Ausgeraubt

Es fiel A.und mir sofort auf, als wir von einem schönen aber anstrengenden Wochenende auf der Veluwe mit 3 befreundeten Familien zurückkamen. Die Vorhänge im Wohnzimmer waren zu! Und die hatten wir nicht selber zugemacht… Wir wussten es eigentlich schon, bevor A. den Schlüssel ins Schloss stecken wollte und nichts da war, wo er ihn reinstecken konnte, weil der Zylinder weg war. Durch das kleine Loch konnten wir sehen, dass in der Küche alle Schranktüren offenstanden. Bei uns ist eingebrochen worden!

Nach der schlagartigen Erkenntnis, dass Fernseher und Laptop wohl weg sein würden, kam erstmal: „Scheiße, da wird es viel zu regeln geben!“ Während ich mit B. bei der Nachbarin von nebenan mit zitternden Knien Tee und Kekse entgegennahm, wartete A. draußen auf die Polizei. Wir konnten ja nicht mal ins Haus, trotz Schlüssel! Weil die Nachbarin Besuch hatte, boten die Nachbarn von gegenüber an, kurz auf B. aufzupassen, während wir mit der Polizei den Schaden begutachteten. Ich lasse hier mal Bilder sprechen:

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Die Einbrecher haben wohl gesehen, wie wir am Freitag das Auto gepackt haben, und haben dann in der gleichen Nacht noch zugeschlagen. Schnell den Zylinder aus dem Schloss gebohrt, Tür aufgemacht, drinnen alle Vorhänge zugezogen und in Ruhe alles durchsucht. Den Nachbarn war zwar am Samstag und Sonntag aufgefallen, dass die Vorhänge tagsüber zu blieben, aber die haben halt gedacht, wir seien weg und hätten das selbst getan. Gehört oder gesehen hat jedenfalls keiner etwas.

Das neue Handy, das noch in der Schachtel auf dem Schreibtisch lag und das A. ein paar Tage später zum Geburtstag kriegen sollte, war natürlich weg. Mein 3 Wochen alter Tablet-PC auch, an den hatte ich erst gar nicht gedacht, so neu ist er. WAR er. *schluchz* Dass mein Modeschmuck weg ist, kann ich verkraften. Dass mein Verlobungsring und die Perlenohrringe, die ich von meiner Schwägerin zur Hochzeit bekommen hatte, weg sind, finde ich schon schlimmer. Am schlimmsten finde ich aber, dass eine Kette, die ich als Kind von meiner Oma geschenkt bekommen hatte, weg ist. Und mein Kinderbesteck mit den Bremer Stadtmusikanten. Die beiden Ringe, die ich mir während meines tollen Auslandssemesters in Irland gekauft habe. Silbernes Kinderbesteck vom Bruder meiner Mutter, der mit 17 gestorben ist. Alles kaum was wert, außer für mich

Weil es erst hieß, dass am nächsten Tag noch jemand vom forensischen Team vorbeikommen würde, um zu gucken, ob irgendwo Fingerabdrücke genommen werden können, und wir mit unserem kleinen Mann nicht im Chaos schlafen wollten, fuhren wir zu A.s Eltern. Am nächsten Tag bekamen wir einen Anruf, dass sie viel zu tun hätten, dass man nicht erwartete, dass irgendwo Fingerabdrücke zu finden seien (geht nur auf richtig glatten Oberflächen, die wir nicht oft selbst anfassen), und dass wir daher aufräumen durften. Wir sollten der Polizei eine Liste mit allen gestohlenen Sachen mailen, mögliche fingerabdruckgeeignete Dinge vorsichtig zur Seite legen und dann würde jemand das Protokoll anfertigen und eventuelle Spurensicherungsgegenstände abholen. Pfff.

Diese blöde Liste kostete uns recht viel Zeit und Ärger. Uns fielen immer mehr kleine Dinge ein, die auch gestohlen waren, und vor allem beim Schmuck wusste ich oft auch gar nicht, wie ich den beschreiben soll. Oder was ich überhaupt alles hatte! Außerdem fand A. einige meiner Beschreibungen sinnlos, ich wollte aber brav tun, worum der Polizist gebeten hatte, nämlich alles möglichst genau beschreiben. Darüber hatten wir etwas Zoff. Die Nerven lagen wohl doch blanker als wir dachten. Außerdem schliefen wir schlecht, weil B. erkältet war und uns nachts mehrmals weckte. Zum Glück hatten die Einbrecher den alten großen PC nicht mitgenommen, sodass wir zumindest nicht alles von Hand aufschreiben mussten und mit dem alten langen Kabel auch ins Internet konnten! Als wir die Liste drei Tage später endlich verschickten, fiel uns jedenfalls erstmal eine Last von der Schulter. Und ich bin ganz froh, dass wir die Liste der gestohlenen Sachen für die Versicherung noch nachträglich ergänzen dürfen. So fiel uns erst später auf, dass nicht nur all meine (halbleeren) Parfümflaschen weg sind, sondern auch Andrés Rasierer, die Einkaufskiste (!), der Adapter von A.s Dienstlaptop (der Laptop lag zum Glück im Büro), ein paar DVDs und noch ein paar weitere Dinge, die man erstmal gar nicht vermisst.

Während wir auf das Protokoll der Polizei und den Gutachter von der Versicherung warten, haben wir trotzdem schon mal ein paar Dinge neu gekauft. Den Rasierer natürlich, einen neuen Servierlöffel (den hatten die Einbrecher beim Versuch, das Schubladenschränkchen unterm Schreibtisch aufzubrechen, verbogen), ein neues Schloss… Und ohne Fernseher und Laptop ist (war!) irgendwie auch doof. Vorerst ist jedenfalls wieder Normalität eingekehrt. Und ich habe wieder einiges gelernt! Meine aktuellen Wochenenderkenntnisse (von diesem und letztemWochenende):

  • Timer an Lampen und Radio sind gar keine schlechte Idee. So im Nachhinein.
  • Zuckerdose, Keksdose, Teepott, Kleiderschrank und Badezimmer sind KEINE  geeigneten Verstecke für Bargeld oder andere Wertsachen. Hinter/zwischen den Büchern (auch ein klassisches Versteck, wie ich dachte) haben diese Einbrecher komischerweise nicht gesucht.
  • „Unsere“ Einbrecher haben keine Ahnung vom Wert von Kindersachen oder Schmuck. Meinen nahezu wertlosen und als solcher erkennbaren Modeschmuck haben sie fast allesamt mitgenommen, den nagelneuen großen Duplo-Satz und eine noch ungetragene Markenkinderjacke haben sie da gelassen.
  • Man sollte wirklich regelmäßig Backups von seinen Fotos und anderen wichtigen Dateien machen.Und seinen Schmuck abfotografieren, nur für den Fall, dass.
  • Es macht keinen Spaß, „nur mal schnell“ neuen Modeschmuck kaufen zu gehen, weil im Schmuckkasten plötzlich gähnende Leere herrscht. Ein paar Teile haben die Schweine mir gelassen, aber alltagstauglich (sprich: vielseitig kombinierbar) sind die nicht. Bei meinem ersten Besuch beim Billigjuwelier Lucardi sah ich jedenfalls im ganzen Laden weder eine Uhr, noch Ohrstecker oder Kettenanhänger, die mir gefielen.
  • Bei einem kleinen Haus ist so ein Chaos schneller aufgeräumt als man denkt. Nur der Kleiderschrank kostete mehr Zeit.
  • Ich habe sehr, sehr viele Strumpfhosen und Nylonsöckchen.
  • Unsere Nachbarn von gegenüber sind echte Schätze. Ihre Tochter ist ein Jahr älter als B. und zufällig in der gleichen Kitagruppe. Während A.und ich zuhause aufgeräumt haben und auch während wir schnell einen neuen Fernseher und Laptop gekauft haben, durfte unser kleiner Mann bei ihnen spielen. Als wir ihn nach erfolgreichem MediaMarkt-Besuch wieder  abgeholt haben, kriegten wir noch ein Glas Wein angeboten und haben wir uns noch eine gute Weile nett unterhalten.
  • Ohne Fernseher fehlte irgendwie was in unserem Wohnzimmer. Zwar guck ich viiiieeel weniger als A., aber Nachrichten ist man ja nun doch gewohnt, und so ein großer leerer Platz im Wohnzimmerschrank fällt halt auf.
  • Es wird noch eine  Weile dauern, bis ich meine neuen Passwörter im Kopf parat hab. Ich gebe ständig die alten ein..
  • Entweder meine Kamera ist nicht die so dolle, oder meine Fotografierfähigkeiten sind bescheiden. Ich hab sooo viele Fotos gemacht, als wir auf der Veluwe waren, und es sind nur sehr, sehr wenige schöne dabei, schluchz!
  • Wenn man mit 8 Erwachsenen und 6 Kindern unter 4 Jahren wegfährt, sollte man (also, ich jedenfalls) besser mit der „Frühschicht“ frühstücken anstatt etwas länger auszuschlafen – dann hat man den Kaffee nämlich schon intus, wenn die Kinder so richtig loslegen!
  • Auf der Veluwe ist es schön im Herbst! Bed&Breakfast Mollenvlied auch.
  • Selbstgemachte Lasagne schmeckt am nächsten Tag irgendwie noch besser. *schmatz*
  • Windows 8 ist ganz schön gewöhnungsbedürftig, pff!

Mein doch nicht so ruhiges Wochenende

Eigentlich wollten wir ja nach dem vollgeplanten vorletzten Wochenende (Kindergeburtstag, Enkel-Fotoshoot) für letztes Wochenende nichts planen und einfach etwas rumbummeln. Aber. Ich wollte ja schon ewig mal wieder zu Ikea, um ein zweites Töpfchen, einen Kindertisch und und und (keine Kerzen, sondern einen Kerzenständer, den ich aber voll vergessen hab, so ein Mist..) kaufen. Und Wocheneinkauf mussten wir ja auch noch machen. Und Wäsche waschen. Und irgendwas ist ja auch immer!

Meine aktuellen Wochenenderkenntnisse:

  • Ein zweiter Erwachsener wird schon gebraucht, wenn man einen fast zweijährigen kleinen Jungen zu Ikea mitnimmt. Einer guckt sich in Ruhe alles an, der andere rennt hinter dem kleinen Wirbelwind her, der laut lachend alles erkundet. Ja, die Ikea-Liebe liegt in der Familie! Sogar A. ist mittlerweile Fan, ha!
  • Ich habe kein Problem damit, schon um 16 Uhr warmes Abendessen zu verputzen. Zwischen Ausstellungsbereich und Ladenbereich liegt bei unserem Ikea das Restaurant, und da wir alle Hunger hatten und eh da essen wollten, es aber blöd gewesen wäre, um viertel vor 4 noch Kuchen und ´ne Dreiviertelstunde später warm zu essen, holten wir uns gleich Köttbullar, ein Schwedenhackschnitzel und Saté-Spieße. Um 16.10 Uhr waren wir mit dem Essen fertig. 2013-11-09 16.09.37
  • Es ist um 16 Uhr schon überraschend voll im Ikea-Restaurant! Und zwar nicht nur mit Leuten, die Kuchen essen…
  • B. mag die Köttbullar nicht so. Pommes fand er aber offensichtlich sehr lekker.
  • In B.´s Alter (21 Monate) kriegen Kinder offenbar wieder eine Bitte-bleib-hier-Phase. Bei uns ist jedenfalls zurzeit jeden Abend Theater, wenn B. ins Bett soll.
  • Auch Papas finden mal Tricks: er sagte einfach zu B.: „Papa geht nicht weg. Papa holt nur kurz eine Decke und bleibt in der Nähe.“ Er wollte sich wirklich nur eine Decke holen! Er ließ die Tür zum Kinderzimmer ein Stückchen auf, aber als er merkte, dass B. still blieb, hat er nur kurz gelauscht und sich dann ins Wohnzimmer verkrümelt. Diesen Trick haben wir seitdem schon ein paar Mal erfolgreich angewandt.
  • Man sollte nicht fluchen, wenn das Kind in einer Ich-plapper-alles-und-jedem-nach-Phase steckt (alles ist eine Phase!). (B. kann jetzt „damn it“ sagen…)
  • Mein halbholländischer Sohn mag keine oliebollen (eine Art Ölkrapfen, ähnlich wie Berliner, aber ohne Marmelade)! Seit ein paar Wochen steht der oliebollenkraam (Krapfenstand, bzw. -wagen) wieder auf seinem Stammplatz bei uns um die Ecke, und am Sonntag konnten A. und ich nicht widerstehen und haben drei Stück (mit Korinthen) gekauft. Den Puderzucker, den es traditionell dazu gibt, fand B. sehr interessant, aber nachdem er ein Stück oliebol probiert hatte, mochte er den Rest nicht mehr. Mehr für Mama, hihi!
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  • Die Schinken-Käse-Muffins, die ich während seines Mittagsschlafs schnell für nächstes Wochenende vorgebacken hatte, fand er allerdings sehr lecker:
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  • Mein Sohn findet, dass Mama UND Papa dabei sein müssen. Nicht nur, dass er nach Papa brüllt, wenn Mama ihn ins Bett bringen will, und nach Mama, wenn Papa das versucht, nein, noch ein bisschen im Bett liegen bleiben, wenn Papa am Sonntagmorgen mit dem kleinen Mann schonmal nach unten frühstücken geht, ist auch nicht mehr drin. Drängelnd stand er in der Schlafzimmertür: „Mama! Komm!“ Pff… Ja, ja, ich komm ja schon. Mpf.
  • Ich brauche mehr ZEIT! Von den Wandaufklebern mit den Urwaldtieren, die schon ewig im Schrank liegen, habe ich zwar endlich ein paar in B.’s Zimmer geklebt, aber weil die etwas verloren wirken, wollte ich eigentlich noch ein paar zusätzliche basteln/malen/farbkopieren, und weil die Palme so klein ist, will ich eine größere basteln (den passenden Karton hab ich mir schon zur Seite gelegt). Aber dazu bin ich auch dieses Wochenende nicht gekommen, bäh. Einen Adventskalender will ich auch noch machen, eine ordentliche Kamera kaufen (irgendwelche Tipps??) und einen Fotokurs belegen will ich auch schon seit Längerem, mit den Fotoalben bin ich schwer im Rückstand…. Hach ja.
  • Mein Mini-Kaaskop liebt Käse. Er isst sich den selber vom Brot (zich de kaas niet van het brood laten eten = sich nicht die Butter (bzw. den Käse) vom Brot nehmen lassen) und lässt das Brot dann liegen. Pff.
  • B. findet Katzen nach wie vor interessant. Als wir am letzten Mamamontag eine kleine Runde gelaufen sind, entdeckte er eine. Und der sind wir dann eine Weile hinterhergelaufen. Er fand das voll interessant, wie die sich putzte und so. Die Katze wusste wohl nicht so recht, wo sie hin wollte. Mal lief sie in die eine Richtung, dann wieder zurück…und wir immer hinterher! Als ich nach Hause wollte, sagte ich zu B.: „Sollen wir mal nach Hause gehen und gucken, ob die Katze mitgeht?“ Es war so süß, wie der kleine Schlingel immer der Katze zurief: „Katz! Meelopen (mitgehen)!?“
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  • Seine neue geringelte Mütze steht B. sehr gut. *schmelz*
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Wochenende mit Oh-ja-Effekt

Dass das Wochenende nicht allzu entspannt werden würde, wusste ich ja schon vorher. Am Samstag waren wir nämlich zum Geburtstag bei A.s Schwester eingeladen, weil die jüngste Nichte am nächsten Mittwoch 5 wird. Ja, Holländer feiern auch mal vor, wenn das besser in den Terminplan passt. Da sind sie nüchterner als wir Deutsche. Und praktische Geschenke kriegen die meisten auch gern. Ich erinnere mich noch, dass die Freundin von A.s Freund D. Sich mal ernsthaft Fotorollen gewünscht hat…

Egal, zurück zum Wochenende! Ich habe wieder einiges gelernt:

  • Oh ja: Kinder (naja, B. Jedenfalls) spüren es wirklich, wenn ihre Eltern sich gestresst oder gehetzt fühlen – und werden maulig.
  • Ein schönes Enkelkinderfoto von allen 4 Enkeln (eins 1,5 Jahre und 3 zwischen 5-9) für Omas Geburtstag zu machen, kostet Nerven. Vor allem, wenn der Jüngste auf seinen Mittagsschlaf verzichten muss und eins der Mädels total keinen Bock hat.
  • Mein Schwager hat diese Nerven nicht.
  • Wütend rumschreien hilft nicht, wenn die Mädels nicht machen, was sie sollen.
  • Oh ja: Mit einem übermüdeten Kleinkind eineinhalb Stunden im Auto sitzen zu müssen, ist doof.
  • Mein Kind schläft nicht mehr im Auto. Auch doof.
  • Mama muss beim Laub räumen helfen und nicht auf dem Sofa heimlich Smartis naschen Wäsche zusammenlegen. Findet B. Pff.
  • Auch einfache, erprobte Rezepte können ohne Vorwarnung misslingen. Doof.
  • Oh ja: Der Blätterhaufen ist schon nach einem Tag wieder groß genug, um einen Müllsack zu füllen. Pff.
  • Wenn man sein Kind mit seinem Handy spielen lässt und zu faul ist etwas nachlässig damit ist, seinem Kind ständig die Hände zu waschen…ja, dann klebt das gute Stück irgendwann!
  • Mein Sohn ist genauso schreckhaft wie ich (heute hat er sich vor der Eieruhr erschreckt und vor Schreck seine Milch halb ausgeschüttet, als ich ihm die etwas richten wollte, um genau das zu verhindern – seufz).
  • Es ist doch möglich, alleine und ohne Kinderwagen mit B. kurz zum Supermarkt zu gehen, weil man die Milch vergessen hat! Allerdings sucht er sich dann die allerschmutzigsten Pfützen zum drinrumstampfen aus, die er nur finden kann. Hach ja…
  • Wahrscheinlich haben überzeugte Stay-at-home-Moms öfter als ich solche schönen Tage wie es mein heutiger Mamamontag war. So kann ich das auch!

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Meine Männer beim Laubfegen.

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Meine malenden Männer.

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Cappuccino für Mama, Babyccino für B.

Was ich in den letzten Tagen gelernt habe

Die letzten Tage haben mich wieder so einiges gelehrt:

  • Einen Hexenschuss kann man auch im zarten Alter von 33 Jahren bekommen.
  • Ein Hexenschuss tut weh und ist nicht einfach so wieder weg. Er ist außerdem nicht praktisch, wenn das Kind noch im Gitterbett schläft, aus dem es nicht alleine raus kann.
  • Man sollte nicht selbst Diagnosen stellen. Wenn ich den Wikipedia-Artikel so lese, ist das gar kein Hexenschuss. Tatsache ist aber, dass mir beim Hochheben meines Sohns am Samstag etwas in den Rücken schoss und ich seitdem „Rücken hab“. Aua.
  • Solche „Unfälle“ passieren immer am Wochenende.
  • Mein Sohn hat Angst vor Blättern/ starkem Wind. Oh je! Durch den hohen Blätterhaufen (dazu gleich mehr!) stapfen fand er toll, aber sobald der Wind kurz ordentlich zunahm, versteckte er jämmerlich piepsend sein Gesicht zwischen meinen Beinen. Aber zugegeben: auch ich war erstaunt, was für einen Lärm die drei großen Bäume bei uns um die Ecke bei Sturm machen können. Und auch ich fand den Sturm etwas beängstigend. Die Bäume um die Ecke könnten glatt unsere ganze Häuserreihe plätten! Zum Glück sind sie ja stehengeblieben. Aber es war ja auch ein echter Orkan, das hatte ich in meinem Mamatag-Kokon gar nicht so mitgekriegt. Hab abends aber extra die „billigen“ Nachrichten (het goedkope nieuws = Nachrichten auf Sat1, RTL und Co.) geguckt, wegen der reißerischerern Bilder.
  • Die Leute kümmern sich nicht besonders um ihre Mitmenschen. Auf dem Rückweg von der Drogerie (noch so etwas: irgendwie bleibt das Windelnkaufen immer an mir hängen!) sah ich, dass eine Mülltonne auf die Straße geweht war. Mitdenkend wie ich bin, wollte ich die eigentlich wieder auf den Bürgersteig holen – aber ich hab ja Rücken. Würd mich mal interessieren, ob ein anderer Fußgänger oder Autofahrer das dann gemacht hat oder ob alle Autofahrer drum rum gefahren sind, bis die Müllabfuhr da war.
  • Müllmänner sollten kinderfreundlich sein. Unsere sind das zum Glück. Mein Sohn ist bestimmt nicht der einzige, der die Müllautos wahnsinnig interessant findet („Müllauto“ kann er ja auch schon sagen – allerdings dachte er neulich, dass wir Müllautosuppe essen. Ich hatte aber eindeutig „Möhre“ gesagt…naja.)
  • Wenn es doll genug stürmt, wehen die Blätter vor unserer Haustür ausnahmsweise mal ein Haus weiter, hurra! Kam ja morgens kaum noch mit dem Kinderwagen durch den überknöchelhohen Blätterhaufen…
  • Kinder sch…. wirklich auf die Zeitumstellung. Auch, wenn sie am Abend vorher später ins Bett gebracht wurden als normalerweise. Mist.
  • Noch mehr Scheiße: Auch bei überknöchelhohen Blätterhaufen kann man sich die Schuhe an dem Hundehaufen darunter versauen. Und das versaut mir dann glatt den ganzen Tag.
  • Die Leute in unserem Viertel räumen die Scheiße ihrer Köter nicht weg. (Dafür können die Hunde nichts, das weiß ich ja. Aber weil ihre Herrchen offenbar asozial sind, nenn ich die dann halt Köter…“tainted by association“ heißt das in meinem Lieblingsbuch/-film Pride and Prejudice (Jane Austen)).
  • Ich habe den liebsten Mann der Stadt: als ich ihm whappte, dass ich in Hundekacke getreten bin, antwortete er: „Nicht aufregen, das mach ich heute abend sauber, Küsschen“ Awwwww! (Hatte es aber aus Outfit-Gründen schon selbst saubergemacht – wozu hat man schließlich Feuchtis im Kinderwagen!)
  • Man Frau muss irgendwie doch eine psychische Grenze überwinden, wenn frau für ihren Sohn ein Duplo-Haus kauft, das a) überwiegend rosa ist und b) laut Produktbeschreibung speziell für Mädchen ist. Das neutrale Haus hat aber nicht so einen tollen Briefkasten (den wird B. lieben!) und blöde Säulen. Außerdem war das 5 Euro teurer und gab´s das bei bol.com, wo ich u.a. noch ein Geburtstagsgeschenk für A. bestellt habe, nicht.
  • Mir kommen immer noch die Tränen, wenn ich über die ersten Wochen Monate von B.’s kleinem Leben rede – und zwar nicht im positiven Sinne.
  • Wenn man Zucchini und Champignons in der Tomatensoße püriert, weil der Sohnemann das Gemüse sonst wieder rauspickt, sieht das ….aus wie schonmal gegessen. Bäh. Merke: in dunkler Soße kein helles Gemüse pürieren!
  • Ich habe immer mehr Blog-Pläne als Zeit. Und meine „kurzen“ Blogartikel werden irgendwie meistens viel länger als geplant!