Weihnachtliche Erkenntnisse

Für eine ausführliche Weihnachtszusammenfassung fehlt mir leider die Zeit, denn übermorgen gaaaanz früh fliegen wir in den Winterurlaub und da gibt es doch noch einiges zu tun..

Meine diesjährigen Weihnachtserkenntnisse möchte ich aber noch mit euch teilen, bevor ich mich ins Winterwunderland verabschiede. Sie sagen auch genug über die Feiertage bei uns aus:

  • Mittelohrentzündung kurz vor Weihnachten ist doof, vor allem, wenn Mama und Tante beide eine haben.
  • Gleiches gilt für Magen-Darm kurz vor Weihnachten (hier war der kleine Kaaskop das Opfer).
  • Nächstes Jahr muss ich besser für Weihnachtszauber sorgen, damit Weihnachten für den kleinen Kaaskop später nicht nur Brathähnchen mit Apfelmus, Himbeer-Tiramisu, 3 Haselnüsse für Aschenbrödel und Geschenke bedeutet. Immerhin hatte ich ja mit der Mittelohrentzündung eine Entschuldigung für fehlenden Feiertagsvorbereitungselan.
  • In Deutschland bekommt man offenbar bei Mittelohrentzündung gleich Antibiotika, Ibuprofen und Magenschutzmittel verschrieben. Hier in Holland bekommt man (als Erwachsener) beim zweiten Arzttermin nach einer Woche leichte Antibiotika, wenn man betont, dass man in ein paar Tagen mit dem Flugzeug verreisen wird, und von der Apothekerin den Hinweis, dass man vermutlich als Nebenwirkung Magenbeschwerden bekommen wird.
  • Meine Schwester kann superleckere, fluffige Kokosmakronen backen, mjam!
  • Der kleine Kaaskop bevorzugt Milka-Schokolade, keine Lindt. O-Ton: „Mama, ik vind de chocola niet zo lekker!
  • Nächstes Jahr muss ich unbedingt einen Fotografie-Kurs belegen und vor der Bescherung absprechen, wer wovon Fotos macht. Außerdem wären Ersatzbatterien und mehr Platz um den Weihnachtsbaum nicht schlecht. Dann werde ich hoffentlich für das Familien-Fotojahrbuch mehr als drei (schlechte!) Fotos haben, auf denen ich drauf bin, und nicht nur schlecht belichtete Fotos von hinten vom Geschenkeauspacken.
  • Der kleine Kaaskop ist ein Geschenkemonster. Er wollte unbedingt ALLE Geschenke auspacken (er durfte helfen) und fragte am Ende, ob da noch mehr Geschenke für ihn lägen. Ts.
  • Der Untertitel-Übersetzer von „Schöne Bescherung“ (mit Chevy Chase) hat grottenschlecht übersetzt, das merkt man sogar, wenn man den Film nicht im Original sondern nachsynchronisiert guckt. Und offenbar ist es nicht selbstverständlich, dass die Übersetzung in den Untertiteln mit der übersetzten gesprochenen Fassung abgeglichen wird. So ein Murks! Trotzdem ein Muss an Weihnachten bei uns.
  • Schon nach nur einem Tag unter Deutschen spricht der kleine Kaaskop mehr Deutsch als nach einem „deutschen Sonntag“ zuhause. Nur doof, dass wir Deutschen manchmal gar nicht mitkriegten, dass er Deutsch sprach… Auf meine Frage, ob er noch mehr Apfel wolle, antwortete der kleine Kaaskop: „Gerne!“ und ich verstand: „Nee, jij!“ (Nein, du (sollst ihn essen)). Und Onkel S. verstand sein: „Mag ik nog meer Milch bitte?“ auch nicht. Ups.
  • Die niederländische Post ist nicht besonders zuverlässig. Schon wieder kamen die Weihnachtskarten an völlig unterschiedlichen Tagen an, obwohl ich sie alle am gleichen Tag in den gleichen Briefkasten eingeworfen hatte.
  • Auch am 1. Feiertag zur Festessenszeit steht hier in Holland Stau. 141 km um genau zu sein. (Zum Glück nicht auf unserer Strecke.)
  • Im Dunkeln im Regen Autobahnfahren ist hier in Holland angenehmer als in good old Germany: weil Rijkswaterstaat (die Straßenbaubehörde) gerne besonders großporigen, wasserdurchlässigen Asphalt verwendet, bleibt das hemelwater (=alles Wasser, das von oben kommt) nicht auf der Fahrbahn stehen wie auf deutschen Autobahnen.
  • Der 2. Feiertag ist hier in Holland wirklich nur ein kollektiver freier Tag. Der Nachbar war irgendwas am Bohren und Hämmern, der Supermarkt hatte geöffnet, Ikea und Konsorten auch.. Wir haben schön mitgemacht und nach dem Einkaufen das Auto von innen geputzt. Traurig aber wahr! Da der große Kaaskop werktags im Auto frühstückt und der kleine Kaaskop dort Brötchen und Ähnliches mümmeln darf, fanden sich im Fußraum und in allen Ritzen, Ecken und offenen Fächern mehr Krümel als in einem Kindergarten nach dem gemeinsamen Knäckebrotessen.
  • Wenn man am 2. Weihnachtsfeiertag einem fast Dreijährigen seinen neuen Playmobil-Krankenwagen für den Rest des Tages wegnimmt, weil er das Ding trotz wiederholter Warnung mit vollem Karacho gegen die Wand hat sausen lassen, sodass die Anhängerkupplung abbricht, ist er für den Rest des Tages ziemlich maulig.

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Das war unser Weihnachten 2014. Silvester werden wir in Lappland feiern. Kein Feuerwerk, juchu! Stattdessen wohl Schneemannbauen (der kleine Kaaskop nennt sie „Schneepüppe“, ein Mix aus Schneemann und sneeuwpop), Spieleabend, um Mitternacht ein Glas Champagner und dann lekker schlafen.

Ich wünsche euch einen guten Rutsch!

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7 Tage – 7 Bilder

Hier kommt wieder mein Wochenrückblick in 7 Bildern nach einer Idee von Frische Brise.

Am Montag haben der kleine Kaaskop und ich ein wenig gebastelt. Der Aufwand meinerseits stand natürlich wieder in keinem Verhältnis zum Ergebnis und der tatsächlichen Beschäftigungsdauer des kleinen Mannes. Aber was soll’s, ihm hat’s Spaß gemacht!

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Später haben wir noch zusammen die verblühten Narzissen gegen neue boemes (bloemen=Blumen) ausgetauscht und ordentlich angegossen. Ich hatte ja keine Ahnung, dass es am nächsten Tag so regnen würde…

Am Dienstag hat der große Kaaskop neue Fahrradtaschen für mich gekauft, die gerade im Angebot waren. Und gleich dran gemacht! (Nachdem ich ihm den Schlüssel für den diebstahlsicheren Fahrradsitz suchen musste, der beim Dranmachen im Weg war – und ihn auf Anhieb fand. Im Gegensatz zu ihm, denn er kann wirklich nicht suchen!) Ich freu mich sehr, dass ich jetzt wieder Fahrradtaschen am Rad hab, die sind sooo praktisch!

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Abends musste der große Kaaskop noch zum Erste-Hilfe-Kurs für Eltern, sodass ich nach dem vom kleinen Kaaskop erfolgreich in die Länge gezogenen Insbettbringen alleine spülen und hunderte 13 Brote für den nächsten Tag schmieren musste. Pff. Dafür konnte ich ungestört internetten.

Am Mittwoch wählte der kleine Kaaskop überraschend sein neues gelbes „Osterküken-T-Shirt“ von Polarn o. Pyret aus den angebotenen Klamotten aus. Er freute sich wie ein Schneekönig, dass er es anziehen durfte. „Osterküken! Oh ho!“ rief er ein paar Mal superhappy. Am Abend entdeckte er ein neues Spielzeug: meine Mini-Luftpumpe, die ich aufgrund des desolaten Zustandes meines stationsfiets immer dabei hab, wenn ich zur Arbeit pendle. (Ein stationsfiets ist ein „Bahnhofsfahrrad“ = olles Rad, das die Mühe des Klauens nicht wert ist und sich daher ausgezeichnet dazu eignet, am Wochenende an einem schlecht bewachten Bahnhof auf den nächsten Arbeitstag des pendelnden Besitzers zu warten.) Er lief den Rest des Abends luftpumpend durch’s Wohnzimmer und hätte das Ding am liebsten mit in die Badewanne genommen…

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Am Donnerstag nichts besonderes, Arbeit und das übliche Abendritual halt. Weil der kleine Kaaskop etwas knatschig war und ich genervt, durfte er die Connie-DVD gucken, während ich Essen kochte. Wieder ein neues Wort gelernt: Osterhase.

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Am Freitagabend Comfort Time mit Baileys, paaseitjes (Schokoladenostereiern) und einer Folge Downton Abbey. Oh, und der große Kaaskop hat mir spontan Tulpen mitgebracht (eine besonders großblütige Sorte).

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Am Samstag hatten wir einen topdag (super Tag)! Die Sonne schien, alle waren entspannt und gut gelaunt, nachmittags gab’s Kaffee und Kekse im Park und es wurde natürlich gespielt. Weil seit dem 1. April das Wasser auf dem Spielplatz wieder läuft und der kleine Kasskop natürlich gleich mit Schuhen an im „Brunnen“ stand, durfte er barfuß rumlaufen, bis die Sonne seine Socken wieder getrocknet hatte.

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Am Sonntag gingen wir wie geplant zum Familienschwimmen. Am Anfang wollte der kleine Kaaskop auch nicht ins große Becken, wo mit viel Gerausche so ein Wasserfallpilz lief und laute Musik gespielt wurde. Also plantschten wir erstmal eine Weile im Babybecken, in dem auch Wasserspielzeug rumlag. Als er dann „aufgetaut“ war, gingen wir noch „richtig“ schwimmen und auf die Wasserrutsche. Eigentlich wollte ich da ja alleine runter, aber als ich zum zweiten Mal anstand, kam erst ein anderer Junge aus B.’s Kita-Gruppe mit seinem Papa die Treppe hoch, und dahinter der kleine Kaaskop mit seinem.  Also rutschten wir zusammen, und es schien ihm zu gefallen, denn er wollte sofort nochmal! Nach dem Schwimmen war der kleine Mann so k.o., dass er, als ich ankündigte, er solle erstmal ein kleines Schläfchen machen, sagte: „Nee. Grote slapie!“ (Nein, großes Schläfchen!) Und dann schlief er tatsächlich fast 2,5 Stunden… Danach ging es noch auf den Spielplatz und abends gab es Pfannkuchen, mjam! Seit ich nach Holland „importiert“ worden bin, esse ich die statt mit Marmelade oder Nutella am liebsten in der Version appel-spek: mit eingebackenen Speck- und Apfelscheiben und dann lekker viel stroop (Sirup) obendrauf. Klingt erstmal komisch, ist aber sooooo lecker!

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Das war unsere Woche. Und diesmal gibt’s auch wieder ein paar Wochenenderkenntnisse:

  • Schwimmen gehen ist teuer: 11 Euro Eintritt für alle 3, zwei Cappuccino und zwei tosti’s (gegrillter Toast mit Schinken und geschmolzenem Käse) = 20 Euro. Tschacka!
  • Man ist nie zu alt für Wasserrutschen.
  • Bevor ich den kleinen Kaaskop zum peuteroverlevingszwemmen anmelde, gewöhnen wir ihn lieber erst wieder ans Schwimmbad.
  • Das Wort „Chamäleon“ gehört wirklich zum aktiven Wortschatz des kleinen Kaaskop!
  • Alle lieben Conni – auch mein kleiner B.!
  • Wenn ich will, dass der kleine Kaaskop seinen Teller leer isst, muss ich offenbar Pfannkuchen mit Apfelmus und Rosinen servieren.
  • Ich habe wohl doch etwas mütterliche Intuition: anstatt mich drauf zu verlassen, dass der große Kaaskop wie immer das Treppengitter hinter sich  zugemacht hatte, stand ich doch lieber schnell vom Bett auf und ging gucken. Da stand der kleine Kaaskop 10 cm vor der Death Trap,oh Schreck!
  • Ich sollte wirklich eins meiner Zeitschriftenabos kündigen, der Stapel ungelesener Zeitschriften wird immer höher..

 

 

 

 

 

7 Tage – 7 Bilder

Auch an diesem sonnigen ersten März-Sonntag ein kurzer Wochenrückblick in 7 Bildern, nach einer Idee von Frische Brise. Es war wieder keine Standardwoche, denn das alljährliche Konzerntreffen in Frankreich stand an! Aber immer schön der Reihe nach:

Am Montag, Mamatag, fütterten wir im Park die Ziegen. Der kleine Kaaskop versuchte erst stur, den Tieren kleine Stöckchen zu füttern, bis ich ihn überreden konnte, es doch mal mit Grünzeug zu versuchen.

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Am Dienstag war der große Kaaskop mit der Kita-Runde dran, und zufällig kamen wir fast gleichzeitig an der Haustür an. Das war praktisch, denn der kleine Kaaskop wollte nicht rein, sondern noch „buiten lopeeeee!“ (draußen laufen also). Also machten wir zwei noch einen kurzen Spaziergang im Viertel, während Papa Essen kochte. Was hatten wir wieder für ein Glück: erst konnten wir (naja, B. – ich hab diskret weggeguckt) einer anderen Mutter beim zweifellos verschwitzten Einparken zugucken. Sie manövrierte so lange  hin und her, dass sie selber lachen musste. Dann stieg auch noch ein Mann aus einem großen orangefarbenen Lieferwagen aus UND wir begegneten doch noch einer Katze, und die gab’s sogar gleich im Doppelpack:

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Am Mittwoch ging’s dann für mich früh morgens mit dem Reisebus voll Kollegen los nach Frankreich – nach Lille, um genau zu sein. Nach einer unruhigen Nacht, in der B. mich 3-mal, ein Alptraum über Feuer im Wohnzimmer und das Klappern von der Briefkastenklappe (danke,lieber Zeitungsausträger) jeweils 1-mal geweckt hatten und ich um 6 Uhr aufstehen musste, hatte ich nicht wirklich Bock auf Teambuilding, Vorträge und Überraschungsaktivitäten mit reichlich Alkohol. Aber wider Erwarten war es dann doch noch ganz nett. Wir hatten Glück mit dem Wetter, sodass die 2-stündige Schnitzeljagd durch Lille keine Strafe war (außer für meine Füße), und Lille erwies sich als recht hübsch. Ich mag alte Häuser! Abend gab’s ein ausgezeichnetes Essen im Casino (außer für die echten Vegetarier , siehe unten), wo wir anschließend mit Gratis-Jetons im Wert von 15 Euro zocken durften. Lustigerweise verspielte ausgerechnet der „Oberchef“ alles und noch mehr – hoffentlich ist er mit dem Geld vom Unternehmen vorsichtiger! Eine Kollegin aus den USA gewann 562 Euro, als sie zum Spaß einen einarmigen Banditen ausprobierte; ich beschloss nach ein paar Runden Roulette, dass der Tag lang genug war, und ging um Mitternacht mit einem bescheidenen Gewinn von 15 Euro zurück ins Hotelzimmer.

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Am Donnerstag begann der Tag mit einem ausgezeichneten Frühstück (ich liebe Hoel-Frühstücke!) und … gemeinsamem Stretching! Das Thema des diesjährigen Gastvortrags lautete nämlich: The corporate athlete. Natürlich maulten alle, vor allem die männlichen Kollegen, die weniger als eine Stunde geschlafen hatten, aber danach waren wir wirklich wacher. Und der Vortrag war auch wirklich interessant. Vielleicht blogge ich demnächst noch mal ausführlicher dazu, mal schauen. Zum Mittagessen gab es, lekker französisch, ein 3-Gänge-Menü mit Wein. Das hier war das Vorgericht:

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Mal was anderes als das übliche Käsebrot! Um 15 Uhr ging’s im Bus wieder zurück nach Holland, wo ich von einem kleinen Drachen begrüßt wurde (in Kindergärten wird auch außerhalb von Brabant Karneval gefeiert), der unbedingt und sofort meinen Koffer auspacken wollte. In dieser Tüte steckten meine Stiefel.

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Am Freitag wurde endlich das „Te koop„-Schild an unser Haus gehängt. Bin gespannt!

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Am Samstag standen Bodybalance, Wocheneinkauf, Wäschewaschen, Parkbesuch und Reifenaufpumpen auf dem Programm.

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Am Sonntag genossen wir das herrliche Frühlingswetter in dem Park mit dem tollen Streichelzoo, den wir letzte Woche entdeckt hatten. Wir besuchten u.a. die Hühner, Kaninchen und die Schweine.

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Und auch in dieser Woche habe ich wieder einiges gelernt:

  • Ziegen fressen keine Stöckchen.
  • Bei Roulette gibt es verschiedene Arten, seine Jetons einzusetzen.
  • In Lille gibt es ein Haus mit einem Busen in der Fassade.
  • Der Gedanke hinter „the corporate athlete“ ist gar nicht mal so dumm. Guter Vorsatz: in der Mittagspause öfter mal an die frische Luft. Und mehr Kaffee trinken.
  • Frankreich ist kein schönes Land für Vegetarier: meine Sitznachbarin bekam, weil sie auch keinen Fisch isst (viele Vegetarier essen ja doch Fisch), anstatt des vom Chefkoch kredenzten Hauptgerichts…einen großen Teller Rührei. Fand sie gar nicht mal so schlimm, denn sie hat auch schon einmal hungrig eine Pizzeria verlassen, weil sich der Kellner (!) weigerte, für sie eine bestimmte Pizza ohne den Schinken beim Chefkoch zu bestellen.
  • Die Nachbarin von gegenüber geht im gleichen Fitnessstudio wie ich zum Bodybalance.
  • An einem sonnigen Märztag kann man auf dem Spielplatz sowohl Kindern im Schneeanzug als welchen in Stoffturnschuhen und ohne Jacke begegnen.

 

7 Tage – 7 Bilder

Eine krankhafte Woche war’s, nicht nur, weil meine Männer krank waren! Hier mein Wochenrückblick in 7 Bildern nach einer Idee von Frische Brise:

Am Montag war wie immer Mamamontag. Morgens warteten wir gespannt auf die Männer mit dem Müllauto:

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Danach ging’s wie gesagt ab zum Arzt, der die Mittelohrentzündung bestätigte und Ohrtropfen verschrieb. Den Rest des Tages verbrachten wir mit nichts besonderem – einkaufen, mit Duplo spielen, draußen spazieren gehen, das übliche halt.

Am Dienstag waren der große und der kleine Kaaskop, wie ebenfalls gesagt, krank. Daher gab’s abends nur etwas einfaches, das immer reingeht: Nudeln mit ein bisschen Tomatensoße.

Am Mittwoch arbeitete ich zuhause, war der große Kaaskop immer noch krank und konnte der kleine Kaaskop zum Glück wieder für ein paar Stunden in die Kita. Abends gab’s eins unserer immer-lecker-Rezepte: kinderfreundliches Nasi Goreng, mjam!

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Am Donnerstag hatten wir einen Termin beim Hypothekberater. Leider war der große Kaaskop immer noch etwas kränklich, sodass er sein Männeressen doch absagte. Glück im Unglück für mich: so konnte ich doch noch zum Abschied meines Lieblingskollegen! Das freute mich sehr, und mein Lieblingskollege hat sich auch gefreut, mich noch einmal zu sehen. Im Zug nach Hause war ich etwas traurig, denn ich werde meinen Lieblingskollegen sehr vermissen. Er hatte immer gute Laune, man konnte toll mit ihm rumalbern, er ist ungefähr in meinem Alter und überhaupt sorgt er meistens für gute Stimmung im Büro. (Klingt fast, als müsste A. sich Sorgen machen. Aber nee. Der Lieblingskollege ist gebunden – und obendrein schwul.)

Am Freitag gähnte mir sein leerer Schreibtisch entgegen, *schluck*.

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Am Samstag wollten wir uns einen schönen Familientag machen, aber unsere Waschmaschine machte uns einen Strich durch die Rechnung. Die Verbindung zwischen Waschpulverbehälter und Trommel war offenbar verstopft – anstatt in die Trommel strömte das Wasser, VIEL Wasser (!) direkt auf den Küchenfußboden! Horror! Wir schmissen in Panik alle Küchenhandtücher und sonstiges Textil, das wir in der Küche fanden, in die 2 cm tiefe Pfütze, bevor wir endlich den Strom und damit die Maschine abschalten konnten. Ganz toll, diese modernen Maschinen ohne (Not-)Aus-Knopf. Als nach einem offensichtlich fehlgeschlagenen Reparaturversuch des großen Kaaskop wieder die halbe Küche unter Wasser stand, war unser Tag nicht mehr zu retten. Versucht haben wir es noch: nach dem Besuch beim Waschsalon, um sämtliche Handtücher, die wir besitzen, zu waschen und zu trocknen,

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gönnten wir uns ein Bagel-Mittagessen bei Bagels&Beans. Lekker!

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Der Mittagsschlaf des kleinen Kaaskop misslang auch, schließlich steckte sein Schlafkumpel noch in der Waschmaschine. Vielleicht wird B. aber auch langsam einfach nur zu alt für einen Mittagsschlaf. Immerhin gelang es A. doch noch, die verstopfte Verbindung freizustochern, und auch wenn ich ängstlich vorsorglich zu Eimer und Tüchern griff, sobald ich hörte, dass das Wasser lief, ging beim nächsten Durchlauf alles gut. Puh, meine Nerven! Jetzt heißt es Daumen drücken, dass das Laminat sich nicht verzieht – das können wir so kurz vorm Hausverkauf gar nicht gebrauchen!

Der sch… Samstag wurde zum Glück durch den sehr entspannten, schönen Sonntag ausgeglichen. Die Sonne schien, wir radelten nach dem Frühstück zu einem anderen Stadtpark als unserem und stellten fest, dass der Streichelzoo und der Spielplatz dort wirklich klasse sind! Vor allem die Kaninchen fand der kleine Kaaskop interessant; rein in den Stall zum Streicheln (das war erlaubt) wollte er aber nicht. Der kleine Schisser. Es war arschziemlich kalt draußen, aber die Sonne schien was das Zeug hielt! Und deshalb fiel mir im Park ein Gedicht über Gras auf, das in den Hauptweg eingelassen war. Straßenpoesie – sowas mag ich!

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Trotz ausgiebigem Rumrennen im Park war der kleine Kaaskop nicht müde genug für seinen Mittagsschlaf. Naja. Deshalb durfte er mir beim Backen zugucken, denn ich wollte unbedingt ein Brownie-Rezept ausprobieren. Nächste Woche ist nämlich die alljährliche 2-tägige Unternehmenszusammenkunft in Frankreich, und ich habe mich für den Nachtisch eingetragen. Das Rezept (wird demnächst gepostet) war ein Volltreffer: supereinfach undvoll LEKKER!

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Und so haben wir die durchwachsene Woche doch noch schön und entspannt (ick würde fast sagen: lekker) abgeschlossen.

Ein paar Wochenenderkenntnisse möchte ich aber noch hinzufügen:

  • A. und ich haben mit elektrischen Apparaten wirklich irgendwie immer Pech! Wenn ich das nächste Mal etwas neues anschaffen muss, das mit Strom funktioniert, frage ich jemanden, das für mich zu kaufen!
  • Wenn in der Betriebsanleitung Waschpulver empfohlen wird, heißt das nicht, dass die Waschmaschine das mag. Wir steigen jedenfalls vom Öko-Waschpulver wieder auf Flüssigwaschmittel um.
  • Der Griftpark ist schöner als ich mich aus unseren noch kinderlosen Tagen erinnerte.
  • B. mag Kaninchen, traut sich aber nicht, sie zu streicheln.
  • Das in A.’s Firmenwagen eingebaute Navi hat eine SD-Karte, die von Kindern herausgenommen werden kann. Wir fanden sie nach langem Suchen in der Schiene zwischen Fahrersitz und Mittelkonsole.
  • Ein übervolles Mamaportemonnee bietet hervorragende Beschäftigungsmöglichkeiten für Kleinkinder.

Ein lekker Wochenende

Also, ich weiß ja nicht,wie es bei euch aussah, aber mein Wochenende kriegt 8,5 von 10 Punkten! (Punktabzug für ein paar Momente der Ungeduld meinerseits bei Kooperationsverweigerung seitens B. und das frühe Gewecktwerden).

Was wir so alles gemacht haben? Nicht besonderes eigentlich. Am Samstag nach dem entspannten Frühstück fuhren wir einkaufen, danach gab’s fast sofort Mittagessen. Ausnahmsweise mal warm (hier in Holland isst man ja mittags Brot und abends warm), um zu testen, ob der kleine Schlingel dann besser isst. Hat aber, trotz superleckerem Herbstsalat mit Bio-Fleisch, leider nicht geklappt. B. übte lieber die Messerbenutzung, statt zu essen. Ach, er hat zumindest etwas Fleisch und die Birnenstücke gegessen.!

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Während der kleine Mann schlief und der große Mann spülte und die neue Stereo-Anlage anschloss, radelte ich „kurz“ zum Einkaufscenter, um meine neuen Stiefeletten abzuholen, die ich bestellen lassen musste.

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Und weil der Göttergatte mir Shoppingzeit gönnt, hab ich auch gleich noch nach einem neuen Schlafsack für B. geguckt (stattdessen aber nur einen süßen Pulli gekauft) und der Bücherei einen kurzen Besuch abgestattet. Als ich später als geplant wieder nach Hause kam, war dort grad das Kind aufgewacht und der Kaffee fertig. Den Rest des Nachmittags verbrachten wir im Park.

Abends machte ich zwei Skizzen für B.’s diesjährige Geburtstagstorte und backte schonmal den Biskuitboden. Weil B. gerade Dikkie Dik toll findet, will ich den orangefarbenen Kater drauf machen. Ich denke, es wird das linke Motiv:

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(Und ja, ich schreibe inzwischen meistens auch privat automatisch Niederländisch.)

Am Sonntag bummelten wir ein wenig im Haus rum, kauften noch ein paar vergessene Dinge ein und gingen kurz auf den kleinen Spielplatz in der Nähe des Supermarktes. Nach dem Mittagsschlaf gab es Sahnetorte, denn ich hatte zuviel Teig und deshalb noch einen zweiten, kleinen Biskuitboden gebacken. Zum Glück hatte ich ja eh keine guten Vorsätze (Abnehmen?!) gemacht! Lekker!

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Und weil schönes Wetter war (lekker weer), verbrachten wir den Nachmittag wieder im Park, bis die Sonne unterging der Park um 17 Uhr geschlossen wurde.

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Abends gab es einen winterlichen Eintopf mit stoofpeertjes (in rotem Saft und Gewürzen gegarte Kochbirnen). Mit Rotwein, lekker!

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Und auch an diesem Wochenende wieder ein paar neue Erkenntnisse, denn man lernt ja nie aus:

  • Irgendwie schläft A. auf meiner Matratze besser. Und ich schlafe auf meiner Matratze doch nicht so lekker. (Jaha, lekker ist ein sehr vielseitiges Wort im niederländischen Sprachgebrauch. Kann man für alles mögliche benutzen!)
  • Es ist erstaunlich, wie unterschiedlich die Leute ihre Kinder bei diesem Wetter ankleiden.
  • B. schläft mittags problemloser ein als abends.
  • Es gibt im Winter nur Winterkinderschlafsäcke zu kaufen.
  • Man kann in Holland doch Kniestrümpfe für Jungs kaufen. Allerdings nur in uni Schwarz und Dunkelblau.
  • Schnittblumen sind in Deutschland offenbar sauteuer: für die drei kleinen Sträuße, die A. beim Blumenstand um die Ecke für insgesamt 8 Euro kaufte, bezahlt man in good old Germany, wenn ich dem Preisaufkleber glauben darf,  8 Euro pro Bund! Wow.
  • Mein Sohn hat immer noch Angst vor dem lauten Staubsauger, Mist.

Ich wünsche euch einen schönen Wochenstart! Groetjes, Kristine

Butter bei die Fische

Als ehemalige Kieler Sprotte habe ich mir mal diesen norddeutschen Ausdruck erlaubt, um unser Wochenende zusammenzufassen. Und ja, ich weiß, es ist schon Dienstagabend. Aber der Montag ist ja für mich auch immer ein freier Tag (jedenfalls was die bezahlte Arbeit betrifft), also quasi Teil des Wochenendes. Und am gestrigen Montag fühlte ich mich so mies, dass ich nicht zum Bloggen gekommen bin. Wie dem auch sei, wir haben jedenfalls am vergangenen Wochenende ungeplanterweise viel gemacht:

  • Am Samstag haben wir den Weihnachtsbaum und fast alle Weihnachtsdeko weggeräumt. B. vermisst das pieksige Ding offenbar, denn er ruft ab und zu beim Betreten des Wohnzimmers: „kers(t)boom!?“ (=Wo ist denn der Weihnachtsbaum hin?!)
  • Wir haben endlich eine neue Stereo-Anlage bestellt. Das CD- und Radiohören über den Fernseher hat demnächst endlich ein Ende, hurra!
  • Wir haben den Pavillon im Park gebucht und die Einladungen für B.’s zweiten Geburtstag verschickt.
  • Ich habe mein neues Waffeleisen eingeweiht. Lekker!
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  • Ich habe schonmal probegebastelt für B.’s Kita-Leckerlis. (Dazu bald mehr!)
  • Wir sind im Park gewesen und haben versucht, das Dammwild anzulocken. Erfolglos.
  • Ich habe endlich die beiden Stücke Pappkarton angemalt, aus denen ich eine Palme für B.’s Dschungelzimmer basteln will. Die lagen schon seit Wochen über einem Monat auf dem Esstisch herum. Nun muss ich noch ein paar Details aufmalen und es zusammenkleben und aufhängen. (Und dann wahrscheinlich bald entsorgen – B. kann seine Fingerchen nicht von den Wandaufklebern fernhalten!)
  • Wir haben ein neues Rezept ausprobiert und für wiederholbar befunden. Auch, wenn A. das Hackfleisch im Kühlschrank vergessen hatte. Schnelles grünes Curry mit Rosenkohl für 4 Personen: 1 grob gehackte Zwiebel in Öl anbraten, 350 g Hackfleisch hinzufügen. 500 g halbierten Rosenkohl, 2 dl Kokosmilch und 1-2 EL grüne Curry-Paste hinzugeben, plus soviel Wasser, bis der Kohl halb unter Wasser steht. Zugedeckt 10 min köcheln lassen. Mit etwas Fischsoße abschmecken und evtl. etwas Thai-Basilikum zugeben. Mit Reis servieren. Eet smakelijk!
  • Wir haben einen neuen (gebrauchten) Kinderstuhl für B. gekauft.
  • Am Mamamontag haben B. und ich wieder Katzen gesucht, das Nachbarsmädchen kam bei uns spielen und es gab gesunde Muffins (ohne Zucker o.Ä., da kam nur 1 Banane rein und statt Weizenmehl Haferschrot).
  • A. und ich haben zwar nicht nach einem Winterurlaub gegoogelt, dafür aber nach Häusern geguckt!

Ganz schön viel, wenn man eigentlich ein Nichtstuwochenende geplant hatte, finde ich! Das elende Staubsaugen, der Wocheneinkauf und Wäschewaschen fiel schließlich auch noch an.

Der Winterurlaub liegt übrigens erstmal auf Eis – mangels Schnee. Während die Amis es mit Extremkälte und Schneebergen zu tun haben, riecht es hier in Holland eher nach Frühling. 12 Grad hatten wir gestern angeblich! In den in Frage kommenden Skigebieten in Deutschland ist es auch viel zu warm, bah! Die Schneegarantie einiger Skiorte nützt uns da nix, wir wollen ja nicht Skifahren sondern im Schnee toben. Doof. Hoffen wir mal, dass der Winter Ende Februar/Anfang März doch noch kommt! Und sonst sparen wir unsere Urlaubstage für einen eventuellen Umzug! Denn wie erwähnt, haben wir jetzt doch mal auf funda.nl nach einem möglichen neuen Heim für unsere kleine Familie geguckt. Da waren ein paar schöne erschwingliche Häuser in guter Lage dabei. Das führt mich ja irgendwie doch in Versuchung. Ein richtiger Garten für mein kleines Energiebündel wär ja doch etwas sehr Feines! Das hier ist unser aktueller sorry excuse for a garden:

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(Das Foto ist aus 2010, kurz nach der Gartenrenovierung.) In Sachen Hausverkauf-/kauf ist aber noch nichts fest beschlossen. Vor einem möglichen Umzug und allem Drumherum graut mir noch zu sehr. Diese Unsicherheit, ob man, wenn das alte Haus verkauft ist, rechtzeitig ein passendes neues Haus findet. Hab schließlich keinen Bock auf zwei Umzüge! Das ganze Einpacken. Das unweigerliche Renovieren im neuen Haus (und wenn es nur Streichen und Tapezieren ist). Das Suchen einer neuen Kita für den kleinen Schlingel. Undsoweiter. A. scheint diese Skrupel offenbar weniger zu haben: er rief heute mittag an, um zu beichten, dass er dem Makler, über den das Haus unserer ehemaligen Nachbarn von gegenüber verkauft worden ist, eine E-Mail geschickt hat. Spannend!

Ansonsten habe ich auch dieses Wochenende wieder etwas gelernt:

  • Das das alte schwere Waffeleisen meiner Mutter war irgendwie toller. Und das Waffelrezept, das meinem Waffeleisen beilag, war nicht das beste. Werd mal meine Mutter nach ihrem Rezept fragen…
  • Das Dammwild im Park war von den milden Temperaturen auch verwirrt und lief herum wie auf Extasy (Paarungszeit war schon im Herbst, das kann’s nicht gewesen sein) – B. gefiel’s aber!
  • Wenn im Rezept steht: „nicht zu lange mixen!“, dann sollte man auch nicht länger als strikt nötig mixen. Vielleicht war auch zuviel Milch drin. Jedenfalls waren die gesunden Muffins an sich zwar lecker, aber noch etwas zu nass. Dabei kam die Stricknadel doch sauber wieder raus, Gemeinheit!
  • Mein Sohn kann singen! Na ja, kind of. Nachdem A. und ich spontan „Slaap, kindje, slaap“ (Schlaf, Kindchen, schlaf) für ihn gesungen hatten, weil er sich mal wieder zum „s(l)apen“ unter den Wohnzimmerteppich gelegt hatte, hat er sich offenbar nach den erbetenen Wiederholungen („Nog meer!“) den Text gemerkt. Am Mamamontag stellte er sich vor mich hin, schunkelte von einem Fuß auf den anderen und sang: „S(l)aap,..kinje…buite….schaap!“ Also, ICH hab’s erkannt! Schnell, wo ist die nächste Musikschule?!

Habt einen schönen Abend! Groetjes, Kristine

 

Weihnachten in der Heimat

Hach, was ist das doch eigentlich herrlich, ein paar Tage völlig offline zu sein! Ich hab zwar zwischendurch ein paar Mal gedacht: „Jetzt würd ich gerne schnell auf Facebook gucken oder schon mal an meinem Weihnachts-Post schreiben“. Aber ich habe der Versuchung widerstanden. Abgesehen von der „Aschenbrödel“-DVD (zu A.’s Leidwesen Tradition bei uns) wurde nicht mal Fernsehen geguckt.

Da wir am 23. vormittags schon zu meiner Schwester in die Heimat fahren wollten, gab es am Sonntag wie gesagt noch einiges zu erledigen. Das Kofferpacken war schnell erledigt, die Kleiderauswahl fiel nicht weiter schwer (so viele weihnachtstauglichen Klamotten hab ich nämlich gar nicht), das Bügeln hat A. übernommen, das Fensterputzen fiel aus (hear, hear, quelle surprise!), die letzten Weihnachtskarten waren schnell geschrieben und zugestellt:

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Nur das Backen der Torte für den Kaffeeklatsch am 23. dauerte länger als gedacht. Als sie abends um zehn endlich fertig war, sagte ich zu A.: „Die mache ich garantiert NICHT noch einmal!“ Aber die Schoko-Orangen-Torte war sooooo lecker, dass ich das zurücknehme:

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(Die Zahnstocher markieren das Stück ohne Alkohol: da kommt nämlich Orangenlikör rein, und weder B. noch sein Onkel mögen das. Die Sterne sind aus Marzipan, das geht ja zu Weihnachten immer, finde ich!) Unsere Gäste fanden die Torte auch sehr gelungen, und es war ein sehr gezelliger Nachmittag. Abends gab es dann ausnahmsweise ein typisch deutsches Abendbrot, wie es bei meiner Oma immer gab: mit u.a. Gürkchen!

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Am 24. konnten A. und ich ausschlafen, denn wegen Platzmangel waren wir ausquartiert, während B. bei seiner Oma im Gästezimmer nächtigte. Das so ziemlich einzige Hotel in der Nähe war etwas… äh… „müde“ und vor Kurzem von einem offensichtlich türkischen Betreiber übernommen worden, sodass wir bei türkischer Musik frühstückten. Aber solange es frische „deutsche“ knackige Brötchen und Marmelade gibt, bin ich zufrieden. Und das gab es!

Wegen des schlechten, unweihnachtlichen Wetters (es regnete den ganzen Tag) wurde der Spielplatzbesuch gestrichen, aber da B. brav seinen Mittagsschlaf hielt und wir recht früh Bescherung machen wollten, war das nicht weiter schlimm. Ich hatte mir gedacht, dass wir erst bescheren und dann essen, weil B. sonst so kurz nach dem Auspacken der Geschenke ins Bett müsste, und das hätte er bestimmt nicht so toll gefunden. Daher machten wir uns schon um 16 Uhr fein (leider verweigerte B. die Krawatte – naja, „pick your battles“ sag ich da nur) und ging es endlich ran an die Geschenke!

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Es gab recht viel Duplo, aber davon hatten wir auch noch nicht so viel und kann man nie zu viel haben, oder?

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Das Duplo-Haus kam sehr gut an, und wie ich mir gedacht hatte, fand B. den Briefkasten darin voll toll. *freu* Er steckte da nicht nur den Brief rein, sondern alles mögliche, das passte, haha! Ansonsten war dieses Schneide-Set ein großer Hit (ebenfalls auf meinem Mist gewachsen, wenn ich das ganz unbescheiden anmerken darf), damit hat er die meiste Zeit gespielt. Ich kenne meinen kleinen Mann halt mittlerweile doch ganz gut und weiß, was ihm Spaß macht! Die Spielküche von Hape, die ich schon vor Monaten bei Pirum Holzspielzeuge online gekauft hatte und die A. währendB.’s Mittagsschläfchens am 2. Feiertag aufgebaut hat, fand B. auch richtig super, er bekam ganz große Augen und kriegte sich kaum noch ein vor Freude!

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Insgesamt bekam B. zu Weihnachten: das Duplo-Haus, den Duplo-Zahlenzug, Duplo-Bauplatten, noch ein großes und ein kleine Duplo-Set („buhkohs“ nennt er die übrigens – keine Ahnung, wie er darauf kommt!), das Schneide-Set, die Spielküche, ein ganz tolles selbstgenähtes Affen-Shirt von Tante A. (die B. zu deren großen Entsetzen aus irgendeinem Grund stur „Oma“ nannte – dabei war die echte Oma auch da), das Buch „Jan&Julia in den Bergen“ (diese tollen Bücher aus meiner eigenen Kindheit gibt’s noch auf amazon!) und Kniestrümpfe (kann ich hier in Holland einfach nicht für Jungs finden, nur mit rosa Herzchen und so). Das war’s, glaub ich. Ist das viel? Genug war es auf jeden Fall, wir haben zwischendurch erstmal Pause eingelegt und Hähnchen gegessen, mjam, mjam! Das Himbeer-Dessert war auch sehr, sehr lecker – vielleicht mach ich das einfach zu unserer Familientradition. Es ist nämlich ziemlich einfach zuzubereiten und oberlecker.

Tja, ansonsten verlief unser Weihnachten ruhig: kein übermäßiger Stress (weil wir es einfach gehalten haben), kein Streit (nur liebevolle Neckereien). Es war sehr entspannt. Und ich habe wieder einige Erkenntnisse gesammelt:

  • Die Angst vor einem weiteren Einbruch sitzt tief: wir haben zur Sicherheit den Laptop mitgenommen.
  • Obwohl B.’s Geburt keineswegs traumatisch war und ich ’ne Betäubungsspritze bekommen und nichts gesprürt habe, läuft mir beim Gedanken an eine Schere zwischen den Beinen auch heute fast 2 Jahre nach dato ein Schauer über den Rücken: ich konnte das Huhnanschneiden nicht mitansehen!
  • Das Haus meiner Schwester ist nicht kidsproof: als wir kamen, lagen u.a. ein Nähprojekt mit Schere und Nadeln in Reichweite. Von Weihnachtsdeko etc. ganz zu schweigen. Aber wir waren ja auch trotz anstrengender Fahrt (vorne sitzen ist für mich nicht mehr drin!) etwas zu früh da…
  • B. findet meinen Gesang zum Heulen: als ich im Auto versuchte, ihn durch Mitsingen der Weihnachtslieder bei Laune zu halten, setzte Protestgeschrei ein. Gemein.
  • An Weihnachten in einem heruntergekommenen müden Hotel zu schlafen und ohne meinen kleinen Mann aufstehen und frühstücken müssen, ist doof. Nächstes Jahr suchen wir eine andere Lösung!
  • A. kann wirklich nicht gut suchen: als wir das Auto ausgepackt hatten, vermisste er sein Portemonnee. Und obwohl er das Auto gründlich (ja,ja) durchsucht hatte, fand ICH das Ding sofort.
  • Meine Schwester kann im Gegensatz zu mir offenbar gut nähen. Da können wir ja mal zusammen auf den holländischen Stoffmarkt (jeden Samstag hier in Utrecht) und Stöffchen aussuchen!
  • Ich mag Glaskeramik-Kochfelder nicht. Da rutscht einem ja ständig die Pfanne weg beim Rühren!

Und was habt ihr an den Feiertagen so alles gegessen, gekriegt und gelernt?