Wie wir Weihnachten und Silvester gefeiert haben – und ein kurzer Jahresrückblick (ja, ja, das auch noch!)

Ich hoffe, ihr hattet alle schöne Feiertage und einen guten Rutsch! Wie die Feiertage bei uns verlaufen sind, will ich euch heute auch noch schnell erzählen. Ist ja doch irgendwie Pflicht, oder?

Kurzfassung:

Schee war’s!

Langfassung:

Als ich im Oktober anfing, über die Weihnachtsplanung nachzudenken,…. Ha, nein, Scherz! So früh brauchte ich nicht anzufangen. Meine schlaue Schwester, bei der wir dieses Jahr gefeiert haben, hatte nämlich alle Tops & Flops vom letzten Jahr aufgeschrieben und ausgewertet und so verlief zumindest Weihnachten überwiegend harmonisch und gemäß Plan.

Der kleine Kaaskop war am 23. noch zu einem Kindergeburtstag eingeladen und das passte mir gut in den Kram, denn es musste noch 30 Jahre altes Lego Vintage-Lego gewaschen und die Geschenke ungesehen ins Auto geladen werden. Um viertel vor sechs holten wir das mit poffertjes vollgestopfte Kind ab und knapp zwei Stunden später kamen wir bei meiner Schwester an. So konnten wir ganz entspannt in den Heiligabend (bzw. -morgen) starten.

Heiligabend

Wir schmückten den Baum, der kleine Kaaskop baute mit seinem Onkel eine Murmelbahn zusammen, wir holten die Omi vom Bahnhof ab* und schmissen uns ins Schale. Natürlich gab es nachmittags noch Adventskaffee.

kaffee

Der kleine Kaaskop war recht aufgeregt und fragte zwischendurch mehrmals, wann denn jetzt der Weihnachtsmann käme. Als es anfing zu dämmern, schnappten wir uns den kleinen Mann und gingen auf den Spielplatz um die Ecke. Ich blieb unauffällig zurück und legte die Geschenke unter den Weihnachtsbaum. Nach einer Weile rief Onkel S. dem kleinen Kaaskop zu, er habe etwas Rotes im Garten gesehen. Na, das hättet ihr mal sehen sollen! Der kleine Kaaskop war völlig aus dem Häuschen und lief aufgeregt allen voran zurück zum Haus, um zu schauen, ob es tatsächlich der Weihnachtsmann gewesen war.

weihnachtsbaum

Onkel S. wollte eigentlich reihum würfeln, wer ein Geschenk auspacken darf, aber das war nicht drin. Der kleine Kaaskop sortierte erst alle Geschenke** und dann packten wir der Reihe nach jeweils eins aus. Der kleine Kaaskop, der in seinem weinroten Hemd mit Krawatte einfach zum Anbeißen niedlich und „groß“ zugleich aussah, machte natürlich als erstes das größte Päckchen auf. Meine alten Lego-Steine einschließlich Reihenhäuschen und Pkw mit Wohnwagen. Im zweiten war die Pirateninsel von Playmobil – DAS Geschenk des Jahres. Er sprang völlig begeistert auf, zeigte auf das halbausgepackte Geschenk und rief: „Piraten-Playmobil! Das habe ich mir gewünscht!!“ Vom Rest der Bescherung habe ich hauptsächlich unscharfe Fotos, es war einfach zu aufregend. Und die Kamera zickte rum, meh.*** Außerdem musste ich ja zwischendurch auch meine Geschenke auspacken. Mein persönliches Highlight unter den Geschenken war der knallrote Brotkasten von Wesco. Danke, lieber Weihnachtsmann!

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Während mit den Geschenken gespielt wurde, legten meine Schwester und der große Kaaskop letzte Hand ans Festessen: Brathähnchen mit Apfelmus, Kroketten und Buttermöhrchen. Nicht zu aufwändig, trotzdem lecker und etwas Besonderes. Nach dem Essen wurde weitergespielt und als der kleine Kaaskop im Bett lag, spielten wir Großen noch ein Paar Runden „6 nimmt“.

1.Weihnachtsfeiertag

Am ersten Feiertag durfte ich, weil ich beim Kartenspielen haushoch verloren hatte, ausschlafen. Dann gab es lecker Frühstück und danach lümmelten wir hauptsächlich rum. Abgesehen von meiner Schwester, die wieder mal der Lieblingsspielkamerad des kleinen Kaaskop war. Mittags gab es Lamm mit Kräutermarinade, Hasselback-Kartoffeln, stoofpeertjes und Böhnchen. Am Abend machten wir drei (Import)Kaasköppe uns wieder auf den Weg zurück nach Holland. Der kleine Kaaskop schlief unterwegs ein und wachte am nächsten Morgen erst gegen halb neun (!) auf.

dinner

2. Weihnachtsfeiertag

Am zweiten Feiertag waren wir ab mittags bei meiner Schwiegermutter zu Besuch. Das war wider Erwarten total entspannt und nett! Geschenke gab es keine, hier in Holland kommt (in der Regel) ja nicht der Weihnachtsmann sondern der Nikolaus/Sinterklaas (viel logischer, wenn man mal über die Entstehung der Geschenketradition nachdenkt). Dafür gab es Torte (gekaufte) zum Kaffee, und der kleine Kaaskop spielte mit Hingabe mit dem alten äh Retro-Spielzeug, das die Oma für ihre Enkel bereithält. Die Steckperlen hatten es ihm angetan, auch wenn er nicht wusste, was das Bild eigentlich darstellte. Es war ein Telefon. Also, so eins mit Hörer und Drehscheibe. Kennt er ja gar nicht, sowas. Da meine Schwiegermutter nicht gerne kocht, hatte sie aus den schicken Sonderprodukten von AlbertHeijn für die Feiertage ein Menü zusammengestellt. Es gab unter anderem Lachs in Blätterteig, sehr lecker!

steckperlen

Silvester

Nachdem wir letztes Jahr Silvester bei meiner Schwester gefeiert hatten, kamen sie dieses Jahr zu uns. Der alte Kaaskop, den wir an Weihnachten gar nicht gesehen hatten, kam ebenfalls. An Deko hatten wir irgendwie überhaupt nicht gedacht, und so „feierten“ wir recht schlicht. Es gab Fondue (mit Bouillon anstatt mit Fett).

fondue

Weil man dabei ja lange am Tisch sitzt, und der kleine Kaaskop nicht lange stillsitzen kann (und auch bald satt war), durfte er ein bisschen fernsehen. Eigentlich sollte er dann so gegen 20 Uhr ins Bett, aber in der Nachbarschaft wurde schon so viel geknallt, dass er nicht schlafen konnte. Jedes Mal, wenn ein paar Raketen/Böller hintereinander abgeschossen wurden, setzte er sich auf und fragte aufgeregt: „Geht es jetzt los?!“ Nach einer halben Stunde, in der ich mich sogar mit ihm in mein Bett gelegt hatte, weil ich dachte, an der Seite des Hauses wäre es ruhiger, gab ich auf. Der kleine Kaaskop konnte sein Glück kaum fassen – er durfte wirklich wieder mit nach unten ins Wohnzimmer und mitfeiern!

Unerwarteterweise verhielt er sich auch total ruhig. Nachdem er mit Opa den Lego-Katalog durchgeschaut hatte, saß er beim Kartenspielen (wieder „6 nimmt“) neben mir am Tisch, futterte Salzstangen, durfte für mich die Karten ablegen und rannte ab und zu zum Fenster, wenn es draußen mal wieder knallte. Zwischendurch futterten wir Berliner und oliebollen, Chips und Cocktails und um Mitternacht stießen wir natürlich mit Champagner an.

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Es war ziemlich neblig draußen und durch den Rauch der Böller und Raketen konnte man draußen bald gar nichts mehr sehen. Trotzdem wollte der kleine Kaaskop unbedingt mit Papa raus, um sich genauer anzugucken, was die Nachbarn da so alles in die Luft jagten. Wir selber hatten mit Blick aufs vorhergesagte Wetter und die Umweltverschmutzung kein Feuerwerk gekauft. Aber niedlich sah der Pyjamahosenmatz in seinen Schneestiefeln und der Tigermütze aus, wie er dort im Dunkeln über den Bürgersteig hüpfte!

Zum Abschluss guckten wir noch „Dinner for one“, wobei der kleine Kaaskop fast auf dem Sofa einduselte. Der große Kaaskop findet „Dinner for one“ ja dämlich, hier in Holland kennt man das gar nicht. Gegen eins lag der kleine Kaaskop dann im Bett, wo er leider nur bis 8 schlief. Zum Glück war ja Opa da, um ihn zu bespaßen, bis wir uns auch aus dem Bett gequält hatten.

Bye, bye, 2016

Von den vielen schlechten Entwicklungen in der Welt abgesehen war 2016 für mich eher so làlà. Das Leben plätschert halt weiter. Wirklich einschneidende Ereignisse gab es im Hause Importkaaskop in diesem Jahr nicht. Aber natürlich ein paar Höhepunkte: Der kleine Kaaskop kam in die Schule. Der kleine Kaaskop hat Radfahren gelernt. Ich fahre (nach mindestens 5 Jahren Abstinenz) wieder Auto; wenn auch eher unfreiwillig. Der Sommerurlaub war auch sehr gelungen.

Hallo 2017

Was 2017 uns bringen wird, bleibt natürlich abzuwarten. Erstmal freue ich mich auf unseren Ski-Urlaub Ende Februar. Dann will ich im Sommer endlich mal wieder nach Schweden. Und wenn das auf der Arbeit so weitergeht, wird es dort wohl ein paar Veränderungen geben. Die Ratten verlassen das sinkende Schiff, oder so ähnlich… Und ansonsten: schau’n wir mal!

Ein frohes neues Jahr euch allen! Möge es Gutes bringen!

* Note to self: Nächstes Jahr klare Anweisungen zum Reisegepäckpacken geben. Geschenke unten in den Koffer, uninteressantes größeres Zeug (Schuhe, Waschbeutel oder so) in den Leinenbeutel, nicht andersrum!

** Note to self (2): Nächstes Jahr alle Schenkenden bitten, deutliche Namen auf alle Geschenke zu schreiben. Keine namenlosen Päckchen, keine Anfangsbuchstaben von Spitznamen oder Ähnliches.

*** Note to self (3): Fünf Minuten vor der Bescherung ist KEIN guter Zeitpunkt, an den Einstellungen der Kamera rumzuspielen.

Alle Jahre wieder… Von Zwarte Piet, Lebkuchen und Weihnachtsbäumen

Der 9. November machte seinem Ruf mal wieder alle Ehre: erst das Bekanntwerden des schockierenden Ergebnisses der US-Wahlen, dann abends noch die mit Spannung erwartete erste Folge des diesjährigen Sinterklaasjournaals: Welche Farbe würde Zwarte Piet haben?? Schwarz? Weiß mit schwarzen Rußflecken? Lila? Oder vielleicht sogar gelb wie holländischer Gouda?

Muss Zwarte Piet schwarz sein?

Mit den pepernoten, die wie in Deutschland die Lebkuchen hier schon seit einiger Zeit wieder in den Regalen liegen, hielt natürlich auch wieder die ewige Diskussion um Zwarte Piet Einzug und wie ich neulich erfahren habe, wird es zumindest auf dem niederländischen RTL ab sofort keinen „richtigen“ schwarzen Piet mehr geben, sondern einen „Schornstein-Piet“, sprich: nicht mehr ganz schwarz sondern nur mit jeder Menge Rußstreifen im Gesicht. Er heißt auch nicht mehr „Zwarte Piet„, sondern nur noch „Piet“. Warum auch nicht, schließlich heißen Sinterklaas‚ Helfer alle Piet, vom Bäcker-Piet über den Geschenke-Piet bis hin zum Ober-Piet. Ich persönlich finde den Schornstein-Piet einen prima Kompromiss! Den kann man ja auch so schwarz oder grau machen wie man will. Leider sind viele Niederländer gegen jegliche Änderung „ihrer“ Tradition. Erwachsene Niederländer wohlgemerkt, vor allem die über 50. Auf Facebook werden Berichte geteilt à la „Zwarte Piet muss schwarz bleiben, und wenn du das anders siehst, sind die Niederlande nicht das richtige Land für dich!“ oder „Teile diesen Bericht, wenn du Negerküsse immer noch Negerküsse nennst!“. (Davon krieg ich blöderweise immer Appetit auf Süßes und das Bedürfnis, den Rechtschreibfehler in dem 2 Jahre alten Beitrag zu kommentieren.) Mittlerweile befürworten immer mehr Niederländer den Kompromiss mit dem Schornstein-Piet, nur damit das ewige Gemotze und Gestreite in den sozialen (?) Medien aufhört.

Wie die Produzenten des offiziellen Sinterklaasjournaals (Nikolausnachrichten) dieses Jahr mit der brisanten Zwarte-Piet-Frage umgehen, wurde bis gestern Abend um 18.00 Uhr geheim gehalten, als die erste diesjährige Folge ausgestrahlt wurde. Der kleine Kaaskop hat letztes Jahr zum ersten Mal das Sinterklaasjournaal gesehen und fing neulich wieder davon an, als ich mit ihm in Utrecht im Kino war und er auf dem Weg dorthin den Domturm sah. Er meinte, das wäre der Turm, in dem zwei dumme Männer letztes Jahr Feuer gelegt hätten, das dann von den Pieten gelöscht wurde. Übrigens wollte der kleine Kaaskop von einem nicht schwarzen Zwarte Piet nichts wissen, als der große Kaaskop ihm neulich beiläufig erzählte, dass Zwarte Piet vielleicht nicht mehr schwarz ist, wenn er demnächst mit seinem Dampfer in Holland eintrifft. Ich weiß nicht, wie andere Kinder das sehen, aber da der kleine Kaaskop erst 4 ist und es wahrscheinlich auch unakzeptabel finden würde, wenn ich mir die Haare schwarz färben würde, messe ich seiner Ablehnung mal nicht allzu viel Gewicht bei! Ich schätze sowieso, dass von den gut 1 Millionen Zuschauern gestern Abend die Erwachsenen am gespanntesten auf die Erscheinung von Zwarte Piet waren. Kleiner Schock: er war weiß. Dann das große Aufatmen: der zweite Piet, der ins Bild kam, war schwarz. Andere Pieten waren gestern noch nicht zu sehen. Mal sehen, wie es weitergeht.

Das Sinterklaasjournaal schaue ich übrigens gerne, aber ansonsten macht mir die Sinterklaas-Zeit nicht wirklich Spaß. Hauptsächlich wegen der explosiven Stimmung durch die Rassismusdiskussion und nebensächlich durch das ewige Dilemma, wie viel Süßes und wie viele Sinterklaasgeschenke (und Geschenke im Schuh) der kleine Kaaskop kriegen soll. Einen selbstgebastelten Adventskalender hatte ich ja schon wegen akutem Geschenke-Overload gestrichen, *schnüffschnüff*. Mit meiner geliebten Weihnachtsdeko muss ich wegen Sinterklaas auch bis zum 6. Dezember warten, böh.

Lebkuchen gegen pepernoten

Immerhin habe ich mir wieder rechtzeitig deutsche Lebkuchen mitbringen lassen, die „richtigen“, wie ich sie nenne. Damit meine ich allerdings die billigen Herzen und Sterne und nicht die runden mit dem Esspapier auf der Unterseite. Denn da halte ich es wie mit der Adventskalenderschokolade: nur die billige Version vermittelt mir das richtige Weihnachtsgefühl. Isso. Die pepernoten überlasse ich lieber meinen Kaasköppen, ich finde die nur so làlà. Meine Kollegen haben davon eine ganze Schüssel im Büro stehen, die sind geradezu süchtig nach diesen kleinen knusprigen Dingern! Den deutschen Lebkuchen mögen sie hingegen nicht. Erst waren sie sehr misstrauisch, weil sie bei „Lebkuchen“ an „Leberkuchen“ dachten…und irgendwie ist der Geschmack wohl ein „acquired taste„. Das Wörterbuch übersetzt „Lebkuchen“ übrigens mit „eine Art taai-taai„, aber taai-taai schmeckt wirklich NICHT wie Lebkuchen. Und die Konsistenz ist auch anders. Unübersetzbar deutsch also.

Oh Tannenbaum

Übrigens scheinen viele Niederländer es heutzutage nicht mehr so genau zu nehmen mit der strikten Trennung zwischen Sinterklaas-Zeit und Weihnachtsdeko. Wir waren nämlich vor zwei Wochen in meinem Lieblingsgartencenter (ja, ich habe ein Lieblingsgartencenter!), um noch ein paar Herbstpflanzen zu holen. Und da war schon alles mit Kunstschnee dekoriert und die Weihnachtsausstellung stand schon. Wah! Ich bin noch gar nicht in der Stimmung, aber immerhin war der kleine Kaaskop schön die ganze Zeit mit der Mini-Eisenbahn beschäftigt, die um den Weihnachtsbaum in der Mitte ihre Runden drehte.

Etwas typisch Niederländisches ist mir dort im Gartencenter übrigens auch aufgefallen: während Deutsche sich Weihnachten ohne echten Baum nicht vorstellen können, ist hier in Holland der Kunstbaum beliebt. Nadelt nicht, schlürft kein Wasser, ist auf Dauer kostengünstiger, braucht nur noch vom Dachboden geholt und aufgestellt werden. MIR kommt so ein Ding ja never nooit niet ins Haus! Zum Glück habe ich den großen Kaaskop schon gleich an unserem ersten gemeinsamen Weihnachten von der Großartigkeit eines echten Baums überzeugen können.

Wie sieht es bei euch aus, mögt ihr praktische Kunstbäume? Und steht ihr insgeheim auch auf billige Lebkuchen?

PS. Was ich in den letzten Jahren über Sinterklaas/Nikolaus und Zwarte Piet geschrieben habe, könnt ihr unter dem Tag „Sinterklaas“ nachlesen.

Als die Fetzen flogen – Weihnachten 2015

Nach dem Motto „Besser spät als nie“ will ich heute noch schnell erzählen,wie Weihnachten 2015 bei uns war. Doch, doch, muss sein, ich bin mit der Erstellung meiner Fotoalben mit 2 Jahren im Rückstand und habe ein schlechtes Gedächtnis! Ich mach es auch kurz und schmerzlos:

Im Grunde war alles genauso entspannt und zwanglos wie geplant. Nur der 24. war etwas anstrengend, also, der Vormittag jedenfalls. Ich hatte zwar nicht den Endruck, dass sich bei dem kleinen Kaaskop viel Spannung aufgebaut hatte, aber offenbar erging es ihm doch wie den meisten Kindern kurz bevor der Weihnachtsmann kommt. Er war ein bisschen hyper, aufmüpfig und laut. Zum Glück war schönes Wetter und ließ er sich von Tante A. und der Oma willig mit auf den Spielplatz schleppen. In der Zwischenzeit machten wir uns fein und legten wir die Geschenke zu den leeren Deko-Päckchen unter den Baum.

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Dann gab es Weihnachtskaffee und verbrachten wir den restlichen Nachmittag damit, den kleinen Kaaskop von den Geschenken abzulenken, die er zum Glück gar nicht sofort bemerkt hatte. Der große Kaaskop erzählte ihm, der Weihnachtsmann habe plötzlich vor der Schiebetür zum Garten gestanden und bestelle schöne Grüße. Er sei so in Eile gewesen, dass er nicht warten konnte, bis der kleine Kaaskop vom Spielplatz zurück war. Offenbar klank das sehr plausibel, denn als kurze Zeit später der Opa aus Deutschland anrief, erzählte der kleine Kaaskop ihm diese Geschichte auch. Wie ernst er dabei guckte, zum Schießen!

Um halb sechs gab es Essen: Brathähnchen mit selbstgemachtem Apfelmus, Minikartöffelchen und Salat. Weil der kleine Kaaskop nicht so ein Fleischesser ist, gab es für ihn einen Volkorngrissini dazu.

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Dann war endlich, endlich Bescherung! (Draußen auch: es goss in Strömen.) An reihum Auspacken war nicht zu denken, der kleine Kaaskop verwandelte sich in ein Papiermonster und die Fetzen flogen nur so durch die Gegend! Ich war ein bisschen schockiert. Er krallte sich ein Päckchen, ließ sich gerade noch vorlesen, für wen es bestimmt war, und riss das Papier schon mal für den Beschenkten auf. Ein kurzer Schrei des Mitfreuens und schon schnappte er sich das nächste Geschenk, immer auf der Suche nach einem mit „seinem“ Buchtstaben. Erst als alles ausgepackt war, kam das kleine Monster zur Besinnung und sah sich seine Geschenke genauer an. Immerhin freute er sich über den Pyjama von Tchibo genauso wie über das Feuerwehrfahrzeug von Playmobil.

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(Das ist übrigens nicht das geplante Weihnachtsoutfit – über das hatte sich beim Essen ein Becher Wasser ergossen.)

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(Fetz! Reiß! Die Idee, das Geschenkpapier im nächsten Jahr wiederzuverwenden, kann ich mir, äh, schenken.)

Nach dem Auspacken brauchten wir erstmal eine Stärkung und aßen den Nachtisch. Brownie-Stern mit Himbeer-Eis. (Ich hab dann mal Dessertschälchen und eine hübsche Tischdecke auf meine Wunschliste fürs nächste Jahr geschrieben..)

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Dann wurde mit dem neuen Spielzeug gespielt, bis es Schlafenszeit war. Na gut, und noch ein Weilchen länger. War ja schließlich Weihnachten…

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Am ersten Feiertag kam dann noch die niederländische Oma, aber da es von der ja schon zu Sinterklaas ein paar Geschenke gegeben hatte, brachte sie nur eine Kleinigkeit mit (eine kleine Filztasche in Schneemannform). Es gab wieder lecker Essen: Blätterteigtörtchen mit Brie und Preissebeeren als Vorspeise; Hirschmedaillons in Marsala-Soße (mit nur ca. 1/4 der im Rezept angegebenen Menge Marsala – naja, irgendwas muss ja schiefgehen), Herzoginkartoffeln und Schnittbohnen als Hauptspeise; das Spekulatius-Tiramisu vom letzten und vorletzten Jahr als Nachtisch. Mjam!

Ich bin ja immer sehr neugierig, wie viele Geschenke andere Kinder zu Weihnachten und so kriegen, aber wenn ich dann auf Instagram sehe, was es bei manchen schon im Adventskalender gab und dann noch einen Berg große Geschenke unterm Baum…. Nee, allzu sehr verwöhnen wir den kleinen Kaaskop wohl gar nicht. Er bekam (* = von Papa und Mama):

  • ein Feuerwehrfahrzeug von Playmobil
  • eine Waldtierpflegestation von Playmobil
  • einen Traktor von Playmobil*
  • ein Set Bahnelemente von Hubelino*
  • ein echtes Fernglas
  • ein Magnetspielbuch
  • ein Winterbeschäftigungsheft
  • einen Schlafanzug (nicht im Bild)
  • ein Langarmshirt (nicht im Bild)
  • ein Frühstücksbrettchen mit seinem Namen darauf (nicht im Bild)*
  • ein kleines Metallauto
  • eine kleine Filztasche (nicht im Bild)
  • eine Strickjacke

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Zwei mehr als Lisa aus Bullerbü. Durchaus akzeptabel, finde ich.

Und was gab es bei euch alles?

Fast Weihnachten – wo bleibt der Stress?

Weihnachten kommt ja bekanntermaßen immer ganz plötzlich. Meistens bin ich auch so ein Weihnachtsopfer, das sich der eigenen hohen Ansprüche an das Fest der Liebe wegen alle Jahre wieder Stress macht. Aber dieses Jahr…. lese ich im Netz überall Tipps gegen Weihnachtsstress und Gejammer darüber, wie viel noch zu tun ist, und ich merkte plötzlich: Ich habe gar keinen Weihnachtsstress! Wie konnte denn das passieren?

Offenbar lerne ich manchmal doch aus meinen Fehlern. Und ich habe mich tatsächlich vom Perfektionismus verabschiedet – jedenfalls was Weihnachten betrifft.

Nur 2-3 Sorten Kekse gebacken? Macht nix, wir naschen ja wegen des vielen Zuckers eh nur ein paar pro Kaffeestunde, deshalb reichen die bis Weihnachten. Ich vermisse zwar ab und zu ein paar meiner anderen Lieblingsweihnachtsplätzchen, aber man kann ja nicht alles haben. Lieber entspannt mit dem kleinen Kaaskop 2 Sorten Kekse backen und Zeit für andere schöne Vorweihnachtstätigkeiten haben (und die Figur schonen) als das Backen zur Pflichtübung mit viel Stress und mieser Laune zu degradieren und im Januar über den noch dicker gewordenen Schwimmreifen zu jammern!

Auch der Geschenkekauf gab dieses Jahr wenig Stress. Ich habe früh angefangen. Und ich versuche, mich mit Geschenken etwas zurückzuhalten, schließlich gab es schon etwas zu Sinterklaas, hat der kleine Kaaskop im Januar schon wieder Geburtstag, und zählen Bücher und Hörspiele bei uns nicht zu Geschenken, weil ich die des Deutsch-Inputs wegen das ganze Jahr über einfach so mal hervorzaubere. Das große Geschenk für den kleinen Kaaskop hab ich neulich im Internet bestellt (bzw. bestellen lassen) und ansonsten kriegt er eins aus dem Geschenkevorrat im Kleiderschrank (hauptsächlich günstig ersteigertes Playmobil) und etwas von Tante, Onkel und Oma. Die Geschenke für die mitfeiernden Erwachsenen waren relativ schnell besorgt, denn das sind nur die oben genannten Personen plus der große Kaaskop und ich. Geschenke müssen auch nicht mehr romantisch sein, gut eingebürgert wie ich bin, freue ich mich auch über praktische Geschenke oder welche, die ich selbst ausgesucht habe… Verpackthabe ich die paar Geschenke jedenfalls abends ganz gemütlich vorm Fernseher, „Love actually“ (Tatsächlich Liebe) lief, da kann manja nebenbei etwas wickeln und kleben.

Das Schmücken haben wir dieses Jahr kleckerweise erledigt: am Tag nach Sinterklaas ein bisschen, an den Mamamontagen ein wenig und den Baum, der seit dem 3. Advent ungeschmückt im Wohnzimmer stand, am 4. Advent erst. Klar, am liebsten hätte ich natürlich gleich am 6. Dezember (eher geht nicht, will ja Sinterklaas nicht beleidigen) das ganze Haus weihnachtsfertig gemacht. Aber das Wochenende hat nur 2 Tage, man hat ja auch noch andere Dinge auf dem Programm stehen, die Abende von Eltern sind kurz und in Ruhe schmücken mit einem sehr aktiven fast Vierjährigen dabei…nee, lass mal. Irgendwo muss man der guten Laune wegen Abstriche machen. Let it go! (Irgendwann MUSS ich mir doch mal diesen Film angucken…) Niemand außer dir selber verlangt, dass alles frühzeitig anständig geschmückt ist.

Die Weihnachtskarten wurden wieder mit 5-Minuten-Fotoshoot-Foto versehen im Internet versandfertig bestellt, und 30 Adressen kann man ja auch abends vor dem Fernseher eben auf die Umschläge schreiben.

Den alljährlichen Weihnachtsmarktbesuch hatten wir, wie berichtet, bereits vor langer Zeit eingeplant, Weihnachtsfeier im Büro steht erst im Januar an und da keiner von Familie Importkaaskop einem Verein angehört, enthält unser Terminkalender keine solchen Pflichtveranstaltungen. Yeah!

Das Menü stand auch relativ schnell fest: an Heiligabend gibt es das Gleiche wie jedes Jahr, nämlich Brathähnchen mit Apfelmus, gebratenen Minikartoffeln und Salat, zum Nachtisch Eis mit einem Brownie, zur Feier des Tages in Sternform ausgestochen. Am 1. Feiertag, wenn die Schwiegermutter kommt, machen wir uns auch nicht furchtbar viel Arbeit. Es gibt Hirsch nach einem unkomplizierten Rezept, Herzoginkartoffeln und grüne Bohnen, zum Nachtisch das Spekulatius-Tiramisu, das wir schon seit zwei Jahren zu Weihnachten machen. Lecker. Einfach. Kein Stress.

Gut, wegen des Outfits bin ich nochmal extra losgezogen, aber habe auf die Schnelle nichts finden können, und deshalb wird es einfach der neue Glitzerpullover mit Jeans-oder Cordrock und schicken Schuhen. Ein zuckersüßes Weihnachtsoutfit für den kleinen Kaaskop habe ich seit seinem zweiten Weihnachtsfest gestrichen, das will er ja eh nicht anziehen, und so gibt es dieses Jahr nur eine weihnachtlich grüne Hose mit einem grauen Shirt mit Glitzerstern drauf. Das habe ich neulich spontan beim Hema mitgenommen. Festlich genug. Wir kandidieren schließlich nicht für die Wahl der weihnachtlichen Bilderbuchfamilie!

Ihr seht: das Ansprüche runterschrauben klappt ganz gut. Es muss nicht alles perfekt sein, schön wird Weihnachten eher dann, wenn alle entspannt bleiben, denke ich. Und, ultimativer Tipp für entspannte Weihnachten: macht nach den Feiertagen eine Liste der Dinge, die nicht gut gingen und wie man das besser machen könnte. Ich gebe zu, ich hatte vergessen, dass wir letztes Jahr so eine Liste gemacht hatten, aber meine Schwester hat dran gedacht und es standen ein paar nützliche Tipps darauf. Zum Beispiel, die Batterien der Kamera rechtzeitig aufzuladen. „Ruhe bewahren“ wird wohl PMS-bedingt nicht ganz leicht sein, aber ich werde mich bemühen, versprochen!

In diesem Sinne: Fröhliche, entspannte Weihnachten euch allen!

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Besinnliche Momente

Letzte Woche Donnerstag wachte ich mit Halsschmerzen auf und dann lief auch noch die Nachtwindel des neben mir liegenden kleinen Kaaskop über und durchnässte meinen Pyjamaärmel. Ich scheuchte den kleinen Kaaskop also ins Badezimmer und schlurfte maulig hinterher. Während er sich umzog, ließ ich voller Selbstmitleid meinen Kopf in die Hände sinken. Der kleine Kaaskop vergaß seine eigene schlechte Laune wegen des aus-dem-Bett-gejagt-werdens und fragte besorgt, wo ich Aua hätte. „Im Hals. Und im Kopf“, antwortete ich. Er fing an zu strahlen und rief: „Dafür hast du Bonbons! Ich hol sie dir, Mama!“ Und schon sauste er nach unten, um die Ricola zu holen, die er am Tag davor in meinem Rucksack gefunden hatte. Der Süße! Miese Laune verschwunden. Was maul ich auch immer so schnell rum, ich hab doch soviel, wofür ich dankbar sein sollte.*
Am Abend machte ich mich ans Weihnachtskartenschreiben.
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Anders als bei den Verwandten und Bekannten schreiben dergroße Kaaskop und ich in die Karten für gute Freunde und die engere Familie eine persönliche Botschaft, meistens etwas Lustiges über das vergangene Jahr. Wegen meines Besinnungsmoments im Badezimmer habe ich die Karten dieses Jahr dazu genutzt, „Danke“ zu sagen. Dafür, dass meine Mutter und Schwester und Schwager immer für uns da sind und uns Zeit zu Zweit ermöglichen. Dafür, dass es bei alten Freunden nichts ausmacht, wenn wir uns ein Jahr lang nicht gesehen haben – es ist trotzdem immer schön und vertraut mit ihnen. Ich hatte einfach das Bedürfnis, das mal aufzuschreiben. Man spricht so etwas ja leider doch aus irgendeinem Grund selten aus. Schade eigentlich! Meine Mutter war jedenfalls sichtlich gerührt, als sie die Karte las. Da wir uns nämlich sowieso an dem Wochenende sahen, hab ich mir das Porto gespart – gut eingebürgert bei den sparsamen Holländern, wie ich bin -und die Karte persönlich überreicht. Und zufällig gab es gerade an diesem Wochenende auch etwas dieser Zeit zu zweit für mich und den großen Kaaskop, für die ich mich in der Karte bedankt hatte: ein Tag auf dem Kölner Weihnachtsmarkt. Es war herrlich! Alles klappte, wir hatten beide total gute Laune und ich fühlte mich ausnahmsweise mal nicht gehetzt, schnell wieder zum kleinen Kaaskop zurückzumüssen. Ich liebe Weihnachtsmärkte! So sehr, dass ich zu meiner eigenen Überraschung dem Vorschlag meiner Schwiegermutter, mit ihr eine Busreise auf den Weihnachtsmarkt in Münster zu machen, zustimmte. Sie liebt gezelligheid. Und gezellig war es, obwohl ich da so meine Befürchtungen hatte. Münster ist auch wirklich schön! Die Fotos sind aber alle von Köln:
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* Ja sorry für diesen Kitsch, ist ja sonst nicht so meins, aber es überkam mich einfach. Vielleicht liegt’s an Weihnachten…

 

Lügenmärchen und andere Problemchen in der Vorweihnachtszeit

Zurzeit ist ja Sinterklaas im Lande. Wir haben uns am Tag seiner Ankunft aus Spanien das Spektakel im Fernsehen angeguckt und abends durfte der kleine Kaaskop zum ersten Mal seinen Schuh rausstellen. Da fing es schon an mit den Lügenmärchen! Denn wir haben keinen Kamin und weil ich mir nicht sicher war, wie der gute Mann (bzw. seine Helfer) eigentlich dann reinkommen, habe ich vorgeschlagen, den Schuh vor das auf Kipp gestellte Fenster auf dem Dachboden zu stellen, denn die kommen ja bekanntlich übers Dach. Er glaubte mir aber wohl nicht, denn er fragte misstrauisch, ob denn draußen am Fenster auch so ein Schloss wäre wie an der Innenseite. Öhm…Am Ende stellte er seinen Schuh mit den für Sinterklaas, sein Pferd und die Pieten gemalten Bildern neben sein Bett. Am nächsten Morgen hatte de Sint die Bilder abgeholt und eine Müsli-Schale von iittala mit einer Mandarine, Walnüssen, einem Spekulatius und ein bisschen Mäusespeck neben den Schuh gestellt.

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Es lag auch ein Zettel dabei, auf dem Sinterklaas erklärte, er werde wohl am Freitag wieder bei uns vorbeikommen. (Irgendwie muss ich das Schuhrausstellen ja beschränken – dafür gibt es leider keine festen Regeln.) Der kleine Kaaskop war begeistert! Ich musste den Zettel beim Frühstück mehrmals vorlesen, und fast täglich kommt die Frage, wann denn Sinterklaas wieder kommt oder wann denn Freitag ist. In der Kita wird auch fleißig gebastelt: Schuhe aus Karton, Sinterklaas-Hüte, Wunschzettel.. Im Flur steht schon ein selbstgebastelter Kamin mit fake Geschenken und einem Stuhl für Sinterklaas, wenn er am 4. 12. dort vorbeikommt.

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Worauf ich aber eigentlich hinauswill? Ich fühle mich einfach unwohl beim ständigen Belügen meines Kindes! Dabei will ich im Grunde, dass er an Sinterklaas (und den Weihnachtsman) glaubt, zumindest eine Weile. Das gehört irgendwie zur Kindheit dazu, oder? Also komme ich um ein bisschen Lügen nicht herum. Bei Sinterklaas brauche ich hoffentlich nicht allzu viel erzählen, das erledigen wohl die Erzieherinnen in der Kita, andere Kinder, die ganze Atmosphäre „draußen“ (Musik im Radio, Schaufenster usw.) und wenn der große Kaaskop zuhause ist, muss er halt ran. Aber mit Weihnachten ist das Ganze etwas komplizierter. Weihnachten wird zwar hier in Holland immer beliebter, sodass manche Familien sogar die Bescherung vom Sinterklaas-Abend am 5. Dezember auf Weihnachten verlegen, aber an Weihnachten in Deutschland kommt es nicht heran. Also muss ich für (Vor-)Weihnachtszauber sorgen. Aber wenn ich den kleinen Kaaskop für Weihnachten begeistern will, ohne dass die ganze Umgebung mitmacht, komme ich wohl um das Erzählen von „Lügenmärchen“ über den Weihnachtsmann nicht herum. Meh.

Dazu kommt dann noch, dass weder der große Kaaskop noch ich gläubig sind und ich deshalb zaudere, dem kleinen Kaaskop die Geschichte von Maria und Josef aufzutischen. Die ist zwar schön und sollte er kennen, aber irgendwie fühlt sich auch das wie ein Lügenmärchen an. Oh. Vielleicht sollte ich ihm die Weihnachtsgeschichte einfach als stinknormales Märchen präsentieren. Warte mal. Da war doch was. Ich erinnere mich plötzlich an diesen Blogartikel von Mama Notes von vor zwei Jahren! Sie hat das wirklich sehr treffend beschrieben. Das ist die Lösung! Auch wenn das vielleicht nicht ganz mit meinem Wunsch, der kleine Kaaskop möge doch ein Weilchen an Weihnachtsmann und Sinterklaas glauben, kompatibel ist…

Wofür ich aber noch keine Lösung habe: der kleine Kaaskop hat vor Kurzem mit Nägelbeißen angefangen. Einige sind so kurz, dass es weh tut. Ich vermute, dass das was mit Sinterklaas zu tun haben könnte. Diese Zeit ist so spannend für kleine Kinder! Und der Gedanke, dass nachts Zwarte Pieten und ein bärtiger alter Mann irgendwie heimlich ins Haus kommen, ist ja auch wirklich etwas unheimlich, oder? Auch wenn sie Geschenke und Naschkram bringen. Mir ist jedenfalls aufgefallen, dass der kleine Kaaskop Angst hat, morgens alleine nach unten oder abends alleine nach oben zu gehen (wo es dann dunkel ist). Ich bin mir zwar nicht sicher, ob das nicht vor der Sinterklaas-Zeit auch schon so war, aber es könnte sehr gut damit zusammenhängen.

Soviel zu meinen Vorweihnachtsproblemen, die eher kultureller und erziehungstechnischer Art sind. Das andere Vorweihnachtsproblem ist eher ein Luxusproblem. Die Geschenke. Dass die Aufteilung der Geschenke auf pakjesavond am 5. Dezember,  Heiligabend knapp 3 Wochen danach und den Geburtstag des kleinen Kaaskop im Januar schwierig ist, hatte ich sicher schon mal erzählt. Ich will ihn schließlich nicht zu sehr materiell verwöhnen, auch wenn es mir schwerfällt, mich zurückzuhalten. Es gibt so viele tolle Spielsachen! Ich hatte mir jedenfalls ein paar Geschenke überlegt, über die sich der kleine Kaaskop ganz sicher freuen würde. Und dann sah ich seinen in der Kita gebastelten Wunschzettel für Sinterklaas.

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Hm. Ein Teeservice hat er schon. Für ein ferngesteuertes Auto finde ich ihn eigentlich noch zu wild. das wäre wohl noch am gleichen Abend kaputt. Von Playmobil kriegt er schon was anderes (also nicht die hier abgebildete Kita) und so einen Putztrolley werde ich ihm garantiert nicht kaufen, auch wenn er so lieb meinte:“Dann kann ich dir immer helfen, Mama!!“ Nur: wird er nicht enttäuscht sein, wenn er nichts von seinem Wunschzettel kriegt? Ich kann mich leider nicht mehr dran erinnern, wie das früher war, als ich Kind war. Ich habe aber ein wenig darüber gegrübelt und bin zu dem Schluss gekommen, dass er sich wohl trotzdem über die Geschenke freuen wird. Wahrscheinlich hat er am Sinterklaas-Abend sowieso längst vergessen, was er auf seinen Wunschzettel geklebt hat! Hoffe ich….

 

Weihnachtliche Erkenntnisse

Für eine ausführliche Weihnachtszusammenfassung fehlt mir leider die Zeit, denn übermorgen gaaaanz früh fliegen wir in den Winterurlaub und da gibt es doch noch einiges zu tun..

Meine diesjährigen Weihnachtserkenntnisse möchte ich aber noch mit euch teilen, bevor ich mich ins Winterwunderland verabschiede. Sie sagen auch genug über die Feiertage bei uns aus:

  • Mittelohrentzündung kurz vor Weihnachten ist doof, vor allem, wenn Mama und Tante beide eine haben.
  • Gleiches gilt für Magen-Darm kurz vor Weihnachten (hier war der kleine Kaaskop das Opfer).
  • Nächstes Jahr muss ich besser für Weihnachtszauber sorgen, damit Weihnachten für den kleinen Kaaskop später nicht nur Brathähnchen mit Apfelmus, Himbeer-Tiramisu, 3 Haselnüsse für Aschenbrödel und Geschenke bedeutet. Immerhin hatte ich ja mit der Mittelohrentzündung eine Entschuldigung für fehlenden Feiertagsvorbereitungselan.
  • In Deutschland bekommt man offenbar bei Mittelohrentzündung gleich Antibiotika, Ibuprofen und Magenschutzmittel verschrieben. Hier in Holland bekommt man (als Erwachsener) beim zweiten Arzttermin nach einer Woche leichte Antibiotika, wenn man betont, dass man in ein paar Tagen mit dem Flugzeug verreisen wird, und von der Apothekerin den Hinweis, dass man vermutlich als Nebenwirkung Magenbeschwerden bekommen wird.
  • Meine Schwester kann superleckere, fluffige Kokosmakronen backen, mjam!
  • Der kleine Kaaskop bevorzugt Milka-Schokolade, keine Lindt. O-Ton: „Mama, ik vind de chocola niet zo lekker!
  • Nächstes Jahr muss ich unbedingt einen Fotografie-Kurs belegen und vor der Bescherung absprechen, wer wovon Fotos macht. Außerdem wären Ersatzbatterien und mehr Platz um den Weihnachtsbaum nicht schlecht. Dann werde ich hoffentlich für das Familien-Fotojahrbuch mehr als drei (schlechte!) Fotos haben, auf denen ich drauf bin, und nicht nur schlecht belichtete Fotos von hinten vom Geschenkeauspacken.
  • Der kleine Kaaskop ist ein Geschenkemonster. Er wollte unbedingt ALLE Geschenke auspacken (er durfte helfen) und fragte am Ende, ob da noch mehr Geschenke für ihn lägen. Ts.
  • Der Untertitel-Übersetzer von „Schöne Bescherung“ (mit Chevy Chase) hat grottenschlecht übersetzt, das merkt man sogar, wenn man den Film nicht im Original sondern nachsynchronisiert guckt. Und offenbar ist es nicht selbstverständlich, dass die Übersetzung in den Untertiteln mit der übersetzten gesprochenen Fassung abgeglichen wird. So ein Murks! Trotzdem ein Muss an Weihnachten bei uns.
  • Schon nach nur einem Tag unter Deutschen spricht der kleine Kaaskop mehr Deutsch als nach einem „deutschen Sonntag“ zuhause. Nur doof, dass wir Deutschen manchmal gar nicht mitkriegten, dass er Deutsch sprach… Auf meine Frage, ob er noch mehr Apfel wolle, antwortete der kleine Kaaskop: „Gerne!“ und ich verstand: „Nee, jij!“ (Nein, du (sollst ihn essen)). Und Onkel S. verstand sein: „Mag ik nog meer Milch bitte?“ auch nicht. Ups.
  • Die niederländische Post ist nicht besonders zuverlässig. Schon wieder kamen die Weihnachtskarten an völlig unterschiedlichen Tagen an, obwohl ich sie alle am gleichen Tag in den gleichen Briefkasten eingeworfen hatte.
  • Auch am 1. Feiertag zur Festessenszeit steht hier in Holland Stau. 141 km um genau zu sein. (Zum Glück nicht auf unserer Strecke.)
  • Im Dunkeln im Regen Autobahnfahren ist hier in Holland angenehmer als in good old Germany: weil Rijkswaterstaat (die Straßenbaubehörde) gerne besonders großporigen, wasserdurchlässigen Asphalt verwendet, bleibt das hemelwater (=alles Wasser, das von oben kommt) nicht auf der Fahrbahn stehen wie auf deutschen Autobahnen.
  • Der 2. Feiertag ist hier in Holland wirklich nur ein kollektiver freier Tag. Der Nachbar war irgendwas am Bohren und Hämmern, der Supermarkt hatte geöffnet, Ikea und Konsorten auch.. Wir haben schön mitgemacht und nach dem Einkaufen das Auto von innen geputzt. Traurig aber wahr! Da der große Kaaskop werktags im Auto frühstückt und der kleine Kaaskop dort Brötchen und Ähnliches mümmeln darf, fanden sich im Fußraum und in allen Ritzen, Ecken und offenen Fächern mehr Krümel als in einem Kindergarten nach dem gemeinsamen Knäckebrotessen.
  • Wenn man am 2. Weihnachtsfeiertag einem fast Dreijährigen seinen neuen Playmobil-Krankenwagen für den Rest des Tages wegnimmt, weil er das Ding trotz wiederholter Warnung mit vollem Karacho gegen die Wand hat sausen lassen, sodass die Anhängerkupplung abbricht, ist er für den Rest des Tages ziemlich maulig.

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Das war unser Weihnachten 2014. Silvester werden wir in Lappland feiern. Kein Feuerwerk, juchu! Stattdessen wohl Schneemannbauen (der kleine Kaaskop nennt sie „Schneepüppe“, ein Mix aus Schneemann und sneeuwpop), Spieleabend, um Mitternacht ein Glas Champagner und dann lekker schlafen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch!

Meine Weihnachts-Pinterest-Fail-Parade

Als Kind habe ich immer gerne gebastelt, und der kleine Kaaskop macht das auch gerne. In der Kita sitzt er immer als erster am Tisch, wenn das Bastelzeugs rausgeholt wird, habe ich mir erzählen lassen. Und zuhause ist er auch immer begeistert, wenn er was malen oder kleben darf.

Nun sehe ich auf Pinterest (und Blogs) ständig neue schöne Bastelideen, und manchmal versuche ich tatsächlich, die nachzubasteln. Weil das selten klappt (warum auch immer) und Lachen ja gesund sein soll, habe ich meine Bastelergebnisse der diesjährigen Weihnachtszeit mal zusammengetragen:

 

Den tollen originellen Adventskalender, den ich nach einem Pinterest Pin nachgebastelt habe, habt ihr ja schon gesehen. Hier noch einmal in seiner ganzen, äh, Pracht:

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest
Mein Werk
Mein Werk

Nächstes Mal vielleicht doch besser die Anleitung lesen… Oder die Erzieherin in der Kita nach Tipps fragen: im Esszimmer der Kita des kleinen Kaaskop steht nämlich ein gelungener Nachbau dieser Pinterest-Idee! Der Trick: die Rollen nicht anmalen, sondern mit festem Tonpapier umwickeln und sie nicht aneinanderkleben, sondern aneinandertackern! Doh!

 

Hier ein gemeinsames Werk (im Verhältnis 5:95) vom kleinen Kaaskop und mir:

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest
Unser Werk
Unser Werk

Da die Finger ja nach unten zeigen müssen, habe ich den Karton auf den Kopf gedreht – schlau! Und dann leider nicht dran gedacht, dass das Ganze dann ja spiegelverkehrt drauf muss – dumm! Daher zieht der Schlitten nun die Rentiere…. Der Fuß ist übrigens meiner, der kleine Kaaskop wollte sich seinen Fuß nicht anmalen lassen – schlau von ihm! Die kalte Farbe kitzelt nämlich ganz furchtbar, kann ich euch sagen! Die Idee finde ich aber immer noch ganz süß, daher versuche ich es vielleicht im nächsten Jahr einfach nochmal. Und dann in schön.

 

Eine Weihnachtskugel mit Schneemänner-Fingerabdrücken, wie süß! Und einfach! Und die blaue Kugel lag sowieso unbenutzt herum, passt ja. Öh, ja genau…

Quelle: happyhomeblog.de
Quelle: happyhomeblog.de
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Unser Schneemann hat es offenbar eilig

Muss dem kleinen Kaaskop nochmal erklären, was „Finger nicht bewegen“ bedeutet…

 

Auch das Tannenbaumstempeln mit einem zurechtgeschnittenen Spülschwamm führte nicht zum erhofften Ergebnis;

Quelle: Pinterest
Quelle: Pinterest
Unser Werk
Unser Werk

Die Form meines Baums war wohl einfach nicht einfach genug. Als ich bei meinem Vater klagte, dass das nicht geklappt hat, empfahl er Kartoffeldruck. Aber das hab ich auch schon mal versucht: ich hatte die Kartoffel nach dem (mühsamen) Schneiden nicht trocknen lassen, sodass sie beim Stempeln wegen der austretenden Kartoffelschmiere immer wegflutschte. Pff.

Eigentlich dachte ich immer, ich wäre ganz gut im Basteln. Aber die Beweise sprechen jawohl eindeutig dagegen… *schnüff* Positiv betrachet: Immerhin habe ich jetzt schon mal geübt, sodass es im nächsten Jahr hoffentlich besser klappt!

Wie ist das bei euch, kommt beim (Nach)Basteln das raus, was ihr euch vorgestellt hattet?

 

 

 

 

 

Glühwein, Bücher und eine „Schwebemühle“ – unser 3. Adventswochenende

Am Samstag war es also endlich soweit: endlich ging’s auf einen richtigen Weihnachtsmarkt, juchu!

Der Tag begann mit Murphy’s Law für Eltern: unser kleiner menschlicher Wecker schlief ausnahmsweise mal länger und es war schon viertel vor 8, als der kleine Kaaskop sich innerhalb von 2 Sekunden aus dem Tiefschlaf aufrichtete und hellwach sagte: „Mama, ik wil naar beneden!“ (Mama, ich will nach unten“). Aus der Abfahrt um 9 Uhr wurde also nix. Eine Stunde später als geplant aufwachen und trotzdem nur eine halbe Stunde später als geplant abfahren (ohne großen Stress)  ist meiner Meinung nach aber einen Applaus wert, oder?

Nach einer ca. 2-stündigen Fahrt (mit Pipipause für mich und den kleinen Kaaskop) kamen wir um halb 12 bei der Oma in Wuppertal an. Der Kaffee stand schon bereit – ja, der große Kaaskop hat sich einen Ruf gemacht, seit er bei meiner eigenen Oma einmal nach dem gemeinsamen Mittagessen im Restaurant zuhause um einen Kaffee bat! Weil wir den kleinen Kaaskop nicht sofort abladen wollten, aßen wir noch ein Süppchen zusammen, bevor der große Kaaskop und ich alleine mit dem Bus in die Stadt fuhren. Als erstes aßen wir lekker Steak beim Maredo, hmmm! Natürlich mit einem Salat vom Salatbüffet! Schade, dass es diese Kette hier in Holland nicht gibt. Danach kauften wir wie immer ein paar Dinge bei DM ein, weil Kosmetikprodukte in den Niederlanden höher besteuert werden und deshalb teurer sind. Bei H&M fanden wir eine neue Winterjacke für den kleinen Kaaskop, denn die alte in Größe 92 ist mit dickem Pulli leider doch etwas eng. Die neue ist zwar noch etwas zu groß, aber dafür schön dick und der kleine Kaaskop wächst ja noch.

Glühwein tranken wir natürlich auch, hmmm! Und danach durfte der große Kaaskop sich ausruhen, während ich mich auf die Kinderbücher stürzte. Jippie! Meine Liste mit den Ideen (Der kleine Drache Kokosnuss, Conni, Astrid Lindgren usw.) hatte ich leider wohl zuhause vergessen, aber das machte nichts. Es gab genug Auswahl. Weil ich die vom Format her so praktisch finde, waren recht viele Lesemaus-Bücher und Pixi Maxis in meinem letztendlich fast 90 Euro teuren Stapel dabei. Hier ein Teil meiner Auswahl:

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„Tatz und Tiger feiern Weihnachten“ hat der kleine Kaaskop inzwischen vorgelesen bekommen und für gut befunden. Das Märchenbuch und das Winterpuzzlebuch vom kleinen Maulwurf bekommt er zu Weihnachten, zusammen mit diesem tollen Fundstück:

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Angesichts unseres bevorstehenden Lappland-Urlaubs ganz passend und die Fotos sind wirklich wunderschön! Die Geschichte übrigens auch. „Wo der Weihnachtsmann wohnt“ habe ich übrigens nicht bekommen, das war nicht auf Lager, schluchz. Naja, hat Tante A. wieder was für mich zu tun…

Um halb fünf trafen wir uns mit dem kleinen Kaaskop, der Oma und Tante A. und Onkel S. auf dem Weihnachtsmarkt. Meine kandierten Weintrauben musste ich natürlich sofort teilen. Ich esse die total gerne, aber irgendwie haben viele Stände nur noch Schokoweintrauben, bäh. Und ein kandierter Apfel ist mir dann meist zu viel… Aber mit dem kleinen Kaaskop teilte ich sie gerne. Die Maronen schmeckten ihm übrigens auch gut. Er guckte sich sowieso die Augen aus dem Kopf: bei der lebensechten Krippe hatte er das Kamel und das Schaf gestreichelt, und die vielen Lichter fand er natürlich auch total faszinierend! Mittlerweile war es ja schon recht dunkel, da leuchtet alles noch schöner! Und dann durfte er auch noch „Schwebemühle“ fahren! Die Niederländer nennen Karussells nämlich auch Mühlen: draaimolen (Drehmühle=gewöhnliches Karussell) und zweefmolen (Schwebemühle=Kettenkarussell). Es war das erste Mal für den kleinen Kaaskop, anfangs guckte er auch etwas skeptisch, aber nach ein paar Metern fand er es fantastisch! Er strahlte und guckte und als wir winkten, versuchte er zurückzuwinken. Das Timing hatte er aber noch nicht drauf, hihi!

Meiner Kamera wurde auch etwas schwindlig..
Meiner Kamera wurde auch etwas schwindlig..

Zurück bei Oma zuhause gab es noch ein schnelles Abendbrot und dann packten wir alle Einkäufe, andere Sachen und den Tapeziertisch und die Kaffeemaschine (brauchen wir für die „Bauarbeiten“ im neuen Haus) ins Auto und fuhren wieder ins Land der beleuchteten Autobahnen. Hach, herrlich, wenn man aus dem Stockfinstern ab der Grenze endlich wieder besser sehen kann!

Am Sonntag wollte ich eigentlich noch auf den Weihnachtsmarkt hier, denn der dauert nur zwei Tage und war ausgerechnet an diesem Wochenende. Aber weil der Samstag so trubelig war, blieben wir lieber zuhause. Und wir haben diese Entscheidung nicht bereut.

Endlich kam der große Kaaskop dazu, den Schuppen auszumisten. Der muss ja auch leer sein, wenn wir ausziehen. Der kleine Kaaskop half mir währendessen beim Fensterputzen (außen). Wir bastelten und klebten Fensteraufkleber und unsere selbstgebastelten Schneemänner ans Fenster.

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Außerdem spielten wir wieder lange mit unserem selbstgebauten Duplo-Zoo. (Ja, manchmal hab ich gute Ideen!)

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Am Nachmittag fuhren wir zum Gartencenter, um einen Weihnachtsbaum zu kaufen. Wir waren nicht die einzigen, die sich das für den dritten Advent vorgenommen hatten, die meisten Bäume waren schon weg. Zum Glück sind wir dieses Jahr nicht so anspruchsvoll; ein schmal gewachsener kleiner Baum mit einer platten Seite kam uns gerade recht, schließlich sollte er nicht zuviel Platz wegnehmen. Der kleine Kaaskop durfte sich dazu einen Baumanhänger aussuchen. Es wurde eine blaue Stoff-Eule. Geschmückt wurde aber aus Zeitgründen erst am Mamamontag.

Beim Abendessen überraschte der kleine Kaaskop uns dann nach den 3 Pflichtbohnen mit der Frage: „Mag ik nog meer boontjes?“ (Darf ich noch mehr Böhnchen?) Der große Kaaskop und ich waren ganz baff.

Jaaa, und am Sonntagabend hatten wir Eltern auch noch ein Stündchen Zeit für uns! Wir konnten uns nur nicht recht entscheiden, womit wir sie verbringen sollten: Wäsche zusammenlegen oder Weihnachtskarten falten und adressieren? Decisions, decisions…

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Also gingen wir lieber schlafen!

 

 

 

Eine Muh, eine Mäh…. (Erinnerungen an Weihnachten 2013)

„Wisst ihr noch, im vor’gen Jahr, wie’s am Weihnachtsahahabend war?“ Da ich heute nicht mal mehr weiß, was ich letztes Wochenende gemacht habe, muss ich etwas tiefer graben, um mich dran zu erinnern, wie Weihnachten 2013 bei uns war. Zum Glück hab ich ja meinen Blog. Mal graben, ach ja, so war das.

Was mir beim Lesen meiner eigenen Blogeinträge aus der Weihnachtszeit im letzten Jahr auffällt: viele Pläne aus dem letzten Jahr sind immer noch aktuell:

  • Das Himbeer-Dessert mit Spekulatius wird es wohl tatsächlich auch dieses Jahr zum Nachtisch geben.
  • Diesmal werden wir wirklich alle 6 zusammengepfropft in der gleichen Wohnung schlafen anstatt teilweise im Hotel.
  • Die Stollenmuffins vom Blog What Ina loves werde ich auf jeden Fall nochmal backen, die waren sooo lecker!
  • Auch in diesem Jahr gibt es den Adventskalender noch nicht in schön (stattdessen gibt es wie neulich berichtet das hier). Ich plane ja, nächstes Jahr die Stoffbeutelchen vom letzten Jahr mit Zahlen zu versehen und sie an die Treppe im neuen Wohnzimmer zu hängen. Wie hier. Schön, oder?
  • Mein Fotojahrbuch 2012 ist zwar mittlerweile fertig, aber das für 2013 noch nicht – wieder bin ich damit ordentlich im Rückstand! Aufholen will ich diesen Rückstand an den dunklen Nachmittagen im anstehenden Finnlandurlaub. Vielleicht schaffe ich ja auch schon einen Teil von 2014?
  • Unseren alljährlichen Weihnachtsmarktbesuch in Köln wird es dieses Jahr leider doch nicht geben. Wegen der Umzugsvorbereitungen wollen wir nicht ein ganzes Wochenende weg, daher fahren wir nur für einen Tag zur Oma nach Wuppertal. Naja, Hauptsache, ich sehe irgendeinen deutschen Weihnachtsmarkt!

Morgen ist es soweit. Der große Kaaskop und ich wollen dann zu zweit Glühwein trinken und shoppen gehen. Dabei will ich wieder Kinderbuch-Großeinkauf machen, denn deutsche Kinderbücher sind hier in Holland ja nicht so leicht zu bekommen. Auf der Liste steht ganz oben „Wo der Weihnachtsmann wohnt“. Das wollte ich eigentlich schon letztes Jahr kaufen, aber da war der kleine Kaaskop noch zu klein. Falls ihr noch Kinderbüchertipps habt, insbesondere für Weihnachtsbücher für Dreijährige, her damit!

Der kleine Kaaskop wird, während sich Papa und Mama ohne ihn vergnügen, wahrscheinlich mit Oma eine kleine Runde über den Weihnachtsmarkt drehen. Dort gibt es nämlich echte Tiere (eine Muh! eine Mäh!) und ein Kinderkarussell und so. Prima Gelegenheit zum Kreieren positiver Deutsch-Erfahrungen! Und gut für die Weihnachtsprägung. Das ist mir sehr wichtig, denn ich fände es wirklich schade, wenn aus dem kleinen Kaaskop nicht auch so ein Weihnachtsfan würde wie ich es bin. Den großen Kaaskop habe ich ja schon anstecken können. Für ihn als Niederländer bedeutete Weihnachten leider kaum mehr als ein Weihnachtsbaum und ein paar Weihnachtsgestecke als Deko im Wohnzimmer und das Pflichtessen mit der ganzen Familie am 1. Feiertag, auf das immer irgendjemand keinen Bock hatte. Plätzchen hat seine Mutter auch nie mit ihm gebacken.

Nur noch zwei Wochen, Weihnachten kommt einfach immer so plötzlich… Aber ich freu mich schon drauf! zu Weihnachten gehören bei uns auf jeden Fall Brathähnchen mit Apfelmus an Heiligabend, 3 Haselnüsse für Aschenbrödel, Bescherung vor dem Abendessen und Tanzen um den Baum à la Bullerbü. Apropos Bescherung: ich muss ja noch Geschenke für die Erwachsenen kaufen! Die Murmelbahn, ein Kinderteller mit Tasse aus echtem Porzellan und der Safari-Jeep der LittlePeople von FisherPrice, den wir zusammen mit dem LittlePeople-Flugzeug für Sinterklaas gebraucht gekauft haben, liegen schon im Kleiderschrank versteckt bereit, ansonsten wird der kleine Kaaskop einige neue Bücher bekommen und ein paar Geschenke von Oma und Tante und Onkel. Mehr als genug.

Dass ich mich auf Weihnachten freue, bedeutet übrigens nicht, dass ich gerade voll in Weihnachtsstimmung bin. Draußen herrscht schon seit Tagen Mistwetter, der große Kaaskop und ich müssen noch ein paar Dinge für das neue Haus regeln, ich fühle eine Erkältung aufkommen und der kleine Kaaskop macht gerade einen auf Moritz Moppelpo in „Moritz Moppelpo sagt Nein!“. Wenn ihr auch ein bisschen Unterstützung braucht, um in Weihnachtsstimmung zu geraten, macht´s wie ich: auf Pinterest Weihnachts-Pins angucken und online Sky Christmas Radio hören: Weihnachtslieder bis zum Abwinken! Herrlich!

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PS. Das Huhnanschneiden kann ich übrigens immer noch nicht mitansehen. (Warum? Siehe oben unter „so war das“).