Ein paar Gedanken zum Thema „Einschulung“

Auch hier in Holland sind die Sommerferien vorbei (je nach Region). Auf Instagram und Facebook stolpere ich in letzter Zeit oft über Einträge mit dem Thema Einschulung, Schultüte undsoweiter. Die habe ich immer nur flüchtig angeschaut und gelesen, da der kleine Kaaskop erst nächstes Jahr in die Schule kommt und es hierzulande auch gar keine „richtige“ Einschulung gibt, wie ich hier schon mal bejammert habe.

Nun bin ich aber beim muttersprachenkompetenzerhaltenden Rumstöbern auf welt.de auf diesen Artikel hier gestoßen, und frage mich verwundert: Stimmt das?? Ist der Hype um die Einschulung heutzutage wirklich so groß? Dass man die Schultüte unbedingt selber basteln muss, was da alles reinkommt anno 2015, dass man eine Einschulungsparty schmeißt und mehr als nur Papi, Mami, Geschwister, und Opas und Omas in die Aula mitbringt? Echt jetzt?

So aus der Ferne betrachtet, kann ich darüber jedenfalls nur den Kopf schütteln. Ich steck ja nicht drin. Mit nur den Erinnerungen an meine eigene Einschulung im Jahre 198X als Ausgangspunkt finde ich das alles ziemlich übertrieben. Auf Instagram erzählte jemand, dass eins der Geschenke nicht in die Schultüte passte und deshalb separat überreicht werde. What the...?! Wenn es nicht reinpasst, gehört es doch auch nicht in (bzw. zur) Schültüte, oder bin ich jetzt arg engstirnig? Da gehören doch Kleinigkeiten rein?! Was zum Naschen, Stifte, lustige Radiergummis, meinetwegen ein cooler Trinkbecher oder etwas kleines von Playmobil…

Gut, wie gesagt, ich steck da ja nicht drin. Aktuelle deutsche Gebräuche rund um Themen wie „Einschulung“ kenne ich halt nur vom Hörensagen (bzw. Hörenlesen). Vermutlich haben sich die Zeiten einfach geändert. Ich könnte mir auch vorstellen, dass solche Trends (wie übrigens persönliche Motivtorten und durchgestylte Themenpartys zum Kindergeburtstag auch) etwas damit zu tun haben, dass viele Eltern heutzutage den Drang empfinden, die eigene Persönlichkeit ihres einzigartigen Kindes hervorzuheben, ihm unvergessliche schöne Kindheitserinnerungen zu bescheren und mit den Anstrengungen anderer Eltern mitzuhalten. Und ich gebe zu, ich lasse mich bei sowas auch gerne mitreißen (siehe Geburtstagstorten des kleinen Kaaskop)! Aber der große Kaaskop mit seiner eher nüchternen holländischen Einstellung gibt mir dann meistens einen Reality Check. Als ich zum Beispiel damals bei den Hochzeitsvorbereitungen, angestachelt durch Hochzeitszeitschriften aus aller Welt, ernsthaft über die Farbe der Servietten diskutieren wollte, hat er mich laut ausgelacht. Zurecht!

Deshalb wird es für den kleinen Kaaskop im Januar nicht nur weil wir nicht in Deutschland wohnen keinen großen Trubel um die Einschulung geben. Abschiedsgeschenke in der Kita: ja! (Wahrscheinlich werde ich, obwohl Schultüten hier in Holland unbekannt sind, kleine Schultüten für die Kinder basteln.) Schultüte: ja! (Wobei mir der richtige Zeitpunkt der Überreichung noch Kopfzerbrechen bereitet.) Besonderes Outfit: nein! (Das wird er eh verweigern und für die anderen Kinder ist es ein ganz normaler Schultag.) Einschulungstorte: nein! Familie zu diesem besonderen Tag einladen: nein! (Macht man hier nicht. Der große Kaaskop lacht wirklich jedes Mal in sich hinein, wenn ich dem kleinen Kaaskop „Conni kommt in die Schule“ vorlese und an der Stelle bin, an der Oma Marianne und Opa Willi vor der Tür stehen, weil sie Connis ersten Schultag miterleben wollen. Pöh!) Teurer, überstylter Schulranzen: nein! (Da die ersten zwei Jahre in der basisschool ja eher Vorschule sind und die Kinder noch keine Bücher, Hefte undsoweiter brauchen, gibt es für niederländische Schulanfänger traditionell nur eine schicke Brotdose plus matching Trinkbecher zum vierten Geburtstag (=Schulanfang). Und einen stinknormalen kleinen Rucksack. Ich kann das noch mal recherchieren, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass der klassische Ranzen, wie wir Deutsche ihn kennen, hier in Holland nicht existiert. Niederländische Schüler tragen College-Rucksäcke, z.B. die bekannten von Eastpack oder Fjällraven.)

Der Hauptgrund dafür, dass die Einschulung des kleinen Kaaskop nicht zum Spektakel wird, ist natürlich der, dass wir nun mal nicht in Deutschland leben, aber insgeheim bin ich froh drum, da nicht mitmachen zu müssen, wenn das heutzutage solche Formen annimmt! Klar, so einen gemeinsamen Einschulungstag für alle Schulanfänger hätte ich hier auch gerne. Und dass Opa und Oma dabei sind, finde ich auch prima. Aber hallo: Einladungen verschicken und nachmittags eine Party schmeißen? Muss nicht sein… Und auf Schultüte basteln hätte ich auch keinen Bock. Weil der kleine Kaaskop aber trotzdem eine bekommen soll, schließlich ist er ja Halbdeutscher und gehört die Schultüte für deutsche Kinder nun mal zur Einschulung dazu, habe ich bei einem meiner letzten Deutschlandbesuche vorsorglich schon mal eine gekauft. Eine mittelgroße, in die nur ein paar Kleinigkeiten reinkommen werden: Pixi-Bücher, Stifte, was von Playmobil vermutlich, was Essbares, vielleicht ein Schleich-Tier oder so…. Mal schauen, was ich so alles finde (und was reinpasst).

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Und wie lief die Einschulung bei euren Kindern? Wird in dem Artikel der „Welt“ übertrieben?

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Deutscher Sonntag ohne Brötchen: Was ich hier in Holland vermisse

Heute haben wir – wie seit ein paar Monaten immer wieder sonntags – mit Blick auf den Deutsch-Input für die zweisprachige Erziehung beide den ganzen Tag Deutsch mit dem kleinen Kaaskop gesprochen, also auch der große Kaaskop. Eigentlich wollte ich am deutschen Sonntag auch nachmittags Kaffee und Kuchen machen, mit richtigem Kuchen anstatt der üblichen Kekse, und abends ein richtiges Abendbrot, aber das verläuft meistens leider im Sande. Immerhin: zum Frühstück gibt’s sonntags immer ausnahmsweise chocopasta (Nutella) aufs Brot… Zu diesem Brot gleich mehr!

Am 12. und 13. März war zauberhaftes Frühlingswetter. In den 12 von 12 im März von Mama Notes sah ich ein Foto von einer Eisdiele und da fiel mir ein: das ist wirklich etwas, das ich aus Deutschland vermisse! Die Eisdielen! In Deutschland gibt es die ja quasi an jeder Ecke, zumindest kommt es mir jetzt so vor, denn hier in Holland sind die leider nicht so zahlreich. Und sich in eine Eisdiele zu setzen und dort einen richtigen Eisbecher mit allem Drum und Dran zu verputzen, ist eher unüblich.

Als Auswanderer wird man ja übrigens gerne mal gefragt, ob bzw. was man denn aus der Heimat vermisst. Ich hab anlässlich der Eisdielen mal darüber nachgedacht, was ich vermisse und eine kleine Liste erstellt:

  • Ganz klar auf dem ersten Platz: deutsche Bäckereien! Die knackigen Brötchen! Die Kuchenauswahl! Die Laugenbrezel! Das Brot mit der festen Kruste! Hach…. Ich freue mich wirklich vor jedem Deutschlandbesuch auf deutsche Brote und Brötchen und werde immer ganz neidisch, wenn andere Blogger ihr Frühstücksbrötchen fotografieren. Und mir fiel vor Erstaunen die Kinnlade runter, als eine Cousine des großen Kaaskop mal sagte, sie würde das holländische Brot vermissen, wenn sie mal auswandern würde. Dabei ist das so schlapp und weich (gilt auch für Brötchen), dass ich mal in meinem ersten Jahr hier nach einer Übernachtung in der Jugendherberge mit einer Freundin im Frühstückssaal vergeblich nach dem Toaster gesucht habe, weil ich dachte, es sei Toastbrot…
  • Die Riesenauswahl in den Supermärkten. War mir selber zwar gar nicht mal so aufgefallen, aber als andere in den Niederlanden lebende Deutsche das auf Facebook mal erwähnten, ging mir auf, dass sie recht haben: hier in Holland gibt es auch in den großen Supermärkten viel weniger Auswahl als in good old Germany. Und deshalb will ich immer unbedingt zu real und Konsorten, wenn ich mal in Deutschland bin!
  • Deutsche Bücher. Zwar gibt es in der Bücherei und in den großen Buchläden hier auch deutsche Bücher, aber das ist in der Regel eher „schwere Kost“ und nicht mein Geschmack. Noch mehr vermisse ich die Möglichkeit, deutsche Kinderbücher zu kaufen. Allein schon wegen des Deutsch-Inputs für die zweisprachige Erziehung kaufe ich Kinderbücher nicht nur zu besonderen Gelegenheiten, sondern schenke sie dem kleinen Kaaskop oft einfach so zwischendurch. Weil ich mir die Bücher aber lieber kurz ansehe, bevor ich sie kaufe, sind Webshops keine Lösung. Und deshalb mache ich bei Deutschlandbesuchen gerne mal – notgedrungen – Buchgroßeinkauf.
  • Meine Gynäkologin. Ja wirklich! Hier in Holland gibt es keine jährlichen Vorsorgeuntersuchungen. Das Gesundheitssystem ist so eingerichtet, dass man mit allem erst zum Hausarzt geht (ausgenommen Zahnprobleme). Gynäkologen, Optiker, Hautärzte, Kinderärzte… gibt’s nur im Krankenhaus und einen Termin dort gibt es nur nach Verweisung durch den Hausarzt. Mein Hausarzt würde zwar auf Wunsch einen Abstrich machen, aber wer geht mit sowas schon gerne zum Hausarzt? Eigentlich wollte ich, wie viele aus der oben genannten Facebook-Gruppe, alle 1 oder 2 Jahre auf eigene Kosten in Deutschland bei einem Gynäkologen zur Kontrolle gehen, aber das schiebe ich seit Jahren vor mir her. Kostet mit allem Drum und Dran auch ein paar Hundert Euro…
  • Richtige Weihnachtsmärkte. Weihnachten ist für die Niederländer bei Weitem nicht so wichtig wie Sinterklaas und Vorweihnachtsstimmung wie in Deutschland kommt hier auch auf den mickrigen kerstmarkten nicht auf. Zum Glück ist Deutschland nicht weit, sodass wir jedes Jahr mindestens einmal einen deutschen Weihnachtsmarkt besuchen können.
  • Weite. Natur. Die Niederlande sind ja bekanntermaßen ein sehr dichtbesiedeltes Land. Deshalb sind nicht nur die Grundstückspreise hoch, sondern ist auch wenig Platz für Natur. Oder die Holländer finden Stauprävention durch möglichst viele vierspurige Autobahnen wichtiger. Gerade mal 500.000 Hektar Natur gibt es hier, 15 % der gesamten Landesfläche. Kein Wunder, dass man, wenn man nicht in der Pampa wohnt (wo es keine Jobs gibt), bei schönem Wetter nirgendwo in Ruhe spazierengehen oder radeln kann. Überall ist es voll. Und durch die meisten „Wälder“ in dieser Gegend kann man schon bald die nächsten Häuser oder Autobahnen sehen. Als ehemalige Schleswig-Holsteinerin nervt mich das manchmal ganz schön!
  • Ruhe an Feiertagen. Wie die offiziellen Regeln lauten, weiß ich nicht, aber freie Tage wie Ostermontag und Pfingsten werden hier in Holland gerne zum klussen am Haus benutzt: hämmern, sägen, schleifen – herrlich, wenn man im Garten oder auf dem Balkon sitzt.
  • Steak-Restaurants (Maredo!) und überhaupt die Qualität und Preise deutscher Restaurant.Essengehen ist hier in Holland teurer als in Deutschland, das Preis-Leistungsverhältnis finde ich oft nicht so dolle und die Bedienung ist auch nicht selten eher mau. Aber vielleicht gehe ich auch einfach in die falschen Restaurants. Wenn ich mal auswärts essen gehe.
  • Wo wir schon beim Thema Bezahlen sind: DM- oder Rossmann-Besuche sind auch immer ein Muss, wenn ich in Deutschland bin. Drogerieprodukte sind nämlich auch in Deutschland um einiges billiger. Als der kleine Kaaskop noch Windeln trug, freute ich mich dort übrigens auch über die Wickelstationen, die holländischen Drogerieketten bieten so etwas nicht. Schade.

So, das wär’s erstmal. Mehr fällt mir im Moment nicht ein. Es lässt sich hier in Holland schließlich gut leben! Aber auf die frischen Brötchen vom deutschen Bäcker beim nächsten Heimatbesuch, darauf freue ich mich jetzt schon! Noch zwei Wochen…

Glühwein, Bücher und eine „Schwebemühle“ – unser 3. Adventswochenende

Am Samstag war es also endlich soweit: endlich ging’s auf einen richtigen Weihnachtsmarkt, juchu!

Der Tag begann mit Murphy’s Law für Eltern: unser kleiner menschlicher Wecker schlief ausnahmsweise mal länger und es war schon viertel vor 8, als der kleine Kaaskop sich innerhalb von 2 Sekunden aus dem Tiefschlaf aufrichtete und hellwach sagte: „Mama, ik wil naar beneden!“ (Mama, ich will nach unten“). Aus der Abfahrt um 9 Uhr wurde also nix. Eine Stunde später als geplant aufwachen und trotzdem nur eine halbe Stunde später als geplant abfahren (ohne großen Stress)  ist meiner Meinung nach aber einen Applaus wert, oder?

Nach einer ca. 2-stündigen Fahrt (mit Pipipause für mich und den kleinen Kaaskop) kamen wir um halb 12 bei der Oma in Wuppertal an. Der Kaffee stand schon bereit – ja, der große Kaaskop hat sich einen Ruf gemacht, seit er bei meiner eigenen Oma einmal nach dem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant zuhause um einen Kaffee bat! Weil wir den kleinen Kaaskop nicht sofort abladen wollten, aßen wir noch ein Süppchen zusammen, bevor der große Kaaskop und ich alleine mit dem Bus in die Stadt fuhren. Als erstes aßen wir lekker Steak beim Maredo, hmmm! Natürlich mit einem Salat vom Salatbüffet! Schade, dass es diese Kette hier in Holland nicht gibt. Danach kauften wir wie immer ein paar Dinge bei DM ein, weil Kosmetikprodukte in den Niederlanden höher besteuert werden und deshalb teurer sind. Bei H&M fanden wir eine neue Winterjacke für den kleinen Kaaskop, denn die alte in Größe 92 ist mit dickem Pulli leider doch etwas eng. Die neue ist zwar noch etwas zu groß, aber dafür schön dick und der kleine Kaaskop wächst ja noch.

Glühwein tranken wir natürlich auch, hmmm! Und danach durfte der große Kaaskop sich ausruhen, während ich mich auf die Kinderbücher stürzte. Jippie! Meine Liste mit den Ideen (Der kleine Drache Kokosnuss, Conni, Astrid Lindgren usw.) hatte ich leider wohl zuhause vergessen, aber das machte nichts. Es gab genug Auswahl. Weil ich die vom Format her so praktisch finde, waren recht viele Lesemaus-Bücher und Pixi Maxis in meinem letztendlich fast 90 Euro teuren Stapel dabei. Hier ein Teil meiner Auswahl:

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„Tatz und Tiger feiern Weihnachten“ hat der kleine Kaaskop inzwischen vorgelesen bekommen und für gut befunden. Das Märchenbuch und das Winterpuzzlebuch vom kleinen Maulwurf bekommt er zu Weihnachten, zusammen mit diesem tollen Fundstück:

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Angesichts unseres bevorstehenden Lappland-Urlaubs ganz passend und die Fotos sind wirklich wunderschön! Die Geschichte übrigens auch. „Wo der Weihnachtsmann wohnt“ habe ich übrigens nicht bekommen, das war nicht auf Lager, schluchz. Naja, hat Tante A. wieder was für mich zu tun…

Um halb fünf trafen wir uns mit dem kleinen Kaaskop, der Oma und Tante A. und Onkel S. auf dem Weihnachtsmarkt. Meine kandierten Weintrauben musste ich natürlich sofort teilen. Ich esse die total gerne, aber irgendwie haben viele Stände nur noch Schokoweintrauben, bäh. Und ein kandierter Apfel ist mir dann meist zu viel… Aber mit dem kleinen Kaaskop teilte ich sie gerne. Die Maronen schmeckten ihm übrigens auch gut. Er guckte sich sowieso die Augen aus dem Kopf: bei der lebensechten Krippe hatte er das Kamel und das Schaf gestreichelt, und die vielen Lichter fand er natürlich auch total faszinierend! Mittlerweile war es ja schon recht dunkel, da leuchtet alles noch schöner! Und dann durfte er auch noch „Schwebemühle“ fahren! Die Niederländer nennen Karussells nämlich auch Mühlen: draaimolen (Drehmühle=gewöhnliches Karussell) und zweefmolen (Schwebemühle=Kettenkarussell). Es war das erste Mal für den kleinen Kaaskop, anfangs guckte er auch etwas skeptisch, aber nach ein paar Metern fand er es fantastisch! Er strahlte und guckte und als wir winkten, versuchte er zurückzuwinken. Das Timing hatte er aber noch nicht drauf, hihi!

Meiner Kamera wurde auch etwas schwindlig..
Meiner Kamera wurde auch etwas schwindlig..

Zurück bei Oma zuhause gab es noch ein schnelles Abendbrot und dann packten wir alle Einkäufe, andere Sachen und den Tapeziertisch und die Kaffeemaschine (brauchen wir für die „Bauarbeiten“ im neuen Haus) ins Auto und fuhren wieder ins Land der beleuchteten Autobahnen. Hach, herrlich, wenn man aus dem Stockfinstern ab der Grenze endlich wieder besser sehen kann!

Am Sonntag wollte ich eigentlich noch auf den Weihnachtsmarkt hier, denn der dauert nur zwei Tage und war ausgerechnet an diesem Wochenende. Aber weil der Samstag so trubelig war, blieben wir lieber zuhause. Und wir haben diese Entscheidung nicht bereut.

Endlich kam der große Kaaskop dazu, den Schuppen auszumisten. Der muss ja auch leer sein, wenn wir ausziehen. Der kleine Kaaskop half mir währendessen beim Fensterputzen (außen). Wir bastelten und klebten Fensteraufkleber und unsere selbstgebastelten Schneemänner ans Fenster.

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Außerdem spielten wir wieder lange mit unserem selbstgebauten Duplo-Zoo. (Ja, manchmal hab ich gute Ideen!)

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Am Nachmittag fuhren wir zum Gartencenter, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Wir waren nicht die einzigen, die sich das für den dritten Advent vorgenommen hatten, die meisten Bäume waren schon weg. Zum Glück sind wir dieses Jahr nicht so anspruchsvoll; ein schmal gewachsener kleiner Baum mit einer platten Seite kam uns gerade recht, schließlich sollte er nicht zuviel Platz wegnehmen. Der kleine Kaaskop durfte sich dazu einen Baumanhänger aussuchen. Es wurde eine blaue Stoff-Eule. Geschmückt wurde aber aus Zeitgründen erst am Mamamontag.

Beim Abendessen überraschte der kleine Kaaskop uns dann nach den 3 Pflichtbohnen mit der Frage: „Mag ik nog meer boontjes?“ (Darf ich noch mehr Böhnchen?) Der große Kaaskop und ich waren ganz baff.

Jaaa, und am Sonntagabend hatten wir Eltern auch noch ein Stündchen Zeit für uns! Wir konnten uns nur nicht recht entscheiden, womit wir sie verbringen sollten: Wäsche zusammenlegen oder Weihnachtskarten falten und adressieren? Decisions, decisions…

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Also gingen wir lieber schlafen!

 

 

 

Sinterklaas, Nikolaus und Geschenke-Overkill

Ja,ja, es nimmt keine Ende: Nach der Entscheidung, in welche Kita der kleine Kaaskop nach dem Umzug gehen soll, steht schon wieder eine Entscheidung an, und zwar eher eine prinzipielle. Denn der Dezember naht mit raschen Schritten und damit auch Sinterklaas, der Nikolaus UND der Weihnachtsmann!

Ich hatte letztes Jahr schon mit der Entscheidung gewurstelt, wie wir in unserer zwei-Kulturen-Familie den niederländische Sinterklaas mit seinen stiefelfüllenden Zwarte Pieten (falls die dieses Jahr überhaupt noch schwarz sind; darüber will ich demnächst wieder berichten) und der großen Bescherung am 5. Dezember einerseits mit dem Adventskalender (heutzutage ja auch eher voller kleiner Geschenke anstatt Schokolade), dem Nikolaus und der großen Bescherung am 24. Dezember andererseits unter einen Hut kriegen. Am Ende habe ich mich da letztes Jahr noch rausgehalten, weil der kleine Kaaskop ja noch nicht mal 2 war und noch nicht wirklich viel davon verstand. In der Kita wurde Sinterklaas gefeiert, von Opa und Oma gab es ein paar Geschenke am 5. Dezember, am deutschen Nikolaus eine Kleinigkeit von Mama und Papa und am 24. die große Geschenkeflut.

Dieses Jahr kann ich mich wohl wirklich nicht mehr aus der Affäre ziehen. Ich habe also in einer Facebook-Gruppe für deutschsprachige Eltern mal rumgefragt, wie das in anderen Familien so läuft. Das sind die Antworten:

  • Meine Kids sind 9 und 7. Ich habe 3 Wochen vor Sinterklaas jede Woche 1 mal den Schuh hin stellen lassen. Da kommt dann nur was kleines rein! Sinterklaas ist hier DAS Fest für Kinder. Weihnachten machen die Holländer nichts, leider. Meine Kids bekommen dann manchmal noch was kleines, Kleider oder so…
  • Wir (ich deutsch mein Mann holländisch) teilen es auf. Der Nikolaus fällt aus dafür gibt es eine kleine Feier am 5/6 mit 1 oder 2 Geschenken. Wir feiern auch am 24. nach deutschem Brauch mit Geschenken unterm Baum. Zusätzlichen Adventskalendar und Adventskranz. Ein bisschen ein Mix aus allem.
  • Die Frage stelle ich mir auch schon Jahre… Wir wollen es jetzt so versuchen, dass wir am 5. die anderen Sinterklaastraditionen benachdrukken, also zusammen Spiele spielen, heißen Kakao, Pfeffernüsse usw, und in einigen Jahren auch Gedichte und letztendlich Surprises, und dazu was kleines das ihn aber wirklich freut in den Schuh. Und dann Heiligabend richtig mit Bescherung. Aber mein Kleiner wird erst in Januar vier, weiß nicht wie das wird wenn er mitkriegt dass die Anderen viel öfter ihren Schuh stellen dürfen usw…. Ich bin übrigens selber als Kind gekommen, und wir durften damals zu Hause selbst entscheiden, wann wir unser ‚großes Geschenk‘ bekommen wollten. Also bekam ich meins zu Bescherung, wie ich das aus Deutschland kannte, und meine kleine Schwester ihres schon zum Nikolaus, weil sie nicht warten wollte.
  • Meine Kids sind inzwischen 20 und 21 und hier geboren (mein Mann ist Niederländer). Wir haben immer Sinterklaas gefeiert (mit Geschenken von uns und der niederländischen Familie). Zu Weihnachten kamen dann die Geschenke der deutschen Familie (Opa und Oma, Onkel, Tanten und eventuell Freunden unter den Baum). Hat problemlos funktioniert.

Die letzte Antwort bringt mir nicht soviel, schließlich will ich ja Geschenke-Overkill vermeiden. Allein schon, weil der kleine Kaaskop im Januar auch noch Geburtstag hat. Aber da ich Weihnachten als Hauptbescherungstag gerne erhalten möchte, gefällt mir die Idee, die „anderen“ Traditionen von Sinterklaas zu betonen (benadrukken auf Niederländisch – ich bin also nicht die Einzige, die ihre Muttersprache mal aus Versehen verniederländischt, siehe oben). Das muss ich dann nur noch meinen Schwiegereltern schonend beibringen. Obwohl ich noch gar nicht gefragt habe, ob sie es überhaupt schlimm bzw. sehr schade fänden, ihren Enkel am 5. Dezember nicht mit Geschenken verwöhnen zu dürfen.

Mein derzeitiger Plan sieht also wie folgt aus: es gibt einen Adventskalender. Da kommt dann aber nur Süßes rein. Ich würde zwar liebend gerne selbst den Adventskalender mit kleinen Geschenken füllen, aber die kann ich ja dann in den Schuh tun, die der kleine Kaaskop in den drei Wochen vor dem 5. Dezember ab und zu mal rausstellen darf. Und bei Frische Brise habe ich neulich gelesen, dass es dort auch nur Schoki im Kalender gibt, weil die Kinder sonst enttäuscht waren, wenn ihnen die Kalenderfüllung vom Tag zuvor besser gefallen hatte. Am 5. gibt es dann abends heiße chocomel, pepernoten, Spiele und ein oder zwei größere Geschenke von Opa und Oma Sinterklaas. (Surprises sind übrigens eher was für Erwachsene. Kleine Geschenke, witzig verpackt und von einem über den Empfänger spottenden Reim-dich-oder-ich-fress-dich-Gedicht begleitet.) Der deutsche Nikolaus muss dann wohl doch dran glauben. Oder es gibt zum Frühstück einen Schoko-Nikolaus, Nüsse und eine Mandarine. Und am 24. Dezember ist dann die große Bescherung.

Soweit der Plan. Dann muss ich nur noch ein paar leckere Rezepte mit Möhren raussuchen: niederländische Kinder legen beim mehrmaligen Schuh-Rausstellen nämlich eine dicke Möhre in ihren Schuh. Für das Pferd von Sinterklaas, Amerigo. Und die muss ich ja unauffällig verschwinden lassen, hihi!

 

 

Unser erstes „richtiges“ Ostern

„Wenn die Nonnen in den Klostern, dann ist Ostern.“ hat meine liebe Omi meinem Vater zufolge immer gerne gesagt. Die Uromi des kleinen Kaaskop ist leider nicht mehr unter uns, aber der Opi (mein Vater also) war über Ostern zu Besuch. Das war für den kleinen Mann etwas ganz besonderes, denn da dieser Opi in Deutschland wohnt (gute 7 Stunden Autofahrt entfernt), sieht er ihn nicht oft.

Letztes Jahr war B. zu Ostern noch nicht einmal 1,5 Jahre alt und das mit dem Eiersuchen hat er noch nicht so geschnallt. Das gut sichtbar versteckte Ei im Bücherregal fand er erst nach hartnäckigem Draufhinweisen meinerseits und dann hat er nur das hier damit gemacht:

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Dieses Jahr ist er ja aber endlich alt genug für ein richtiges Osterfest mit allem drum und dran, juchu! Zwar bin ich eigentlich gar nicht so ein Osterfan, aber was macht man nicht alles für seine Kinder, nä? (Wie der gute alte Rolf ja singt: „Ohne dich käm hier der Osterhase nie mehr vorbei..“) Irgendwie muss man die lieben Kleinen ja auch beschäftigen und wenn ich’s nicht tue,  kümmert sich hier sowieso keiner um die Osterdeko. Mama muss Ostern machen, sozusagen. Der kleine Kaaskop und ich fingen also frühzeitig mit dem Osterbasteln an:

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Am Ostersamstag schmückten wir (na gut: ich) noch schnell ein paar paastakken (Osterzweige):

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Wie ihr seht, hängen da nur ein paar billige unechte Eier drin. Zum Eierausblasen lasse ich mich nicht herab, denn erstens ist der kleine Kaaskop für so leicht zerbrechliche Basteluntergründe wirklich noch zu klein, zweitens habe ich voll keinen Bock auf solche Schweinereien und drittens scheint das hier in Holland sowieso unüblich zu sein. Wär mir gar nicht mal aufgefallen, wenn der große Kaaskop nicht beim x-ten Mal Gucken der DVD-Folge „Conni und der Osterhase“ an der Eierausblasstelle angemerkt hätte, dass er das lustig fände und er das gar nicht kenne. Da er allerdings als Kind auch nie mit seiner Mutter Kekse gebacken hat, konnte ich daraus noch keine kulturunterschiedbezogenen Schlüsse ziehen. Ich habe also eine kleine Privatumfrage gestartet und siehe da: weder meine beste Freundin hier noch meine Kollegen haben jemals ausgeblasene Eier bemalt, immer nur hartgekochte. Wie es scheint, ist es bei den Niederländern also wohl wirklich nicht üblich, Eier auszublasen.  Jippie! Diese Sitte übernehme ich dann mal nur zu gerne, haha!

Am Nachmittag gab es eine andere Art selbstgemachte Eier: leckere zitronige Ostereier.

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Außerdem gingen wir bei schönstem Wetter auf den Spielplatz:

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Am Ostersonntag war unsere „Tischwiese“ aus Kresse (eine aus der Conni-Osterfolge geklaute Idee) erfreulicherweise doch schon grün, sodass der kleine Kaaskop sie mit Filzblumensteckern verzieren konnte:

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Nach dem Frühstück wurden natürlich erstmal Eier gesucht:

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Der Opi-Osterhase hatte ein tolles Lego-Buch gebracht:

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Danach zog die Meute in den Park, zum Spazierengehen in der Sonne und auf den Spielplatz, damit ich in Ruhe meine Hummeltorte fertigmachen konnte. Das Ergebnis könnte ich glatt für Pinterest Fail nominieren, nur hatte ich die Idee nicht von Pinterest und soooo schlecht war sie eigentlich auch wieder nicht geworden – ich hatte NUR vergessen, gelbe Lebensmittelfarbe zu kaufen, es waren statt drei nur zwei Böden aus dem Teig rausgekommen, die Hummeln waren für meine leicht gestressten Zitterfinger zu frickelig und ich hatte keine Himbeeren oder Minze für oben drauf gekauft:

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Zum Glück war sie trotzdem sehr lecker, mit der Mango-Frischkäsecreme und dem Schokobiskuit! Die Schwiegermutti hat abends sogar freiwillig ein Stück mitgenommen (ab Kaffee+Kuchen-Zeit waren die anderen Großeltern auch hier).

Den Rest des Tages verbrachten wir mit Spielen, Quatschen und Abendessenmachen. Der kleine Kaaskop hatte mal wieder keinen Mittagsschlaf gemacht und war nach so einem spannenden Tag entsprechend doppelt aufgedreht vor Müdigkeit. Als ich ihn ins Bett brachte, fielen ihm beim Vorlesen schon fast die Augen zu und in seinem Bettchen war er ratzfatz eingeschlafen. Jetzt noch den Abwasch erledigen, die Schokoeierflecken aus dem Sofa schrubben und dann kann der Osterhase mich mal. Morgen werden wir GAR NICHTS tun, so! Gute Nacht!

PS. Ich hab übrigens gestern herausgefunden, dass in Belgien nicht der Osterhase kommt, sondern dass Osterglocken (nicht die Blumen, sondern echte Glocken) über die Stadt fliegen und Schokoeier für die Kinder fallenlassen. Die Holländer haben wohl doch recht: die Belgier ticken nicht richtig…

 

 

 

Ausflug auf den Kölner Weihnachtsmarkt

Vielleicht wusstet ihr es noch nicht, aber hier in Holland gibt es keine anständigen Weihnachtsmärkte. Es sei denn, man ist mit mit rotem Wachstuch verkleideten Marktständen, an denen ganz normale Produkte wie Salami, Töpfe, Billigparfüm etc. verkauft werden, zufrieden. Bin ich aber nicht! Ich liebe deutsche Weihnachtsmärkte!

Seit ich in Köln studiert und dort A. an das Phänomen Weihnachtsmarkt herangeführt habe, ist ein Besuch der Kölner Weihnachtsmärkte jedes Jahr ein Muss. Normalerweise gucken wir uns den am Dom, Neumarkt, Heumarkt und Alter Markt an, manchmal auch noch den am Schokoladenmuseum. Da gab es mal einen tollen Mittelalterlichen Weihnachtsmarkt, dieses Jahr „nur“ Hafenweihnachtsmarkt, das interessierte uns nicht so. Aber da wir diesmal nur einen Tag hatten, erst gegen Mittag in Köln waren und erst bei der Mayerschen (Buchhandlung) Großeinkauf machen und dann beim Maredo essen wollten, mussten wir dieses Jahr Abstriche machen. Wegen Misskommunikation konnten wir unseren kleinen Schlingel nämlich nicht zu meiner Mutter in Wuppertal bringen, sondern mussten wir ihn am Freitagabend zu Opa und Oma in Nordholland fahren, abends zurück nach Hause und am nächsten Morgen erst los Richtung Köln. Unterwegs gabelten wir noch mein Schwesterherz und ihren Freund auf und gegen 12 waren wir dann in Köln Waidmarkt an unserem Hotel, dem Motel One angekommen.

Seit unserem ersten Motel-One-Besuch in Hamburg letztes Jahr sind wir Fan von dieser Kette. Alles schick und neu eingerichtet, sauber, gute Betten und nicht so ein lächerlich teures Frühstück (nur 7,50 € und trotzdem super!).

Als erstes war wie gesagt Großeinkauf bei der Buchhandlung angesagt. Ich will die deutschen Kinderbücher für B. nämlich nicht im Internet bestellen, komme ja aber nicht so oft in deutsche Buchhandlungen. Während A. und mein Schwager im Café in Reiseführern schmökerten, war ich eine Etage tiefer im Paradies! Am liebsten hätte ich noch viel mehr gekauft, aber für viele der tollen Bücher ist B. ja noch zu klein, und überhaupt: nicht übertreiben! Doe maar gewoon, dan doe je al gek genoeg. Trotzdem musste ich an der Kasse 89 Euro blechen… Aber dafür hatte ich ja meine große Tüte voller toller Bücher!

Danach schlugen wir noch beim DM zu (Drogerieprodukte sind in Holland teurer als in good old Germany), wo wir u.a. einen Strickpulli für B. mit Rentiermotiv fanden. Kurz die „Beute“ im Hotel droppen, beim Maredo lecker Steak essen (auch das ist Tradition bei uns) und dann endlich zum Weihnachtsmarkt!

Erst kurz zu dem am Dom, weil da der Bernsteinschmuckstand stand:

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Dann zu A.’s Freude endlich den ersten Glühwein!

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Leider schmeckte dieser nicht so klasse. Aber dieses Schild brachte mich wieder zum Lachen:

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Den Rest von diesem Weihnachtsmarkt schenkten wir uns, denn der Heinzelmännchenmarkt auf dem Alter Markt (nein, der in Köln wird nicht konjugiert) ist viel toller. Da gibt auch leckere Bratäpfel, ebenfalls ein persönliches Muss!

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Über den Heumarkt ging es danach endlich zu meinem Lieblingsweihnachtsmarkt: den Engelchenmarkt auf dem Neumarkt! Er ist recht klein, aber wegen der Bäume und der Atmosphäre wirklich der schönste:

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Außerdem gibt’s da einen meiner Lieblingsstände:

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Alle Ausstechförmchen, die man sich nur wünschen kann. Dieses Jahr nahm ich ein kleines Auto, einen cupcake-freundlichen Tannenbaum und ein Rentier. Zwischendurch gab es eine Bratwurst,

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eine belgische Waffel mit heißen Kirschen und Sahne, und noch mehr Glühwein. Diesmal leckeren! Nachdem Schwester- und Schwagerherz sich um 19Uhr auf den Weg zum Bahnhof gemacht und A. und ich noch einen weiteren Glühwein getrunken hatten, fing es gegen halb neun an zu regnen und machten auch wir uns völlig k.o. auf den Weg ins Hotel, wo wir erschöpft ins Bett fielen.

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Schön war’s! Und es hat sich gelohnt:

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Nächstes Jahr gehen wir wieder hin!

Adventskram

Mit einem Tag Verspätung hatte ich am 2.Dezember übrigens dann doch endlich B.’s ersten Adventskalender fertig! Einen kaufen wollte ich nicht, denn mit Schokolade warten wir lieber noch (und man findet in Holland auch nur schwer schöne Adventskalender, denn die Niederländer sind ja nicht so weihnachtsgesinnt wie die Deutschen). Eigentlich wollte ICH die Säckchen nähen, aber mangels Talent und Zeit haben das meine Mutter und Schwester übernommen, die Lieben! Gefüllt habe ich die Säckchen mit snack size-Schachteln Rosinen, Keksen, Aufklebern, einem Spielzeugauto, Stempeln, einem kleinen Malbuch, u.Ä.

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Am liebsten hätte ich die Säckchen (oder heißt es „Beutelchen“?) ja an einen richtigen Ast gehängt, aber den hatte ich nicht zur Hand. Daher habe ich einfach eine Metallstange aus dem Schuppen mit Alufolie umwickelt und die Säckchen daran gehängt. Eine Aufhängmöglichkeit im Haus konnte ich so schnell nicht finden, und deshalb liegt das Ding (wie lieblos von mir!)  vorläufig im Bücherregal und halten wir es B. abends hin, damit er sich ein Säckchen aussuchen kann. (Hatte keine Zeit, noch Nummern drauf zu schreiben..Und morgens muss es auch meistens schnell gehen, deshalb machen wir das halt abends.)

Ganz kapieren tut B. wohl nicht, wozu der Kalender dient. Aber egal. Mama wollte einen Adventskalender für ihren kleinen Jungen, Mama hat einen gekriegt. Und nächstes Jahr gibt es ihn dann in schön!

Ebenfalls nächstes Jahr in schön: das Adventsgesteck. Mein Schwesterherz hatte für mich bei Tchibo (wie ihr vielleicht wisst, bin ich großer Tchibo-Fan) so ein Gesteckdings gekauft, in das man selber Dekosachen reinlegen kann. Und das hab ich am 2. abends dann auch noch schnell gemacht. Ist nicht so toll geworden, wie ich es mir vorgestellt hatte, aber das hat man davon, wenn man sich nicht rechtzeitig um Grünzeug und dergleichen kümmert! A. fand es jedenfalls hübsch (sagte er zumindest…):

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Ach, besser als nichts!