Vorfreude auf den Urlaub

Die Sommerferien sind in Sicht! Ab 12:20 Uhr diesen Freitag hat der kleine Kaaskop 6 Wochen Sommerferien, und er kann es kaum noch erwarten. Er mault morgens (oder abends…oder morgens und abends), dass er nicht zur Schule sondern Ferien haben will, er schläft morgens länger, und irgendwie ist generell die Luft raus. Das ist mir übrigens auch bei anderen Kindern aufgefallen. Die müssen plötzlich morgens geweckt werden, sehen müde aus oder sind anhänglicher als sonst. Klarer Fall von urlaubsreif!

Urlaub haben wir aber erst in drei Wochen und der Unterschied zwischen Ferien und Urlaub ist dem kleinen Kaaskop noch nicht ganz klar. Auf Niederländisch heißt das nämlich beides „vakantie“! In der Schule ist bald „zomervakantie“, aber unsere eigene „zomervakantie“ verbringen wir dieses Jahr in Schweden und fängt wie gesagt erst drei Wochen nach Beginn der „zomervakantie“ der Schule an. Verwirrend!

Das beeinträchtigt unsere Vorfreude aber natürlich nicht! Ich bin schon dabei, den kleinen Kaaskop ganz heiß zu machen auf das Urlaubsland meiner Kindheit. Beim Abendessen bringe ich ihm schwedische Wörter bei und schwärme ich ihm vor, was wir im Schwedenurlaub alles machen werden. Und essen werden. Zimtschnecken, Zitronenmuffins, Apfelsinenmarmelade, Blaubeersuppe mit Vanilleeis, filmjölk, köttbullar, Daimeis, und und und. „Ett stort glass, tack!“ kann er schon sagen. Seeeehr wichtig! Ich habe ihm Fotos von unserem Ferienhaus gezeigt, vom örtlichen Schwimmbad und ein Video von dem Elchsafaripark, den wir besuchen wollen. Hach, ich kann es selber kaum erwarten!

Ganz besonders freut sich der kleine Kaaskop übrigens auf a) den kostenlosen Gemeinschaftspool und das örtliche Hallenbad und b) darauf, dass er im Urlaub einen Abend so lange aufbleiben darf, wie er will! Zurzeit geht er zwischen halb acht / acht Uhr ins Bett und meistens schläft er dann recht schnell ein, aber er findet das ungerecht früh und wünscht sich sehnlichst, länger aufbleiben zu dürfen. Soll ich ihm mal den Calvin & Hobbes zeigen, der mir dazu einfällt?

Calvin & Hobbes - parenting getting old

(Calvin&Hobbes, (c) Bill Waterson)

Ich persönlich freue mich – abgesehen von schwedischen Lebensmitteln – vor allem auf das Nichtsmüssen und die Natur. Hier in Holland gibt es leider wenig echte Natur und die, die da ist, muss man sich mit den vielen, vielen Einwohnern dieses kleinen Landes teilen. Nicht, dass Familie Importkaaskop gerne stundenlang in der Natur herumspaziert, das ginge schon wegen des Knies des großen Kaaskop nicht, aber ein bisschen durch den Wald streifen, ohne anderen Menschen zu begegnen oder in der Ferne die nächste Straße zu hören, wäre schon ganz nett. Und nach der frischen Luft und der Stille in der schwedischen Natur sehne ich mich auch. Hachz!

In den nächsten Wochen laufen hier jedenfalls die Urlaubsvorbereitungen. Ungefütterte Gummistiefel, eine Matschhose und ein Mückennetz kaufen, neue Bücher kaufen/ausleihen, eine Packliste schreiben, Autobingo-Karten runterladen, eine Naturschatzsuchkarte ausdrucken, für Hin- und Rückreise jeweils eine Wundertüte füllen (mit Naschkram, kleinem Spielzeug, neuen Malbüchern, usw.), Urlaubsapotheke zusammenstellen… Zum Glück muss ich mir keine Gedanken über die Ferienbetreuung machen, denn wie ich ja hier schon einmal erzählt hatte, bietet die Nachmittagsbetreuung des kleinen Kaaskop in den Schulferien ganztägige Betreuung an. Diese Ferien lautet das Thema „Raar maar waar“ (merkwürdig, aber wahr) und wird mit Treiben oder Sinken, Hell und Dunkel usw. experimentiert. Der kleine Kaaskop freut sich schon drauf.

Noch zwei Tage bis zu den Ferien, noch 23 bis zum Urlaub. Wie lange müsst ihr noch durchhalten?

Schwedenhaus
Wo wir als Kinder Urlaub gemacht haben
Sommer in Schweden
Meine Schwester, mein Vater und ich im Schwedenurlaub, irgendwann in den Achtzigern

Unser allererster „Wintersport“-Urlaub

Obwohl es hier in Holland bekanntlich keine Berge gibt, sind die Holländer verrückt nach Bergen. Jedenfalls im Winter. Der alljährliche Skiurlaub ist für viele Holländer ein Muss und heißt hier wintersportvakantie. Die Schulen haben im Februar/März  ein oder zwei Wochen Ferien, und dann fahren viele Familien im vollgepackten Auto gen Süden, um sich in Österreich oder sonstwo von den verschneiten Bergen zu stürzen. Bei der niederländischen Königsfamilie hat der jährliche Skiurlaub in Lech auch nach Prinz Frisos tödlichem Lawinenunfall vor fünf Jahren Tradition, einschließlich Fotoshooting.

Dieses Jahr haben wir nun auch endlich mal Skiurlaub gemacht, mit meiner Schwester und meinem Schwager. Mein Schwager fährt schon seit seiner Kindheit Ski, meine Schwester hat das Skifahren vor zwei Jahren für sich entdeckt. Meine Skierfahrung beschränkte sich auf ein paar Stunden langlaufen auf eigene Faust und der große Kaaskop kann wegen seines Knies gar keinen Sport treiben (außer Schwimmen). Wir hatten den kleinen Kaaskop heiß gemacht mit „Conni fährt Ski“, „Jan und Julia in den Bergen“ und Videos von unserem Urlaubsort auf Youtube, und er erzählte in der Schule stolz, dass er nach Süddeutschland zum Skifahren fährt.

Nun ja, ein bisschen Ski ist er dann auch gelaufen, aber nicht wirklich viel. Anreisetag war Samstag, und wir hatten erstmal nur für den Sonntag 2 Stunden Skikurs am Vormittag gebucht. Das hieß natürlich relativ früh aus dem Haus, Skiausrüstung ausleihen (was für ein Chaos beim Skiverleih!), Skiausrüstung irgendwie anziehen, den Skilehrer suchen… Der kleine Kaaskop fand es offenbar viel zu rummelig, ich eigentlich auch, es war total warm da drinnen und es fehlte nicht viel und wir hätten alles hingeschmissen. Ich mühte mir einen ab, als wir erstmal mit einem Ski den flachsten Hügel runterrutschen und dann wieder hochstapfen sollten, bremsen übten usw. Es war in der Sonne auch viel zu warm, ca. 10 Grad, und da machte es allein schon wegen der Schwitzerei in der warmen Skijacke einfach keinen Spaß. Erst als wir am Ende der zwei Stunden „richtig“fahren durften (und mit dem Schleppseil nach oben anstatt mühsam hochzustapfen), beschloss ich, den Kurs durchzuziehen.

auf der Piste

Der kleine Kaaskop hatte wohl auch Spaß, vor allem als Hörni, das Maskottchen der Skischule, kam und Gummibärchen verteilte.

Kaaskop auf Skiern
Der kleine Kaaskop in Aktion

Am Nachmittag war er aber offenbar etwas überfordert mit der neuen Umgebung, dem unstrukturierten Tagesablauf und wohl auch müde von der langen Fahrt am Vortag und den Eindrücken des Skikurs. Da leider kaum Schnee lag (außer auf der Piste) und man im Dorf wenig anderes machen konnte (nix Schlittenfahren, Schneemann bauen usw., schnüff), waren wir etwas planlos und gingen uns gegenseitig auf die Nerven. Wir mussten wohl erst noch richtig „ankommen“. Aber zum Glück: Tante A. und Onkel S. to the rescue! Da der kleine Kaaskop eh einen Tag Skipause machen wollte, verzichteten die beiden am Montagmorgen auch aufs Skifahren und fuhren stattdessen mit dem kleinen Kaaskop ins Schwimmbad, während der große Kaaskop mich zum Skikurs fuhr und es sich dann auf der Terrasse am Fuße der Piste gemütlich machte.

Am nächsten Morgen sah die Welt schon wieder rosiger aus, zumal es – hurra! – den ganzen Dienstagvormittag schneite! Wir überredeten den kleinen Kaaskop mit etwas Zwang, zum Skikurs zu gehen, und mein Kurs übte auf dem Übungshang (mit Tellerlift) Kurven fahren. Und Anstehen, bäh. Für die blutigen Anfänger wie mich gab es nur einen Tellerlift und da mussten halt alle hoch. Unglaublich, wie dreist Kinder sich vordrängeln, mit Stimulierung durch ihre Skilehrer übrigens. Manchmal kam ich kaum vorwärts, weil vorne und hinten jemand mit seinen Skiern auf meinen stand!

Schneetag

verschneite PisteSkischlangeSki im Schnee

Hörnis Skiklasse
Der in der blauen Hose ist meiner!

Nachmittags fuhren wir ins Ski-Outlet und Eis essen. Es war so frühlingshaft! Ich kam mir in meiner sportlichen Skijacke richtig dämlich vor. Aber wir waren nicht die einzigen, die in ihrer Skiausrüstung vor dem Eisladen anstanden, wie man sieht:

lekker Eis

Weil ich ein so geduldiger Mensch binDa es mich nervte, dass ich den Skilehrer quasi fürs Schlangestehen und oben auf dem Hügel auf die anderen aus meinem Kurs Warten bezahlte, und der Skilehrer kaum Anweisungen oder echte Hilfestellung gab, beschloss ich, am nächsten Tag alleine mit meiner Schwester zu üben. Das ging ganz gut, auch wenn es etwas knifflig war, den richtigen Zeitpunkt fürs Losfahren zu wählen. Ständig kamen einem ordentlich in Schlangenlinien über die Piste cruisende Skischüler oder Schuss ins Tal fahrende Fünfjährige in die Quere!

Skiklasse

Rumalbern
Ein bisschen Rumalbern muss sein!

Wir mussten aber auch furchtbar lachen über eine Gruppe Erwachsene, die offenbar dem vierten Gruppenmitglied „mal schnell“ beibringen wollten, wie man Ski fährt. Der fiel natürlich erstmal aus dem Tellerlift und als er endlich wieder stand, sah man schon von Weitem, dass er zum ersten Mal auf Skiern stand. Natürlich fing er an zu rutschen, Skipisten sind ja selten eben, und „Fuck! Fuck! Fuck!“ rufend glitt er ein Stück hügelabwärts, ehe einer seiner Freunde, der seine Skier noch nicht untergeschnallt hatte, ihn abfing. Mann! Leute gibt’s! Wie kann man jemanden, der noch nicht mal bremsen kann, mit auf den Hügel hoch nehmen und glauben, dass man ihm dort zeigt, wie man skifährt?! Eigentlich war es eher gefährlich als lustig. Als ich später mitbekam, wie einer der Freunde sich zu dem naiven Tölpel umdrehte und rief: „Sonst fahr mir doch einfach hinterher!, packte ich mich trotzdem vor Lachen fast in den Schnee. Ja nee, ist klar: nicht bremsen können, aber jemandem hinterherfahren sollen! Tsss…

Pause auf der Piste
Die beiden Kaasköppe warteten unten auf Mama.

Am Nachmittag fuhren wir mit der Gondel rauf zu „Hörnis Nest“. Der kleine Kaaskop war trotz unserer Bemühungen, ihn vom Gegenteil zu überzeugen, fest davon überzeugt, dass Hörni dort wohnt. dabei ist das nur der Name von dem Lokal oben auf dem Berg. Und weil es dort im Januar gebrannt hatte, war es nur eingeschränkt verfügbar. Die Gondelfahrt war sehr schön, aber oben auf dem Berg war es so furchtbar windig, dass wir lieber wieder zur Mittelstation runterfuhren und dort etwas zu Mittag aßen. Man konnte oben eh nur mit den Skiern ins Tal fahren oder einen Winterwanderweg entlangmarschieren, aber der war uns viel zu lang, und es war echt ungemütlich mit dem Wind. Die Aussicht war aber klasse!

HörnerbahnGipfelrundblickBergein der BahnMittelstationMittelstation2Ausblick aus der Bahn

Am Donnerstgavormittag regnete es in Strömen und so fuhren wir, wie alle anderen Touristen in der Region, ins Spaßbad. Nachdem wir eine Weile draußen im Regen angestanden hatten und dann noch eine Weile drinnen, konnten wir endlich rein. Der kleine Kaaskop ist ja eine richtige Wasserratte, er hatte richtig viel Spaß, obwohl er für die meisten Rutschen noch nicht alt genug war. Es gab unter anderem eine Rutsche, bei der man auf einem Gummireifen runterrutschte, und eine richtig, richtig steile. Man konnte nach draußen schwimmen, beim Kinderland gab es eine Art Piratenschiff und im Nichtschwimmerbecken mit der kleinen Familienrutsche wurde alle halbe Stunde die Wellenmaschine angemacht. Nach zwei Stunden Reizüberflutung fuhren wir wieder ins Ferienhaus zurück. Nachmittags probierten meine Schwester und ich noch den kleinen Übungshügel im Dorf aus (der war gratis mit Allgäu-Karte), aber durch den Regen hatte der Schnee die Konsistenz von „Slush“ (dieses Zerstoßenes-Eis-Getränk) und es machte total keinen Spaß.

Ausblick aus der Fewo
Ausblick aus der Ferienwohnung

Am letzten Ferientag nahm ich mit meiner Schwester zum ersten Mal den Schlepplift ganz nach oben, aber das erste Stück war so steil, dass mir das Herz im Halse klopfte. „Kurze Kurven“ sollte ich machen, sagte meine etwas erfahrenere Schwester, aber wie sich herausstellte, war meine Technik dazu nicht gut genug. Ich fiel zum ersten Mal hin! Und zwar gleich dreimal auf einem Stück von ca. 20 Metern. Ab da wurde es etwas weniger steil und klappten die Kurven. Bei der zweiten Abfahrt fiel ich nur zweimal, verlor dafür aber meinen Ski. Pff. Immerhin lobte mich meine Schwester, dass ich nicht maulig wurde, sondern sofort wieder aufstand und es nochmal versuchte. Den Rest des Vormittags fuhren wir nur noch auf der linken, kürzeren Seite des Bergs, wo der Tellerlift war. Soll ja schließlich Spaß machen! Und nächstes Jahr buche ich erstmal zwei Stunden bei einem Privatlehrer. Jetzt habe ich Lust auf mehr bekommen! Und der kleine Kaaskop sagte gestern noch, er wolle nächsten Winter wieder zu Hörni. „Dann geh ich vier Tage Ski fahren und an den anderen zwei Tagen ins Schwimmbad! Gut, Mama?“

Familie Importkaaskop

Na, schaun ‚mer mal. Jetzt will ich erstmal Frühling!

Wie sieht es denn bei euch aus: Seid ihr auch Skifans oder eher nicht? Alpin oder Langlauf, was gefällt euch besser?

Unser Ostseeurlaub 2016 in Bildern

Hach, war das herrlich, drei Wochen lang nichts zu müssen! Zwei Wochen davon haben wir an der Ostsee verbracht. Ein paar Bilder habe ich ja schon auf Instagram geteilt, aber  ein paar (*hüstel*) mehr habe ich natürlich doch gemacht, sogar mit der „richtigen“ Kamera, nicht nur mit dem Handy.

Mit dem Wetter hatten wir ziemliches Glück: kalt und nass war es nur an den ersten beiden Tagen. Zum Glück hatten wir über Förde-FeWo ein schönes, großes Ferienhaus mit großem Garten gemietet (samt Schaukel, Minirutsche, Fußballtoren, Johannisbeerbüschen, Sauerkirschbaum und Pflaumenbaum).

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Im Haus gab es auch einen Wahnsinnsspielkeller! Tischtennisplatte, Dartscheibe, Hometrainer, Einrad und der gesamte Spielzeugbestand der mittlerweile erwachsenen Kinder der Hausbesitzer. So kam ich zum ersten Mal in den Genuss von „Lotti Karotti“. Leider verlor ich immer. Die Strategie des kleinen Kaaskop (mit einem einzigen Hasen straight to the top laufen) erwies sich einfach als die effektivste. Ts. Einen Kamin gab es übrigens auch, und weil es am ersten Tag so kalt war, schmissen wir den gleich mal an. Ich mag Kaminfeuer! Und der kleine Kaaskop ist wie wohl alle Jungs von Feuer fasziniert.

Am zweiten Tag besserte sich das Wetter etwas und wir konnten den 400 m entfernten Strand genauer untersuchen. Ich bin zwar in dieser Ecke Schleswig-Holsteins aufgewachsen, aber in Stein war ich trotzdem noch nie gewesen. Der Strand ist nicht groß aber groß genug, kinderfreundlich (flach und sandig) und in der Nähe gibt es einen Spielplatz, eine Strandbar (Tatort Hawaii) und eine saubere öffentliche Toilette. Ideal!

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Am dritten Tag fuhr ich mit meiner Schwester zum Shopping nach Kiel. Während wir uns bei DM (immer ein Muss, wenn ich in Deutschland bin, denn Kosmetik ist hier in Holland einfach teurer), in Mode-, Schuh- und Handtaschenläden vergnügten und zum Schluss im Café des Bücherladens Hugendubel einen oberleckeren Aprikosen-Käsekuchen futterten und Kaffee schlürften, vertrieben sich die beiden Kaasköppe und mein Schwager die Zeit auf dem Abenteuerspielplatz in Wendtorf.

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Ab dem vierten Tag hatten wir richtiges Topwetter und so verbrachten wir zwischen allen Besuchsterminen mit alten Freunden viel Zeit am Strand. Ich liebe ja Sandburgenbauen! So entspannend, das Buddeln im Sand! Der kleine Kaaskop ist am Strand sowieso immer happy. Zu seiner (und meiner) großen Freude mieteten wir zweimal sogar einen Strandkorb.

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LowCarb Blueberry Cheesecake, gebacken von meiner ältesten Freundin, kann man auch am Strand verputzen, nomnomnom!
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Achtung, da kommt das Hipster-Kind mit seiner Mutti! (Eine Freundin meinte, der kleine Kaaskop sähe mit den zersausten langen Haaren, der lässigen Hose und dem coolen T-Shirt aus wie ein Hipsterkind..)
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Die sind leider nicht von mir, fand ich aber total süß.

IMG_0287Ansonsten haben wir Freunde besucht (u.a. in Hamburg, wo wir übernachtet haben und mit Cocktails abgefüllt wurden), das frischgeborene Baby einer Schulfreundin bewundert (während der kleine Kaaskop in deren riesigen Pool plantschte und die Tellerschaukel am Baum in ihrem Garten ausprobierte) und bei meinem Vater gegrillt. Den sehe ich wegen der großen Entfernung ja leider nur 1-2 Mal im Jahr.

In der zweiten Woche fuhr ich mit meinen beiden Kaasköppen noch einen Nachmittag zu Filippos Erlebnisgarten in Blekendorf. Wir pflückten Himbeeren, aßen Eis und der kleine Kaaskop spielte sich ’nen Ast. Das Floß war mal wieder seine Lieblingsbschäftigung. Zu meinem Leidwesen war eine der beiden Anlegestellen nur über Kletternetze zu erreichen und arg zugewachsen. Helikoptermutteralarm! Zum Glück kann der kleine Kaaskop gut klettern und halfen ihm ein paar ältere Kinder den letzten Meter über den glitschigen Baumstamm. Wobei einer der „großen“ Jungs schon nach dem ersten Netz aufgegeben hatte. „Ich kann das nicht!“, rief er seinen Freunden zu. Die meinten „Dann lern’s! Sogar der kleine Junge da kann es!“ Kicher!

IMG_0507IMG_0466IMG_0463IMG_0495IMG_0467IMG_0504IMG_0478IMG_0479IMG_0487IMG_0481Am vorletzten Tag fuhren wir dann noch nach Laboe, weil ich dort zu einem bestimmten Strandlädchen wollte. Boote gucken musst natürlich auch sein. Und überhaupt mag ich Laboe. Auch wenn wir dort bei unserem allerersten Sommerurlaub mit dem damals 5 Monate alten kleinen Kaaskop Pech mit dem Wetter hatten.

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Die Windmühle ist mir als Importkaaskop ja sofort aufgefallen!

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Und dann ging’s wieder zurück nach Holland. Es war ein wirklich schöner Urlaub, und danach hatte ich noch eine ganze Woche frei – herrlich! Seit Montag heißt es wieder täglich 11,6 km zur Arbeit radeln, Brote schmieren undsoweiter. Und heute habe ich die erste Herbstdeko in den Vorgärten gesehen….

Ein Wochenende mit Bollo

„Wann fahren wir wieder mal zu Bollo?“, fragt mich der kleine Kaaskop zurzeit fast täglich. (Wer die Landal-Ferienparks nicht kennt: Bollo der Bär ist das Maskottchen/Gesicht von Landal.) Dass ihm unser Wochenende in Rabbit Hill gefallen hat, ist klar. Er hatte die Zeit seines Lebens: jeden Tag ins Schwimmbad, schon beim Frühstück andere (bekannte) Kinder zum Spielen, Nutella aufs Brötchen, obwohl nicht Sonntag war (!), nachmittags Indoor-Spielhölle äh -halle und zum krönenden Abschluss am Sonntagabend das Bollo-Kinderbüffet mit u.a Pommes und Eis zum Selberschöpfen.

Wir hatten mit zwei befreundeten Paaren (mit zwei 3- und 6-jährigen Jungs und einem 3-jährigen Mädchen) ein Supersonderangebot gebucht, und diesmal mehr Glück mit den Häusern. Die waren nämlich renoviert, viel schöner als das Ferienhaus in dem anderen Landal-Park, wo wir letzten Herbst waren.

Das Ferienhaus

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Die Einrichtung gefiel uns sehr gut, sie war modern und gemütlich und die Betten waren auch super (für immermüde Eltern ja nicht unwichtig).

Am Freitagnachmitag trudelten wir alle zu unterschiedlichen Zeiten ein und außer einer kleinen Ferienparkerkundung und dem gemeinsamen Abendessen (darußen im Garten!) haben wir nichts unternommen.

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Tag 1 – Sandskulpturenfestival

Am Samstag sollte das Wetter nachmittags regnerisch werden und so zogen wir nach dem Frühstück (mit frischen, deutsch anmutenden Brötchen!) los. Zum ’t Veluws Zandsculpturenfestijn in Garderen. Dort wurden das Leben des niederländischen Malers Rien Poortvliet und vierzig niederländische Sprichworte bzw. Ausdrücke in Sand dargestellt. Außerdem gab es eine Einschienenbahn mit Tretantrieb, von der man die Skulpturen draußen auch von oben bestaunen konnte. Von der konnten die Kinder ja nicht genug bekommen.

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Ich fand ja allein schon wegen der Blumen den Außenbereich wunderschön!

IMG_0105IMG_0117IMG_0130Eine Spielecke (=Sandkasten mit Zubehör) gab es auch und dort machten wir eine kleine Kaffee-und-Kuchen-Pause (die machen die Holländer ja vormittags). Danach schauten wir uns drinnen noch ein paar Gemälde von Rien Poortvliet an und natürlich die 40 Sprüche aus Sand! Man konnte beim Eingang einen Zettel mitnehmen, um sie alle zu erraten, aber das war mir zu mühsa. Mein Niederländsch ist zwar sehr gut, aber Sprichwörter und so kenne ich sicher keine 40. Diese beiden erkannte ich aber:

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Daar komt de aap uit de mouw. (Da kommt der Affe aus dem Ärmel = da wird die Katze aus dem Sack gelassen)
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Krokodillentranen huilen (Krokodilstränen weinen)

Nach dem Mittagessen im Bungalow ging es endlich ins Schwimmbad. Der kleine Kaaskop hatte schon seit Freitagnachmittag immer wieder gefragt, wann wir endlich schwimmen gehen. Ich ging auch mit, obwohl ich Schwimmbäder nicht so mag, vor allem nicht mit einem Kind, das noch nicht schwimmen kann. Die Kinder hatten jedenfalls ihren Spaß mit Rutsche, Wasserfall undsoweiter. Ich zog mich nach einer halben Stunde wieder zurück ins Trockene und las im Café auf der anderen Seite der Glaswand eine Zeitschrift. Eigenlich wollte ich zurück in den Bungalow, aber es regnete mittlerweile sehr und ich hatte keinen Schirm dabei. Also Tee trinken und abwarten, im wahrsten Sinne des Wortes.

Abends aßen wir wieder alle zusammen (diesmal drinnen), und als die Kinder und unsere Schwangere im Bett lagen, spielten die anderen vier noch eine Runde Poker, während ich gemütlich mit einem Glas Wein auf dem Sofa ein Buch las. Herrlich!

Tag 2 – Waldspaziergang

Am Sonntagvormittag machten wir einen kleinen Waldspaziergang. Blöderweise hatte ich meine Kamera nicht dabei! Deshalb nur ein Handyfoto vom Blaubeerpflücken.

IMG-20160702-WA0002Nach dem Mittagessen zog es die Kinder wieder ins Schwimmbad, ich packte währenddessen unsere Koffer, denn nach dem Abendessen ging es wieder nach Hause. Das Bollo-Familienbüffet war super: reichlich Auswahl, leckeres Essen, für die Kinder ein eigenes Büffet auf Kinderhöhe mit Pizza, Pommes & Co. Satt, müde und entspannt setzten wir uns gegen 19 Uhr ins Auto und fuhren heimwärts. Ja, und seitdem fragt der kleine Kaaskop fast täglich, wann wir wieder zu Bollo fahren. Wahrscheinlich im Herbst.

Kennt ihr Bollo bzw. die Landal-Parks?

Kleine Auszeit in Drente

Wer mir auf Instagram folgt, hat wohl schon mitgekriegt, dass wir ein paar Tage Kurzurlaub gemacht haben. Wir waren mit einem befreundeten Paar und dessen Tochter in einem Landal GreenPark in Drente. Irgendwie war ich auch schon wieder urlaubsreif, obwohl wir ja erst Ende Juli noch 2 Wochen frei gehabt hatten.

Für uns 3 war es das erste Mal in einem Bungalow-Park, unsere Freunde haben schon öfter in so einem Park Urlaub gemacht und sind Landal-Fans. Und ich muss sagen: es gefiel uns auch ganz gut! Okay, die Schlafzimmer in dem etwas renovierungsbedürftigen Häuschen waren arg eng, aber das weiß man ja vorher, wenn man ein Supersonderangebot, sprich 4 Nächte für 71 Euro pro Familie, bucht. Aber das Schwimmbad war toll, die Kinder liebten das Indoor-Spielparadies, der Supermarkt des Parks war sehr gut ausgestattet und in der Nähe gab es genug Ausflugsziele für Familien.

Wir kamen am Montag Nachmittag in Aelderholt an, am Dienstag gönnte ich mir etwas Me-Time, während der Rest sich im Schwimmbad vergnügte, am Mittwoch fuhren wir in den Tierpark Emmen und unseren letzten Tag, den Donnerstag, verbrachten wir mit Plantschen im Schwimmbad, Basteln und auf dem Indoor-Spielplatz. Die beiden Kinder teilten sich ein Zimmer, und bis auf den ersten Abend, an dem ihnen das Haus ja noch fremd war und es bis halb zehn dauerte bevor sie endlich beide schliefen, klappte das prima. Und das Allerbeste: es gab jeden Morgen frische deutsche (!) Brötchen! Sogar Mohnbrötchen, nomnomnom!

Aber gut, ich lasse jetzt mal Bilder sprechen:

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Alles in Allem waren es ein paar schöne Tage, obwohl das Wetter teilweise recht herbstlich war. Der Kurzurlaub mit unseren Freunden hat uns gut gefallen, den einzigen Streit gab es zwischen den Kindern ab und zu – ziemlich unvermeidbar, wenn eines gerade in der „alles meins!“-Phase steckt und das andere gerne Recht behalten will. Wir planen schon den nächsten Freunde-Trip, aber dann auch mit den anderen beiden Pärchen unserer „Clique“ (einschließlich Kids). Mal schauen, ob das klappt!

Morgen fahren wir zu einem großen Familientreffen schwiegervaterseitig nach Friesland, dann hat uns erst mal der Alltag wieder und ich hoffe, dass ich endlich dazu kommen werde, ein paar meiner zig halbfertigen Blogartikel zu Ende zu schreiben.Und dann liegt da auch noch ein Päckchen aus Spanien, von der Andalusienmutti, dem ich mich noch widmen muss…

Mädelswochenende in Valencia in Bildern

In der Kategorie „Besser spät als nie“ gibt es heute endlich mein Fazit des Experiments „Mama ist dann mal ein paar Tage weg“. Es war herrlich, diese kleine Auszeit vom Mamadasein! Hier eine kurze Zusammenfassung meines Mädelswochenende in Valencia:

Der Abschied am Flughafen war gar nicht so schlimm wie befürchtet: der kleine Kaaskop war dank seines neuen flugzeugförmigen Luftballons und der als Maskottchen des Eindhovener Fußballvereins verkleideten Dame am Ausgang hinreichend abgelenkt. Nachdem Freundin L. und ich in Ruhe (!) noch Lesestoff für unterwegs besorgt hatten, gingen wir schon mal ein wenig shoppen – und verpassten fast unseren Flug! Denn die Schlange vor der Security war länger als erwartet, upsi… Der „last Call“ 2 Minuten vor dem Schließen des Boarding-Schalters mit der Warnung „you will miss your flight“ kam, als wir doch noch schnell zur Toilette waren, weil vor dem Boarding-Schalter ja eh noch ein paar andere Spätkommer anstanden. Als Vorletzte stiegen wir schließlich ins Flugzeug ein.

Und dann folgten 3 Tage ungestört unterhalten, ungestört schlafen (die Betten waren absolut toppie!), machen was wir wollen, lecker (und ungestört) essen, in Ruhe shoppen, viel Sightseeing und viel Sonne.

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3 Nächte durchgeschlafen – yay!

Am ersten Abend hatten wir wegen des spanischen Lebensrhythmus unerhofft doch noch Zeit für eine erste Sightseeing-Runde und Shopping.

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Der hübsche Nord-Bahnhof mit Mosaikverzierungen innen.
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In der Vorhalle steht in vielen verschiedenen Sprachen „Glückliche Reise“

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Abends gingen wir Tapas essen, und zwar sehr leckere!

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Am nächsten Tag saßen wir etwas zu lange beim leckeren Frühstück, um die Stadtführung um 10 Uhr mitzumachen, aber die Routen im Reiseführer waren auch gut genug. Valencia ist wirklich schön!

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Im Hintergrund die große Kathedrale
Im Hintergrund die große Kathedrale

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Die Seidenbörse La Lonja de la Seda
Die Seidenbörse La Lonja de la Seda mit ihren berühmten Säulen…
Mit Orangenbäumen im Innenhof
…und Orangenbäumen im Innenhof

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Hier tranken wir eine kühlende Horchata  (Erdmandelmilch - bah!)
Hier tranken wir eine kühlende Horchata (Erdmandelmilch – bah!)
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Diesen erdigen Geschmack muss man mögen… Immerhin war das Törtchen sehr lecker!
Mercado Central
Mercado Central – Ich liebe Markthallen!

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Am Abend hatten wir Bock auf Burger und probierten ein amerikanisches 50-er Jahre Diner aus, mjam mjam! Danach gab’s aber zum kulinarischen Ausgleich noch eine Kanne Sangria!

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Am Sonntag starteten wir mit einer 3-stündigen Fahrradtour! Die Fremdenführerin war eine Niederländerin, die bereits seit 8 Jahren in Valencia lebt. Man merkte sehr gut, dass sie von der Stadt immer noch begeistert ist, es war eine interessante Tour, die uns oft durch den schönen Park im trockengelegten Flussbett führte (von dem ich dummerweise keine Fotos gemacht habe).

Bei der Ciudad de las Artes y de las Ciencias
Bei der Ciudad de las Artes y de las Ciencias

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Im Oceanografic gab's viele bunte Fische
Im Oceanografic gab’s viele bunte Fische
Nemo war auch da!
Nemo war auch da!

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Nach der Tour fuhren wir mit der Metro an den Strand, wo wir Valenzianische Paella aßen (mit Huhn und Kaninchen) und die Pause genossen.

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Wir hatten dummerweise keine Strandsachen dabei, daher ging es nur kurz wirklich mit den Füßen in den Sand.

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Danach noch mehr Sightseeing und Shopping…

Noch eine Markthalle..
Noch eine Markthalle..

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Und dann war ich wirklich k.o. Vor dem Abendessen (mittlerweile hatten wir uns an die spanischen Essenszeiten gewöhnt) legte ich mich und meine geplagten Füße kurz hin. Meine Freundin hingegen ging noch eine Runde joggen, weil sie ja extra die Sportsachen mitgenommen hatte… Respekt!

Die Liter-Kanne Agua de Valencia später war eigentlich nicht so eine gute Idee, da wir am nächsten Morgen um 6 Uhr aufstehen und ohne Frühstück zum Flughafen fahren mussten, aber das Zeug wollten wir noch unbedingt probieren (und es ist saulecker!) und irgendwie mussten wir ja unseren Frust darüber wegtrinken, dass wir ausgerechnet am letzten Abend eine Tapas-Bar mit den schlechtesten Tapas ever erwischt hatten (und es schon zu spät war, noch eine andere zu suchen).

Fazit: Eine sehr gelungene Auszeit vom Alltag und dem holländischen Frühlingswetter! Dass Ausschlafen nicht klappen würde, war mir vorher schon klar gewesen, aber 3 Nächte hintereinander ungestört schlafen und essen und sich nicht nach den Bedürfnissen eines Kleinkinds richten zu müssen, war herrlich! Meinen Akku habe ich leider nicht aufladen können, dazu waren wir zuviel unterwegs und zu spät im Bett, und die Wiedereingewöhnung zuhause am Montagnachmittag fiel mir etwas schwer, der Übergang von Sonne, spanischer Großstadt und freier Zeiteinteilung zu einer kühlen Brise in einem niederländischen Wohnviertel im Dorf plus kleinem Krachmacher war doch recht groß. Und der kleine Kaaskop hatte nach dem langen Wochenende nur mit Papa, bei dem halt doch oft andere Regeln gelten bzw. der den gemeinsamen Tag anders gestaltet, auch deutlich Schwierigkeiten mit der Umstellung. Aber die beiden hatten jedenfalls genau wie ich ein sehr schönes Wochenende, ich wurde nicht allzu sehr vermisst. Am Samstag hatten wir nach dem Frühstück auch noch kurz über Skype telefoniert, weil der kleine Kaaskop, nachdem wir ein paar Fotos hin- und hergewhappt hatten, meine Stimme hören wollte. *schmelz* Der Partner meiner Freundin fand es übrigens auch nicht schlimm, dass er 4 Tage mit den beiden Töchtern „alleine gelassen“ wurde. Im Gegenteil: endlich kam er bei ihnen auch mal zum Zug UND konnte die Dinge auf seine Art tun. Ich glaube, wir müssen öfter mal ein Mädelswochenende machen: eine klare win-win-Situation!

Familienurlaub in Lappland – Teil 2

So, das hat jetzt leider etwas länger gedauert, aber da wir im neuen Haus noch gaaaanz viel streichen müssen und der Umzug Ende des Monats vorbereitet werden muss, habe ich nicht eher Zeit gefunden. Irgendwann muss man ja auch mal den Abwasch machen, Haare waschen und schlafen! Jetzt aber:

Am Mittwoch haben wir eigentlich nichts besonderes gemacht, schließlich wollten wir ja auch faulenzen und einfach das Zusammensein genießen. Nach dem Frühstück zogen wir mit dem kleinen Kaaskop zur Rentierfarm, wo wir uns die Rentiere anguckten, ein bisschen rodelten (der kleine Kaaskop ist bisher kein Fan davon!) und einen ersten Schneemann-Versuch unternahmen. Leider pappte der zauberhafte Pulverschnee kein Stück!

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Zurück im Ferienhaus machten der große und der kleine Kaaskop erstmal ein schönes Feuerchen im Kamin. So hoch im Norden wird es ja schon früh dunkel, so ab 14 Uhr dämmert es schon. Oft dachten wir: „Sollen wir schon mal anfangen mit Abendessen vorbereiten? Oh, es ist ja gerade mal 4 Uhr!“

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Abends war natürlich Aufbleiben bis Mitternacht angesagt, war ja schließlich Silvester, ächz. Wir knabberten Chips, tranken ein bisschen Baileys bzw. Whiskey und spielten unser Lieblingsspiel: 6nimmt (das Hornochsen-Spiel). Ich liebe Spiele, bei denen man nicht unbedingt eine Strategie braucht, sondern einfach auch auf gut Glück mitspielen kann. Abends bin ich nämlich meistens eh zu müde, um mich wirklich zu konzentrieren. Und ich gewann sogar ab und zu mal, ha!

Über YouTube guckten wir dann noch „Der Silvesterpunsch“ mit Ekel Alfred (gegen „Dinner for one“ wurde vom großen Kaaskop Veto eingelegt, denn diesen in Holland eher unbekannten Klassiker findet er total doof). Und um Mitternacht gab’s Champagner und gingen wir kurz raus, um uns das Feuerwerk der anderen Gäste anzugucken, die ein paar Raketen im Supermarkt gekauft hatten. Eine nahm einen (windbedingten?) unerwarteten Abstecher durch einen Baum, knallte gegen das Fenster eines anderen Ferienhauses und explodierte dann in einem Schneehaufen, huch! Zum Glück nix passiert… So lob ich mir Silvester: ein paar hübsche Raketen, keine Böller und um halb eins ist alles wieder ruhig. Herrlich!

Auch am Neujahrstag bummelten wir nur ein wenig rum. Ein Spaziergang im Wald musste aber natürlich sein, denn an den verschneiten Bäumen konnten wir uns kaum sattsehen.

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Außerdem bauten wir einen zweiten Schneemann, diesmal mit Möhre!

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Immerhin, die beiden Kinder vom Nachbarhaus fanden ihn toll.

Am 2. Januar, Freitag also, stand die Rentierschlittenfahrt auf dem Programm. Bin ich froh, dass wir alle unsere Thermoanzüge angezogen hatten, obwohl es“nur“ noch -5 Grad war! Jeder bekam seinen eigenen Schlitten mit Rentier, sodass wir eine recht lange Karawane waren und oft anhalten mussten, weil eins der Rentiere ab durch die Mitte oder nicht mehr weiterlaufen wollte. Der kleine Kaaskop saß zwischen meinen Beinen, wo ich versuchte, ihn möglichst warm zu halten, was nicht gerade leicht ist, wenn das Kind seine Handschuhe nicht anziehen will und man die Leine des Rentiers in der Hand behalten muss. Beim durch den Wald zuckeln nickte der kleine Kaaskop kurz ein, was für ein Glückmoment war das, mit einem schlafenden Kind auf dem Schoß in einem Rentierschlitten durchs Winterwonderland zu fahren! Hach…

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Die Rentiere liefen übrigens gar nicht so schnell, etwas schneller als Schritttempo. Zum Glück! Ein paar Mal legten sie einen Zahn zu und dann spritzten Einem die Schneeklumpen nur so ins Gesicht, brr! Zwischendurch machten wir ein paar Pausen, zum Rentiere füttern, Fotos machen und natürlich Kaffee trinken und Würstchen essen (und Füße auftauen).

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Am letzten Ferientag machte der große Kaaskop noch eine Husky-Schlittenfahrt, aber davon habe ich leider keine Fotos, weil ich ja nicht mit war und es schon dunkelte, als sie um 16 Uhr losfuhren. Dafür habe ich noch ein paar Fotos vom Langlaufen anzubieten, damit hatten meine Schwester und ich nämlich den Vormittag verbracht, während Onkel S. Ski lief und der große Kaaskop und die Oma den kleinen Kaaskop bespaßten. Es machte mir mal wieder viel Spaß (war erst das vierte Mal für mich), aber danach tat mit tagelang alles weh! (Guter Vorsatz fürs neue Jahr: an der Kondition arbeiten!)

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Und dann mussten wir auch schon wieder den Koffer packen für die Rückreise! Die verlief etwas relaxter als die Hinreise, weil wir nicht mitten in der Nacht zum Flughafen mussten und alle etwas ausgeschlafener und somit geduldiger waren.

Ja, und jetzt hat der Alltag uns wieder.. Naja, nicht ganz, denn es ist zurzeit etwas rummelig bei uns, weil wir ja Ende des Monats umziehen. Am Montag haben wir zum Beispiel geguckt, wie weit die Handwerker sind, am Mittwoch haben wir uns eine Grundschule für den kleinen Kaaskop angeguckt (weil die oft Wartelisten haben und er in einem Jahr schon 4 wird und dann in die Schule kommt), dieses Wochenende haben wir ganz viel geschliffen, gestrichen und gestresst… naja, es wird schon alles gut gehen. Demnächst kommen auch ein paar Fotos vom neuen Haus, versprochen!

Familienurlaub in Lappland – Teil 1

Jaaa, wir sind im Winterwonderland!!!

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Die Anreise verlief nicht ganz ohne Problemchen. Es fing schon am Vorabend an: als wir endlich auch die letzten Sachen eingepackt hatten, stellten wir die Koffer zur Sicherheit noch kurz auf die Waage. Ups, der größte wog: 32,2! Und wir durften doch nur 20kg pro Person mitnehmen… Also musste etwas wieder rausgepackt werden. Der Whiskey und Sekt für Silvester flogen als erstes raus. Dann das zweite Paar Stiefel und weitere Sachen. Immer noch zu schwer, wie konnte das denn sein?? Als ich mich auf die Waage stellte, um zu kontrollieren, ob die überhaupt stimmt, stellten wir fest, dass die auf Pfund eingestellt war! Argh! Ich wusste gar nicht, dass das geht. Also alles wieder rein in die Koffer…. Ach, da hat man zumindest eine schöne Anekdote zu erzählen!

Der Anreisetag war natürlich anstrengend: wir wurden um 3 Uhr morgens vom Taxi abgeholt und nach Schiphol Airport gebracht, wo unser Flugzeug um 6 Uhr abfliegen sollte. Der kleine Kaaskop wollte natürlich nicht aus dem Bett geholt und angezogen werden und brüllte erstmal ordentlich. Dass er im Taxi auf meinem Schoß sitzen durfte, weil das vorbestellte Taxi trotz Hinweis unsererseits keinen Kindersitz hatte, versöhnte ihn zum Glück etwas. Leider verzögerte sich der Abflug wegen Problemen mit dem Gepäcktransportsystem um eine halbe Stunde, aber dafür pennte der kleine Kaaskop während der Fahrt zur Startbahn ein und verschlief die erste Stunde des Flugs.

Der Schlitten ist eingecheckt.
Der Schlitten ist eingecheckt.

Als er wieder wach war, verbrachte er die meiste Zeit damit, zwischen seinem Platz bei mir und dem großen Kaaskop und den Plätzen von Onkel S., Tante A. und Oma hin und her zu laufen. In Rovaniemi angekommen, wartete schon der Bus, der uns in knapp 2 Stunden nach Pan Village Oulanka bringen sollte. Was war ich froh, als wir endlich da waren, denn der kleine Kaaskop weigerte sich zu schlafen, obwohl er eindeutig müde war, wie wir alle. Leider mussten wir vom Bus sofort zum gemeinsamen Info-Meeting für alle neuen Gäste. Davon habe ich dann auch nur die Hälfte mitgekriegt, weil ich mit dem kleinen Kaaskop raus ging, um die Beine zu vertreten, es ging nicht anders. Und dann konnten wir endlich in unser Ferienhaus! Wirklich toppie! Geräumig, gemütlich eingerichtet und gut ausgestattet. Die Privat-Sauna haben wir abends gleich ausprobiert, herrlich!

Erstmal mussten wir aber einkaufen und unsere Thermoanzüge bei der benachbarten Rentierfarm abholen. Die war zwar nur 300m entfernt, aber bei -21 Grad muss man auch für so einen kurzen Weg die volle Wintermontur anziehen. Und dazu hatte der kleine Kaaskop ab-so-lut keinen Bock! Mit viel Mühe konnte ich ihn in seinen Schneeanzug wrestlen und dann habe ich am Ende das wie am Spieß brüllende Kind bis zum Zielgebäude getragen, denn auf dem Schlitten sitzen wollte er auch nicht. Puh, was für eine Tortur nach einer Nacht mit nur 4 Stunden Schlaf! Und am blödesten war: es wäre gar nicht nötig gewesen, ihn mitzuschleppen. Denn der Kinder-Schneeanzug, den der große Kaaskop von einem mit einer Finnin verheirateten Kollegen bekommen hatte, und auch die gefütterten Kinder-Fäustlinge von H&M waren perfekt, und die Stiefelchen durften wir unanprobiert mitnehmen (und ggfs. umtauschen). Während wir Großen unsere Anzüge und Stiefel anprobierten, flitzte der kleine Kaaskop fröhlich in seiner Thermounterwäsche im Lager rum und als wir wieder ins Ferienhaus zurückwollten, wollte er natürlich nicht mit und das Spielchen begann von Neuem. Pfff. Aber er war halt einfach total erledigt und wenn man noch leicht verrotzt ist, tut die Kälte halt in der Nase weh (nicht jeder mag das Gefühl von gefrierenden Nasenhärchen).

Auch am nächsten Tag weigerte sich der kleine Kaaskop, die Nase vor die Tür zu stecken. Nachdem wir vormittags drinnen rumgefaulenzt hatten, schafften wir es am Ende doch, ihn kurz nach draußen zu locken. Zum Aanbeißen sah er in seiner buntgeringelten Skihose und der Zipfelmütze aus!

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Leider war es ihm nach 2 Minuten doch wieder zu kalt und er guckte uns von drinnen beim Rumalbern und Schlittenfahren zu.

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Für den Nachmittag war eine Schneemobilfahrt geplant, aber obwohl es einen geschlossenen, beheizten Anhänger für Kinder gab, beschlossen wir, den kleinen Kaaskop nicht mitzunehmen. Die Oma blieb auch im Ferienhaus, hatte sich aber wohl im Flugzeug was eingefangen und lag so krank im Bett, dass ich auch zuhause bleiben musste, um unsere kleine Frierhippe zu entertainen. Immerhin hatte ich ja schon vor 3 Jahren in unserem ersten Lappland-Urlaub (ohne Kind) so eine Fahrt gemacht und ich tröstete mich mit dem Gedanken, dass ich auch gar keine Lust auf das Gedröhn der Motoren und den Dieselgeruch hatte. (Typisch holländisch: da wir ja für 5 bzw. 6 Personen bezahlt hatten und nur 3 von uns mitfuhren, bestand der große Kaaskop bei der Pause darauf, dass sie jeder 2 Donuts bekamen anstatt nur einem pro Kopf…)

Als die anderen wieder da waren, machte der große Kaaskop erstmal ein ordentliches Feuer im Kamin dann gab es Abendessen und war es Schlafenszeit für den kleinen Kaaskop. Weil es keine richtigen Doppelbetten gibt, bauten wir das Schlafzimmer ein wenig um, damit der kleine Nichtdurchschläfer trotzdem zwischen Mama und Papa schlafen kann.

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Vorher
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Nachher

Der große Kaaskop und ich gingen kurz in die Sauna und bekamen als Betthupferl noch etwas zu lachen: einer der anderen beiden hatte den in einer kleinen Plastikflasche mitgebrachten Whiskey als Limonadensirup angesehen und damit Limonade gemacht…. Der Satz: „Ist das eigentlich Birne oder Apfel?“ wird bei uns noch lange für Gelächter sorgen!

Heute, also am Dienstag, machten Tante A., Onkel S. und ich nach dem Frühstück einen Spaziergang ins 3 km entfernte Ski-Dorf. Keine Ahnung, wie die Kartenmacher auf 3 km kamen, wir sind überzeugt, dass es viel weiter ist! Zum Glück war der Schnee auf dem Weg ziemlich plattgefahren und war es heute nur noch -7 Grad. Die Aussicht entschädigte jedenfalls für die Strapazen, auch wenn es bewölkt war!

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Allein für den Rückweg brauchten wir 45 Minuten. Die Schneestiefel und Anzüge sind recht schwer und da Tante A. und mir die Beine schwer wurden, griff ich in die Mutti-Trickkiste und machte ein Spiel draus: ein gefrorener Schneeklumpen war unser Fußball und dann hieß es, den ganzen Weg Schneeklumpen kicken und dazu alberne Sportkommentatoren-Kommentare von sich zu geben. Zum Glück ist auf finnischen Wegen ja nicht viel los und hörte und sah uns niemand!

Als wir endlich die ersten Häuser unseres kleinen Feriendorfs sahen, ließ ich mich zum Abschluss noch theatralisch dankbar auf die Knie sacken. Viel Zeit zum Verschnaufen hatten wir aber nicht, denn nur eine Dreiviertelstunde später stand das Taxi vor der Tür, das uns zum Supermarkt im 13km entfernten Salla bringen sollte. Wir hatten nämlich gedacht, dass der 8 Euro teure Pendelbus jeden Tag oder zumindest mehrmals fahren würde, doch er fuhr nur einmal wöchtenlich und so hatten wir am Sonntag nicht genug Essen für die ganze Woche eingekauft. 60 Euro Fahrtkosten zum Supermarkt und zurück, das muss uns erstmal einer nachmachen! Naja, wir machten einen Familienausflug daraus und sahen das Ganze locker.

Einkaufen ist in Finnland übrigens auch eine Herausforderung, wenn man kein Finnisch spricht! Beim ersten Einkauf stand ja noch überall auch die schwedische Bezeichnung auf den Produkten und das können meine Schwester und ich. Aber bei diesem größern Supermarkt stand überall nur Finnisch. Jetzt braucht man zwar nicht unbedingt wissen, was „Zucchini“ auf Finnisch heißt, um eine in den Einkaufswagen zu legen, aber man musste das Gemüse selbst abwiegen und es standen keine Bilder auf den Tasten der Waage! Sehr frustrierend, wenn dann die Anzahl der Schilder und die Anzahl der Gemüsefächer darunter nicht miteinander übereinstimmen… Nach dem ersten Einkauf hatte einer von uns übrigens auch aus Versehen die Marmelade eingefroren, weil die in ihrem Plastikbecher wie Himbeereis aussah, hihi!

Zum Abendessen gab es oberleckeren frischen Lachs – man gönnt sich ja sonst nichts! Für morgen ist Schneemannbauen und Schlittenfahren geplant und die Sonne soll auch endlich rauskommen, heißt es. Da der große Kaaskop es geschafft hat, den kleinen Kaaskop ohne Gemaule mit nach draußen zu kriegen, als wir anderen „spazieren“ waren, bin ich guter Hoffnung, dass der morgen auch mit rauskommt. Er war jedenfalls Feuer und Flamme, als ich sagte, wir würden dem Schneemann dann eine richtige Möhre als Nase ins Gesicht stecken, wie bei „Jan und Julia in den Bergen“.

So, und jetzt werde ich noch kurz rausgehen, heute ist die  Wahrscheinlichkeit auf Nordlicht nämlich ganz gut! Hyvää yötä! (Gute Nacht)

 

Ein Sonntag auf Texel

Letzte Woche war ich zum ersten Mal auf einer der niederländischen Watteninseln. Bevor ich mich hab importieren lassen, hatte ich eigentlich nur von Ameland gehört – da war eine Grundschulfreundin mal im Kindercamp. Aber es gibt ja noch mehr: Texel also, und Vlieland, Terschelling und den schönen Zungen- bzw. Kehlbrecher Schiermonnikoog (sch-chier-monnik-ooch). Weil Freunde von uns dort Urlaub machten und uns eingeladen hatten, buchten wir ein Zimmer im Hotel Mama in Nord-Holland und erwischten am Sonntagmorgen die 10-Uhr-Fähre, die in 20 Minuten von Den Helder auf dem Festland nach Den Hoorn auf Texel, der größten der bewohnten niederländischen Watteninseln, fährt. Im Niederländischen wird übrigens beim Wort „Fahren“ ein Unterschied gemacht zwischen Wasserfahrzeugen und anderen. Alles, was auf dem Wasser fährt, „vaart„. Alles andere „rijdt„.

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Auf dem Festland regnete es noch.

Wir waren mit unseren Freunden beim Strandcafé Paal 9 verabredet, wo wir, weil es noch etwas regnete, erstmal was aßen. Danach gingen wir kurz an den Strand runter.

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Auch am holländischen Strand gibt es Fahrradparkplätze.

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Danach fuhren wir zum Ecomare, Seehunde gucken. Für den kleinen Kaaskop das erste Mal, er war ganz begeistert und kann von dem Seehundebilderbuch, das ich hinterher im Museumsshop kaufte, gar nicht genug kriegen. Mittlerweile war das Wetter so sonnig wie vorhergesagt, aber das Ecomare ist auch bei Regen ein Supertip für Familien. Außer den Seehund- und Braunwalbecken und dem Dünenwanderweg speziell für Kinder, einem Sandkasten mit Spielzeug und einem kleinen Spielplatz draußen gibt es drinnen auch viel zu sehen und zu tun. Vor allem das neue Walhaus hatte es unseren, noch recht kleinen Kindern, angetan: da gibt es Walskelette zu bestaunen und darf man überall auf Knöpfe drücken, um sich zum Beispiel Walgesang anzuhören! Zu meiner freudigen Überraschung stellte sich heraus, dass der kleine Kaaskop von der Periode, in der er abends am liebsten mein altes Was-ist-was-Buch über Wale und Delphine vorgelesen bekam, tatsächlich etwas gelernt hat: „Kijk mama, een Pottwal!“ (Guck Mama, ein Pottwal!) Ich musste das kurz auf dem Schildchen nachlesen, aber er hatte recht, das kleine Walmodell stellte einen Pottwal dar. Toll!

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Zum Glück hatten wir wegen unserem Töpfchentraining, das übrigens „auf Achse“ nicht so gut läuft, oder mit anderen Worten leider oft in die Hose geht, genug Ersatzklamotten für den kleinen Kaaskop dabei. Er sprang nämlich auf dem Spielplatz, wo man auch mit Wasser spielen kann, in eine Pfütze, die tiefer war als er dachte, und da setzte er sich vor Schreck mitten hinein. *Augenroll*

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Am Nachmittag gab es Geburtstagskuchen im Garten des Ferienhauses unserer Freunde, wo sich die Kinder mit dem Faltbollerwagen vergnügten und wir etwas besser relaxen konnten als in öffentlichen Räumen.

Weil wir von Den Helder aus noch ca. 2 Stunden nach Hause unterwegs sein würden, wollten wir die Fähre um 19 Uhr zurück auf“s Festland nehmen, und deshalb gingen wir früh aus zum Essen. Wir hätten keine bessere Wahl treffen können: das Strendsend in Oosterend ist wirklich super für Familien! Weil es plötzlich wieder regnete, oder genauer gesagt, wie aus Kübeln schüttete, saßen wir nicht auf der hübschen Terrasse, die ich im Vorbeirennen aus den Augenwinkeln registrierte, sondern  drinnen, aber da ist es genauso gemütlich. Und noch wichtiger: das Personal ist sehr nett und es gibt dort eine richtig tolle Spielecke mit genug Auswahl für alle.

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Offiziell ist das Restaurant auf Pfannkuchen spezialisiert, aber ich kann euch versichern, mein Steak war besser zubereitet als in dem teuren Steakhaus in Utrecht, wo der große Kaaskop und ich vor ein paar Wochen essen waren. So lekker! Die Kinder aßen natürlich Pfannkuchen, Auswahl gab’s genug.

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Auf dem Weg zur Fähre, auf die wir so gerade eben nocht drauf passten (sonntagabends ist da viel Betrieb wegen der Tagesausflügler), konnte ich doch noch ein paar Schafe fotografieren, für die Texel so bekannt ist. Und dann hieß es: Dag, Texel! Tot de volgende keer! (Tschüß Texel, bis zum nächsten Mal!) Denn wir kommen gerne noch mal!

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PS. Der kleine Kaaskop war so k.o., dass er sich ohne großes Gemaule vom Auto ins Bett tragen, umziehen und zudecken ließ. Das einzige Problem war, dass er um 2 Uhr nachts aufwachte, und brüllte, dass er keine Gutenachtegschichte bekommen hatte und noch ein Buch lesen wollte…

P.P.S. Alle Fotos sind mit meiner Handykamera aufgenommen. Die Batterien des Fotoapparats waren mal wieder leer.

Nach dem Urlaub

Eigentlich wollte ich ja noch viel mehr zu unserem Urlaub schreiben. Zum Beispiel, dass ich kurz davor so gar keinen Bock auf ihn hatte. Weil wir wie jedes Jahr innerhalb weniger Tage eine ganze Reihe Freunde treffen wollten und ich keine Lust auf Termine machen und jeden Tag volles Programm hatte. Aber zum Glück konnte ich mir die Terminplanung mit meiner Schwester (Tante A.) teilen und war es dann im Endeffekt auch gar nicht stressig, sonder schön und entspannt. Auch dem traumhaften Wetter sei Dank!

Trotzdem überlege ich, ob wir das nicht nächstes Jahr anders angehen sollten. Zum Beispiel nur zwei Nachmittage für Freundetreffen einplanen. Oder doch wieder nach Dänemark (oder Schweden) und dann nur bei meinem Vater Zwischenstopp machen. Die kinderlosen Freunde können ja auch mal uns besuchen anstatt andersrum, oder? Mal schauen. Bis dahin ist ja noch viel Zeit. Aber nach dem Urlaub ist irgendwie immer auch ein bisschen vor dem Urlaub!

Nach dem Urlaub ist auch: schlechte Angewohnheiten aus dem Urlaub wieder abgewöhnen. Nicht nur auf der Autofahrt haben wir dem kleinen Kaaskop öfter als sonst (d.h. nur zum Schlafen und Trösten) freie Verfügung über seinen Schnuller gelassen. Weil es ja eine ungewohnte Umgebung war, weil er wie ich ab und zu unter den hohen Temperaturen litt, weil wir im Urlaub keinen Bock auf Gejaule hatten etc. pp. Und jetzt sitzen wir mit den gebratenen Birnen da, wie der Holländer sagt. Auf gut Deutsch: und jetzt haben wir den Salat!

Der kleine Kaaskop ist so schnullerfixiert wie noch nie. Ständig will er ihn haben, auch beim Spielen. Manchmal behauptet er sogar spontan, er sei müde und wolle schlafen gehen, nur, damit er seinen Schnulli kriegt. Aber darauf fallen wir nicht mehr rein. Da vor allem der große Kaaskop in solchen Sachen hart bleiben kann, geht es – eine gute Woche nach dem Urlaub – mittlerweile schon etwas besser. Nächster Schritt ist dann, dem kleinen Mann auch Hui-Buh wieder nur noch zum Schlafen u.Ä. zu geben. Denn weil der kleine Kaaskop seinen Schnulli nicht kriegt, lutscht er jetzt ständig auf Hui-Buh rum, pff. Und der letztendliche Plan ist, dem Schnuller so langsam aber sicher mal ganz Adieu zu sagen, schließlich ist sein kleiner Besitzer schon 2,5. Wenn sogar Moritz Moppelpo ohne Schnuller schlafen kann….

Noch eine schlechte Angewohnheit aus dem Urlaub: zuviel Süßes und unregelmäßiges Essen. Belmandel auf’s Brötchen. Jeden Morgen ein Rosinenbrötchen beim Bäcker. Fast jeden Tag ein Eis. Ein Keks hier, ein Becher Limonade da. Kuchen. Ein großes Würstchen und Weißbrot als Abendessen. Pommes am Strand. Schließlich ist Urlaub! Als mildernde Umstände führe ich an, dass die Gummibärchen, die der kleine Kaaskop am WM-Finale-Tag gefuttert hat, seine ersten waren. Dass er oft Gurke und Paprika als Snack gegessen hat. Und viel Obst. Und dass er Deutschland bzw. die deutsche Sprache ja mit positiven Erinnerungen verbinden soll, hihi! Aber trotzdem möchte ich jetzt versuchen, sein Essverhalten wieder etwas zu normalisieren. Zum Glück hat die wieder eingekehrte Routine auch da schon Wirkung gezeigt. Hooray for routine!

Etwas Positives hat uns der Urlaub aber – außer viel entspannter Familienzeit – natürlich auch gebracht: durch das viele Deutsch um ihn herum (sogar der große Kaaskop hat fast nur Deutsch gesprochen) benutzt der kleine Kaaskop jetzt mehr deutsche Wörter als je zuvor! Den Eindruck habe ich zumindest. Es sind auf jeden Fall ein paar neue dazu gekommen. „schön“ zum Beispiel. „Löschwagen“ auch (eins der Bücher*, die ich in Kiel gekauft hab, ist der Wieso, weshalb, warum-Band über die Feuerwehr). Und neuerdings sagt er „Ik brauch die.“ (Ich brauche die/den/das da.) anstatt „Ik heb die nodig.). Beim Spielen mit dem Duplo-Haus am Mamamontag rief er nicht „deur dicht!„, sondern „Tür zu!“. Wie man sich über kleine Dinge freuen kann!

Noch viel, viel mehr hab ich mich aber über einen Satz gefreut, den der kleine Kaaskop am Rückreisetag spontan beim Essen zu mir sagte . Er saß neben mir, fing auf einmal an, auf der Bank rumzukrabbeln und sagte völlig out of the blue: „Mama? Mama, ik vind jou lief!“ *schmelz*

 

* Falls es jemanden interessiert, diese Bücher habe ich uns in Deutschland gekauft: „Wieso, weshalb warum: Die Feuerwehr“, „Wieso, weshalb warum: Die Farben“, „Moritz Moppelpo braucht keinen Schnuller mehr“, „Connis erster Flug“, „Kennst du Pettersson und Findus?“ (ein Petterson-Buch ab 2 Jahre!), „Jakob passt auf im Straßenverkehr“ (falls ihr Jakob nicht kennt: das ist Connis kleiner Bruder), die Pixi-Bücher „Max geht nicht mit Fremden mit“ und „Conni zieht um“ und zwei Bücher für mich: „Der Trotzphasen-Survivalguide“ und „Das Geheimnis glücklicher Kinder„. Letzteres lese ich tatsächlich gerade!