Wie war das eigentlich mit der #SummerToDoList?

Heute morgen habe ich dann mal die Winterjacke vom Dachboden geholt.Magere 3 Grad waren es hier in Holland, brrr. Tja, jetzt ist der Sommer wirklich vorbei… Weil ich Listen mag, wollte ich am Anfang des Sommers eigentlich bei der Blogparade von feiersun mitmachen, aber dann kam ich wieder nicht zu Potte, der Sommer war plötzlich schon halb rum und meine Liste mit 10 Dingen, die ich diesen Sommer gerne machen würde, blieb unveröffentlicht. Schade. Aber ich habe trotzdem mal abgehakt, was ich im Sommer 2016 wirklich gemacht habe und das Ergebnis ist gar nicht mal so schlecht:

  • Eine Pfannkuchentorte backen wie bei Petterson & Findus √
  • Am Strand Pommes essen √
  • Mit Freunden im Garten grillen (√)
  • Nur mit dem großen Kaaskop zum Essen ausgehen
  • An den Baggersee fahren
  • Ein Familienfoto machen (lassen)
  • Einen Strandkorb mieten √
  • Mindestens ein Buch auslesen √
  • Ausgiebig shoppen gehen, ohne auf die Uhr gucken zu müssen √
  • Ausschlafen √

Hach ja, mein Sommer war schön – trotz allem Gemecker im Juni, als es so aussah, dass der Sommer dieses Jahr ausfällt! Richtig genossen habe ich das Lesen. Das war früher mein liebstes Hobby und erstaunlicherweise habe ich in diesem Sommer wirklich viel gelesen. Wie ihr schon auf Instagram gesehen habt, unter anderem den dicken Schinken „Die Tuchvilla“ von Anne Jacobs. Außerdem „Paris ist immer eine gute Idee“ von Nicolas Barreau, „Shopaholic to the rescue“ von Sophie Kinsella, „Das geheime Vermächtnis“ von Katherine Webb und „Kalter Grund“ und „Engelsgrube“ von Eva Almstädt (Band 3 und 4 liegen schon bereit!). „Altes Land“ von Dörte Hansen habe ich schon vor dem Sommer gelesen, aber falls ihr noch was zum Schmökern an kalten Herbstabenden sucht, kann ich das Buch auch sehr empfehlen!

Ich freue mich jedenfalls, dass ich endlich die im Sommerurlaub geshoppten Klamotten anziehen kann. Dafür war der herrliche Altweibersommer nämlich zu warm! Und wenn mir morgen auf dem Fahrrad wieder kalt sein sollte, mache ich mir einfach ein paar warme Gedanken und denke an den schönen Sommer zurück:

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Unser Ostseeurlaub 2016 in Bildern

Hach, war das herrlich, drei Wochen lang nichts zu müssen! Zwei Wochen davon haben wir an der Ostsee verbracht. Ein paar Bilder habe ich ja schon auf Instagram geteilt, aber  ein paar (*hüstel*) mehr habe ich natürlich doch gemacht, sogar mit der „richtigen“ Kamera, nicht nur mit dem Handy.

Mit dem Wetter hatten wir ziemliches Glück: kalt und nass war es nur an den ersten beiden Tagen. Zum Glück hatten wir über Förde-FeWo ein schönes, großes Ferienhaus mit großem Garten gemietet (samt Schaukel, Minirutsche, Fußballtoren, Johannisbeerbüschen, Sauerkirschbaum und Pflaumenbaum).

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Im Haus gab es auch einen Wahnsinnsspielkeller! Tischtennisplatte, Dartscheibe, Hometrainer, Einrad und der gesamte Spielzeugbestand der mittlerweile erwachsenen Kinder der Hausbesitzer. So kam ich zum ersten Mal in den Genuss von „Lotti Karotti“. Leider verlor ich immer. Die Strategie des kleinen Kaaskop (mit einem einzigen Hasen straight to the top laufen) erwies sich einfach als die effektivste. Ts. Einen Kamin gab es übrigens auch, und weil es am ersten Tag so kalt war, schmissen wir den gleich mal an. Ich mag Kaminfeuer! Und der kleine Kaaskop ist wie wohl alle Jungs von Feuer fasziniert.

Am zweiten Tag besserte sich das Wetter etwas und wir konnten den 400 m entfernten Strand genauer untersuchen. Ich bin zwar in dieser Ecke Schleswig-Holsteins aufgewachsen, aber in Stein war ich trotzdem noch nie gewesen. Der Strand ist nicht groß aber groß genug, kinderfreundlich (flach und sandig) und in der Nähe gibt es einen Spielplatz, eine Strandbar (Tatort Hawaii) und eine saubere öffentliche Toilette. Ideal!

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Am dritten Tag fuhr ich mit meiner Schwester zum Shopping nach Kiel. Während wir uns bei DM (immer ein Muss, wenn ich in Deutschland bin, denn Kosmetik ist hier in Holland einfach teurer), in Mode-, Schuh- und Handtaschenläden vergnügten und zum Schluss im Café des Bücherladens Hugendubel einen oberleckeren Aprikosen-Käsekuchen futterten und Kaffee schlürften, vertrieben sich die beiden Kaasköppe und mein Schwager die Zeit auf dem Abenteuerspielplatz in Wendtorf.

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Ab dem vierten Tag hatten wir richtiges Topwetter und so verbrachten wir zwischen allen Besuchsterminen mit alten Freunden viel Zeit am Strand. Ich liebe ja Sandburgenbauen! So entspannend, das Buddeln im Sand! Der kleine Kaaskop ist am Strand sowieso immer happy. Zu seiner (und meiner) großen Freude mieteten wir zweimal sogar einen Strandkorb.

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LowCarb Blueberry Cheesecake, gebacken von meiner ältesten Freundin, kann man auch am Strand verputzen, nomnomnom!
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Achtung, da kommt das Hipster-Kind mit seiner Mutti! (Eine Freundin meinte, der kleine Kaaskop sähe mit den zersausten langen Haaren, der lässigen Hose und dem coolen T-Shirt aus wie ein Hipsterkind..)
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Die sind leider nicht von mir, fand ich aber total süß.

IMG_0287Ansonsten haben wir Freunde besucht (u.a. in Hamburg, wo wir übernachtet haben und mit Cocktails abgefüllt wurden), das frischgeborene Baby einer Schulfreundin bewundert (während der kleine Kaaskop in deren riesigen Pool plantschte und die Tellerschaukel am Baum in ihrem Garten ausprobierte) und bei meinem Vater gegrillt. Den sehe ich wegen der großen Entfernung ja leider nur 1-2 Mal im Jahr.

In der zweiten Woche fuhr ich mit meinen beiden Kaasköppen noch einen Nachmittag zu Filippos Erlebnisgarten in Blekendorf. Wir pflückten Himbeeren, aßen Eis und der kleine Kaaskop spielte sich ’nen Ast. Das Floß war mal wieder seine Lieblingsbschäftigung. Zu meinem Leidwesen war eine der beiden Anlegestellen nur über Kletternetze zu erreichen und arg zugewachsen. Helikoptermutteralarm! Zum Glück kann der kleine Kaaskop gut klettern und halfen ihm ein paar ältere Kinder den letzten Meter über den glitschigen Baumstamm. Wobei einer der „großen“ Jungs schon nach dem ersten Netz aufgegeben hatte. „Ich kann das nicht!“, rief er seinen Freunden zu. Die meinten „Dann lern’s! Sogar der kleine Junge da kann es!“ Kicher!

IMG_0507IMG_0466IMG_0463IMG_0495IMG_0467IMG_0504IMG_0478IMG_0479IMG_0487IMG_0481Am vorletzten Tag fuhren wir dann noch nach Laboe, weil ich dort zu einem bestimmten Strandlädchen wollte. Boote gucken musst natürlich auch sein. Und überhaupt mag ich Laboe. Auch wenn wir dort bei unserem allerersten Sommerurlaub mit dem damals 5 Monate alten kleinen Kaaskop Pech mit dem Wetter hatten.

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Die Windmühle ist mir als Importkaaskop ja sofort aufgefallen!

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Und dann ging’s wieder zurück nach Holland. Es war ein wirklich schöner Urlaub, und danach hatte ich noch eine ganze Woche frei – herrlich! Seit Montag heißt es wieder täglich 11,6 km zur Arbeit radeln, Brote schmieren undsoweiter. Und heute habe ich die erste Herbstdeko in den Vorgärten gesehen….

Sonne, Freizeit, wenig Worte

Kinners, was war das Wetter schön an diesem langen Wochenende! Es gibt hier in Holland ja ein paar Feiertage weniger als in good old Germany, aber an Himmelfahrt haben wir hier auch frei. (Vatertag ist allerdings erst im Juni.) Ich habe bei dem schönen Wetter ja immer wenig Bock, am Laptop zu hängen, aber ein paar Bilder von unserem langen Wochenende möchte ich trotzdem zeigen.

Am Mittwochabend kamen meine Schwester und ihr Freund, damit wir am Donnerstag zusammen an den Strand fahren konnten. Diesmal ging es nach Ijmuiden, da waren wir noch nie. Leider war es anfangs sehr, sehr windig, sodass wir die Jacken anbehielten. Nach dem Mittagessen in einem strandtent nahm der Wind zum Glück etwas ab und konnten wir wenigstens das nachmittägliche Eis essen, ohne dass Sand zwischen den Zähnen knirschte. Erst am späten Nachmittag fuhren wir wieder nach Hause. Hach, ich liebe Tage am Strand!

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IMG_0077IMG_0049Am Freitag war es noch wärmer und wir verbrachten den Tag mit Faulenzen, einem Picknick auf der kinderboerderij und einem Besuch im Gartencenter. Der intratuin ist wirklich ein Paradies für Hobbygärtner! Leider ist ja sowohl mein Budget, die Geduld meines Sohnes und, auch nicht unwichtig, die Aufnahmekapazität meines Reihenhausgartens begrenzt. Zwei Johannisbeersträucher, Salat und ein paar einjährige Pflanzen durften aber mit. Der Salat wurde zuhause sofort eingepflanzt: das ist Männerarbeit, schon klar,nä!

IMG_0097Am Samstag war es NOCH wärmer. Meine Schwester und Schwager fuhren wegen anderweitiger Verpflichtungen wieder nach Hause (das war’s dann mit Ausschlafen!) und wir fuhren nachmittags zu einem Kindergeburtstag bei Freunden in Amsterdam. Dort lautete das Motto: Frozen.

IMG_0108Die Kinder vergnügten sich im Planschbecken und auf dem Spielplatz vorm Haus, wir Erwachsenen schlürften alkoholfreies Radler (das ist hier in Holland zurzeit total in) und unterhielten uns. Abends gab es köstliches nasi, zubereitet von der hindustanischen Mama und Oma des Geburtstagskindes.

Am Sonntag durfte ich kurz ausschlafen. Zwar nur bis 8 Uhr, aber immerhin. Man nimmt, was man kriegen kann! Zum Frühstück gab es ein Nutellaherzbrot und selbstgebastelte Geschenke. Hachz!

IMG_0116IMG_0119Und ansonsten machten wir an diesem Sonntag nichts Besonderes: ein bisschen Lümmeln, einkaufen, ein bisschen im Garten werkeln (Unkraut mag Sonne ja auch) und einfach genießen, dass wir keine Pläne oder Pflichten hatten und es kaum Streit gab. Als die beiden Kaasköppe auf dem Spielplatz waren, kam ich sogar dazu, zu lesen! In einem richtigen Buch! Bliss! Nur auf das kleine Loch am Knie, das mir die Gartenschere verpasste, als der kleine Kaaskop sie beim Heidekrautstutzen etwas zu eifrig schwang, hätte ich verzichten können.

Ab morgen sind die Maiferien vorbei und der kleine Kaaskop geht wieder montags bis freitags zur Schule anstatt mittwochs und freitags zuhause rumzulümmeln. Und für mich heißt das wieder: abends Schulbrote schmieren. Die Pflicht ruft, also kommt gut in die Woche und bis bald!

Outfit des Tages, Stichwort: Hochsommer

Heute war es warm, sehr warm. 28 Grad hatten wir. Der kleine Kaaskop durfte in der Kita mal wieder nur in Badehose bekleidet den ganzen Tag mit Wasser und Sand spielen und durch den Strahl des Rasensprengers flitzen. (Ein Planschbecken ist vermutlich wegen Ertrinkgefahr nicht erlaubt.)

Auf dem Nachhauseweg hatte er.. Okay, okay, ich geb es am besten gleich zu: Das ist gar nicht das heutige Outfit, sondern das von vor ein paar Wochen, als es noch ein kleines bisschen heißer war als heute. Da war das hier wirklich alles, was der kleine Kaaskop auf dem Nachhauseweg anhatte:

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Das hat sehr lustig ausgesehen und der Nachbar, der auch gerade nach Hause kam, grüßte grinsend. Ich grinste zurück. Und ging mit dem kleinen Kaaskop ins Haus, wo er sich auch der letzten beiden Kleidungsstücke entledigte, bevor er in den Garten sauste, um zu gucken, ob wieder eine der Erdbeeren reif ist. Hach, der Sommer ist doch etwas Schönes!

#KleineGenießer im Juli: Sommerlicher Couscous-Salat

Heute regnet es zwar den ganzen Tag und ich habe heute morgen 2 Stunden mit nassem Popo an meinem Schreibtisch gesessen, weil meine Regenhose offenbar nicht mehr ganz wasserdicht ist…aber es ist Juli und die hochsommerlichen Temperaturen von neulich kommen bald zurück! Passend dazu lautet das Thema von MamaMias Rezepte-Reihe „Kleine Genießer“ in diesem Monat: Kühles für heiße Tage. Mias eigenes Rezept sieht wie immer sehr nett aus, aber wenn es etwas gibt, was ich nicht mag, dann sind es kalte Suppen und Dinge wie Joghurt mit Apfelkuchengeschmack, Kirschpudding oder so. Das ist für mich wie kalter Glühwein oder Eis mit Schnitzelgeschmack, brrr! Aber egal, jedem das seine! Und an sich klingt Mias Suppe sehr lecker, vielleicht probiere ich die ja einfach mal warm.

Ich halte mich, wenn es zu heiß für warme Mahlzeiten ist, lieber an Salate. Nudelsalat mit Brot, gemischter grüner Salat mit Würstchen, Salat mit vegetarischem Hamburger…. Eigentlich wollte ich ja das Rezept für den tropischen Reissalat verbloggen, den ich gerne esse. Aber der ist durch das Sambal Manis ein bisschen scharf und wird daher wohl bei Kindern nicht so gut ankommen. Und ob man das indonesische Seroendeng in Deutschland bekommen kann – keine Ahnung. Anyway, hier kommt mein Rezept für einen leckeren sommerlichen Couscous-Salat:

Zutaten für 4 Personen:

150 g Couscous

3 EL Pinienkerne

2 EL Zitronensaft

3 EL Olivenöl

2 Frühlingszwiebeln

100 g Parmaschinken

3 Nektarinen

2 Kugeln Mozzarella

Den Couscous zubereiten wie es auf der Verpackung angegeben ist. Die Pinienkerne in einer trockenen Pfanne rösten. Den Zitronensaft mit dem Olivenöl und etwas Salz und schwarzem Pfeffer zu einem Dressing verrühren und durch den Couscous mischen. Couscous abkühlen lassen.

Die Frühlingszwiebeln in dünne Ringe schneiden. Den Parmaschinken in Stücke schneiden (geht am besten mit der Schere). Die Nektarinen waschen, entkernen und in Scheiben oder Würfel schneiden. Die Mozzarella-Kugeln halbieren und in Scheiben schneiden.

Alles vermischen und den Salat mit den Pinienkernen (und eventuell frischem Basilikum) garnieren.

Leider nur ein Handy-Foto. Das Foto von der neuen Kamera ist auf mysteriöse Weise verschwunden..
Leider nur ein Handy-Foto. Das Foto von der neuen Kamera ist auf mysteriöse Weise verschwunden..

Dazu essen wir Stangenbrot und trinken wir Aromawasser: Leitungswasser mit frischer Minze aus eigenem Anbau und ein paar Gurkenscheiben, hmmm! Seit ich dem kleinen Kaaskop im Garten mal gezeigt habe, dass die Finger schön nach Minze duften, wenn man an den Blättern reibt, teilt er dieses Wissen gerne begeistert anderen Leuten mit. Der Süße! Was ich an diesem Salat übrigens auch toll finde: ich kann dem kleinen Kaaskop die Zutaten ganz einfach ohne Couscous servieren. Diese kleinen Körnchen sind ihm nämlich offenbar etwas suspekt. Gurke, Nektarine usw. isst er aber gerne. Trennkost à la kleiner Kaaskop quasi!

Eet smakelijk!

Julitag am Meer

Auch hier in Holland ist neulich endlich der Hochsommer eingezogen. Und genau deswegen hatte ich in der letzten Zeit selten Bock auf Blog. Ich bin kein Fan von Temperaturen über 25 Grad, denn ich vertrage Hitze nicht so gut. Der kleine Kaaskop schlief bei diesen tropischen Temperaturen auch immer erst recht spät (wer nicht?), sodass ich erst spät „Feierabend“ hatte. Und dann war die Luft einfach raus. Kennt ihr sicher.

Zur großen Enttäuschung meiner Schwiegermutter haben wir letzten Samstag dann auch noch den geplanten gemeinsamen Tag am Meer abgesagt, weil wir es uns nicht antun wollten, eine gute Stunde im heißen Auto zu sitzen, um zu ihr nach Nord-Holland zu fahren (gegen diese Hitze kam sogar die Klimaanlage im Auto nicht an). Bei den vorhergesagten 33 Grad wär es mir außerdem am Strand sicher zu heiß gewesen (und dem kleinen Kaaskop auch). Stattdessen sind wir in ein klimatisiertes Einkaufszentrum geflüchtet, wo wir u.a. rosa Jungs-T-Shirts und ein größeres Planschbecken gekauft haben und sich der kleine Kaaskop beim Springbrunnen neben unserem Lunch-Café filmreif hingepackt hat, weil er so begeistert (=schnell) zu den anderen dort spielenden Kindern gerannt ist, dass er auf dem nassen Boden ausgerutscht ist. Zum Glück knallte er erst mit dem Po und dann mit dem Kopf auf den Boden und sind Kinderköpfe erstaunlich hart im Nehmen. Memo an mich: nächstes Mal lieber die Sandalen nass werden lassen als einen aufgeschlagenen Kopf zu riskieren!

Kleine Erfrischung bei Bagels&Beans
Kleine Erfrischung bei Bagels&Beans
Altes Planschbecken als Boot im neuen - die spinnen, meine Kaasköppe!
Altes Planschbecken als Boot im neuen – die spinnen, meine Kaasköppe!

Heute sind wir aber endlich zu meiner Schwiegermutter und ans Meer gefahren! Von halb zehn morgens bis halb fünf nachmittags waren wir dort, bewaffnet mit 2 Sonnenschirmen, Strandmuschel, Picknickdecke, Sandspielzeug und und und. Es war ein wirklich schöner Tag! Der kleine Kaaskop hätte wohl den ganzen Tag in der Brandung rumrennend verbracht, wenn wir ihn nicht zwischendurch mal zum Abtrocknen/Aufwärmen oder Essen/Trinken mit zurück zu unserem Strandplatz geschleppt hätten.

Dank des „Betreuungschlüssels“ von 3:1 konnte ich auch mal längere Zeit unterm Sonnenschirm faulenzen und sogar ein paar (!) Kapitel im neuesten Shopaholic-Band lesen! Nur dass die Batterie meiner Kamera recht bald mal wieder leer war, fand ich blöd. Ein paar schöne Fotos habe ich aber noch gemacht:

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Zweihändig schippen kann er auch
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Strand-Selfie!
Springen, springen, springen!
Springen, springen, springen! Und dann n0chmal von vorn!
Pure Freude in seinen Augen!
Pure Freude in seinen Augen!

Der kleine Kaaskop sah den Wellen immer erwartungsvoll entgegen, um dann vor Freude kreischend vor ihnen wegzurennen. Einfach zu schön! Ab und zu rief er begeistert: „Da kommt ein großer Golf!“ Darüber musste ich SO lachen! Golf ist nämlich das niederländische Wort für „Welle“. Aber er sprach es nicht niederländisch (cholf) sondern deutsch aus, hihi!

Später bauten wir noch eine Burg mit richtigem Tunnel (wollte ich schon ewig mal machen!):

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Gut, ich bin ja ehrlich: diese Burg habe hauptsächlich ICH gebaut. Sehr mediativ, Sandburgenbauen! Viel Talent habe ich aber wohl nicht…sieht eher aus wie ein hungriges Sandmonster statt einer Burg mit Eingang und Fenstern, oder?

Mein eigenes hungriges kleines Sandmonster liegt mittlerweile nach diesem schönen Strandtag entsandet und gefüttert im Bett. Und ich gehe jetzt auch in die Heia; Meer macht müde!

PS. Kleiner Exkurs in sprachliches Kuddelmuddel: das Meer heißt auf Niederländisch de zee. Het meer wiederum ist der See. Außerdem bedeutet meer auch „mehr“. Gekrönt wird das Ganze vom deutschen das Meer = die See. Da soll man noch durchblicken..

Ode an die Ostsee

Nein, ich werde nicht unter die Dichter gehen. Aber unser Urlaub an der Ostsee war sooo schön! Wenn man bedenkt, dass ich vor Jahren mal gesagt habe, man müsse mich bezahlen, damit ich Urlaub an der Ostsee mache…! (Also, ganz unter uns: ich würd ja schon ganz gerne wieder nach Schweden, oder wenigstens Dänemark, da hat es uns letztes Jahr auch so gut gefallen! Aber erstens fällt Deutschland für uns ja unter „Auslandsurlaub“, zweitens müssen wir den Urlaub unbedingt dazu nutzen, den Deutsch-Input des kleinen Kaaskop zu steigern, drittens will ich wenigstens einmal im Jahr meine alten Freunde wiedersehen und bei meinem Vater vorbeischauen, und viertens ist es für Familien eigentlich ganz schön an der deutschen Ostseeküste!

Wir hatten wie gesagt viel Glück mit dem Wetter: während fast ganz Deutschland bei 14 Grad unter einer Regendecke steckte, schien im Norden bei 28 Grad die Sonne! Fast schon zu warm für meinen Geschmack, aber gut. Unsere Ferienwohnung in Mönkeberg war auch toll, unter anderem dank des Trampolins im Garten, dem lieben Hofhund Harry und dem Go-Cart, auf dem wir den kleinen Kaaskop entweder rumkutschieren oder schieben durften, weil seine Beinchen noch zu kurz sind.

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Am ersten Tag erkundeten wir nach dem Frühstück auf der Terrasse (frische deutsche Brötchen, juchu!) den kleinen Strand des Ortes. Der kleine Kaaskop freute sich, dass gerade zwei Kindergartengruppen am Strand waren. Und Sandkuchen von Tante A. zertreten, die mit uns urlaubte, machte ihm großen Spaß.

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Am Nachmittag fuhren wir nach Laboe, weil der Strand dort sehr kinderfreundlich ist. Der kleine Kaaskop schlief auf der kurzen Fahrt dorthin ein und am liebsten hätten wir ihn schlafen gelassen, aber das Auto stand in der prallen Sonne. Natürlich wollte er dann nicht laufen, also musste ich ihn das Stück vom Parkplatz zum Strand tragen. Die Strandsachen trugen Tante A. und der große Kaaskop. (Den Buggy hatten wir für die eine Woche nicht mitgenommen, wir hatten keine langen Spaziergänge geplant und meistens will der kleine Mann ja eh selber laufen – nur diesmal leider nicht.) Mir war etwas zu heiß, der Wind war etwas zu stark/nervig und weil an den ersten 2 m Algen im Wasser waren, wollte der kleine Kaaskop auch gar nicht ins Wasser. Im Sand spielen wollte er aber gerne! (Und dann verschweig ich jetzt einfach mal, dass der große Kaaskop und ich uns in der Zwischenzeit anmotzten, weil wir etwas überhitzt, hungrig und müde waren und unsere sonst so zuverlässige Strandmuschel ständig umwehte, weil wir, wie sich am nächsten Tag herausstellte, beim Aufbauen etwas falsch gemacht hatten…)

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Am zweiten Tag fuhren wir an unseren Lieblingsstrand Heidkate. Der Sand ist dort sehr fein und weil er etwas weiter von der Stadt entfernt ist, ist der breite Strand nicht so überlaufen. Abends grillten wir bei meinem Vater im Garten.

Am dritten Tag ging es noch einmal nach Heidkate.  Wir hatten uns dort mit einer alten Schulfreundin verabredet.

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Es wurden fleißig Steine gesammelt, aus denen die Männer dann ein Haus bauten. Ich musste eimervolll Wasser anschleppen, für den „Zement“. Der kleine Kaaskop baute auch selbst etwas und stand dann in seinem Lieblings-Badponcho (sowas von praktisch für Strand/Freibad!) am Ufer und staunte, dass seinem Papa, Tante A. und Freundin T. das Wasser nicht auch zu kalt war, um wirklich zu baden. Er selbst hatte sich nach dem ersten Fuß-Wasser-Kontakt lieber wieder auf’s Trockene tragen lassen.

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Am Nachmittag saßen wir bei Kaffee und Kuchen so faul man es mit einem quirligen Zweijährigen sein kann bei einer anderen Freundin im Garten. Das Trampolin und vor allem der Pool hatten es dem kleinen Kaaskop sehr angetan. Er wollte gar nicht mehr aus dem Wasser raus! Aber nach einer Weile zitterte er schon vor Kälte und hörte erst nach einer Viertelstunde in Handtuch und Decke gewickelt und einer Tasse-Prinzessin-Lilifee-Tee wieder damit auf. (Seine aktuelle Lieblingsfarbe ist Rosa, daher diese Teesorte…)

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Am vierten Tag faulenzten wir. Abends grillten wir bei einer Freundin und schauten uns dann mit ihr und ihrem Mann das WM-Finale an. Na gut, die erste Halbzeit, dann musste der kleine Kaaskop wirklich ins Bett. Aber er hat sich wacker geschlagen!

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Am fünften Tag war der kleine Kaaskop – nicht sehr überraschend – knatschig. Weil der Papa dann mehr Geduld mit ihm hat als die Mama, fuhr ich mit Tante A. zum kurzen Shoppen nach Kiel rein. Es ist immer interessant, wie sich die Innenstadtvon Jahr zu Jahr verändert! Wir beschränkten uns aber auf das Shoppingcenter Sophienhof, schließlich wollten wir den großen Kaaskop nicht allzu lange mit dem knatschigen kleinen Mann aufsatteln. Leider sagten wir ein paar Mal zu oft: „Komm, noch kurz hier rein und dann essen wir was!“ Als wir schwer bepackt aus der Buchhandlung herauskamen, die ich am liebsten halb leer gekauft hätte, weil ich dort so viele schöne deutsche Kinderbücher sah, war ich selbst auch knatschig vor Hunger. Und Shopping ist auch recht anstrengend, wenn man es nicht mehr gewohnt ist. Dass das richtige Reizüberflutung ist, war mir früher nie so bewusst.

An der Bushaltestelle trafen wir uns mit einer anderen Freundin, die mit uns zur Fewo zurückfuhr, wo wir zusammen Kuchen aßen und bis spät abends schnackten.

Am sechsten Tag fuhren wir nach Dahme, wo eine Freundin aus der Nähe von Hamburg gerade mit ihrer Familie urlaubte. Dort verbrachten wir einen sehr schönen Tag zusammen, natürlich auch wieder größtenteils am Strand!

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Auch wenn es auf den Fotos etwas bedeckt ist: die Sonne schien die meiste Zeit, und sowieso ließ es sich auch bei bedecktem Himmel super am Strand aushalten! Er ist wie Laboe sehr kinderfreundlich. Wir drei Mädels (ich, Tante A. und Freundin M.) nutzten ein längeres Bad in der Ostsee, um ungestört miteinander zu schnacken, wie in früheren Zeiten. Das war so schön! (Weniger schön: beim Abendessen hatten alle drei Kinder der Reihe nach einen Trotzanfall. Gemeinsame Mahlzeiten werden meiner Meinung nach ziemlich überschätzt…)

Am siebten und letzten Urlaubstag hatten wir „frei“ und fuhren noch einmal nach Kiel rein – diesmal aber mit dem Fördedampfer! Der kleine Kaaskop fand’s jedenfalls toll.

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Wir bummelten ein bisschen vom Alten Markt durch die Holstenstraße runter zum Schiffsanleger beim Bahnhof, mit Zwischenstopp bei einem Café mit Strandkörben und der großen Sandkiste mit Kletterboot, Mini-Rusche und Leih-Sandspielzeug beim Holstenplatz. Der kleine Kaaskop lief ganz viel selber, aber wir haben ihn auch oft ein Stück getragen, schließlich war es unsere Entscheidung, den Buggy nicht mitzunehmen und da soll er ja nicht drunter leiden.

Am nächsten Tag ging es schon wieder nach Hause! Dort hatten wir noch ein paar schöne hochsommerliche Tage frei, bevor wir wieder zur Arbeit mussten.

So, und falls ihr wirklich alles bis zum Ende gelesen habt: Respekt! Ich wünsch euch ein schönes Wochenende!