ausgehen will, geht ja nun auch etwas zu weit.

Jedenfalls: Ladies Date! Sobald die Läden aufmachen, geh ich noch schnell mit meinen Jungs zu C&A, um eine Winterjacke für B. zu kaufen, bevor es demnächst wirklich kalt wird und es nirgendwo mehr schöne in seiner Größe gibt und er frieren muss. Die Jungenjackenmode ist ja übrigens gerade wirklich fürchterlich: lauter dick wattiertes glänzendes Bomberjackenzeugs, ieh bah. Oder langweilig braun, dunkelblau,.. (Diese hier soll es sein.)

Um 14.30 Uhr treff ich mich mit L. und M. bei Het Vlaamsch Broodhuys in der Haarlemmerstraat in Amsterdam. Da gibt’s erstmal Kaffee und Kuchen und Girls‘ Talk. Danach wollen wir ein bisschen shoppen, und dazu sind wir dann an der richtigen Stelle, denn Haarlemmerstraat und Haarlemmerdijk sind 2012 zur „tollsten Einkaufsstraße der Niederlande“ gewählt worden. Dort gibt es schöne, nichtstandard-Geschäfte.  Abends dann schnell Pizza essen und Kino. Una pistola en cada mano wollen wir uns anschauen. Auf Deutsch heißt der Film übrigens „Ein Freitag in Barcelona“ und laut kino.de „seziert die mit spanischer Prominenz besetzte Komödie um Männer in der (Midlife-)Identitätskrise maskuline Unsicherheiten“. Vielleicht nicht wirklich ein Girly Film, aber L. und M. stehen nicht so auf Mainstream (im Gegensatz zu mir, *räusper*), und die anderen Filme in den kleinen Kinos dort in der Nähe waren mir zu düster. Ich will lachen!

Am Sonntag kann ich dann ausnahmsweise mal wirklich ausschlafen! Oh, darauf freu ich mich! A. fährt mit B. am Samstagnachmittag nämlich zu seinen Eltern, weil da im Dorf dieses Wochenende Jahrmarkt ist und er außerdem die Gelegenheit nutzen will, um ein paar alte Freunde zu treffen. Erst hatten wir überlegt, ob ich dann Samstagabend nach dem Ladies Date auch nach Zuid-Scharwoude (ja, versucht das mal auszusprechen!) fahren soll, aber da ich vorhatte, am Sonntag endlich mal Donauwellen auszuprobieren und ich außerdem auch Cupcakes für den Tag der Erzieherinnen am kommenden Donnerstag backen will, passt es besser, wenn ich allein zuhause bin. A. und B. kommen vermutlich erst abends nach Essenszeit zurück. Me-time-Sonntag halt. Bin gespannt, wie mir das gefällt….

10 Jahre K. und A.! (Teil 2: Alkmaar)

Wie gesagt gönnten A. und ich uns ein weekendje-weg zu zweit, um unser 10-Jähriges zu feiern. Nach unserem Shopping-Tag in Haarlem überlegten wir am nächsten Tag beim Frühstück im Hotel, wie wir unseren Sonntag gestalten wollten. Die Geschäfte haben zwar auch in Haarlem sonntags auf, aber erst ab 12, und Frühstück gab’s nur bis 10. Zum Glück war die Dusche seeehr erfrischend und konnten wir es sowieso ruhig angehen lassen. Keine Fremdbestimmung an unserem Zeit-zu-zweit-Tag!

Am Frühstücksbuffet gab’s nichts zu meckern, außer vielleicht, dass man sein Rührei und den Speck selbst braten musste – aber das machte mein mir angetrauter Göttergatte für mich. *grins* Zwischen dem zweiten Brötchen und dem Joghurt mit Obst beschlossen wir, gleich nach dem Auschecken einfach schon mal nach Alkmaar zu fahren. Da mussten wir später auf der Fahrt zu A.’s Eltern sowieso vorbei und haben die Läden jetzt auch sonntags ab 12 auf. Außerdem bin ich da auch schon öfters gewesen und weiß ich, dass es a) eine schöne Stadt ist und b) man da auch ganz gut shoppen kann. Und da der Vortag ja recht erfolglos gewesen war…*schnüff*… schlugen wir damit mehrere Fliegen mit einer Klappe!

Und Wunder über Wunder: in der Käsestadt wurde ich am Ende sogar fündig! Zwar wurde unsere Bummelorgie davon überschattet, dass wir den Rollkoffer mitschleppen mussten (wir wollten kein Schließfach am Bahnhof benutzen, weil wir eigentlich mit dem Regionalbus von einer anderen Haltestelle aus ins Dorf von A.’s Eltern weiterfahren wollten – nur leider war Jahrmarkt und fuhr der Bus gar nicht von dieser anderen Haltestelle aus ab, dumm gelaufen!). Außerdem blieb meine Suche nach Sneakers usw. anfangs wie am Vortag erfolglos, und als ich dann endlich ein schönes Paar von Replay entdeckte, gab’s das Modell nur in der Kinderkollektion. Ich hätte heulen können. Stattdessen wurde ich nur maulig. Es war warm, der Koffer nervte, A. war genervt, dass ich mir vom nicht-fündig-werden so die Laune verderben ließ und drängelte außerdem, welchen Bus wir denn nehmen wollten, obwohl ich ja gerade ohne Deadline shoppen wollte… Seufz!

Nachdem ich sauer (diese blöden Hormone!) alleine ins Kaufhaus Vroom&Dreesman (V&D – sowas wie der gute alte Karstadt; aber nur fast) abgerauscht war, wo ich vor lauter Verzweiflung 1 T-Shirt kaufte (wofür ich zur Strafe gefühlte 10 Minuten anstehen musste), glätteten sich die Wogen. A. hatte währenddessen weislich doch mal was zu essen gekauft, was zumindest seine Laune erheblich besserte. Ich fand eine Regenjacke, einen Pullover von The Sting…und Sneaker (von Timberland, mit 50% Rabatt!), .. alles wieder gut! Die Sneaker sind wirklich super! Zwar nicht grau, aber ein unbestimmtes Braungrau, das zu Braun und Grau passt. Außerdem haben die einen versteckten Absatz, Von außen Sneaker, von innen Wedges, sozusagen:

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Leider gingen wir aus logistischen Gründen nicht wie geplant beim Lunchroom Echt Alkmaar essen. Das fand ich sehr schade, denn da sind wir irgendwann mal durch Zufall gelandet und es war da sehr hübsch, der Kaffee war lecker und der Kuchen erst! Und alles biologisch. Und es gab Zeitschriften und eine tolle Kinderspielecke. Aber es wäre ein ziemlicher Umweg gewesen,und darauf hatten wir beide keinen Bock. Ich hatte auch gar nicht soviel Hunger, wir hatten ja ausgiebig gefrühstückt. Am Ende plumpsten wir spontan in zwei Stühle auf der Terrasse von CoffeeUnited – eine sehr gute Entscheidung, wie sich herausstellte! A. und ich teilten uns ein Stück Carrot Cake und ich nahm noch ein Stück Lemon Drizzle dazu, weil der so schön frisch schmeckt. Ooooh, war das lecker!

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Überhaupt hat sich De Laat in den letzten Jahren zu einer guten Einkaufsmeile entwickelt, wie A. überrascht feststellte. Früher war da wohl eher tote Hose. Die Straßen um den Käsemarkt sind aber auch sehrzu empfehlen!

So gegen 15 Uhr waren wir erledigt und sehnten uns nach unserem kleinen Schlingel. Was waren wir froh, dass A.’s Vater ihn mitgenommen hatte, als er uns am Bahnhof abholte! A. ließ mir, lieb wie er ist, beim Knuddeln den Vortritt. Und dann schlossen wir den Tag mit einem Grillabend im Garten von A.’s Eltern ab (es gab Satésaus, schleck!), bevor wir mit einem nicht-schlafenden B. auf dem Rücksitz nach Hause fuhren. Unsere kleine Familie!