Wenn ich twittern würde (7)

…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben:

  • Da macht man der deutschen Sprachkenntnisse des Kindes wegen 2 Wochen Urlaub in Deutschland und was hat das Kind dort gelernt? „Fang mich doch, du Eierloch!“
  • Bei Tempo 120 einen Dinosaurier aus einem Pixi-Buch abzeichnen? Kann ich!
  • Eventuell hat mein Sohn auf die Freundebuchfrage „Was machst du am liebsten?“ geantwortet: „Leben!“ Und eventuell hab ich jetzt Pipi in den Augen.
  • Die Strandfreundin meines barfüßigen, nur in Badehose bekleideten Sohns hat sich trotz UV-Schutzanzug, Sonnenhut mit Nackenschutz und Neoprenschühchen an einer Muschel das Knie aufgeschlitzt. Oh, diese Ironie!
  • Das zweisprachig aufwachsende Kind rupft fleißig Schachtelhalm aus dem Beet und ruft freudig: „Guck mal, Mama, mit Möhre!!“ (Er meint die Wurzel. Die heißt auf Niederländisch genau wie die Möhre wortel.)
  • Anfang August in der Sommerjacke frierend die erste Herbstdeko in den Vorgärten entdecken. Da kommt die Winterdepression automatisch.
  • Der Vierjährige freut sich, dass er mit dem Papa zu Ikea fährt. Alles richtig gemacht! (Oder dort zu oft Eis gekauft…)
  • „Mama, komm, wir spielen! Du bist ein… ein…. Warte, ich schau im Katalog nach!“ Uh, jetzt wird’s spannend!
  • Endlich komme ich mal zum Fensterputzen. Und was macht ihr so freitags abends um halb neun?
  • Das Kind droht, „dann nie mehr bei mir zu wohnen“. Ich antworte: „Alleine wohnen kannst du, wenn du 18 bist!“ – „18? So alt kann man doch gar nicht werden!“
  • Die Nachbarin hasst mich! Oder warum nennt sie mir Jungsmutter als Geschenkidee für ihre Töchter: „Ballettrucksack und Stiftemäppchen in einer Mädchenfarbe“?!
  • Es gibt doch tatsächlich eine spezielle „Frozen“-Version von Uno Junior! Mal googeln, ob es auch schon Klopapier davon gibt…

Tüddelig, tüddeliger, ich – Mein Beitrag zu Beatrice Confuss‘ Blogparade #Alltagsfehler

Kurz vor dem Urlaub war ich merklich etwas tüddeliger als sonst. Ich legte (fast!) Dinge in den Kühlschrank, die da gar nicht hingehören. Ich packte zwar die Tüte für das Wechsel-T-Shirt in den Bürorucksack, aber ohne T-Shirt drin. Ich ging nach oben, um etwas zu holen und kam mit etwas anderem wieder nach unten, usw.  Aber da ich eine gewisse Grundtüddeligheit besitze, unterlaufen mir auch sonst im Alltag einige Schusseligheiten. Da kommt die Blogparade von Beatrice Confuss wie gerufen, mal aufzulisten, welche Fehler ich im Alltag immer wieder begehe.

  • Ich wasche mir abends die Haare, lasse das Handtuch auf der Heizung im Wohnzimmer liegen und muss dann bei der nächsten Haarwäsche erst nach unten gehen, um das Handtuch zu holen.
  • Ich merke oft erst nach dem Abschließen der Haustür, dass der kleine Kaaskop noch Frühstücksspuren im Gesicht hat. Angefeuchteter Mamafinger to the rescue! Mein Sohn geht auch (im Gegensatz zu mir) fast immer ungekämmt aus dem Haus, aber bei seinem Harry-Potter-Haar fällt das nicht auf, deshalb hab ich das aufgegeben.
  • Ich drücke gedankenverloren selbst auf den Knopf der Kaffeemaschine. Dabei weiß ich doch, dass das das Privileg des kleinen Kaaskop ist (oder seines Kuscheltiers – fragt nicht!).
  • Es regnet, ich bin mit dem Fahrrad unterwegs und habe keine Regenhose/-jacke dabei. Oder ich habe die atmungsunaktive Regenjacke an, es regnet doch nicht und ich schwitz mir einen ab. Kommt genauso häufig vor.
  • Ich bringe Dinge vor dem kleinen Kaaskop in Sicherheit und vergesse dann, wo ich sie hingelegt habe. Dass wir den pakkenlikker (ein hier in Holland sehr beliebtes Utensil zum Ausschaben von Joghurt-/vla-Tetrapacks) nach wöchentlicher Unauffindlichkeit in der Playmobilkiste wiederfanden, war aber nicht meine Schuld. Echt nicht!
  • Ich erwähne etwas Konkretes, das wir heute vielleicht noch tun/unternehmen könnten (z.B. Kuchen backen, an den Baggersee fahren, zum Streichelzoo radeln), dann wird aus Gründen doch nichts mehr daraus und der kleine Kaaskop fragt um halb fünf, ob wir das nicht noch machen können. Öhm, nee, jetzt nicht mehr, tut mir leid…
  • Ich stecke den Fotoapparat ein und dann ist nach einem Foto der Akku leer. Deshalb gibt es oft nur Smartphone-Fotos von mir.
  • Ich lasse mich vom kleinen Kaaskop überreden, erst nach der Schule (also mit ihm) einkaufen zu gehen. Da wir dann aber beide Hunger haben (trotz Snack), läuft das Einkaufen dann aber in der Regel sehr unharmonisch ab. Und natürlich will der kleine Kaaskop ein Croissant zum Mittagessen.
  • Ich entdecke erst nach dem Badezimmerputzen, dass ich mal wieder dringend meine Nägel schneiden muss. Oder ich hole dann spontan die Fingerfarben raus. Argh!

Der große Kaaskop macht übrigens auch immer wieder dieselben Fehler. Jeden (!) Abend, wenn der kleine Kaaskop auf meinem Schoß sitzt und ich noch etwas vorlese, tritt er mir beim Gutenachtkuss für den kleinen Kaaskop auf den Fuß! Und den Fahrradhelm des kleinen Kaaskop (oder schlimmer: sein Kuscheltier) hat er auch schon ein paar Mal in der Kita bzw. der BSO vergessen. Dafür kontrolliert er immer brav alle Hosentaschen, bevor er die Schmutzwäsche in die Waschmaschine schmeißt. Das vergesse ich nämlich gerne mal.

Unser Ostseeurlaub 2016 in Bildern

Hach, war das herrlich, drei Wochen lang nichts zu müssen! Zwei Wochen davon haben wir an der Ostsee verbracht. Ein paar Bilder habe ich ja schon auf Instagram geteilt, aber  ein paar (*hüstel*) mehr habe ich natürlich doch gemacht, sogar mit der „richtigen“ Kamera, nicht nur mit dem Handy.

Mit dem Wetter hatten wir ziemliches Glück: kalt und nass war es nur an den ersten beiden Tagen. Zum Glück hatten wir über Förde-FeWo ein schönes, großes Ferienhaus mit großem Garten gemietet (samt Schaukel, Minirutsche, Fußballtoren, Johannisbeerbüschen, Sauerkirschbaum und Pflaumenbaum).

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Im Haus gab es auch einen Wahnsinnsspielkeller! Tischtennisplatte, Dartscheibe, Hometrainer, Einrad und der gesamte Spielzeugbestand der mittlerweile erwachsenen Kinder der Hausbesitzer. So kam ich zum ersten Mal in den Genuss von „Lotti Karotti“. Leider verlor ich immer. Die Strategie des kleinen Kaaskop (mit einem einzigen Hasen straight to the top laufen) erwies sich einfach als die effektivste. Ts. Einen Kamin gab es übrigens auch, und weil es am ersten Tag so kalt war, schmissen wir den gleich mal an. Ich mag Kaminfeuer! Und der kleine Kaaskop ist wie wohl alle Jungs von Feuer fasziniert.

Am zweiten Tag besserte sich das Wetter etwas und wir konnten den 400 m entfernten Strand genauer untersuchen. Ich bin zwar in dieser Ecke Schleswig-Holsteins aufgewachsen, aber in Stein war ich trotzdem noch nie gewesen. Der Strand ist nicht groß aber groß genug, kinderfreundlich (flach und sandig) und in der Nähe gibt es einen Spielplatz, eine Strandbar (Tatort Hawaii) und eine saubere öffentliche Toilette. Ideal!

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Am dritten Tag fuhr ich mit meiner Schwester zum Shopping nach Kiel. Während wir uns bei DM (immer ein Muss, wenn ich in Deutschland bin, denn Kosmetik ist hier in Holland einfach teurer), in Mode-, Schuh- und Handtaschenläden vergnügten und zum Schluss im Café des Bücherladens Hugendubel einen oberleckeren Aprikosen-Käsekuchen futterten und Kaffee schlürften, vertrieben sich die beiden Kaasköppe und mein Schwager die Zeit auf dem Abenteuerspielplatz in Wendtorf.

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Ab dem vierten Tag hatten wir richtiges Topwetter und so verbrachten wir zwischen allen Besuchsterminen mit alten Freunden viel Zeit am Strand. Ich liebe ja Sandburgenbauen! So entspannend, das Buddeln im Sand! Der kleine Kaaskop ist am Strand sowieso immer happy. Zu seiner (und meiner) großen Freude mieteten wir zweimal sogar einen Strandkorb.

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LowCarb Blueberry Cheesecake, gebacken von meiner ältesten Freundin, kann man auch am Strand verputzen, nomnomnom!
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Achtung, da kommt das Hipster-Kind mit seiner Mutti! (Eine Freundin meinte, der kleine Kaaskop sähe mit den zersausten langen Haaren, der lässigen Hose und dem coolen T-Shirt aus wie ein Hipsterkind..)
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Die sind leider nicht von mir, fand ich aber total süß.

IMG_0287Ansonsten haben wir Freunde besucht (u.a. in Hamburg, wo wir übernachtet haben und mit Cocktails abgefüllt wurden), das frischgeborene Baby einer Schulfreundin bewundert (während der kleine Kaaskop in deren riesigen Pool plantschte und die Tellerschaukel am Baum in ihrem Garten ausprobierte) und bei meinem Vater gegrillt. Den sehe ich wegen der großen Entfernung ja leider nur 1-2 Mal im Jahr.

In der zweiten Woche fuhr ich mit meinen beiden Kaasköppen noch einen Nachmittag zu Filippos Erlebnisgarten in Blekendorf. Wir pflückten Himbeeren, aßen Eis und der kleine Kaaskop spielte sich ’nen Ast. Das Floß war mal wieder seine Lieblingsbschäftigung. Zu meinem Leidwesen war eine der beiden Anlegestellen nur über Kletternetze zu erreichen und arg zugewachsen. Helikoptermutteralarm! Zum Glück kann der kleine Kaaskop gut klettern und halfen ihm ein paar ältere Kinder den letzten Meter über den glitschigen Baumstamm. Wobei einer der „großen“ Jungs schon nach dem ersten Netz aufgegeben hatte. „Ich kann das nicht!“, rief er seinen Freunden zu. Die meinten „Dann lern’s! Sogar der kleine Junge da kann es!“ Kicher!

IMG_0507IMG_0466IMG_0463IMG_0495IMG_0467IMG_0504IMG_0478IMG_0479IMG_0487IMG_0481Am vorletzten Tag fuhren wir dann noch nach Laboe, weil ich dort zu einem bestimmten Strandlädchen wollte. Boote gucken musst natürlich auch sein. Und überhaupt mag ich Laboe. Auch wenn wir dort bei unserem allerersten Sommerurlaub mit dem damals 5 Monate alten kleinen Kaaskop Pech mit dem Wetter hatten.

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Die Windmühle ist mir als Importkaaskop ja sofort aufgefallen!

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Und dann ging’s wieder zurück nach Holland. Es war ein wirklich schöner Urlaub, und danach hatte ich noch eine ganze Woche frei – herrlich! Seit Montag heißt es wieder täglich 11,6 km zur Arbeit radeln, Brote schmieren undsoweiter. Und heute habe ich die erste Herbstdeko in den Vorgärten gesehen….

Was das niederländische Kind vom deutschen unterscheidet

Wenn man im Ausland lebt und sein Kind bilingual und bikulturell erzieht, fallen einem manchmal deutliche Unterschiede zu Kindern im Heimatland auf. Zwar habe ich nur selten mit deutschen Kindern zu tun, aber in den (sozialen) Medien erfährt man ja auch so einiges über das Familienleben in Deutschland. Ein paar Unterschiede, die mir persönlich aufgefallen sind, verrate ich euch heute mal:
  • Das niederländische Kind ist es gewohnt, mittags Brot zu essen und dazu Milch zu trinken. Abends gibt es dann warmes Essen. Wenn kinderunfreundliches Gemüse (z.B. der holländische Klassiker Rosenkohl) auf den Tisch kommt, wird das mit ein bisschen Apfelmus (nicht mit Ketchup!) geschmacklich aufgewertet. (Bei uns übrigens nicht, nee, nee!)
  • Das niederländische Kind fährt in der Regel ohne Helm Laufrad und auch beim Herumsausen auf einem Fahrrad mit Stützrädern ist kein Helm nötig. Den tragen die meisten Kinder hier in Holland erst, wenn die Stützräder ab sind. Aber nur bis sie sicher fahren können. Teenager mit Helm habe ich hier in Holland noch nie gesehen.
  • Der klassische Frühstücksbrotaufstrich ist nicht Nutella oder eine andere Schokocreme sondern Erdnussbutter. Oder natürlich hagelslag, aber das ist ja kein Aufstrich…
  • Matschhosen, die deutsche Kinder, wenn ich Instagram und Konsorten glauben darf, auch beim Draußenspielen tragen, wenn es nur nach Regen aussieht oder die Straße noch vom Tag zuvor etwas feucht ist, sind dem niederländischen Kind weitestgehend unbekannt. Es sei denn, es geht in einen Ökohippiekindergarten.
  • Das niederländische Kind fährt, sobald es sitzen kann, auf dem elterlichen Fahrrad mit, und zwar nicht hinten oder im Anhänger, sondern vorne im Lenkersitz. Viel gezelliger! Außerdem sitzt hinten ja der große Bruder bzw. die große Schwester.
  • Das niederländische Kind männlichen Geschlechts trägt als Baby keine Strumpfhosen. Außer es hat eine deutsche Mama, die von deutschen Verwandten/Bekannten eine geschenkt bekommt hat.
  • Dem holländischen Kind sind Steigungen oder gar Berge unbekannt, schließlich ist in Holland* alles flach. Der kleine Kaaskop freut sich daher an dieser Stelle des Schulwegs immer über die „Fahrradrutsche“: ein gaaanz leichtes, mit dem Auge kaum sichtbares Gefälle.
  • Das niederländische Kind urlaubt traditionell irgendwo im sonnigen Süden (idealerweise in Frankreich oder Spanien, weil man dort günstig mit dem Auto hinfahren kann) anstatt in Skandinavien, wie der gute Norddeutsche es tut.
  • Dem niederländischen Kind ist nicht nur aus diesem Grund Astrid Lindgren eher unbekannt. Ja, Pippi Langstrumpf kennt man hier, aber der Rest hat es wohl nie so ganz gegen die tollen Werke von Annie M.G. Schmidt geschafft.
  • Das niederländische Kind wird am nordeuropäischen Strand nicht in langärmelige UV-Schutzkleidung einschließlich Hut gesteckt.

Was die beiden Spezien aber gemein haben: sie mögen Laugenbrezel und verlangen im Sommerurlaub jeden Tag Eis, Eis, Eis!

*In einigen niederländischen Provinzen gibt es natürlich durchaus Steigungen.
PS. Was das deutsche Kind vom andalusischen unterscheidet, erfahrt ihr in diesem Blogpost von Andalusienmutti.Und ja, manchmal vergehen bei mir Monate zwischen Blogpostentwurf und -veröffentlichung…

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…würde ich noch mehr Zeit mit meinem Smartphone verbringen, als ich es dank Facebook, Whatsapp und Instagram eh schon tue. Nicht gut! Und so gerne ich die Familien-Tweets der Woche anderer Blogger oder Websites lese, ich lasse es beim Lesen, auch wenn es mir schwerfällt.

Aber WENN ich einen Twitter-Account hätte, hätte es in den letzten Wochen vielleicht diese Tweets von mir gegeben*:

  • Da bin ich mal ohne Kind in der Stadt und habe sogar ZEIT zum Shoppen…sind die Läden noch geschlossen!
  • Hilfe, mein Kind spielt schon den ganzen Tag bei seinem Freund und ich weiß nichts mit mir anzufangen!
  • Sätze, die ich nachts um 4 Uhr NICHT hören möchte: „Mama, ich kann das Weihnachtsbaumanhängerbärchen nicht finden, aber ich will es haben!
  • Dieser Moment, wenn die Regenjacke vor den Wassermassen kapituliert, sich das aufspritzende Regenwasser an deinen Socken nach oben saugt…. und dir eine JOGGERIN entgegenkommt!
  • „Das rote T-Shirt ist der Torwart, das gelbe ganz oben ist der Stürmer, der soll die Tore schießen, und die anderen helfen ihm dabei.“ Fußballaufstellung erklären für Vierjährige? Kann ich!
  • Du weißt, dass du ein Importkaaskop bist, wenn du mit deinem Fahrrad brav an der roten Ampel wartest und währenddessen vier andere Radfahrer an dir vorbeizischen, um den abbiegenden Autos die Vorfahrt zu nehmen.
  • Mit einem Vierjährigen Fußball gucken schockt ja eher nicht so: „Warum zeigt der da hin? Wo ist der Hingefallene denn jetzt hin? Warum hält der ein Brett hoch? Wo ist die Nummer 10 jetzt? Was macht der da?“ WEISS ICH DOCH AUCH NICHT!!
  • Im Ferienparkshop:“Bruce, erzähl dem Mann an der Kasse doch mal, warum du dieses Lego-Set kriegst! ..Na? Weil du, seit wir hier sind, schon ZWANZIG MAL Kacka auf der Toilette gemacht hast, ja-ha!!“ Fremdschämen für Fortgeschrittene.
  • „Sex gibt’s heute aber nur vor 9 oder nach 11!“ Noch ein Grund, weswegen Frauen keinen Fußball mögen.
  • Dieser Moment, in dem du erschrocken denkst: „Was macht der denn da?!“ …und dann erleichert feststellst, dass der deutsche Fan im Stadion keinen Hitlergruß sondern ein Selfie macht.
  • Mitten in der 2. Halbzeit des EM-Finales kommt der Vierjährige aus dem Bett und stellt gleich die wichtigsten Fragen: „Hast du da Schokolade, Mama? Warum trägt der Mann im Tor einen rosa und eine grünen Schuh?!“ Mein Sohn!
  • Ich kann nicht schlafen. Macht Schlumpfeis knallgrüne Kacke oder hat mein Kind heimlich Gras gegessen?!

*Und wenn ich vor lauter Vor-dem-Urlaub-Stress nicht vergessen hätte, diesen Blogpost zu veröffentlichen, hättet ihr ihn schon vor zwei Wochen lesen können. Sorry!

BBQ mit den Nachbarn und das erste Zeugnis (jedenfalls fast)

Gestern abend haben wir mit unseren Nachbarn bei einer gemeinsamen Grillparty den Anfang der Schulferien in unserer Region gefeiert. Schön war das! Jede Familie steuerte etwas zu essen und zu trinken bei, und dann saßen und standen wir auf dem gemeinsamen Platz hinter unseren Reihehausgärten, ließen es uns schmecken, redeten und lachten, während die Kinder um uns herumwuselten. Sogar als die Kinder im Bett lagen und es anfing zu regnen, saßen die meisten von uns noch um den Feuerkorb unter dem Partyzelt zusammen, und trotzten mit 43-Likör und Whiskey dem Regen dieses nassen Sommers. Hoffentlich wird das Wetter im Laufe der Ferien noch besser!

Urlaubsreife Kinder und Eltern

An meinem kleinen Duracell-HasenKaaskop merkte ich eigentlich nicht, dass er urlaubsreif ist, aber die anderen Eltern erzählten, dass man wirklich merken konnte, dass das Schuljahr fast zu Ende ist: die Kinder sind müder als sonst und vor allem am letzten Schultag sind einige abends wohl zu erschöpft zum Essen gewesen. Ich bin selber auch ziemlich urlaubsreif. Ich habe mich zwar mittlerweile an meinen neuen Arbeitsweg gewöhnt, aber auf eine Pause vom alltäglichen working Mom Stress freue ich mich trotzdem. Ich bin in letzter Zeit ziemlich tüddelig (für Nicht-Norddeutsche: zerstreut), habe keine Lust zu irgendwas und überhaupt: ich will einfach Uuuuurlaub!

10-Minutengespräche und das erste Zeugnis

Und dann gab es natürlich am letzten Schultag auch noch Zeugnisse! Der kleine Kaaskop, der ja erst seit seinem 4. Geburtstag im Januar in Klasse 1/2 geht, hat zum Glück noch Schonfrist und bekam in seiner Grundschulzeugnismappe nur eine kurze Zusammenfassung der bisherigen Beobachtungen seiner Lehrerin mit nach Hause. Was drin steht, hatten der große Kaaskop und ich schon letzte Woche beim 10-Minutengespräch erfahren. Kurz vor den Sommerferien werden nämlich alle Eltern zu einem 10-minütigen Eltern-Lehrer-Gespräch über die Leistungen ihrer Kinder in die Schule eingeladen. (Und nein, hier in Holland muss man da nicht auf den winzigen Holstühlchen der Kinder sitzen.) Es war ein angenehmes Gespräch, in dem wir erfuhren, dass die beiden Klassenlehrerinnen den kleinen Kaaskop als sehr „frei“ empfinden. „Eigensinnig“ wollten sie ihn nicht nennen, es war nicht negativ gemeint. Er macht gut im „Unterricht“ mit, aber er ist auch leicht abgelenkt und wenn er keine gute Erklärung bekommt, warum er etwas tun oder nicht tun soll, macht er lieber das, was er selber besser findet. Tja, das ist ja nichts Neues für uns. Ich fand es aber schön, dass die Lehrerinnen den kleinen Kaaskop auch für ziemlich schlau halten, dass sie bestätigten, dass er immer gut gelaunt ist und dass sie finden, dass er sich wohlfühlt in seiner Haut. (Also, das klingt im Deutschen jetzt irgendwie blöd. „lekker in je vel zitten“ ist doch etwas mehr. Mehr: er ist im Einklang mit sich selbst; es geht ihm (mental) gut; so etwas in diese Richtung.) Das hört man doch gerne als Mutter!

Neue Klasse, neues Fahrrad

Im „Zeugnis“ vom kleinen Kaaskop stand auch ein Satz, den ich schon aus dem Entwicklungsgespräch in der Kita kannte: „Dem kleinen Kaaskop fällt es noch schwer, zu warten,bis er dran ist.“ Tja. Kann mir gut vorstellen, dass das unter anderem daran liegt, dass er Einzelkind ist, wie eine Erzieherin in der Kita mal suggerierte. Er braucht ja zuhause selten zu warten. Nicht, dass wir ihm jeden Wunsch sofort erfüllen, aber oft gibt es einfach keinen guten Grund ihn warten zu lassen. Auch Erwachsene hassen es schließlich, warten zu müssen! Nun hätten wir mit dem neuen Fahrrad für unser kleines Schulkind eigentlich bis Weihnachten oder seinem Geburtstag warten können. Wegen Gefahr des materiellen Verwöhnens und so. Aber sorry: das alte Fahrrad war wirklich zu klein geworden! Das sah einfach doof aus, so ein großer Junge auf so einem kleinen Fahrrad. Und so gab es dank eines Spontankaufs auf marktplaats.nl (sowas wie eBay) am letzten Schultag vor den Ferien ein neues Fahrrad für den kleinen Kaaskop. Ein „Ritterfahrrad“, wie er – im Gegensatz zu uns – sofort sah. Mit dem saust er seitdem um die Häuser.

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Nach den Ferien kommt der kleine Kaaskop übrigens in eine neue Klasse. Zu den beiden Misch-Klassen 1/2 kommt nach dem Umbau der Schule nämlich eine „reine“ 1. Klasse hinzu und wird neu gemischt. Das bedeutet zwar, dass der kleine Kaaskop zwei andere Klassenlehrerinnen bekommt, aber die kennt er schon UND er kommt in die gleiche Klasse wie sein bester Kumpel aus der jetzigen Parallelklasse, hurra! Und worüber ich mich noch gefreut habe: wir haben beim 10-Minutengespräch erfahren, dass das abgelaufene halbe Schuljahr für den kleinen Kaaskop quasi die 0. Klasse war und er erst nach dem Sommer offiziell in die 1. Klasse kommt. Das heißt, er ist dann sechseinhalb, wenn er in die 3. Klasse kommt, in der die Schule richtig losgeht, mit Hausaufgaben und so (die niederländische 3. Klasse entspricht in etwa der 1. Klasse in Deutschland). Nicht, dass ich aus Sicht einer deutschen Mutter die ersten beiden Vorschuljahre besonders frei und verspielt finde, aber man nimmt, was man kriegen kann.

Jetzt kriegen wir aber erstmal die Sommerferien! Na gut, ein Woche muss ich noch arbeiten, aber dann geht’s ab an die Ostsee. Lekker nichts müssen, schön an den Strand gehen, Freunde und Familie wiedersehen…. Ich kann es kaum erwarten! Aber wo wir schon wieder beim Warten sind: mein Bett wartet. Gute Nacht!

 

Ein Wochenende mit Bollo

„Wann fahren wir wieder mal zu Bollo?“, fragt mich der kleine Kaaskop zurzeit fast täglich. (Wer die Landal-Ferienparks nicht kennt: Bollo der Bär ist das Maskottchen/Gesicht von Landal.) Dass ihm unser Wochenende in Rabbit Hill gefallen hat, ist klar. Er hatte die Zeit seines Lebens: jeden Tag ins Schwimmbad, schon beim Frühstück andere (bekannte) Kinder zum Spielen, Nutella aufs Brötchen, obwohl nicht Sonntag war (!), nachmittags Indoor-Spielhölle äh -halle und zum krönenden Abschluss am Sonntagabend das Bollo-Kinderbüffet mit u.a Pommes und Eis zum Selberschöpfen.

Wir hatten mit zwei befreundeten Paaren (mit zwei 3- und 6-jährigen Jungs und einem 3-jährigen Mädchen) ein Supersonderangebot gebucht, und diesmal mehr Glück mit den Häusern. Die waren nämlich renoviert, viel schöner als das Ferienhaus in dem anderen Landal-Park, wo wir letzten Herbst waren.

Das Ferienhaus

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Die Einrichtung gefiel uns sehr gut, sie war modern und gemütlich und die Betten waren auch super (für immermüde Eltern ja nicht unwichtig).

Am Freitagnachmitag trudelten wir alle zu unterschiedlichen Zeiten ein und außer einer kleinen Ferienparkerkundung und dem gemeinsamen Abendessen (darußen im Garten!) haben wir nichts unternommen.

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Tag 1 – Sandskulpturenfestival

Am Samstag sollte das Wetter nachmittags regnerisch werden und so zogen wir nach dem Frühstück (mit frischen, deutsch anmutenden Brötchen!) los. Zum ’t Veluws Zandsculpturenfestijn in Garderen. Dort wurden das Leben des niederländischen Malers Rien Poortvliet und vierzig niederländische Sprichworte bzw. Ausdrücke in Sand dargestellt. Außerdem gab es eine Einschienenbahn mit Tretantrieb, von der man die Skulpturen draußen auch von oben bestaunen konnte. Von der konnten die Kinder ja nicht genug bekommen.

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Ich fand ja allein schon wegen der Blumen den Außenbereich wunderschön!

IMG_0105IMG_0117IMG_0130Eine Spielecke (=Sandkasten mit Zubehör) gab es auch und dort machten wir eine kleine Kaffee-und-Kuchen-Pause (die machen die Holländer ja vormittags). Danach schauten wir uns drinnen noch ein paar Gemälde von Rien Poortvliet an und natürlich die 40 Sprüche aus Sand! Man konnte beim Eingang einen Zettel mitnehmen, um sie alle zu erraten, aber das war mir zu mühsa. Mein Niederländsch ist zwar sehr gut, aber Sprichwörter und so kenne ich sicher keine 40. Diese beiden erkannte ich aber:

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Daar komt de aap uit de mouw. (Da kommt der Affe aus dem Ärmel = da wird die Katze aus dem Sack gelassen)
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Krokodillentranen huilen (Krokodilstränen weinen)

Nach dem Mittagessen im Bungalow ging es endlich ins Schwimmbad. Der kleine Kaaskop hatte schon seit Freitagnachmittag immer wieder gefragt, wann wir endlich schwimmen gehen. Ich ging auch mit, obwohl ich Schwimmbäder nicht so mag, vor allem nicht mit einem Kind, das noch nicht schwimmen kann. Die Kinder hatten jedenfalls ihren Spaß mit Rutsche, Wasserfall undsoweiter. Ich zog mich nach einer halben Stunde wieder zurück ins Trockene und las im Café auf der anderen Seite der Glaswand eine Zeitschrift. Eigenlich wollte ich zurück in den Bungalow, aber es regnete mittlerweile sehr und ich hatte keinen Schirm dabei. Also Tee trinken und abwarten, im wahrsten Sinne des Wortes.

Abends aßen wir wieder alle zusammen (diesmal drinnen), und als die Kinder und unsere Schwangere im Bett lagen, spielten die anderen vier noch eine Runde Poker, während ich gemütlich mit einem Glas Wein auf dem Sofa ein Buch las. Herrlich!

Tag 2 – Waldspaziergang

Am Sonntagvormittag machten wir einen kleinen Waldspaziergang. Blöderweise hatte ich meine Kamera nicht dabei! Deshalb nur ein Handyfoto vom Blaubeerpflücken.

IMG-20160702-WA0002Nach dem Mittagessen zog es die Kinder wieder ins Schwimmbad, ich packte währenddessen unsere Koffer, denn nach dem Abendessen ging es wieder nach Hause. Das Bollo-Familienbüffet war super: reichlich Auswahl, leckeres Essen, für die Kinder ein eigenes Büffet auf Kinderhöhe mit Pizza, Pommes & Co. Satt, müde und entspannt setzten wir uns gegen 19 Uhr ins Auto und fuhren heimwärts. Ja, und seitdem fragt der kleine Kaaskop fast täglich, wann wir wieder zu Bollo fahren. Wahrscheinlich im Herbst.

Kennt ihr Bollo bzw. die Landal-Parks?